DE321435C - Verbrennungsmotor - Google Patents

Verbrennungsmotor

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DE321435C
DE321435C DE1917321435D DE321435DD DE321435C DE 321435 C DE321435 C DE 321435C DE 1917321435 D DE1917321435 D DE 1917321435D DE 321435D D DE321435D D DE 321435DD DE 321435 C DE321435 C DE 321435C
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cylinders
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    • F02B47/04Methods of operating engines involving adding non-fuel substances or anti-knock agents to combustion air, fuel, or fuel-air mixtures of engines the substances being other than water or steam only
    • F02B47/08Methods of operating engines involving adding non-fuel substances or anti-knock agents to combustion air, fuel, or fuel-air mixtures of engines the substances being other than water or steam only the substances including exhaust gas
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Description

  • Verbrennungsmotor. Es sind bereits Verbrennungsmotoren bekannt, bei denen die entzündeten Gase eines Zylinders gleichzeitig auf die Kolben von zwei Zylindern wirken. Von bekannten Motoren dieser Art unterscheidet sich der Motor nach der Erfindung dadurch, daß getrennte Zylinder durch einen mit einem steuernden Organ ausgerüsteten kurzen Kanal miteinander verbunden sind und die Entzündung des komprimierten Gemisches in den einen Zylinder durch die plötzliche Einführung von hochkomprimierten Gasen aus dem zweiten Zylinder herbeigeführt wird. Bei dieser Anordnung -wird im Gegensatz zu den bekannten Motoren der Inhalt des Gaskompressionszylinders während des Entspannungshubes im Gemischexplosionszylinder durch den Verbindungskanal hindurch erneuert und es wird der erstere Zylinder niemals mit der Außenluft in Verbindung gebracht. Infolgedessen ist auch die W ärmeausnutzung des neuen Motors eine größere.
  • Auf der Zeichnung wird die Erfindung bei einem Sechszylindermotor angewendet, bei dem zwei Paar senkrechter Zylinder mit zwischenliegenden senkrechten Zylindernvorgesehensind.
  • Fig. = ist ein Längsschnitt nach A-B in der Fig. 2, Fig. 2 ein wagerechter Schnitt nach C-D in der Fig. i, und Fig. 3 eine Seitenansicht einer Vorrichtung zur Regelung des Zündzeitpunktes entsprechend der üblichen Vorrichtung zur Beschleunigung oder Verzögerung der Funkenerzeugung.
  • Die Gemischzylinder i, 2, 3, 4. besitzen die üblichen Kolben, Pleuelstangen und Ein- und Auslaßventile, von denen die letzteren durch eine von der Kurbelwelle mit halber Geschwin= digkeit angetriebenen Welle 3 gesteuert werden. Mit Ausnahme der Zündvorrichtung arbeiten diese Zylinder wie gewöhnliche Viertaktmotoren, zwischen den Zylindern =, 2 einerseits und 3, 4 andererseits sind besondere Zylinder 7 und 8 vorgesehen, in welchen von der Kurbelwelle 6 mittels Pleuelstangen bewegte Kolben arbeiten. Diese Zylinder 7, 8 besitzen kleinere Druckräume als die Zylinder i, 2 und 3, 4, so daß bei gleichem Durchmesser und bei gleichem Hub für alle 6 Zylinder ein höherer Kompressionsdruck in den Zylindern 7 und 8 erzeugt wird. Diese Gaskompressionszylinder 7,8 können die gleiche oder eine andere Bohrung wie die Gemischexplosionszylinder haben.
  • Zwischen den Zylindern 7 einerseits und x und 2 andererseits sind gesteuerte Organe g, g' angeordnet, durch welche der Zylinder 7 zuerst mit dem Zylinder i und dann mit dem Zylinder 2 verbunden werden kann. Ähnlich sind zwischen den Zylindern 8 und 3, 4 Ventile io, io' vorgesehen. Die steuernden Organe g, g' sowie io, io' sind Drehhähne mit Hebelarmen ix, an welche unter Federdruck stehende Stangen 12 angelenkt sind, die von Daumen auf der Welle 5 bewegt werden.
  • Die Gemischexplosionszylinder 1, 2, 3, q. arbeiten im Viertakt, während die Gaskompressionszylinder, da sie nicht Einlaß- und Auslaßventile der üblichen Art besitzen, einen Druckhub bei der Bewegung des Kolbens nach innen,- d. h. von der Kurbelwelle fort, ausführen. Während also in den Zylindern 1, 2, 3, q. sich die Perioden des Viertaktes abspielen, arbeiten die mittleren Zylinder 7 und 8 im Zweitakt und geben abwechselnd an die Zylinder x oder 2 bzw. 3 oder q. hoch komprimierte heiße Gase ab, durch welche die Zündungen der Ladungen in den Zylindern 1, 2, 3 und q. herbeigeführt werden. Der Gemischexplosionszylinder, dessen Kolben nicht den Arbeitshub ausführt, befindet sich in seiner Saugperiode, während sich die beiden anderen Kolben nach der Kurbelwelle zu bewegen.
