DE347840C - Vorrichtung zur Bestimmung der Drucke in Zylindern rasch laufender Maschinen - Google Patents

Vorrichtung zur Bestimmung der Drucke in Zylindern rasch laufender Maschinen

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DE347840C
DE347840C DE1919347840D DE347840DD DE347840C DE 347840 C DE347840 C DE 347840C DE 1919347840 D DE1919347840 D DE 1919347840D DE 347840D D DE347840D D DE 347840DD DE 347840 C DE347840 C DE 347840C
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cylinder
pressure
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machine
rotary valve
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Liebra Motorengesellschaft M B
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L23/00Devices or apparatus for measuring or indicating or recording rapid changes, such as oscillations, in the pressure of steam, gas, or liquid; Indicators for determining work or energy of steam, internal-combustion, or other fluid-pressure engines from the condition of the working fluid
    • G01L23/02Devices or apparatus for measuring or indicating or recording rapid changes, such as oscillations, in the pressure of steam, gas, or liquid; Indicators for determining work or energy of steam, internal-combustion, or other fluid-pressure engines from the condition of the working fluid mechanically indicating or recording and involving loaded or return springs

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Testing Of Devices, Machine Parts, Or Other Structures Thereof (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Bestimmung der Drucke in Zylindern rasch laufender Maschinen. Die Indizierung von Maschinen mit sehr hoher Umlaufszahl stößt mit Rücksicht auf die Trägheit der Organe -des Indikators auf unüberwindliche Schwierigkeiten. Insbesondere war es bisher unmöglich, über die Druckverhältnisse in den Zylindern, von rasch laufenden Explosionskraftmaschinen, wie sie für Kraftfahrzeuge und Flugzeuge verwendet werden, Aüfschluß zu erhalten.
  • Um nun auch bei derartigen Maschinen die Druckverhältnisse im Zylinder während des Betriebes prüfen zu können, wird gemäß der Erfindung von folgendem Grundgedanken ausgegangen: Da es unmöglich ist, die im Verlaufe des Arbeitsganges der Maschine auftretenden, sehr stark verschiedenen Drucke durch eine einzige Druckanzeigevorrichtung aufnehmen zu lassen, so werden mehrere Druckanzeigevorrichtungen an dem Zylinder angeschaltet, die aufeinanderfolgend vorübergehend während des Kolbenhubes mit denn, Zylinderinnern in Verbindung gebrachtwerden, so daß also jedeDruckanzeigevorrichtung während des Kolbenhubes jeweils nur einen ganz bestimmten Druck aufzunehmen und anzuzeigen hat. Bei sehr rasch laufenden Maschinen, die also tausend und mehr Umdrehungen in der Minute ausführen, wird infolge der Trägheit der Organe der Druckanzeigevorrichtungen ein merkliches Zurückgehen des Zeigers von der Stellung, in die er durch den ihn beeinflussenden Druck gebracht worden ist, nicht eintreten können, so daß an jeder Druckmeßvorrichtung mit mehr oder minder großer Genauigkeit der Druck der betreffenden Phase des Arbeitsvorganges abgelesen werden kann. Ordnet man alle diese Druckmeßvorrichtungen nebeneinander an, so geben ihre leicht miteinander zu vergleichenden Zeigerstellungen ein. übersichtliches Bild der Druckverhältnisse während des Arbeitsganges der Maschine; und ist eine entsprechend große Anzahl von aufeinanderfolgend beeinflußten Druckmeßvorrichtungen vorhanden, so erhält man gleichsam eine Anzahl von Punkten eines Druckdiagramms, das durch Interpolieren mit genügender Genauigkeit vollständig aufgezeichnet werden kann. Um die verschiedenen Druckhöhen gleichsam als in entsprechender Entfernung voneinander aufgestellte Ordinate zu erhalten, kann man Druckanzeigevorrichtungen, verwenden, welche die Drucke durch die Höhe einer Flüssigkeitssäule in einer Glasröhre anzeigen, und man braucht diese Glasröhren dann einfach nur, in entsprechender Entfernung voneinander, nebeneinander anzuordnen und dahinter eine Tafel mit einer Skalenrastrierung anzubringen. Selbstverständlich ist es auch möglich, Anzeigevorrichtungen, zu benutzen, die die von. ihnen aufgenommenen Drucke auf einem bewegten, entsprechend rastrierten Papierstreifen aufzeichnen, und man kann dann die so gewonnenen, Kurven zur Ermittlung, der jedem Arbeitsgang des Kolbens entsprechenden Druckkurve verwenden..
