DE330101C - Regelbare Steuerung fuer Verbrennungskraftmaschinen - Google Patents

Regelbare Steuerung fuer Verbrennungskraftmaschinen

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DE330101C
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf Verbrennungskraftmaschinen, und zwar auf die Steuerung der Ventile. Bei Verbrennungskraftmaschinen, in welchen ein Drehschieber zur Steuerung der Zufuhr der Verbrennungsluft dient, ist schon vorgeschlagen worden, den Antrieb dieses Luftschiebers mit dem Antrieb der Brennstoffpumpe zu verbinden, damit entsprechend der Menge des Brenn-Stoffs auch eine mehr oder weniger große % Luftmenge den Zylindern bei jedem Arbeitsvorgang zugeführt wird. Nach der vorliegenden Erfindung wird nun die Menge der zugeführten Luft dadurch geregelt, daß die Verbindung der Brennstoffpumpe mit der Vorrichtung, welche den Luftschieber von Offenstellung in Abschlußstellung bringt, lose und kraftschlüssig ist, so daß die Einführung der Brennstoffmischung in die Zylinder durch Einwirkung auf den Pumpenhebel früher oder später erfolgt, je nachdem der Zutritt der Verbrennungsluft zum Zylinder früher oder später abgesperrt wird.
Die Pumpe, wird also nicht betätigt, wenn der Luftschieber in die Offenstellung bewegt wird, sondern nur, wenn er in Schlußstellung gelangt.
Die Einrichtung ist vorzugsweise für Viertaktverbrennungskraftmaschinen bestimmt, sie kann aber ohne große Abänderung auch für Zweitaktmaschinen Verwendung-, finden.
Die Zeichnungen stellen verschiedene Ausführungsbeispiele dar:
Fig. ι ist teilweise Längsmittelschnitt und teilweise Aufriß einer solchen Verbrennungskraftmaschine,
Fig. 2 ist eine Draufsicht auf dieselbe,
Fig. 3 ist ein Schnitt nach 3-3 der Fig. 1 oder Fig. 2,
Fig. 4 und 5 sind Schnitte nach 4-4 und 5-5 der Fig. 2,
Fig. 6 zeigt im Schnitt nach 6-6 der Fig. 1 eine Draufsicht auf die Brennstoffpumpe,
Fig. 7, 8 und 9 sind Schnitte nach *]-■], 8-8 und 9-9 der Fig. 6,
Fig. 10 ist eine Seitenansicht einer abgeänderten Ausführungsform,
Fig. 11 ist eine Endansicht derselben,
Fig. 12 ein Schnitt nach 12-12 der Fig. 11 ■durch einen Teil der Maschine, '
Fig. 13 zeigt in größerem Maßstabe und teilweise im Aufriß die Steuerung für die Brennstoffzuführung zu einem der Zylinder in der zweiten Ausführungsform, und
Fig. 14 und 15 sind Schnitte nach 14-14 und 15-15 der Fig. 13.
In den beiden dargestellten Ausführungsformen wurde eine Maschine mit drei Zylindern gewählt. Die Anzahl der Zylinder kann natürlich eine beliebige sein.
Die drei Zylinder 1, 2 und 3 der ersten Ausführungsform erheben sich von einem
Untersatze 4, der sowohl das Maschinenbett als auch den oberen Teil des Kurbelgehäuses bildet. Zur Befestigung der Zylinder auf diesem Bett dienen die mit Gewinde ausgestatteten Ansätze am unteren Ende derselben, und die Einschraubtiefe wird durch Flanschen 5 begrenzt. Im Kurbelgehäuse dreht sich die Kurbelwelle 6, deren Kröpfungen mit dem Kolben 7 durch Pleuelstangen in passender Weise verbunden sind.
