DE3003602C2 - Vertikalablenkverstärker - Google Patents

Vertikalablenkverstärker

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DE3003602C2 DE19803003602 DE3003602A DE3003602C2 DE 3003602 C2 DE3003602 C2 DE 3003602C2 DE 19803003602 DE19803003602 DE 19803003602 DE 3003602 A DE3003602 A DE 3003602A DE 3003602 C2 DE3003602 C2 DE 3003602C2
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Horst 2800 Bremen Kanarski
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NORDDEUTSCHE MENDE RUNDFUNK KG 2800 BREMEN
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    • H03K4/48Generating pulses having essentially a finite slope or stepped portions having triangular shape having sawtooth shape using as active elements semiconductor devices
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    • H03K4/69Generating pulses having essentially a finite slope or stepped portions having triangular shape having sawtooth shape using as active elements semiconductor devices in which a sawtooth current is produced through an inductor using a semiconductor device operating as an amplifier
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Description

Die Erfindung betrifft einen Vertikalablenkverstärker, bestehend aus einem Vorverstärker, ejner Gegentaktendstufe, vorzugsweise mit einem Paar komplementärer Transistoren und einem Rücklaufgenerator, der zumindest einen Ladewiderstand, einen Bootstrap-Kondensator, eine Bootstrap-Diode und einen Schalttransistör enthält
Stand der Technik
Es ist z. B. durch die DE-AS 24 11 108 bekannt, in Vertikalablenkyerstärkern als Endstufe 2 Transistoren unterschiedlichen Leitfähigkeitstyps zu verwenden. Eine solche Schaltung hat, wenn sie an nur einer Betriebsspannungsquelle betrieben wird, den Nachteil eines hohen Stromverbrauchs. Bekanntlich soll eine solche Schaltung an ihrem Ausgang eine sägezahnförmige Spannung erzeugen. Die angeschlossene Vertikalablenkwicklung hat aber neben ihrem ohmschen Widerstand auch eine Induktivität, die während des Sägezahnrücklaufs eine hohe Betriebsspannung erforderlich macht, um den Rücklauf in der durch die Norm vorgeschriebenen kurzen Zeit zu erzwingen.
Diese hohe Betriebsspannung Hegt nun auch während der Zeit des Hinlaufs an, obwohl sie dort gar nicht benötigt wird. Der erforderliche Ablenkstrom multipliziert sich mit der zu hohen Spannung zu einer zu hohen Leistung, deren Überschuß im Verstärker unnötigerweise in Wärme umgesetzt wird. Hierdurch kann sich eine zu große Erhitzung von Bauteilen ergeben, die zu Ausfällen führt, wenn nicht ein großer Aufwand an Kühlmitteln getrieben wird.
Der Nachteil des sehr hohen Energieverbrauchs wird durch eine Schaltung nach der DE-AS 24 25 560 vermieden, bei der 2 Betriebsspar.nungsquellen vorgesehen sind: eine Betriebsspannungsquelle niederer Spannung, an die die Verstärkerschaltung während des Sägezahnhinlaufs angeschlossen ist und eine zweite Betriebsspannungsquelle höherer Spannung, an die die Verstärkerschaltung während des Sägezahnrücklaufs angeschlossen ist Das Umschalten der Verstärkerschaltung auf die eine oder die andere Betriebsspannungsquelle besorgt ein elektronischer Umschalter.
Zwei Betriebsspannungsquellen sind aber teuer. Der Aufwand im Stromversorgungsteil des Gerätes hinsichtlich Spannungserzeugung und Siebung ist hoch. Ein weiterer Nachteil einer Schaltung nach der DE-AS 24 25 560 ist, daß sich der obere Ausgangstransistor 2 nicht voll aussteuern läßt, weil der Bootstrap-Kondensator 10 an die Betriebsspannungsquelle mit der niederen Spannung angeschlossen ist Er wird nicht weit genug aufgeladen. Diesen Nachteil will die DE-AS 24 56 832 vermeiden. Hier wird bei sonst nahezu gleichbleibender Gesamtschaltung der Bootstrap-Kondensator an die Quelle höherer Betriebsspannung angeschlossen. Der Nachteil des hohen Gesamtaufwandes bleibt aber bestehen.
