DE3311508C2 - Implantierbarer Herzschrittmacher mit einer Anordnung zur Überwachung physiologischer Signale - Google Patents
Implantierbarer Herzschrittmacher mit einer Anordnung zur Überwachung physiologischer SignaleInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen implantierbaren Herzschrittmacher
mit einer Anordnung zur Überwachung physiologischer Signale,
einem Delta-Modulator zum Ableiten einer kontinuierlichen Folge
von Bitmustern aus einem abgetasteten physiologischen Signal,
wobei ein Überwiegen eines der zwei Zustände der Bitmuster eine
Veränderung in einer entsprechenden Richtung in dem abgetaste
ten Signal aufzeigt.
Dieser Stand der Technik entspricht der WO 81/01659, wobei ein
Delta-Modulator vorgesehen ist, der eine Reihe Nullen und Einser
erzeugt, wobei eine Eins ein sich vergrößerndes und eine Null
ein sich verkleinerndes Signal darstellen kann. Wenn das Sig
nal konstant ist, werden die Nullen und Einser alternierend
erzeugt. Der Delta-Modulator wird zur Überwachung eines sich
gegebenenfalls verändernden Eingangssignals angewandt.
Obgleich der Delta-Modulator eine Anzahl Vorteile bezüglich des
Überwachens analoger Signale bietet, ist es ebenfalls wichtig,
DC-Potentiale an verschiedenen Stellen in der Schal
tung eines implantierbaren Herzschrittmachers zu überwachen. Vorzugsweise
sollten Daten, die die überwachten Potentialpegel darstellen,
nach außerhalb des Patienten übertragen werden, so daß die
verschiedenen Potentialpegel durch einen äußerlichen Monitor
betätigt werden können. Der Arzt kann in Abhängigkeit von z. B.
den Schrittmachereigenschaften, das Schrittmacherprogramm in
geeigneter Weise programmieren. Bisher waren jedoch in dem Aus
maß, in dem Potentialpegel in einem Herzschrittmacher über
wacht werden konnte, sowie äußerlich übertragen, getrennte Schal
tungen für diesen Zweck erforderlich.
Ein Nachteil bei der Anwendung eines Delta-Modulators zum Über
wachen analoger Signale besteht darin, daß die Genauigkeit der
Vorrichtung proportional der Amplitude jeglicher Änderungen in
dem Eingangssignal ist. Es ist oft zweckmäßig, ein geringfügig
sich veränderndes Signal zu überwachen, das auf einem großen
Signal überlagert ist. Bei einem Herzschrittmacher ist es z. B.
sehr vorteilhaft, eine Abnahme in der Impulsamplitude zwischen
der Führungs- und Anstiegskante des Schrittmacherimpulses zu
überwachen; die Neigung oder Abfall der abnehmenden Amplitude
stellt ein Maß für die Elektrodenimpedanz dar. Ein herkömmlicher
Delta-Modulator kann jedoch keine Bitreihe erzeugen, durch die
das sich geringfügig verändernde Signal, das auf einem Schritt
macherimpuls großer Amplitude überlagert ist, rekonstruiert
werden kann, da die Genauigkeit des Modulators eine Funktion
der Gesamt-Impulsamplitude ist. Wenn z. B. ein Schrittmacher
impuls eine Amplitude von etwa 8 V besitzt und die Genauigkeit
des Delta-Modulators 2% beträgt, ist die Genauigkeit jedes re
konstruierten Schrittmacherimpulssignals auf etwa 0.16 V be
grenzt. Die gesamte Änderung in der Schrittmacherimpuls-Ampli
tude zwischen der Führungs- und Anstiegskante kann in der
Größenordnung von 100 Millivolt liegen. Somit ergibt sich, daß
die Rekonstruktion der Schrittmacherimpuls-Wellenform von der
Bitmusterreihe, die durch den Delta-Modulator erzeugt wird, kein
Feststellen des Abfalls des Impulses mit einem zweckmäßigen
Genauigkeitsgrad ermöglicht.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, bei
einem implantierbaren Herzschrittmacher der eingangs angegebe
nen Art, einen Delta-Modulator vorzusehen, der eine Bitmuster
folge erzeugen kann, aus der genau geringfügig wechselnde
Signalkomponenten rekonstruiert werden können, die große Signal
komponenten überlagern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Delta-
Modulator auch zur Messung von DC-Potentialen verwendet wird, wo
bei durch eine Schaltanordnung zunächst ein Referenzpotential
an den Eingang des Delta-Modulators gelegt wird, um ein Gleich
gewicht mit einem Bitmuster alternierender Werte herzustellen
und dann das zu messende Potential an den Eingang des Delta-
Modulators gelegt wird und der Pegel des zu messenden Potentials
somit aus der Anzahl an Bitmustern des gleichen Zustands abge
leitet werden kann, die nach Anlegen des zu messenden Potentials
auftreten.
Erfindungsgemäß kann der zum Überwachen eines analogen physio
logischen Signals angewandte Delta-Modulator ebenfalls zum
Steuern der Messung eines DC-Potentials Verwendung finden. Das
zu messende DC-Potential wird zunächst abgetastet. Das abge
tastete Potential wird sodann dem Eingang eines Delta-Modulators
zugeführt. Vor dem Zuführen des abgetasteten Potentials zu dem
Eingang des Modulators, läßt man den Modulator ins Gleichgewicht
kommen, so daß er Bitmuster alternierender Werte erzeugt. Sobald
das abgetastete Potential dem Eingang zugeführt worden ist, wird
eine Folge Bitmuster gleichen Wertes erzeugt, bis der Modulator
wieder ins Gleichgewicht kommt, und zu diesem Zeitpunkt weisen
die Muster alternierende Werte auf. Somit stellt die Anzahl
der in Reihe erzeugten Muster gleichen Wertes eine Messung des
DC-Potentials dar.
Der Modulator wird zunächst durch Beaufschlagen eines Bezugs
potentials auf seinen Eingang ins Gleichgewicht gebracht. Wenn
sodann das abgetastete DC-Potential beaufschlagt wird, führt
die Stufenänderung an dem Eingang zur Erzeugung einer Anzahl
Bitmuster gleichen Wertes, die proportional der Differenz zwi
schen dem Bezugspotential, das zum Herstellen des Gleichge
wichts diente, und dem abgetasteten Potential sind. Wenn das
abgetastete Potential anfänglich relativ zu dem gleichen Bezugs
pegel genommen wird, ergibt die Messung den Potentialpegel
von Interesse relativ zu dem Bezugspotential.
Diese Verfahrensweise des Erstellens des Gleichgewichts des
Delta-Modulators vor dem Durchführen einer DC-Pegelmessung
ist der Schlüssel für das Überwachen eines sich geringfügig
verändernden analogen Signals, das auf einem großen Signal
überlagert ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen
dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Herzschrittmachers;
Fig. 2 einen Zusatzschaltkreis für das System nach Fig. 1,
der das Feststellen des Feuchtigkeitsgehalts in dem Schritt
machergehäuse gestattet;
Fig. 3 symbolisch die Prinzipien des Delta-Modulators
gemäß DE 32 37 199 A1;
Fig. 4 symbolisch die Art, in der der logische Auswahlblock
70 gemäß Fig. 1 gesteuert werden kann;
Fig. 5 einen typischen Herzschrittmacher-Impuls.
