DE348181C - Auspufftopf mit einer luftdurchspuelten Ummantelung, insbesondere fuer Luftfahrzeugmotoren - Google Patents
Auspufftopf mit einer luftdurchspuelten Ummantelung, insbesondere fuer LuftfahrzeugmotorenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01N—GAS-FLOW SILENCERS OR EXHAUST APPARATUS FOR MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; GAS-FLOW SILENCERS OR EXHAUST APPARATUS FOR INTERNAL-COMBUSTION ENGINES
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- F01N13/08—Other arrangements or adaptations of exhaust conduits
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN ABU. FEBRUAR 19»
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 46c GRUPPE 29
· Hugo Junkers in Dessau. Auspuff topf mit einer luftdurchspülten Ummantelung, insbesondere für Luftfahrzeugmotoren.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Oktober 1919 ab.
Bei Motoren hoher Leistung wird es erforderlich, die Auspufftöpfe oder -sammler zu kühlen,
um deren vorzeitige Zerstörung durch die heißen Verbrennungsgase zu verhüten. Bei stationären
und Schiffsmotoren ist es aus diesem Grunde bekannt, die Auspufftöpfe und -leitungen mit
einem von Wasser durchflossenen Kühlmantel zu umgeben. Bei Luftfahrzeugmotoren ist dier
ses Mittel aber kaum anwendbar, da hier der erforderliche Gewichtsaufwand zu hoch wäre.
Man hat sich daher bei Luftfahrzeugen meist damit begnügt, die Auspuff? ammler so anzuordnen,
daß sie während des Fluges vom freien Fahrtwind bestrichen werden und dadurch eine
Kühlung erfahren. Ein großer Nachteil dieser freiliegenden Auspuffsammler liegt aber darin,
daß sie einen verhältnismäßig erheblichen Luftwiderstand bieten.
Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, die ίο Auspuffsammler mit einer lu'ftdurchströmten
Ummantelung zu versehen, deren Lufteintrittsöffnung in der Fahrtrichtung vorn liegt, so daß
die dort eintretende Luft den Auspuffsammler bestreicht. Diese Anordnung hat aber die Nachteile,
daß die in der Längsrichtung des Sammlers entlangstreichende, hinten bereits warme Luft
nur den vorderen Teil desselben wirksam kühlen kann und daß die im sogenannten Windschatten
vorspringender Teile des Sammlers, namentlich der Anschlußstutzen, liegenden Oberflächenteile
nicht genügend von Kühlluft bestrichen werden, sich also leicht überhitzen.
Nach der Erfindung soll der Luftkühlmantel des Auspufftopfes oder -Sammlers derart ausgebildet
werden, daß eine ausreichende Kühlung an allen Stellen des Sammlers gewährleistet
ist. Zu diesem Zweck werden die Lufteintrittsöffnungen über den Kühlmantel verteilt angeordnet,
so daß die den stärksten Wärmeein-Wirkungen ausgesetzten, also der Kühlung besonders
bedürftigen Stellen des Sammlers von der einströmenden Kühlluft möglichst unmittelbar
bespült werden können. Solche Stellen finden sich namentlich dort, wo die Abgase noch
am heißesten sind, also an den Anschlußstutzen, und wo durch Richtungsänderung, Aufstoßen
auf Wände oder Zusammentreffen mehrerer Gasströme starke Wirbelungen hervorgerufen
werden. Des weiteren lassen sich bei dieser An-Ordnung tote Winkel, zu denen keine Kühlluft
hinkommt, leicht vermeiden. Die Kühlluftwege können beträchtlich kurzer gehalten werden,
als bei den bekannten Anordnungen, wo jedes Kühlluftteilchen den Sammler in seiner
ganzen Länge bestreichen muß; namentlich dann, wenn die Abführung der Kühlluft in der
Sammlermitte oder gar an mehreren über den Sammler verteilten Stellen erfolgt. Bei solchem
kurzen Kühlweg wird die Kühlwirkung eine wesentlich stärkere, weil sich die Kühlluft weniger
erwärmt und weil sie infolge der geringeren j Strömungswiderstände höhere Geschwindigkeit ;
annimmt.
Zur weiteren Verbesserung der Kühlluftführung können in dem Raum zwischen Kühlmantel
und Sammler noch besondere Leitflächen angeordnet sein, die eine gleichmäßige j Verteilung des Luftstromes über die Oberfläche
des Sammlers, namentlich eine sichere Bespü- | lung besonders gefährdeter Stellen gewährleisten, j
Werden diese Leitflächen mit den Sammlerwänden wärmeleitend verbunden, so bilden sie
überdies eine wirksame Vergrößerung der wärmeabführenden Oberfläche der letzteren.
