DE3016041C2 - Organisches Reibungsmaterial - Google Patents

Organisches Reibungsmaterial

Info

Publication number
DE3016041C2
DE3016041C2 DE3016041A DE3016041A DE3016041C2 DE 3016041 C2 DE3016041 C2 DE 3016041C2 DE 3016041 A DE3016041 A DE 3016041A DE 3016041 A DE3016041 A DE 3016041A DE 3016041 C2 DE3016041 C2 DE 3016041C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
friction material
friction
asbestos
fibers
steel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE3016041A
Other languages
English (en)
Other versions
DE3016041A1 (de
Inventor
Shigetoshi Ajima
Hiroto Kokubunji Tokyo Fujimaki
Fukushima Iwaki
Kazuo Iwaki Fukushima Noguchi
Kensuku Tokorozawa Saitama Okuda
Kiyoshi Tagaya
Kazutoshi Takada
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kureha Corp
Original Assignee
Kureha Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kureha Corp filed Critical Kureha Corp
Publication of DE3016041A1 publication Critical patent/DE3016041A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3016041C2 publication Critical patent/DE3016041C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D69/00Friction linings; Attachment thereof; Selection of coacting friction substances or surfaces
    • F16D69/02Composition of linings ; Methods of manufacturing
    • F16D69/025Compositions based on an organic binder
    • F16D69/026Compositions based on an organic binder containing fibres
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K7/00Use of ingredients characterised by shape
    • C08K7/02Fibres or whiskers
    • C08K7/04Fibres or whiskers inorganic
    • C08K7/06Elements

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacture Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

2. Reibungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlfasern aus Stahl und/oder rostfreiem Stahl mit einem Gehalt von 0,05
ίο bis 1 Gew.-% Kohlenstoff bestehen.
3. Reibungsmaterial nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlfasern aus zerideinerten Stahlfasern und/oder zerkleinerter Stahlwolle bestehen.
4. Reibungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohlefasern aus Pech hergestellt worden sind.
Die Erfindung betrifft das in den Patentansprüchen angegebene organische Reibungsmaterial, das für Bremsen und Kupplungen von Automobilen und für Bremsblöcke von Eisenbahn- und Straßenbahnfahrzeugen verwendbar ist und trotz der Tatsache, daß es keinen Asbest enthält, ein gleich gutes oder sogar noch besseres Verhalten als die üblichen bekannten asbesthaltigen organischen Reibungsmaterialien aufweist.
Die bekannten organischen Reibungsmaterialien enthalten Chrysotil-Asbest (im folgenden als Asbest bezeichnet) als Verstärkungsmaterial und ein Phenolharz als Bindemittel sowie verschiedene Reibungssteuermittel, wobei der Asbest eine unerläßliche Komponente darstellt, die eine wichtige Rolle spielt.
Obwohl sich Asbest durch verschiedene hervorragende Eigenschaften auszeichnet, mußte dessen zukünftige Verwendung neu überdacht werden in bezug auf Umweltprobleme und Lieferquellen, da auf die Schäd-Iichkeit von Asbeststaub für den Menschen in jüngster Zeit wiederholt hingewiesen wurde und da die abbauwürdigen Asbestlagerstätten ihrem Ende zugeher,
Andererseits ist aufgrund der wachsenden Geschwindigkeit von Verkehrsmitteln wie Automobilen und elektrischen Bahnen das Bedürfnis nach Leistungssteigerung des Bremsenmaterials mehr und mehr gestiegen. Insbesondere der Bedarf nach hoher Bremswirkung unter höchster Beanspruchung, nach Sicherheit und verbesserter Lebensdauer hat sich stark erhöht.
Im Hinblick auf diese Gegebenheiten wurden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf Reibungsmaterial gerichtet, das kein Asbest enthält Diesbezüglich können semimetallische Reibungsmaterialien genannt werden, wie sie z.B. in den US-PS 34 34 998, 38 35 118 und 41 19 591 beschrieben werden. Derartiges semimetallisches Reibungsmaterial enthält ein organisches Harz als Matrix und außerdem faserartige oder pulverförmige Metallkomponenten. Da eine derartige Metallkomponente ein vergleichsweise großes Volumen im Fertigprodukt einnimmt, ist das spezifische Gewicht des Produktes selbst ziemlich groß und die thermische Leitfähigkeit des Produktes ist zu hoch. Bei diesen beiden Eigenschaften handelt es sich um fatale Nachteile bei Verwendung des Produktes als Reibungsmaterial.
Demgegenüber zeigt das erfindungsgemäße Reibungsmaterial, das eine Kombination aus Kohlefasern und Stahlfasern als Verstärkungsmaterial enthält, ein ausgezeichnetes Reibungsverhalten. Erfindungsgemäß wird ein neuartiges Reibungsmaterial geschaffen, das sich in technischer Konzeption und Leistung vom bekannten Stand der Technik klar unterscheidet.
Das erfindungsgemäße organische Reibungsmaterial enthält Kohlefasern und Stahlfasern als Kern- und Verstärkungsmaterialien sowie ein Phenolharz als Bindematerial. Damit wird erfindungsgemäß asbestfreies organisches Reibungsmaterial geschaffen, das die in jüngster Zeit erhobenen Forderungen nach bestimmten Eigenschaften des verschiedensten Typs zu erfüllen vermag.
Von Kohlefasern wird in der Regel berichtet, daß sie einen niedrigeren Reibungskoeffizienter haben als Asbest oder Glasfasern, andererseits jedoch eine ausgezeichnete Abriebfestigkeit besitzen. Es waren daher gründliche Studien zur Überwindung des relativ niedrigen Reibungskoeffizienten der Kohlefasern und zur Nutzbarmachung der ihnen innewohnenden anderen ausgezeichneten Eigenschaften erforderlich, um zum Erfindungsgegenstand zu gelangen.