Insoweit als sich die vorliegende Erfindung darauf bezieht,
wie ein abgetastetes physiologisches Signal überwacht und
wie die gleiche, dies bewirkende Schaltung zum Überwachen
von DC und anderen Signalen angewandt werden kann, sind Ein
zelheiten eines speziellen implantierbaren Herzschrittmachers
zum Verständnis der Erfindung nicht erforderlich. Aus
diesem Grund zeigt die Fig. 1 beispielsweise einen Herz
schrittmacher im allgemeinsten Sinn; die Betonung wird auf
typische Signale gelegt, die überwacht und gemessen werden.
Der Herzschrittmacher weist eine Batterie 10 auf, deren posi
tiver Pol mit dem metallischen Schrittmachergehäuse verbunden
ist und als Bezugspotential VDD dient. Der negative Pol der
Batterie weist ein Potential von -VBAT auf. Der Schalter SW9
ist gewöhnlich geschlossen und ein negatives Potential -VSS
dient zum Betreiben der drei Untersysteme des Schrittmachers,
wobei diese Untersysteme durch die Bezugszeichen 14, 16 und
22 gekennzeichnet sind. Die Größe des -VSS Potentials liegt
nur geringfügig unter demjenigen des -VBAT Potentials aufgrund
des Abfalls über dem Schalter SW9. (Alle Schalter gemäß Fig. 1
sind CMOS Analog-Schalter, die geringe Verzerrung einführen).
Eine atriale Stimulierungselektrode 48 ist über einen Leiter
44 mit einem Eingangsverstärker 14 gekoppelt, und die ven
trikulare Stimulierungselektrode 50 ist über den Leiter 46 mit
dem anderen Eingangsverstärker gekoppelt. Die Eingangsverstär
ker verstärkten die abgetasteten physiologischen Signale unter
Entwickeln von zwei verstärkten Signalen AAMP und VAMP, wie
in der Zeichnung gezeigt. Die verstärkten abgetasteten Sig
nale werden den Eingängen des Zeitgeber- und Steuerkreises 16
zugeführt. Dieser Kreis vergleicht die verstärkten, abgetasteten
Signale mit den Schwellenwerten und ist für den Schrittmacher-
Takt und das Auslösen der Stimulierungsimpulse verantwortlich.
Wenn ein atrialer Stimulierungsimpuls benötigt wird, erscheint
ein Triggersignal auf dem Leiter 18; wenn ein ventrikularer
Stimulierungsimpuls erforderlich ist, erscheint ein Trigger
signal auf dem Leiter 20.
Jede der zwei Ausgangsstufen in dem Block 22 dient zwei Funk
tionen. Zunächst steuert sie die Speicherung der Ladung auf
einem entsprechenden der Kondensatoren 28, 30. Zweitens steuert
sie das Schließen eines entsprechenden der Schalter 60, 62,
so daß die gespeicherte Ladung durch einen entsprechenden
Standard-Kopplungskondensator 40, 42 einer der Stimulierungs
elektroden zugeführt werden kann. Im Anschluß an das Erzeugen
eines atrialen Stimulierungsimpulses, wenn der Schalter 62
offen ist, steuert die dem Kondensator 30 zugeordnete Aus
gangsstufe einen Stromfluß durch den Kondensator, der Konden
sator lädt sich mit der gezeigten Polarität. Das Potential an
dem Knotenpunkt CA, relativ zu dem Bezugspotential VDD, stellt
die Größe der Spannung über dem Kondensator 30 dar. Wenn ein
atrialer Stimulierungsimpuls benötigt wird und der Leiter
24 erregt wird, schließt sich der Schalter 62 und die Ladung
von dem Kondensator 30 fließt durch den Schalter, den Kopplungs
kondensator 42, die atriale Stimulierungselektrode und das Körper
gewebe zu dem geerdeten Schrittmachergehäuse. Nachdem sich der
Schalter zu Ende des Schrittmacherimpulses erneut öffnet,
wird der Kondensator 42 durch den Widerstand 43 wieder aufgeladen,
wie es allgemeiner Stand der Technik ist. Ähnliche Betrach
tungen gelten für die Kondensatoren 28 und 40, den Schalter
60, Leiter 26, Widerstand 45 und Knotenpunkt CV.
Die Signale an den Knotenpunkten AO und VO, wenn sie überwacht
werden, gestatten ein Bestimmen jeder Art des Stimulierungs
impulses. In ähnlicher Weisen bei Kondensatoren 40, 42 hoher
Kapazität, stellen die AO und VO Signale die physiologischen
Signale auf den atrialen und ventrikularen Elektroden dar, die
von Interesse sind. (Die Signale werden hier als "ECG" Signale
bezeichnet im Gegensatz zu den gewöhnlich elektrocardiographische
Signale bezeichneten).
Die Fig. 5 zeigt die Form eines typischen ventrikularen Schritt
macherimpulses. Der VO Knotenpunkt liegt anfänglich an dem
Bezugspotential VDD. Wenn sich der Schalter 60 schließt und
sich das negative Potential CV durch den Schalter 60 ausdehnt,
fällt das VO Potential scharf ab. (Der Abfall ist gleich der
Größe des Potentials CV minus dem kleinen Abfall über dem
Schalter 60). Typischerweise fällt der VO Knotenpunkt bei etwa
8 V zu Beginn des Schrittmacherimpulses ab. Wenn sich der
Kondensator 28 dann durch den Kondensator 40 und die
ventrikulare Stimulierungselektrode entlädt, nimmt das Potential an
dem VO Knotenpunkt in seiner Größe ab. Das Segment 96 des
gesamten Schrittmacherimpulses 95 nach Fig. 5 entspricht der
Entladung des Kondensators 28. Die Größe der Abnahme des
Potentials an dem VO Knotenpunkt während der Entladung liegt
in der Größenordnung von 300 Millivolt, wie in der Zeichnung
gezeigt. Nachdem sich der Schalter 60 zu Ende des Impulses
öffnet, steigt das Potential an dem Knotenpunkt VO schnell
gegen das Bezugspotential VDD an.
Eine wichtige Charakteristik des Schrittmacherimpulses ist
der Abfall des Leitungssegments 96. Die Rate, bei der sich
der Kondensator 28 während des Erzeugens des Impulses entlädt,
ist eine Funktion der Elektrodenimpedanz. Somit verändert
sich das Potential von dem Beginn des Impulses bis zu seiner
Beendigung typischer Weise in der Größenordnung von 300 Milli
volt und stellt somit ein wichtiges zu messendes Faktum dar.
Eine der Schwierigkeiten bei der Überwachung eines Signals,
wie desjenigen an den Knotenpunkten VO oder AO unter Anwenden
z. B. eines Delta-Modulators ist die Genauigkeit der Messung
als Prozentsatz der gesamten Amplitude der Veränderung an
dem Eingang des Modulators. Man nehme an, daß die Genauigkeit
2% und die Amplitude des Impulses 8 Volt beträgt, wie gezeigt.