In FUNK-TECHNIK, 32. Jahrgang, Nr. 23/1977, S. 413 ff ist das Vertikalmodul II, beschrieben. Es enthält einen Operationsverstärker mit einem normalen und einem invertierenden Eingang. An diesem Operationsverstärker sind komplementäre Darlington-Endstufen angeschlossen, an deren Emittern die Ausgangsspannung abgenommen wird.
Im gleichen Artikel ist auf Seite 418 auch ein sog. »Rücklaufgenerator« beschrieben. Ein solcher Rücklaufgenerator ist eine Art »getakteter Bootstrap«, mit dessen Hilfe ein auf Betriebsspannung Ub aufgeladener »Bootstrap-Kondensator« zu Beginn des Rücklaufs mittels eines Schalttransistors mit seinem positiven Pol auf Schaltungsmasse geklemmt wird, wodurch sein Minuspol nahezu das Potential — Ub erreicht Da nun die Endstufe mit ihrem positiven Anschluß an Ub und mit ihrem negativen Anschluß an dem Minuspol des Bootstrap-Kondensators liegt, erhält die Endstufe zu Beginn des Rücklaufs eine Betriebsspannung von nahezu 2 Ub- Zu Beginn des Hinlaufs wird der Schalttransistor wieder nichtleitend und der Minuspol des Bootstrap-Kondensators wird wieder mittels einer Diode auf Schaltungsmasse geklemmt Der Bootstrap-Kondensator selbst wird von Ub aus über einen Widerstand wieder nachgeladen. Die Endstufe hat dann wieder ihre normale Betriebsspannung. Die vorher notwendige zweite Betriebsspannungsquelle entfällt
Solche Rücklaufgeneratoren bekommen eine besondere Bedeutung, wenn moderne ablenkenergiesparende Bildröhren, wie z.B. PILS4A67-700X, verwendet werden. Diese Bildröhren haben sog. »Hochimpedanz-Ablenksätze«. Im Gegensatz zu früheren Ablenkkonzepten hat hier der Vertikalablenkspulensatz eine im Vergleich zum ohmschen Widerstand (Verluste) der Wicklung relativ hohe Selbstinduktion (Magnetfeld). Das Verhältnis L/R, d. h. die »Güte« der Spulen, ist hier mehr als doppelt so groß wie früher.
Dieser hohe Selbstinduktionsanteil der Vertikal-Ablenkwicklung verursacht eine hohe Spannungsspitze, wenn der Rücklauf eingeleitet wird. Diese Spannungsspitze ist fast ebenso groß wie die gesamte Spitze —
Spitze — Spannung des eigentlichen Sägezahns. Somit ist der »getastete Bootstrap« in Form des Rücklaufgenerators das geeignete Mittel, diese Spannungsspitze mit zu erfassen, weil mit Beginn des Rücklaufs, und zwar nur während des Rücklaufs, die Betriebsspannung des Endverstärkers verdoppelt wird, während für den langer andauernden Hinlauf der Endverstärker nur mit der normalen Betriebsspannung betrieben wird. Es wird Energie gespart Die Transistoren der Gegentaktendstufe werden geschont
Trotzdem haften einem Rücklaufgenerator nach dem Stand der Tichnik eine Reihe von Nachteilen an:
1. Die Speisung des Rücklaufgenerators erfolgt über einen Widerstand von der Betriebsspannung Ub-Der Bootstrap-Kondensator wird somit über diesen Widerstand von Ub her aufgeladen. Wird nun während des Rücklaufs der Pluspol des Bootstrap-Kondensators an Schaltungs-Masse geklemmt, fließt über den Widerstand unnützerweise ein Strom von Ub gegen Masse. Es wird unnütz Energie verbraucht Oder es müßte ein zusätzlicher Schalttransistor eingesetzt werden, der während des Rücklaufs den Stromfluß sperrt.
