DE3102292C2 - Vorrichtung zum rechnergesteuerten Transport von Warensendungen zu auftragsgebundenen Speicherstellen für Kraftfahrzeuge - Google Patents

Vorrichtung zum rechnergesteuerten Transport von Warensendungen zu auftragsgebundenen Speicherstellen für Kraftfahrzeuge

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DE3102292C2 DE19813102292 DE3102292A DE3102292C2 DE 3102292 C2 DE3102292 C2 DE 3102292C2 DE 19813102292 DE19813102292 DE 19813102292 DE 3102292 A DE3102292 A DE 3102292A DE 3102292 C2 DE3102292 C2 DE 3102292C2
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Abstract

Beschrieben wird eine Vorrichtung zum rechnergesteuerten Transport von auftragsgebundenen Warensendungen zu Speicherstellen mit Beladeplätzen für Kraftfahrzeuge mit einem Förderband mit Transferstationen für jede Speicherstelle mit Beladeplatz, wobei an jeder Transferstation ein heb- und senkbarer Arbeitstisch (5) für die Behälter (3) vorgesehen ist und ein Bedienungsgerät (6) für die Behälter, das die Behälter des Stapels in einen fahrbaren Wagen (15) hinter dem Arbeitstisch setzt.

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung /um rechnergesteuerten Transport von auftragsgebundenen, in einem Behälter befindlichen Warensendungen zu auftragsgebundenen Spcieherstellcn mit angeschlossenen Belacleplätzen für Kraftfahrzeuge mit einem Förderband mit Transfcrslalioncn für jede Speicherstcl-Ic mit Beladeplaiz.
Beim Kommissionieren von Warensendungen besteht das Problem, die in den Behältern auftragsgebundencn befindlichen Warensendungen derart in Kraftfahrzeuge zu laden, daß diese jeweils mit möglichst wenig Umwegen ihre Fracht abgeben können.
Bei einer bekannten derartigen Vorrichtung werden die auftragsgebundenen kommissionierten Behälter über ein Förderband an Transferstationen vorbeigeführt, wo die Behälter t'if Rollenförderer übergeben werden. Ein Beladeplatz für ein Kraftfahrzeug hat neben sich jeweils zwei derartige Rollenförderer, so daß jedes Kraftfahrzeug von rechts oder links mit den Behältern beladen werden kann. Die Übergabe der Behälter an die Rollenförderer über die Transferstationen erfolgt rechnergesteuert (DE-Z. «Fördern und Heben«. 1964. Heft 3. Seilen 138-144).
An dieser Vorrichtung ist es insbesondere nachteilig, daß in einer solchen Verladchalle relativ viel Platz als Parkplatz für die Kraftfahrzeuge direkt neben dem Förderband verloren geht Auch ist die Speicherkapazitat der Rollenförderer begrenzt, weil diese praktisch nur so lang Sein dürfen, wie die Länge der Kraftfahrzeuge beträgt. Andernfalls wird unnötig viel Raum der Verladehalle verbraucht der für das Rangieren der Kraftfahrzeuge, gegebenenfalls auch LKWs, verlorengeht und das Beladen der Kraftfahrzeuge ist zn mühsam. Ein weiteres Problem entsteht dadurch, daß jeder Behälter vom Rollenförderer von Hand in das Kraftfahrzeug transportiert werden muß. Der betreffende Fahrer braucht hierfür also sehr viel Zeit, die für die eigentliche Fahrtzeit nicht mehr zur Verfügung steht. Schließlich ist die Speicherkapazität dieser bekannten Vorrichtung begrenzt, und zwar wegen der erwähnten, begrenzten Länge und Anzahl der Rollenförderer. Die Anzahl der Rollenförderer kann nicht vergrößert werden, weil dann kein Parkplatz für die Kraftfahrzeuge direkt neben den Rollenförderern mehr zur Verfügung stehen würde.