Messungen sind damit bei nur 160 Millivolt genau und der Fehler
ist tatsächlich größer als die gesamte Amplitude des gering
fügig wechselnden Signals von Interesse. Somit kann ein
direktes Überwachen des VO Signals keine genaue Anzeige des
Potentialabfalls längs dem Leitungssegments 96 liefern, von
dem die Elektrodenimpedanz abgeleitet werden könnte.
Ein weiterer interessierender Parameter ist die Batterieimpe
danz. Ein Weg zum Bestimmen der Batterieimpedanz ist das Öff
nen des Schalters SW9 und Schließen des Schalters SW8 über
einen kurzen Intervall. Wenn die beiden Schalter in dieser
Weise betrieben werden, fließt der Strom von der konstanten
Stromquelle 12 durch die Batterie 10 und das -VBAT Potential
nimmt in seiner Größe ab. Die Änderung in dem -VBAT Potential
sobald die Schalter geschaltet sind, ist eine Anzeige dem
Batterieimpedanz.
Alle Messungen werden durch den logischen Wähler 70 gemäß
Fig. 1 gesteuert. Der logische Wähler dehnt Steuersignale
auf zahlreiche Schalter in dem Schrittmacher aus, um dieselben
in spezieller Reihenfolge zu öffnen und zu schließen. Die
Ausgänge SW8 und SW9 von dem logischen Wähler steuern die
zwei gleich bezeichneten Schalter. Gewöhnlich ist der Schalter
SW8 offen und der Schalter SW9 geschlossen. Bei Ändern der
Zustände der zwei Schalter, wie weiter oben beschrieben, und
durch Messen der Veränderung in dem -VBAT Potential kann die
Batterieimpedanz bestimmt werden. (Jeder Ausgang des logischen
Wählers schließt den entsprechenden Schalter, wenn er sich
bei einem negativen -VBAT Pegel befindet. Der Schalter ist
offen, wenn der entsprechende Ausgang des logischen Wählers
sich bei einem Bezugspegel VDD befindet).
Die fünf Schalter SW1-1 bis SW1-5 sind mit entsprechenden fünf
Signalen an ihrem Eingang verbunden, die überwacht werden
können. Wie in der Fig. 1 gezeigt, sind diese fünf Signale
-VBAT, CA, AO, CV und VO. Die AO und VO Signale stellen
ebenfalls die atrialen und ventrikularen "ECG" Signale dar,
die zwei abgefühlten physiologischen Signale von Interesse,
wie oben beschrieben. Der Auswahlschalter SW1 ist lediglich
symbolisch gezeigt, wie er das -VBAT Potential mit einem der
sechs möglichen Ausgänge des logischen Wählers verbindet.
Wenn sich der Schalter in der Lage 1 befindet, ist der Schalter SW1-1
geschlossen, wenn sich der Schalter in der Lage 2 be
findet, ist der Schalter SW1-2 geschlossen usw. Wenn sich
der Auswahlschalter SW1 in der Lage 6 befindet, ist keiner
der Schalter SW1-1 bis SW1-5 geschlossen. Ein einzelner
Auswahlschalter SW1-1 zeigt an, daß zumindest nur einer der
Schalter SW1-1 bis SW1-5 zu einem gegebenen Zeitpunkt ge
schlossen ist.
In ähnlicher Weise kann der Auswahlschalter SW2 einen der
Schalter SW2-1 bis SW2-3 schließen. Zu jeder gegebenen Zeit
ist zumindest einer dieser Schalter geschlossen; alle sind
offen, wenn sich der Auswahlschalter SW2 in seiner "Außer
Betrieb" Lage befindet.
Die Ausgänge SW3 bis SW7 des logischen Wählers steuern die
entsprechenden Schalter SW3 bis SW7. Die Funktion jedes die
ser Ausgänge wird weiter unten beschrieben.
Mit den Eingängen der Schalter SW6 und SW7 sind entsprechende
Signale AAMP und VAMP geschaltet, die letzten beiden intere
ssierenden Signale, die in dem dargestellten System überwacht
werden können.
Die Überwachungsschaltung weist drei Kondensatoren 64, 66
und 68 auf. Jeder dieser Kondensatoren weist eine unterschied
liche Größe auf (0,03; 0,01 und 0,001 Mikrofarad) aus Gründen,
die weiter unten erläutert werden. Der Delta-Modulator 72
erzeugt eine kontinuierliche Folge von Bitmustern an dessen
Ausgang, wobei die beiden Zustände eine Veränderung in ent
sprechend entgegengesetzten Richtungen in dem Signal an dem
Eingang der Vorrichtung anzeigen. Der Delta-Modulator selbst
kann verschiedene Formen aufweisen und eine bevorzugte ist
diejenige, wie sie in der oben genannten deutschen Patentan
meldung beschrieben ist. Für das Verständnis der Erfindung
sind jedoch die Einzelheiten des Delta-Modulators nicht von
Bedeutung, so daß lediglich gewisse Aspekte seiner Betriebs
weise erläutert werden. Der Ausgang des Delta-Modulators
erstreckt sich zu dem Telemetrie-Sendeempfänger 74. Der
Telemetrie-Sendeempfänger erzeugt ein Signal über die Spule
76, das auf einen äußeren Monitor übertragen wird. Das über
tragene Signal stellt die Bitreihe an dem Ausgang des Delta-
Modulators dar. Der Telemetrie-Sendempfänger dient ebenfalls
zum Abtasten von außen gesteuerter Signale, die über der
Spule zum Steuern des Betriebs des logischen Wählers 70 er
scheinen. Die abgefühlten Signale werden über den Leiter 78
auf den logischen Wähler zum Steuern des Betriebs der ent
sprechenden Schalter beaufschlagt.
Die Einzelheiten des Telemetrie-Sendeempfängers und die
zugeordneten äußeren Überwachungs/Steuerorgane sind ebenfalls
für das Verständnis der Erfindung nicht von Wichtigkeit, diese
Systeme sind Stand der Technik. Das Blockdiagramm gemäß Fig. 4
zeigt die Art, in der die Ausgänge des logischen Wählers
durch eine Bitreihe gesteuert werden können, die von einem
äußeren Steuersystem übertragen wird. Unter Bezugnahme auf die
Fig. 1 ergibt sich, daß der logische Wähler fünfzehn Ausgänge
besitzt. Der Telemetrie-Sendeempfänger kann somit auf den Eingang
des logischen Wählers fünfzehn Bitreihen beaufschlagen, wie
in der Fig. 4 wiedergegeben. Der logische Wähler weist ein
Verschieberegister 90 auf, in das die fünfzehn Bits eingegeben
werden. Ein Sync-Detektor 92 bestimmt, wenn eine fünfzehn
Bitreihe empfangen worden ist. (Obgleich nicht gezeigt, können
ebenfalls gewisse Prüfbits vorliegen, so daß der logische
Wähler bestimmt, daß eine gültige Reihe empfangen worden ist,
wie es nach dem Stand der Technik bekannt ist). Sobald der
Sync-Detektor feststellt, daß eine fünfzehn Bit Kontrollreihe
in dem Verschieberegister 90 erscheint, taktet er den
Verbrauchereingang des Registers 91. Zu diesem Zeitpunkt werden
alle in dem Verschieberegister gespeicherten Bits in ent
sprechenden Stufen des Registers 91 geladen. Die Ausgänge 93
des Registers stellen die fünfzehn Kontrollsignale dar, die
an dem Ausgängen des logischen Wählers 70 in Fig. 1 gezeigt
sind. Das Blockdiagramm gemäß Fig. 4 ist lediglich zum Erläutern
einer möglichen allgemeinen Form des Steuerns vorgesehen.
