DE3101407C2 - Stoffauflauf für eine Papiermaschine - Google Patents

Stoffauflauf für eine Papiermaschine

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Hans Dipl.-Ing. Dr. 7980 Ravensburg Dahl
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Abstract

Die Stoffauflaufvorrichtung enthält eine starre untere Lippe (6), welche gegen eine über eine rotierende Walze (11) geführte Entwässerungsfläche (Sieb 10) gerichtet ist, und eine starre obere Lippe (7) mit einem starren Lippenteil (7b), welcher mit einem der unteren Lippe (6) stromabwärts benachbarten Abschnitt der Entwässerungsfläche (Sieb 10) einen Blattbildungsraum (17) begrenzt. Der Lippenteil (7b) ist im Bereich des Blattbildungsraumes (17) mit quer zur Strömungsrichtung (Pfeil 18) verlaufenden stufen- bzw. nutenartigen Vertiefungen (21) zur Bildung von Rezirkulationswirbeln versehen, welche die Randströmung der Stoffflüssigkeit tragen. Entsprechend wird der Einfluß der Wandreibung auf die Strömungsgeschwindigkeit praktisch aufgehoben, wodurch - bei entsprechend der Laufgeschwindigkeit der Entwässerungsfläche (Sieb 10) eingestellter Strömungsgeschwindigkeit - eine gleichmäßige Formierung der suspendierten Stoff fasern in Längs- und Querrichtung des zu erzeugenden Papiers gewährleistet wird.

Description

Die Erfindung betrifft einen Stoffauflauf entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Bei einem bekannten Stoffauflauf dieser Art w;.bt der vom Ausgangsspalt stromabwärts über einen Teil des Umfangs der rotierenden Walze verlaufende äußere Lippenteil eine über seine ganze Länge glatte Innenfläche auf (DE-OS 28 32 023). Bei derartigen Ausführungen kann in dem entlang dem äußeren Lippenteil verlaufenden, äußeren Randbereich der Strömung eine durch Wandreibung verursachte Verringerung der Strömungsgeschwindigkeit beobachtet werden, wobei die in der Suspension befindlichen Stoffasern. insbesondere bei höheren Strömungs- bzw. Maschinengeschwindigkeiten, sich zunehmend in Strömungsrichtung orientieren, wodurch die Reißfestigkeit des zu erzeugenden Papiers qaer zur Strömungsrichtung bzw. zur Laufrichtung des Entwässerungssiebs beeinträchtigt werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen in dieser Hinsicht verbesserten Stoffauflauf zu schaffen.
bei dem eine möglichst über den ganzen Querschnitt des Bahnbildungsraumes gleichbleibende Strömungsgeschwindigkeit erzielt und damit auch bei hohen Strömungs- bzw. Maschinengeschwindigkeiten eine gleichmäßige Formierung der Stoffasern in Längs- und Querrichtung des zu erzeugenden Papiers gewährleistet wird.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs I bzw. 2 angegebene Erfindung gelöst. Durch die erfindungsgemäßc Ausbildung des den Bahnbildungsraum überragenden Lippenteiles entsichi im Bereich der Vertiefung ein Rezirkulationswirbcl. weicher die entlang dem Lippenteil verlaufende Randströmung der Stoffflüssigkeit trägt, so daß der Einfluß
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der Wandreibung auf den Randbereich des über den Querschnitt des Bahnbildungsraumes sich erstreckenden Geschwindigkeitsprofiles entsprechend reduziert wird. Dadurch wird zumindest in dem an die Vertiefung stromabwärts anschließenden Abschnitt des Bahnbil- -dungsraumes eine Verringerung der Strömungsgeschwindigkeit im Randbereich vermieden bzw. verhindert.
Der erfindungsgemäß ausgebildete Stoffauflanf gewährleistet auf besonders einfache und kostengünstige Weise eine Vergleichmäßigung der Faserorientierung. Dabei können die Vorteile der Erfindung mit geringem Aufwand auch z. B. in Anlagen mit bestehenden Saugformern oder Saugbrustwalzenformern erzielt werden, indem etwa der vorhandene Uppenteil mit glatter Innenfläche durch einen erfindungsgemäß ausgebildeten Uppenteil srsetzt oder durch entsprechende Nachbearbeitung im Sinne der Erfindung umgebaut wird. Da die bei bisherigen Anlagen im Bahnbildungsbereich auftretenden Probleme der Faserorientierung praktisch entfallen, gestattet die erfindungsgemäße Ausführung die Verarbeitung von Stoffflüssigkeiten mit höheren Stoffdichten als bisher.
