DE3418596C2 - - Google Patents
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- DE3418596C2 DE3418596C2 DE3418596A DE3418596A DE3418596C2 DE 3418596 C2 DE3418596 C2 DE 3418596C2 DE 3418596 A DE3418596 A DE 3418596A DE 3418596 A DE3418596 A DE 3418596A DE 3418596 C2 DE3418596 C2 DE 3418596C2
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Description
Die Erfindung betrifft ein elektrophotographisches Aufzeichnungs
material, sie betrifft insbesondere ein Aufzeichnungsmaterial
vom positiv geladenen Typ für die Verwendung in der Elek
trophotographie.
Als elektrophotographische Aufzeichnungsmaterialien sind bisher be
kannt ein Selen-Aufzeichnungsmaterial oder ein mit As, Te, Sb oder
dgl. dotiertes Selen-Aufzeichnungsmaterial sowie Aufzeichnungsmaterialien
mit in einem Bindemittelharz dispergiertem Zinkoxid oder
Cadmiumsulfid. Bei diesen Aufzeichnungsmaterialien treten jedoch
Probleme auf in bezug auf die Umweltverschmutzung, die
thermische Instabilität und eine unzureichende mechanische
Festigkeit.
In den letzten Jahren sind elektrophotographische Aufzeichnungsmate
rialien auf Basis von amorphem Silicium (nachstehend als
"a-Si" bezeichnet) vorgeschlagen worden. Das a-Si weist soge
nannte freie (baumelnde) Bindungen auf, wo die Si-Si-
Bindung zerbrochen ist. Dieser Typ von Deffekten erzeugt
viele lokalisierte Energieniveaus in der Energielücke (energy gap).
Aus diesem Grunde tritt eine Übersprungleitung von thermisch
erregten Ladungsträgern auf, wodurch der Dunkelwiderstand
herabgesetzt wird, während durch Licht erregte Ladungs
träger durch die lokalisierten Energieniveaus eingefangen
werden, was zu einer schlechten Photoleitfähigkeit führt.
Es ist daher übliche Praxis, diese Defekte durch Wasserstoff
atome zu kompensieren, insbesondere die freien (baumelnden)
Bindungen der Siliciumatome durch Wasserstoffatome abzusät
tigen.
Das hydrierte amorphe Silicium (nachstehend als "a-Si : H" be
zeichnet) weist einen spezifischen Widerstand im Dunkeln
von 10⁸ bis 10⁹ Ohm×cm auf, der nur etwa 1/10 000 desje
nigen von amorphem Selen beträgt. Bei dem eine einzige
Schicht aus a-Si : H aufweisenden elektrophotographischen Aufzeichnungs
material tritt daher
das Problem auf, daß sein Oberflächenpotential im Dunkeln
mit einer hohen Rate zerfällt und daß sein anfängliches
Aufladungspotential niedrig ist. a-Si : H hat jedoch die für
die lichtempfindliche Schicht eines elektrophotographischen Aufzeich
nungsmaterials sehr vorteilhafte
Eigenschaft, daß sein spezifischer Widerstand
stark abnimmt, wenn es mit Licht im sichtbaren und infraroten
Spektralbereich belichtet wird.
Um diesem a-Si : H eine Potentialretention zu verleichen, kann
es mit Bor dotiert werden, um seinen spezifischen Wider
stand bis auf 10¹² Ohm×cm zu erhöhen. Es ist jedoch nicht
leicht, den richtigen Bordotierungsgrad und andere Eigen
schaften genau zu kontrollieren (zu steuern). Außerdem kann
ein spezifischer Widerstand von bis zu 10¹³ Ohm×cm er
zielt werden durch Einführung einer Spur Sauerstoff zusam
men mit Bor. In diesem Falle weist das elektrophotographische Aufzeich
nungsmaterial eine
schlechtere Lichtempfindlichkeit auf, was Probleme mit sich
bringt, beispielsweise einen unscharfen Potentialabfall im
Licht und ein nicht vernachlässigbares Restpotential.
Außerdem wurde ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial mit einem
an der Oberfläche
freiliegenden a-Si : H bisher noch nicht vollständig
untersucht in bezug auf die chemische Stabilität seiner
Oberfläche, wie z. B. die möglichen Einflüsse der Langzeit
einwirkung der Atmosphäre oder von Feuchtigkeit und der
Chemikalien, die unter einer Coronaentladung entstehen.
So ist es beispielsweise bekannt, daß er nach mehr als 1-
monatigem Stehenlassen durch Feuchtigkeit so stark ange
griffen wird, daß sein Ladungspotential beträchtlich ab
nimmt.
Andererseits sind in "Phil. Mag.", Band 35 (1978) und dgl.
die Existenz von hydriertem amorphem Siliciumcarbid (nach
stehend als "a-SiC : H" bezeichnet) und ein Verfahren zu seiner
Herstellung beschrieben. Von dem Material ist bekannt, daß
es die folgenden Eigenschaften hat: beispielsweise eine
hohe Wärmebeständigkeit, eine hohe Oberflächenhärte, einen
guten spezifischen Dunkelwiderstand (10¹² bis 10¹³ Ohm×cm),
der höher ist als derjenige von a-Si : H, und eine optische Ener
gielücke, die zwischen 1,6 und 2,8 eV variiert, je nach
Kohlenstoffgehalt. Es hat jedoch den Nachteil einer schlech
teren Empfindlichkeit im langwelligen Bereich, was aus der
Ausweitung der Bandlücke resulitert, die durch den darin
enthaltenen Kohlenstoff hervorgerufen wird.
Ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial, wie es vorstehend
beschrieben wurde, das in Kombination a-SiC : H und a-Si : H um
faßt, ist beispielsweise in der japanischen offengelegten
Patentanmeldung Nr. 1 27 083/1980 beschrieben. Er hat eine
Zwei-Schichten-Struktur, wobei jede Schicht eine andere
Funktion hat, und besteht aus einer lichtempfindlichen oder
photoleitfähigen Schicht aus a-Si : H und einer ladungstrans
portschicht aus a-SiC : H unterhalb der erstgenannten. Die
obere Schicht spielt daher eine Rolle bei der Erzielung der
Lichtempfindlichkeit gegenüber Licht innerhalb eines breiten
Wellenlängenbereiches und die untere Schicht, die heterogen
mit der a-Si : H-Schicht kombiniert ist, kann, obgleich sie
zur Verbesserung des Ladungspotentials geeignet ist, den
einer a-SiH-Schicht eigenen Dunkelzerfall nicht gut verhin
dern, was zu einem schlechten Ladungspotential führt, das
für die praktische Verwendung ungeeignet ist. Die chemische
Stabilität, die mechanische Festigkeit, die Wärmebeständig
keit und dgl. sind schlechter, was auf die obere Schicht
aus a-Si : H zurückzuführen ist. Daneben muß noch die La
dungstransportschicht in Abhängigkeit von dem Kohlenstoff
atomgehalt untersucht werden und die Dicke der Schichten
und andere Eigenschaften wurden bisher nicht berücksichtigt.
Daher erfüllt das elektrophotographische Aufzeichnungsmaterial nicht die
Anforderungen an die Eigenschaften, die es haben soll.
