DE29823836U1 - Dachdurchführung mit einem Wärmeschutzrohr für einen Wärmeerzeuger - Google Patents

Dachdurchführung mit einem Wärmeschutzrohr für einen Wärmeerzeuger

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Description

Meißner, Bölte &' Partner
. Anwaltssozietät GbR Postfach 860624
81633 München
Anmelder: Datum: 21. September 1999
Wolf GmbH Unser Zeichen: M/WOL-038-DE/G Industriestraße 1 MB/PO/GR/fr
D-84048 Mainburg
Dachdurchführung mit einem Wärmeschutzrohr für einen Wärmeerzeuger
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Zuluft- und Abgasführung sowie einen Wind- und Wetterschutz für eine solche Vorrichtung, insbesondere für einen mit Gas beheizten Wärmeerzeuger, gemäß dem Oberbegriff der unabhängigen Patentansprüche. 5
Bekannte senkrechte Dachdurchführungen weisen ein Zuluft- und ein Abgasrohr auf, die konzentrisch und mit einem Abstand voneinander angeordnet sind. Über das Innenrohr der Dachdurchführung wird das Abgas eines Wärmeerzeugers nach außen hin abgeführt. Der zwischen dem Zuluftrohr und dem Abgasrohr vorhandene Ringspalt dient der Zuführung von Luft zum Wärmeerzeuger.
Während des Betriebs der bekannten Dachdurchführungen entstehen häufig z.B. durch Kondenswasser und Korrosion bedingte Ablagerungen, die insbesondere auf Dächern mit grobporiger Oberfläche, wie z.B. Betondachsteinen, mit hoher Festigkeit haften. Solche Ablagerungen wirken sich insbesondere bei Neubauten störend aus und werden zunehmend beanstandet. Eine Entfernung der Ablagerungen ist nur mit einem hohen Aufwand möglich. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Schaffung einer Vorrichtung zur Zuluft- und Abgasführung, die der Bildung von Kondenswasser durch Taupunktunterschreitung und damit von Ablagerungen im Austrittsbereich der Vorrichtung aus dem Dach eines Gebäudes oder dergleichen wirksam begegnet.
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Eine weitere Aufgabe der voliegenden Erfindung besteht in der Schaffung eines Wind- und Wetterschutzes für eine bekannte oder erfindungsgemäße Dachdurchführung, der eine verbesserte Abgasabströmung bzw. Zuluftzuführung aufweist. 5
Die Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden durch die Merkmale der zugeordneten unabhängigen Ansprüche, die eine Vorrichtung zur Zuluft- und Abgasführung sowie einen Wind- und Wetterschutz betreffen, gelöst.
Die bekannten Dachdurchführungen sind mit einem relativ dickwandigen Abgasrohr aus einer Aluminium-Legierung (z.B. AlMgSi) versehen. Typischerweise weist eine solche Dachdurchführung einen Abgasrohr-Durchmesser von 80 mm und einen Luftrohr-Durchmesser bis 130 mm für einen Heizwärmebedarf von maximal 30 kW auf. Die Verbrennungsluft insbesondere eines gasbeheizten Wärmeerzeugers, weist korrosive Bestandteile auf, die zu einem relativ hohen Oberflächenabtrag am Abgasrohr führen. Daher sind Wandstärken bis 2,5 mm für das Abgasrohr üblich, um einen ausreichenden Korrosionsschutz und damit eine akzeptable Lebensdauer gewährleisten zu können.
Das bekannte konzentrische Luft- und Abgassystem stellt einen Wärmetauscher dar, bei dem ein Teil der Wärmeenergie im Abgas an den in entgegengesetzter Richtung zum Abgasstrom fließenden Luftstrom der Zuluft abgegeben wird. Dieser Wärmeaustausch führt zu einer kontinuierlichen Abkühlung des Abgases des Wärmeerzeugers. Insbesondere bei niedrigen Außentemperaturen wird die Taupunkttemperatur der sich über den Dachbereich hinaus erstreckenden Dachdurchführung unterschritten. Es bildet sich Kondenswasser, das bei Außenlufttemperaturen unter dem Gefrierpunkt zur Eisbildung im Mündungsbereich der Dachdurchführung führt. Die durch korrodierende Bestandteile in der Verbrennungsluft und dem Gas aus der Oberfläche der Rohrführung her-
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ausgelösten Bestandteile gehen mit dem Kondenswasser in Lösung und lagern sich auf der Dachoberfläche ab.