Die Kohlefasern werden als zerkleinerte Fasern von 0,2 bis 10 mm Durchschnittslänge und 3 bis 50, vorzugsweise 3 bis 30 Mikron Durchmesser vorzugsweise in einer Menge von mindestens 15 Vol.-°/o verwendet und Mengen von über 50Vol.-°/o erweisen sich als ungünstig wegen der auftretenden Schwierigkeiten beim Verformen. Außerdem ist festzustellen, daß Kohlefasern mit weniger als 0,2 mm Durciischnittslänge eine unbefriedigende Verstärkungswirkung ausüben und bei einer Länge von mehr als 10 mm Schwierigkeiten bei der Verformung hervorrufen.
Als Stahlfasern werden solche aus Stahl oder rostfreiem Stahl mit einem Gehalt von 0,05 bis 1,0%
Kohlenstoff vorzugsweise verwendet. Diese Materialien sind nicht nur in Form von Fasern, sondern auch in Form i'on Wolle verwendbar. So können z.B. zerkleinerte Stahlfasern oder zerkleinerte Stahlwolle eingesetzt werden. Bezüglich der Dimensionen derartiger Stahlfasern ist festzustellen, daß die Durchschnittslänge 0,1 bis 10 mm und der Durchmesserbereich 5 bis 100 Mikron beträgt Es erweist sich als wichtig, daß der Gehalt an Stahlfasern im erfindungsgemäßen Reibungsmaterial mindestens mehr als 7 Vol.-% ausmacht Beträgt andererseits der Gehalt mehr als 20 Vol.-%, so ist das Fertigprodukt so schwer, daß es für den praktischen Gebrauch ungeeignet ist trotz seines günstigen Reibungskoeffizienten.
Das erfindungsgemäße Reibungsmaterial zeichnet sich durch einen vorteilhaften Reibungskoeffizienten, eine ausgezeichnete Abriebfestigkeit und gute thermische Stabilität aus und zeigt überraschenderweise auch eine geeignete thermische Leitfähigkeit Ist die thermische Leitfähigkeit des Reibungsmaterials zu hoch, so wird aufgrund der Tatsache, daß die durch die Reibung erzeugte Hitze übermäßig stark auf das Öldruckübertragungssystem weitergeleitet wird, die Bremswirkung verringert, z. B. durch das Phänomen der Gassperre, d. h. einer Unterbrechung des Flüssigkeitsstromes durch Dampfblasenbildung. 1st andererseits die thermische Leitfähigkeit des Reibungsmaterials zu niedrig, so wird aufgrund eines Wärmestaus in der Reibungsmaterialoberfläche das Bremsverhalten des Reibungsmaterials verringert Das erfindungsgemäße Reibungsmaterial mit einem Gehalt an sowohl Kohlefasern als auch stark wärmeleitfähigen Stahlfasern hat fast die gleiche thermische Leitfähigkeit wie die kommerziell weit verbreiteten Reibungsmaterialien mit einem Gehalt an Asbest. Es war nicht zu erwarten, daß die thermische Leitfähigkeit des erfindungsgemäßen Reibungsmaterials niedriger sein würde als derjenige Wert, der von einem Reibungsmaterial mit einem Gehalt an Stahlfasern zu erwarten war.
Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Reibungsmaterials wird eine Masse aus Phenolharz, Kohlefasern, Stahlfasern und Füllstoffen durch Rühren gut vermischt, worauf das Gemisch mit Hilfe eines Formpreßverfahrens zu einem Formkörper verarbeitet wird. Die Kohlefasern und Stahlfasern sind in diesem zusammengesetzten Material in statisch unregelmäßiger Verteilung dreidimensional dispergiert. Das zusammengesetzte Material hat daher einen günstigen Reibungskoeffizienten und eine ausgezeichnete Abriebfestigkeit und thermische Stabilität Da die Kohlefasern die Wärmeleitung zwischen Stahlfasern angemessen unterbrechen, hat das Material außerdem eine geeignete thermische Leitfähigkeit. Wie bereits erwähnt, erweist es sich als notwendig, daß die Summe der Kohlefasermenge und der Stahlfasermenge im zusammengesetzten Material 25 bis 60 Vol.-% beträgt und daß das Verhältnis der genannten Summe zur Phenolmenge größer als 1,8 ist, um eine Textur der Zusammensetzung zu erzielen, die ein ausgezeichnetes Reibungsverhalten aufweist, wobei jedoch dann, wenn das angegebene Verhältnis über 3,5 liegt, die Verarbeitbarkeit zum Fertigprodukt ungünstig beeinflußt und beeinträchtigt ist.
Als Füllstoffe werden die allgemein bekannten, in üblichen Reibungsmaterialien mit einem Gehalt an Asbest üblicherweise verwendeten Substanzen auch erfindungsgemäß eingesetzt. So sind z. B. organische Füllstoffe wie Kaschuharzstaub und Kautschukstaub, anorganische Füllstoffe wie Bariumsulfat, Calciumcarbonat und Aluminiumoxid und Metalle wie Kupfer und Messing verwendbar. Erfindungsgemäß ist der angegebene organische und/oder anorganische Füllstoff in Mengen von 10 bis 50VoI.-°/o, bezogen auf das Reibur.gsmaterial, verwendbar.