In der offengelegten japanischen Patentanmeldung Nr. 17 952/1982
ist ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial mit Drei-Schichten-
Struktur beschrieben,
in dem jede Schicht eine andere Funktion hat,
der besteht aus einer photoleitfähigen Schicht aus a-Si : H,
einer Oberflächenmodifizierungsschicht oder der ersten a-SiC : H-
Schicht über der photoleitfähigen Schicht und einer Ladungs
transportschicht oder der zweiten a-SiC : H-Schicht auf der
gegenüberliegenden Seite oder auf der der Schichtträger-Elektrode
der photoleitfähigen Schicht zugewandten Seite. Es hat den
Vorteil, daß darin der der a-Si : H-Schicht eigene Dunkelzer
fall verhindert wird. Die Effekte der Kohlenstoffatomgehalte
in einer a-SiC : H-Schicht, insbesondere der Ladungstrans
portschicht, sind noch zu untersuchen. So tritt in jeder
Kombination mit einer a-Si : H-Schicht eine geringere Empfind
lichkeit auf und das Restpotential steigt an. Er weist ei
ne zu geringe Stabilität auf, um eine große Anzahl von Ko
piervorgängen durchführen zu können.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Bereitstellung eines aus drei Schichten
bestehenden elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials, das verbesserte
Eigenschaften betreffend seine Lichtempfindlichkeit, das Restpotential, die
Potentialretention und die Stabilität bei Mehrfachverwendung im positiv
geladenen Zustand, aufweist.
Es hat sich gezeigt, daß die Aufgabe gelöst werden kann durch das den Gegen
stand der Erfindung bildende, in den Patentansprüchen beschriebene elektro
photographische Aufzeichnungsmaterial.
Das erfindungsgemäße elektrophotographische Aufzeichnungsmaterial
umfaßt eine Oberflächenmodifizierungsschicht
aus hydriertem und/oder fluoriertem amorphem Siliciumcar
bid und/oder -nitrid, wie z. B. einem a-SiC : H, eine photo
leitfähige Schicht aus amorphem hydriertem und/oder fluorier
tem amorphem Silicium, wie z. B. a-Si : H, eine Ladungstrans
portschicht aus amorphem hydriertem und/oder fluoriertem
Siliciumcarbid, wie z. B. a-SiC : H, das mit einer verhältnis
mäßig geringen Menge mindestens eines Elements aus der
Gruppe IIIA des Periodischen Systems der Elemente dotiert
ist, und eine Ladungsblockierungsschicht aus amorphem
hydriertem und/oder fluoriertem Siliciumcarbid, wie z. B.
a-SiC : H, das mit einer verhältnismäßig geringen Menge
mindestens eines Elements aus der Gruppe IIIA des Periodi
schen Systems der Elemente dotiert ist, wobei der Kohlen
stoffatomgehalt in der Ladungstransportschicht innerhalb
des Bereiches von 10 bis 30 Atom-% liegt.
Die Fig. 1 bis 12 dienen dem leichteren Verständnis der
Erfindung. Im einzelnen zeigt
Fig. 1 eine partielle Querschnittsansicht eines Elektro
photorezeptors;
Fig. 2 eine Kurve der optischen Energielücke gegen den
Kohlenstoffgehalt für a-SiC : H;
Fig. 3 Kurven des spezifischen Widerstands gegen die
optische Energielücke für a-SiC : H;
Fig. 4 eine charakteristische Kurve der Lichtempfind
lichkeit gegen die optische Energielücke für
a-SiC : H;
Fig. 5 eine Vergleichskurve der Lichtempfindlichkeit
gegen die Wellenlänge des auftreffenden Lichtes;
Fig. 6 ein Diagramm, das die Energiebanden der Schichten
des elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials zeigt;
Fig. 7 eine graphische Darstellung der Potentialzer
fallseigenschaften eines elektrophotographischen Aufzeich
nungsmaterials;
Fig. 8 eine Kurve, welche die Potentialzerfallseigen
schaften eines anderen elektrophotographischen Aufzeich
nungsmaterials zeigt;
Fig. 9 eine Potentialzerfallskurve des elektrophotographischen
Aufzeichnungsmaterials gemäß Fig. 1 bei positiver Aufladung;
Fig. 10 eine partielle Querschnittsansicht eines anderen
elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials;
Fig. 11 ein Diagramm, das die Energiebanden der Schichten
des elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials gemäß
Fig. 10 zeigt;
Fig. 12 eine Potentialzerfallskurve des elektrophotographischen
Aufzeichnungsmaterials gemäß Fig. 10 bei positiver Aufladung.
Fig. 13 bis 18 erläutern die vorliegende Erfindung.
Im einzelnen zeigt
Fig. 13 ein Diagramm, das die Energiebanden der Schich
ten des elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials zeigt;
Fig. 14 eine Potentialszerfallskurve des elektrophotographischen
Aufzeichnungsmaterials bei positiver Aufladung;
Fig. 15 eine graphische Darstellung der Änderung der
Eigenschaften in Abhängigkeit von der Dicke der
Oberflächenmodifizierungsschicht;
Fig. 16 eine Schnittansicht durch eine Vorrichtung zur
Herstellung des elektrophotographischen Aufzeichnungs
materials in schematischer Darstellung;
Fig. 17 (Tabelle I) die zusammengefaßten Eigenschaftsdaten verschie
dener elektrophotographischer Aufzeichnungsmaterialien und
Fig. 18 (Tabelle II) die zusammengefaßten Eigenschaftsdaten weiterer
elektrophotographischer Aufzeichnungsmaterialien.
Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf spezi
fische Beispiele näher erläutert.
Sie umfaßt erstens ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial, wie
es in Fig. 1 dargestellt
ist, mit einem elektrisch leitenden Schichtträger 1, einer
Ladungstransportschicht 2, einer photoleitfähigen
Schicht 3 und einer Oberflächenmodifizierungsschicht 4.
Die Ladungstransportschicht 2 hat hauptsächlich eine Poten
tialretentions- und Ladungstransportfunktion und bewirkt
die Verbesserung der Hafung an dem Schichtträger 1. Sie hat
einen im wesentlichen festgelegten Kohlenstoffatomgehalt
von 10 bis 30 Atom-%, bezogen auf die Gesamtanzahl von
Si und C, mit einer bevorzugten Dicke von 10 bis 30 µm.
Die photoleitfähige Schicht 3 kann proportional zur Be
strahlung (Belichtung) Ladungsträger erzeugen und sie hat
vorzugsweise eine Dicke von 250 nm bis 5 µm. Die Ober
flächenmodifizierungsschicht 4 hat die Funktion, die Ober
flächenpotential-Eigenschaften dieses Aufzeichnungsmaterials zu
verbessern unter Aufrechterhaltung seiner Potentialeigen
schaften und unter Verhinderung der Umweltbeeinflussung
durch Feuchtigkeit, Atmosphäre und Chemikalien, die bei
einer Coronaentladung gebildet werden, über einen langen
Zeitraum und sie bewirkt die Verbesserung der Druckbestän
digkeit aufgrund der hohen Oberflächenhärte, der Warm
übertragungseigenschaften, insbesondere der Klebstoff
übertragungseigenschaften und dgl., sie hat somit eine
sogenannte Oberflächenmodifizierungsfunktion. Es ist wichtig,
daß die Dicke dieser Schicht weit geringer ist als gemäß
dem Stand der Technik und innerhalb eines Bereiches von
40 bis 500 nm, vorzugsweise in dem Bereich 40 nm≦t<200 nm
liegt.
Ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial auf a-Si-Basis für die
Verwendung in der
Elektrophotographie mit den vorstehend beschriebenen er
findungsgemäßen Merkmalen kann eine geringe Filmdicke mit
einer Retention für ein höheres Potential, eine gute
Empfindlichkeit gegenüber Strahlung im sichtbaren und
infraroten Bereich, eine verbesserte Wärmebeständigkeit,
Druckbeständigkeit und Beständigkeit gegen Umwelteinflüs
se aufweisen als ein Selen-Aufzeichnungsmaterial gemäß Stand der
Technik.