Der Kern der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Zuluft- und Abgasführung besteht nun darin, die bekannte Vorrichtung mit einer Wärmeisolierung zu versehen, die einen Wärmeaustausch zwischen dem Abgas und der Zuluft weitgehend verhindert. Da sich das Abgas beim Durchströmen der erfindungsgemäßen Vorrichtung, im Vergleich zu der bekannten Vorrichtung, kaum abkühlt, bildet sich selbst bei niedrigen Außentemperaturen kein Kondenswasser, und die von der bekannten Vorrichtung hervorgerufenen Ablagerungen treten nicht auf.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, zwischen dem Abgasrohr und dem Zuluftrohr ein Wärmeschutzrohr anzuordnen, wobei alle drei Rohre einen radialen Abstand voneinander aufweisen und zumindest teilweise etwa konzentrisch zueinander angeordnet sind. Bei dieser erfindungsgemäßen Anordnung entsteht zwischen dem äußeren Zuluftrohr und dem nächstfolgenden inneren Wärmeschutzrohr ein Zuluft-Ringkanal und zwischen dem inneren Abgasrohr und dem Wärmeschutzrohr ein Ringspalt.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung, weist der erfindungsgemäße Ringspalt eine wärmeisolierende Luftschicht auf. Bei einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird eine temperaturbeständige Wärmeisolierschicht in den Ringspalt eingebracht. Sowohl der mit einer wärmeisolierenden Luftschicht als auch der mit einer temperaturbeständigen Wärmeisolierschicht versehene Ringspalt verhindert weitgehend, daß ein Wärmeaustausch zwischen dem Abgas und der Zuluft erfolgt.
Zur Verbesserung der wärmeisolierenden Eigenschaft des Ringspalts ist vorgesehen, den Ringspalt nach außen hin abzudich-
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ten. Dies kann erfindungsgemäß insbesondere durch eine Ringdichtung aus einem Werkstoff mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit erreicht werden. Zur Abdichtung des Ringspalts in Richtung auf den Wärmeerzeuger zu, kann alternativ oder ergänzend zu einer weiteren Ringdichtung ein erfindungsgemäßes Reduzierstück verwendet werden. Das erfindungsgemäße Reduzierstück ermöglicht den Anschluß der erfindungsgemäßen Vorrichtung an einen Wärmeerzeuger, und reduziert vorzugsweise lediglich den Querschnitt zur Führung des Abgases; der Querschnitt der Zuluftführung bzw. des Ringspalts wird erfindungsgemäß von dem Reduzierstück vorzugsweise zumindest nicht verringert. Das erfindungsgemäße Reduzierstück ist ferner derart gestaltet, daß es im auf die Vorrichtung aufgeschobenen Zustand den Ringspalt am unteren Ende der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Zuluft- und Abgasführung, gegebenenfalls zusätzlich zu einer Ringdichtung in diesem Bereich, verschließt.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung handelt es sich bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung um eine etwa senkrecht durch ein Gebäudedach hindurchgeführte Dachdurchführung. Es versteht sich, daß das erfindungsgemäße Konzept auch bei einer Vorrichtung zur Zuluft- und Abgasführung vorgesehen sein kann, die beispielsweise durch eine Wand hindurch und dann nach oben entlang einer Hauswand oder dergleichen geführt ist.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Ringspalt zwischen dem Abgasrohr und dem Wärmeschutzrohr zwischen etwa 2 mm und 5 mm beträgt. Ein Ringspalt von etwa 4 mm bis 5 mm hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen. Versuche haben gezeigt, daß ein solch geringer, vorzugsweise gleichmäßiger Ringspalt im Regelfall für eine ausreichende thermische Isolation zwischen dem Abgasrohr und dem Zuluftrohr genügt, wenn der Ringspalt nahezu luftdicht verschlos-
