DE2903560C2 - Vorgesteuertes 3-Wege-Druckminderventil - Google Patents
Vorgesteuertes 3-Wege-DruckminderventilInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein vorgesteuertes 3-Wege-Druckminderventil
nach dem Oberbegriff des Anspruches 1. Durch das deutsche Patent 25 35 035 ist ein
vorgesteuertes 3-Wege-Druckminderventil entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches 1 bekanntgeworden,
bei dem das Vorsteuerventil als ein direktgesteuertes 3-Wege-Druckminderventil ausgebildet ist.
Der am Vorsteuerventil eingestellte Druck beaufschlagt die eine Stirnfläche des Steuerkolbens des Hauptventils,
während die gegenüberliegende Stirnfläche des Steuerkolbens vom Verbraucherdruck beaufschlagt wird. Ist
der Verbraucherdruck kleiner als der über das Vorsteuerventil eingestellte Steuerdruck, verschiebt
sich der Steuerkolben des Hauptventils in Richtung einer Verbindung des Verbraucheranschlusses mit dem
Pumpenanschluß.
Im anderen Falle, in dem der Verbraucherdruck größer ist als der eingestellte Steuerdruck, verschiebt
sich der Steuerkolben des Hauptventils in Richtung einer Verbindung des Verbraucheranschlusses mit dem
Tankanschluß. Eine solche Betätigung des Hauptsteuerkolbens bewirkt gleichzeitig zur Aufrechterhaltung des
am Vorsteuerventil eingestellten Steuerdruckes eine Nachregelbewegung des Vorsteuerkolbens. Das Ansprechen
des Vorsteuerkolbens erfolgt somit erst am Anschluß einer Regelbewegurg des Hauptsteuerkolbens.
In vielen Anwendungsfällen wird jedoch sin schnelleres Ansprechverhalten derartiger Ventile für
erforderlich gehalten. Außerdem ist bei diesem vorbekannten 3-Wege-Druckminderventil keine Dämpfungsmöglichkeit gegeben.
Bei 2-Wege-Druckminderventilen, beispielsweise nach Abbildung 142 auf Seite 157 des Fachbuches von
H. Zoebel »ölhydraulik«, Wien, Springer-Verlag 1963,
ist keine Verbindung des Verbraucheranschlusses mit einem Tankanschluß vorgesehen. Steigt bei dem Einsatz
eines solchen Druckminderventils der Verbraucherdruck über den eingestellten Druck, besteht keine
Möglichkeit diesen Druck über das Druckminderventil abzubauen. Es ist also ein zusätzliches Sicherheitsventil
erforderlich. Zur Vorsteuerung dienen bei diesen bekannten 2-Wege-Druckminderventilen direktgesteuerte
Druckbegrenzungsventile, die über eine Drossel mit dem Verbraucheranschluß in Verbindung stehen.
Dies bedingt gegenüber einem direktgesteuerten S-Weg-i-Druckminderventil als Vorsteuerventil einen
dauernden Steuerölverlust.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, das Ansprechvirhalten sowie die Dämpfung bei einem
vorgesteuerten 3-Wege-Druckminderventil nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 zu verbessern.
Dies wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 erreicht. Dadurch, daß die beiden
Steuerräume des Hauptsteuerkolbens voneinander getrennt sind, wird dessen Ansprechverhalten verbessert.
Diese Verbesserung wird noch dadurch unterstützt, daß die von der Steuerflüssigkeit des Vorsteuerventils
beaufschlagte Kolbenfläche des Hauptsteuerkolbens kleiner ist als dessen gegenüberliegende Kolbenfläche.
Durch diese kleinere Kolbenfläche ergibt sich eine Stufenfläche, die einen zusätzlichen Raum begrenzt, der
unabhängig von dem eigentlichen Steuerraum auf dieser Seite von der vom Verbraucher abgezweigten Flüssigkeit
über eine Dämpfungsdrossel beaufschlagt wird, so daß ein gezielter Dämpfungseffekt des Hauptsteuerkolbens
gewährleistet ist. Da darüber hinaus das Vorsteuerventil über eine Drosselstelle unmittelbar mit dem
Verbraucher verbunden ist, ist dessen Ansprechverhalten unabhängig von einer Bewegung des Hauptsteuerkolbens.
Das Ansprechverhalten des gesamten Druckminderventils wird dadurch auf eine optimale Größe
gehalten.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand eines Schaltschemas beschrieben, das die
einzige Abbildung der Zeichnung darstellt.
In dem Schaltschema bezeichnet 1 den Hauptregelkolben und 2 den Regelkolben des Vorsteuerventils 3.
