DE3408014A1 - Verfahren zum foerdern staub- oder pulverfoermiger stoffe mittels eines luftstromes sowie vorrichtung zur verfahrensdurchfuehrung - Google Patents

Verfahren zum foerdern staub- oder pulverfoermiger stoffe mittels eines luftstromes sowie vorrichtung zur verfahrensdurchfuehrung

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    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
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Description

  • Verfahren zum Fördern staub- oder pulverförmiger
  • Stoffe mittels eines Luftstromes sowie Vorrichtung zur Verfahrensdurchführung Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren. zum Fördern bzw. Abtransportieren staub- oder pulverförmiger Stoffe entlang ebener, vorzugsweise horizontal verlaufender Flächen oder Bahnen beliebiger Breite mittels einer oberhalb dieser Flächen wirksamen Luftströmung sowie auf ein Vorrichtungsbeispiel zur Verfahrensdurchführung.
  • Zwar sind bereits für die unterschiedlichsten, pneumatischen Transport- bzw. Förderzwecke druckluftbeaufschlagte Blas- oder Förderböden bekannt, bei denen die dem Transport dienende Luftströmung durch schräggestellte im oder unterhalb des Förderbodens angeordnete Düsen bzw. Kanäle, erzeugt wird, jedoch eignen sich diese Systeme aufgrund der durch die Vielzahl der Einzeldüsen oberhalb des Förderbodens entstehende Turbulenz lediglich zum Transport blattförmiger o.ä. Gegenstände unterschiedlichster Art, nicht aber zum gezielten Abtransport staub- oder pulverförmigen Materials. So muß beispielsweise beim elektrostatischen Pulverbeschichten von Werkstücken bei deren Oberflächenbehandlung, der auf den jeweiligen Boden der betreffenden Pulverkabine gelangende Pulverüberschuß, bislang immer noch mittels mechanischer Elemente wie Abstreifer, Rüttelböden o.dgl., entfernt und in den Pulvervorratsbehälter zurückgeführt werden. Neben einem zumeist relativ hohen, baulichen Aufwand haben derart mechanische Systeme aber vor allem noch den Nachteil einer nicht unerheblichen Geräuschentwicklung.
  • Insbesondere für den vorstehend erwähnten Verwendungsfall, anstelle mechanischer Förderer, eine praktisch geräuschlose und mit einfachen Mitteln zu erzeugende Luftströmung ZU benutzen, ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die jedoch grundsätzlich auch in gleicher technischer Lehre überall dort Einsatz finden kann, wo staub- oder pulverförmiges Material gefördert bzw. dessen Absetzen bzw. Ablagern auf ebenen Flächen von vornherein verhindert werden. soll.
  • Die Lösung dieser Aufgabe ist dabei aus den Patentansprüchen und den Zeichnungen am Anwendungsbeispiel in einer Pulverkabine ersichtlich.
  • Es zeigen: Fig. 1 eine Pulverkabine mit erfindungsgemäßem "Blasboden" im Längsschnitt, Fig. 2 die eigentliche Blasbodenkonstruktion in gleicher Schnittdarstellung, jedoch in größerem Maßstab und Fig. 3 in nochmals vergrößertem Maßstab ein konstruktives Detail des Blasbodens.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren wird gemäß Fig. 1 in Anwendung bei einer Pulverbeschichtungskabine dargestellt, die in ihrem wesentlichen Aufbau aus dem mit einer frontseitigen Beschickungsöffnung 1 versehenen Sprühraum 2, dem Ab- führboden 5 sowie dem rückwärtigen Filter 3 besteht, dem zu einem das Sauggebläse 4 vorgeschaltet und zum anderen der Pulvervorrats- sowie Sammelbehälter 6 nachgeordnet ist.
  • Erfindungsgemäß ist baulicherseits hierbei nun vorgesehen, daß der die Förderbahn bildende, untere Kabinenboden aus einer oder mehreren, in Förderrichtung F unmittelbar aneinander anschließenden, ebenflächigen und im wesentlichen horizontalliegenden Einzelbahnen 7, 8, 9 besteht und am Anfang jeder dieser Bahnen 7, 8, 9 ein in Förderrichtung F weisender, Luftführungskanal 10 angeordnet ist, wobei letzterer in spezieller Ausgestaltung schlitzförmig ausgebildet ist und zumindest über ein kurzes Teilstück a parallel b zur jeweiligen Förderbahnoberseite 7a bzw. 8a bzw. 9a verläuft.
