DE3202192C2 - Kühler- und Vorratsbaueinheit für Öl - Google Patents

Kühler- und Vorratsbaueinheit für Öl

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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Ölbehälter für stationäre und/oder mobile Hydraulikanlagen, der als Gefäß mit wenigstens einem Zulaufstutzen, ggf. mit zusätzlichem Lecköl-Zulaufstutzen sowie mit einem zur Pumpe der Hydraulikanlage führenden Ablaufstutzen ausgebildet ist und zusätzliche Anschlüsse für Sicherheits- bzw. Überdruckventile, Entlüftungsventile usw. aufweist. Um zu erreichen, daß die erforderliche Be triebs temperatur des Öles in kurzer Zeit erreicht und unabhängig von Umgebungstemperatur und Verlustleistungen im System ohne Einsatz von aufwendigen Kühlaggregaten gehalten wird, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß das Gefäß ein Öl-Fassungsvermögen von weniger als dem Zweifachen der Pumpenfördermenge pro Minute aufweist, durch eine Trennwand in einen Zulauf- und einen Ablaufraum geteilt ist, und in der Trennwand wenigstens eine in Bodennähe des Gefäßes an geordnete Kommunikationsöffnung aufweist, welche mittels einer durch temperaturabhängig gesteuert betätigbare Stellmittel bewegbare Klappe bei sinkender Öltemperatur zunehmend geöffnet, bei steigender Öltemperatur zunehmend verkleinert bzw. geschlossen ist, und daß beide Räume des Gefäßes durch unterhalb des Gefäßes angeordnete, große Wärmeübertragungsflächen bildende Ölleitungen nach Art kommunizierender Räume, in bezug auf die Trennwand, bypassartig verbunden sind, und daß wenigstens die Ölleitungen innerhalb eines schachtartigen Gehäuses angeordnet sind, und mit diesem nach Art eines Luftkonvektionsheizgerätes zur ..

Description

Die Erfindung betrifft eine Kühler- und Von atsbaueinheit für öl einer stationären und/oder mobilen Hydraulikanlage mit einem Vorratsbehälter, der in einen Zulauf- und einen Ablaufraum unterteilt ist, der wenigstens einen in den Zulaufraum ragenden Zulaufstutzen, einen zur Pumpe der Hydraulikanlage führenden, in den Ablaufraum ragenden Ablaufstutzen, Anschlüsse für Ventileinrichtungen und insbesondere einen Lecköl-Zulaufstutzen aufweist, mit einem ölkühler, der räumlich unmittelbar an den Vorratsbehälter angebaut und diesem über Anschlußleitungen bypassartig zugeschaltet ist und der große Wärmeübertragungs-
flächen bildende Ölleitungen aufweist, die den Ablaufraum und den Zulaufraum nach Art kommunizierender Räume verbinden, wobei die Wärmeübertragungsflächen innerhalb eines schachtartigen Gehäuses angeordnet sind und mit diesem zur ölkühlung zusammenwirken.
ölbehälter der eingangs genannten Art dienen bei Hydraulikanlagen der Bevorratung von Öl für Lecköl-Verluste, der Kompensation von Ölvolumenänderungen bei Temperaturänderungen, ferner zur Beruhigung und Ausscheidung von Verunreinigungen, die z. B. durch Verkokung entstehen können, sowie zum Abscheiden von Lufteinschlüssen. Ihre Hauptaufgabe ist jedoch die Aufnahme der Verlustwärme, die aus der Hydraulikanlage kommt und die Abgabe dieser Wärme an die Umgebungsluft.