Die Zylinder selbst sind dünnwandig und haben an der Außenseite eine große Anzahl von Rippen 8. Diese Zylinder werden fast gänzlich von einem Gehäuse 9 umschlossen. Die offenen Stellen 10 dieser Gehäuse für die verschiedenen Zylinder sind, wie aus Fig. 1 und 3 hervorgeht, nicht alle in der gleichen Ebene mit Bezug auf die Z}dinderachse gelegen; sie liegen wohl alle auf der gleichen ap Seite der Maschine, sind jedoch dabei zueinander versetzt, und zwar ist diese Versetzung eine symmetrische, d.h. die offene Stelle 10 des rechten Zylinders ist ebenso weit von der Mittellage der offenen Stelle 10 des Mittelzylinders nach der einen Seite hin entfernt, wie die offene Stelle 10 des linken Zylinders nach der anderen Seite. Auf der den offenen Stellen 10 gegenüberliegenden Seite sind die Gehäuse durch einen mit ihnen in Verbindung stehenden gemeinsamen Ansatz 11 (Fig. 2) an eine Leitung 12 von verhältnismäßig großem Durchmesser angeschlossen. Diese Leitung führt nach einem Gebläse 13, welches an einem Ende der Maschine befestigt ist und von welchem aus an einer ungefähr gegenüberliegenden Stelle eine Leitung 14 gegen die Zylinderköpfe hinführt. Diese Leitung 14 mündet in einen Behälter, welcher gleichzeitig zur Aufnahme der Steuervorrichtung für die Zylinder dient.
Die Zylinder sind an ihrem oberen Ende bei 15 mit einem Gewindeansatz versehen, dessen äußerer Durchmesser etwas geringer ist als der Zylinderdurchmesser. Mit diesen Ansätzen 15 stehen die Ansätze 16 einer zylindrischen Kammer 17 in Berührung. Die beiden Ansätze 16 und 15 werden aneinander durch Muttern 18 befestigt, welche mit rechts- und linksgängigen Gewinden .ausgestattet sind. Nach der Zusammenstellung dieser Teile befinden sich also die Zylinder in Verbindung mit dem Inneren der Kammer 17. Die Ringmutter 18 kann Flanschen 19 besitzen, welche zum Abschluß der die Zylinder umgebenden Gehäuse 9 dienen und gleichzeitig eine weitere Kühlrippe darstellen. ^
Das eine Ende der Kammer 17 ist abgeschlossen und das andere Ende ist in Verbindung mit der Leitung 14. Im Innern dieser Kammer ist der Drehschieber 20 gelagert, welcher sich der Kammer anpaßt und drei um 120° versetzte Durchbrechungen 21, 22 und 23 besitzt, deren Mittelebene mit der Längsmittelebene der Zylinder zusammenfällt, so daß sie mit deren Einlaßöffnungen 24, 25 und 26 bei Drehung des Schiebers 20 nacheinander in Deckung geraten. Nach Fig. 1 wird das eine Ende dieses Schiebers durch die Kappe 27 abgeschlossen, welche so ausgebildet ist, daß sie eine Längsverschiebung der drehenden Hülse 20 nach der einen Richtung hin unmöglich macht. Auf dem anderen Endedieser Hülse oder des' Drehschiebers sitzen zwei mit Schaltzähnen ausgestattete Räder 28 und 29, durch welche der Schieber in Drehung : versetzt werden kann. Diese Schalträder liegen zwischen dem Ende der Kammer 17 und dem Ende der Leitung 14, so daß eine Längsverschiebung der Hülse 20 nach der anderen ■ Richtung dadurch verhindert wird. Der Schieber ist gegen die Leitung 14 durch den Packungsring 30 neben diesen Rädern abgedichtet.
Der Drehschieber 20 bildet das Hauptventil und wird νΰη der Kurbelwelle aus betätigt. Entsprechend den Rädern 28 und 29 sitzen zu diesem Zwecke auf der Kurbelwelle ähnliche Schalträder 3,1 und 32, und zwar ist das Rad 31 mit der Kurbelwelle fest verbunden, während das Rad 32 zur Kurbelwelle verstellt werden kann. Es ist zu diesem Zwecke mit einem durch das hoble Ende der Kurbelwelle gehenden Wellenstück 33 . verbunden. Das andere Ende dieses Wellenstückes trägt einen ziemlich steilen Gewindegang 34, und eine Hülse 35 greift durch einen Ansatz in den Gewindegang ein. Die Hülse 35 ist mit Bezug auf die Welle 6 in der Längsrichtung verschiebbar, gegen Drehung mit Bezug auf diese Welle jedoch durch Keilverbindung gesichert. Wird die Hülse 35 in der Längsrichtung verschoben, so verstellt sie dadurch die Welle 33 und nimmt also auch das- Schaltrad 32 mit, so daß dessen Zähne mit Bezug auf die Zähne des Rades 31 auf Voreilung oder Nacheilung eingestellt werden.