  • Mit einer solchen baulichen Anordnung ist grundsätzlich die Durchführung eines Verfahrens möglich, wie es dem Wortlaut der Patentansprüche 1 und 2 entspricht, wobei der ständig gleichmäßige und ruhige Luftstrom, sämtliches in Richtung auf den Kabinenboden zu fallende Farbpulver, bereits kurz vor dessen Kontakt mit dem Boden erfaßt und zum rückwärtigen Sammler hin transportiert und somit also Pulveransammlungen auf f dem Kabinenboden gar nicht erst entstehen läßt. Ein weiteres wichtiges Kriterium im Hinblick auf die Führung des Luftstromes auf der Plattenoberfläche ist noch darin zu sehen, daß sich der Luftführungskanal 10 über ein weiteres Stück c und mit größerer Spaltbreite d in die unterhalb der jeweiligen Förderbahn 7, 8, 9 liegende Luftkammer I, II, III erstreckt und insbesondere die Spaltbreite b des bahnseitigen Luftführungskanals 10 über die volle Bahnbreite quer zur Förderrichtung F, gleichmäßig groß gehalten ist.
  • Da ein solcher freier Förderluftstrom aber nach einer relativ kurzen Wegstrecke sowohl an Intensität als auch an Richtung verliert, sind mehrere Einzelbahnen mit jeweils separater Luftbeaufschlagung sinnvoll, wobei dann die einzel-nen Förderbahnen 7, 8, 9 in Förderrichtung F gesehen, nach unten hin gestuft hintereinander liegen und jede Förderbahnoberfläche 7a, 8a, 9a zugleich die bodenseitige Begrenzung des jeweils benachbarten Luftführungskanals 10 bildet. Da der gesamte Förderboden zudem begehbar sein muß, liegt gemäß Fig. 3 eine baulich wichtige Neuerung noch darin, daß die innere sowie äußere Begrenzung des Luftführungskanals jeweis durch einen der Schenkel 11 bzw. 12 eines quer zur Förderrichtung F liegenden, biegesteifen Verstärkungswinkels gebildet wird, wobei letzter 12 zugleich als Auflage bzw. Abstützung für die freien Enden der Förderbahnen 7 und 8 dient; Verspannungselemente 16 mit Distanzscheiben 17, Paßteilen 18 sowie zusätzlichen Versteifungsprofilen 19 an den Bodenunterseiten vervollständigen dann die ganze. Konstruktion.
  • In die Luftkammern I bis III führen zudem die Stutzen 14 des den Förderluftstrom erzeugenden Gebläses 15, wobei letztlich zwecks guter Reinigungsmöglichkeit noch vorgesehen ist, daß sämtliche Bodenbleche 13 oder sonstigen Abdeckungen in den Luftkammern I, II lose eingelegt und somit leicht herausnehmbar sind.-Die technische Lehre der vorliegenden Erfindung ist außer bei der hier als Beispiel beschriebenen Anlage auch noch überall dort in gleicher Weise anwendbar, wo staub- oder pulverförmiges Material in nicht allzu großen Mengen auf ebenen Flächen gefördert bzw. von solchen gezielt abgeführt werden soll.