Ein ölbehälter der eingangs genannten A.t ist aus der DE-OS 22 04 695 bekannt. Es handelt sich um einen Behälter in Kompaktbauweise, dem ein Ölkühler unmittelbar angebaut ist und bei dem eine ölzuführleitung im Boden des Behälters über blendenartige Öffnungen mit dem Behälterinneren in Verbindung steht. Der ölkühler selbst wird von einem motorisch angetriebenen Gebläse belüftet. Die Aussparungen oder blendenartigen öffnungen in der ölzuführleitung erzeugen eine erhebliche Beunruhigung des ölstromes und verhindern eine Entlüftung b;tw. Entgasung und Sedimentation von Schmutzanteilen. Der ölkühler ist bypassartig angeschlossen und wird von einer ständig gleichbleibenden Ölmenge durchströmt. Auch sein Rücklauföl ruft im ölbehälter Beunruhigungen und Strömungen hervor. Die bypassartige Durchströmung erfordert Druck, der zumindest indirekt von der ölförderpumpe der Hydraulikanlage aufgebracht werden muß. Darüber hinaus ist für die Kühlung Motorleistung für das Gebläse erforderlich. Infolge der ständigen bypassartigen Zuschaltung des ölkühlers und des ständig arbeitenden Ventilators, erreicht bei dieser bekannten Anlage das Öl auch bei geringem Behältervolumen, d. h. geringer ölmenge, die Betriebstemperatur nur vergleichsweise langsam und es ist trotz hohen Energieverbrauchs und trotz vergleichsweise großen baulichen Aufwands keine Optimierung der öltemperatur möglich. Bei kalter Umgebungstemperatur arbeitet die Anlage mit niedrigerer als der Solltemperatur und bei hohen Umgebungstemperaturen wird die gleiche Anlage nur mit überhöhter öltemperatur arbeiten können.
Im Fachbuch »ölhydraulik« von Zoebl, Wien, Springer-Verlag, 1963, Seiten 240 und 241, wird das
Thema der Dimensionierung von Ölbehältern abgehandelt. Es wird eine Faustformel angegeben, nach der das kleinstzulässige Volumen eines Ölbehälters etwa das ein- bis dreifache der Pumpenfördermenge pro Minute sein soll, gleichzeitig aber darauf hingewiesen, daß diese Faustformel mehr oder weniger wertlos ist, denn es gibt Einsatzbedingungen, bei denen die durch die Behältergröße vorgegebene Ölmenge oft mehr als 1Ofach größer sein muß als durch die Faustformel bestimmt. Hinweise.
wie die .Probleme „großer ölmengen, d.h. deren Nachteile, vermieden werden können, sind dieser Liter^turstelle nicht zu entnehmen.
Es wurde auch schon vorgeschlagen, die Kühlung des Öles einer Hydraulikanlage temperaturabhängig zu regeln (GB-PS 13 96778t Bei diesem Vorschlag wird in einem großvolumigen ölbehälter ein kleinvolumiger Ölbehälter angeordnet, und es ist ein motorbelüfteter ölkühler vorgesehen. Ein temperaturabhängig betätigbares Ventil sorgt dafür, daß beim Anfahren der Anlage öl zunächst nur im kleinen Behälter unter Energieverlust zirkuliert und den ölkühler nicht passiert, so daß rasch Betriebstemperaturen erreicht werden. Erst mit zunehmender Betriebssteigerung wird auch der größere ölbehälter mit in Betrieb genommen und schließlich der ölkühler in den ölkreislauf eingeschaltet Diese bekannte Hydraulikanlage ist außerordentlich aufwendig and vermag nicht, zu kleinen ölmengen zu führen.
Ausgehend von diesem bekannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannte Kühler- und Vorratsbaueinheit für Öl so weiterzubilden, daß sie die Vorteile von Vorratsbehältern mit zusätzlichen Kühlaggregaten und die Vorteile von Vorratsbehältern ohne solche Kühlaggregate unter Vermeidung der Nachteile beider Systeme in sich vereinigt
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Vorratsbehälter ein ölfassungsvermögen von weniger als dem 2fachen der Pumpenfördermenge pro Minute aufweist, daß der Zulauf- und der Ablaufraum durch eine Trennwand geteilt sind, daß in der Trennwand wenigstens eine in Bodennähe des Vorratsbehälters angeordnete Kommunikationsöffnung vorgesehen ist, die mittels einer durch temperaturabhängig gesteuert betätigbare Stellmittel bewegbare Klappe bei sinkender öltemperatur zunehmend geöffnet, bei steigender öltemperatur zunehmend verkleinert bzw. geschlossen ist, daß der ölkühler unterhalb des Vorratsbehälter angeordnet ist und die ölkühlung nur durch Luftkonvektion erfolgt und daß der Zulauf- und der Ablaufstutzen trichterförmig erweitert sind und den Mündungen der zum ölkühler führenden Anschlußleitungen haubenariig gegenüberstehen.