Außerdem sei darauf hingewiesen, daß die Einstellung des
Kohlenstoffatomgehaltes in der Ladungstransportschicht
auf einen spezifischen Bereich zwischen 10 und 30 Atom-%
ermöglicht, daß er den Anforderungen an die Eigenschaften
elektrophotographischer Aufzeichnungsmaterials gut genügt, was nachstehend
näher erläutert wird:
Ein a-SiC : H hat, wie sich allgemein gezeigt hat, eine opti
sche Energie-Lücke (Eg. opt), die mit höherem Kohlenstoff
gehalt ansteigt, wie aus der Fig. 2 ersichtlich ist. Sie
entspricht der Bandlücke und die Differenz gegenüber der
Eg von a-Si : H (etwa 1,71 eV) wird bekanntlich um so größer,
je höher der Kohlenstoffatomgehalt darin ist.
Andererseits übt der Kohlenstoffatomgehalt einen Einfluß
auf den spezifischen Widerstand von a-SiC : H aus (ρD: spezi
fischer Dunkelwiderstand, ρG: spezifischer Widerstand bei
Belichtung mit gründem Licht), wie in der Fig. 3 dargestellt
ist, und der Anstieg des Kohlenstoffgehaltes oder der Eg
über einen bestimmten Bereich hinaus führt zu einem Abfall
der Lichtempfindlichkeit (ρD/ρG) des Bereiches, wie in
der Fig. 4 dargestellt. Eine Änderung der Wellenlänge des
auftreffenden Lichtes bewirkt eine Änderung der Empfindlich
keit von a-SiC : H in Abhängigkeit von dem Kohlenstoffgehalt,
wie in der Fig. 5 dargestellt.
Die Fig. 6 erläutert die Energiebanden des elektrophotographischen
Aufzeichnungsmaterials mit dem in Fig. 1 beschriebenen Schichtaufbau. In dem Ener
giebandendiagramm hat die Ladungstransportschicht 2 einen
Gehalt, der auf 10 bis 30 Atom-% festgesetzt ist (beispiels
weise 15 Atom-%: Eg = 2,1 eV in dem dargestellten Aufzeichnungsma
terial, so daß bei einer geeigneten Eg die Grenzfläche
desselben zu der Eg (etwa 1,71 eV) der photoleitfähigen
Schicht 3 eine Bandlücke darstellt, die praktisch keine
Sperrschicht insbesondere gegenüber Elektronen bildet:
wenn die Oberfläche des elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials
negativ aufgeladen ist und die Operation beginnt, wird ein Loch (Defektelektron),
mit der Markierung ○ bezeichnet, aus dem Substrat 1 inji
ziert, wie durch die strichpunktierte Linie angezeigt. Das
Loch (Defektelektron) kann nicht über die Energiesperr
schicht der Valenzbande Ev der photoleitfähigen Schicht ge
langen und dies erlaubt durch Retention von negativen La
dungen auf der Oberfläche des elektrophotographischen Aufzeichnungs
materials die Senkung
des Dunkelzerfalls und die Verbesserung der Potentialre
tention. Außerhalb der Ladungsträger (Löcher, bezeichnet
durch die Markierung ○, oder Elektronen, bezeichnet durch
die Markierung ⚫), die in der photoleitfähigen Schicht 3
beim Bestrahlen erzeugt werden, wandern die Elektronen
leicht in das Substrat 1, wie durch eine strichpunktierte
Linie angezeigt ist, durch die Ladungstransportschicht 2,
weil praktisch keine Sperrschicht der Leitungsbande (Ec)
zwischen den Schichten 2 und 3 vorliegt, nämlich das Ener
gieniveau zwischen beiden gut zusammenpaßt. Andererseits
bewegen sich die Löcher (Defektelektronen) leicht in Rich
tung auf die Oberfläche durch die dünne Oberflächenmodifi
zierungsschicht 4 und führen dort zu einer selektiven
Neutralisation der negativen Ladungen auf der Oberfläche
mit einer daraus folgenden wirksamen Bildung eines latenten
elektrostatischen Bildes. Dieser Rezeptor weist daher so
wohl eine gute Lichtempfindlichkeit als auch eine gute
Ladungsretention, wie oben erwähnt, auf.
Es hat sich gezeigt, daß dieser ausgeprägte Effekt eintritt
unter der angegebenen Bedingung, daß der Kohlenstoffatomge
halt in der Ladungstransportschicht 2 innerhalb von 10 bis
30 Atom-% liegt: ein Kohlenstoffgehalt von weniger als 10
Atom-% ist unzureichend, weil er mit einem spezifischen
Widerstand der Ladungstransportschicht 2 von weniger als
10¹² Ohm×cm verbunden ist, der erforderlich ist, um eine
Potentialretention zu erzielen (vgl. Fig. 3) und somit ins
besondere ein ausreichend hohes Ladungspotential nicht er
reichbar ist. Bei Kohlenstoffatomgehalten von mehr als 30
Atom-% ist der spezifische Widerstand ebenfalls gering und
daneben sind zu viele Kohlenstoffatome zu finden, was zu
einer Zunahme der Defekte in der Ladungstransportschicht
führt, die zu einem schlechteren Transportvermögen der La
dungsträger selbst beiträgt.
Außerdem ist es wichtig, daß das in Fig. 1 dargestellte
elektrophotographische Aufzeichnungsmaterial eine photoleitfähige Schicht 3
aufweist, die
frei von irgendeinem Dotierungsmittel der Gruppe IIIA des
Periodischen Systems der Elemente ist: Versuche, einen höheren
spezifischen Widerstand (ρD=10¹¹ bis 10¹² Ohm×cm) durch
Dotierung mit einer Verunreinigung auf die gleiche Weise wie
gemäß Stand der Technik zu erzielen, führen zu einer Abnahme
in dem Ladungsträgerbereich (µτ)e des Elektrons: Mobilität×
Lebensdauer. Dann wird eine allmählich nach unten abfallende
Kurve des Zerfalls im Licht erhalten mit der daraus resultie
renden Abnahme der Empfindlichkeit und Verschlechterung der
Bildqualität. Die Fig. 7 zeigt eine Zerfallscharakteristik
im Licht des o. g. elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials mit
einer photoleitfähigen
Schicht 3, die frei von Dotierungsmittel ist,
wobei die Kurve einen scharfen Abfall des Potentials beim
Bestrahlen aufweist, der mit einer guten Lichtempfindlich
keit verbunden ist. Andererseits hat es sich gezeigt, daß
bei einer photoleitfähigen Schicht 3, die mit einer Verunrei
nigung dotiert ist (z. B. unter der Annahme [B₂H₆]/[SiH₄]=20 ppm
in der weiter unten beschriebenen Glimmentladung),
die Zerfallskurve im Licht durch ein allmähliches Gefälle
abnimmt. Das in der Fig. 1 dargestellte elektrophotographische
Aufzeichnungsmaterial
das als Strukturkomponenten drei Schichten umfaßt, die
verschiedene Funktionen ausüben, bietet die obengenannten
bemerkenswerten Vorteile und andererseits treten Probleme
auf, die damit verbunden sind, die hier aufgezeigt worden
sind:
Das in Fig. 1 dargestellte elektrophotographische Aufzeichnungsmaterial
eignet sich für
die Aufladung, wie aus der Fig. 6, in der Energiebanden in
Form eines Diagramms dargestellt sind, und aus der vor
stehenden Beschreibung ersichtlich. Für die Verwendung
bei der positiven Aufladung hat es ein geringes Aufladungs
vermögen und unterliegt einem starken Dunkelzerfall. Wenn
beispielsweise, wie aus der Fig. 6 ersichtlich, ein elektrophotographisches
Aufzeichnungsmaterial mit einer Ladungstransportschicht mit einem Kohlen
stoffatomgehalt von 15 Atom-% und einer Eg, opt von 2,06 eV
auf der Oberfläche positiv aufgeladen wird, gelangen die
Elektronen leicht über die Ec der Ladungstransportschicht 2
und werden aus dem Substrat 1 injiziert mit einer daraus
folgende Neutralisation der positiven Ladungen auf der
Oberfläche, was eine Tendenz zum Zerfall des Oberflächen
potentials mit sich bringt. Daneben werden unter den La
dungsträgern, die in der photoleitfähigen Schicht 3 durch
Bestrahlung erzeugt werden, die Löcher (Defektelektronen)
kaum beeinflußt bei der Wanderung von der photoleitfähigen
Schicht 3 zu der Ladungstransportschicht 2 durch die Ener
gielücke von Ev zwischen beiden Schichten 3 und 2 oder die
Energiesperre (ΔE). Dabei betragen Eg, opt von a-Si 1,71 eV
und Eg, opt von a-SiC 2,06 eV. Dies zeigt ein schlech
teres positives Aufladungsvermögen an, wobei die in Fig. 9
dargestellte Zerfallskurve erhalten wird, was zu dem
Schluß führt: ungeeignet für die Verwendung zum positiven
Aufladen.