Für das Verständnis der Erfindung ist von Wichtigkeit die
Reihe oder Aufeinanderfolge, in der die verschiedenen Schalter
geöffnet und geschlossen werden, wie weiter unten beschrieben.
Für das Verständnis der Erfindung ist es wichtig zu verstehen,
wie ein Delta-Modulator arbeitet und diesbezüglich wird auf
das symbolische Blockdiagramm gemäß Fig. 3 bezug genommen.
Es erscheint ein analoges Eingangssignal an dem Terminal 80
und eine Bitreihen-Abgabe an dem Terminal 85. Das Eingangs
signal ist durch den Kondensator 81 an den Minuseingang des
Komparators 86 gekoppelt. Ein Bezugspotential VREF wird auf den
Pulseingang des Komparators beaufschlagt. Es sei z. B. angenommen,
daß das Eingangssignal abzunehmen beginnt vom einem ruhigen
Pegel. Dies führt dazu, daß das Potential an dem Minuseingang
des Komparators abzufallen neigt und der Ausgang des Komparators
hoch geht, um einen Bitwert von 1 anzuzeigen. Dies bedingt
andererseits, daß die Stromquelle 82 einen Stromfluß von rechts
nach links durch den Kondensator 81 steuert, wodurch das
Potential an dem Minuseingang des Komparators auf das Bezugs
signal sich erholt. In ähnlicher Weise wird die Stromquelle 83
betrieben unter Steuern eines links nach rechts Stromflusses
durch den Kondensator 81, wenn das Eingangssignal von einem
ruhigen Pegel zunimmt. Die Steuerung der Stromquellen ist sym
bolisch durch den Flip-Flop 84 gezeigt. Der Ausgang des Kompa
rators ist mit dem D-Eingang verbunden. Der Takteingang
wird periodisch getaktet, um den Zustand des Flip-Flop in
Übereinstimmung mit dem Bitmuster zu steuern. Da die beiden
Ausgänge des Flip-Flop Vorgänge der entsprechenden Stromquellen
steuern, ist es offensichtlich, daß der Ausgang des Kompara
tors nicht nur ein Bitmuster darstellt, das kennzeichnend
für die Art ist, in der das Eingangssignal wechselt, sondern
ebenfalls erforderlichenfalls die Stromquellen steuert. Im
Fall eines Konstanten Eingangs erscheinen an dem Ausgang
alternierende 0 und 1 Bitwerte.
Der Delta-Modulator arbeitet nicht so, daß das Potential an
dem Minuseingang des Komparators das an dem Eingangsterminal
80 verfolgt. Der Komparatoreingang ist geerdet. Was geschieht
ist, daß der Kondensator geladen und entladen wird und zwar
durch die Stromquellen, so daß das Potential an dem Eingangs
terminal 80 ein Kondensatorpotential, hinzugezählt oder abge
zogen bekommen, so daß der sich an dem Minuseingang des Kompa
rators ergebende Pegel gleich dem Bezugspotential ist.
Wenn ein eingeschwungener Zustand erreicht ist, wobei die
alternierenden 0 und 1 Bitmuster an dem Ausgangsterminal 85
erscheinen, und sodann eine plötzliche Veränderung in dem
Potential am Eingangsterminal 80 auftritt, wird eine Anzahl
Bitmuster gleichen Werts erzeugt, bis sich der Kondensator
81 geladen oder entladen hat, und zwar zu einem Maß, das die
Veränderung am Eingangsterminal 80 kompensiert. Die Anzahl
der Bitmuster mit konstantem Wert an dem Ausgang des Delta-
Modulators stellt somit die Größe der Veränderung an dem
Eingangsterminal 80 dar, wobei der Wert der Ausgangsbits
die Änderungsrichtung aufzeigt.
Wenn an dem Terminal 80 ein kontinuierlich sich veränderndes
Eingangssignal überwacht wird, gestattet die Bitreihe an dem
Ausgang des Delta-Modulators ein Rekonstruieren des Eingangs
signals. Wenn jedoch ein DC-Potential zu messen ist, sollte
der Delta-Modulator zunächst ins Gleichgewicht gebracht werden;
das Potential am Eingangsterminal sollte konstant sein, wobei
sich der Kondensator 81 bis zu einer Stelle auf- oder entlädt,
an der alternierende Bitmusterwerte an dem Ausgang erscheinen.
Wenn der zu messende DC-Pegel sodann auf den Eingangsterminal
beaufschlagt wird, haben die Bitmuster an dem Ausgang konstan
ten Wert, bis sich der Kondensator 81 erneut zu einem Punkt
auf- oder entladen hat, an dem die Ausgangs-Bitmuster wiederum
alternierende Werte aufweisen. Die Anzahl der Bitmuster konstan
ten Werts, die im Anschluß auf das Beaufschlagen eines zu
messenden Potentials auf den Eingangsterminal erzeugt werden,
stellen die Differenz zwischen dem Potential am Terminal 80
gerade vor der Messung und dem Potential am Terminal zu Beginn
der Messung dar. Unter dem Potential eines Knotenpunkts ist
das Potential relativ zu dem anderen Potential gemeint. Somit
sollten Anstrengungen unternommen werden, sicherzustellen, daß
vor Beginn des Meßvorgangs auf den Eingangsterminal 80 ein
Bezugspotential beaufschlagt wird und sich der Delta-Modulator
im Gleichgewicht befindet. Wenn das interessierende Potential
sodann plötzlich auf den Eingangsterminal gegeben wird, geben
die an dem Ausgang erzeugten Bits konstanten Werts das zu
messende Potential am Knotenpunkt relativ zu dem ursprünglich
beaufschlagten speziellen Bezugspotential wieder.
Der Kondensator 81 gemäß Fig. 3 ist ein Eingangskondensator zu
dem Delta-Modulator. Bei dem System nach Fig. 1 weist der
Delta-Modulator 72 keinen Eingangskondensator auf. Vielmehr
dient einer der Kondensatoren 64, 66 oder 68 als der Eingangs
kondensator. Es werden Kondensatoren unterschiedlicher Größe
angewandt, um sich verändernde Signale unterschiedlicher Größe
zu messen. Es sei z. B. angenommen, daß der Delta-Modulator 72
bei einer 16 kHz Rate arbeitet, und daß der Eingangskondensator
eine derartige Größe aufweist, daß während jeder Taktperiode
des Delta-Modulators eine der zwei Stromquellen eine Stufen
änderung über dem Kondensator von 0,3 Millivolt steuert. Dies
bedeutet, daß das System in seiner Anstiegszeit begrenzt ist auf
(16 kHz) (0,3 Millivolt) oder 4,8 Volt pro Sekunde. Da sich
ein ECG Signal bei einer Rate ändert, die geringer als drei
Volt pro Sekunde ist, kann die Delta-Modulator Bitausgangs-
Reihe einem sich verändernden Eingangssignal folgen. Da der
gleiche Strom beaufschlagt wird auf den Eingangskondensator
während jedes Betriebszyklus des Delta-Modulators, verändert
sich jede Spannungsänderung über dem Kondensator reziprok
zu der Kondensatorgröße. Um so größer der Kondensator, um so
größer ist die Empfindlichkeit, da kleine Veränderungen in
dem Eingangssignal erkannt und verfolgt werden können.