  • In. konstruktiver Beziehung läßt sich eine solche Druckbestimmungsvorrichtung in der Weise ausführen, daß ein mit dem zu prüfenden Zylinder in Verbindung zu bringender geschlossener Behälter angewendet wird, der mehrere, je zu einer Druckanzeigevorrichtung führende Öffnungen besitzt, die durch eine von der Umlaufszahl der Maschine abhängige Steuerung, dem Gang der Maschine entsprechend, aufeinanderfolgend kurz geöffnet und wieder geschlossen werden, so daß also die an die einzelnen Öffnungen angeschlossenen Anzeigevorrichtungen die in verschiedenen Arbeitsphasen während der Kolbenbewegung herrschenden Drucke getrennt angeben.. Dieser mit dem zu prüfenden Zylinder in Verbindung zu bringende Behälter kann als Zylinder ausgebildet werden, der an mehreren Stellen, seiner Umfläche zu den Druckanzeigevorrichtungen führende Öffnungen besitzt, deren aufeinanderfolgende rasche Öffnung und Scl-üießung durch einen in diesen Zylinder eingesetzten Drehschieber bewirkt wird. Dieser enthält an entsprechenden Stellen Durchbrechungen, welche bei der von dem Gang der Maschine abhängig gemachten Drehung des Drehschiebers aufeinanderfolgend mit den Zylinderöffnungen, zusammenfallen, so daß also jeweils nur eine Öffnung freigegeben wird.
  • Man kann aber auch den zu prüfenden Zylinder selbst an mehreren Stellen mit zu den Druckanzeigevorrichtungen führenden Öffnungen versehen und einen mit entsprechend ausgeteilten Durchbrechungen versehenen rohförmigen Drehschieber in diesen Zylinder einsetzen. Der Kolben läuft dann in der Höhlung dieses Drehschiebers, der entsprechend dem Arbeitsgange der Maschine angetrieben wird und gegebenenfalls gleichzeitig als Steuerschieber des Zylinders wirkt. Bei der Drehung dieses Drehschiebers werden die zu den Anzeigevorrichtungen führenden. Öffnungen, ebenso wie vorhin, geschildert, aufeinanderfolgend rasch eröffnet und wieder geschlossen. Auf diese Weise können jene Störungen vermieden werden, die bei Anwendung eines besonderen Druckmeßzylinders dadurch auftreten, daß die in dem zu prüfenden Zylinder jeweils herrschenden, Drucke sich erst in den Druckmeßzylinder fortpflanzen müssen.
  • Ein, solcher Explosionsmaschinenzylinder, wie er hier zuletzt besprochen worden ist, ist in der Zeichnung in einem Achsialschnitt dargestellt.
  • In, den Zylinder a ist ein rohrförmiger Drehschieber b eingesetzt, der mittels einer Durchbrechung c die Gaszuführung und Abströmung steuert. Seinen Antrieb erhält der Drehschieberb durch ein, Zahnrad d, das in eine Verzahnung e des Schiebers eingreift und ihn je nach der Beschaffenheit der Maschine in einem bestimmten Verhältnis zur Umläufszahl der Maschine dreht.
  • An verschiedenen, Stellen der Wandung des Zylinders a sind Kanäle f i bis f 5 angeordnet, an die Druckanzeigevorrichtungen, angeschlossen sind. Der Drehschieber b besitzt in den den Kanälen f i bis f 5 entsprechenden: Parallelkreisen. Durchbrechungen g, die so ausgeteilt sind, daß bei jedem Hin.- und Hergang. des Kolbens in entsprechender Aufeinanderfolge die Durchbrechungen g mit den zugehörigen. Kanälen f zusammenfallen, so daß also die Kanäle f aufeinanderfolgend vorübergehend mit dem Innenraum des Drehschiebers b in Verbindung gebracht werden und die daran angeschlossenen Druckanzeigevorrichtungen von dem jeweils irn. Zylinder herrschenden Druck beeinflußt werden.
  • Die Druckanzeigevorrichtungen können, wie bereits früher erwähnt, durch entsprechendes Zusammenführen, der Verbindungsröhren, nebeneinander angeordnet werden, um die Übersichtlichkeit der Druckanzeigen zu erhöhen. Die Anzahl der Kanäle f und damit auch der angeschlossenen Druckanzeigevorrichtungen kann beliebig vermehrt werden.
  • Will man bei einer in Gebrauch zu nehmenden Maschine die Anbringung von Kanälen im Zylinder und von Durchbrechungen im Drehschieber vermeiden, so kann ein solcher Zylinder, wie er hier geschildert worden ist, in irgendeiner Weise mit dem zu prüfendcn Maschinenzylinder, der dann in beliebiger Weise ausgeführt sein kann, in Verbindung gebracht werden. Dieser besondere Drucluneßzylinder braucht dann selbstverständlich keinen Kolben, da er ja nur die in dem zu prüfenden Zylinder auftretenden Drucke aufzunehmen hat.