  • Bei der in Fig. i veranschaulichten Stellung der Kolben ist im Zylinder 1 der Auspuff und in den Zylindern 7 und 2 die Kompressionvollendet. Es findet nun bei offenem Ventil g' die Entzündung des Brennstoffluftgemisches im Zylinder 2 durch die hoch komprimierten Gase aus dem Zylinder 7 statt, woran anschließend die entzündeten Gase in beiden Zylindern 7 und 2 expandieren, während in dem Zylinder i neues Brennstoffluftgemisch angesaugt wird. Am Ende des Kolbenniederganges wird die Verbindung zwischen den Zylindern. 7 und 2 abgesperrt, das Einlaßventil des Zylinders i geschlossen und das Auspuffventil des Zylinders 2 geöffnet. Beim Hochgang der drei Kolben werden im Zylinder i Brennstoffluftgemisch, im Zylinder 7 die heißen Gase verdichtet, und im Zylinder 2 die verbrannten Gase ausgestoßen. Am Ende dieser Bewegung werden durch Drehung des Hahnes g die Zylinder 1 und 7 miteinander verbunden. Die im Zylinder 7 hoch komprimierten Gase dringen in den Zylinder i und entzünden in diesem das Gemisch, worauf die Gase in den Zylindern i und 7 expandieren und der Zylinder 2 wiederum Brennstoffluftgemisch ansaugt. Bei dem nachfolgenden aufwärtsgerichteten Hub werden die verbrannten Gase aus dem Zylinder = ausgestoßen und die heißen Gase in dem Zylinder 7 verdichtet und das in den Zylinder 2 eingesaugte Brennstoffluftgemisch verdichtet, um bei dem darauffolgenden Kolbenniedergang durch die verdichteten, hoch komprimierten Gase aus dem Zylinder 7 wiederum entzündet zu werden.
  • Die Zylinder 3, q. und 8 arbeiten in gleicher Weise wie die- Zylinder =, 2 und 7. Selbstverständlich erfolgt die Komprimierung in den Zylindern 1, 2, 3, 4 in solchem Maße, daß Selbstentzündung des Brennstoffluftgemisches nicht eintritt, so daß die Zündung esst dann erfo'.gt. nachdem die Verbindung zu den Gaskompressionszylindern hergestellt worden ist.
  • Der Zündpunkt läßt sich dadurch regeln, daß man den Zeitpunkt der Verbindung zwischen den beiden Zylindern ändert. Es kann daher der Zündpunkt genau so beschleunigt oder verzögert werden, wie bei den bekannten elektrischen und anderen Funkenzündvorrichtungen. Zu diesem Zweck kann z. B. die in Fig. i und 3 dargestellte Vorrichtung verwendet .werden: Die Welle 13 besitzt eine Anzahl Kurbelarme =¢, an welche Stangen 1q., 14A angelenkt sind, die eine Platte 15 tragen. Diese ist mit Rollen 154 ausgerüstet und steht zwischen den Stangen 12 und den Daumen auf der Welle, welche die die Ventile g, g', io, 1o' bewegenden Stangen 12 heben. Die Welle 13 läßt sich durch eine Schnecke 16 und ein Schneckenrad 17 teilweise drehen, wodurch die Stellung der Kurbel 14 geändert wird. Hierdurch wird die Zeit, zu welcher die Stangen 12 ---durch ihre Daumen gehoben werden, verlängert oder verkürzt. Die Rückbewegung der Stangen 12 erfolgt unter dem Einfluß ihrer Federn. Diese Vorrichtung ist- in Fig. 3 nur schematisch dargestellt.
  • ---wie steuernden Organe zwischen den Zylindern können jede geeignete Konstruktion haben.
  • Zum Anlassen des Motors kann Druckluft in einen der Zylinder eingeführt werden; es können aber auch andere Anlaßverfahren angewandt werden. Nach Beginn des Betriebes wird das Brennstoffluftgemisch in dem einen Zylinder durch die hoch gespannten Gase aus dem zweiten Zylinder angezündet. Diese Gase werden in das in dem ersten Zylinder befindliche Brennstoffluftgemisch hineingedrückt.
  • Bei einem Zweitaktmotor wird ein GaskompressionszyUnder für jeden Gemischexplosionszylinder angeordnet.
  • Wie aus der Zeichnung zu ersehen ist, ist der Kanal zwischen dem Zylinder 7 und den Zylindern i und 2 außerordentlich kurz. Ferner werden die Zündgase unmittelbar von dem oberen Ende des Zylinders 7 in das Verbrennungsende des Zylinders i oder 2 hineingepumpt, mit dem Ergebnis, daß die Explosion -unmittelbar über dem Kolben in dem Zylinder i oder 2 stattfindet, wie bei den Explosionsmotoren mit Zündrohr.
  • Die Zylinder brauchen nicht senkrecht, sondern sie können wagerecht, V-förmig oder in anderer Weise angeordnet werden. Zweckmäßig werden aber senkrechte Zylinder verwendet, um eine möglichst kleine Entfernung zwischen dem Gemischexplosions- und dem Gaskompressionszylinder zu erhalten.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUcH: Verbrennungsmotor, bei dem die entzündeten Gase eines Zylinders gleichzeitig auf die Kolben von zwei Zylindern wirken, dadurch gekennzeichnet, daß getrennte Zylinder durch einen mit einem steuernden Organe ausgerüsteten- kurzen Kanal miteinander verbunden sind, die Entzündung des komprimierten Gemisches in dem ersten Zylinder durch die plötzliche Einführung der hoch komprimierten heißen Gase aus dem zweiten Zylinder bewirkt wird, und daß während des Entspannungshubes heiße Gase aus dem ersten Zylinder in den zweiten Zylinder, welcher außer dem die beiden Zylinder verbindenden Hahn kein steuerndes Organ besitzt, überströmen.
DE1917321435D 1916-08-10 1917-08-08 Verbrennungsmotor Expired DE321435C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB321435X 1916-08-10

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ID=10333956

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DE1917321435D Expired DE321435C (de) 1916-08-10 1917-08-08 Verbrennungsmotor

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