Der Kondensator 64 ist der größte von den drei Kondensatoren
und wird deshalb als der Eingangskondensator des Delta-Modu
lators angewandt, wenn analoge Signale (atriale) kleinster
Amplitude überwacht werden; der Kondensator ist so ausgelegt,
daß eine Stufenänderung von 0,1 Millivolt während jeder Takt
periode des Delta-Modulators erfolgen kann. Der Kondensator
66 wird zum Überwachen der Signale (ventrikular) mit Zwischen
amplituden angewandt und der Kondensator 68 wird zum Überwachen
von Signalen größerer Amplituden (der verstärkten Eingaben
AAMP und VAMP) angewandt.
Es ist zu beachten, daß der Telemetrie-Sendeempfänger 74
nicht notwendigerweise die von dem Delta-Modulator bei der
16 kHz Rate abgeleiteten Bitmuster an die Außenwelt übertragen
muß. Es kann schwierig sein, bei einer derartig hohen Frequenz
durch ein Metallgehäuse zu übertragen aufgrund von Wirbelstrom
effekten. Vielmehr ist es möglich eine laufende Summe über
4 Millisekunden der 64 Bitmuster an dem Ausgang des Delta-
Modulators auszubilden und lediglich einen 6-Bit Datenwert
zu übermitteln, der die Summe von 64 Bits darstellt. (Es sind
6 Bits zum Darstellen eines dezimalen Wertes im Bereich von
0-63 erforderlich). Dieses führt zu einer bemerkenswerten
Verringerung der Übertragungsrate. Obgleich die Auflösung des
durch den äußeren Monitor rekonstruierten Signals theoretisch
beeinflußt würde, ist die Datenrate immer noch ausreichend, um
überwachte Signale mit adäquater Auflösung zu rekonstruieren.
Da das Niveau der Herzschrittmacher-Chipintegration
ansteigen wird, erwartet man, daß Schaltungen in dem
Schrittmacher den Delta-Modulator Bitstromausgang analysieren
und Signale an die Außenwelt übertragen werden, die die Ergeb
nisse anzeigen. Es versteht sich, daß der Erfindungsgegenstand
sich darauf bezieht, wie der Delta-Modulator eine Bitreihe
ableitet, die DC Potentiale, die zu messen sind, als auch
analoge zu verfolgende Signale darstellt und die Bitreihe selbst
entweder über einen inneren oder äußeren Monitor betrieben werben
kann.
Bei Überwachen dem an dem Knotenpunkt AO gemäß Fig. 1 auf
tretenden atrialen physiologischen Signals schließt der
Auswahlschalter SW1 den Schalter SW1-3 und der logische Wähler
70 schließt ebenfalls den Auswahlschalter SW4. Somit wird das
an dem Knotenpunkt AO auftretende Signal an der Elektrode 48
durch die Schalter SW1-3 und SW4 mit dem Eingang des Delta-
Modulators gekoppelt, wobei der größte Kondensator 64 als ein
Eingangskondensator dient. Dies wird für das atriale Signal
niedriger, Größe benötigt. Die Lage des Auswahlschalters SW2
ist ohne Bedeutung, da alle Ausgänge der Schalter SW2-1 bis
SW2-3 durch den Kondensator 66 mit dem Eingang des Schalters
SW5 verbunden sind und dieser letztere Schalter offen gehalten
wird. (Die Schalter SW6 und SW7 werden ebenfalls offen gehal
ten). Das atriale Signal kann somit, wie in der weiter oben
genannten deutschen Patentanmeldung überwacht werden. Bei Über
wachen des an dem Knotenpunkt VO auftretenden ventrikularen
Signals wählt der Auswahlschalter SW1 keinen der Schalter
SW1-1 bis SW1-5 für den Betrieb aus und der Auswahlschalter
SW2 wählt den Schalter SW2-2. Zu diesem Zeitpunkt ist nur
der Schalter SW5 von den Schalter SW3-SW7 geschlossen. Es
ergibt sich somit, daß das ventrikulare ECG Signal durch den
Schalter SW2-2, den Kondensator 66 und Schalter SW5 auf den,
Eingang des Delta-Modulators übertragen wird. Der Kondensator
mit Zwischengröße ist vorgesehen, da das ventrikulare Signal
größer als das atriale Signal ist und somit weniger Empfind
lichkeit erforderlich ist.
Es werden somit zwei Kondensatoren 64, 66 nicht nur einfach
deswegen angewandt, weil unterschiedliche Empfindlichkeiten
erforderlich sind. Die Anwendung von zwei Kondensatoren ge
stattet ein gleichzeitiges Überwachen der atrialen und ventri
kularen Signale und dies stellt einen beachtlichen diagnosti
schen Wert dar. Bei alternierenden Viermillisekunden Intervallen
z. B. kann eine Kontrollreihe von dem äußeren Monitor zu dem
Schrittmacher übertragen werden, um zu bewirken, daß der
logische Wähler einen unterschiedlichen der beiden Sätze der
gerade beschriebenen Eingänge erregt. Wenn nicht jeder Konden
sator zum Koppeln dessen entsprechenden Eingangssignals mit
dem Delta-Modulator angewandt wird, dient er als Speicherele
ment, wobei die zuvor gespeicherte Ladung nicht verschwindet.
Wenn er somit erneut mit dem Eingang des Delta-Modulators
verbunden wird, ergibt sich ein Verfolgen der entsprechenden
Signale. Während der vorausgehenden vier Millisekunden hat sich
das dem nun eingeschalteten Kondensator zugeordnete Eingangs
signal verändert und der Delta-Modulator muß "aufgreifen".
Wenn jedoch die Taktrate des Delta-Modulators so schnell
relativ zu der Rate, mit der sich die Eingangssignale verändern,
ist, zeigt der Modulatorausgang eine vernachlässigbare Verzöge
rung. Ein Schalten der Kondensatoren bei 4 Millisekunden Inter
vallen entspricht einer Rate von 125 Hz für jeden Kanal. Die
interessierenden Frequenzkomponenten in den atrialen und ven
trikularen Signalen liegen vorwiegend in einem 20-30 Hz Be
reich. Somit ist das Schalten der Kondensatoren schnell genug,
um kein bemerkenswertes Problem bei der Rekonstruktion zu
ergeben. Die Anwendung von zwei geschalteten Kondensatoren
gestattet auf diese Weise das gleichzeitige Überwachen beider
Signale (unabhängig von einer kontinuierlichen Schrittmacher-
Betriebsweise). Dort, wo nur ein einziger Kondensator angewandt
wird, können nicht gleichzeitig zwei Signale überwacht werden,
da das Potential über dem Kondensator zu Beginn des Überwachens
eines der Signale den Pegel des anderen Signals reflektieren
würde.