! Zur Aufrechterhaltung des künstlichen Kühlluftstromes
wird am zweckmäßigsten der während der Fahrt des Luftfahrzeuges erzeugte
Staudruck einer der Fahrtrichtung entgegenstehenden öffnung oder der Unterdruck einer
in der Fahrtrichtung nach hinten liegenden Mündung benutzt. Bei Benutzung des Stau-
- druckes wird die Anordnung vorteilhaft in folgender Weise getroffen: Der Motor des betreffenden
Fahrzeuges wird mit einer Ummantelung versehen, deren Innenraum durch Luftauffangöffnungen
unter den der jeweiligen Geschwindigkeit entsprechenden Druck gesetzt wird; der Sammler wird nun so eingebaut, daß die Luft-
• eintrittsöffnungen seines Kühlmantels innerhalb dieses unter Druck gesetzten Raumes münden,
so daß Luft aus diesem Raum in den Kühlmantels, des Sammlers gepreßt wird.
Die Kühlung des Auspuffsammlers ermöglicht es nunmehr auch, den Sammler ganz innerhalb
dieser Motorverkleidung anzuordnen, was wiederum in verschiedener Hinsicht vorteilhaft ist.
Vor allem wird der schädliche Luftwiderstand eines freiliegenden Sammlers vermieden. Die
Motor ummantelung kann· die ganze Motorenanlage völlig umschließen und braucht dabei
anstatt der vielen Durchbrechungen für jeden einzelnen Auspuffstutzen des Motors in der
Regel nur noch eine einzige für die zweckmäßig konzentrisch angeordneten Kühlluft- und Abgas-Austrittsleitungen.
Um bei einer solchen Anordnung des Sammlers innerhalb der Motorummantelung den Motor
bequem zugänglich und auch ein rasches An- und Abbauen des Sammlers möglich zu machen,
wird ein Teil der Motorummantelung aufklappbar ausgebildet und die Ableitungen des Sammlers
durch diesen aufklappbaren Teil hindurchgeführt. Die außerhalb der Motorummantelung
befindlichen Teile der Ableitungen sind entweder mit dem aufklappbaren Teil verbunden und
legen sich bei geschlossener Klappe auf die festliegenden Öffnungsränder am Sammler auf, oder
sie sind am Sammler befestigt und sind dann nach einem Kreisbogen um den Drehpunkt der
Klappe geformt, so daß die Bewegung der Klappe unbehindert erfolgen kann.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel für den Erfindungsgegenständ dargestellt.
Abb. I zeigt den mit einem Auspuffsammler gemäß der Erfindung ausgestatteten Motor
eines Luftfahrzeuges im Aufriß, den Auspuffsammler im Schnitt nach Linie I-I der Abb. 2.
Abb. 2 zeigt die Anordnung im Grundriß. Dabei ist der Mantel des Auspuffsammlers im iao
Schnitt nach Linie II-II der Abb. 1 gezeichnet.
Abb. 3 zeigt einen Seitenriß, Auspuffsammler
und Mantel im Schnitt nach Linie III-III der
Abb. i.
Abb. 4 zeigt in perspektivischer Ansicht den mit aufgesetzten Kühlluftleitflächen versehenen
Auspuffsammler bei abgenommenem Mantel. Der Antriebsmotor ι eines Flugzeuges ist j
innerhalb einer ihn allseitig umschließenden ! Verkleidung, welche durch die feststehenden j
Wände 2 und die aufklappbare Haube 3 ge- ; bildet wird, eingebaut. Der Auspuffsammler 5
ist innerhalb dieser Motorverkleidung angeordnet, so daß er während der Fahrt keinen
schädlichen Widerstand erzeugen kann. Um • den Auspuffsammler 5 ist mit allseitigem Abstand
der Mantel 6 gelegt, der zur Führung des den Sammler umstreichenden Kühlluftstromes
dient.
Der Lufteintritt in den Raum zwischen Sammler und Mantel erfolgt im dargestellten Beispiel
durch die die Anschlußstutzen 8 des Sammlers umgebenden Öffnungen 9 des Mantels 6, also
an den Stellen, wo die Auspuffgase die höchste Temperatur besitzen. Der Austritt der Kühlluft
aus dem Mantel 6 erfolgt durch Öffnung 10, die das in der Mitte des Sammlers aufgesetzte
Auspuffsammeirohr 7 umgibt.