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sen ist, so daß aus dem Ringspalt zwischen Abgasrohr und Wärmeschutzrohr keine Leck-Strömung nach außen hin auftreten kann.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, als Abgasrohr ein dünnwandiges, weitgehend korrosionsbeständiges Edelstahlrohr zu verwenden, das eine geringe Wärmekapazität aufweist. Bei Versuchen hat sich gezeigt, daß ein Edelstahlrohr mit einer Wandstärke zwischen etwa 0,3 mm und 0,8 mm, insbesondere maximal etwa 0,6 mm, zweckmäßig ist. Die Wandstärke, wie auch die Größe des Ringspalts, ist selbstverständlich abhängig von den konkreten Betriebsbedingungen sowie von dem verwendeten Wärmeerzeuger und kann variieren.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist ein dünnwandiges, weitgehend temperatur- und korrosionsbeständiges Kunststoffrohr mit einer geringen Wärmekapazität vorgesehen. Ein Kunststoffrohr aus PVDF hat sich bewährt. Es versteht sich jedoch, daß auch andere Materialien, die weitgehend temperatur- und korrosionsbeständig sind, Verwendung finden können.
Indem erfindungsgemäß ein dünnwandiges Abgasrohr verwendet wird, das nur eine geringe Wärmekapazität aufweist, läßt sich ein schnelles Aufheizen des Abgasrohres erreichen, wobei es für das Aufheizen nur einer geringen Wärmeenergie bedarf. Durch das Luftpolster oder eine andere temperaturbeständige Wärmeisolierschicht im Luftspalt wird erreicht, daß das Abgasrohr in Betriebspausen nur langsam abkühlt und schnell erneut auf die Abgastemperatur gebracht wird. Die dem heißen Abgas zum Aufheizen des Abgasrohres entzogene Wärmeenergie ist nur gering, so daß eine Taupunktunterschreitung bei niedrigen Außentemperaturen im Austrittsbereich des Abgases aus der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht auftritt.
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Die wärmespeichernde und -isolierende Wirkung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Zuluft- und Abgasführung wirkt sich insbesondere dann vorteilhaft aus, wenn nur ein geringer Heizenergiebedarf besteht, wie z.B. bei einer Betriebsweise mit Nachtabsenkung. Eine solche Betriebsweise ist durch kurze Betriebszeiten des Wärmeerzeugers, wie insbesondere eines wärmeerzeugenden Gasgeräts, gekennzeichnet. In den Betriebspausen des Wärmeerzeugers treten nur geringe Auskühlverluste bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf, was zu einer deutlichen Energieeinsparung führt. Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Zuluft- und Abgasführung hat sich insbesondere als vorteilhaft erwiesen, wenn der Heizwärmebedarf unter 12 kW liegt und der Wärmeerzeuger in einem Taktbetrieb mit nur kurzer Einschaltdauer arbeitet.
Weiterhin ist von Vorteil, wenn insbesondere das Abgasrohr aus einem abgestimmten Verbundsystem aus Edelstahl und Aluminium, einem sogenannten VEA-System, besteht. Durch die Verwendung eines solchen Verbundsystems ist es möglich, den Korrosionsschutz und damit die Lebensdauer der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Zuluft- und Abgasführung weiter zu erhöhen.
Ferner schlägt die Erfindung einen verbesserten Wind- und Wetterschutz sowohl für bekannte Vorrichtungen zur Zuluft- und Abgasführung als auch für eine solche erfindungsgemäße Vorrichtung vor. Der erfindungsgemäße Wind- und Wetterschutz ist an dem dem Wärmeerzeuger abgewandten Ende der Vorrichtung zur Zuluft- und Abgasführung angebracht, d.h. im Freien.