Die Ausführung nach Anspruch 2 ermöglicht auf besonders einfache Weise einen Umbau eines bestehenden Stoffauflaufs, indem die Erhebung z. B. durch einen Einbauteil mit passender Querschnittsform gebildet ist, der an der glatten Innenfläche eines Lippenteils der bisherigen Art befestigt werden kann.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen 2—7 hervorgehoben.
Bei der Ausführung nach Anspruch 3 kann der Einfluß der Wandreibung im ganzen Bereich des Bahnbildungsraumes praktisch aufgehoben und damit ein über die Höhe des durchströmten Querschnitts des Bahnbildungsraumes nahezu abweichungsfreies, d.h. annähernd rechteckförmiges Geschwindigkeitsprofil erzeugt werden, so daß die Stoffflüssigkeit im Endbereich des äußeren Lipppnteils der zweiten Lippe und im Endbereich der ersten Lippe im wesentlichen mit gleicher Strömungsgeschwindigkeit austritt. Dadurch kann, bei entsprechend der Laufgeschwindigkeit des Entwässerungssiebes eingestellter Strömungsgeschwindigkeit, im Formierbereich ein »Umklappen« von Stoffasern in die Strömungsrirhtung wirksam verhindert werden.
Als besonders strömungsgünstig erweist sich die Ausführung nach Anspruch 4, da die durch die Kanten der Flanken bestimmte Führungsfläche eine lediglich theoretische Begrenzung für d:e auf den Rezirkulationswirbeln rollende Randströmung darstellt.
Die Ausführung nach Anrpruch5 gestattet die Verringerung der Wandreibung auch z. B. innerhalb von sog. »Mehrlagen-Stoffaufläufen«, bei denen bekanntlich zwei oder mehrere verschiedene Stoffarten in verschiedenen, voneinander durch je eine Zwischenwand getrennten Lagen dem Formierbereich zugeführt werden. Durch die an der Zwischenwand vorgesehene Vertiefung kann insbesondere die Bildung einer Grenzschicht zwischen den betreffenden Stofflagen verhindert werden. Ein weiterer Vorteil dieser Ausführung besteht dar= in, daß der zur Erzielung einer vorbestimmten Schichtdicke erforderliche Ausgangsspalt z. B. um die erforderliche Dicke der die Vertiefung begrenzenden Teile der Zwischenwand weiter sein kann als bei bisherigen Ausführungen, da die Dicken der durch die Zwischenwand gelrennten Strömungssch'chten durch die über die Vertiefungen verlaufenden, theoretischen Führungsflächen des Lippenteils und der Zwischenwand begrenzt sind.
Die Ausführung nach Anspruch 5 erfordert somit eine entsprechend geringere Einstellgenauigkeit als bisherige Ausführungen.
Die Ausführung nach Ansprüche ermöglicht einen besonders einfachen Ein- und Ausbau der Zwischenwand und erleichtert insbesondere auch die Inspektion und allfällige Wartung der Halterung.
Die im Anspruch 7 hervorgehobene Form der Vertiefung ist für die Bildung der für die erfindungsgemäße
ίο Führung der Randströmung erforderlichen Mikroturfaulenzen besonders geeignet, wobei die durch die stromaufwärtige Flanke der Vertiefung gebildete plötzliche Erweiterung des Strömungsquerschnitts für die Entstehung des Rezirkulationswirbels besonders zweckmäßig ist, während die Form der stromabwärtigen Flanke der Vertiefung die Ausbreitung des Wirbels bestimmt
Die Erfindung wird anhand von in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen erläuten. Es zeigt
F i g. 1 einen erfindungsgemäß ausgebildeten Stoffauflauf in einem Teilquerschnitt,
F i g. 2 eine Einzelheit aus der F i g. 1 in einer größeren Darstellung,
F i g. 3 b;s 6 entsprechende Einzelheiten von Stoffaufläufen, je in einer anderen Ausführungsform, und
F i g. 7 und 8 Ausschnitte aus weiteren Stoffaufläufen, je in einer anderen Ausführungsform.