Es wurde vorgeschlagen, wie in Fig. 10 erläutert, zur Ver
hinderung der Wanderung der Elektronen aus dem Substrat 1,
verglichen mit einem elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterial, wie es
in Fig. 1
dargestellt ist, eine Ladungsblockierungsschicht 5 aus mit
Bor dotiertem a-SiC : H oder a-SiC : F vom p-Typ zusätzlich
vorzusehen zwischen der Ladungstransportschicht 2 und dem
Substrat 1. Als Ergebnis erhielt man, wie in Fig. 11 in
Form eines Diagramms dargestellt, die Möglichkeit, die In
jektion von Elektronen aus dem Substrat 1 zu blockieren und
positive Ladungen auf der Oberfläche des elektrophotographischen
Aufzeichnungsmaterials zurückzuhalten
oder den Dunkelzerfall zu vermindern, was
noch von einer geringeren Lichtempfindlichkeit begleitet
war, die der vorstehend beschriebenen Energiesperre (ΔE)
zuzuschreiben ist. Dann erhielt man eine Oberflächenpoten
tialkurve mit einem allmählich nach unten abfallenden
Abschnitt, aufgetragen beim Bestrahlen.
Es wurde ein Versuch zur Lösung des obengenannten Problems,
das unter positiven Ladungsbedingungen auftritt, unternom
men, wobei gefunden wurde, daß zusätzlich zur Blockierung
gegenüber der Injektion von Ladungsträgern mittels der La
dungsblockierungsschicht 5, die zusätzlich vorgesehen ist,
da diese Stufe und sonst nichts unzureichend ist, es er
forderlich ist, eine wirksame Gegenmaßnahme zu ergreifen,
um zu bewirken, daß die in der lichtempfindlichen Schicht 3
erzeugten Löcher (Defektelektronen) bei der Bestrahlung
sich wirksam zu der Ladungstransportschicht 2 bewegen.
Eine der Möglichkeiten, diese zu erreichen, besteht darin,
das ΔE zwischen beiden Schichten 3 und 2 zu verringern
durch Herabsetzung des Kohlenstoffgehaltes von a-SiC : H, das
die Ladungstransportschicht 2 aufbaut, auf der Basis der
in der Fig. 2 graphisch dargestellten Daten. Dies erfor
dert eine deutliche Herabsetzung des Kohlenstoffatomgehal
tes auf weniger als 10 Atom-%, was zu einem geringen Wider
stand der Ladungstransportschicht 2 führt, der einen starken
Abfall des Ladungspotentials des elektrophotographischen Aufzeich
nungsmaterials mit sich bringt.
Es wurde nun gefunden, daß das Problem dadurch gelöst wer
den kann, daß, um das Energieniveau von Ev zwischen den
Schichten 3 und 2 aneinander anzugleichen, die a-SiC : H-
Schicht 2 mit einer verhältnismäßig geringen Menge min
destens eines Elements aus der Gruppe IIIA des Periodi
schen Systems der Elemente dotiert wird, wobei der Kohlen
stoffatomgehalt in der a-SiC : H-Schicht so gehalten wird,
daß die Aufladungseigenschaften und das Transportvermögen
beibehalten werden. Dies hat zur vorliegenden Erfindung
geführt.
Wie vorstehend beschrieben, hat das erfindungsgemäße elektro
photographische Aufzeichungsmaterial
im Prinzip eine Schichtstruktur, wie sie in Fig. 10
erläutert ist, und ist dadurch charakterisiert, daß eine
a-SiC : H-Schicht 2 mit einer verhältnismäßig geringen Menge
mindestens eines Elements aus der Gruppe IIIA des Periodi
schen Systems der Elemente, wie z. B. Bor, dotiert ist, und
daß die Ladungstransportschicht 2 einen Kohlenstoffatomge
halt aufweist, der innerhalb des Bereiches von 10 bis 30
Atom-% liegt.
Als Folge der Bor-Dotierung hat die Schicht 2, wie in der
Fig. 13 schematisch dargestellt, ein Ev mit einer solchen
verkleinerten Lücke gegenüber derjenigen der photoleitfähi
gen Schicht 3, daß eine Übereinstimmung der Energieniveaus
zwischen beiden Schichten leicht erreichbar ist. Infolge
dessen können die in der photoleitfähigen Schicht 3 beim
Bestrahlen erzeugten Löcher (Defektelektronen) glatt in
die Ladungstransportschicht 2 injiziert werden. Die Injek
tion von Elektronen aus dem Substrat 1 kann wirksam blockiert
werden durch die vorgesehene Ladungsblockierungs
schicht 5.
Auf diese Weise ist ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial mit
zufriedenstellenden
Zerfallseigenschaften für den positiv aufgeladenen Typ,
wie in Fig. 14 dargestellt, herstellbar. Das elektrophotographische
Aufzeichnungsmaterial
weist eine verbesserte Lichtempfindlichkeit, ein verminder
tes Restpotential, eine scharfe Lichtzerfallscharakteristik
auf und kann ein höheres Ladungspotential aufrechterhalten.
Außerdem sollte die photoleitfähige Schicht 2 einen Kohlen
stoffatomgehalt aufweisen, der innerhalb des Bereiches 10
bis 30 Atom-%, beispielsweise bei 15 Atom-%, liegt, um zu
sätzlich zu den oben angegebenen Gründen zu erzielen: eine
Retention des Ladungspotentials und eine Verbesserung des
Ladungstransportvermögens, insbesondere bei dem positiv
aufgeladenen Typ: ein hoher Kohlenstoffgehalt von mehr als
30 Atom-% würde zu einer zu großen Energielücke führen,
die das Dotieren mit mehr Bor erfordern würde, um ein An
gleichen (Anpassen) des Energieniveaus von Ev zu erlau
ben. Eine solche Erhöhung der Menge an dotiertem Bor führt
jedoch unvermeidlich zu einem zu niedrigen spezifischen
Widerstand mit daraus folgenden schlechteren Aufladungsei
genschaften, die eher zu einem schwierigen Angleichen des
Energieniveaus an die photoleitfähige Schicht führen auf
grund einer umständlichen Kontrolle der zu dotierenden Menge.
