Die vorliegende Erfindung betrifft eine Synchronisiereinrichtung für Geschwindigkeitswechselgetriebe
für Kraftfahrzeuge mit einem Synchronisierring, einem Gleitstein, dessen Nase zwischen den Enden des Synchronisierringes
angeordnet ist, und zwei symmetrisch angeordneten Sperringsegmenten, die jeweils zwischen
dem Gleitstein und einem Anschlag angeordnet sind, der in einer Nut einer Nabe des mit einer Abtriebswelle
des Wechselgetriebes zu verbindenden Zahnrades gelagert ist, sowie einer auf eines der Sperringsegmente
einwirkenden Schraubenfeder, die sich mit ihrem einen Ende an dem Gleitstein oder dem Anschlag abstützt.
Bei Synchronisiereinrichtungen dieser Art (vgl. beispielsweise Figur 5 der DE-AS 15 50 942) stützt sich die
Schraubenfeder mit ihrem anderen Ende an der Nabe des Zahnrades ab. Durch eine derartige konstruktive
Ausbildung wird erreicht, daß sich der Gleitstein bei einer Krafteinwirkung durch das jeweilige Sperringsegment
an der Nabe des Zahnrades unter Zwischenschaltung der Feder abstützt. Zwar wird durch diese Konstruktion
bereits eine gewisse Dämpfung der relativ harten und schlagartigen Arbeitsweise derartiger Einrichtungen
erreicht. Aufgrund der nur mittelbar wirkenden Federanordnung ist jedoch der erzielte DämDfungseffekt
nur gering.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine mit zwei symmetrisch angeordneten Sperringsegmenten arbeitende
Synchronisiereinrichtung der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß ein sanfterer
Schaltvorgang erzielt wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Schraubenfeder mit ihrem anderen Ende sich
direkt an einem der Sperringsegmente abstützt.
Durch die erfindungsgemäßen Merkmale wird die Schraubenfeder in einer völlig neuartigen Weise zwischen
dem jeweiligen Sperringsegment und dem Gleitstein bzw. dem Anschlag angeordnet. Durch diese spezielle
Anordnung wird ein hartes Anschlagen des Sperringsegmentes an dem Gleitstein oder dem Anschlag
beim Schaltvorgang vermieden und nach Erreichen des Gleichlaufes aufgrund der Wirkung der sich in
dieser Phase wieder entspannenden Feder eine Relativbewegung zwischen den zu koppelnden Getriebegliedern
erzeugt, die einen sanften Einrastungsvorgang und damit einen geräuscharmen Eingriff sicherstellt.
Dieser Effekt wird zudem mit technisch überraschend einfachen Mitteln erzielt So sind durch das einfache
Versetzen der Schraubenfeder zwischen das Sperringsegment und den Gleitstein bzw. den Anschlag keine
erheblichen technischen Änderungen erforderlich. Synchronisiereinrichtungen
der erfindungsgemäßen Art können daher mit vorhandenen Teilen relativ eng gebaut
werden.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend an Hand der Zeichnungen näher beschrieben.
Es zeigt
F i g. 1 eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Synchronisiereinrichtung in einer Vorderansicht
Fig.2 eine Schnittansicht nach der Linie I-I von
Fig. 1,
F i g. 3 eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Synchronisiereinrichtung in einer Vorderansicht,
und
F i g. 4 eine Schnittansicht nach der Linie IV-IV von Fig. 3.
In den F i g. 1 und 2 ist ein Zahnrad eines ersten Ganges eines nicht dargestellten Kraftwagengetriebes mit
10 bezeichnet
Die Nabe 11 des Zahnrades 10 ist an einer ebenfalls
nicht dargestellten Antriebswelle drehbar gelagert und mit der Nabe eines mit 12 bezeichneten Zahnkranzes
verbunden. Mit 13 ist ein ebenfalls an der Zahnradnabe
11 befestigtes Lager und mit 14 sind Schmierölzufuhrleitungen
bezeichnet An der Nabe 11 sind ein mit 15 bezeichneter
Synchronisierring, ein Gleitstein 16 mit einer Nase «7, Sperringsegmente 18 und 19 sowie ein Anschlag
20 angeordnet, der zum Teil in einer Nut 21 der Nabe 11 aufgenommen ist.