Der erfindungsgemäße Wind- und Wetterschutz weist eine untere Umlenkeinrichtung auf, die die äußere Zuluft von unten nach oben und dann wieder nach unten in die Zuluftführung der Vorrichtung leitet. Hierdurch ist eine räumliche Trennung der Luftströmungen von Zuluft und Abgas sichergestellt.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des Wind- und Wetterschutzes ist dessen untere Umlenkeinrichtung etwa in Form einer Glocke ausgebildet, die sich über die Zuluftzuführungsöffnung einer bekannten Vorrichtung oder die einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Zuluft- und Abgasführung erstreckt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand von nicht notwendigerweise maßstäblichen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Dachdurchführung, teilweise im Längsschnitt;
Fig. 2 die Einzelheit A der Fig. 1, teilweise im
Längsschnitt;
Fig. 3 die Einzelheit B der Fig. 1 im Längsschnitt.
Die in Fig. 1 dargestellte Dachdurchführung 1 weist innen ein Abgasrohr 4, ein konzentrisch und mit einem Abstand zu diesem angeordnetes Wärmeschutzrohr 3 und ein ebenfalls konzentrisch und mit einem Abstand zum Wärmeschutzrohr angeordnetes Zuluftrohr 2 auf. Mithin hat das Abgasrohr 4 den geringsten Durchmesser der genannten Rohre, das Wärmeschutzrohr 3 hat, im Vergleich zum Abgasrohr 4, einen größeren Durchmesser, und der
Durchmesser der Zuluftrohrs 2 ist wiederum größer als der
Durchmesser des Wärmeschutzrohrs 3.
Ein gasbeheizter Wärmeerzeuger (nicht dargstellt) ist mit dem unteren Teil des Abgasrohrs 4 gasdicht verbunden, das von dem Wärmeerzeuger erzeugte Abgas steigt in dem Abgasrohr 4 nach
oben auf und gelangt über einen Wind- und Wetterschutz 10 ins Freie. Die Strömungsrichtung des Abgases ist durch die mit dem
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Bezugszeichen 6 bezeichneten Pfeile dargestellt. Über einen Zuluft-Ringkanal 14, der durch die Außenwand des Wärmeschutzrohrs 3 und die Innenwand des Zuluftrohrs 2 gebildet ist, strömt die dem Wärmeerzeuger zur Verbrennung zugeführte Zuluft nach unten, d.h. die Zuluft strömt entgegen der Strömungsrichtung des Abgases. Dies ist durch die teilweise mit dem Bezugszeichen 5 bezeichneten Pfeile angedeutet. Zwischen der Innenwand des Wärmeschutzrohrs 3 und der Außenwand des Abgasrohrs 4 befindet sich in dem entstehenden Ringspalt 13 eine Luftschicht, die das Abgasrohr 4 gegenüber dem Zuluftrohr 2 weitgehend thermisch isoliert. Die in dem Ringspalt 13 befindliche Luftschicht verhindert, daß ein größerer Teil der Wärmeenergie des Abgases der entgegengesetzt einströmenden Zuluft zugeführt wird. Die erfindungsgemäße Dachdurchführung bzw. Vorrichtung zur Zuluft- und Abgasführung zeichnet sich also insbesondere dadurch aus, daß das erfingungsgemäße Wärmeschutzrohr 3 eine Abkühlung des Abgases durch die im Zuluft-Ringkanal 14 strömende Zuluft (weitgehend) verhindert, und daß daher die Bildung von Kondenswasser im oberen Bereich der Dachdurchführung wirksam verhindert wird.
Um die wärmeisolierende Wirkung des Ringspalts 13 weiter zu erhöhen, ist im Mündungsbereich der Dachdurchführung im Ringspalt 13 eine wärmebeständige Ringdichtung 12 vorgesehen, die den Ringspalt nach oben hin abdichtet. Das Abgasrohr 4 ist an seinem oberen Ende im Mündungsbereich leicht nach außen aufgeweitet, wie in Fig. 2 dargestellt, um zu verhindern, daß die Ringdichtung 12 nach oben aus dem Ringspalt 13 herausrutscht.