Es sind die Mengen an Bor, mit denen die a-SiC : H-Schichten
2 und 5 dotiert werden müssen, die wichtig sind für die
Erzielung des erfindungsgemäßen elektrophotographischen Aufzeichnungs
materials, wie es in
Fig. 13 dargestellt ist. Es sei darauf hingewiesen, daß
die Ladungstransportschicht gebildet wird durch Glimmentla
dungszersetzung unter den folgenden Strömungsratenverhältnis-
Bedingungen: [B₂H₆]/[SiH₄]=5 bis 100 ppm, beispielsweise
10 ppm, und die Ladungsblockierungsschicht wird vorzugsweise
gebildet als eine solche vom p-Typ durch Glimmentladungs
zersetzung unter den Strömungsratenverhältnis-Bedingungen:
[B₂H₆]/[SiH₄]=200 bis 2000 ppm, beispielsweise 1000 ppm.
Die einzelnen Schichten des erfindungsgemäßen elektrophotographischen
Aufzeichnungsmaterials werden nachstehend näher beschrieben.
Diese Oberflächenmodifizierungsschicht 4 ist wesentlich für
die Verbesserung der Qualität der Oberfläche des Aufzeichnungs
materials und damit der Erzielung eines für die praktische
Verwendung ausgezeichneten a-Si-Aufzeichnungsmaterials. Sie erfüllt
zwei Grundfunktionen des elektrophotographischen Aufzeichnungs
materials: die Ladungsretention auf der Oberfläche und den durch
Licht induzierten Zerfall des Oberflächenpotentials, das auf
dem elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterial erzeugt worden ist. Durch
Verwendung der Oberflächenmodifizierungsschicht wird die Leistungs
charakteristik des elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials bei der
wiederholten Aufladung
und dem durch Licht induzierten Zerfall so stabilisiert,
daß nach dem Stehenlassen des elektrophotographischen Auf
zeichnungsmaterials für
einen langen Zeitraum von beispielsweise mehr als einem
Monat, seine vorteilhaften Potentialeigenschaften noch re
produziert werden können. Im Gegensatz dazu ist ein elektrophoto
graphisches Aufzeichnungsmaterial mit einer Oberfläche aus a-Si : H oder a-Si : F
empfindlich gegenüber Feuchtigkeit, gegenüber Luft und
gegenüber der Ozon enthaltenden Atmosphäre, so daß sich
seine Potentialeigenschaften mit dem Ablauf der Zeit stark
ändern. Wegen ihrer hohen Oberflächenhärte ist die Ober
flächenmodifizierungsschicht in den Kopiebehandlungsstufen
der Entwicklung, der Bildübertragung, der Reinigung und
dgl. abriebsbeständig. Außerdem erlaubt ihre hohe Wärmebe
ständigkeit die Anwendung derselben in einem Erhitzungsver
fahren, beispielsweise der Adhäsionsübertragung.
Um die obengenannten überlegenen Effekte zu erzielen,
besteht die Oberflächenmodifizierungsschicht vorzugsweise
aus a-SiC : H, a-SiC : F, a-SiN : H oder a-SiN : F und es ist sehr
wichtig, daß sie eine Dicke hat, die innerhalb des obenge
nannten Bereiches von 40 nm≦t≦500 nm, vorzugsweise
von 40 nm≦t≦200 nm ausgewählt wird, weil Dicken von
500 nm oder mehr mit einem zu hohen Restpotentialniveau
verbunden sind, wie die Fig. 15 zeigt, und mit einer Abnahme
der Empfindlichkeit E 1/2 (wie später beschrieben), was
zu einem Verlust der vorteilhaften Eigenschaften des Photo
rezeptors auf a-Si-Basis führt. Andererseits tritt bei
einer Dicke unter 40 nm keine Aufladung auf der Oberfläche
durch den Tunneleffekt auf, was zu einem erhöhten Dunkelzer
fall und zu einer deutlichen Abnahme der Lichtempfindlichkeit
führt. Dies ist der Grund dafür, warum es für die Oberflä
chenmodifizierungsschicht 4 wesentlich ist, daß sie eine
Dicke hat, die innerhalb des Bereiches von 40 nm bis 500 nm,
vorzugsweise weniger als 200 nm ausgewählt wird. Der
Dickenbereich war durch den Stand der Technik nicht nahege
legt.
Es ist ferner, wie gefunden wurde, wichtig, daß die Ober
flächenmodifizierungsschicht 4 einen in geeigneter Weise
ausgewählten Kohlenstoffgehalt aufweist, um die obengenann
ten vorteilhaften Effekte zu erzielen. Wenn die chemische
Zusammensetzung dieser Schicht durch a-Si1-xCx : H, a-Si1-xCx : F,
a-Si1-xNx : H oder a-Si1-xNx : F ausgedrückt wird, beträgt der
bevorzugte Bereich des Parameters x 0,1 bis 0,7 (Kohlenstoff-
oder Stickstoffgehalt von 10 bis 70 Atom-%). Wenn man an
nimmt, daß 0,1≦x, beträgt die optische Energielücke etwa
2,0 eV oder mehr. Daneben weist sie eine optische Transpa
renz auf oder es tritt der sogenannte "Fenstereffekt" für
Licht im sichtbaren und infraroten Bereich auf und das
auftreffende Licht erreicht die photoleitfähige Schicht 3
(die Ladungsbildungsschicht). Wenn x<0,1 wird ein Teil
des auftreffenden Lichtes an der Oberflächenmodifizierungs
schicht 4 absorbiert, was die Tendenz zur Abnahme der Licht
empfindlichkeit des elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials wieder
spiegelt. Wenn man
annimmt, daß der Parameter x den Wert 0,7 übersteigt, be
steht die Schicht praktisch nur noch aus Kohlenstoff, wobei
nicht nur ein Verlust an Halbleitereigenschaften, sondern
auch eine verminderte Geschwindigkeit der Filmabscheidung
von a-SiC : H, a-SiN : H, a-SiC : F oder a-SiN : F unter Anwendung
der Glimmentladungstechnik auftritt. Dies ist der Grund da
für, warum x≦0,7 bevorzugt ist.
Die Ladungstransportschicht besteht aus a-SiC : H und/oder
a-SiC : F und erfüllt zwei Funktionen: die Potentialretention
und den Ladungstransport. Sie hat einen spezifischen Dunkel
widerstand von nicht weniger als 10¹² Ohm×cm, eine Be
ständigkeit gegen hohe elektrische Felder und eine hohe La
dungsretention pro Einheitsdicke der Schicht. Sie ergibt
auch den Effekt, daß sie die Sperre gegen die Injektion von
Löchern (Defektelektronen) aus der lichtempfindlichen Schicht
3 geringer macht durch die obengenannte Dotierung mit einer
Verunreinigung (leichte Dotierung) und dadurch den wirk
samen Transport von Löchern (Defektelektronen) mit einer
großen Mobilität und einer langen Lebensdauer in das Sub
strat 1 erlaubt. Die Energielücke ist entsprechend dem ge
wünschten Kohlenstoffgehalt zwischen 10 und 30 Atom-% so
einstellbar, daß eine wirksame Injektion von Löchern (Defekt
elektronen), die proportional zur Strahlung erzeugt werden,
und keine Sperre dagegen vorliegen. Auf diese Weise trägt
die Ladungstransportschicht 2 zur Retention eines hohen
Oberflächenpotentials von einem praktikablen Wert, zu einem
wirksamen und schnellen Transport der Ladungsträger, die in
der lichtempfindlichen Schicht 3 erzeugt werden, bei und
ergibt damit ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial mit einer
höheren Empfindlichkeit, das frei von Restpotential ist.
