DE3043883C2 - - Google Patents
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- F16J15/16—Sealings between relatively-moving surfaces
- F16J15/40—Sealings between relatively-moving surfaces by means of fluid
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
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- H—ELECTRICITY
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- H02K9/193—Arrangements for cooling or ventilating for machines with closed casing and closed-circuit cooling using a liquid cooling medium, e.g. oil with provision for replenishing the cooling medium; with means for preventing leakage of the cooling medium
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- Sealing Using Fluids, Sealing Without Contact, And Removal Of Oil (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine berührungsfreie Wellendichtung,
bei der die mit einer Schraubengangnut in der Umfangsfläche
versehene umlaufende Welle von einer ortsfesten Wand umgeben
ist.
Eine herkömmliche Art, wie Flüssigkeitsaustritt entlang
einer umlaufenden Welle vermieden wird, wird am Beispiel
einer elektrischen Maschine mit flüssigkeitsgekühltem Rotor
beschrieben.
Es ist bekannt, daß eine Leistungssteigerung bei umlaufenden
elektrischen Maschinen davon abhängt, wie deren Temperaturzunahme
verringert werden kann, d. h., wie die Maschine
wirksam gekühlt werden kann. Mit anderen Worten, die
maximal mögliche Leistung einer umlaufenden elektrischen
Maschine wird durch ihre maximale Temperatur bestimmt und
folglich durch die Fähigkeit, die auftretende Verlustwärme
abzuleiten. Andererseits besteht starker Bedarf zur
Leistungssteigerung bei elektrischen Maschinen und insbesondere
auch bei Turbogeneratoren, um den Wirkungsgrad von
Kraftwerken steigern zu können. Für diesen Zweck wird
Wasserstoffgaskühlung bei Turbogeneratoren angewendet.
Bei dieser Technik scheinen jedoch die Grenzen weiterer
Leistungssteigerung erreicht zu sein, so daß es nötig wird,
weitere brauchbare Kühlverfahren zu entwickeln.
Es ist deshalb vorgeschlagen worden, anstelle von Wasserstoffgas
eine Kühlflüssigkeit, wie etwa Wasser, einzusetzen,
mit der ein sehr guter Kühlwirkungsgrad erzielt werden kann.
Hierbei wird die Kühlflüssigkeit durch den Ständer geleitet,
um diesen zu kühlen. Wenn diese Technik so zufriedenstellend
weiterentwickelt werden könnte, daß die Kühlflüssigkeit
nicht nur durch den Ständer, sondern auch durch
den Läufer hindurchgeleitet wird, ließe sich die Kühlung
derartiger Maschinen erheblich verbessern.
Zum Erzeugen einer 60-Hz-Spannung läuft der Läufer eines
Turbogenerators mit der hohen Drehzahl von 3600 ¹/min.
Das Hindurchtreiben der Kühlflüssigkeit durch die gewünschten
Bahnen in einem sich mit so hoher Drehzahl drehenden Bauteil
stellt ein Problem dar, dessen Lösung erhebliche Schwierigkeiten
aufwirft. Dadurch wurde die wirtschaftliche Anwendung
von elektrischen Maschinen mit flüssigkeitsgekühlten Läufern
verzögert.
Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung, mit der ein Kühlflüssigkeitsstrom
durch einen flüssigkeitsgekühlten Rotor hindurchgeleitet
werden kann und bei der die Erfindung einsetzbar ist. Über
ein Zulaufrohr 1 wird eine Kühlflüssigkeit, wie destilliertes
Wasser, mit Hilfe einer (nicht gezeigten) Förderpumpe zugeführt
und über eine Öffnung 2 a in den Hohlraum 2 b eines
zylindrischen Einlaufrohres abgegeben, durch das der Zuströmweg
für die Kühlflüssigkeit gebildet wird. Mit allseitigem
Abstandsspalt 3 b umgibt ein Flüssigkeitsablaufrohr 3
das Zuströmrohr 2. Als Kühlmittel wird destilliertes Wasser
bevorzugt, da die Rohre durch keinerlei Verunreinigungen
korrodieren. Der Abstandsspalt 3 b wird als Ablaufweg für
die Kühlflüssigkeit verwendet. Das Ablaufrohr 3 besitzt eine
Öffnung 3 a, über die die Kühlflüssigkeit abgegeben wird.