Der Hauptregelkolben 1, der in einer Bohrung 4 des nicht näher dargestellten Gehäuses 5 geführt ist,
arbeitet mit seinen Steuerkanten 6, 7 mit den Steuerkanten 8,9 des Steuerraumes A zusammen, wobei
je nach der axialen Lage des Hauptregelkolbens der Steuerraum A entweder mit dem Steuerraum 7~oder mit
dem Steuerraum P verbunden oder in der gezeigten Mittelstellung von den Steuerräumen Tund ρ getrennt
ist Der Sieuerraum A steht über die Arbeitsleitung 10
mit dem als Drossel dargestellten Verbraucher 11 in Verbindung, der Steuerraum Tuber die Tankleitung 12
mit dem Tank T1 und der Steuerraum P über die
Druckleitung 13 mit der Pumpe P%. Von der Arbeitsleitung
10 zweigt eine Steuerleitung 15 ζ·;τι von dem Ende
16 des Hauptregelkolbens 1 begrenzten Steuerraum 17 ab. Das dem Ende 16 gegenüberliegende Ende 18 des
Hauptregelkolbens 1 ist stufenförmig ausgebildet, wobei die Stufenf!?che 20 den Steuerraum 21 begrenzt, der ι
über die Steuerleitung 22 mit dem Steuerflüssigkeitsanschluß 23 des Vorsteuerventils 3 verbunden ist Der von
der Stufenfläche 25 begrenzte Raum 26 steht über im Hauptregelkolben verlaufende Radialbohrungen 27 und
die axial verlaufende Sackbohrung 28 mit Drosselstelle ι 29 mit dem mit dem Verbraucher in Verbindung
stehenden Steuerraum 17 in Verbindung. Bei einer Verschiebung des Hauptregelkolbens 1 in Richtung des
Steuerraumes 21 wird ein der Volumenverminderung des Raumes 26 entsprechende Steuerffüssigkeitsmenge ·?<
über die Drosselstelle 29 in den Steuerraum 17 verdrängt. Bei der entgegengesetzten Verschieberichtung
des Hauptregelkolbens und der damit verbundenen Volumenvergrößerung des Raumes 26 strömt eine den
Betrag der Volumenvergrößerung entsprechende 2; Steuerflüssigkeitsmenge aus dem Steuerraum 17 über
die Drosselstelle 29 dem Raum 26 zu. Durch diese Flüssigkeitsverschiebung aus dem Raum 26 in den
Steuerraum 17 über die Drosselstelle 29 und umgekehrt, ergibt sich eine dämpfende Wirkung auf die Verschie- i<
bung des Hauptregelkolbens, ohne daß das Ansprechverhalten des Hauptregelkolbens wesentlich beeinflußt
wird. Da der Raum 26 mit dem Steuerraum 17 in Verbindung steht, herrscht in diesem Raum der gleiche
Druck wie im Steuerraum 17. Demgemäß entspricht die r> wirksame Druckfläche an der Stirnseite 30 des
Hauptregelkolbens der Stufenfläche 20 auf der gegenüberliegenden Seite des Hauptregelkolbens. Zu einer
Regelbewegung des Hauptregelkolbens ist deshalb eine entsprechend geringere aus der Volumenveränderung w
des Steuerraumes 21 sich ergebende Steuerflüssigkeitsmenge erforderlich. Dadurch wird das Ansprechen des
Hauptregelkolbens wesentlich verbessert. Der Regelkolben 2 des Vorsteuerventils 3 weist ebenfalls zwei
Steuerkanten 32, 33 auf, die mit entsprechenden -»'s
Steuerkanten 34, 35 des Steuerraumes A[ zusammenwirken.