Jedes der verstärkten atrialen und ventrikularen Signale
AAMP und VAMP kann kontinuierlich durch einfaches Schließen
eines Schalters SW6 oder SW7 überwacht werden, wobei der Kon
densator 68 als Eingangskondensator zu dem Delta-Modulator
dient. Wie weiter oben erwähnt, wird bei Überwachen der ver
stärkten atrialen oder ventrikularen Signale ein Kondensator
kleinster Größe angewandt, da die zwei Signale die größten
Amplituden und die kleinsten Empfindlichkeiten aufweisen.
Ein weiteres kontinuierliches interessierendes Signal ist -VBAT;
das Überwachen des Batteriepotentials auf kontinuierlicher Ebene
führt zu einer Information über die Zuleitungswellung. Um das
Batteriepotential zu überwachen, sind die Schalter SW1-1 und
SW4 geschlossen, wobei der Kondensator 64 als Eingangskonden
sator des Delta-Modulators dient.
Als Beispiel für eine DC-Messung, soll erneut das Überwachen
des -VBAT Potentials betrachtet werden. In diesem Ball ist
es jedoch nicht notwendig, das Batteriepotential kontinuier
lich zu überwachen, so daß die Zuleitungswellung verfolgt
werden kann; die Größe der offenen Schaltung des Batterie
potentials relativ zu dem Bezugspotential VDD wird in einigen
Fällen benötigt. Wie weiter oben erwähnt, muß zum Messen
irgendeines DC-Potentials relativ zu dem Bezugspotential, der
Delta-Modulator zunächst ins Gleichgewicht kommen durch
Koppeln des Bezugspegels mit dem Eingang des Modulators.
Zu Ende dieses Vorgangs werden die Schalter SW2-3 und SW5
zuerst geschlossen. Sodann wird das VDD Bezugspotential auf
den Eingang des Kondensators 66 beaufschlagt und es ist dieser
Kondensator, der zum Messen des offenen Kreises -VBAT Potential
angewandt wird. Nachdem sich der Delta-Modulator im Gleichge
wicht befindet, wird der Schalter SW9 geöffnet und die Schal
ter SW1-1 und SW3 geschlossen. Der Schalter SW9 ist geöffnet,
so daß das gemessene Potential dasjenige der Batterie ohne
das Potential ist, das durch den durch die Batterie fließenden
Strom verringert wird (d. h. was gemessen wird, ist das Poten
tial des offenen Stromkreises). Bei Schließen der Schalter SW1-1
und SW3 wird das VDD Bezugspotential auf die rechte Seite
des Kondensators 64 und das -VBAT Potential auf die linke
Seite des Kondensators gegeben; somit ist das Potential über
dem Kondensator gleich dem zu messenden Potential relativ zu
dem Bezug. Das interessierende Potential wird vermittels des
Kondensators 64 getastet, da der Schalter SW9 nicht offenge
halten werden kann für die Sekunden, die der Delta-Modulator
benötigt, um die Messung auszuführen, da der Schrittmacher
während dieser Zeit funktionsunfähig wäre. Die zum Durchführen
der Messung erforderliche Zeit ist umgekehrt bezüglich der Auf
lösung der Messung. Somit ist der Schalter SW9 lediglich über
eine Millisekunde offen, eine Zeit, die ausreichend ist, um
eine Probe des Potentials von Intresse über dem Kondensator
64 zu speichern, jedoch eine ausreichend kurze Zeit, so daß
ein Abschalten des Schrittmachers toleriert werden kann. Ein
anderer Grund für die Probenahme besteht darin, daß die DC-
Betriebspegel nicht konstant sein müssen. Wenn sich die Konden
satoren 28 und 30 aufladen, kann der Stromabzug von der Batte
rie den -VBAT Pegel bemerkenswert beeinflussen. Da einige
Sekunden für eine Messung benötigt werden können bis sich der
Modulator wieder im Gleichgewicht befindet, mag eine direkte
Messung nicht möglich sein, wenn sich das interessierende
Potential während der Messung verändert. Sowohl der Kondensator
64 als auch 66 werden vorteilhaft angewandt - einerseits zum
Steuern des anfänglichen Gleichgewichts und andererseits zum
Speichern des Musters.
Nach dieser Stufe ist der Schalter SW1-1 offen, während der
Schalter SW9 geschlossen ist. Zu diesem Zeitpunkt öffnet sich
der zuvor geschlossene Schalter SW2-3 erneut (im geschlossenen
Zustand wurde das Gleichgewicht hergestellt) und nun schließt
sich der Schalter SW2-1. Hierdurch ergibt sich, daß das Poten
tial an der linken Seite des Kondensators 66 plötzlich von
dem ursprünglichen VDD Pegel zu dem Potential auf der linken
Seite des Kondensators 64 zunimmt, wobei dieses letztere
Potential gleich dem -VBAT ist (relativ zu dem VDD Bezugs
pegel). Während der nächsten paar Sekunden erzeugt der Delta-
Modulator eine Reihe von Bitmustern konstanten Werts. Die
Anzahl dieser Muster, bis der Delta-Modulator beginnt, Muster
mit alternierenden Werten zu erzeugen, dient der Messung des
-VBAT Potentials. Zu Ende der Messung können die Schalter SW3,
SW2-1 und SW5 offen sein. Es ergibt sich somit, daß die Anwendung
der Mustertechnik eine Bestimmung des Batteriepotentials des
offenen Stromkreises gestatten, ohne tatsächlich den Betrieb
des Schrittmachers zu inhibieren (durch Offenhalten des
Schalters SW9) für wenige Sekunden, die tatsächlich für das
Ausführen der Messung erforderlich sind. (Es ist zu beachten,
daß bei Schalten der Kondensatoren 64 und 66 in Reihe während
des Meßvorgangs das Kapazitätsventil verringert ist). Somit
muß das Meßergebnis aufgetragen werden.
Es kann die gesamte Sequenz zum Messen des -VSS Potentialpegels
(des Batteriepotentials des geschlossenen Stromkreises weniger
eines kleinen Abfalls über dem Schalter SW9) einfach durch
Nichtöffnen des Schalters SW9 während des 1 Millisekunden Inter
valls angewandt werden. Das äußere Kontrollsystem kann bestimmen,
wann eine Abtastung erfolgt, und zwar durch Überwachen der
kontinuierlichen ECG Signale, wie weiter oben beschrieben.
Durch Überwachen der kontinuierlichen Signale kann z. B. be
stimmt werden, wann Schrittmacherimpulse nicht erzeugt werden
und zu dieser Zeit, kann das -VSS Potential zur Messung abge
tastet werden.
Um die CA und CV Potentialpegel zu messen, ist die Reihenfolge
ähnlich derjenigen, wie sie zum Messen des -VBAT Pegels ange
wandt (obgleich der Schalter SW9 geschlossen bleibt). Der
einzige Unterschied besteht darin, daß während des Abtastens
einer der Schalter SW1-2 oder SW1-4 geschlossen ist, anstelle
des Schalters SW1-1.
Um die Impedanz der Batterie 10 zu messen, wie weiter oben
beschrieben, fließt der Strom von der Quelle 12 durch die
Batterie, so daß die Größe des -VBAT Potentials abnimmt.
