DE293229C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C02—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F3/00—Biological treatment of water, waste water, or sewage
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezweckt bei mechanischen Kläranlagen, welche in bekannter Weise
aus einem Klärraum und einem unmittelbar mit ihm in Verbindung stehenden Schlammfaulraum
bestehen, neben einer guten mechanischen Klärung eine besonders schnelle und möglichst
gute Ausfaulung des anfallenden Schlammes. Ein ausgefaulter, d. h. leicht drainierbarer und
nicht mehr stinkender Schlamm wird nur erzielt,
ίο wenn der Schlamm alkalisch reagiert; bei
saurer Reaktion ist eine gute Faulung nicht möglich.
Bei gewissen Abwässern kommt es infolge Überwiegens des Abbaues der Kohlehydrate
leicht zu übermäßiger Bildung von organischer Säure, zu deren Bindung das säurebindende
Ammoniak, welches durch die nur in geringer Menge vorhandenen Stickstoffverbindungen entsteht,
nicht mehr ausreicht. Bei Kläranlagen mit Schlammfaulräumen, in denen keine Wasserbewegüng
stattfindet, also das Wasser über dem Schlamm stagniert, kommt es dann zu deutlich
sauren Reaktionen, die eine gute Schlammausfaulung verhindern. Es ist daher sehr
wichtig, das über dem Schlamm stehende saure Abwasser durch frischeres alkalisches Abwasser
mit Säurebindungsvermögen zu ersetzen, und gleichzeitig Vorsorge zu treffen, daß der sich
entwickelnde in Faulung begriffene Gärschlamm durch übermäßige Ansammlung an der Wasserspiegelfläche des Faulraumes nicht störend
wirkt und ferner so behandelt wird, daß er ebenfalls wie der Sinkschlamm ausfault.
Man hat zwar schon vorgeschlagen, diese
Man hat zwar schon vorgeschlagen, diese
Übelstände dadurch zu beheben, daß man in den Faulraum durch ein Zuflußrohr einen geringen
Teil des zu klärenden Abwassers einführte, um die abgebauten Flüssigkeitsprodukte
abzuführen und außerdem eine Unterbrechung der Faulung und Gärung zu verhindern.
Der beabsichtigte Zweck wurde hierbei indessen nur unvollkommen erreicht. Die absatzweise
Zuführung des Verdünnungswassers in den Faulraum verursachte Wirbelungen und dadurch ein unbeabsichtigtes Übertreten des
Faulraumwassers in den Klärraum. Das überflüssige Wasser aus dem Faulraum hatte man
bisher besonders abgeleitet. Abgesehen von der dadurch bedingten verwickeiteren Betriebsweise
mußte dieses Wasser in einer besonderen Anlage geklärt werden.
Nach vorliegender Erfindung wird nun das Zuflußrohr so ausgebildet, daß es gleichzeitig
den im oberen Teil des Schlammfaulraumes sich bildenden Gärschlamm aufnimmt und mit dem
Abwasserstrom wieder in den unteren Teil des Schlammfaulraumes zurückführt. Hierdurch
wird in vorteilhafter Weise die übermäßige Bildung von Gärschlamm verhindert und dieser
zur guten Ausfaulung wieder in den unteren Teil des Schlammfaulraumes geleitet.
Auf beiliegender Zeichnung ist im Querschnitt und Grundriß ein Beispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt.
Von dem der "Kläranlage zufließenden rohen Abwasser fließt der größere Teil direkt in den
Klärraum a, während ein verhältnismäßig sehr geringer Teil durch das Rohr b in den Schlammfaulraum
c geleitet wird. Der Zufluß zu dem Rohr b ist durch den Schieber d zu regeln.
Das aus dem Schlammfaulraum c verdrängte Wasser .tritt langsam durch die Schlamm-
schlitze β in den Klärraum und kommt aus diesem gemeinsam mit dem anderen zu klärenden
frischen Abwasser zum Abfluß.
Das Rohr b ist so ausgebildet, daß es gleichzeitig den etwa im oberen Teil des Schlammfaulraumes
c sich bildenden Gärschlamm, welcher sich infolge seines geringeren spezifischen
Gewichtes über dem Wasserspiegel erhebt, aufnehmen kann. Das durch das Rohr b fließende
ίο rohe Abwasser wird dann diesen übergetretenen
Gärschlamm gewissermaßen durch Auswaschen von seinen Gasen befreien und ihn in den unteren
Teil des Schlammfaulraumes c wieder zurückbefördern.
Auf der Zeichnung ist die Kläranlage mit ringförmigem Klärraum dargestellt, natürlich
kann sie auch in Beckenform 0. dgl. ausgebildet werden; ebenso ist die Zuführung b
in den Schlammfaulraum in beliebiger Weise zu gestalten. ■
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung zur mechanischen Klärung von Abwässern, dadurch gekennzeichnet, daß das Zuflußrohr, durch welches in an sich bekannter Weise ein geringer Teil des zu klärenden Abwassers beständig in den Schlammfaulraum eingeführt wird, so ausgebildet ist, daß es gleichzeitig den im oberen Teil des Schlammfaulraumes sich bildenden Gärschlamm aufnimmt und mit dem Abwasser-, strom wieder in den unteren Teil des Schlammfaulraumes zurückführt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE293229C true DE293229C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=547910
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT293229D Expired DE293229C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE293229C (de) |
-
0
- DE DENDAT293229D patent/DE293229C/de not_active Expired
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