An feststehenden Teilen der Maschine sind die Stoßstangen 37 und 38 geführt, und zwar erstreckt sich die Stange 37 zwischen den Zahnrädern 31 und 28, um die Bewegung des ersteren auf das letztere zu übertragen, während die Stange 38 in ähnlicher Weise zur Übertragung der Bewegung zwischen den Zahnrädern 32 und 29 dient. Die diese Stange umschließenden Schraubenfedern 39 (Fig. 3) dienen zur Zurückführung der Stangen, wenn sie von einem der Zähne abschnappen.
Die Brennstoffzuführung wird durch die Fig. 6 bis 9 ersichtlich gemacht. In der Nähe der Zylinder -befindet sich auf einem feststehenden Teil der Maschine die Pumpe, weiche Brennstoffmengen mißt und fördert.
Diese Pumpe wird von dem Gußstück 40 gebildet, welches bei 41 zur Pumpenkammer * ausgebildet ist, und an das untere Ende dieser Pumpenkammer setzt sich die zum Brennstollbehälter führende Leitung 42 an, deren Anschluß an die Pumpenkammer durch die Rückschlagventile beherrscht wird. Ein Tauchkolben 44 ragt von oben in die Pumpenkammer 41, wie aus Fig. 7 ersichtlich ist. Eine zweite Kammer 45 des Gußstückes 40 steht nach Fig, 7 durch den Kanal 46 mit der Pumpenkammer 41 in Verbindung·, und auch dieser Kanal ist mit einem Rückschlagventil 47 versehen. Beim Hochgang des Hebels 44 wird also Brennstoff durch die Leitung 42 in die Kammer 41 gesaugt und das Rückschlagventil 47 auf seinem Sitz gehalten, während beim Tiefgange des Kolbens der Brennstoff aus der Kammer 41 in die Kammer 45 gedrückt wird und das Ventil 43 auf seinen Sitz gepreßt wird. Die von einer Kammer in die andere überströmende Brennstoffmenge hängt von der Hublänge des Kolbens 44 ab. Mit der Kammer 45 steht, wie aus Fig. 9 hervorgeht, isine weitere Kammer 48 in Verbindung. Im Verbindungskanal zwischen der Kammer 45 und 4S wird Luft durch eine Röhre 49 zugeführt und diese Luft wird ihr entnommen durch eine Röhre 50. In der Kammer 45 bewegt sich der Tauchkolben 5-1, dessen Fuß nach beiden Seiten hin abgeschrägt ist, wie bei 52 angedeutet. Befindet sich der Kolben in der in Fig. 9 gezeigten Stellung, so schließt er die Verbindung zwischen den Röhren 49 und 50 ab. Gleichzeitig schließt er diese Röhren gegen die Kammer 45 ab. Die in die Kammer übertragene Brennstoffmenge wird also darin abgesperrt. Wird der Kolben jedoch angehoben, so wird die Verbindung zwischen den Röhren 49 und 50 hergestellt, und die Luft dringt neben den abgeschrägten Enden des Kolbens in den unteren Teil der Kammer 45 ein. Die Druckluft aus der Röhre 49 strömt also gegen, den Brennstoff in der Kammer 45 und reißt diesen, um das Fußende des Kolbens 51 spülend, in die Röhre 50 mit. Der Antrieb der beiden Kolben 44 und 51 erfolgt durch die Stangen 37 und 38. Der Kolben 44 steht nach Fig. 1 an seinem oberen Ende in gelenkiger Verbindung mit. dem bei 54 schwingbar unterstützten Hebel 53. Dieser Hebel wird -beim Hpchgange der Stange | Z7 durch den an der Stange befestigten Ansatz oder Stift 55 mitgenommen und beim Niedergange der Stange 37 durch die Feder 56 zurückgeführt. Diese Feder hat also das Bestreben, den Kolben für gewöhnlich in seiner Tiefstellung zu halten. Ein zweiter ähnlicher Hebel 57, gleichfalls um den Zapfen 54 schwingbar, ist an den Tauchkolben 51 angelegt und wird vom Stifte 58 der Stange ! 38 bewegt. Der Tauchkolben 51 bewegt sich also gleichzeitig mit der Stange 38.