Um diese Funktionen zu erfüllen, beispielsweise in der Xero
graphie nach dem Carlson-Verfahren, sollte die Ladungstrans
portschicht 2 eine Dicke zwischen 10 und 30 µm haben, weil
eine Dicke unter 10 µm zu gering ist, um das für die Entwick
lung erforderliche Oberflächenpotential zu erzielen, wäh
rend bei einer Dicke über 30 µm die Rate der Ladungsträger, die
das Substrat 1 erreichen können, abnimmt. Die Dicke der
a-SiC : H-Schicht, die geringer als diejenige des Selen-Aufzeich
nungsmaterials ist, beispielsweise etwas über 10 µm beträgt, er
laubt Oberflächenpotentiale einer für die praktische Verwen
dung geeigneten Höhe.
Die photoleitfähige Schicht 3 besteht aus a-Si : H und/oder
a-Si : F und weist eine hohe Photoleitfähigkeit für sichtba
re und infrarote Spektralbereiche auf. Wie in der Fig. 5
erläutert, erreicht im roten Wellenlängenbereich in der
Nähe von 650 nm das Verhältnis seinen Maximalwert von 10⁴.
Eine solche lichtempfindliche Schicht aus a-Si : H oder
Si : F trägt zu einer höheren Empfindlichkeit des elektrophoto
graphischen Aufzeichnungsmaterials gegenüber den sichtbaren und infraroten
Spektral
bereichen bei.
Für die wirksame Absorption von sichtbarer und infraroter
Strahlung zur Erzeugung von Ladungsträgern sollte die pho
toleitfähige Schicht 3 250 nm bis 5 µm dick sein.
Eine photoleitfähige Schicht mit einer Dicke unter 250 µm
kann kein auftreffendes Licht absorbieren und ein Teil
des auftreffenden Lichtes, der die darunterliegende La
dungstransportschicht 2 erreicht, führt zu einer beträcht
lichen Abnahme der Lichtempfindlichkeit. Die photoleit
fähige Schicht 3, die ein hohes Ladungstransportvermögen
besitzt, hat einen spezifischen Widerstand von weniger als
10⁹ Ohm×cm, daher selbst keine Ladungsretention und
braucht daher nicht dicker zu sein als zum Absorbieren von
Licht für eine lichtempfindliche Schicht erforderlich.
Es kann daher ausreichend sein, daß sie eine Dicke von
nicht mehr als 5 µm hat.
Die Blockierungsschicht 5 zum Blockieren der Injektion von
Elektronen aus dem Substrat 1 ist mit einer verhältnismäßig
großen Menge mindestens eines Elements aus der Gruppe IIIA
des Periodischen Systems der Elemente dotiert (starke Do
tierung), um eine Energielücke aus dem Substrat 1 zu erzeu
gen, die erforderlich ist zur Erfüllung der Blockierungs
funktion. Sie besteht aus einer a-SiC : H oder a-SiC : F-
Schicht mit den daraus folgenden guten Eigenschaften der
Haftung an dem Substrat 1 und dem Filmüberzug.
Die Blockierungsschicht 5 sollte eine Dicke zwischen 40 nm
und 1 µm haben, um die Funktion zu erfüllen. Eine Dicke von
weniger als 40 nm ist für eine ausreichende Blockierungs
funktion zu gering. Bei einer Dicke von mehr als 1 µm nei
gen die Ladungsträger dazu, kreuzweise zu diffundieren als
Folge des geringen Widerstandes der Schicht. Der Kohlen
stoffgehalt der Blockierungsschicht 5 sollte innerhalb des
Bereiches von 10 bis 30 Atom-% liegen.
Nachstehend wird unter Bezugnahme auf die Fig. 16 eine Vor
richtung oder Glimmentladungseinrichtung für die Verwendung
bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Photorezeptors
zusammen mit einem Verfahren zur Herstellung desselben
näher beschrieben.
Die Vorrichtung 11 weist eine Vakuumkammer 12 auf, in der
ein Schichtträger 1, wie oben erwähnt, auf einem Substrathalter
14 mit einer eingebauten Heizeinrichtung 15 zum Erhitzen
des Schichtträgers 1 auf eine vorgeschriebene Temperatur festge
halten wird. Gegenüber dem Schichtträger 1 ist eine Hochfrequenz
elektrode 17 angeordnet zur Erzeugung von Glimmentladungen
zwischen ihr selbst und dem Schichtträger 1. In der Fig. 16
bezeichnen die Bezugsziffern 20 bis 30, 35, 36, 38, 39 und
40 Ventile, die Bezugsziffer 31 bezeichnet eine Quelle für
SiH₄ oder eine andere gasförmige Siliciumverbindung, die
Ziffer 32 bezeichnet eine Quelle für CH₄ oder andere gasför
mige Kohlenstoffverbindungen, die Ziffer 33 bezeichnet eine
Quelle für ein Trägergas, wie z. B. Ar oder H₂, die Ziffer 34
bezeichnet eine Quelle für B₂H₆, die Ziffer 37 bezeichnet
eine Quelle für SiF₄-Gas oder Fluor und die Ziffer 41 be
zeichnet eine Quelle für N₂ oder gasförmige Stickstoffver
bindungen. In dieser Glimmentladungseinrichtung wird zu
erst der Schichtträger 1, beispielsweise eine Aluminiumplatte,
nach der Reinigung ihrer Oberfläche in die Vakuumkammer 12
eingesetzt. Dann wird das Ventil 37 in geeignetr Weise einge
stellt, um die Vakuumkammer 12 auf einen Gasdruck von 10-6
Torr zu evakuieren, und der Schichtträger 1 wird erhitzt und bei
einer vorgeschriebenen Inkubationstemperatur, wie z. B. 200°C,
gehalten. Dann werden eine Gasmischung, die enthält in geeigneter
Weise verdünnte Konzentrationen von SiH₄, oder an
deren gasförmigen Siliciumverbindungen und CH₄ oder anderen gas
förmigen Kohlenstoffverbindungen oder N₂ oder andere gas
förmige Stickstoffverbindungen zusammen mit einem Träger
gas, bei dem es sich um ein Inertgas hoher Reinheit handelt,
und gewünschtenfalls auch zusammen mit B₂H₄ in die Vakuum
kammer 12 eingeführt, woran sich das Anlegen einer Hochfre
quenzspannung von der Hochfrequenz-Energiequelle 16 unter
einem Reaktionsdruck von 0,01 bis 10 Torr anschließt. Die
obengenannten Reaktantengase werden dadurch unter Glimment
ladungen zersetzt, was zu einer Ablagerung von a-SiC : H-
Schichten 5 und 2, die Wasserstoff enthalten und mit Bor do
tiert sind, und einer a-SiC : H- oder a-SiN : H-Schicht 4, die
Wasserstoff enthalten, auf dem Schichtträger 1 führt. Bei die
sem Verfahren werden das Verhältnis der Strömungsrate der
Siliciumverbindung zu derjenigen der Kohlenstoff- oder Stick
stoffverbindung und die Temperatur des Substrats in geeig
neter Weise eingestellt, um eine Abscheidung von a-Si1-xCx : H
oder a-Si1-xNx : H (z. B. beträgt x etwa 0,3 bis 0,7) mit
der gewünschten Zusammensetzung, das die gewünschte Breite
der optischen Energielücke enthält, und die Abscheidung
von a-SiC : H oder a-SiN : H in einer Rate von 100 nm/min oder
mehr ohne große Änderungen der elektrischen Eigenschaften
des abgeschiedenen a-SiC : H oder a-SiN : H zu erlauben. Dane
ben ist eine Abscheidung von a-Si : H oder der lichtempfind
lichen Schicht 3 erzielbar durch Glimmentladungszersetzung
der Siliciumverbindung, ohne eine Kohlenstoffverbindung zuzu
führen.