Das Ablaufrohr 3 und das Zulaufrohr 2 sind miteinander so
verbunden, daß sie eine gemeinsame Kühlflüssigkeitszu- und
-abführung 4 bilden, wie es in der Fig. 2 dargestellt ist.
Hieraus geht hervor, daß das Zulaufrohr 2 mehrere (im Falle
der Fig. 2 die Zahl von sechs) auf der Außenwand vorstehende
Rippen 2 c trägt. Diese Rippen 2 c dienen als Abstandshalter
und Verbindung des Zulaufrohres 2 mit dem Ablaufrohr 3
und damit gleichzeitig als Versteifung. Das Zulaufrohr 2
mit den vorstehenden Rippen 2 c ist mit dem Ablaufrohr 3
z. B. durch Schrumpfsitz zu einem Stück vereinigt. An dieser
Rohrkonstruktion befindet sich ein Flansch 4 a an einem
Ende, der mit dem Flansch 5 a der Rotorwelle mittels
Bolzen oder dgl. verbunden ist. Auf der Welle 5 des Rotors
befindet sich die Rotorwicklung (nicht gezeigt). Es versteht
sich aus Fig. 1, daß der Zulaufpfad 5 b und der Ablaufpfad
5 c in der Rotorwelle 5 ausgebildet und mit dem Zulaufpfad
2 b und dem Ablaufpfad 3 b im Zu- und Abführrohr 4 so
verbunden sind, daß das über den Zulaufpfad 5 b nach dem Hindurchtreten
durch die Rotorwicklung in den Ablaufpfad 5 c
abgegeben wird. In der Fig. 1 ist der Kühlwasserstrom durch
Pfeile angedeutet. Die Abgabe der erhitzten Kühlflüssigkeit
erfolgt über die Öffnung 3 a.
Die gesamte Vorrichtung weist eine erste Auslaßkammer 61
auf, die die aus der Öffnung 3 a abgegebene Flüssigkeit aufnimmt.
Die Kammer 61 ist ständig mit Kühlflüssigkeit angefüllt,
damit diese (destilliertes Wasser) nicht verunreinigt
werden kann, was dann möglich wäre, wenn sie mit Luft in
Berührung käme. An die erste Auslaßkammer 61 ist ein erstes
Auslaßrohr 71 angeschlossen, über das die Kühlflüssigkeit
aus der Kammer 61 abgeführt wird. Auch im Auslaßrohr 71
kommt die Kühlflüssigkeit nicht mit der umgebenden Luft in
Berührung, so daß sie nach Abgabe ihrer Wärme in einem
Wärmetauscher oder dgl. über das Einlaßrohr 1 wieder zugeführt
werden kann. Mit 81 ist in Fig. 1 eine erste Labyrinthdichtung
bezeichnet, die verhindert, daß Kühlwasser vom
Zulaufrohr 1 in die erste Auslaßkammer 61 eindringt. Ein
derartiger Leckfluß zwischen einem stillstehenden und
einem sich drehenden Teil kann nicht vollständig unterbunden
werden, doch ist es auch nicht erforderlich, zur
Verhinderung dieses Leckflusses höchsten Aufwand zu treiben.
In die Kammer 61 eingedrungende Leckflüssigkeit verursacht
keine wesentlichen Schwierigkeiten, da sie über das Auslaßrohr
71 wieder in den Kreislauf eingeführt wird. Dennoch
sollte die Leckflüssigkeitsmenge so klein wie möglich gehalten
werden, da andernfalls der dadurch auftretende Leistungsverlust
den Gesamtwirkungsgrad mindert.