Die DE-OS 28 15 459 beschreibt eine Speichervorrichtung für Warenbehälter mit einem heb- und senkbaren Arbeitstisch, der in einer Unterbrechung eines Förderbandes in dessen Warcnfluß vorgesehen ist. Sobald ein in einem Turm zu stapelnder Behälter auf dem Arbeitstisch anlang·., wird dieser angehoben und führt diesen Behälter einer Haltevorrichtung über dem Arbeitstisch zu. Dort wird auf diese Weise ein Turm der Behälter ausgebildet. Nachteilig hieran ist es aber, daß der Transportfluß der Behälter bei jeder Heb- und Senkbewegung des Arbeitstisches unterbrochen wird, so daß während dieser Zeitspanne keine neuen Behälter
■J5 dem Arbeitstisch zugeführt werden dürfen und auch in Transportrichtung hinter diesem Arbeitstisch vorgesehene Stationen keine neuen Behälter erhallen können. Dieses System läßt sich daher nicht bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art anwenden, bei
to der dem Förderband eine große Anzahl von Transfer-Stationen zugeordnet ist.
Die DE-Z. »Industrie-Anzeiger«. 95. Jahrgang. Nr. 58 vom 13.7.1973. Seiten 1345 bis 1349, beschreibt die Prinzipdarstcllung eines Kommissionicrsystcms mit statischer Bereitstellung, eindimensionaler Fortbewegung, mechanischer Entnahme und dezentraler Abgabe, wobei ein auf Schienen längs eines Förderbandes verfahrbares Kommissioniergerät vorgesehen ist. das Telcskoparmc mit Saugern hat, mit deren Hilfe die neben dem Förderband gelagerten Waren auf das t'örderband abgelegt werden können. Für die Bedienung einer Vorrichtung mit den eingangs genannten Merkmalen dürfte sich dieses Gerät nicht eignen, insbesondere weil seine Bedienungsgeschwindigkeit für die oft sehr schnell aufeinander auf dem Förderband folgenden Behälter nicht ausreichend sein dürfte.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu verbessern, so daß der in einer solchen Verladehallc vorhandene Platz anschließend an das Förderband optimal genutzt werden kann, wobei die Verladung der auftragsgebunden zusammengestellten Warensendungen von den Speicherstellen bis zum Fahrzeug weitgehend automatisiert werden soll.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Transferstation und neben dem Förderband ein heb- und senkbarer Arbeitstisch für die Behälter vorgesehen ist und daß ein Bcdicnungsge-
rät für die aui dem Arbeitstisch gestapelten Behälter vorgesehen ist. das die Behälter des Stapels in einen fahrbaren Wagen hinter dem Arbeitstisch setzt.
Die Parkplätze für die Kraftfahrzeuge direkt neben dem Förderband können somit entfallen. Statt dessen werden dort zusätzliche Arbeitstische mit Bedienungs- «eräien vorgesehen, wodurch der zur Verfugung Gehende und naturgegeben begrenzte Platz bedeutend besser ausgenutzt wird. Es wird auch auf eine auftragsgebundene Speicherung der Behalter in horizontaler Richtung, d.h. auf den Rollenförderern der bekannton Vorrichtung, verzichtet. Statt dessen werden die Behälter auftragsgebunden in der Höhe gespeichert wo ausreichend Platz zur Verfügung steht. Die auf den Arbeitstischen zu Türmen gestapelten Behälter werden dann vom Bedienungsgerät in den fahrbaren Wagen eingesetzt, der dann als solcher in den LKW verladen werden ksnn. Die Parkplätze für die LKWs befinden sich also vom Förderband aus gesehen hinter den Arbeitstischen und den fahrbaren Wagen. Sie können Haber auch außerhalb der Verladehalie sich befinden, wo im allgemeinen genügend Platz ist. Das Beladen der gefüllten, fahrbaren Wagen in den LKW erfolgt über ein »eei«netes Hebezeug, beispielsweise eine Hcueplatt-Form des LKWs. Der Fahrer braucht jetzt nur noch die mit den Behältern gefüllten, fahrbaren Wagen auf diese ladeplattform aufzusetzen und dann bei angehobener Ladeplattform auf die Ladefläche seines LKWs zu fahren. Besonders vorteilhaft ist es. daß. bedingt durch die angegebenen Maßnahmen, ein um ein Vielfaches vergrößerter Speicherplatz für die Warensendungen zur^Verfügung steht, so daß beispielsweise auch über Nacht die fahrbaren Wagen automatisch oder halbautomatisch gefüllt werden können, so daß die LKWs dann am nächsten Morgen schnell beladen werden können. Mau braucht also mit der Übergabe der Behälter an das Krafifahr/eug nicht so lange zu warten, bis der Fahrer mil seinem Wagen zur Verfügung steht.