Der Abfall in dem -VBAT Potential ist direkt proportional
zu der Batterieimpedanz. Wenn jedoch beide -VBAT Messungen
relativ zu dem Bezugspegel genommen werden, da der Systemfehler
eine Funktion einer Stufenänderung an dem Eingang des Delta-
Modulators ist, ist eine genaue Messung der Potentialänderung
nicht möglich; der Meßfehler kann tatsächlich die Potential
differenz überschreiten. Aus diesem Grunde läßt man den Modulator
ins Gleichgewicht kommen für einen -VBAT Eingang zu einer Zeit,
wenn der Schalter SW8 offen ist. Nachdem sich der Delta-
Modulator im Gleichgewicht befindet, wird der Schalter SW8
geschlossen und der Schalter SW9 geöffnet, so daß ein Abtasten
des -VBAT Potentialpegels erfolgen kann, wenn er durch den Ab
fall über der Batterie, verursacht durch die Stromquelle 12,
verringert ist. Dieses Abtasten wird sodann als Stufeneingang
dem Delta-Modulator zugeführt. Da die Stufenveränderung nun
gleich der Differenz zwischen dem -VBAT-Pegel, mit oder ohne
eine Beeinflussung des Batteriepotentials durch die Strom
quelle 12 ist, kann die relativ kleine Änderung im Batterie
potentials genau gemessen werden. Es ist die Änderung im
Potential, die direkt proportional der Batterieimpedanz ist
und von der eine genaue Bestimmung der Batterieimpedanz ab
geleitet werden kann.
Zu Beginn der Folge sind die Schalter SW1-1 und SW2-1 geschlos
sen, so daß das -VBAT Potential (wobei der Schalter SW8 geöff
net ist) auf die linke Seite des Kondensators 66 gegeben werden
kann. Man läßt sich den Delta-Modulator ins Gleichgewicht kommen,
d. h. der äußere Monitor wartet, bis Bitmuster alternierender
Werte festgestellt werden. Zu dieser Zeit bewegt sich der
Auswahlschalter SW2 in seine "funktionsunfähige" Lage und die
linke Seite des Kondensators 66 bleibt strömend bzw. schwebend
während des gesamten schnellen Abtastens. Der Schalter SW1-1
bleibt geschlossen, nun jedoch wird der Schalter SW9 geöffnet
und die Schalter SW8 und SW3 sind geschlossen. Wenn der
Schalter SW9 offen und der Schalter SW8 geschlossen ist, ist
das -VBAT Potential gleich dem ursprünglichen Pegel, weniger
des Abfalls bedingt durch die Größe der Stromquelle und die
Batterieimpedanz. Der neue -VBAT-Pegel, als VDD bezeichnet,
wird abgetastet und über dem Kondensator 64 gespeichert. Sodann
wird der Schalter SW8 in seinen ursprünglich offenen Zustand
zurückgeführt und der Schalter SW9 in seinen normalerweise
geschlossenen Zustand. Wenn nun der Schalter SW1-1 geöffnet
und der Schalter SW2-1 geschlossen wird, ergibt sich, daß
die linke Seite des Kondensators 66 plötzlich ihr Potential
in Übereinstimmung mit der im Kondensator 64 gespeicherten
Ladung ändert; die plötzliche Potentialänderung hängt von den
zwei -VBAT Pegeln ab und ist relativ gering. Eine gewöhnliche
Delta-Modulator Messung besteht somit aus der Veränderung in dem
-VBAT Pegel, die ihrerseits ein Bestimmen der Batterieimpe
danz gestattet. (Sobald die Batterieimpedanz bekannt ist
und nachdem Messungen des -VBAT ausgeführt worden sind,
wobei der Schalter SW9 sowohl offen als auch geschlossen ist,
kann der Speisestrom berechnet werden).
Wenn somit die Batterieimpedanz, wie gerade beschrieben, gemessen
wird, wird das Steuerpotential auf den -VBAT-Pegel bezogen. Da
das anfängliche, Gleichgewicht jedoch stattfindet, während der
Schalter SW9 geschlossen ist, tritt das Gleichgewicht dann
auf, wenn die Batterie die Schrittmacherschaltung speist.
Somit ist die Messung geringfügig ungenau, insofern, als das
Bezugspotential keine Spannung eines offenen Kreises darstellt,
wenn der Schalter SW8 geschlossen und der Schalter SW9 geöff
net ist. Eine Alternative besteht allerdings darin, den Schalter
SW9 während des Gleichgewichtsherstellens offen zu halten.
Dies mag einige Sekunden benötigen und der Abfall in dem -VSS
Potential, sogar bei Vorsehen eines herkömmlichen Speicher
kondensators 9 über der Batterie, mag in dem Feststellen eines
"Ende des Lebens" Zustandes resultieren, was zu einer Verände
rung des Schrittmacherbetriebs führt, wenn der Schrittmacher
so ausgelegt ist, daß er seinen Betrieb verändert gegen Ende
der Lebensdauer der Batterie.
Diese grundlegende Verfahrensweise Delta-Modulator-Messungen
auf verschiedene Potentiale zu beziehen, so daß Stufeneingänge
kleiner sind, gestattet Messungen von Potentialdifferenzen
ohne daß inhärente Fehler übermäßig sind, und kann ebenfalls
zum Messen von Schrittmacherimpuls-Charakteristika angewandt
werden. Diese sehr wichtige Art der Messung wird im folgenden
unter Bezugnahme auf den ventrikularen Schrittmacherimpuls
gemäß Fig. 5 beschrieben.
Die Meßfolge sieht zunächst das Schließen der Schalter SW1-4
und SW2-1 vor, so daß der CV Potentialpegel an dem Eingang
des Kondensators 66 erscheint; gleichzeitig ist der Schalter
SW5 geschlossen, so daß sich der Delta-Modulator für ein CV-
Eingangspotential ausbalanciert. Kurz vor dem Erzeugen eines
Schrittmacherimpulses, wird der Auswahlschalter SW2 in seine
Funktionslagen bewegt, so daß sich der Schalter SW2-1 öffnet;
die linke Seite des Kondensators 66 bleibt schwebend. An
schließend an den Schrittmacherimpuls ist die CV Spannung
auf einen Werte bezogen auf die der Elektrode 50 zugeführte
Ladung abgefallen. Der neue Wert wird nun an dem Kondensator
64 abgetastet, wobei der Schalter SW3 geschlossen ist. Dieses
Abtasten dauert einige Millisekunden. Der Schalter SW1-4 ist
nun geöffnet und die Schalter SW2-1 und SW5 geschlossen.
Somit wird die Veränderung der CV-Spannung auf den Delta-Modu
lator beaufschlagt.
Wenn zwei Kondensatoren 28 und 40 in dem ventrikularen Ausgangs
abschnitt vorliegen, beträgt der in der Fig. 5 als 300 mV gezeig
te Spannungsabfall das Zweifache des berechneten Wertes, wenn
beide Kondensatoren gleiche Größe aufweisen. Wenn die Schritt
macherspannung bekannt ist, kann die Elektrodenimpedanz berech
net werden.
Die Schrittmacherimpulsamplitude kann wie folgt gemessen werden.
Wenn der Schalter SW3 geschlossen ist, ist der Schalter SW2-3
geschlossen und der Schalter SW2-1 offen, der Delta-Modulator
befindet sich im Gleichgewicht zu dem Potential VDD. Es wird
sodann ein Schrittmacherimpuls auf dem Kondensator 64 durch
den Schalter SW1-5 abgetastet. Nachdem der Schalter SW1-5 geöff
net ist, werden die Kondensatoren 64 und 66 sodann in herkömm
licher Weise durch Öffnen des Schalter- SW2-3 und Schließen
des Schalters SW2-1 verbunden.