2. Die Steuerung des Rücklaufgenerators erfolgt vom Sägezahngenerator. Der Beginn des Rücklaufs ist zwar genau definiert, das Ende des Rücklaufs hängt aber von der Selbstinduktion des Ablenksatzes.und deren natürlichen Streuungen ab. Wird nun das Ende des Rücklaufs vom Sägezahngenerator diktiert, so entstehen bei vom Fabrikationsmittelwert abweichenden Selbstinduktionen der Abknksätze beim Wiedereinschalten des Hinlaufs Stoßvorgänge, die sich am oberen Bildrand durch Stauchungen oder Dehnungen der Bildgeometrie bemerkbar machen. Außerdem verlangen die Mittel zur Erzeugung eines entsprechend verzögerten Hinlauf-Einschaltbefehls einen zusätzlichen wirtschaftlichen Aufwand.
3. Bei Hochimpedanz-Ablenkkonzepten entstehen während des Rücklaufs bei den üblichen Schaltungen hohe negative Spannungsspitzen. Wird nun im Zuge des Ablenkverstärkers ein Integrierter Schaltkreis verwendet, der mit seinem negativen Betriebsspannungsanschluß, der internen Masse, dem Substrat, so wie es üblich ist, an die Schaltungsmasse angeschlossen ist, dann können
z. B. auf dem Wege über die Gegenkopplung an den Eingängen Spannungen entstehen, die negativ gegen das Substrat werden. Dadurch können die Integrierten Schaltkreise Schaden leiden. Die Zuverlässigkeit ist hier nicht in vollem Umfang gewährleistet.
Aufgabe
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Es besteht die Aufgabe, die oben angeführten Nachteile zu vermeiden, darüber hinaus ohne Qualitätseinbußen durch Einsparen von Bauteilen die Kosten zu senken und die Zuverlässigkeit nochmals zu erhöhen.
Lösung der Aufgabe
Die Lösung der Aufgabe erfolgt mit den im Kennzeichen des Anspruchs 1 gekennzeichneten Mitteln. Diese Mittel sind in Weiterführung der Erfindung der Schlüssel zu ganz wesentlichen Vereinfachungen und Verbilligungen.
Vorteile
Das Nachladen des Bootstrap-Kondensators kann nur auf dem Wege über den oberen Transistor der Gcgentaktendstufe erfolgen. Ein Hochlastwiderstand, der den Bootstrap-Kondensator von der Betriebsspannung Ub her auflädt, entfällt Es bleibt nur ein kleiner Ladewiderstand von etwa 10 Ohm übrig, der lediglich Schaltstöße verhindern soll, wenn der Bootstrap-Kondensator beim Einschalten des Gerätes das erste Mal aufgeladen wird. Die Energieeinsparung beträgt etwa 1,5 Watt
Ein weiterer Vorteil ist die »Selbststeuerung« des Rücklauf-Generators. Sobald die Ausgangsspannung des Vertikalablenkverstärkers nicht mehr ansteigt, d. h. wenn der Rücklauf beginnt und die Auügangsspannung nur etwas unter die Ladespannung des Bootstrap-Kondensators gefallen ist, hängt die Ladediode aus und der Schalttransistor schaltet durch. Sobald aber in der Hinlaufphase die wiederansteigende Ausgangsspannung die Null-Spannung überschreitet öffnet der Schalttransistor selbsttätig. Ob nun die Induktivität der Ablenkspulen größer oder kleiner ist und damit die Zeitdauer größer oder kleiner ist, während der die Ausgangsspannung im Negativen verweilt ist ganz gleichgültig. Die Selbststeuerung des Rücklaufgenerators macht die Schaltung anabhängig von Toleranzen, eine Tatsache, die in der Mengenfertigung von sehr großer Bedeutung ist. Außerdem entfallen die Bauteile, die sonst zur Steuerung des Rücklaufgenerators aus dem Sägezahngenerator notwendig sind.