  • Bezugsziffernverzeichnis 1 frontseitige Beschickungsöffnung 2 Sprühraum 3 Filter 4 Sauggebläse 5 Pulverabführboden ( als Fluidboden ) 6 Pul ve rvor ratsbehälter 7 Förderbahn 7a Förderbahnoberfläche 7b Bahnanfang 8 Förderbahn 8a Förderbahnoberfläche 8b Bahnanfang 9 Förderbahn 9a Förderbahnoberfläche 9b Bahnanfang 10 Luftführungskanal lOa Luftführungskanal, innerer Bereich 11 innere Begrenzung des Luftkanals 10 12 äußere Begrenzung des Luftkanals 10 13 Bodenbleche 14 Gebläsestutzen 15 Gebläse 16 Verspannungselement 17 Distanzscheiben 18 Paßteile 19 Bodenversteifungsprofile I Luftkammer II III F Förderrichtung L Luftstrom a Luftführungsstrecke b Luftschichtstärke bzw. Austrittsspaltgröße c innere Kanal länge d innere Kanalbreite

Claims (8)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zum Fördern bzw. Abtransportieren staub-oder pulverförmiger Stoffe entlang ebener, vorzugsweise horizontal verlaufender Flächen oder Bahnen beliebiger Breite mittels einer oberhalb dieser Flächen wirksamen Luftströmung, dadurch gekennzeichnet, s daß der Förderluftstrom ( L ) unmittelbar auf sowie entlang der Oberfläche ( 7a, 8a, 9a ) der jeweiligen Förderbahn ( 7, 8, 9 ) in linearem Verlauf wirksam ist und vom Anfang ( 7b, 8b, 9b ) letzterer aus, in quer zur Strömungsrichtung ( L ) gleicher Schichtstärke ( b ) auf die Bahn ( 7 bzw. 8 bzw. 9 ) aufgeblasen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Förderluftstrom ( L ) vor dem Aufgeben au-f die Förderbahn ( 7, 8, 9 ) gebündelt bzw. von einem großen Volumen aus zusammengefaßt und zwecks Erzielung einer möglichst laminaren Strömung vor seinem Austritt auf die Förderbahn ( 7, 8, 9 ), über.eine zumindest kurze Wegstrecke ( a ) auf eine parallele Ebene zur Förderbahnoberseite (7a, 8a, 9a ) ausgerichtet und zumindest in diesem Bereich ( a ) somit zwangsgeführt wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Durchführung bzw; Anwendung des Förderverfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2 in Form bzw. bei einer sogenannten Pulverkabine mit Sprühraum ( 2 ), Abführboden ( 5 ), Filter ( 3 ) und Pulvervorratsbehälter ( 6 ), dadurch gekennzeichnet, daß der die Förderbahn bildende, untere Kabinenboden aus einer oder mehreren, in Förderrichtung ( F ) unmittelbar aneinander anschließenden, ebenflächigen und im wesentlichen horizontalliegenden Einzelbahnen ( 7, 8, 9 ) besteht und am Anfang jeder dieser Bahnen ( 7, 8, 9 ) ein in Förderrichtung ( F ) weisender, Luftführungskanal ( 10 ) angeordnet ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftführungskanal ( 10 ) schlitzförmig ausgebildet ist und zumindest über ein kurzes Teilstück ( a ) parallel ( b ) zur jeweiligen Förderbahnoberseite ( 7a bzw. 8a bzw. 9a ) verläuft.
  5. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Luftführungskanal ( 10 ) über e-in weiteres Stück ( c ) und mit größerer Spaltbreite ( d ) in die unterhalb der jeweiligen Förderbahn ( 7, 8, 9 liegende Luftkammer ( I, II, III ) erstreckt und ins- besondere die Spaltbreite ( b ) des bahnseitigen Luftführungskanals ( 10 ) über die volle Bahnbreite quer zur Förderrichtung ( F ), gleichmäßig groß gehalten ist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Förderbahnen ( 7, 8, 9 ) in Förderrichtung ( F ) gesehen, nach unten hin gestuft hintereinander liegen und jede Förderbahnoberfläche ( 7a, 8a, 9a ) zugleich die bodenseitige Begrenzung des jeweils benachbarten Luftführungskanals ( 10 ) bildet.
  7. 7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t daß die innere sowie äußere Begrenzung des Luftführungskanals jeweils durch einen der Schenkel ( 11 bzw. 12 ) eines quer zur Förderrichtung ( F ) liegenden, biegesteifen Verstärkungswinkels gebildet wird, wobei letzter ( 12 ) zugleich als Auflage bzw. Abstützung für die freien Enden der Förderbahnen ( 7 und 8 ) dient.
  8. 8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Bodenbleche ( 13 ) oder sonstigen Abdeckungen in den Luftkammern ( I, II ) lose. eingelegt und somit leicht herausnehmbar sind.
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