DE300030C - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10K—SOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G10K11/00—Methods or devices for transmitting, conducting or directing sound in general; Methods or devices for protecting against, or for damping, noise or other acoustic waves in general
- G10K11/18—Methods or devices for transmitting, conducting or directing sound
- G10K11/22—Methods or devices for transmitting, conducting or directing sound for conducting sound through hollow pipes, e.g. speaking tubes
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Description
Bei dem Austausch von Schallsignälen unter Wasser, . vorzugsweise zwischen
Schiffen, hat es sich sowohl beim Senden wie beim Empfang'en als vorteilhaft herausgestellt,
zwischen eine an das Wasser anstoßende Membran, in der Regel die Schiffswandung selbst und ein Empfangsglied oder
ein Erregungsglied ein schwingungsfähiges Gebilde einzuschalten, dessen Eigenton auf
ίο die Frequenz des Tones abgestimmt wird,
der gesendet oder empfangen werden soll. Als erregendes Glied kommen elektromagnetische
Einrichtungen in Betracht, die durch Wechselstrom oder pulsierenden Gleichstrom betrieben werden oder auch beliebige mechanische
Erreger,-wie der Klöppel einer Glocke, Schnellschlaghammer 0. dgl. Als Empfangsglied bietet sich vorzugsweise das Mikrophon,
das Telephon, der Detektor u. dgl.
Für alle Erregungs- und Empfangsglieder gilt allgemein die Regel, daß die Dämpfung
des zwischengeschalteten Schwirigungsgebilcies
durch die abgebende oder empfangende Membran und das anstoßende Wasser ebenso groß sein muß wie seine Dämpfung durch
das Empfangs- oder Erregungsglied, oder die von dem Schwingungsgebilde aufgenommene
Schwingungsenergie gleich der abgegebenen, wenn die Empfangs- oder Senderenergie
ein Maximum sein soll. Um diese Bedingung zu erfüllen, stehen in der Regel
zwei Mittel zur Verfügung, nämlich erstens, daß man den Strahler, also z.B. die Bord-
. wand und das ,Empfangsglied, also z.B. das Mikrophon, mit Punkten verschiedener
Amplitude oder Phase des Schwingungsgebildes koppelt und zweitens, wenn die beiden .,.
Koppelungspunkte gegeben sind, daß man die Koppelungen derart loser oder fester macht,
daß das verlangte Dämpfungsverhältnis erhalten wird.
Die angegebene Regel gilt aber nur dann · streng, wenn bei vollkommener Ruhe empfangen
wird. Treten -dagegen gleichzeitig störende Geräusche auf, so wird in der Regel
der Empfang besser (störungsfreier), λνεηη die Strahlungsdämpfung kleiner gemacht ,
wird als die Nutzdämpfung.
Da .nun die störenden Nebengeräusche gerade beim Empfangen je nach den äußeren
Umständen einen sehr verschiedenen Umfang annehmen, so war man bisher meist gezwun- ■
gen, die Abmessungen der Empfänger und Sender so zu wählen, daß das Dämpfungs-'verhältnis
für einen mittleren Störungszustand ungefähr ein Optimum darstellte. Bei weniger oder mehr g'estörtem Empfang '-mußte
man dann auf die Erreichung bester Leistungen verziehten.
Man hat auch vorgeschlagen, bei festen mechanischen Koppelungsgliedern, wieFedern
o. dgl., die Koppelung zum Zwecke der .■■ ■■"
Dämpfungsregelung zu ändern, was in diesem Fall am einfachsten durch Veränderung der
Federspannung erzielt wird. . 6S'
Demgegenüber besteht die Erfindung darin, daß zwischen die betreffenden Teile eine ■
Flüssigkeitsschicht eingeschaltet wird, die so
angeordnet ist, daß entweder ihre Länge in der Richtung der übertragenen Amplituden
oder ihr Querschnitt in der dazu senkrechten Richtung geändert werden kann. Eine
Längenänderung der koppelnden Flüssigkeitssäule läßt sich beispielsweise erreichen,
indem man -die Flüssigkeit in ein teleskop- oder balgenartig ausziehbares Rohr einschließt,
das mit einem Yorratsgefäß verbunden ist, um die entstehenden Volumenänderungen auszugleichen. Um den Querschnitt
der die Koppelung bildenden Flüssigkeitssäule zu ändern, kann man einen größeren
oder geringeren Teil der Flüssigkeit durch Luft verdrängen.