Obwohl eine ähnliche Textur der Zusammensetzung, welche der Textur, die für das erfindungsgemäße Material charakteristisch ist, ähnelt, auch unter Verwendung von Glasfasern erzielbar ist, ist das mit Glasfasern
ίο erhaltene Reibungsmaterial dem erfindungsgemäßen, unter Verwendung von Kohlefasern gewonnenen Reibungsmaterial unterlegen. Diese Tatsache zeigt die wichtige Rolle, welche die Kohlefasern aufgrund ihrer ihnen innewohnenden ausgezeichneten Eigenschaften, z.B. in bezug auf Abriebfestigkeit und thermische Leitfähigkeit, spielen. Das bemerkenswert gute Reibungsverhalten des erfindungsgemäßen Reibungsmaterials wird erstmals durch Bildung der angegebenen Textur und Struktur der Zusammensetzung, welche die Kombination aus Kohlefasern und Stahlfasern enthält, erhalten.
Bezüglich der Herstellung des erfindungsgemäßen organischen Reibungsmaterials kann auf die diesbezüglichen üblichen bekannten Verfahren sowie auf ein in der japanischen Patentveröffentlichung 5907/80 beschriebenes Verfahren verwiesen werden, gemäß welchem ein Reibungsmaterial mit einem Gehalt an Kohlefasern, das eine ausgezeichnete Abriebfestigkeit aufweist, nerstellbar ist.
jo Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern.
Beispiele 1 bis 7
Die in der unten angegebenen Tabelle 1 aufgeführten Verbindungen wurden jeweils zur Herstellung eines gleichförmigen Gemisches mit Hilfe eines Henschel-Mischers gut vermengt, und das auf diese Weise erhaltene jeweilige Gemisch wurde durch Erhitzen und Verpressen in Metallformen bei einer Temperatur von 1700C und einem Druck von 200 bar (200 kg/cm2) in Formkörper verarbeitet, worauf bei einer Temperatur von 180° C 4 Stunden lang nachgehärtet wurde. Von dem auf diese Weise erhaltenen jeweiligen Material wurden zwei Prüflinge der Ausmaße 25 χ 25 χ 6 mm ausgeschnitten, und unter Verwendung einer bei konstanter Geschwindigkeit arbeitenden Reibungs-Testvorrichtung wurden nach der japanischen Industrie-Standard-Testmethode (JIS) D 4411 die Reibungs- und Abriebscharakteristiken des Prüflings bestimmt, wobei als Bestimmungsmethode die intermittierende Methode gemäß JASO-C-418 diente. Zur Durchführung dieses Tests wurden die folgenden Bedingungen angewandt:
Gleitgeschwindigkeit 8m/s; Oberflächendruck 20 bai (20 kg/cm2); intermittierender Zyklus von 5 s Druckan wendung und 5 s Behandlung ohne Druckeinwirkung, während die Testtemperatur kontinuierlich von Raum temperatur auf 35O0C erhöht wird. Bei diesem Test handelt es sich um den sogenannten Fading-Tes (Beobachtung der Temperaturabhängigkeit vom Rei bungskoeffizienten).
Es verdient hervorgehoben zu werden, daß der in diesem Test angewandte Oberflächendruck von 20 bar (20 kg/cm2) eine weitaus härtere Bedingung darstellt als die üblicherweise vorliegende Druckbedingung von 6 bis 13 bar (6 bis 13 kg/cm2).
Die in diesem Test erhaltenen Ergebnisse, nämlich der Reibungskoeffizient bei der Testtemperatur und der Abrieb verlust durch Reibungsabrieb jedes Prüflings
sind in der unten angegebenen Tabelle 2 aufgeführt In Tabelle 2 betreffen die Beispiele 1 bis 7 erfindungsgemäßes Reibungsmaterial, und aufgeführt sind außerdem die Ergebnisse von Bestimmungen an handelsüblichen Reibungsmaterialien für Scheibenfutter. Wie Tabelle 2 zeigt, ist das erfindungsgemäße Reibungsmaterial in bezug auf Reibungskoeffizient praktisch gleich demjenigen der handelsüblichen Reibungsmaterialien, es ist diesen jedoch in bezug auf Abriebverlust überlegen und weist einen höheren Grad an Abriebfestigkeit als das handelsübliche Reibungsmaterial auf, was eine längere-Lebensdauer im Gebrauch anzeigt
Außerdem trat in den Beispielen 1 bis 7 niemals eine Verminderung des Reibungskoeffizienten bei hohen Temperaturen von 300 oder 350° C auf (sogenanntes »Fading«-Phänomen), was die ausgezeichnete Reibungsstabilität des erfindungsgemäßen Reibungsmaterials erkennen läßt