Das umlaufende Rohr 4 wird von einer zweiten Labyrinthdichtung
82 umgeben, um Flüssigkeitsaustritt aus der ersten
Auslaßkammer 61 zu verhindern. Eine zweite Auslaßkammer
62 dient dazu, durch die zweite Labyrinthdichtung hindurchgelangte
Leckflüssigkeit aus der ersten Auslaßkammer 61 aufzunehmen.
Im Gegensatz zur ersten Auslaßkammer 61 ist die
zweite Auslaßkammer 62 nicht vollständig mit Kühlflüssigkeit
angefüllt, so daß sie durch die Berührung mit Luft verunreinigt
werden könnte. Um dies zu verhindern, wird über
eine Zuführleitung 9 ein Schutzgas, wie Stickstoff oder
Wasserstoff, in die zweite Auslaßkammer 62 eingeführt, so
daß der Druck in der zweiten Auslaßkammer 62 stets etwas
über dem Atmosphärendruck liegt und folglich keinerlei Luft
in die zweite Auslaßkammer 62 eindringen und damit Kühlflüssigkeit
nicht verunreinigen kann. Es kann deshalb
auch die über ein zweites Abführrohr 72 aus der zweiten
Auslaßkammer 62 abgeführte Kühlflüssigkeit über einen Wärmetauscher
und eine Förderpumpe in gleicher Weise wie die
aus der ersten Auslaßkammer 61 abgeführte Kühlflüssigkeit
wieder in den Kreislauf eingeführt werden.
Um eine Abdichtung für das Schutzgas in der zweiten Auslaßkammer
62 zu erzielen, wird über eine Dichtflüssigkeitszuführleitung
84 Dichtflüssigkeit mit einem Druck zugeführt,
der etwas über dem Druck des Schutzgases in der Auslaßkammer
62 liegt. Die Dichtflüssigkeit tritt als Leckflüssigkeit
über eine weitere Labyrinthdichtung 83 in die zweite
Auslaßkammer 62 ein. Als Dichtflüssigkeit muß destilliertes
Wasser verwendet werden, denn die aus der zweiten Auslaßkammer
62 ablaufende Kühlflüssigkeit wird ja ohne eine weitere
Reinigungsbehandlung in den Kühlwasserkreislauf wieder
eingeführt. Andererseits befindet sich in einer dritten
Auslaßkammer 63 Umgebungsluft. In diese Kammer 63 als Leckstrom
abfließende Dichtflüssigkeit muß deshalb beseitigt
werden, da sie verunreinigt ist. Es ist selbstverständlich
möglich, sie nach einem Aufbereitungsvorgang wieder zu
verwenden, doch ob man sie nun wieder aufbereitet oder
beseitigt, muß der Leckstrom in die dritte Auslaßkammer
so klein wie möglich gehalten werden, damit kein großer
Verlust an destilliertem Wasser auftritt oder eine große
Aufbereitungsanlage nötig ist.
In die Umfangsfläche des Kühlmittelrohres 4 ist eine
Schraubengangnut 4 b mit einer solchen Orientierung eingeschnitten,
daß ihre Richtung der Drehrichtung des Kühlmittelrohres
4 entgegen läuft und sie außerdem einer feststehenden
Wandfläche 85 gegenübersteht. Bei hoher Drehzahl
erzeugt die Schraubengangnut 4 b in Verbindung mit der feststehenden
Wandfläche 85 eine Pumpwirkung, wodurch die durch
Leckfluß in die dritte Auslaßkammer 63 austretende Dichtflüssigkeitsmenge
so gering wie möglich gehalten wird.
Die Schraubengangnut 4 b und die feststehende Wandfläche
85 werden nachstehend in ihrer Gesamtheit als Schraubengangdichtung
bezeichnet.