Der in der F i g. 1 dargestellte Stoffaufluuf enthält eine Verteilleitung 1. weiche an eine nicht weiter dargestellte Zuführleitung für die Stoffflüssigkeit angeschlossen ist und an welche sich seitlich eine Führungseinrichtung 2 mit zylindrischen, stufenartig ausgeweiteten Durchtrittsöffnungen 3 anschließt Eine entsprechende Verteilleitung, welche nicht zum Gegenstand der Erfindung gehört, ist z. B. aus der DE-AS 26 07 823 bzw. der entsprechenden US-PS 40 87 321 bekannt.
An die Führungseinrichtung 2 schließt sich ein zy einem Ausgangsspalt 4 konvergierender Düsenkanal 5 an.
M> welcher durch eine feststehende, starre untere Lippe 6 und eine zur Einstellung des Querschnitts des Düsenkanals 5 verstellbare, starre obere Lippe 7 begrenzt ist. Die untere Lippe 6 enthält eine an ihrer Spitze in ihrer Längsrichtung verstellbar befestigte starre Platte 8, welehe an ein Sieb 10 herangeführt ist, das über einen Siebzylinder 11 einer nicht weiter dargestellten Bahnbildungseinrichtung einer Papiermaschine geführt ist. Die obere Lippe 7 besteht aus zwei relativ zueinander verstellbaren Lippenteilen Ta und Tb, welche in an sich bekannter Weise an dsr Führungseinrichtung 2 bzw. an der Spitze des Lippenteiles Ta je um die Achse eines zylindrischen Teiles 12 bz'.v. 13 schwenkbar angelenki sind. Dni Lippenteile Ta und Tb sind je gegenüber der unteren Lippe 6 bzw. gegenüber der an diese in der Umlaufrichtung (Pfeii 14) des Siebzylinders 11 snschließenden Partie des Siebes 10 über ein Gestänge 15 bzw. 16 verstellbar, welches mit einer nicht dargestellten Einstellvorrichtung verbiinden ist.
Über die Gestänge 15 und 16 werden in bekannter Weise der Strömungsquerschnitt des Düsenkanals 5 und die Weite des Ausgangsspaltes 4 bzw. der Querschnitt eines zwischen dem Lippenteil Tb und dem durch diesen überdeckten Bereich des Siebes 10 gebildeten, in dessen Umlaufrichtung (Pfeil 14) annähernd sichelförmig kon-
*'j vergierenden Bahnbildungsraumes 17 eingestellt.
Im Betrieb wird dem Stoffauflauf durch die Verteilleitung 1 Stoffflüssigkeit zugeführt, welche durch die Durchtrittsöffnungen 3 gleichmäßig über die in der
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Fig. I senkrecht zur Zeichenebene gemessene Breite des Düsenkanals 5 verteilt und gemäß Pfeil 18 durch den Ausgangsspalt 4 in den Bahnbildungsraum 17 geführt wird. Im Bahnbildungsraum 17 werden in bekannter Weise die in der Stoffflüssigkeit suspendierten Stoffasern auf die durch das Sieb 10 gebildete Entwässerungsfläche aufgelegt, während das Wasser durch die Bohrungen des Siebzylinders 11 abgeleitet wird.