Alle gebildeten Schichten 5, 2, 4 sollten Wasserstoff enthal
ten, weil sonst der erhaltene Photorezeptor keine für die
praktische Verwendung zufriedenstellenden Ladungsretentions
eigenschaften hat. Der Wasserstoffgehalt sollte daher inner
halb des Bereiches von 10 bis 30 Atom-% liegen. Wasserstoff
gehalte von weniger als 10 Atom-% können die freien (baumeln
den) Bindungen nicht ausreichend kompensieren, während sol
che von mehr als 30 Atom-% ein defektes elektrophotographisches
Aufzeichnungsmaterial ergeben.
Die photoleitfähige Schicht 3 muß Wasserstoff enthalten,
weil er für die Kompensation der freien (baumelnden) Bin
dungen unerläßlich ist, um dadurch die Photoleitfähigkeit
und die Ladungsretention zu verbessern. Ein Gehalt inner
halb des Bereiches von 10 bis 30 Atom-% ist aus den gleichen
Gründen wie oben angegeben bevorzugt.
Die Kompensation der freien (baumelnden) Bindungen ist er
zielbar durch Einführung von Fluor anstelle von Wasserstoff
oder in Kombination mit Wasserstoff in a-Si durch Verwen
dung einer Quelle für SiF₄, um es dadurch umzuwandeln in
a-Si : F, a-Si : H : F, a-SiC : F, a-SiC : H : F, a-SiN : F oder a-SiN : H : F.
Der Fluorgehalt sollte innerhalb des Bereiches von 0,5 bis
10 Atom-% liegen.
Das elektrophotographische Aufzeichnungsmaterial kann zusätzlich zu dem oben
genannten Herstellungsverfahren
auf der Basis der Glimmentladungszersetzung
nach verschiedenen Methoden hergestellt werden, beispielsweise
durch Zerstäubung, Ionenplattierung oder Ver
dampfung von a-SiC in Gegenwart von Wasserstoff, der akti
viert oder ionisiert wurde in einer Wasserstoffentladungs
röhre, insbesondere nach dem Verfahren, wie es in der offen
gelegten japanischen Patentanmeldung Nr. 78 413/1981 (An
meldung Nr. 152 455/1979) beschrieben ist.
Verwendbare Reaktantengase sind SiH₄, SiF₄ und andere,
wie z. B. Si₂H₆, SiHF₃ oder ihre gasförmigen Derivate sowie
gasförmige niedrige Kohlenwasserstoffe, wie z. B. C₂H₆ und
C₃H₈ ausschließlich CH₄.
Nachstehend werden Beispiele für erfindungsgemäße elektrophoto
graphische Aufzeichnungsmaterialien, die in der Elektrophotographie ver
wendet werden, näher beschrieben.
Ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial mit dem in Fig. 10
dargestellten Aufbau wurde hergestellt unter Verwendung
von Aluminium als Schichtträger unter Anwendung des vorstehend
beschriebenen Glimmentladungszersetzungsverfahrens. Zuerst
wurde ein sauberes Aluminiumsubstrat mit einer glatten
Oberfläche in der Vakuumreaktionskammer einer Glimmentla
dungseinrichtung in Position gebracht. Nach dem Evakuieren
der Reaktionskammer auf ein Vakuum in der Größenordnung
von 10-6 Torr wurde das Substrat auf 200°C erhitzt und dann
wurde Argongas von hoher Reinheit eingeleitet. Es wurde eine
Hochfrequenzspannung mit der Frequenz 13,56 MHz und der
Energiedichte 0,04 W/cm² unter einem Gegensruck von 0,5
Torr angelegt und auf diese Weise wurde eine vorläufige
Entladung 15 min lang durchgeführt. Dann wurden die Reak
tantengase SiH₄, CH₄ und B₂H₆ eingeleitet, das resultie
rende Gasgemisch aus Ar+SiH₄+CH₄+B₂H₆ wurde unter
Einhaltung eines kontrollierten Strömungsratenverhältnis
ses zwischen den Komponenten einer Glimmentladungszerset
zung unterworfen. Auf diese Weise wurden eine a-SiC : H-
Schicht, die für die Ladungsblockierung verantwortlich ist,
und eine a-SiC : H-Schicht, die für die Potentialretention
und den Ladungstransport verantwortlich ist, in einer vor
gegebenen Dicke mit einer Abscheidungsrate von 35 nm/min
a-Si : H gebildet. Durch Entladungszersetzung von SiH₄ unter
Verwendung von Ar-Gas als Trägergas und ohne Zuführung von
CH₄ und B₂H₆ konnte in der vorher evakuierten Reaktionskam
mer eine lichtempfindliche Schicht in einer vorgegebenen
Dicke gebildet werden. Dann wurde wieder CH₄ zugeführt und
ein Gasgemisch (Ar+SiH₄+CH₄) wurde in einem kontrollier
ten Strömungsverhältnis einer Glimmentladungszersetzung
unterworfen unter Bildung einer Oberflächenmodifizierungs
schicht aus a-SiC : H. Auf diese Weise wurde ein elektropho
tographisches Aufzeichnungsmaterials hergestellt.
Das so erhaltene lichtempfindliche elektrophotographische Aufzeich
nungsmaterial wurde auf eine
positive Polarität eingestellt und einer Coronaentla
dung von 6 KV unterworfen, woran sich die Bestimmung der
elektrophotographischen Eigenschaften anschloß. Es wurden
verschiedene Proben (Nr. 1 bis 20) mit unterschiedlicher
Zusammensetzung und unterschiedlicher Dicke verwendet und
die erhaltenen Ergebnisse sind in der Fig. 17 zusammenge
faßt.
Zur Durchführung des Tests wurde das so hergestellte elek
trophotographische Aufzeichnungsmaterial an einem Elektrometer,
Modell SP-428 (der Firma Kawaguchi Co.), befestigt. Dann
wurde eine Spannung von +6 KV an die Entladungselektrode
der Entladungseinrichtung 10 min lang angelegt. Das Ladungs
potential auf der Oberfläche des elektrophotographischen Aufzeichnungs
materials direkt nach
Beendigung der Aufladung wurde als V₀(V) Volt angesehen.
Beim Start nach 2 s langem Dunkelzerfall wurde die Strah
lungsdosis, die erforderlich war, um einen Abfall des
Ladungspotentials V auf die Hälfte im Licht herbeizufüh
ren, als Halbzerfalls-Belichtung E 1/2 (lux·sec) be
zeichnet. Einige Zerfallskurven des Oberflächenpotentials
während der Bestrahlung wurden an einem endlichen Poten
tial flach oder ohne daß ein Abfall des Oberflächenpoten
tials VR (V) auftrat. Das hergestellte elektrophotographische Auf
zeichnungsmaterial wurde
zu einer Trommel geformt und bei 20°C und 60% relativer
Feuchtigkeit (RH) auf einer elektrophotographischen Kopier
vorrichtung, Modell U-Bix V (der Firma Konishiroku Photo
Ind. Co., Ltd.), befestigt, anschließend wurde kopiert.