Nun tritt aber besonders bei hohen Drehzahlen gelegentlich
ein pulsierendes, unstabiles Phänomen auf, ein sogenannter
"Dichtungszusammenbruch". Bei hohen Drehzahlen von etwa
3600 ¹/min ist die Wahrscheinlichkeit eines Dichtungszusammenbruchs
sehr hoch. Er muß folglich ausgeschaltet werden. Einer
der Faktoren, der bei einer herkömmlichen Schraubengangdichtung
zu einem Dichtungszusammenbruch führt, wird kurz
beschrieben. In Fig. 3 ist die Druckverteilung des Wassers
Ps entlang der feststehenden Wandfläche der Schraubengangdichtung
bei niedriger Drehzahl aufgetragen. Die Dichtungslänge
l ist durch die Gestalt der Schraubengangdichtung,
durch die Drehzahl und durch den Zuführdruck der Dichtflüssigkeit
bestimmt. Der Wasserdruck am Grund der Schraubengangnut
ist um P E niederiger als der Wasserdruck an der
stillstehenden Wandfläche, was auf die Zentrifugalkraft
zurückzuführen ist. Die Druckdifferenz P E läßt sich durch
folgende Gleichung (1) bestimmen:
Hierin sind die Werte r, r 1 und r 2 gemäß Fig. 3 einzusetzen,
während γ das spezifische Gewicht der Flüssigkeit, ω die
Winkelgeschwindigkeit und g die Erdbeschleunigung sind.
Fig. 4 zeigt eine Druckverteilung von Ps bei mittlerer
Drehzahl. Da die Drehzahl in dem in Fig. 4 gezeigten Fall
höher als bei dem aus Fig. 3 ist, unterscheidet sich der
Zustand nach Fig. 4 gegenüber dem der Fig. 3 in zwei Punkten.
Zum ersten steigt die Pumpwirkung an, wodurch die Dichtungslänge
l verringert ist. Zum zweiten bildet sich in der Schraubengangnut
auf der Niederdruckseite der Schraubengangdichtung
eine bestimmte Übergangsform zwischen Gas und Flüssigkeit
aus. Die Ausbildung des Übergangs zwischen Gas und Flüssigkeit
läßt sich folgendermaßen erklären. Da der Wert P E der
Gleichung (1) ansteigt, wird auf der Niederdruckseite der
Schraubengangdichtung, wo der Wasserdruck Ps gering ist,
ein Bereich mit Ps < P E gebildet. In diesem Bereich kann die
Luft am Grund der Schraubengangnut vordringen. Der Radius rx
des Überganges zwischen Gas und Flüssigkeit läßt sich durch
Lösen folgender Gleichung (2) bestimmen:
Wenn die Drehzahl weiter ansteigt, dann dehnt sich der
Bereich, in dem sich der Übergang ausbildet, in Richtung auf
die Hochdruckseite hin aus und nimmt schließlich die gesamte
Länge der Schraubengangdichtung ein, so daß dann der oben
genannte Dichtungszusammenbruch gegeben ist.
Um das Auftreten eines Dichtungszusammenbruches zu vermeiden,
wurde bisher häufig in folgender Weise vorgegangen. Entweder
wurde die Schraubengangnut in der feststehenden Wand angebracht
oder es wurde die Länge der Schraubengangdichtung erhöht.
Um das Auftreten eines Dichtungszusammenbruches zu vermeiden,
wurde bisher häufig in folgender Weise vorgegangen. Entweder
wurde die Schraubengangnut in der feststehenden Wand angebracht
oder es wurde die Länge der Schraubengangdichtung erhöht.
Beim Verlegen der Schraubengangnut in die feststehende
Wand wird die Wirkung der Zentrifugalkraft zwar vermindert,
so daß auch die Wahrscheinlichkeit, daß ein Dichtungszusammenbruch
auftritt, herabgesetzt ist. Es nimmt aber gleichzeitig
die Pumpwirkung ab, so daß die Länge der Schraubengangdichtung
vergrößert werden muß. Wird dagegen nach der zweiten Methode
die Schraubengangdichtung gegenüber dem vorbestimmten Wert
l verlängert, dann wird mit Hilfe der Reibungsverluste der
erhöhten Länge der Wasserdruck Ps gesteigert, so daß deshalb
kein Dichtungszusammenbruch mehr auftritt. Dennoch bleiben
bei Anwendung dieser Technik ungelöste Probleme. Wie aus
Fig. 1 hervorgeht, ist die Läuferwelle 5 in (nicht gezeigten)
Lagern abgestützt. Es ist jedoch nicht möglich, auch für
das Kühlmittelzu- und -abführrohr 4 Lager vorzusehen, weil
die Auslaßkammern vorhanden sind, so daß das Rohr 4 freitragend
ist. Das Rohr 4 kann deshalb radial vibrieren, wodurch
die Abdichtwirkung aufgehoben werden kann. Je länger das
Zu- und Abführrohr 4 ist, desto stärker wird die radiale
Vibration. Bei Einsatz einer der beiden oben beschriebenen
Techniken wird jedoch unabwendbar die Länge des Rohres 4
erhöht, so daß dadurch die Wahrscheinlichkeit, daß unerwünschte
und gefährliche radiale Schwingungen auftreten, wächst.
