DE336063C - Blitzschutzanlage fuer Raeume mit feuergefaehrlichem oder explosivem Inhalt - Google Patents

Blitzschutzanlage fuer Raeume mit feuergefaehrlichem oder explosivem Inhalt

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DE336063C
DE336063C DE1915336063D DE336063DD DE336063C DE 336063 C DE336063 C DE 336063C DE 1915336063 D DE1915336063 D DE 1915336063D DE 336063D D DE336063D D DE 336063DD DE 336063 C DE336063 C DE 336063C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02GINSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
    • H02G13/00Installations of lightning conductors; Fastening thereof to supporting structure
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    • H02G13/00Installations of lightning conductors; Fastening thereof to supporting structure
    • H02G13/80Discharge by conduction or dissipation, e.g. rods, arresters, spark gaps

Landscapes

  • Buildings Adapted To Withstand Abnormal External Influences (AREA)
  • Elimination Of Static Electricity (AREA)

Description

Bei Gebäuden und sonstigen Räumen mit feuergefährlichem oder explosivem Inhalt haben sich die gebräuchlichen Blitzschutzeinrichtungen· häufig nicht als ausreichend erwiesen, weil sie nicht gegen Induktionswirkungen oder abspringende Funken genügend schützten. Es ist schon vorgeschlagen worden, derartige Räume und Gebäude durch mehrere einander umgebende Schutzkreise zu schützen, von denen ein mittlerer die äußeren Metallteile des Gebäudes einschließt und ein innerer die im Innern des Gebäudes aufgestellten Metallmässen verbindet. Dabei wird der äußere Schutzkreis durch ein· das zu schützende Gebäude überspannendes Netz gebildet, und es sind ferner die verschiedenen Schutzkreise metallisch leitend miteinander verbunden. Im Gegensatz hierzu besteht nach der vorliegenden Erfindung der äußere Schutzkreis aus einer Anzahl durch Erdringleitung verbundenen Auffangstangen, und die Schutzkreise stehen zwar durch das Erdreich miteinander in Verbindung, haben aber keine unmittelbare metallische Verbindung miteinander.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung in Anwendung auf zwei nebeneinanderliegende Gebäude schematisch veranschaulicht.
Bei dieser Anlage besteht der äußere Schutzkreis A aus einer Anzahl von Auffangstangen a, er dient dazu, die eigentlichen Blitzschläge aufzunehmen, und ist aus diesem Grunde mehrfach bei b mit der Wasserleitung oder einer ähnlichen Leitung verbunden. Eine Erdringleitung c verbindet die Auffangstangen, miteinander.
Der zweite Schutzkreis B enthält die äußeren Metallteile des Gebäudes und bedeckt bei Eisenbetongebäuden den oberen Mauerrand, wie dies durch die Leitungen d angedeutet ist. Auch dieser Schutzkreis besitzt eine Erdringleitung £ und ist beispielsweise durch die Leitungen f über die Dachrinneng· mit Schutznetzen h verbunden, wie sie in Gebäuden mit explosivem Inhalt vielfach zur Vermeidung' der Beschädigung benachbarter Räume durch .Sprengstücke vorgesehen sind.
Der zweite Schutzkreis B Mt den Zweck1, etwa von dem Schutzkreis A wider Erwarten nicht aufgefangene atmosphärische Elektrizitätsmengen aufzunehmen, in der Hauptsache aber die bei einem Blitzeinsehlag· in dem Schutzkreis A entstehenden Induktionswirkungen sicher nach der Erde abzuleiten.
Da nun aber auch der Sehützkreis B noch zu elektrischen Funkenbildungen Anlaß geben kann, so wird, wie auch bereits vorgeschlagen wurde, ein dritter Schutzkreis vorgesehen, durch den die im Innern des Gebäudes vorhandenen Maschinen; Gefäße, Rohrleitungen- und andere Metallmassen in geschlossener, ebenfalls geerdeter Ringleitung miteinanderverbunden sind.
Die beiden Schutzkreise A und B erhalten wie üblich keine unmittelbare metallische Verbindung miteinander, auch nicht durch Wasserleitungen, etwa vorhandene Schienen oder sonstige Anlagen, aber auch der dritte, C, ist mit den andern nicht metallisch verbunden. Die Kreise sind aber auch nicht völlig voneinander isoliert, da sie im Erdreich liegen. Die Vermeidung einer metallischen Verbin-
dung ergibt einen wesentlichen Vorteil. Denn, wenn in den äußeren Stromkreis A eine größere Elektrizitätsmenge eintritt, so würde beim Vorhandensein einer metallischen Verbindung zwischen den Erdleitungen A, B und C dieselbe Intensität und Kapazität sich ohne weiteres sofort durch die Metalleitungen auf die Kreise B und C übertragen. Befinden sich nun, wie das in der Praxis immer der