Durch die Erfindung wird ein kleinvolumiger ölbehälter, bspw. mit einem Fassungsvermögen von weniger als dem zweifachen der Pumpenfördermenge pro Minute, als vorteilhaft erwiesen. Dieser vermeidet alle Nachteile großvolumiger Behälter, wie hohes Gewicht, verlängerte Anfahrzeit mit unwirtschaftlichem Betriebsverhalten usw. Dies ist möglich, weil mit dem ölbehälter ein Kühlsystem integriert ist, welches seinerseits jedoch ohne jegliche Antriebsaggregate arbeitet und infolgedessen die Nachteile dieser bekannten Kühlaggregate umgeht. Der kleinvolumipe erfindungsgemäß ausgebildete ölbehälter wird infolge der Trennwand in zwei Räume aufgeteilt Infolge des sehr kleinen Behältervolumens erreicht das öl bereits nach sehr kurzer Betriebszeit seine Solltemperatur. Während der Anfahrzeit und bei geringen hydraulischen Belastungen (hydraulischen Verlusten) ist die Kommunikationsöffnung in der Trennwand geöffnet, so daß das öl ungehindert vom Zulaufraum zum Ablaufraum und von dort direkt zum ölansaugstutzen gelangt
Mit steigender öltemperatur bis zur etwa optimalen öltemperatur treten die Stellmittel für die Klappe in der Trennwand in Tätigkeit und beginnen, die Kommunikationsöffnung zunehmend zu schließen. Ein entsprechender Teilölstrom beginnt durch den Kühler zu fließen und vermischt sich mit dem Teilölstrom, der durch die Kommunikationsöffnung geströmt ist, im Ablaufraum.
Bei heißem ölzustand schließt sich die Klappe in der
Trennwand ganz, wodurch- der gesamte ölstrom über
den Kühler geführt wird. Je nach öltemperatur wird die Luft entsprechend erwärmt Entsprechend der erzeugten Lufttemperatur im Schacht entsteht ein entsprechender Luftstrom mit entsprechender Luftgeschwindigkeit, die wiederum eine entsprechende Wärmeübergangszahl an den Rohrwandungen hervorruft Mit den sich eingestellten Temperaturdifferenzen zwischen Öl und Luft stellen sich entsprechende Wärmeübertragungsleistungen und damit eine entsprechende ölabkühlung ein, die nach entsprechender Auslegung des Kühlsystems und des Luftschachtes so weit geht daß nur öl mit optimaler Temperatur in die Zuleitungen zur Pumpe gelangt Normalerweise wird man die Dimensionierung so vornehmen, daß die Ölkühlung im Kühler unter der optimalen öltemperatur liegt Beim Absinken
der öltemperatur in der Rücklaufleitung zur Pumpe wird der thermische Auftrieb verringert und damit die Kühlung des Öles, das führt dazu, daß die Klappe in der Trennwand sich wieder öffnet und ein Teilstrom (oder auch der Gesamtstrom) jetzt wieder durch diese
öffnung hindurchfließt und so gekühltes sowie ungekühltes öl zur optimalen öltemperatur vor der Pumpe sich vermischen.
Je nach Betriebssituation kann somit die Kommunikationsöffnung erfindungsgemäß durch die Klappe periodisch geöffnet und geschlossen werden bzw. mit Hilfe der Klappe im Sinne einer Regelstellung teilweise geöffnet gehalten werden. Je nach Situation fließt dann das öl entweder ausschließlich durch die Ölleitungen im schachtartigen Gehäuse und wird vollständig gekühlt bevor es in den Ablaufraum des Vorratsbehälters gelangt oder aber es fließen Teilströme durch die Kommunikationsöffnung und Teilströme durch die Ölleitungen im schachtartigen Gehäuse. Auf diese Weise stellt sich nach kurzer Anlaufzeit auch bei extrem schwankenden Belastungszuständen der Hydraulikanlage konstant bleibende öltemperatur ein, indem sich die Kühlung automatisch steigert, wenn die öltemperatur anzusteigen beginnt.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung sind die Ablauf- und Zulaufstutzen, die in den Vorratsbehälter ragen, trichterförmig erweitert und stehen den Mündungen der Ölleitungen haubenartig gegenüber. Auf der Ölzulaufseite hat dies den Vorteil einer besonders günstigen ölberuhigung, während auf der Ablaufseite die Saugwirkung der Pumpe der Hydraulikanlage in
gewissem Umfange den Mündungen der Ölleitungen
mitgeteilt wird, so daß der ölumlauf eine zusätzliche treibende Komponente erhält
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung sind als Stellmittel für die Klappe Bimetallbügel oder -federn, thermohydraulische Stellglieder, temperaturabhängig arbeitende Federn oder elektromagnetische Stellglieder vorgesehen, wobei die Temperaturkühler der thermohydraulischen und elektromagnetischen Stellglieder
außerhalb des Vorratsbehälters im ölstrom der Hydraulikanlage angeordnet sind.