Es ist auch eine berührungsfreie Wellendichtung der eingangs
genannten Art bekannt (GB-PS 8 45 260), bei welcher sich die
Tiefe der Schraubengangnut von der Hochdruckseite in Richtung
zur Niederdruckseite dadurch vergrößert, daß der zugehörige
Schraubengang in seinem Durchmesser zunimmt.
Es ist schließlich auch eine berührungsfreie Wellendichtung
der einleitend genannten Art bekannt (DE-PS 11 82 915), die
dazu dient, zwei gasförmige Medien, beispielsweise UF6 und
N, voneinander getrennt zu halten. Auch bei dieser bekannten
Wellendichtung vergrößert sich die Tiefe der Schraubengangnut
von der Hochdruckseite in Richtung zur Niederdruckseite.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine berührungsfreie
Wellendichtung zu schaffen, deren Dichtwirkung stabil
ist und bei der kein Dichtungszusammenbruch eintreten kann,
ohne daß die Länge der Wellendichtung vergrößert werden muß.
Gelöst wird diese Aufgabe, ausgehend von einer berührungsfreien
Wellendichtung der einleitend genannten Art, gemäß der
Erfindung dadurch, daß die Tiefe der Schraubengangnut auf der
Hochdruckseite größer als auf der Niederdruckseite der Schraubengangnut
ist.
Bei einer berührungsfreien Wellendichtung gemäß der Erfindung
bildet sich in der Schraubengangnut keine Grenzfläche
aus, an der Gas und Flüssigkeit sich trennen. Daher bleibt
die Flüssigkeit mit dem Grund der Schraubengangnut in Berührung,
wodurch die Pumpwirkung verbessert und die körperliche
Länge der Wellendichtung verkürzt wird.
Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Anhand einer eingehenden Beschreibung von in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen wird die Erfindung
nun näher erläutert. Im einzelnen zeigt
Fig. 1 einen Axialschnitt einer Vorrichtung zum Zu- und Abführen
von Kühlflüssigkeit zum Läufer einer elektrischen
Maschine;
Fig. 2 einen Schnitt in der Ebene II-II in Fig. 1;
Fig. 3 ein Schaubild, das die Druckverteilung an einer herkömmlichen
Schraubengangdichtung bei geringer Drehzahl
wiedergibt;
Fig. 4 ein Schaubild, das die Druckverteilung in einer herkömmlichen
Schraubengangdichtung bei mittlerer Drehzahl
zeigt;
Fig. 5 eine erste Ausführungsform einer Wellendichtung mit
den Merkmalen der Erfindung; und
Fig. 6 eine zweite Ausführungsform der Wellendichtung gemäß
der Erfindung.
In der Fig. 5 ist ein Schraubengang 4 c dargestellt, der
in die Mantelfläche eines Zu- und Abführrohres 4 derart
eingearbeitet ist, das seine Schraubenrichtung der Drehrichtung
des Rohres 4 entgegengesetzt ist, während die Tiefe
der Schraubengangnut zur Niederdruckseite hin (Seite des
atmosphärischen Umgebungsdruckes) geringer ist. Eine feststehende
Wand 85 umgibt die Schraubengangnut gegenüberstehend.