Das Luftrohr 50 führt zu einer im vorliegenden Beispiel wagerecht verlegten Röhre 60, von welcher aus die von Rückschlagventilen 61 beherrschten Abzweigungen zu den Einspritzdüsen 62 für den Brennstoff führen (Fig. 4). Diese Brennstoffdüsen erstrecken ' sich durch die Zylinderköpfe und zersprühen ! den Brennstoff in Gegenüberstellung mit den Zündkerzen 63.
Die Druckluft wird der Röhre 49 durch die in Fig. 5 dargestellte umlaufende Pumpe zu-
geführt, welche auch Druckluft in die Leitung
■ 14 und von dort in den Drehschieber 20 führt. Das Gehäuse 13 dieser Pumpe ist exzentrisch zur Kurbelwelle an einem Ende der Maschine befestigt. Konzentrisch mit der Kurbelwelle
\ und verkeilt auf ihr sitzt die Trommel 65, an deren Umfange die Ventilflügel 66 angelenkt sind. Bei der Drehung der Kurbelwelle geraten diese Flügel nacheinander an der Einlaßöffnung, d. h. am Ende der Leitung 12, vorbei und nehmen eine ziemlich große Luftmenge nach der Leitung 14' hin mit. Infolge der exzentrischen Anordnung des Gehäuses wird bei dieser Förderung die Luftmenge komprimiert und tritt also unter verhältnismäßig großem Druck in die Leitung 14 und Drehschieber 20 über. Die Röhre 49 zweigt vom Gehäuse 13 in kurzer Entfernung von der Leitung 14 ab, und zwar an einem Punkte, an welchem durch den sich gerade nähernden Ventilflügel 66 mit der Gehäusewand eine Tasche gebildet wird. Der Druck in dieser Tasche wird nach dem Vorbeigange des Flügels an der Leitung 14 beträchtlich erhöht, und die Luft tritt also unter Gegendruck in die Leitung 49 ein.
Während die Verbrennungsluft und der Brennstoff den Zylindern an ihren oberen Enden zugeleitet wird, verlassen die Verbrennungsgase und die'zum Ausblasen der Zylinder benutzte Luft die Zylinder an Punkten ίη der Nähe des unteren Endes derselben. Jeder Zylinder ist zu diesem Zwecke in einer wagerechten Ebene, die gerade über dem Kolben 7 bei dessen tiefster Stellung liegt, mit einer Reihe von Auslaßöffnungen 67 ausgestattet, und diese Auslaßöffnungen stehen in Verbindung mit Ringgehäusen 68, welch letztere wiederum mit einer gemeinsamen Leitung 69 für den Auspuff der Gase ausgestattet sind. ·
Die Betriebsweise der Maschine ist die folgende:
Wenn die Maschine läuft, wird Luft von der Pumpe durch die die Zylinder umschließenden Gehäuse hindurchgesaugt, die Zylinder werden dabei gekühlt und die Luft vorgewärmt. Die Pumpe komprimiert diese
Luft und leitet sie in einen den Zylindern gemeinsamen Drehschieber oder die Kammer 17. Die stärker von der Pumpe komprimierte Luft wird von der Pumpe nach jener Vorrichtung gefördert, welche den Brennstoff mißt und die Ladung in die Zylinder einschickt. Die drei Flügel der Pumpe entsprechen den drei Zylindern. Es werden also bei jeder Umdrehung der Maschine drei besondere Luftstöße nach dieser Vorrichtung geschickt, und zwar zu Zeitpunkten, wo gerade die Einführung des Brennstoffes in die Zylinder wünschenswert ist.