In Weiterführung der Erfindung entsteht ein weiterer Vorteil: Dadurch daß der negative Betriebsspannungsanschluß des Vorverstärkers nicht an Masse, sondern auf den spannungsführenden Punkt der Bootstrap-Diode gelegt wird, entfallen die Bauteile (Transistor und Widerstand), die nach dem Stand der Technik zur Erzeugung einer negativen Steuerspannung an den Basen der Gegentaktendstufe während der aus dem Rücklauf entstehenden negativen Spannungsspitze notwendig sind. Es werden nochmals Kosten gespart und die Zuverlässigkeit wird erhöht durch Wegfall von Bauteilen.
Ist der Vorverstärker ein Integrierter Schaltkreis, so wird hier das Substrat als negativer Betriebsspannungsanschluß an den spannungsführenden Punkt der Bootstrap-Diode gelegt. Da dieser Punkt die größtmögliche negative Spannung der Gesamtschaltung führt, kann es somit nie vorkommen, daß irgendein inneres Schaltungsteil des Integrierten Schaltkreises negativer als das Substrat wird, wodurch der Integrierte Schaltkreis Schaden leiden könnte. Auch hier wird mit sehr einfachen Mitteln wieder eine wesentliche Steigerung der Zuverlässigkeit erreicht.
In einer weiteren Weiterführung der Erfindung werden Vorverstärker und Gegentaktendstufe zu einem gemeinsamen Integrierten Schaltkreis zusammengefaßt, dessen negativer Betriebsspannungsanschluß wiederum an den spannungsführenden Punkt der Bootstrap-Diode gelegt ist Abgesehen davon, daß erneut Bauteile entfallen und in der Fertigung Bestückungsarbeit gespart wird, entsteht ein neuer überraschender Vorteil:
Es können ganz normale integrierte Schaltkreise aus der Rundfunktechnik, z. B. nach der Art des bekannten TDA 2030 verwendet werden, wie sie in Millionenstückzahlen weltweit als komplette N F-Verstärker hergestellt werden.
Der Vertikalablenkverstärker kann nun an Einfachheit nur noch dadurch übertroffen werden, daß integrationsfähige Teile des Rücklaufgenerators mit in den Integrierten Schaltkreis einbezogen werden. Dann entfiele allerdings der Vorteil des weltweit beziehbaren Universal-Rundfunk-IC's.
Beschreibung der Erfindung
Anhand der Abbildungen wird die Erfindung näher erläutert.
A b b. 1 zeigt eine Schaltung nach dem Stand der Technik, jedoch mit neuartigem Rücklaufgenerator.
A b b. 2 zeigt den Verlauf der Ausgangsspannung u der Gegentaktendstufe und des Ablenkstroms / in Abhängigkeit von der Zeit
A b b. 3 zeigt eine Weiterbildung der Erfindung mit dem auf den spannungsführenden Punkt der Bootstrap-Diode gestellten Vorverstärker.
Abb. 4 zeigt eine weitere Weiterbildung der Erfindung, bei der ein ganz normaler Rundfunk-NF-Verstärker-IC als Vorverstärker und Endstufe benutzt wird.
In Abb. 1 wird ein Vorverstärker 1 über seinen Eingang E mit einer Sägezahnspannung gespeist, die von einem hier nicht gezeichneten Sägezahngenerator erzeugt wird. Der Vorverstärker hat einen zusätzlichen invertierenden Eingang /, dem in bekannter Weise Gegenkopplungsspannungen zugeführt werden.