Für die gesteuerte Betätigung der Klappe, welche die Kommunikationsöffnung öffnet bzw. schließt, können untei jchiedliche Stellmittel eingesetzt werden. Bimefallbügel oder -federn sind anwendbar. Andere, aus einem Metall gefertigte Dehnungsfedern können ebenfalls benutzt werden. Beide Arten von Betätigungsmitteln oder Stellmitteln können ggfs. von Hand
voreingestellt werden. Bei Verwendung von thermohydraulischen oder elektromagnetischen Stellgliedern besteht die Möglichkeit, die Temperaturfühler außerhalb des Vorratsbehälters an entsprechenden geeigneten Stellen der Hydraulikanlage anzuordnen und darüber hinaus ist es möglich, die Progression der Stellwertübermittlung zu verändern. Dies ist von Vorteil, wenn mit öl unterschiedlicher Qualität bzw. unterschiedlicher Solltemperatur etw» in unterschiedlichen Jahreszeiten gearbeitet wird.
Besonders vorteilhaft ist weiterhin, daß die Proportionalität der Verbindung zwischen Temperaturfühler und Stellglied von Hand verstellbar ist.
Vorteilhaft ist weiterhin, daß die Achse des Vorratsbehälters waagerecht verläuft, denn er läßt sich dann einfach fertigen und ist insbesondere auch bei Behältern, die mit unterbarometrischem oder überbarometrischem Druck arbeiten, leicht drucksicher zu gestalten.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist der Zulaufraum des Vorratsbehälters größer als der Ablaufraum. Dies hat den Vorteil, daß die Luft- und Fremdkörperabscheidung aus dem Rücklauföl bei geringer Fülistandshöhe und großer Oberfläche stattfinden kann.
Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäß ausgebildeten Kühler- und Vorratsbaueinheit sind in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 — eine Schema-Seitenansicht,
F i g. 2 - eine Schema-Schnitt-Ansicht,
F i g. 3 — eine weitere Ausgestaltung in Schema-Seitenansicht,
F ig. 4 - die Ausgestaltung gemäß Fig. 3 in Schema-Frontansicht,
Fig.5 bis 8 — jeweils zwei weitere Ausgestaltungen in Schema-Seiten- bzw. Schema-Frontansicht,
F i g. 9 bis 12 - unterschiedliche Ausführungsbeispiele einer Einzelheit der Kühler- und Vorratsbaueinheit gemäß F i g. 1 bis 8.
Die Figuren zeigen eine Kühler- und Vorratsbaueinheit 1 für eine Hydraulikanlage stationärer oder mobiler Betriebsweise, welche einen Vorratsbehälter 2 aufweist, der durch eine Trennwand 3 in einen Zuiaufraum 4 und einen Ablaufraum 5 getrennt ist. In der Trennwand 3 befindet sich wenigstens eine Kommunikationsöffnung 6, die mittels einer Klappe 7 geöffnet oder geschlossen werden kann oder aber auch in Mittelstellung der Klappe eine Drosselfunktion erfüllen kann. In den Zulaufraum 4 mündet ein ölzulaufstutzen 8 und in den Ablaufraum 5 ein Ölablaufstutzen 9. Beide Stutzen 8, 9 sind in das Innere des Vorratsbehäiters hinein verlängert und weisen an ihren Enden haubenförmige Erweiterungen 10 auf.
F i g. 1 zeigt, daß die Teilräume 4 und 5 des Vorratsbehälters 2 mit Über- bzw. Unterdruck-Sicherheitsventilen 11 versehen sein können.