Mit 22 ist eine Schraubenfeder bezeichnet, die mit ihrem einen Ende an dem Gleitstein 16 und mit ihrem
Ende an dem Sperringsegment 19 über einen dazwischen angeordneten, einen Führungsbolzen 24 tragenden
Druckteller 23 anliegt.
In Fig.2 ist ein mit 25 bezeichneter Sicherungsring
sichtbar, der die Synchronisiereinrichtung axial in der Nabe des Zahnkranzes 12 hält.
Schließlich ist mit 26 eine innenverzahnte Schaltmuffe bezeichnet, die von der Abtriebswelle des Wechselgetriebes
über einen nicht dargestellten Führungsring im Umlauf mitgenommen wird.
Beim Einschalten des ersten Ganges bei stehendem Kraftwagen wird die Schaltmuffe 26 in F i g. 2 nach
rechts geschoben. Ist nun die Antriebswelle ganz vom Motor gelöst und steht sie still, wobei auch die Hauptwelle
still steht, so kann die Schaltmuffe 26 über den
so Synchronisierring 15 geschoben werden, um in den Zahnkranz 12 einzugreifen und das Zahnrad 10 mit der
Hauptwelle zu verbinden.
Steht beim Einschalten des Ganges die Antriebswelle nicht ganz still, so kommen Schaltmuffe 26 und Zahnkranz
12 so lange nicht in Eingriff, so lange kein Gleichlauf besteht, und zwar wegen der Gegenwirkung des
Sperringsegmentes 19, das auf den Synchronisierring eine Spreizkraft ausübt und diese daran hindert, sich
zusammenzuziehen, weil der vom umlaufenden Synchronisierring 15 über den Gleitstein 16, den Bolzen 24
und den Teller 23 auf das Sperringsegment ausgeübte Druck die Feder 22 zusammendrückt.
Erst wenn auch das Zahnrad 10 still steht, entspannen sich die Feder 22 und das Sperringsegment 19, so daß
sich der Synchronisierring 15 zusammenziehen kann. Dadurch kann die Schaltmuffe bewegt werden und mit
dem Zahnkranz 12 in Eingriff kommen.
Auf diese Weise werden unangenehme Geräusche
und mögliche Beschädigungen vermieden, die bei einem Gleiten der Zähne der Schaltmuffe gegenüber den Zähnen
des Zahnkranzes entstehen würden, wenn sich diese berühren sollten, während sie sich noch relativ zueinander
bewegen.
In der Synchronisierphase drückt der Synchronisierring 15 über den Gleitstein 16 die Feder 22 zusammen.
Am Ende der Synchronisierung entspannt sich die Feder 22 und übt ihrerseits einen umgekehrten Druck auf den
Synchronisierring aus. Dieser Druck löst eine Drenung des Synchronisierringes und des Zahnrades 10 gegenüber
der Schaltmuffe 26 aus, bevor die Schaltmuffe mit dem Zahnkranz 12 in Eingriff kommL Auf diese Weise
gelingt es, ein Klemmen zwischen Schaltmuffe und Synchronisierring zu vermeiden, da die relative Drehung
den Eingriff zwischen den Zähnen von Schaltmuffe und Zahnkranz fördert
Bei der in den Fig.3 und 4 dargestellten Ausführungsform
sind die gleichen Teile mit der gleichen Bezugszeichen wie in den F i g. 1 und 2 bezeichnet.
Bei dieser Ausführungsform ist eine mit 30 bezeichnete Schraubenfeder zwischen dem Sperringsegment 19
und dem Anschlag 20 unter Zwischenschaltung von Drucktellern 31 und 32, die an Führungsbolzen 33 und
34 befestigt sind, und unter Zwischenschaltung eines mit
35 bezeichneten Druckstabes angeordnet.
Diese dargestellte Synchronisiereinrichtung arbeitet in der gleichen Weise wie die in den F i g. 1 und 2 beschriebene
Synchronisiereinrichtung.
30
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
35
40
45
50
55
60