Die Abdichtung des Ringspalts 13 im unteren Bereich der Dachdurchführung 1 erfolgt durch ein geeignet gestaltetes Reduzierstück 9. Das etwa trichterförmige Reduzierstück 9 weist einen Zuluft-Ringkanal 18 auf, der etwa denselben Querschnitt wie der durch das Wärmeschutzrohr 3 und das Zuluftrohr 2 gebildete Zu-
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luft-Ringkanal 14 hat. Die schräg nach innen verlaufende Innenwand des sich nach unten verjüngenden Reduzierstücks 9 stößt im auf die Dachdurchführung 1 aufgeschobenen Zustand gegen die Unterseiten des Wärmeschutzrohrs 3 und des Abgasrohrs 4 und dichtet dadurch den Ringspalt 13 nach unten hin ab, so daß durch diese Abdichtung die thermische Isolierwirkung des Ringspalts 13 weiter verbessert wird.
Zur Fixierung des Abstands zwischen dem Abgasrohr 4, dem Wärmeschutzrohr 3 und dem Zuluftrohr 2 ist am unteren Ende der Dachdurchführung 1 eine untere Zentrierung 8 vorgesehen. Am oberen Ende der Dachdurchführung 1 ist die Fixierung des Abstands zwischen dem Abgasrohr 4 und dem Wärmeschutzrohr 3 durch die Ringdichtung 12 erreicht. Es versteht sich, daß auch im unteren Bereich der Dachdurchführung 1 oder an einer anderen Stelle innerhalb des Ringspalts 13 eine Ringdichtung vorgesehen sein kann, die den Ringspalt 13 nach außen hin abdichtet und das Abgasrohr 4 gegenüber dem Wärmeschutzrohr 3 fixiert und zentriert. Der im Mündungsbereich der Dachdurchführung 1 aufgesetzte und befestigte Wind- und Wetterschutz 10 fixiert und zentriert das Zuluftrohr 2 zumindest gegenüber dem Wärmeschutzrohr 3 (nicht dargestellt).
Für eine leichtere Montage ist die Dachdurchführung 1 mit einer Verschraubung 7 versehen, bei der der obere Teil der Dachdurchführung 1 an seinem unteren Ende mit einem Innengewinde und der obere Teil des unteren Teils der Dachdurchführung 1 mit einem Außengewinde versehen ist. Bei der Montage am Einsatzort werden dann das untere Teil der Dachdurchführung 1 und das obere Teil der Dachdurchführung 1 miteinander verschraubt.
Der auf die Dachdurchführung 1 aufgesetzte und mit dieser verschraubte Wind- und Wetterschutz 10 umfaßt eine untere Umlenkeinrichtung 11 und eine obere Umlenkeinrichtung 19. Die untere
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Umlenkeinrichtung 11, die auf das obere Ende der Dachdurchführung 1 aufgesteckt und mit dieser verdrehsicher verbunden ist, hat etwa die Form einer Glocke, die sich über die Zuluftzuführungsöffnung nach unten hin erstreckt und eine Zuführung der Zuluft von unten nach oben und dann wieder nach unten über einen ringförmigen Umlenkkanal 20 in den zugeordneten Ringkanal 14 der Dachdurchführung 1 für die Zuführung der Zuluft aufweist .