Die Schalträder 28 und 31 am Hauptventil und an der Kurbelwelle sind so angeordnet, daß je eine der Öffnungen 21, 22 oder 23 in Deckung mit der Eintrittsöffnung eines der Zylinder dann gerät, wenn der Kolben in dem betreffenden Zylinder in einer Stellung ist, wo er die Auspufföffnungen freilegt. Die Luft im Drehschieber und in der Leitung 14 und die fernerhin vom Gebläse zugeführte Luft strömt nun rasch durch den betreffenden Zylinder hindurch und entweicht durch die freigelegten Auspufföffnungen, bläst den Zylinder vollständig aus und kühlt seine Wandung. Dieser Zustand bleibt so lange aufrechterhalten, bis sich der Drehschieber weit genug gedreht hat, um die Verbindung zwisehen dem gerade ausgeblasenen Zylinder und der Kammer 17 aufzuheben. Die nunmehr im Zylinder noch vorhandene Luft wird nun beim Rückgang des Kolbens komprimiert. Die ganze Steuerung der Maschine hängt also, wenn dies wünschenswert ist, nur von der Stellung der Schalträder 28 und 31 ab. Um nun die Leistung der Maschine verändern zu können und einen wirtschaftlich wertvollen Wirkungsgrad herbeizuführen, werden die Schalträder 28 und 31 dazu benutzt, den Drehschieber unter Vermittlung der Schalträder 29 und 32 in seine Abschlußstellung zu bringen. Wie oben erwähnt, kann das ! Schaltrad 32 auf der Welle 6 verstellt werden, ■ 4-5 und auf diese Weise kann also die Zeitspanne zwischen dem Öffnen und dem Schließen der Eintrittsöffnungen verändert werden. Das Hauptventil wird also geschlossen, und zwar in demselben Augenblicke, in welchem der Kolben den Kompressionshub beginnt, so daß der ganze Zylinder noch mit Luft gefüllt ist, welche komprimiert werden muß. Es kann aber auch dieses Hauptventil offen gelassen werden, bis der Kolben eine bestimmte Streckeauf dem Kompressionshub zurückgelegt hat, und es wird dann von diesem Kolben ein Teil ■der noch im Zylinder befindlichen Luft wieder durch den Drehschieber hindurch zurückgedrängt, und wenn das Ventil nun vollständig geschlossen wird, so befindet sieh im Zylinder selbst weniger Luft als beim Beginn ' I des Kompressionshubes. Dadurch kann die I Leistung der Maschine genau geregelt werden.
j Bei der Auf- und Abbewegung der Stange ' 37 wird der Pumpenkolben 44 für den Brenn-I stoff mitgenommen und dadurch werden be-■ stimmte Brennstoffmengen nach der Ma-' schinenkammer 45 geführt. Bei der Auf- und Abbewegung der Stange 38, welche das Hauptventil in die Schlußstellurig führt, wird nun der Kolben 51 betätigt, und zwar wird der Kolben angehoben, wenn der Drehschieber die Verschlußbewegung ausführt, und die j nunmehr abgesperrte und stark komprimierte Luft strömt rasch von dem zweiten Auslaß des Pumpengehäuses durch die Maschinenkammer und reißt die Mischung von· Luft ! und Brennstoff durch die Röhre 50 nach jej nein Zylinder, der eben durch die durchströ- ! niende Luft vollständig gereinigt wurde und j jetzt mit Frischluft gefüllt ist. Wenn nun die Ventilsteuerung derartig verstellt wird, daß die in einem der Zylinder zurückbleibendeFrischluftmenge, welche kornprimiert werden soll, verringert wird, so soll ja auch die Brennstoffmenge entsprechend verringert werden, sonst würde die Mischung die Bestandteile nicht, in jenem Verhältnis enthalten, das den besten Wirkungsgrad für die Verbrennung verbürgt. Dies wird vorzugsweise dadurch erreicht, daß Mittel zur Verstellung" des Hubes und des Tauchkolbens mit jenen Mitteln verbunden sind, welche die Schaltschrittbewegung· des Hauptventils verstellen, . .
Dies geschieht beim gewählten Ausführungsbeispiel vermittels des Handhebels 70, der durch das Gestänge 71 mit einem festen Teil des Maschinengehäuses verbunden ist und anderseits die Verschiebung der Muffe 35 besorgt. An dem Gestänge 71 befindet sich ein keilförmiger Klotz 72, der auf die Unterkante des gebogenen Fingers 74 am Hebel 53 einwirkt. Die Abwärtsbewegung des Pumpenkolbens 44 wird durch den Anstoß des Fingers 74 auf die Keilnase 72 begrenzt. Diese Keilnase wird je nach der Einstellung des Hebels 70 und der Muffe 35 mehr oder weniger unter den Finger 74 geschoben, so daß also der Abwärtshub des Kolbens 44 verkürzt oder verlängert wird. Die Veränderung der Hublänge wird auch eine Veränderung der Fördermenge der Brennstoffpumpe zur Folge haben, und die Brennstoffmenge wird also in demselben Verhältnis verringert, in welchem die Menge der zu komprimierenden Luft verringert wird.