Die Steuerkanten 32, 33 des Regelkolbens 2 weisen zu den Steuerkanten 34,35 des Steuerraumes A)
eine Unterdeckung auf, so daß in der gezeigten Ausgangsstellung eine Verbindung von dem über die so
Leitung 36 mit dem Steuerraum Pt des Hauptregelkolbens
und damit mit der Pumpe Pi verbundenen Steuerraum P\ sowohl zum Steuerraum A\ als auch zum
über die Leitung 37 mit dem Tank Ts in Verbindung stehenden Steuerraum 71 besteht In der Ausgangsregelstellung
fällt somit ein dauernder geringer Steuerölverlust an. Dies wird in Kauf genommen, um Totzeiten
der Regelung zu vermeiden, r.o daß ein schnelles Ansprechen des Hauptregeikolbens durch ein schnelles
Nachregeln des Steuerdruckes vom Vorsteuerventil erfolgL Die Einstellung des Steuerdruckes am Vorsteuerventil
erfolgt durch eine entsprechende Federoder Magnetkraft, die auf den Regelkolben in Richtung
) des Steuerraumes 40 wirkt Der Steuerraum 40 ist über den Steuerleitungsabschnitt 41 mit Drosselstelle 42 mit
der Steuerleitung 22 und damit auch mit dem Steuerraum A] verbunden. Weicht der Steuerdruck in
der Steuerleitung 22 und damit auch im Steuerraum 40 > von dem durch die auf den Regelkolben in Richtung des
Steuerraumes 40 wirkende Feder- oder Magnetkraft vorgegebenen Druck ab, führt der Regelkolben eine
Regelbewegung zur Angleichung des Steuerdruckes an den vorgegebenen Wert aus. Ist beispielsweise der
ι Steuerdruck kleiner als der durch die Feder- oder
Magnetkraft vorgegebene Wert, verschiebt sich der Regelkolben durch die an diesem nunmehr wirkende
Kraftdifferenz in Richtung des Steuerraumes 40. Dadurch wird der Abstand zwischen den Steuerkanten
32, 34 von Regelkolben und Steuerraum A\ kleiner und der Abstand der Steuerkanten 33, 35 von Regelkolben
und Steuerraum A] größer. Die Folge davon ist, daß
durch die größere Drosselwirkung der miteinander zusammenwirkenden Steuerkanten 32, 34 von Regelkolben
und Steuerraum A\ der Druck im Steuerraum A\ um einen entsprechenden Betrag ansteigt und damit
auch über die Drosselverbindung 41, 42 im Steuerraum 40. Sobald der Druck den durch die Feder- oder
Magnetkraft vorgegebenen Wert erreicht hat, wird der Regelkolben wieder in seine Ausgangslage zurückverschoben.
Die Dämpfung der Regelbewegung des Regelkolbens erfolgt durch die Drossel 42.
Der Steuerraum 40 des Vorsteuerventils steht ferner über die Leitung 45 mit Drosselstelle 46 mit dem vom
Verbraucherdruck beaufschlagten Steuerraum 17 des Hauptregelkolbens in Verbindung. Dadurch wird das
den Istwert bildende Drucksignal vom Verbraucher 11 neben dem Hauptregelkolben auch den Regelkolben
des Vorsteuerventils zugeführt, so daß für die Regelung des Verbraucherdruckes eine unmittelbare Druckbeeinflussung
des Vorsteuerventils und damit eine entsprechende Beeinflussung des den Sollwert bildenden über
die Leitung 22 dem Steuerraum 21 des Hauptregelkolbens zugeführten Steuerdruckes erfolgt. Dies ergibt
eine besonders wirkungsvolle Regelbewegung des Hauptregelkolbens und damit eine kurze Ausregelzeit
bei vom Sollwertdruck abweichendem Istwertdruck des Verbrauchers.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorgesteuertes 3-Wege-Druckminderventil,
dessen Hauptregelkolben auf beiden Stirnseiten Steuerräume begrenzt von denen der eine Steuerraum
vom vom als direktgesteuertes 3-Wege-Druckminderventil
ausgebildeten Vorsteuerventil festgelegten Steuerdruck beaufschlagt ist und der andere Steuerraum vom Verbraucherdruck, wobei
der vom Vorsteuerventil festgelegte Steuerdruck den Hauptregelkolben in Richtung einer Verbindung
des Verbrauchers mit der Pumpe und der Verbraucherdruck den Hauptregelkolben in Richtung
einer Verbindung des Verbrauchers mit dem Tank belastet, dadurch gekennzeichnet, daß das
vom Steuerdruck beaufschlagte Ende (18) des Hauptregelkolbens (1) stufenförmig ausgebildet ist
und die Stufenflächen (20,25) voneinander getrennte Räume (21,26) begrenzen, von denen der eine Raum
(21) mit dem Steuerflüssigkeitsanschluß (23) des Vorsteuerventils (3) in Verbindung steht und der
andere Raum (26) über eine Drossel (29) mit dem Verbraucher und der mit dem Steuerflüssigkeitsanschluß
(23) über eine Drossel (42) verbundene Steuerraum (40) des Vorsteuerventils (3) ebenfalls ^
über eine Drossel (46) mit dem Verbraucher (11) verbunden ist.
2. Voigestcuertes 3-Wege-Druckminderventil
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptregelkolben (1) eine die Drosselstelle (29) ι
aufweisende axial verlaufende Sackbohrung (28) aufweist, die über radial verlaufende Bohrungen (27)
den von der einen Stufenfläche (25) des Hauptregelkolbens begrenzten Raum (26) mit dem vom
Verbraucherdruck beaufschlagten, von dem den ι stufenförmig ausgebildeten Ende (J8) des Hauptregelkolbens
gegenüberliegenden Ende (16) des Hauptregelkolbens begrenzten Steuerraum (17) verbindet.
3. Vorgesteuertes 3-Wege-Druckminderventil ' nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Steuerraum (40) des Vorsteuerventils (3) über die Drossel (46) mit dem vom Verbraucherdruck
beaufschlagten vom Hauptregelkolben begrenzten Steuerraum (17) verbunden ist. *
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