Die dabei erhaltene 1000. Kopie und die 2×10⁵. Kopie
wurden als frühes bzw. späteres Bild bewertet, wobei die
folgenden Bildbewertungen angewendet wurden:
Wie aus den Daten in der nachstehenden Tabelle I hervor
geht, zeigten die Proben Nr. 3 bis 6 und 12 bis 15 im
Vergleich zur Probe Nr. 1 mit einer von einem Dotierungs
mittel freien Ladungstransportschicht, daß die kombinier
te Einstellung des Dotierungsmittelgehalts in der Blockierungsschicht
innerhalb des Bereiches von [B₂H₆]/[SiH₄] =
200 bis 2000 ppm und des Dotierungsmittelgehalts in der
Ladungstransportschicht innerhalb des Bereiches von 5 bis
100 ppm nicht nur eine gute Empfindlichkeit und eine hohe
Ladungspotentialretention, sondern auch eine ausgepräg
te Verbesserung der Stabilität bei häufiger Wiederholung
des Kopiervorganges ergab. Daneben ist es wichtig,
daß jede Schicht eine Zusammensetzung und Dicke innerhalb
der oben angegebenen Bereiche hat.
Unter den gleichen Bedingungen wie oben angegeben wurde
eine Oberflächenmodifizierungsschicht aus a-SiN : H mit der
angegebenen Dicke mit N₂ anstelle von CH₄ gebildet. Es
wurden Proben Nr. 1 bis 20 mit einer Oberflächenmodifizie
rungsschicht aus a-SiN : H und mit variierenden Zusammenset
zungen und unterschiedlichen Dicken hergestellt und bewer
tet. Die erzielten Ergebnisse, die in der nachstehenden Fig. 18 bzw.
Tabelle II zusammengefaßt sind, waren die gleichen wie in
der Tabelle I.
Wie vorstehend beschrieben, umfaßt das erfindungsgemäße
elektrophotographische Aufzeichnungsmaterial eine Oberflächenmodifizierungs
schicht aus
einer anorganischen Substanz, eine photoleitfähige Schicht
auf a-Si-Basis, eine Ladungstransportschicht auf a-SiC-
Basis und eine Ladungsblockierungsschicht auf a-SiC-Basis,
und er weist die für ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial
vom a-Si-Typ
gewünschten Vorteile beispielsweise für die Verwendung
in der Elektrophotographie auf: eine geringe Dicke der
Schichten, eine gute Retention eines hohen Potentials,
eine überlegene Empfindlichkeit für die sichtbaren und
infraroten Spektralbereiche, eine gute Wärmebeständigkeit,
eine gute Druckbeständigkeit und eine gute Beständigkeit
gegen Umwelteinflüsse.
Weitere Vorteile beruhen auf der Ladungstransportschicht,
die mit einer Verunreinigung dotiert ist, um ihr Energie
niveau an dasjenige der photoleitfähigen Schicht anzuglei
chen mit der daraus folgenden leichten Wanderung der durch
Licht induzierten Ladungsträger und Erhöhung der Licht
empfindlichkeit, sowie auf der Ladungsblockierungsschicht,
die mit einer großen Menge an Verunreinigung dotiert ist,
um eine Verstärkung der Energiesperre gegen unerwünschte
Injektion von Ladungsträgern herbeizuführen, was zur Ver
besserung der Ladungspotentialretention und zur Erhöhung
des Dunkelzerfallsverhinderungseffekts beiträgt.
Schließlich sollte auf das Merkmal geachtet werden, daß
der Kohlenstoffatomgehalt in der Ladungstransportschicht
auf einen spezifischen Bereich von 10 bis 30 Atom-% be
schränkt ist, um ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial zu
ergeben, das den
Anforderungen an seine Eigenschaften, insbesondere in bezug
auf eine hohe Empfindlichkeit, ein niedriges Restpotential,
eine hohe Potentialretention und eine Mehrfachkopierstabili
tät, genügt.
Claims (8)
1. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial, enthaltend
eine photoleitfähige Schicht (3),
bestehend aus mindestens einer Verbindung, ausgewählt aus
der Gruppe hydriertes amorphes Silicium und fluoriertes
amorphes Silicium, eine Oberflächenmodifizierungsschicht
(4) auf der oberen Oberfläche der photoleitfähigen Schicht
(3), bestehend aus mindestens einer Verbindung, ausgewählt
aus der Gruppe hydriertes amorphes Siliciumcarbid, fluorier
tes amorphes Siliciumcarbid, hydriertes amorphes Silicium
nitrid und fluoriertes amorphes Siliciumnitrid, eine La
dungstransportschicht (2) auf der unteren Oberfläche der
photoleitfähigen Schicht (3), bestehend aus mindestens einer
Verbindung, ausgewählt aus der Gruppe hydriertes amor
phes Siliciumcarbid und fluoriertes amorphes Siliciumcar
bid, wobei der Kohlenstoffgehalt der Ladungstransportschicht
(2) innerhalb des Bereiches von 10 bis 30 Atom-% liegt und
die Ladungstransportschicht (2) mit mindestens einem Element
aus der Gruppe III des Periodischen Systems der Elemente
dotiert ist, eine Ladungsblockierungsschicht (5) auf der unte
ren Oberfläche des Ladungstransportschicht (2), bestehend
aus mindestens einer Verbindung, ausgewählt aus der Gruppe
hydriertes amorphes Siliciumcarbid und fluoriertes amor
phes Siliciumcarbid, die mit einer größeren Menge minde
stens eines Elements aus der Gruppe III des Periodischen
Systems der Elemente dotiert ist als die Ladungstransport
schicht (2), und einen Schichtträger (1).
2. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ladungstransportschicht
(2) gebildet wurde unter Anwendung eines Glimmentladungs
zersetzungsverfahrens bei einem Störmungsratenverhältnis
[B₂H₆]/[SiH₄] = 5 bis 100 ppm und daß die Ladungsblockierungs
schicht (5) gebildet wurde unter Anwendung eines Glimment
ladungszersetzungsverfahrens vom p-Typ bei einem Strömungs
ratenverhältnis [B₂H₆]/[SiH₄] = 200 bis 2000 ppm.
3. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch
1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächenmodi
fizierungsschicht (4) eine Dicke von 40 bis 500 nm hat,
daß die photoleitfähige Schicht (3) eine Dicke von 250 nm
bis 5 µm hat, daß die Ladungstransportschicht (2) eine
Dicke von 10 bis 30 µm hat und daß die Ladungsblockierungs
schicht (5) eine Dicke von 40 nm bis 1 µm hat.
4. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ladungstransportschicht
(2) Wasserstoffatome innerhalb eines Bereiches von 10 bis
30 Atom-% und Fluoratome, falls darin enthalten, innerhalb
eines Bereiches von 0,5 bis 10 Atom-% enthält.
5. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die photoleitfähige Schicht
(3) Wasserstoffatome innerhalb eines Bereiches von 10 bis
30 Atom-% und Fluoratome, falls darin enthalten, innerhalb
eines Bereiches von 0,5 bis 10 Atom-% enthält.
6. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächenmodifizierungs
schicht (4) Kohlenstoffatome oder Stickstoffatome innerhalb
eines Bereiches von 10 bis 70 Atom-%, Wasserstoffatome in
nerhalb eines Bereiches von 10 bis 30 Atom-% und Fluorato
me, falls darin enthalten, innerhalb eines Bereiches von
0,5 bis 10 Atom-% enthält.
7. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ladungsblockierungsschicht (5)
Kohlenstoffatome innerhalb eines Bereiches von 10 bis 30
Atom-%, Wasserstoffatome innerhalb eines Bereiches von 10
bis 30 Atom-% und Fluoratome, falls darin enthalten, inner
halb eines Bereiches von 0,5 bis 10 Atom-% enthält.
8. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächenmodifizierungs
schicht (4) eine Dicke von 40 bis 200 nm hat.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: TUERK, D., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT. GILLE, C., DIPL |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: KONICA CORP., TOKIO/TOKYO, JP |
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| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8330 | Complete disclaimer |