Die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung weist eine untere Umlenkeinrichtung 11 mit einer ersten Schrägfläche 23 und einer zweiten Schrägfläche 24 auf. Die ringförmigen Schrägflächen 23 sind stufenförmig übereinander angeordnet und deren Unterseiten bilden zusammen mit der Außenseite der Dachdurchführung im wesentlichen die Führung für die Zuluft von außen in den Zuluft-Ringkanal 14. Die Außenseiten der Schrägflächen 23 und 24 leiten in vorteilhafter Weise bei ungünstigen Windverhältnissen an die Ausgangsöffnung 25 der unteren Umlenkeinrichtung 11 vom darüber befindlichen Abgasaustritt der Dachdurchführung 1 herangeführtes Abgas radial nach außen, von der Ausgangsöffnung weg, ab. Unterhalb der Schrägfläche 23 schließt sich ein unterer Zuluftring 27 an, der eine zusätzliche Verbesserung der Trennung von Zuluft- und Abluftströmung herbeiführt. Zwischen der ersten und zweiten Schrägfläche 23, 24 ist ein oberer Zuluftring 28 vorgesehen.
Ein wesentlicher Aspekt der erfindungsgemäßen unteren Umlenkeinrichtung besteht also darin, eine definierte nach unten gerichtete Ausgangsöffnung dicht an der Dachdurchführung zu schaffen und diese durch Ablenk-, Schrägflächen und/oder einen Zuluftring gegen hinabströmendes Abgas abzuschirmen. Es versteht sich, daß dieser Aspekt der Erfindung von einem Fachmann auch durch eine andere konkrete Gestaltung der unteren Ablenkeinrichtung verwirklicht werden kann. Beispielsweise könnte
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die untere Umlenkeinrichtung auch trichter- oder dosenförmig sein, wobei, unten eine Ansaugöffnung vorgesehen ist. Ebenso ist es vorteilhaft, daß die Außenfläche der Dachdurchführung einen Teil der Ausgangsöffnung bildet.
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An dem oberen Ende des Abgasrohrs 4, das die untere Umlenkeinrichtung 11 durchgreift, schließt sich der obere Teil des Wind- und Wetterschutzes 10 an. Der obere Teil des Wind- und Wetterschutzes 10, die obere Umlenkeinrichtung 19, besteht aus einem unteren Abschirmblech 15, einem ringförmigen Abschirmblech 17 und einem oberen Abschirmblech 16. Das untere Abschirmblech 15 und das obere Abschirmblech 16, die vorzugsweise kreisförmig sind, werden von Stegen 21 derart gehalten, daß das untere Abschirmblech 15 etwa parallel zum oberen Abschirmblech 16 angeordnet ist, und daß beide Abschirmbleche 15 und 16 etwa waagerecht verlaufen. Zwischen dem unteren Abschirmblech 15 und dem oberen Abschirmblech 16 ist das ringförmige Abschirmblech 17 vorgesehen, das an den Stegen 21 befestigt ist und den Austritt des Abgases ins Freie zwischen dem ringförmigen Abschirmblech 17 und insbesondere dem oberen Abschirmblech 16 erlaubt, wie durch die mit dem Bezugszeichen 6 versehenen obersten Pfeile in Fig. 1 angedeutet. Der Wind- und Wetterschutz 10 weist ferner zwischen der unteren Umlenkeinrichtung 11 und der oberen Umlenkeinrichtung 19 einen ringförmigen Kragen 22 auf, der das obere Ende des Abgasrohrs 4 umgreift und die untere Umlenkeinrichtung 11 mit der oberen Umlenkeinrichtung 19 des Wind- und Wetterschutzes 10 verbindet.
Ein wesentlicher Aspekt der oberen Umlenkeinrichtung 19 besteht also darin, für das Abgas ein oder mehrere definierte Austrittsöffnungen 29, 30 vorzusehen, die möglichst weit von der Eintrittsöffnung der Zuluft entfernt liegen und/oder den Abgasstrom radial nach außen, von der Eintrittsöffnung der Zuluft weg, ablenken. Dies wird unterstützt, indem das umlaufende,
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vorzugsweise ringförmige Abschirmblech 17 in Höhe des oberen Endes der Abgasführung 26 angeordnet ist.
Es versteht sich, daß ein Wind- und Wetterschutz allein mit einer erfindungsgemäßen unteren Umlenkeinrichtung, allein mit einer erfindungsgemäßen oberen Umlenkeinrichtung oder mit einer Kombination beider Umlenkeinrichtungen versehen sein kann.