Die Vergleichsbeispiele 1 und 2 betreffen andererseits Reibungsmaterialien, deren Zusammensetzung derjenigen des erfindungsgemäßen Reibur.jsmaterials nicht entspricht. Obwohl der Abriebverlust der Reibungsmaterialien der Vergleichsbeispiele fast gleich demjenigen des erfindungsgemäßen Reibungsmaterials ist, liegt deren Reibungskoeffizient deutlich niedriger als derjenige des erfindungsgemäßen Reibungsmaterials, und er beträgt nur 0,18 bis 0,25 gegenüber Werten von 0,27 bis 0,35 beim erfindungsgemäßen Reibungsmaterial, was sich bei der Verwendung als Reibungsmaterial ungünstig auswirkt. J0
Tabelle 1
Zusammensetzung der Reibungsmaterialien (Vol-%) Die Vergleichsbeispiele 3 und 4 betreffen Reibungsmaterialien, in denen Asbest bzw. Glasfasern anstelle von Kohlefasern bei sonst gleichen Bedingungen wie in Beispiel 2 verwendet wurden. Wie die Ergebnisse der Tabelle 2 zeigen, ist zwar der Reibungskoeffizient dieser Vergleichsmaterialien fast gleich demjenigen des Reibungsmaterials des Beispiels 2, doch ist deren Abriebverlust so groß, daß diese Vergleichsmaterialien als Reibungsmaterial ungeeignet sind.
In Tabelle 3 sind die mechanischen und thermischen Eigenschaften des Reibungsmaterials des Beispiels 3 und eines handelsüb'ichen Reibungsmaterials auf Asbestbasis aufgeführt Die Ergebnisse zeigen, daß das erfindungsgemäße Reibungsmaterial dem bekannten Reibungsmaterial auf Asbestbasis in bezug auf mechanische Eigenschaften und thermische Leitfähigkeit praktisch gleichwertig ist
Es ist somit festzustellen, daß das erfindungsgemäße Reibungsmaterial im Vergleich zu handelsüblichen Reibungsmaterialien auf der Basis von Asbest ein ausgeprägt verbessertes Verhalten in bezug auf Reibungs- und Abriebeigenschaften zeigt und andererseits fast die gleich vorteilhaften Werte in bezug auf andere Eigenschaften, z. B. mechanische Eigenschaften und thermische Leitfähigkeit, wie handelsübliches Reibungsmaterial auf Asbestbasis, aufweist
Erfindungsgemäß wird somit em ausgezeichnetes asbestfreies Reibungsmaterial geschaffen, das für Gesellschaft und Industrien eine weitreichende Anwendungsmöglichkeit bietet.
Phenolharz1)
Kohlefaser2)
B Asbest
Glasfaser
C D3)
Stahlfaser
B+C
(B+O/A
Beispiele
1 25
2 25
3 20
4 15
5 25
6 25
7 15
Vcrgleichs-
bcispiele
1 30
2 15
3 25
4 25
35
40
40
30
50
45
20
40
40
15 25**) 50 2.0
15 20**) 55 2.2
15 25**) 55 2.75
15 40**) 45 3.0
10 15*) 60 2.4
10 20**) 55 2.2
20 45**) 40 2.67
15 25**) 45 1.5
15 25**) 60 4.0
15 20**) 55 2.2
15 20**) 55 2.2
Bemerkungen:
') Phenolharz modifiziert mit Kaschuharz (CASHEW CO., LTD.).
2) Kohlefasern aus Pech mit 0,7 mm Durchschnittslänge (KUREHA CHEMICAL INDUSTRY CO., LD.).
3) Anorganischer und/oder organischer Füllstoff. *) Bariumsulfat.
**) Gehalt an mindestens 60% Bariumsulfat.
Tabelle 2 Reibungskoeffizient 150 bei Temperatur von 250 (00C) 350 Abriebverlust Abrieblänge
(mrn)
Reibungseigenschaften 100 200 300 Abriebgewicht
(g)
Proben 0.30 0.31 0.31 7X10"2
0.31 0.30 0.32 0.30 0.32 0.30 0.24 8X10 2
Beispiele 0.31 0.29 0.31 0.30 0.31 0.32 0.25 7 XlO"2
1 0.29 0.34 0.31 0.34 0.32 0.35 0.22 11 XlO"2
2 0.31 0.27 0.34 0.28 0.35 0.29 0.39 16 XlO"2
3 0.27 0.28 0.28 0.29 0.27 0.30 0.35 8X10"2
4 0.27 0.34 0.29 0.33 0.30 0.33 0.34 21 XlO"2
5 0.33 0.34 0.32 0.54
6 0.19 0.19 0.21 15X10"2
7 0.18 0.24 0.20 0.21 0.21 0.19 0.37 16X10 2
Vergleichsbeispiele 0.25 0.29 0.22 0.30 0.19 0.28 0.35 79X10 2
1 0.29 0.33 0.28 0.34 0.29 0.36 2.54 114X10 2
2 0.31 0.33 0.34 0.34 0.35 0.30 3.73 35X10 2
3 0.32 0.32 0.32 0.91
4
Handelsübliches
Reibungsmaterial auf
Asbestbasis
Tabelle 3
Mechanische Eigenschaften und thermische Leitfähigkeit
Probe Scheinbare
Dichte
(g/ml)
Rockwell-
Härte
(HRL)
Biege
festigkeit
(kg/mm2)
Biegemodul
(kg/mm2)
Schlag
festigkeit
Izod*)
Thermische
Leitfähigkeit
(cal/cm · s.°C
Beispiel 3
Handelsübliches
Reibungsmaterial
auf Asbestbasis
2,46
2 bis 2,5
80,1
60 bis 80
5,95
2 bis 5
900
450 bis 900
4,7
4 bis 5
1,85XlO"3
(1,3 bis 2,5) XlO"3
*) Schlagfestigkeit nach Izod: ohne Einkerbung, ausgedrückt in kg-cm/cm2.
230215/620