Die haubenförmigen, trichterförmigen Erweiterungen 10 stehen jeweils im Boden des Vorratsbehälters 2 ausmündenden Ölleitungen 12 gegenüber. Wenigstens ein Teil dieser Ölleitungen 12 ist gemäß F i g. 1 und 2 als geneigt angeordnetes Rohrbündel 13 ausgebildet, welches am oberen und unteren Ende durch rohrförmige Sammler 14 zusammengefaßt ist Zur Erzielung großer Wärmeübertragungsflächen sind zumindest die einzelnen Rohre des Rohrbündels 13 mit vergleichsweise kleinem Querschnitt gegenüber den anderen Ölleitungen 12 gewählt, jedoch ist Sorge getragen, daß der Summenquerschnitt groß genug ist, um keinen unzulässigen ölströmungswiderstand zu erzeugen.
Die Ölleitungen 12 bzw. 13 sind in einem schachtartigen Gehäuse 15 untergebracht, welches bei der Ausführung gemäß F i g. 1 und 2 auch den Vorratsbehälter 2 umschließt. Durch die öltemperatur und dadurch, daß die Rohre des Rohrbündels 13 gegenseitige Abstände haben, entsteht im schachtartigen Gehäuse 15 eine Konvektionsströmung von unten nach oben (siehe Pfeile 16 in F i g. 1 und 2).
Die F i g. 3 und 4 zeigen eine Alternativausgestaltung, bei der das Rohrbündel 13 lotrecht verläuft. Zusätzlich ist die untere öffnung des schachtartigen Gehäuses 15 mit vorzugsweise von Hand verstellbaren Drosselklappen 17 ausgerüstet. Bei dieser Ausgestaltung kann
extreme Kühlleistung bei voll geöffneten Drosselklappen 17 erzielt werden, während bei niedriger Umgebungstemperatur eine reduzierte ölkühlung mit entsprechend in Drosselstellung verdrehten Drosselklappen 17 gewählt werden kann.
Die F i g. 5 und 6 zeigen Alternativlösungen der Kühler- und Vorratsbaueinheit 1, wobei das Rohrbündel 13 ein vergleichsweise geringes Gefälle aufweist und der Vorratsbehälter 2 außerhalb des schachtartigen Gehäuses 15 angeordnet ist. Weiterhin ist angedeutet, daß die
Klappe 7 Stellmittel 18 aufweist, die über einen Temperaturfühler 19 betätigt werden, welcher außerhalb des Vorratsbehälters 2, vorzugsweise in der zur Pumpe führenden Leitung liegt. In die Verbindung zwischen Temperaturfühler und Stellglied 18 ist ein
Steuerungs-, ggfs. Verstärkungsglied 20 eingeschaltet, welches einen von Hand einstellbaren Knopf 21 zeigt, der dafür sorgt, daß die Übertragungsproportionalität zwischen dem Temperaturfühler 19 und dem Stellglied 18 änderbar isi. Die beschriebene Ausgestaltung eignet sich entweder für elektrische oder thermohydraulische Stellglieder 18.
Die F i g. 7 und 8 zeigen eine Alternativgestaltung der Kühler- und Vorratsbaueinheit 1, bei welcher anstelle der Rohrbündel 13 Lamellen 22 im schachtartigen Gehäuse 15 vorgesehen sind.
In F i g. 9 ist eine Kommunikationsöffnung 6 in einer Einzelheit gezeigt, deren zugehörige Klappe 7 mit Hilfe einer Bimetallfeder 23 als Stellglied 18 betätigt wird.
Bei der Ausführung gemäß F i g. 10 wird die Klappe 7 ohne Ferntemperaturfühler 19, gemäß F i g. 5 durch ein thermohydraulisches Stellglied 18 bewegt.
Bei der Ausgestaltung gemäß F i g. 11 dient als Stellglied 18 ein Elektromagnet 24, der gemäß F i g. 5 vor- und ansteuerbar ist.
so Fig. 12 zeigt ein Ausführungsbeispiel für ein Stellglied 18, das in Form einer Wendelfeder ausgebildet ist, die aus einem einzigen Werkstoff gefertigt ist und die bei Temperaturanstieg durch Dehnung zur Klappenbewegung führt
Die Trennwand 3 kann mehrere Kommunikationsöffnungen 6 aufweisen, die wahlweise gemäß Fig. 12 unmittelbar am Boden oder gemäß Fig.9 bis 11 in Bodennähe vorgesehen sein können. Es können bei mehreren Kommunikationsöffnungen 6 einheitliche Stellglieder 18 oder aber unterschiedliche Stellglieder 18 verwendet werden, um bspw. eine Grobsteuerung, etwa durch einfache Bimetalle 23 oder thermohydraulische Stellelemente gemäß F i g. 10, zu bewirken und eine überlagerte Feinsteuerung durch die Ausführung gemäß F i g. 11 vorzunehmen.