ίο Fall sein wird, im Bereich von B kleine Metallteile, die sich aus technischen Gründen nicht sämtlich anschließen lassen, so kann ein Überspringen von, wenn auch noch so kleinen Funken in den gefährdeten Betrieb- zu Explosionen oder Bränden führen.
Der Umstand, daß bei metallischer Verbindung? «der Erdleitungen A3 B und C bei einem Einschlag alles auf gleiche Kapazität gebracht ist, bedeutet keinen Vorteil, weil sich hieraus die erwähnte Bildung von kleinen Fünkchen im Innern g'erade ergibt. Dagegen ist es ein Vorteil der vorliegenden Erfindung, daß bei dem Erfindungsgegenstand nicht nur die inneren Schutzkreise und ihre Erdleitungen, sondern auch' der äußere mit den innern Sflhuizkreisen: nur durch die Erde selbst miteinander Verbindung haben. Dadurch wird erreicht, daß die verschiedenen Erdungen infolge der Verbindung durch das Erdreich doch schließlich auf gleiche Kapazität kommen, daß aber anderseits infolge- des Widerstandes des Erdreiches die großen Kapazitäten und Spannungen, die beim direkten Einschlag in A auftreten, sich nicht sofort in die Kreise B
3.5 u"nd C fortpflanzen können.
Auch durch die Verwendung von Auf fangstangen, die in einiger Entfernung vom Gebäude errichtet sind, wird eine verbesserte Wirkung gegenüber dem einen Faradayschen Käfig vergleichbaren bekannten Netz erreicht. Denn auch eine vollständige Metallumhüllung nach Art eines- Faradayschen Käfigs schützt die feuer- und explosionsgefährlichen Betriebe nicht vollkommen, und zwar weniger wegen der1 direkten , atmosphärischen Elektrizität, sondecn weil auch hier bei Blitzschlägen Elektrizitätsmengen durch . den Faradayschen Käfig hindurchdringen und entweder als direkte Durchschläge oder infolge von Induktiohen im Innern; durch überspringende Funken. ,Brände und Explosionen hervorrufen.
Demgegenüber haben gerade die in gewisser Entfernung vom Gebäude aufgestellten hohen Auffangstangen den Vorteil, daß die direkte atmosphärische' Elektrizität und damit auch die sogenannten Nebenentladungen und Induktionserscheinungen möglichst weit vom Gebäude entfernt aufgenommen und zum Ausgleich gebracht werden. Voraussetzung ist dabei natürlich, daß eine große Oberflächenringerdleitung sowie möglichst große Oberflächenerdleitungsausläuferanschlüsse an Wasserleitungen u. dgl. hergestellt werden, um alle aufgenommene atmosphärische Elektrizität zur Erde abzuführen und dort zum Ausgleich zu bringen. Durch die Höbe der Masten wird ferner noch erreicht, daß bei den ziemlich häufig vorkommenden Ausgleichungen zwischen Erd- und Luftelektrizität in der Richtung, von der Erde nach der Luft die Gebäude und ihr Inhalt außerhalb des gefährlichen Bereiches des Ausgleiches liegen, so daß auch hierbei infolge der großen Entfernung des Ausgleiches von den Gebäuden und ihrem Inhalt Induktionserscheinungen oder Verästehingen den Gebäuden und ihrem Inhalt nicht mehr schädlich sein können. Beobachtungen haben bestätigt, daß schon bei entfernten Gewittern angesammelte Elektrizitätsmengen durch die Masten'zur Erde geführt und zum Ausgleich gebracht wurden, während bei Anwendung von Netzen u. dgl. im Innern von feuer- und explosionsgefährlichen Betrieben stärkere Induktionswirkungen auftreten als bei Stangen. .

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch;
    Blitzschutzanlage für Räume mit feuergefährlichem oder explosivem Inhalt, bei welcher mehrere einander umgebende Schutzkreise vorgesehen sind, von denen ein mittlerer die äußeren Metallteile des Gehäuses einschließt und ein innerer die im Innern des Gebäudes aufgestellten Metall,-massen verbindet, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Schutzkreis aus einer Anzahl durch Erdringleitung verbundenen Auffangstangen besteht, und sämtliche Schutzkreise zwar durch das Erdreich miteinander in Verbindung stehen, aber: keine unmittelbare metallische \rerbindung miteinander haben.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1915336063D 1915-12-14 1915-12-14 Blitzschutzanlage fuer Raeume mit feuergefaehrlichem oder explosivem Inhalt Expired DE336063C (de)

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