Die Abdichtung wird unter Ausnutzung der Pumpwirkung
erzielt, die durch die Schraubengänge 4 c und die
feststehende Wand 85 gemeinsam hervorgebracht wird. Die
Tiefe der Nut in Fig. 5 ist gleich oder etwas größer als
der Wert rx, der sich durch Einsetzen des Wertes Ps der
Nenndrehzahl in die Gleichung (2) ergibt. Die Nut ist auf
der Hochdruckseite tiefer als auf der Niederdruckseite. Es
bildet sich deshalb in der Schraubengangnut keine Grenzfläche
zwischen Gas und Flüssigkeit aus. Dies bedeutet, daß
die wirksame Länge der Schraubengangdichtung länger als die
vorbestimmte Länge l gemacht ist, was das Auftreten eines
Dichtungszusammenbruches verhindert.
Bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel der
Erfindung wird die Nuttiefe dadurch bestimmt, daß der Wert
Ps bei der Nenndrehzahl in die Gleichung (2) eingesetzt
wird. Es kann ein Schraubengang in der Größenordnung der
vorbestimmten Länge l bei Nenndrehzahl vorgesehen werden,
woraus folgt, daß die Dichtwirkung erheblich herabgesetzt
ist, wenn die Drehzahl niedriger als die Nenndrehzahl ist.
Wenn gewünscht ist, daß bei Nenndrehzahl kein Dichtungszusammenbruch
eintritt, und wenn außerdem auch dann, wenn die Drehzahl
niedriger als die Nenndrehzahl ist, eine starke Dichtwirkung
vorhanden sein soll, dann wird das in der Fig. 6
gezeigte zweite Ausführungsbeispiel bevorzugt. Bei dieser
Ausführungsform verläuft die Veränderung der Nuttiefe wie
beim Beispiel nach Fig. 5 etwa über die halbe vorbestimmte
Länge l, welche für die Nenndrehzahl bestimmt worden ist,
auf der Hochdruckseite der Schraubengangdichtung und bleibt
dann über den restlichen Längenabschnitt konstant, wobei
die Gesamtlänge der Schraubengangdichtung erhöht ist. Genauer
gesagt, ist mit 4 d in Fig. 6 eine in die Mantelfläche des
Zu- und Abführrohres 4 eingeschnittene Schraubengangnut
bezeichnet, wobei die Schraubenrichtung wieder der Drehrichtung
des Rohres 4 entgegengesetzt ist. Die Abdichtung der
Schraubengangnut 4 d wird durch Zusammenwirken mit der sie
umgebenden feststehenden Wand 85 erzielt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 ist auf der Niederdruckseite
der Schraubengangdichtung die Nuttiefe konstant.
Wenn jedoch die Abnahme der Nuttiefe auf der Niederdruckseite
mit kleinerer Neigung als auf der Hochdruckseite erfolgt,
dann ist die Dichtwirkung bei Betrieb mit unter der Nenndrehzahl
liegender Drehzahl recht gut.
Bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen ist das technische
Konzept der Erfindung an einer Vorrichtung angewendet,
mit deren Hilfe eine Kühlflüssigkeit dem Rotor einer flüssigkeitsgekühlten
elektrischen Maschine zu- und aus ihm herausgeführt
wird. Die Erfindung läßt sich jedoch bei allen Arten
von Wellendichtungen einsetzen. Der Grundgedanke besteht
darin, daß die Nuttiefe der Schraubengangdichtung sich in
axialer Richtung ändert, womit eine Wellendichtung mit
stabiler Dichtwirkung erzielt wird, bei der kein Dichtungszusammenbruch
auftritt, ohne daß die Länge der Wellendichtung
vergrößert zu werden braucht.
Mit der Erfindung ist somit eine berührungslose Wellendichtung
mit stabiler Dichtwirkung geschaffen, bei der kein Dichtungszusammenbruch
auftritt, in dem die Nuttiefe der in die Mantelfläche
der umlaufenden Welle eingeschnittenen Schraubengangnut
in axialer Richtung derart wechselt, daß sie auf der
Hochdruckseite größer als auf der Niederdruckseite ist.