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Organisches Reibungsmaterial,
zeichnet durch ejien Gehalt an
gekenn-
a) 10 bis 30Vol.-% eines Phenol/Formaldehyd-Harzes,
b) 15 bis 50 Vol.-°/o zerkleinerten Kohlefasern mit einer durchschnittlichen Länge von 0,2 bis 10 mm und einem durchschnittlichen Durchmesser von 3 bis 50 μ,
c) 7 bis 20 Vol.-% Stahlfasern und
d) 10 bis 15Vol.-°/o anorganischen und/oder organischen Füllstoffen, wobei die Summe des Volumens der Kohlefasern und der Stahlfasern 25 bis 50Vol.-% und das Verhältnis dieser Summe zu dem Volumen des Phenol/Formaldehyd-Harzes 1,8 bis 3,5 beträgt
DE3016041A 1979-04-26 1980-04-25 Organisches Reibungsmaterial Expired DE3016041C2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP5193779A JPS55157672A (en) 1979-04-26 1979-04-26 Organic friction material

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE3016041A1 DE3016041A1 (de) 1980-12-11
DE3016041C2 true DE3016041C2 (de) 1982-04-15

Family

ID=12900771

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE3016041A Expired DE3016041C2 (de) 1979-04-26 1980-04-25 Organisches Reibungsmaterial

Country Status (7)

Country Link
US (1) US4278584A (de)
JP (1) JPS55157672A (de)
AU (1) AU532376B2 (de)
CA (1) CA1136313A (de)
DE (1) DE3016041C2 (de)
FR (1) FR2455069A1 (de)
GB (1) GB2047722B (de)

Families Citing this family (26)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS56107053A (en) * 1980-01-30 1981-08-25 Akebono Brake Ind Abrasive material
US4363884A (en) * 1980-03-17 1982-12-14 Akebono Brake Industry Company, Ltd. Friction material
JPS57124140A (en) * 1981-01-23 1982-08-02 Sumitomo Electric Ind Ltd Frcition material
JPS5918429B2 (ja) * 1981-06-10 1984-04-27 呉羽化学工業株式会社 有機摩擦材料
JPS5872738A (ja) * 1981-10-27 1983-04-30 Aisin Chem Co Ltd 車輛用摩擦材の製造方法
JPS5943238A (ja) * 1982-09-03 1984-03-10 Akebono Brake Ind Co Ltd 摩擦材
US4504532A (en) * 1983-02-03 1985-03-12 Hercules Incorporated Phenolic blast tube insulators for rocket motors
KR860000984A (ko) * 1984-07-20 1986-02-22 박승문 자동차 바퀴에 장착된 발전장치
JPS61115987A (ja) * 1984-11-12 1986-06-03 Sumitomo Electric Ind Ltd スチ−ルフアイバ−を用いた摩擦材
US4722950A (en) * 1986-07-07 1988-02-02 Allied Corporation Friction material
JPS6362925A (ja) * 1986-08-29 1988-03-19 Toyota Motor Corp レジンモ−ルド系クラツチ用摩擦材料組成物
JPH02256885A (ja) * 1989-03-30 1990-10-17 Yuken Kogyo Co Ltd 可変容量型ピストンポンプ
US5122550A (en) * 1990-11-21 1992-06-16 Hoechst Celanese Corporation Cellulose ester fibrils: a molding aid for friction materials
JPH068772U (ja) * 1992-06-30 1994-02-04 豊興工業株式会社 可変容量形液圧ポンプ
US5453317A (en) * 1993-08-31 1995-09-26 Borg-Warner Automotive, Inc. Friction material comprising powdered phenolic resin and method of making same
KR100350332B1 (ko) * 1993-09-23 2002-11-14 보그-워너 인코포레이티드 분말실리콘수지와분말페놀수지를포함하는불포화마찰재료및이의제조방법
EP0696693B1 (de) 1994-08-09 1999-07-07 Sterling Chemicals International, Inc. Durch ein Trockenverfahren hergestelltes Reibungsmaterial, Verfahren zu dessen Herstellung und trockene Mischung
JP3645641B2 (ja) * 1996-02-16 2005-05-11 株式会社ダイナックス シンクロナイザーリング用摩擦材
US20040146702A1 (en) * 2003-01-29 2004-07-29 Xinming Shao Pure iron fiber based friction material product
US20060151268A1 (en) * 2005-01-12 2006-07-13 Sunil Kesavan Copper-free non-asbestos organic friction material
JP5584392B2 (ja) * 2007-12-19 2014-09-03 三菱電機株式会社 摩擦部材の製造方法
JP4680288B2 (ja) * 2008-10-10 2011-05-11 トヨタ自動車株式会社 摩擦材及び摩擦材の製造方法
US8409760B2 (en) * 2009-01-20 2013-04-02 Adaptive Materials, Inc. Method for controlling a water based fuel reformer
US8936888B2 (en) * 2009-01-30 2015-01-20 Adaptive Materials, Inc. Fuel cell system with flame protection member
US20110189578A1 (en) * 2010-02-01 2011-08-04 Adaptive Materials, Inc. Fuel cell system including a resilient manifold interconnecting member
US8796888B2 (en) 2010-07-07 2014-08-05 Adaptive Materials, Inc. Wearable power management system