Die in Fig. 10 bis 15 dargestellte Ausführungsform der Maschine ist hauptsächlich für hohe Umdrehungszahlen bestimmt. Im allgemeinen sind die Teile in derselben Weise
ausgebildet und miteinander verbunden wie in der erstbeschriebenen Ausfühcungsform. Der Antrieb des Hauptventils und die Mittel zur Zuführung des Brennstoffes sind jedoch verschieden.
Über den Zylinder der Maschine hinweg erstreckt sich ein Gehäuse 80, welches der Kammer 17 entspricht, und in diesem Gehäuse befindet sich der Drehschieber 81, welcher für jeden Zylinder eine besondere Öffnung besitzt. Auch hier kann dieser Drehschieber ■ in der Längsrichtung eingestellt werden. Nach Fig. 12 sind die Durchbrechungen oder Öffnungen 82 dieses Drehschiebers an einem Ende erweitert, und zwar sind diese Durchbrechungen im Schieber in achsialer Richtung gemessen länger als die Öffnungen 83 in den Zylindern. Die Freigabe oder Verschließung dieser Öffnungen wird durch Drehung des Schiebers bewirkt, und die Zeitlänge, in welcher beispielsweise das Innere des Drehschiebers mit dem Inneren des Zylinders in Verbindung bleibt, kann durch Verschiebung des Drehschiebers geregelt werden. Diese Zeitspanne wird sehr kurz sein, wenn der engste Teil der Durchbrechung 82 im Schieber in Deckung liegt mit der Öffnung 83 des Zylinders. Die Zeitspanne der Verbindung zwischen Drehschieber und Zylinder wird am längsten sein, wenn die weiteste Stelle der Durchbrechung in Deckung liegt mit der Öffnung 83. An dem abgeschlossenen Ende des Schiebers sitzt eine Welle 84, auf welcher eine Kettenscheibe 85 dreh- und gleitbar gelagert ist. Diese Scheibe dreht sich mit der Welle 84. Ein Natfenansatz 86 der Kettenscheibe trägt eine Ringnut, in welche das gegabelte Ende 87 eines fest am Gehäuse angebrachten Joches eingreift. Die Kettenscheibe erhält ihren Antrieb durch um das Rad 89 auf der Welle 6 gelegte Ketten 88.' Durch die beschriebene Einrichtung kann also das Hauptventil 81 angetrieben und gleichzeitig verschoben werden.
Der Brennstoff wird in die Zylinder von einer gleichfalls zylindrischen Kammer 90 aus eingeführt, welche auf der Außenseite des Gehäuses 80 befestigt ist. Die Kammer 90 erstreckt sich durch den Ansatz 91 am Gehäuse (Fig. 13), und von diesem Ansatz aus führt ein Kanal 92 in das obere Ende des dazugehörigen Zylinders. Das Brennstoffventil hat Durchtrittsöffnungen 93, welche nacheinander mit den nach den verschiedenen Zylindern führenden Kanälen 92 in Deckung treten. Das eine Ende des Brennstoffventils ist geschlossen, das andere Ende steht mit der Röhre 49 in Verbindung, durch welche von dem Gebläse aus ein bestimmter Betrag stark komprimierter Luft stoßweise zugeführt wird. Das Brennstoffventil wird durch Welle 84 in Drehung versetzt, und zwar geschieht dies durch ein Vorgelege mit Spiralrädern 94 und 95, von welchen das erstere auf der Welle 84, das letztere auf dem geschlossenen Ende der Röhre 90 sitzt. In jedem der Ansätze 91 am Maschinengehäuse befindet sich eine Pumpenkammer 96, die den Brennstoff von der Röhre 97 aus zugeführt erhält, und diese Röhre ist an die Röhre 42 angeschlossen. In der Pumpenkammer befindet sich das Rückschlagventil 98, und ein Zweigkanal 100 führt von dem Untersatze der Pumpenkammer 96 nach dem mit dem Gehäuse fest verbundenen Ansatz 91. Dieser Kanal enthält das Rückschlagventil