Wie insbesondere aus der F i g. 2 hervorgeht, ist die dem Sieb 10 zugekehrte Innenfläche des Lippenteiles 76 to mit in der Strömungsrichtung hintereinanderliegenden. quer zur Strömungsrichtung verlaufenden nutenartigen Vertiefungen 21 versehen, welche je einen durch zwei Flanken 22,23 und eine Grundfläche 24 gebildeten trapezförmigen Querschnitt aufweisen. Die stromaufwärtigen Flanken 22 der Vertiefungen 21 sind je in einem annähernd rechten Winkel zu der ihnen stromaufwärts benachbarten Partie iüa bzw. 206 der innenfläche und zur betreffenden Grundfläche 24 gestellt, welche mit der stromabwärtigen Flanke 23 einen stumpfen Winkel einschließt. Die Vertiefungen 21 weisen je eine Tiefe T und eine an der Grundfläche 24 in Strömungsrichtung der Stoffflüssigkeit gemessene Breite B auf, welche etwa gleich oder größer ist als die Tiefe T. Die Tiefe Tkann bis etwa 20 mm, z. B. 2,5 mm, betragen. Die Vertiefungen 21 sind voneinander durch die Flächenpartien 206 getrennt, deren in der Strömungsrichtung der Stoffflüssigkeit gemessene Breite C annähernd der Breite B entspricht. Die Flächenpartien 20a, 206 und eine an die stromabwärtig letzte Vertiefung 21 anschließende Flächenpartie 20c liegen in einer durch den Umfang des Siebzylinders 11 bestimmten, leicht gekrümmten Bezugsfläche, welche eine in der Zeichnung strichpunktiert dargestellte, effektive äußere Führungsfläche 20 für die Strömung bildet.
Im Bwrcich jeder der Vertiefungen 2! entstehen Rezirkulationswirbel. auf welchen die praktisch durch die Führungsfläche 20 des Lippenteiis 76 begrenzte Randströmung der Stoffflüssigkeit »abrollt«, so daß im Bereich des Lippenteils 76 der durch Wandreibung verursachte Geschwindigkeitsverlust vernachlässigbar klein wird und die Strömung somit ein über die Höhe des Bahnbildungsraumes 17 gleichmäßig verlaufendes, annähernd rechteckförmiges Geschwindigkeitsprofil aufweist. Bei entsprechend eingestellten Lippenteilen Ta und Tb und entsprechend abgestimmter Stoffflüssigkeitszufuhr tritt daher die Stoffflüssigkeit im Endbereich des Lippenteiles Tb und im Endbereich der Platte 8 praktisch mit der gleichen, der Umlaufgeschwindigkeit des Siebes 10 angepaßten Strömungsgeschwindigkeit aus. Dadurch wird ein bei bisherigen Stoffaufläufen dieser Art — aufgrund einer Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der Randströmung und dem Sieb 10 — mögliches Umklappen der in der Stoffflüssigkeit suspendierten Fasern in die Strömungsrichtung verhindert und eine gleichmäßige Faserorientierung in Längs- und Querrichtung des zu erzeugenden Papiers gewährleistet
In der F i g. 3 ist ein Lippenteil 27 mit Vertiefungen 21 dargestellt, welche zwischen im Querschnitt dreieckförmigen Erhebungen 26 gegenüber der Flächenpartie 20a und den Grundflächen 24 ausgebildet sind Die Grundflächen 24 und Flächenpartie 20a können Teile einer ursprünglich glatten Innenfläche des Lippenteils 27 sein, auf welcher die Erhebungen 26, z. B. in Form von losen Leisten, befestigt sind. Bei dieser Ausführung bestimmen die freien Kanten der Erhebungen 26 den Verlauf der die Randströmung theoretisch begrenzenden Führunesfläche 20.
In der F i g. 4 ist ein Lippenteil 30 mit Vertiefungen 31 dargestellt, bei denen jeweils beide Flanken 22 und 23 annähernd senkrecht zur betreffenden Partie 20a bzw. 206 bzw. 20cder Innenfläche stehen.
Wie aus der F i g. 5 hervorgeht, kann auch ein Lippenteil 33 mit im Querschnitt dreieckförmigen Vertiefungen 34 verwendet werden, welche je durch die annähernd senkrecht zur Führungsfläche 20 gestellte, stromaufwärtige Flanke 22 und eine an diese stromabwärts anschließende zweite Flanke 35 gebildet sind, wobei diese mit der Flanke 22 der stromabwärts benachbarten Vertiefung 34 eine im Bereich der Führungsfläche 20 liegende Kante bildet.