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Bezugszeichenliste
1 Dachdurchführung
2 Zuluftrohr
3 Wärmeschutzrohr
4 Abgasrohr
5 Strömungsrichtung der Luftzufuhr
6 Strömungsrichtung des Abgases
7 Verschraubung
8 untere Zentrierung
9 Reduzierstück
10 Wind- und Wetterschutz
11 untere Umlenkeinrichtung
12 Ringdichtung 13 Ringspalt
14 Zuluft-Ringkanal der Dachdurchführung
15 unteres Abschirmblech
16 oberes Abschirmblech
17 ringförmiges Abschirmblech
20 18 Zuluft-Ringkanal des Reduzierstücks
19 obere Umlenkeinrichtung
20 ringförmiger Umlenkkanal
21 Steg
22 ringförmiger Kragen 23 erste Schrägfläche
24 zweite Schrägfläche
25 Ausgangsöffnung
26 oberes Ende des Abgasrohrs
27 unterer Zuluftring 28 oberer Zuluftring
29 erste Austrittsöffnung
30 zweite Austrittsöffnung

Claims (19)

1. Vorrichtung zur Zuluft- und Abgasführung (1), insbesondere für einen mit Gas beheizten Wärmeerzeuger, mit einem ersten hohlen Führungskörper (4) zur Abführung des von dem Wärmeerzeuger erzeugten Abgases und einem den ersten hohlen Führungskörper zumindest über einen Teil seiner Länge und in radialem Abstand von diesem umgebenden zweiten hohlen Führungskörper (2) zur Zuführung von Zuluft zum Wärmeerzeuger, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem ersten hohlen Führungskörper (4) und dem zweiten hohlen Führungskörper (2) zumindest teilweise eine Wärmeisolierung (3) vorgesehen ist, die einen Wärmeaustausch zwischen dem Abgas und der Zuluft weitgehend verhindert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Führungskörper durch ein Abgasrohr (4) und der zweite Führungskörper durch ein Zuluftrohr (2) gebildet ist, und daß beide Rohre in radialem Abstand voneinander und zumindest teilweise etwa konzentrisch zueinander unter Ausbildung eines Zuluft-Ringkanals (14) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem ersten Führungskörper (4) und dem zweiten Führungskörper (2) ein dritter hohler Führungskörper (3) angeordnet ist, der den ersten hohlen Führungskörper (4) zumindest teilweise umgibt, wobei der dritte hohle Führungskörper vorzugsweise ein in radialem Abstand und etwa konzentrisch zu diesem angeordnetes Wärmeschutzrohr (3) ist, so daß ein Ringspalt (13) zwischen dem ersten Führungskörper (4) und dem Wärmeschutzrohr (3) entsteht, der einen Wärmeaustausch zwischen dem Abgas und der Zuluft weitgehend verhindert.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Ringspalt (13) zwischen dem zweiten und dem dritten Führungskörper eine wärmeisolierende Luftschicht und/oder eine temperaturbeständige Wärmeisolierschicht eingeschlossen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenraum (13) zwischen dem ersten und dem dritten Führungskörper zumindest an dem dem Wärmeerzeuger abgewandten Ende nach außen hin abgedichtet ist, insbesondere durch eine Ringdichtung (12) aus einem Werkstoff mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß sie etwa senkrecht durch ein Gebäudedach hindurchgeführt ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3-6, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringspalt (13) zwischen dem Abgasrohr und dem Wärmeschutzrohr zwischen etwa 2 und 5 mm, insbesondere etwa 4 bis 5 mm, beträgt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2-7, dadurch gekennzeichnet, daß das Abgasrohr (4) durch ein dünnwandiges, weitgehend korrosionsbeständiges Edelstahlrohr mit einer geringen Wärmekapazität gebildet ist, dessen Wandstärke zwischen etwa 0,3 und 0,8 mm, insbesondere maximal etwa 0,6 mm, beträgt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2-7, dadurch gekennzeichnet, daß das Abgasrohr (4) durch ein dünnwandiges, weitgehend temperatur- und korrosionsbeständiges Kunststoffrohr mit einer geringen Wärmekapazität gebildet ist, insbesondere aus PVDF besteht.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß sie an dem dem Wärmeerzeuger abgewandten Ende einen Wind- und Wetterschutz (10)nach einem der Ansprüche 11 bis 19 umfaßt.