An den Ausgang des Vorverstärkers ist die Gegentaktendstufe 2 angeschaltet, deren Funktion als bekannt vorausgesetzt werden kann. Erwähnt sei lediglich der Bootstrap-Transistor 3, der die Aufgabe hat, die Basisspannungen der Gegentaktendstufe nach dem Negativen zu ziehen, wenn der negative Betriebsspannungsanschluß 5 der Gegentaktendstufe durch den Rücklaufgenerator 4 negativ gemacht wird.
Der Ausgang A der Gegentaktendstufe 2 ist über den Koppel-Kondensator 5 mit dem Ablenksatz 6 verbunden, dessen Wicklung eine ohmsche und eine induktive Komponente hat. Der Fußpunkt des Ablenksatzes 6 ist in bekannter Weise über einen niederohmigen Widerstand 7 nach Schaitungsrnasse geführt. An dem Widerstand 7 wird eine Stromgegenkopplung abgenommen, die nach vorn zum Sägezahngenerator und zu Entzerrungsstufen geführt ist, die hier nicht weiter erklärt werden müssen.
Der Rücklaufgenerator 4 enthält
den Ladewiderstand 8,
die Ladediode 9,
den Schalttransistor 10,
den Schutzwiderstand 11,
den Bootstrap-Kondensator 12 und
die Bootstrap-Diode 13.
Anhand von Abb.2 sei nun die Funktion des Rücklaufgenerators 4 näher erklärt
Die Zeit T ist eine Ablenkperiode. Sie beträgt nach der CCIR-Nonn 20 msec. Die Zeit U wird für den Rücklauf benötigt, sie beträgt maximal 1,4 msec Der Hinlauf erfolgt während der Zeit t2. Er benötigt ca. 18,6 msec.
Bei den folgenden Erläuterungen sollen der Einfachheit halber Dioden immer als ideale Schalter betrachtet werden. Die Durchlaß-Spannungen sollen vereinfachend als Null angenommen werden.
Während der Zeh t2 des Hinlaufs klemmt die Bootstrap-Diode 13 den negativen Betriebsspannungsanschluß 5an Schaltungsmasse. Die Gegentaktendstufe liegt dann zwischen positiver Betriebsspannung Ub und Schaltungsmasse.
Auch der negative Pol des Bootstrap-Kondensators 12 ist durch die Bootstrap-Diode 13 während des Hinlaufs an Schaltungsmasse geklemmt. Abgesehen vom Vorgang des ersten Einschaltens hat der Bootstrap-Kondensator 12 vom letzten Schaltzyklus her noch eine Restladung und damit eine restliche
ίο positive Spannung an seinem positiven Pol. Sobald nun die Ausgangsspannung u der Gegentaktendstufe 2 am Punkt A höher wird als die restliche Spannung am Bootstrap-Kondensator 12, erfolgt eine Nachladung über den Ladewiderstand 8 und die Ladediode 9. Am Ende des Hinlaufs ist der Bootstrap-Kondensator 12 nahezu auf Betriebsspannung Us aufgeladen. Die Aufladung erfolgte in der Nachladezeit /3 durch den oberen Endstufentransistor.
Beim ersten Einschalten des Gerätes ist der
Bootstrap-Kondensator 12 noch leer. Es würde beim erstmaligen Aufladen ein sehr starker Strom über den oberen Transistor der Gegentaktendstufe und die Ladediode in den Bootstrap-Kondensator hineinfließen. Ein solcher, eventuell zu starker Strom könnte die Halbleiter beschädigen. Zur Begrenzung dient daher der Ladestromwiderstand 8. Außerdem könnten beim plötzlichen Zuschalten des Bootstrap-Kondensators 12 an die Induktivitäten des Ablenksatzes Schwingungsvorgänge auftreten, die die Bildgeometrie verzerren.
Der Ladewiderstand 8 dient dann als »Stoßdämpfer«.