  • In jedem Fall kann die konstruktive Ausgestaltung des geschilderten Prinzips mannigfache Wandlungen erfahren.
  • Durch die geschilderte Vorrichtung werden gewissermaßen einzelne Ordinaten des Druckdiagramms, das der Kolbenbewegung entspricht, angezeigt, _ und das vollständige Druckdiagramm. kann nur durch Interpolieren von Zwischenpunkten zwischen den angezeigten Ordinatenendpunkten ermittelt werden. Man kann aber die Druckanzeigevorrichtung auch derart ausgestalten, daß zur Ermittlung des vollständigen Druckdiagramms kein gefühlsmäßiges Interpolieren nötig ist, sondern daß die Drucke tatsächlich bei jeder Kolbenstellung gemessen werden können.
  • Es wurde erwähnt, daß die Steuerung der zu den Druckanzeigevorrichtungen führenden Ka; näle des Druckmeßzylinders von der Umlaufszahl der zu prüfenden Maschine abhängig gemacht ist, also in einfachster Weise so, daß die Steuerung der Druckmeßvorrichtung von der Haupt- oder Steuerwelle der Maschine aus angetrieben wird. Man braucht nur das Steuerorgan, also beispielsweise den Drehschieber der Druckmeßvorrichtung mit der Haupt- oder Steuerwelle der Maschine verstellbar zu verbinden, und zwar zweckmäßig so, daß die Verstellung auch während des Ganges der Maschine durchgeführt werden kann, um zu erreichen, daß jede der Anzeigevorrichtungen bei verschiedenen Kolbenstellungen mit dem Zylinderinnern in Verbindung gebracht werden kann. Durch die Verstellbarkeit der Steuerung der Druckmeßvorrichtung werden also die einzelnen, den vorhandenen Druckanzeigern entsprechenden Ordinaten gewissermaßen gleichfalls verstellbar, und man kann nunmehr beliebig viele Zwischenpunkte des Druckdiagramms bestimmen. In konstruktiver Beziehung ist der verstellbare Antrieb der Steuerung des Druckmeßbehälters verschiedenartig ausführbar.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRÜcHE. r. Vorrichtung zur Bestimmung der Drucke in Zylindern rasch laufender Maschinen, gekennzeichnet durch eine Anzahl von Druckanzeigevorrichtungen, mit denen der Zylinder nacheinander vorübergehend in Verbindung gebracht wird, und von denen jede nur den Druck in einem bestimmten Zeitpunkt des im Zylinder sich abspielenden Arbeitsvorganges anzeigt. z. Vorrichtung nach Anspruch z, gekennzeichnet durch einen mit dem zu prüfenden Zylinder in Verbindung zu bringenden, geschlossenen Behälter, der mehrere, je zu einer Druckanzeigevorrichtung führende Öffnungen besitzt, die durch eine von der Umlaufszahl der Maschine abhängige Steuerung, dem Gang der Maschine entsprechend, aufeinanderfolgend kurz geöffnet und wieder geschlossen werden. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckmeßbehälter als Zylinder (a) ausgebildet-ist, der an mehreren Stellen seiner Wandung zu den Druckanzeigevorrichtungen führende Öffnungen (f l bis f') besitzt, deren aufeinanderfolgende rasche Eröffnung und Schließung durch einen in diesen Zylinder eingesetzten Drehschieber (b) bewirkt wird, der an entsprechenden Stellen Durchbrechungen enthält, die bei der von dem Gang der Maschine abhängig gemachten Drehung des Drehschiebers aufeinanderfolgend mit den Öffnungen des Druckmeßzylinders zusammenfallen. 4. Vorrichtung nach Anspruch Z und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zu prüfende Zylinder selbst nach Art des Druckmeßzylinders mit Öffnungen versehen ist und einen Drehschieber enthält, der diese Öffnungen steuert und in dessen Höhlung der Kolben läuft, wobei dieser Drehschieber gleichzeitig auch die Zu- bzw. Abströmung des Arbeitsmittels steuern kann. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Umlaufszahl der zu prüfenden Maschine in Abhängigkeit gebrachte Steuerung der Kanäle des Druckmeßbehälters mit der Maschinenwelle oder Steuerwelle mittelbar cder unmittelbar verstellbar verbunden ist, um die Stellen des Kolbenweges, an denen die Drücke gemessen werden, verschieben zu können.
DE1919347840D 1918-07-29 1919-08-21 Vorrichtung zur Bestimmung der Drucke in Zylindern rasch laufender Maschinen Expired DE347840C (de)

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