Der Kühlluftstrom wird erzeugt teils durch den Staudruck der an der Stirnseite der Motorverkleidung
durch den dort angeordneten Kühler 4 eintretenden Luft, teils durch die Saugwirkung
des das Auspuffrohr 7 düsenartig umgebenden, nach hinten schräg abgeschnittenen Rohrstutzens 12, welcher mit der aufklappbaren
Haube 3 verbunden ist und sich bei geschloss;ener Haube auf die Austritts öffnung 10 des
Mantels 6 derart auflegt, daß die Kühlluft durch den Stutzen 12 ungehindert abströmen kann.
Das Auspuffrohr 7 ist nach einem Kreisbogen um den Drehpunkt 11 der Motorhaube ge-
♦o krümmt, um ein ungehindertes öffnen und
Schließen der letzteren zu ermöglichen. Abb. 1 zeigt in gestrichelten Linien die Haube im geöffneten
Zustand.
Der in Abb. 4 dargestellte Auspuffsammler ist auf seiner Außenseite mit Leitflächen 14 versehen, welche dazu dienen, die Kühlluft derart zu führen, daß sie nicht auf dem kürzesten Wege den Raum zwischen Mantel und Auspuffsammler durchstreicht, sondern gezwungen wird, alle gefährdeten Stellen des Auspuffsammlers wirksam zu bespülen.
Der in Abb. 4 dargestellte Auspuffsammler ist auf seiner Außenseite mit Leitflächen 14 versehen, welche dazu dienen, die Kühlluft derart zu führen, daß sie nicht auf dem kürzesten Wege den Raum zwischen Mantel und Auspuffsammler durchstreicht, sondern gezwungen wird, alle gefährdeten Stellen des Auspuffsammlers wirksam zu bespülen.
Claims (6)
1. Auspufftopf mit einer luftdurchspülten Ummantelung, insbesondere für Luftfahrzeugmötoren,
dadurch gekennzeichnet, daß die Luftzutrittsöffnungen (9) über den Kühlmantel (6) verteilt und an der Kühlung besonders
bedürftigen Stellen, beispielsweise in unmittelbarer Nähe der Auspuffstutzen der
einzelnen Zylinder, angeordnet sind.
2. Auspufftopf nach Anspruch i, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kühlluftaustritt in der Sammlermitte oder an mehreren über
den Sammler verteilten Stellen erfolgt.
3. Auspufftopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung des
Kühlluftstromes der Motor mit einer Ummantelung (2, 3) umgeben ist, innerhalb deren
die Lufteinlaßöffnungen des Kühlmantels liegen und deren Innenraum durch Fahrtwindauffangöffnungen
unter Druck gesetzt ist.
4. Auspufftopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung oder
Verstärkung des Kühlluftstromes an die Luftaustrittsöffnung des Kühlmantels ein von der Fahrtrichtung abgekehrt mündender,
ejektorartig saugender Austrittsstutzen (12) angeschlossen ist.
5. Auspufftopf nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil (3) der
den Auspuffsammler (5) umschließenden Motorummantelung aufklappbar ausgebildet ist
und daß die Ableitungen des Sammlers durch den beweglichen Teil der Ummantelung hindurchgeführt
sind, wobei die außerhalb der Ummantelung liegenden Teile der Ableitungen entweder am aufklappbaren Teil befestigt
sind und in der Schließlage des letzteren sich auf entsprechende Öffnüngsränder des Sammlers auflegen oder am Sammler
festsitzen und nach einem um das Klappengelenk beschriebenen Kreisbogen gekrümmt
sind.
6. Auspufftopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Raum zwischen
Auspufftopf und Mantel Leitflächen (14) zur Führung der Kühlluft innerhalb des Mantels
eingebaut sind, die wärmeleitend mit dem Auspufftopf verbunden sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE348181T | 1919-10-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE348181C true DE348181C (de) | 1922-02-01 |
Family
ID=6257048
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919348181D Expired DE348181C (de) | 1919-10-07 | 1919-10-07 | Auspufftopf mit einer luftdurchspuelten Ummantelung, insbesondere fuer Luftfahrzeugmotoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE348181C (de) |
-
1919
- 1919-10-07 DE DE1919348181D patent/DE348181C/de not_active Expired
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