Gemäß Fig.6 kann ein Lippenteil 37 auch mit dreieckförmigen Vertiefungen 38 versehen sein, welche je durch eine annähernd in Strömungsrichtung verlaufende, zur Führungsfläche 20 geneigte Flanke 40 und eine cjücf zur Siröuiüngsnchtüng gestellte, dieser entgegengerichtete Flanke 41 gebildet sind. In diesen Vertiefungen 38, welche keine plötzlichen, stufenartigen Erweiterungen des Strömungsquerschnitts bilden, entstehen entsprechend kleinere Rezirkulationswirbel als bei den vorstehend beschriebenen Ausführungen.
Der in der F i g. 7 dargestellte Stoffauflauf ist mit zwei im Blattbildungsraum 17 angeordneten, diesen in drei Teilräume 17a, 176 und 17c unterteilenden, flexiblen folienartig,?n Zwischenwänden 46 und 47 aus einem leichten Kunststoff versehen, welche je in einer dem Ausgangsspalt 4 benachbarten Halterung 48 befestigt sind. Die Halterungen 48 sind an den stromabwärtigen Enden zweier starrer Zwischenwände 45 ausgebildet, welche in an sich bekannter Weise den Düsenkanal 5 in drei voneinander getrennte, konvergierende Teilkanäle 5a, 56 und 5c unterteilen. Durch diese und die Teilräume 17a, 176, 17c können verschiedene Stoffanen zur Herstellung eines mehrschichtigen Papiers bis kurz vor der Blattbildung in voneinander getrennten Lagen geführt werden. Die Zwischenwände 46 und 47 sind je mit drei bzw. zwei Paar Erhebungen 50 versehen, welche beim dargestellten Beispiel durch an der betreffenden Zwischenwand 46 bzw. 47 beidseitig befestigte, im Querschnitt trapezförmige Leisten gebildet sind, die vorzugsweise ebenfalls aus einem leichten Kunststoff bestehen.
Die Profile der Erhebungen 50 entsprechen annähernd den Profilen der die Vertiefungen 21 des Lippenteils 76 trennenden erhabenen Partien 19 des Lippenteils 76. Die Erhebungen 50 sind beim dargestellten Beispiel je in einem annähernd gleichen Abstand vom Ausgangsspalt 4 wie die jeweils benachbarte erhabene Partie 19 des Lippenteiles 76 angeordnet und bilden mit der betreffenden Zwischenwand 46 bzw. 47 je eine Vertiefung 2Γ gegenüber einer theoretischen Führungsfläche 51, welche durch die in der Strömungsrichtung verlaufenden Außenflächen der Erhebungen 50 bestimmt ist. Somit entstehen auch in den Vertiefungen 21' Rezirkulationswirbel, so daß auch in den durch die Zwischenwände 46, 47 getrennten Schichten der Stoffflüssigkeit der Einfluß der Wandreibung auf die Strömungsgeschwindigkeit praktisch ausgeschaltet wird und jede der Schichten mit einer praktisch über die ganze Schichtdikke konstanten Strömungsgeschwindigkeit auf die Fläche des Siebes 10 auftrifft. Dabei sind die Dicken der einzelnen Schichten allein durch die Abstände zwischen den Ffihrungsflächen 51 bzw. 51 und 20 bestimmt. Entsprechend erfordert die Einstellung der Weite des Ausgangsspaites 4 eine im Vergleich zu bisherigen Ausführungen geringere Genauigkeit, da sich z. B. eine zulässige Abweichung von 1 % der Weite des Ausgangsspalts 4
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nunmehr auf einen um die Dicke der Erhebungen 50 vergrößerten Sollwert bezieht.
Die flexiblen Zwischenwände 46 und 47 können sich in der Strömung, dem Verlauf der Stromlinien entsprechend, selbst optimal einstellen. Um einen Druckaus- s gleich zwischen den Teilräumen 17a, 176 und 17c zu crmöp!:chen. können die Zwischenwände 46 und 47 auch rni'. einigen stellenweise, z. B. /wischen den Erhebungen 50 angeordneten, nicht dargestellten Verbindungsöffnungen versehen sein. Es versteht sich, daß die Zwischenwände 46, 47 mit den Erhebungen 50 auch jeweils einteilig ausgeführt sein können.