101. In der Pumpenkammer 96 kann der Tauchkolben 99 spielen. Dieser Kolben hat an seinem oberen Endeden Kopf r 102, welcher als Widerlager für die Feder 103 dient, die den Kolben gewöhnlich nach oben zieht. Der Kolben wird durch den Stift 104 an der Röhre 90 bei der Drehung dieser Röhre nach abwärts gedrückt (Fig. 15). Die Teile sind derartig angeordnet, daß jeder Tauchkolben gerade dann nach abwärts gedrückt wird, wenn die betreffende Öffnung im Brennstoffventil in Verbindung stellt mit dem oberen Ende des Kanals 100, und es wird also dadurch eine bestimmte Brennstoffmenge durch diesen Kanal in die Röhre 90 gefördert, wo sie in der Durchbrechung 93 verbleibt. Wenn sich nun das drehende Ventil 90 weiterbewegt, so bläst die von der Röhre 49 herkommende Druckluft die Brennstoffladung nach dem Zylinder. Eine Einsprühung des Brennstoffes würde schon durch den Einfluß der Druckluft eintreten. An dem Kanal 92 ist jedoch außerdem eine Düse 105 angeschlossen, die an ihrem Vorderende eine pilzförmige Flansche 106 und in geringer Entfernung davon eine zweite, schirmförmig gehaltene Flansche 107 besitzt. Zwischen diesen beiden Flanschen befindet sich die Austrittsöffnung 108, und es wird also durch die eintretende Druckluft die Brennstoffladung zusammen mit der mit ihr vermischten Luft gegen die heißen Flanschen 106 und 107 geblasen. Dadurch wird nicht nur die Ladung versprüht, sondern tatsächlich in Dampfform gebracht und um so leichter entzündet.
Wird der Hauptdrehschieber 81 in seiner Längsrichtung verschoben, um jene Zeitspanne zu verlängern, während welcher die zum Ausblasen der Zylinder dienende Frischluft durch den Schieber 81 in diese Zylinder einströmt, so sollte natürlich auch das Brennstoffventil gleichzeitig so verstellt werden, daß die Brennstoffzufuhr beginnt, sobald die · Luftzufuhr zum Ausblasen abgesperrt .ist. Dies wird dadurch erreicht, daß die eine Kante der Durchbrechung 82 im Drehschieber achsial gehalten ist, während die gegenüberliegende
Kante ι ίο in einem Winkel verläuft, welcher dem Winkel der Spiralzähne auf dem Rade 94 entspricht. Wird also der Drehschieber verschoben, so wird das Brennstoffventil um einen Winkel verdreht, der gerade groß genug ist, um die vergrößerte oder verringerte Weite der Durchbrechung im Drehschieber auszugleichen. Außerdem wird die Brennstoffzuführung im Verhältnis zur Verbrennungsluftzuführung noch dadurch geregelt, daß mit der Welle 84 eine Hubschiene 111 derartig verbunden ist, daß sie mit der Welle verschoben wird. Die Hubflächen 112 dieser Schiene (Fig. 10) liegen je über dem Kopfe 102 des Tauchkolbens 99 der Brennstoffpumpen. Die Hubflächen begrenzen also die Aufwärtsbewegung der Pumpenkolben, und da die Brennstoffzufuhr vom Hube dieser Kolben abhängt, so wird die Brennstoffzufuhr unter Vermittlung der Hubschiene in je nach dter Stellung des Hauptventils 81 verändert.
Bei dieser Ausführungsform der Erfindung wird wie bei der erstbeschriebenen Ausführungsform durch die einströmende Frischluft eine gründliche Reinigung des Zylinders besorgt. Die Leistung der Maschine kann durch Änderung der zu komprimierenden Luftmenge innerhalb beider Grenzen sehr genau verändert werden. . Gleichzeitig wird auch die Brennstoffzufuhr geregelt und dadurch also stets die richtige Brennstoffmischung in den Zylindern gewährleistet. Die Maschine läuft, ohne sich zu erhitzen und ohne daß komplizierte Teile außer Ordnung geraten könnten. Ferner wird die eingeleitete Brennstoffmischung in einer Weise zersprüht, daß durch die Dampfbildung eine Entzündung bewirkt werden kann, selbst wenn schwerer entzündbare Brennstoffe, wie Rohöl oder Destillate, gebraucht werden.