Erfindungsgemäß wird mit der Kühler- und Vorratsbaueinheit 1 nicht nur eine erhebliche Verringerung der erforderlichen ölmenge bzw. des Füllvolumens des
Vorratsbehälters 2 erzielt, sondern auch erhebliche Betriebseinsparungen, weil die auszuwechselnden ölmengen gering sind. Der besondere Vorteil ergibt sich bei intermittierend betriebenen Anlagen, weil die Anfahrverluste nur noch Bruchteile der Anfahrverluste betragen, die bei großen ölmengen auftreten.
Gemäß Fig.4 ist arn unteren Sammler 14 eine Schraubverschlußkappe 25 seitlich angeordnet. Diese erlaubt ein bequemes Ablassen des Öles beim Ölwechsel und eine bequeme Reinigung der dort abgelagerten Fremdstoffe.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Kühler- und Vorratsbaueinheit für öl einer stationären und/oder mobilen Hydraulikanlage mit einem Vorratsbehälter, der in einen Zulauf- und einen Ablauf raum unterteilt ist, der wenigstens einen in den Zulaufraum ragenden Zulaufstutzen, einen zur Pumpe der Hydraulikanlage führenden, in den Ablaufraum ragenden Ablaufstutzen, Anschlüsse für VentileJnrichtungen und insbesondere einen Lecköl-Zulaufstutzen aufweist, mit einem ölkühler, der räumlich unmittelbar an den Vorratsbehälter angebaut und diesem über Anschlußleitungen bypassartig zugeschaltet ist und der große Wärmeübertragungsflächen bildende Ölleitungen aufweist, die den Ablaufraum und den Zulaufraum nach Art kommunizierender Räume verbinden, wobei die Wärmeübertragungsflächen innerhalb eines schachtartigen Gehäuses angeordnet sind und mit diesem zur ölkühlung zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (2) ein ölfassungsvermögen von weniger als dem 2fachen der Pumpenfördermenge pro Minute aufweist, daß der Zulauf- und der Ablaufraum (4, 5) durch eine Trennwand (3) geteilt sind, daß in der Trennwand (3) wenigstens eine in Bodennähe des Vorratsbehälters (2) angeordnete Kommunikationsöffnung (6) vorgesehen ist, die mittels einer durch temperaturabhängig gesteuert betätigbare Stellmittel (18) bewegbare Klappe (7) bei sinkender öltemperatur zunehmend geöffnet, bei steigender öltemperatur zunehmend verkleinert bzw. geschlossen ist, daß der ölkühler unterhalb des Vorratsbehälters (2) angeordnet ist und die ölkühlung nur durch Luftkonvektion erfolgt und daß der Zulauf- und der Ablaufstutzen (8, 9) trichterförmig erweitert sind und den Mündungen der zum ölkühler führenden Anschlußleitungen (12) haubenartig gegenüberstehen.
2. Kühler- und Vorratsbaueinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Stellmittel (18) für die Klappe (7) Bimetallbügel oder -federn (23) thermohydraulische Stellglieder (18), temperaturabhängig arbeitende Federn (18) oder elektromagnetische Stellglieder (24) vorgesehen sind, wobei die Temperaturfühler (19) der thermohydraulischen und elektromagnetischen Stellglieder (18,24) außerhalb des Gefäßes (2) im ölstrom der Hydraulikanlage angeordnet sind.
3. Kühler- und Vorratsbaueinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Proportionalität der Verbindung zwischen Temperaturfühler (19) und Stellglied (18) von Hand verstellbar ist.
4. Kühler- und Vorratsbaueinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit einem als beidendig geschlossenes Rohrstück ausgebildeten Vorratsbehälter, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse des Vorratsbehälters (2) waagerecht verläuft.
5. Kühler- und Vonatsbaueinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Zulaufraum (4) des Vorratsbehälters (2) größer als der Ablaufraum (5) ist.
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