11. Wind- und Wetterschutz für eine Vorrichtung zur Zuluft- und Abgasführung, insbesondere für einen mit Gas beheizten Wärmeerzeuger, wobei die Vorrichtung zwei oder mehrere konzentrische Rohre (2, 3, 4) aufweist, zwischen denen zumindest ein Ringkanal (14) für die Zuführung von Zuluft definiert ist, gekennzeichnet durch eine untere Umlenkeinrichtung (11), die die Zuluft von unten nach oben und dann wieder nach unten in den zugeordneten Ringkanal (14) für die Zuführung von Zuluft leitet, und die ferner eine räumliche Trennung der Luftströmungen (5, 6) von Zuluft und Abgas sicherstellt.
12. Wind- und Wetterschutz nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der untere bzw. einem Gebäudeteil oder dgl.. zugewandte Teil des Wind- und Wetterschutzes (10) mit der unteren Umlenkeinrichtung (11) versehen, und diese etwa in Form einer sich über die Zuluftzuführungsöffnung erstreckenden Glocke ausgebildet ist.
13. Wind- und Wetterschutz nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Umlenkeinrichtung (11) mindestens eine umlaufende Schrägfläche (23, 24) aufweist, wobei die Zuluft vorzugsweise unterhalb der Schrägfläche einströmt, und die Außenseite der Schrägfläche an die Ausgangsöffnung (25) des Wind- und Wetterschutzes durch ungünstige Windverhältnisse herangeführtes Abgas radial nach außen, von der Ausgangsöffnung weg, ablenkt.
14. Wind- und Wetterschutz nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die umlaufende Schrägfläche (23, 24) ringförmig ist.
15. Wind- und Wetterschutz nach einem der Ansprüche 11-14, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Umlenkeinrichtung (11) mindestens zwei stufenförmig übereinander angeordnete Schrägflächen (23, 24) aufweist.
16. Wind- und Wetterschutz nach einem der Ansprüche 11-15, dadurch gekennzeichnet, daß der obere bzw. einem Gebäudeteil oder dgl. abgewandte Teil des Wind- und Wetterschutzes (10) mit einer oberen Umlenkeinrichtung (19) versehen ist, die das aus dem oberen Ende der Abgasführung (26), vorzugsweise ein oben offenes Abgasrohr (4), ausströmende Abgas umlenkt.
17. Wind- und Wetterschutz nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Umlenkeinrichtung (19) ein unteres Abschirmblech (15), ein oberes Abschirmblech (16) und ein umlaufendes, vorzugsweise ringförmiges Abschirmblech (17) aufweist.
18. Wind- und Wetterschutz nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das umlaufende Abschirmblech (17) derart zwischen dem oberen und dem unteren Abschirmblech (15, 16) angeordnet ist, daß mindestens eine definierte Abgasaustrittsöffnung entsteht, durch die das Abgas radial nach außen strömt.
19. Wind- und Wetterschutz nach einem der Ansprüche 16-18, dadurch gekennzeichnet, daß dieses derart auf dem oberen Ende der Abgasführung (26) montierbar ist, daß das obere Ende der Abgasführung (26) innerhalb des umlaufenden Abschirmblechs (17) liegt.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP1275902A2 (de) 2001-07-13 2003-01-15 Wolf GmbH Vorrichtung zur Luft- und Abgasführung zur aktiven Reinhaltung der Dachoberfläche
EP2530380A1 (de) * 2011-06-01 2012-12-05 Poujoulat Heizanlage, die ein Holzheizgerät, einen Gebäudeausgang und eine Verbindungsleitung umfasst

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