Claims (6)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Regelbare Steuerung für Verbrennungskraftmaschinen mit einem als Drehschieber ausgebildeten Luftventil, welcher, sich mit Bezug auf alle Zylinder dreht und nacheinander die Einlaßöffnungen des Schiebers in Gegenüberstellung mit den Einlaßöffnungen der Zylinder bringt, wobei der Antrieb des Drehschiebers mit dem Antrieb der Brennstoffpumpe verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der Brennstoffpumpe (51, 44) mit der Vorrichtung, welche den Luftschieber (20) von Offenstellung in Abschlußstellung bringt, lose und kraftschlüssig ist, so daß die Einführung der Brennstoff-' mischung in die Zylinder durch Einwirkung auf den Pumpenhebet früher oder später erfolgt, je nachdem der Zutritt der Verbrennungsluft zum Zylinder früher oder später abgesperrt wird.
  2. 2. Ausführungsform der regelbaren Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf der Maschinenwelle befindliches Schaltrad (31) den allen Zylindern gemeinsamen Drehluftschieber (20) in Offenstellung bringt, .während die zur Schließung des Drehschiebers (20) notwendige Drehbewegung durch ein auf der Maschinenwelle mit Bezug auf das erste Schaltrad (31) einstellbares zweites Schaltrad (32) verändert werden kann.
  3. 3. Ausführungsform der regelbaren Steuerung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdrehung des die Abschlußstellung des Ventils herbeiführenden Schaltrades (32) durch Verdrehung einer Hülse (33) erfolgt, mit welcher es fest verbunden ist, wobei die Verdrehung der Hülse (3) durch Längsverschiebung eines anderen Teiles (35), der in eine Spiralnut der Hülse (33) eingreift, bewirkt wird.
  4. 4. Ausführungsform der regelbaren Steuerung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Brennstoffmenge fördernde Pumpe (44) durch einen Hebel (57) mit dem zur Verstellung des Schaltrades (33), das den Abschlußpunkt des Luftventils bedingt, dienenden Gestänge (71,70) so verbunden ist, daß durch! Eingriff1 des Pumpenhebels auf einen keilförmigen Teil (72) des Gestänges die Ausschwingung des Pumpenhebels und damit auch der Pumpenhub bestimmt wird, damit je nach Wahl 'des Abschlußpunktes für das Ventil (20) auch die Brennstoffmenge wahlweise geändert wird.
  5. 5. Abgeänderte Ausführungsform der regelbaren Steuerung nach Anspruch 1, dadurch1 gekennzeichnet, daß der Luftschieber seinen Antrieb von der Maschinenwelle (6) aus durch eine Antriebskette (88) erhält und1 diesen Antrieb durch Spiralverzahnung auf die die Brennstoffpumpe steuernde Welle (90) überträgt, wobei infolge der Ausbildung der Öffnungen des Drehschiebers mit einer Kante parallel zur Achse und einer anderen Kante schräg zur Achse eine Verstellung des Abschlußpunktes der Luftzufuhr für die Zylinder durch Längsverschiebung des Luftschiebers erfolgt und infolge der Spiralverzahnung (94, 95) eine derartige Längsverschiebung des Luftschiebers auch eine Veränderung der Zeitpunkte des Pumpenhubes für die Brennstoffpumpe für die verschiedenen Zylinder zur Folge bat.
  6. 6. Abgeänderte Ausführungsform der regelbaren Steuerung nach Anspruch ι und S, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Verschiebung des Drehschiebers dienende Hebel (in) mit abgeschrägten Hubflächen (112) versehen ist, welche die Hublänge jener Pumpe bestimmen, durch welche die komprimierte Luft mit dem Brennstoff gemischt wird, damit je nach der Längsverschiebung des Drehschiebers (81) und der dadurch bedingten Abschlußstellung des Schiebers auch eine veränderliche Menge von Luft in den Brennstoff eingeleitet wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DE1914330101D 1913-04-21 1914-04-21 Regelbare Steuerung fuer Verbrennungskraftmaschinen Expired DE330101C (de)

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DE1914330101D Expired DE330101C (de) 1913-04-21 1914-04-21 Regelbare Steuerung fuer Verbrennungskraftmaschinen

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