Der Vorteil dieser Koppelung gegenüber der bekannten Federkoppelung besteht darin,
daß einmal keine tieffrequenten Stöße und Störungen auf das Schwinguiigsgebildc gelangen
und daß außerdem die Koppelung sich in viel weiteren Grenzen \-erändern läßt als
das bei festen Koppelungsgliedern der Fall ist.
Sämtliche Figuren der Zeichnung sind schematische Längsschnitte durch verschie-.
dene Ausführungsbeispiele eines Empfängers nach der Erfindung.
In allen Figuren ist A ein beliebiges Gebilde, das befähigt ist, Schwingungsenergie
aus dem Wasser aufzunehmen oder an das Wasser abzustrahlen, in der Zeichnung· durch
eine an das Wasser anstoßende Membran oder die Schiffswandung dargestellt." B ist
ein beliebiges schwingungsfähiges Gebilde, in der Zeichnung in allen Figuren- beispielsweise
durch - eine Stimmgabel dargestellt. C ist allgemein irgend eine Vorrichtung,
durch welche Schallenergie dem Schwingungsgebilde B entzogen oder an das Schwingungsgebilde
B übertragen wird, im gezeichneten Schema durch ein Mikrophon dargestellt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 besteht die veränderliche Koppelung aus einem
mit dem Strahlungsglied A fest verbundenen Zylinder D, in den ein Kolben E leicht gleitend
und flüssigkeitsdicht eingeschliffen ist Am inneren Ende des Zylinders D ist oben
und unten je ein Ventil F, G angebracht.
Das Ventil F ist durch eine Rohrleitung mit einem Vorratsbehälter // verbunden.
Die eigentliche Koppelung· zwischen dem Strahlungsglied A und dem Schwingungsgebilde
B wird durch die im Zylinder D- ein-
55. geschlossene Flüssigkeitssäule L gebildet.
Durch Öffnen des A-^entils F und Verändern
der Stellung des Kolbens R kann die Länge der Flüssigkeitssäule verändert Werden und
dadurch die Festigkeit der Koppelung. Je länger die Flüssigkeitssäule gemacht wird,
desto loser wird die Koppelung.
In der Ausführungsform nach Fig. 2 ist der Zylinder D durch einen balgenartig ausziehbaren
Hohlkörper /)„ ersetzt. Im übrigen ist die Einrichtung und die Wirkung· unverändert.
. Die Fig. 3 veranschaulicht die Lösung der Aufgabe, die Koppelung dadurch zu verändern,
daß der Querschnitt der koppelnden * Flüssigkeitssäule verändert wird. Das Schwingungögebilde B ist starr mit einer
Membran verbunden, die in unveränderlichem Abstand von der Bordwand eingespannt ist
und eine Kapsel L von unveränderlichem Rauminhalt abdeckt, die, ebenso wie der Zylinder
D in der Ausführungsform nach Fig. 1, mit Ventilen /; und G versehen ist. Indem
man durch das Ventil G Luft in die Kapsel einpreßt und dafür sorgt, daß ein entsprechender
Teil der Flüssigkeit / daraus entweichen kann, kann man die Koppelung· loser,
oder indem man durch das Ventil F Flüssigkeit einpreßt und die darüber befindliche Luft
zusammendrückt oder durch das Ventil G entweichen läßt, kann man die Koppelung
fester machen. .
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 ist die erhaltene Koppelung keine reine Kraftkoppelung,
denn damit Schwingungen durch den Kolben Ii von der Bordwand A auf das
Schwingungsgebilde/) übertragen werden können, muß der Kolben die Schwingungen mitmachen,
erzeugt also Reibung an dieser Dichtungsfläche. .