Am Lippenteil Ib ist ein Verbindungskanal 43 befestigt, von dem Bohrungen 44 in die stromabwärts letzte Vertiefung 21 führen. Der Verbindungskanal 43 ist an is eine nicht weiter dargestellte Einrichtung zum Zuführen eines Strömungsmittels, z. B. Luft, Wasser oder Suspensionsflüssigkeit, angeschlossen.
Ein Stoffauflauf mit einem in den Strömungsweg der Stoffflüssigkeit mündenden Verbindungskanal, der an eine Luftleitung angeschlossen ist. ist aus der DE-AS 24 48 795 bekannt. Der bekannte Verbindungskanal mündet jedoch in den an die Stoff-Verteilleitung unmittelbar anschließenden, stufenartig sich erweiternden Führungskanal, wobei die zugeführte Luft stromaufwärts des zum Ausgangsspalt konvergierenden Abschnitts des Stoffauflaufs, an der Stelle einer stufenartigen Ausweitung, mit der Stoffflüssigkeit vermischt wird.
Durch den in der F i g. 7 dargestellten Verbindungskanaf 43 kann demgegenüber unmittelbar vor der Blatt- bildung entweder die durch die Geometrie der Vertiefung bestimmte Rezirkulationsströmung wahlweise verstärkt und damit die Wirbelbildung an wechselnde Strömungsverhältnisse angepaßt werden oder — durch Zugabe eines Zusatzstoffes — die Qualität der aus dem Teilraum 17a austretenden Schicht der Stoffflüssigkeit beeinflußt werden.
Bei dem in der F i g. 8 dargestellten Stoffauflauf ist eine den Bahnbildungsraum 17 unterteilende, starre Zwischenwand 53 am stromabwärtigen Ende einer den Düsenkanal 5 unterteilenden, festen Zwischenwand 55 um die Achse eines zylindrischen Teiles 54 schwenkbar angelenkt. Die Zwischenwand 53 ist mit nutenartigen Vertiefungen 31' versehen, welche den entsprechenden Vertiefungen 31 des Lippenteils 30 gegenüberliegen. Bei dieser Ausführung sind die stromabwärtig letzten Vertiefungen 31 über den am Lippenteil 30 befestigten Verbindungskanal 43 an die Strömungsmittelzufuhr angeschlossen. Ferner sind auch die stromabwärts letzten Vertiefungen 31' der Zwischenwand 53 über Bohrungen 56 und einen die Zwischenwand 53 in Strömungsrichtung durchsetzenden Kanal 57 an einen in der Zwischenwand 55 ausgebildeten Verbindungskanal 58 angeschlossen, welcher in an sich bekannter Weise ebenfalls an eine nicht weiter dargestellte Einrichtung zum
Zuführen eines Strömungsmittels angeschlossen ist Da- |j
bei kann den Vertiefungen 3Γ entweder das gleiche Strömungsmittel wie den Vertiefungen 31 oder ein anderes Strömungsmittel zugeführt werden.
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Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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Claims (7)

31 Ol 407 Patentansprüche:
1. Stoff auflauf für eine Papiermaschine, mit einem gegen ein Entwässerungssieb orientierten Zuführkanal für die Stoffflüssigkeit, welcher in einem bezüglich der Strömungsrichtung der Stoffflüssigkeit stromabwärtigen Endabschnitt durch zwei zu einem Ausgangsspalt konvergierende starre Lippen begrenzt ist, und welcher in einem stromaufwärts des Ausgangsspalts gelegenen Abschnitt mindestens zwei stufenartige Vertiefungen aufweist, die je durch mindestens eine quer zur Strömungsrichtung gestellte Flanke und mindestens eine der Strömungsrichtung entsprechend verlaufende Grundfläche gebildet sind, wobei das Sieb über eine rotierende wasserdurchlässige Walze geführt ist und die erste Lippe ein zum Annähern an das Sieb bestimmtes Ende aufweist, während die zweite lippe einen den Ausgangsspalt stromabwärts überragenden, starren äußeren Lippenteil mit einer zur Stoffflüssigkeit konkaven Führungsfläche aufweist, welche einen dem Ende der ersten Lippe stromabwärts benachbarten Abschnitt des Siebes überdeckt und mit diesem Abschnitt einen in dessen Bewegungsrichtung konvergierenden Bahnbildungsraum begrenzt, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Lippenteil (Jb, 30, 33, 37) zumindest in der stromabwärtigen Hälfte der den Ausgangsspalt überragenden Partie der Führungifläche (20) mindestens eine quer zur Strömungsrichtung (P/eil 18) verlaufende stufenartige Vertiefung (31,34,38) aufweist