Aus Kostengründen empfiehlt es sich, wenn die Bcdicnungsgc-äte fahrbar sind um jeweils mehrere länüs des Förderbandes nebeneinander befindliche Arbeitstische zu bedienen.
Aus demselben Grunde wird es bevorzugt, wenn die Behälter turmartig übereinander gestapelt werden. Um dies auf einfache Weise zu erreichen, können über dem Arbeitstisch an dessen Gestell fedccbclastetc Rastklinken für die Behälter vorgesehen sein.
Weil die fahrbaren Wagen aus Plalzgründcn am besten so angeordnet werden, daß ihre Schmalseite zu ihrem Arbeitstisch wein, sollen die Grcifarmc des Bcdienungsgerätes in einer horizontalen Ebene um schwenkbar sein. Es können dann die kistenförmigcn Behälter platzsparend im Wagen gestapelt werden.
Zum Transportieren der Behälter vom Arbeitstisch in den fahrbaren Wagen wird es bevorzugt, wenn die Greifarme des Bcdienungsgeräis an einem an sich bekannten Teleskoparm befestigt sind.
Damit die vom Förderband mittels der Transferstation auf den Arbeitstisch übergeführten Behälter dort ihre ordnungsgemäße Ruhelage einnehmen und nicht gegebenenfalls wieder zurückfedern, wird es bevorzugt, wenn der Arbeitstisch gegenüber der Horizontalen vom Förderband hinweg leicht nach unten geneigt ist, wobei hinter der tiefsten Stelle des Arbeitstisches ein Anschlag für die Behälter vorgesehen ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispicls iii^cr erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine Draufsicht auf eine Verladehalie mit Förderband, gruppenweise angeordneten Arbeitstischen und jeder G ruppe zugeordnetea Bedienungsgeraten in einer Draufsicht; . .
F i g 2 eine Seitenansicht eines solchen Arbeitstisches -, mit zugeordnetem Wagen und Bedienungsgerät;
Fig.3 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles A von
Fig 2; -. ■ ■ ■
F i g. 4 eine Draufsicht auf die Situation von F i g. 2; F ig. 5 eine Seitenansicht eines Arbeitstisches -in der ι» Ansicht der F ig. 2.
In Fi» 1 ist ein in Pfeilrichtung \ umlaufendes, endloses Förderband 2 gezeigt, dem kistenförmige Behälter3 (v-;,. Fig.2) mit auftragsgebunden gefüllten Waren von 'einem Kommissionierlager über eine π Eingangsschleife 4 zugerührt werden. Von dort gelangen die Behälter 3 dann an neben dem Förderband 2 aufgestellten Arbeitstischen 5 vorbei, die zu Gruppen zusammengefaßt sind, die in Fig.', mit A bis K bezeichnet sind. Jede Gruppe hat sechs solcher Arbeitstische 5. Hinter jedem Arbeitstisch 5 berindet sich eine Transferstation 17. wie bei der Gruppe G und F i s.! angedeutet, die die betreffenden Behälter 3 vom Förderband 2 auf einen dieser Arbeitstische 5-einer bestimmten Gruppe ausstößt, wenn der Rechner einen entsprechenden Befehl gibt.
Jeder Gruppe der Arbeitstische ist außerdem ein in Fig.2 bis 4 gezeigtes Bedienungsgerät 6 zugeordnet. Dieses läuft auf Schienen parallel zu jeder Gruppe, so daß es jeweils einen der Arbeitstische 5 seiner Gruppe jo bedienen kann, jedes Bedienungsgerät 6 besteht grundsätzlich aus zwei gabelförmigen Teleskoparmen 7, 8. desen innere Arme in Richtung eines Doppelpfeiles 9 teleskopartig verschiebbar sind. An den Enden der Teleskoparme 8 sind Greifarme 10 für die Behälter 3 angeordnet.