In allen Fällen, in denen diese Reibungsdämpfung schädlich wirkt, kann sie dadurch
ausgeschlossen "werden, daß man die Einrichtung' nach Fig. 4 baut. Der Kolben E
ist hier als Rohr ausgeführt, dessen äußeres Ende durch eine Membran M überspannt ist,
und erst an dieser Membran ist das Schwingungsgebilde B befestigt. Mit Hilfe der
Ventile F und G kann \vieder in der beschriebenen
Weise, die Länge der Flüssigkeits- : säule / verändert werden. Dabei wird die 10S
Reibung zwischen dem Zylinder/) und dem Hohlkolben E so groß und die Elastizität eier
Membran /Ii so klein abgemessen, daß diese Größen gegenüber den durch die Flüssig'keitssäule
/ übertragenen Kräften vernachlässigt uo werden können. In den meisten Fällen, in
denen vorzugsweise bei Benutzung der Einrichtung als Empfänger mehr Wert darauf
gelegt wird, ankommende Signale von bestimmter Tonhöhe von störenden Geräuschen 11S
zu unterscheiden, als ein Maximum von Schwingungsenergie zu empfangen, ist indessen
ein gewisses Maß von Reibungsdämpfung erwünscht. Trotzdem ist es besser, die nötige
Reibung in Form von Flüssigkeitsreibung einzuführen, weil Reibung fester Körper a"n-'
einander nicht genau zu bemessen und un-
Claims (8)
1. Empfänger oder Sender für Unterwasserschall, bei dem ein auf die Frequenz
des übertragenden Schalls abgestimmtes .schwingungsfähiges Gebilde mit
einem zur Aufnahme oder Abstrahlung von Schwingungsenergie . befähigten
Glied (Membran, Bordwand) einerseits und mit einem Empfangs- oder Erregungsglied
(Mikrophon, Elektromagnet, Schnellschlaghammer) andererseits gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß
die gekoppelten Teile durch eine Flüssig- *>o
keitssäule miteinander verbunden sind, deren Länge oder Querschnitt oder deren Länge und Querschnitt veränderlich ge-
- macht sind.
2. Empfänger oder Sender nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
die gekoppelten Teile (A, B; B, C) durch einen teleskopartig oder balgenartig ausziehbaren
Flüssigkeitsbehälter (D, . E) miteinander verbunden sind.
3. Empfänger oder Sender nach Anspruch
j, dadurch gekennzeichnet, daß die gekoppelten Teile (A, B; B, C) durch
eine von einer elastischen oder unelastisch weichen Membran (K) überspannte
Kammer (L) miteinander verbunden sind, die mehr oder weniger mit Flüssigkeit gefüllt
wird.
4. Empfänger oder Sender nach den Ansprüchen 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der die Koppelung bildende Flüssigkeitsbehälter mit einem Vorratsbehälter derart verbunden ist, daß die
Flüssigkeit im Vorratsbehälter auf die koppelnde Flüssigkeitssäule Überdruck ausübt, wenn die Verbindung zwischen
beiden hergestellt wird.
5. Empfänger oder Sender nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Flüssigkeitspumpe vorgesehen ist, die derart mit der koppelnden Flüssigkeitsmasse verbunden ist, daß
man durch Ein- und Auspumpen von Flüssigkeit die Koppelung ändern kann.
6. Empfänger oder Sender nach Anspruch
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpe durch einen vom Beobachtungsort aus gesteuerten Elektromotor angetrieben
wird. ' ■ .
7. Empfänger oder Sender nach Anspruch S, dadurch gekennzeichnet, daß
die Pumpe dauernd angetrieben wird und
vom Beobachtungsort aus elektromagnetisch,
durch Druckluftübertragung o. dgl. gesteuert wird.
8. Empfänger oder Sender nach den Ansprüchen 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,daß
die koppelnde Flüssigkeitskammer durch verhältnismäßig enge Vcrbindungskanälc
mit Nebenräumen verbunden ist.
9· Empfänger oder Sender nach An-Spruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Flüssigkeitssäule von veränderlicher Länge in einen Zylinder mit röhrenförmigem
Kolben eingeschlossen ist und daß der Kolben durch eine Membran abgeschlossen
ist, mit der der Punkt, des Scinvingungsgebildes verbunden ist,,
dem die Koppelung angreifen soll.
dem die Koppelung angreifen soll.
an
Hierzu 1 Blatt Zeichi.unyen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE300030C true DE300030C (de) |
Family
ID=554064
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT300030D Active DE300030C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE300030C (de) |
-
0
- DE DENDAT300030D patent/DE300030C/de active Active
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