DE2932274C2 - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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- B01D53/00—Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
- B01D53/02—Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols by adsorption, e.g. preparative gas chromatography
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Treating Waste Gases (AREA)
Description
Die Anmeldung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Abscheiden von Quecksilber aus einem Gasstrom, insbeson
dere aus Abgasen von Müllverbrennungsanlagen.
Quecksilberbelastungen im Rohgas treten heute bei den
verschiedensten Prozessen auf.
Insbesondere hinter Müllverbrennungsanlagen wird die
Abgasreinigung und die Beseitigung von Quecksilberbelastun
gen gefordert.
Die Beseitigung aus naßtechnischem Gasreinigungssystem
ist sehr aufwendig, da die Verlagerung der Quecksilber
belastung aus der Luft in den Waschwasserkreislauf bei
der Abgabe des Waschwassers neue Schwierigkeiten erzeugt.
Es wird daher erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß in den
Gasstrom trockener, kalkhaltiger Staub mit großer Ober
fläche eingedüst wird und daß der Staub am Ende einer
Kontaktstrecke an einem Filter zu einem Filterkuchen gesam
melt wird.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung wird in den Gas
strom ein trockener Staub aus kalk- und zinnhaltigen Stof
fen eingedüst.
Bei einer Vorrichtung mit einer Kontaktstrecke für den
Gasstrom, einer in die Kontaktstrecke mündenden Blasein
richtung für trockenen Staub und einem am Ende der Kontakt
strecke angeordneten Filter mit mehreren Filterelementen
wird schließlich vorgeschlagen, daß jedes Filterelement
maximal zwei Prozent der gesamten Filterfläche aufweist
und jedem Filterelement ein eigener Rüttelantrieb zum Ab
reinigen zugeordnet ist.
Der Filter ist also nicht als Kammerfilter ausgebildet,
d. h., daß zum Beispiel 20 oder 25 Prozent der gesamten
Filterfläche durch Ab- oder Zuschalten von Kammern mittels
Rüttelorganen gereinigt werden, sondern so gebaut,
daß nur einzelne Filterelemente mit maximal zwei Prozent
der gesamten Filterfläche durch Rüttlung oder Luftschock
gereinigt werden. In der Zeit der Reinigung von zum Bei
spiel zwei oder drei Taschen bei einem Gesamtfilterflächen
system von etwa 300 Taschen ist die Gewähr gegeben, daß
auch beim Abreinigen der Filterelemente lediglich nur ein
ganz geringer Bruchteil der gesamten Filterelemente unbe
aufschlagt von einem dicken Staubpelz ist, indem sich die
Quecksilberrestspuren festsetzen und nach der Reinigung
vom Rohgasstrom beaufschlagt werden.
Durch die erfindungsgemäße Kombination des Einblasens
von feinsten kalkhaltigen Stäuben in ein Filteraggregat,
wobei die Quecksilberschadstoffe bereits in der Einblas
strecke mit Staub und mit einem auf den einzelnen Filter
taschen oder Filterelementen auflagernden dicken Staubpelz
konfrontiert werden, ist die Möglichkeit gegeben, mit
größtmöglichem Wirkungsgrad die Quecksilberdämpfe oder
Quecksilberschadstoffe anzulagern und vom Filtersystem
abzustoßen.
In der Zeichnung ist die erfindungsgemäße
Ausführung dargestellt;
- mit 1 der Ventilator
- mit 2 der komplette Filter
- mit 3 einzelne Filterelemente
- mit 4 die einzelnen blasenden, saugenden oder rütteln den Elemente
- mit 5 die Einblasstelle des feinen Staubträgers
- mit 6 die Agglomerationsstrecke
- mit 7 der Feinstaubbehälter.
Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Ausführungsform:
Das Rohgas tritt in die Agglomerationsstrecke ein und
wird hier mit Feinstäuben, vorzugsweise erfindungsgemäß
Stäube aus CaO, fein aufgemahlen, vermischt mit Zinnstaub
und Chlor, um eine gute Oberflächenreaktion zu erzielen.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die vor
stehend im einzelnen ausgebildeten Formen beschränkt,
sondern es sind zahlreiche Abänderungen möglich, ohne
jedoch von dem Grundgedanken abzuweichen, Quecksilber in
Abgase so vom Gasstrom zu trennen, daß der Gasstrom einem
Filter zugeführt wird und der Filter eine Kontaktstrec
ke vorgeschaltet hat, indem trockene, kalkhaltige Stäu
be mit sehr großer Oberfläche als Kontaktmedien zum Queck
silber eingeblasen werden und diese Stäube, vorzugsweise
Stäube aus kalk- und zinnhaltigen Stoffen eingedüst werden
und der Filter selber erfindungsgemäß aus einzelnen Elemen
ten besteht, die alle vorzugsweise einzeln und nie in
größeren Gruppen gleichzeitig abgereinigt werden, so daß
die auf den Filtern anwachsende Staubschicht mehrere Mil
limeter Stärke aufweist und eine künstliche Staubbarriere
zur Anlagerung des Quecksilberteilchens dienlich ist.
In der Zeichnung ist mit 8 der Staub
austrag dargestellt, wobei der Staub mit den angelager
ten Quecksilberverunreinigungen zum Beispiel zu Pel
lets mit anderen Bindemitteln verarbeitet werden kann,
um gefahrlos deponiert werden zu können oder andererseits
zu einer Metallscheideanstalt gebracht werden kann, um
das Metall Quecksilber und Zinn vom Staub scheiden zu
lassen.
Claims (3)
1. Verfahren zum Abscheiden von Quecksilber aus einem
Gasstrom, insbesondere aus Abgasen von Müllverbren
nungsanlagen, dadurch gekennzeich
net, daß in den Gasstrom trockener kalkhaltiger
Staub mit großer Oberfläche eingedüst wird und daß der
Staub am Ende einer Kontaktstrecke an einem Filter
zu einem Filterkuchen gesammelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß in den Gasstrom ein trockener
Staub aus kalk- und zinnhaltigen Stoffen eingedüst wird.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
1 oder 2 mit einer Kontaktstrecke für den Gasstrom,
einer in die Kontaktstrecke mündenden Blaseinrichtung
für trockenen Staub und einem am Ende der Kontaktstrec
ke angeordneten Filter mit mehreren Filterelementen,
dadurch gekennzeichnet, daß
jedes Filterelement (3) maximal zwei Prozent der ge
samten Filterfläche aufweist und jedem Filterelement (3)
ein eigener Rüttelantrieb (4) zum Abreinigen zugeordnet
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19792932274 DE2932274A1 (de) | 1979-08-09 | 1979-08-09 | Abscheidung von quecksilberbelastungen im rohgas |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19792932274 DE2932274A1 (de) | 1979-08-09 | 1979-08-09 | Abscheidung von quecksilberbelastungen im rohgas |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2932274A1 DE2932274A1 (de) | 1981-02-26 |
| DE2932274C2 true DE2932274C2 (de) | 1987-08-13 |
Family
ID=6078010
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19792932274 Granted DE2932274A1 (de) | 1979-08-09 | 1979-08-09 | Abscheidung von quecksilberbelastungen im rohgas |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2932274A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3715046A1 (de) * | 1987-05-06 | 1988-11-17 | Kernforschungsz Karlsruhe | Verfahren zur rueckhaltung von quecksilber aus rauchgasen einer verbrennungsanlage |
Families Citing this family (5)
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|---|---|---|---|---|
| US6136072A (en) * | 1998-01-20 | 2000-10-24 | Electric Power Research Institute, Inc. | Apparatus and method for the removal of contaminants in gases |
| US5948143A (en) * | 1998-01-20 | 1999-09-07 | Electric Power Research Institute, Inc. | Apparatus and method for the removal of contaminants in gases |
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Family Cites Families (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE2601826C2 (de) * | 1976-01-20 | 1987-05-14 | Hölter, Heinz, Dipl.-Ing., 4390 Gladbeck | Vorrichtung zum Reinigen von quecksilberhaltigen Abgasen |
| DE2729298A1 (de) * | 1977-06-29 | 1979-01-11 | Heinz Hoelter | Verfahren und vorrichtung zur trockenabsorption von so tief 2 , hcl, hf und no tief x durch eine zwei-stufen- filtertechnik |
-
1979
- 1979-08-09 DE DE19792932274 patent/DE2932274A1/de active Granted
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3715046A1 (de) * | 1987-05-06 | 1988-11-17 | Kernforschungsz Karlsruhe | Verfahren zur rueckhaltung von quecksilber aus rauchgasen einer verbrennungsanlage |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2932274A1 (de) | 1981-02-26 |
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