Die Arbeitstische 5 bestehen im wesentlichen aus einer heb- und senkbaren Plattform 11. die nach hinten etwas geneigt ist, so daß von den Transferstationen 17 auf die Arbeitstische geförderte Behälter 3 gegen einen ^O hinteren Anschlag 12 gelangen und auf dem Arbeitstisch 5 ihre Ruhelage einnehmen. Der Arbeitstisch 5 wird danr. um <■·!: Höhe eines Behälters 3 angehoben, so daß in Fig.5 angedeutete, iederbclastete Rastklinker» 13 unter den oberen, nach außen umgebogenen Rand der Behälter 3 greifen und diesen Behälter 3 dadurch halten. Anschließend fährt der Arbeitstisch 5 mit seiner Hubsäulc 14 wieder nach unten in seine Ausgangslage. Kommt dann der nächste Behälter 3 auf den Arbeitstisch 5. so wird dieser wiederum um die Höhe eines Behälters 3 angehoben, wodurch der vorher angehobene Behälter 3 nach oben angehoben wird, bis der jetzt unterste Behälter wieder auf den Rastklinken 13 aufruht u. s. f. Dadurch wird ein Turm von Behältern gestapelt, wie in F i g. 2 angedeutet. Dies erfolgt rechnergesteuert bei allen Arbeitstischen der gesamten Schlf ife des Förderbandes 2. Gleichzeitig arbeiten die Bedienungsgeräte 6 die auf den Arbeitstischen 5 entstehenden Türme ab, indem sie den jeweils obersten Behälter jedes Turmes nach oben abheben, bo nach hinten über c.ien fahrbaren Wagen 15 bringen und dort absetzen. Vorher wurden die Behälter 3, wie in F i g. 4 angedeutet, in Richtung des Doppelpfeiles i6 um 90°Dgedreht. Sie passen dann besser in der, Grundriß der Wagen 15. Jedes Bedienungsgerät 6 hat einen t>5 Mikroprozessor und stabelt die Behälter 3 in den Wagen 15 von hinten nach vorne. Der Endzustand ist in F i g. 2 gezeigt. Die Wagen 15 sind fahrbare Gitterboxe, d. h. sie sind vorne und oben offen und haben an den
Seiten Gilterwände. Die gefüllten Wagen 15 können anschließend als solche in einen LKW versetzt werden. Hinler jedem Arbeitstisch 5 ist ein solcher Wiigen 15 vorgesehen, leder LKW wird vorzugsweise einer der Gruppen Λ Kder Arbeitstische 5 zugeordnet.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum rechnergesteuerten Transport von auftragsgebundenen, in einem Behälter befindlichen Warensendungen zu auftragsgebundenen Speicherstellen mit angeschlossenen Beladeplätzen für Kraftfahrzeuge mit einem Förderband mit Transferstationen für jede Speicherstelle mit Beladeplatz, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Transferstation (17) und neben dem Förderband (2) ein heb- und senkbarer Arbeitstisch (5) für die Behälter (3) vorgesehen ist. und daß ein Bedienungsgerät (6) für die auf dem Arbeitstisch (5) gestapelten Behälter (3) vorgesehen ist. das die Behälter (3) des Stapels in einen fahrbaren Wagen (15) hinter dem Arbeitstisch (5) setzt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die Bedienungsgeräte (6) fahrbar sind und jeweils mehrere längs des Förderbandes (2) nebeneinander; befindliche Arbeitstische (5) bedienen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß über dem Arbeitstisch (5) an dessen Gestell federbelastete Rastklinken (13) für die Behälter (3) vorgesehen sind
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß Greifarwie (10) des Bedienungsgerätes (6) in einer horizontalen Ebene um 90" schwenkbar sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 4. dadurch gekenn.: ;ichnci. daß Greifarme (10) des Bcdicnungsgcrätcs (6) an einem ~u* sich bekannten Tclcskoparm (7,8) befestigt sind.
b. Vorrichtung nach einem icr Ansprüche 1 bis 5. dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitstisch (5) gegenüber der Horizontalen vom Förderband (2) hinweg leicht nach unten geneigt ist und daß hinter der tiefsten Stelle des Arbeitstisches (5) ein Anschlag (12) für die Behälter (3) vorgesehen ist.
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