Beim Einsetzen des Rücklaufs fällt die Sägezahnspannung am Eingang £des Vorverstärkers 1 sehr schnell ab. So schnell kann aber der volle Ausgangsstrom der Gegentaktendstufe 2 gar nicht abgebremst werden, da die Induktivität des Ablenksatzes 6 bestrebt ist, diesen Strom weiterzuschieben. Damit nun in der zur Verfügung stehenden Zeit ti der abfallende Ablenkstrom / schneller abgebremst werden kann, muß eine Gegenspannung angelegt und ein zusätzlicher Gegenstrom in den Ablenksatz eingeschoben werden. Hierfür sorgt der Rücklaufgenerator 4.
Sobald das Potential am Ausgang A der Gegentaktendstufe 2 auch nur etwas unter das Potential des auf nahezu auf + Ub aufgeladenen Bootstrap-Kondensators 12 sinkt, wird die Ladediode 9 nichtleitend. Die Basisspannung des Schalttransistors 10 wird über den Schutzwiderstand 11 negativer als sein Emitter, der am Pluspol des aufgeladenen Bootstrap-Kondensators 12 liegt Der Schalttransistor 10 wird durchgeschaltet und der Pluspol des Bootstrap-Kondensators 12 wird an Schaltungsmasse gelegt Dabei wird gleichzeitig die Bootstrap-Diode 13 in den Sperrzustand gebracht und der negative Pol des voll aufgeladenen Bootstrap-Kondensators 12 stemmt nun den negativen Betriebsspannungsanschluß 5 der Gegentaktendstufe 2 hinunter auf beinahe — Ub. Die Basen der beiden Transistoren der Gegentaktendstufe 2 werden während des Rücklaufs durch einen Bootstrap-Transistor 3 mit nach dem Negativen gerissen.
Während der Rücklaufzeit t\ wird somit die Gegentaktendstufe mit der nahezu doppelten Betriebsspannungbetrieben.
Der Verlauf der Ausgangsspannung u am Ausgang A der Gegentaktendstufe 2 wird im Rücklauf während der
es Zeit t\ im wesentlichen durch den Differentialquctienten des Ablenkstromes / nach der Zeh bestimmt Der Ablenkstrom /setzt sich dabei aus zwei Komponenten -zusammen, einmal aus dem nach einer e-Funktion
abklingenden übriggebliebenen Hinlaufstrom und dem vom Bootstrap-Kondensator 12 über den unteren Transistor der Gegentaktendstufe 2 in entgegengesetzter Richtung in den Ablenksatz hineingepreßten Bremsstrom, der stetig ansteigend sich vom übriggebliebenen Hinlaufstrom subtrahiert und anschließend den neuen Hinlaufstrom bildet.
Am Ende der Zeit t\ ist der Differential-Koeffizient des Ablenkstroms ; nach der Zeit und damit die Ausgangsspannung u gleich Null. Von da ab beginnt wieder der Hinlauf, der die Zeit h andauert.
Beim Übergang von U nach h kommt die Ausgangsspannung u wieder ins Positive. Dadurch wird die Ladediode 9 leitend, sie schließt Emitter und Basis des Schalttransistors 10 kurz und der Schalttransistor 10 kommt in den Sperrzustand. Gleichzeitig wird aber auch die Bootstrap-Diode 13 leitend und der negative Poi des Bootstrap-Kondensators kommt wieder auf Schaltungsmasse zu stehen. Die Betriebsspannung der Gegentaktendstufe 2 ist wieder die einfache Betriebsspannung Ub- Der Hinlauf setzt sich fort und an seinem Ende wird — wie eingangs beschrieben — der Bootstrap-Kondensator 12 während der Zeit /3 wieder nachgeladen.
Die vorstehende Beschreibung zeigt nur ein Ausführungsbeispiel für die Ausgestaltung des Vertikalablenkverstärkers nach vorstehender Erfindung.