Ähnliches gilt für die atrialen Kanal-Messungen.
Es gibt eine weitere Modifizierung des in der Fig. 2 gezeigten
Systems. Weitere zwei Schalter sind an jeder Seite des Konden
sators 64 verbunden und diese beiden Schalter werden durch
den zusätzliche Ausgang SW10/1 des logischen Wählers 70 ge
steuert. Ein zusätzlicher Kondensator 64′ ist ebenfalls gezeigt
und dieser Kondensator besitzt ebenfalls ein zusätzliches Paar
Schalter an jeder Seite, wobei diese beiden Schalter durch
einen zusätzlichen logischen Auswählausgang SW10/2 gesteuert
werden. Normalerweise wird der Ausgang SW10/1 erregt und der
Ausgang SW10/2 nichts so daß der Kondensator 64 in dem Schalt
kreis verbleibt und wie weiter oben beschrieben arbeitet.
Wenn jedoch zu irgendeinem Zeitpunkt der Ausgang SW10/1 aberregt
und der Ausgang SW10/2 erregt wird, wird der Kondensator 64′
anstelle des Kondensators 64 in den Kreis eingesetzt. Der
Kondensator 64′ ist ein feuchtigkeitsempfindlicher Kondensator.
Es wird zunächst eine -VBAT Messung mit dem Kondensator 64
in dem Kreis ausgeführt und sodann eine weitere -VBAT Messung
mit dem Kondensator 64′ in dem Kreis. In Abhängigkeit von dem
Feuchtigkeitsgehalt in dem Schrittmachergehäuse ändert sich
die des Kondensators 64′ und dies bedeutet anderer
seits, daß die Größe der Spannungsstufe über dem Kondensator
64′ während jedes Betriebszyklus des Delta-Modulators eine
Funktion des Feuchtigkeitsgehaltes darstellt. Durch Vergleich
der Anzahl an Ausgangsbitmustern das gleichen Wertes, wie sie
für die Messung des -VBAT Potentials in den zwei Fällen erfor
derlich sind, können die relativen Stufengrößen bestimmt werden.
Dies ist andererseits eine Anzeige der relativen Kapazitäts
größen, aus denen der Feuchtigkeitsgehalt bestimmt werden
kann. (Anstelle des Messens des -VBAT-Pegels, können auf ver
gleichbare Weise andere Pegel gemessen werden; wichtig ist die
Anzahl der Bitmuster gleichen Wertes, die für vollständige
Messungen erforderlich sind, wenn die Kondensatoren 64 und 64′
in dem Schaltkreis vorliegen, wobei die relativen Zahlen an
zeigen, wieweit sich der Kondensator 64′ von seinem Nominal
wert von 0,03 Mikrofarad, ein Zeichen für den Feuchtigkeits
gehalt, verändert hat).
Claims (8)
1. Implantierbarer Herzschrittmacher mit einer Anordnung zur
Überwachung physiologischer Signale, einem Delta-Modulator (72) zum
Ableiten einer kontinuierlichen Folge von Bitmustern aus einem abge
tasteten physiologischen Signal, wobei ein Überwiegen eines der zwei
Zustände der Bitmuster eine Veränderung in einer entsprechenden Rich
tung in dem abgetasteten Signal aufzeigt, dadurch gekennzeichnet, daß
der Delta-Modulator (72) auch zur Messung von DC-Potentialen ver
wendet wird, wobei durch eine Schaltanordnung (70; SW2-3; SW5)
zunächst ein Referenzpotential (VDD) an den Eingang des Delta-Modu
lators (72) gelegt wird, um ein Gleichgewicht mit einem Bitmuster
alternierender Werte herzustellen und dann das zu messende Potential
(z. B. VBAT) an den Eingang des Delta-Modulators (72) gelegt wird und
der Pegel des zu messenden Potentials somit aus der Anzahl an Bit
mustern des gleichen Zustands abgeleitet werden kann, die nach Anlegen
des zu messenden Potentials auftreten.
2. Herzschrittmacher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein erster Kondensator (64) zum Bereitstellen des zu messenden DC-
Potentials und ein zweiter Kondensator (66) zum Anlegen des
Referenzpotentials (VDD) an den Delta-Modulator vorgesehen sind, und
die Schaltanordnung (SW2-1) den ersten und den zweiten Kondensator
(64, 66) verbindet.
3. Herzschrittmacher nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schaltanordnung (SW1-1; SW3) das zu messende DC-Potentials
auf eine Seite des ersten Kondensators (64) gibt, während sie das Re
ferenzpotential auf die andere Seite des ersten Kondensators (64) gibt.
4. Herzschrittmacher nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß er eine Batterie (10) enthält sowie eine Vorrichtung (12, SW2), die
selektiv einen konstanten Strom durch die Batterie fließen läßt, während
sie gleichzeitig eine Stromversorgung durch die Batterie für den Schrittmacher sperrt,
wodurch zum Messen der Batterieimpedanz die Herstellung des
Gleichgewichts durch das Versorgungspotential (VBAT) der Batterie und
das anschließende Abtasten des Batteriepotentials, während konstanter
Strom durch die Batterie (10) fließt, erfolgen, gefolgt von einer Messung
des abgetasteten Batteriepotentials relativ zu dem zur Herstellung des
Gleichgewichts verwendeten Potential.
5. Herzschrittmacher nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das physiologische Signal von einer Herzelektronik
(48, 50) abgetastet wird, und daß das an den Delta-Modulator (72) zur
Herstellung des Gleichgewichts gelegte Referenzpotential der Amplitude
der Vorderflanke des Schrittmacherimpulses entspricht.
6. Herzschrittmacher nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß er als Zweikammer-Herzschrittmacher ausgebildet
ist und eine erste Anordnung zum Abfühlen atrialer zu überwachender
Signale und eine zweite Anordnung zum Abfühlen ventrikularer zu
überwachender Signale aufweist, die erste und die zweite Abfühlvor
richtung jeweils einen Kondensator (64, 66) zum Koppeln des ent
sprechenden abgefühlten Signals (AO, VO) mit dem Eingang des Delta-
Modulators (72) aufweist, wobei durch wechselweises Koppeln der
Kondensatoren (64, 66) mit dem Delta-Modulator (72) ein gleichzeitiges
Überwachen beider abgefühlter Signale ermöglicht wird.
7. Herzschrittmacher nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kondensator (64) in der atrialen Abfühlvorrichtung eine größere
Kapazität als der Kondensator (66) in der ventrikularen Abfühlvorrich
tung besitzt.
8. Herzschrittmacher nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung zum Schalten eines ersten (64)
und eines zweiten (64′) Kondensators an den Eingang des Delta-Modula
tors (72) vorgesehen ist, daß einer (64′) dieser beiden Kondensatoren
(64, 64′) eine Kapazität besitzt, die sich mit dem Feuchtigkeitsgehalt
ändert, und daß der Delta-Modulator (72) zum Bestimmen des in dem
Herzschrittmacher befindlichen Feuchtigkeitsgehaltes betrieben wird.
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