Dies kann nach einer Ausführungsform so vorgenommen sein,
daß die Nuttiefe sich von der Hochdruckseite zur Niederdruckseite
stetig verändert. Nach einer anderen Ausführungsform
ist in einem Abschnitt der Dichtung, der der Niederdruckseite
zugewandt liegt, die Nuttiefe konstant und nimmt in dem
der Hochdruckseite zugewandten Abschnitt in dieser Richtung
allmählich zu.
Claims (6)
1. Berührungsfreie Wellendichtung, bei der die mit einer
Schraubengangnut in der Umfangsfläche versehene umlaufende
Welle von einer ortsfesten Wand umgeben ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der Schraubengangnut (4 b)
auf der Hochdruckseite größer als auf der Niederdruckseite der
Schraubengangnut ist.
2. Wellendichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
sich die Nuttiefe von der Hochdruckseite zur Niederdruckseite
stetig ändert.
3. Wellendichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Nuttiefe in einem ersten Abschnitt der Welle
(4) auf der Niederdruckseite konstant ist und in einem
zweiten Abschnitt der Welle auf der Hochdruckseite in Richtung
zur Niederdruckseite hin abnimmt.
4. Wellendichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Nuttiefe wenigstens den Wert rx annimmt, der durch die
Gleichung
bestimmt ist, worin Ps der Druck auf der Hochdruckseite,
γ das spezifische Gewicht einer Flüssigkeit auf der Hochdruckseite,
ω die Winkelgeschwindigkeit der Welle, g die
Erdbeschleunigung und r 1 der Außenradius des Schraubenganges
sind.
5. Verwendung der Wellendichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 4 für die Kühlflüssigkeit durch die Welle zum Rotor
einer umlaufenden elektrischen Maschine.
6. Wellendichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet
durch Mittel zum Bilden einer ersten, einer zweiten
und einer dritten Auslaßkammer (61, 62, 63), eine erste
bis vierte Labyrinthdichtung je an einem Durchtritt der
Welle (4) durch eine Wand einer der Auslaßkammern (61-63),
wobei die erste Auslaßkammer (61) mit einer Kühlflüssigkeit
derselben Art, die durch die umlaufende Welle (4) hindurchgefördert
wird, gefüllt ist, die zweite Auslaßkammer zum
Teil mit der Kühlflüssigkeit gefüllt und im oberen Bereich
mit einer Quelle für ein Schutzgas verbunden ist und die
feststehende Wand (85) sich zwischen der zweiten und der
dritten Auslaßkammer erstreckt, und durch Mittel zum Zuführen
einer Abschirmflüssigkeit zur Hochdruckseite der
Schraubengangnut (4 b).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803043883 DE3043883A1 (de) | 1980-11-21 | 1980-11-21 | Beruehrungsfreie wellendichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803043883 DE3043883A1 (de) | 1980-11-21 | 1980-11-21 | Beruehrungsfreie wellendichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3043883A1 DE3043883A1 (de) | 1982-06-24 |
| DE3043883C2 true DE3043883C2 (de) | 1988-07-14 |
Family
ID=6117257
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803043883 Granted DE3043883A1 (de) | 1980-11-21 | 1980-11-21 | Beruehrungsfreie wellendichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3043883A1 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3148055A1 (de) * | 2015-09-28 | 2017-03-29 | Siemens Aktiengesellschaft | Elektrische maschine, labyrinthdichtung für eine elektrische maschine und verfahren zum abdichten einer elektrischen maschine |
| FR3154948A1 (fr) * | 2023-11-06 | 2025-05-09 | Renault S.A.S | Agencement pour véhicule automobile à motorisation électrique ou hybride et moteur électrique pour un tel agencement |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB845260A (en) * | 1955-06-22 | 1960-08-17 | Meyer Schlioma Frenkel | Dynamic gland |
| US3131942A (en) * | 1958-09-15 | 1964-05-05 | Alsacienne Constr Meca | Fluid-tight devices for rotating shafts |
-
1980
- 1980-11-21 DE DE19803043883 patent/DE3043883A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3043883A1 (de) | 1982-06-24 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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