Es wurde eine Bootstrap-Schaltung beschrieben, die nach dem Negativen arbeitet. Es ist aber auch eine Bootstrap-Schaltung denkbar, die nach dem Positiven läuft. In einem solchen Falle müßte der Ablenksatz polvertauscht angeschlossen werden. Die Kurven nach A b b. 2 müßten spiegelbildlich verlaufen und die Halbleiter — zumindest des Rücklaufgenerators — müßten entgegengesetzten Leitfähigkeits-Typs sein.
Die Abb.3 zeigt eine Weiterführung der Erfindung. Der Vorverstärker 1 aus A b b. 1 ist jetzt mit seinem negativen Betriebsspannungsanschluß 5 nicht auf Schaltungsmasse, sondern auf den spannungsführenden Punkt der Bootstrap-Diode 13 des Rücklaufgenerators 4 gestellt.
Die Funktion ist die gleiche wie bei der Schaltung nach Abb. 1. Der Bootstrap-Transistor 3 kann jedoch entfallen.
Von besonderem Vorteil ist hier, wie schon vorher erwähnt, daß das Substrat des Integrierten Schaltkreises immer den negativsten Punkt der Gesamtschaltung darstellt und keine inneren Beschädigungen des Integrierten Schaltkreises dadurch eintreten können, daß von außen her innere Teile des Integrierten Schaltkreises negativer als das Substrat gesteuert werden können.
In einer weiteren Weiterbildung der Erfindung wird in A b b. 4 eine ganz einfache Vertikalablenkverstärker-Schaltung gezeigt, die wiederum den gleichen Rücklaufgenerator 4 wie in den A b b. 1 und 3 zeigt.
Ergänzend hierzu ist jedoch noch eine Schutz-Diode 14 eingefügt, die z. B. bei Hochspannungsüberschlägen der Bildröhre oder auch sonst den Schalttransistor 10 gegen I nversbetrieb schützt.
Neuartig ist hier aber, daß Vorverstärker und
Gegentaktendstufe zu einem einzigen Integrierten Schaltkreis 15 zusammengefaßt sind, der nichts weiter ist als ein ganz normaler NF-Verstärker, wie er in preiswerten Rundfunkempfängern benutzt wird.
Eine solche Schaltung ist an Einfachheit kaum zu übertreffen und stellt z. Z. eine optimale Lösung der gestellten Aufgabe dar.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Vertikalablenkverstärker, vorzugsweise für Fernsehgeräte, bestehend aus einem Vorverstärker, einer Gegentaktendstufe, vorzugsweise mit einem Paar komplementärer Transistoren, und einem Rücklaufgenerator, der zumindest einen Ladewiderstand, einen " Bootstrap-Kondensator, eine Bootstrap-Diode und einen Schalttransistor enthält, dadurch gekennzeichnet, daß der Ladewiderstand (8) an den Ausgang (A) der Gegentaktendstufe (2) angeschlossen ist, daß in Reihe mit dem Ladewiderstand (8) eine Ladediode (9) geschaltet ist, deren Kathode mit dem Verbindungspunkt zwischen dem Emitter des Schalttransistors (10) und dem is Bootstrap-Kondensator (12) verbunden ist und daß die Basis des Schalttransistors (10) über einen Schutzwiderstand (11) an den Verbindungspunkt zwischen Lade widerstand (8) -ind . Ladediode (9) angeschlossen ist
2. Vertikalablenkverstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorverstärker (1) mit seinem negativen Betriebsspannungsanschluß (Sv) mit dem nicht geerdeten Anschluß der Bootstrap-Diode (13) verbunden ist.
3. Vertikalablenkverstärker nacti Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Vorverstärker (1) und Gegentaktendstufe (2) ohne den Rücklaufgenerator zu einem gemeinsamen, in der Rundfunktechnik universell auch als NF-Verstärker verwendbaren Integrierten Schaltkreis (15) zusammengefaßt sind.
4. Vertikalablenkverstärker nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Schalttransistor (10) des Rücklaufgenerators (4) eine Schutzdiode (14) antiparallel geschaltet ist
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