Family Cites Families (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2144367B2 (de) * 1971-09-04 1973-11-22 Jurid Werke Gmbh, 2056 Glinde Verfahren zur Herstellung eines Reibkorpers
US4051097A (en) * 1972-01-31 1977-09-27 The Bendix Corporation Carbon metallic friction composition
DE2539847B2 (de) * 1975-09-08 1977-12-22 Jurid Werke Gmbh, 2056 Glinde Reibbelag, insbesondere bremsbelag fuer schienenfahrzeuge
US4119591A (en) * 1977-07-05 1978-10-10 The Bendix Corporation Friction material reinforced with steel and cellulose fibers
GB1604828A (en) * 1977-08-10 1981-12-16 Ferodo Ltd Friction materials
US4178278A (en) * 1978-03-01 1979-12-11 Johns-Manville Corporation Friction material for railroad service
DE2926616C2 (de) * 1978-07-07 1982-12-30 Nisshin Spinning Co., Ltd., Tokyo Reibbelag

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
NICHTS-ERMITTELT

Also Published As

Publication number Publication date
DE3016041A1 (de) 1980-12-11
FR2455069A1 (fr) 1980-11-21
GB2047722A (en) 1980-12-03
AU5779580A (en) 1980-10-30
JPS55157672A (en) 1980-12-08
US4278584A (en) 1981-07-14
AU532376B2 (en) 1983-09-29
GB2047722B (en) 1983-03-30
JPS6317872B2 (de) 1988-04-15
CA1136313A (en) 1982-11-23
FR2455069B1 (de) 1983-10-21

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3016041C2 (de) Organisches Reibungsmaterial
DE3220894C2 (de) Organisches Reibungsmaterial
EP0050377B1 (de) Asbestfreies Reibmaterial
DE2926616C2 (de) Reibbelag
DE102007061459B4 (de) Asbestfreies Reibungsmaterial
DE3877255T2 (de) Reibmaterial.
DE2922251A1 (de) Reibungsmaterial auf organischer basis
DE2826793A1 (de) Asbest-freies reibmaterial auf organischer basis
EP2270353A2 (de) Reibbelagmischung für einen Reibwerkstoff, insbesondere für Brems- und Kupplungsbeläge
DE2911583A1 (de) Bremsblockmaterial
DE3132969A1 (de) "reibmaterial insbesondere fuer brems- und kupplungsbelaege"
DE69425619T2 (de) Asbestfreies Reibungsmaterial
DE4105308A1 (de) Asbestfreies reibungsmaterial
DE602004001917T2 (de) Reibungsmaterial
DE69211293T2 (de) Reibwerkstoff und Verfahren zur desen Herstellung
DE3913021C2 (de) Bremsen-Reibungsmaterial mit einem kondensierten, mehrkernigen aromatischen Kohlenwasserstoffharzbindemittel aus Pech
DE69708766T2 (de) Reibungsmaterial
DE69102901T2 (de) Asbestfreier Bremsbelag.
DE3637022A1 (de) Asbestfreies reibematerial
DE2932647C2 (de)
DE69008079T2 (de) Reibungsmaterial und Verfahren zur Herstellung desselben.
EP0328514B1 (de) Schmiermittel
DE69513755T2 (de) Asbestfreies Reibungsmaterial
DE3727809A1 (de) Geformte harzmasse als reibungsmaterial zur verwendung in kupplungen
EP0394608A2 (de) Reibmaterial

Legal Events

Date Code Title Description
OD Request for examination
D2 Grant after examination
8339 Ceased/non-payment of the annual fee