2. Stoffauflauf für eine Papiermaschine, mit einem gegen ein Entwässerungssieb orientierten Zuführkanal für die Stoff flüssigkeit, welcher in einem bezüglich der Strömungsrichtung der Stoffflüssigkeit stromabwärtigen Endabschnitt durch zwei zu einem Ausgangsspalt konvergierende starre Lippen begrenzt ist, und welcher in einem stromaufwärts des Ausgangsspalts gelegenen Abschnitt mindestens zwei stufenartige Vertiefungen aufweist, die je durch mindestens eine quer zur Strömungsrichtung gestellte Flanke und mindestens eine der Strömungsrichtung entsprechend verlaufende Grundfläche gebildet sind, wobei das Sieb über eine rotierende wasserdurchlässige Walze geführt ist und die erste Lippe ein zum Annähern an das Sieb bestimmtes Ende aufweist, während die zweite Lippe einen den Ausgangsspalt stromabwärts überragenden, starren äußeren Lippentei! mit einer zur Stoffflüssigkeit konkaven Führungsfläche aufv/eist, welche einen dem Ende der ersten Lippe stromabwärts benachbarten Abschnitt des Siebes überdeckt und mit diesem Abschnitt einen in dessen Bewegungsrichtung konvergierenden Bahnbildungsraum begrenzt, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Lippenteil (27) zumindest in der stromabwärtigen Hälfte der den Ausgangsspalt überragenden Partie der Führungsfläche (20) mindestens eine quer zur Strömungsrichtung (Pfeil 18) verlaufende stufenartige Vertiefung (21) aufweist, die zwischen zwei von der Innenfläche des äußeren Lippcntcils (27) in den Bahnbildungsraum (4) absichenden lcistenförmigcn Erhebungen (26) ausgebildet ist. deren freie Kanten die im Abstand von der Innenfläche des äußeren Lippenteils (27) verlaufende Führungsfläche (20) bestimmen.
3. Stoffauflauf nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die das Sieb (10) überdeckende Partie der Führungsfläche (20) drei bis ca. zwanzig in Strömungsrichtung (Pfeil 18) hintereinanderliegende Vertiefungen (21,31,34,38) aufweist
4. Stoffauflauf nach einem der Ansprüche 1 bis 3« dadurch gekennzeichnet daß die Flanken (22,23,41) der Vertiefungen (21,31,34,38) an ihren dem Sieb (10) zugekehrten Seiten durch im Bereich der Führungsfläche (20) liegende Kanten begrenzt sind.
5. Stoffauflauf nach einem der Ansprüche 1 bis 4. ίο mit mindestens einer der Hauptströmungsrichtung der Stoffflüssigkeit entsprechend verlaufenden, durch den Ausgangsspalt in den Bahnbildungsraum ragenden, lippenartigen Zwischenwand, dadurch gekennzeichnet daß die Zwischenwand (46,53) in dem zwischen dem Lippenteil (76,30) und dem Sieb (10) gelegenen Abschnitt mit mindestens einer der benachbarten Vertiefung (21, 31) des Lippeniails {Jb. 30) entsprechenden Vertiefung (21', 31') versehen ist.
6. Stoffauflauf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwand (45, 53) an einer dem Ausgangsspalt (4) benachbart angeordneten Halterung (48,54) befestigt ist
7. Stoffauflauf nach einem der Ansprüche 1 bis 6. dadurch gekennzeichnet daß die Vertiefung (21,2Γ, 31, 3Γ) einen durch die Grundfläche (24) und zwei einander zugekehrte Ranken (22,23) gebildeten, nutenartigen Querschnitt aufweist, wobei die Grundfläche (24) mit der stromaufwärtigen Flanke (22) einen zumindest annähernd rechten Winkel und mit der stromabwärtigen Flanke (23) einen annähernd rechten bis stumpfen Winkel einschließt.
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