DE2848019B2 - Verfahren zur Herstellung eines panzerbrechenden Geschosses - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines panzerbrechenden Geschosses

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DE2848019B2
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Rudolf Zuerich Rossmann (Schweiz)
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Rheinmetall Air Defence AG
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Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon Buhrle AG
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    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/72Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F3/00Manufacture of workpieces or articles from metallic powder characterised by the manner of compacting or sintering; Apparatus specially adapted therefor ; Presses and furnaces
    • B22F3/12Both compacting and sintering
    • B22F3/16Both compacting and sintering in successive or repeated steps
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description

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Die Erfindung betrifft die Anwendung eines bekannten Verfahrens für die Herstellung eines panzerbrechenden Geschosses.
Es sind panzerbrechende Geschosse bekannt, bei denen der Geschoßkörper aus Hartmetall hergestellt wird. Ein geeignetes Hartmetall weist beispielsweise 86% Wolframcarbid und 14% Cobalt auf und besitzt eine Härte von Hra = 95, ein spezifisches Gewicht γ= 14,6g/cm3. Wenn ein solcher Geschoßkörper aus Hartmetall in einem Treibspiegelgeschoß verwendet m wird, so ergeben sich gute Durchschlagsleistungen bei Einfachzielen. Unter Einfachzielen versteht man Ziele, bei denen das Geschoß nur eine einzige relativ dicke Panzerplatte durchdringen muß. Es hat sich jedoch gezeigt, daß sich ein solcher Hartmetall-Geschoßkörper r> nicht für Mehrfachziele eignet. Unter Mehrfachzielen versteht man Ziele, bei denen das Geschoß mehrere hintereinander angeordnete, relativ dünne Panzerplatten durchdringen muß. Zur Bekämpfung solcher Mehrfachziele eignen sich Geschoßkörper aus Schwer- 4<i metall.
Es sind ferner panzerbrechende Geschosse bekannt (US-PS 39 79 234), bei denen der Geschoßkörper aus Schwermetall hergestellt wird. Eine geeignete Schwermetall-Sinterlegierung weist beispielsweise 93% Wolf- 4S ram und 7% Eisen — Nickel auf. Ein solcher Geschoßkörper eignet sich, wie gesagt, zur Bekämpfung von Mehrfachzielen. Es hat sich jedoch gezeigt, daß sich ein solcher Geschoßkörper aus einer Schwermetall-Sinterlegierung nicht für Einfachziele eignet, da die Durch- r><> Schlagsleistung wesentlich kleiner ist als bei Geschoßkörpern aus Hartmetall, denn die Schwermetall-Sinterlegierung besitzt eine relativ kleine Festigkeit und ist auch nicht besonders hart. Beim Aufschlag eines solchen Geschosses auf ein Einfachziel geht ein großer Teil der v> kinetischen Energie durch Verformungsarbeit verloren, da sich der Geschoßkörper vor dem Durchdringen der Panzerplatte stark verformt
Aus dem Buch von F. Eisenkolb »Einführung in die Werkstoffkunde« ist ein Verfahren bekannt, bei dem *> <· Stäbe aus Wolfram in den Abmessungen 8 χ 8 χ 200 bis 40x40x600 mm3 in einseitig wirkenden Preßwerkzeugen gepreßt, dann vorgesintert und durch Sintern bei sehr hohen Temperaturen höher verdichtet werden. Diese Stäbe werden dann in einer Rundhämmermaschine auf einen dünneren Querschnitt verformL Haben die Stäbe einen Durchmesser von 0,8 mm erreicht, schließt sich das Drahtziehen an, wobei für die größeren Querschnitte Düsen aus Hartmetall verwendet werden für die Querschnitte, die kleiner sind als 0,25 mm Durchmesser müssen jedoch Diamantdüsen verwendet werden. Durch das Drahtziehen lassen sich Drähte bis zu 0,01 mm Durchmesser herstellen. Diese dünnen Drähte werden dann für Glühbirnen als Glühfäden benutzt
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Geschoßkörper zur Verfügung zu stellen, der sich sowohl zur Bekämpfung von Einfachzielen als auch zur Bekämpfung von Mehrfachzielen eignet.
Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruches 1 gelöst Durch die Anwendung des von der Drahtherstellung bekannten Verfahrens auf die Herstellung von Geschoßkörpern, wird nun ein Geschoßkörper zur Verfügung gestellt, der sich aufgrund der verwendeten Schwermetall-Sinterlegierung und der darauffolgenden speziellen Härtung sowohl für Einfach- als auch für Mehrfachziele eignet
Das zur Anwendung gelangende Verfahren soll im folgenden anhand der Figuren näher erläutert werden. Es zeigt
F i g. 1 eine Gefügeaufnahme von gesintertem Wolfram-Schwermetall bei lOOfacher Vergrößerung;
F i g. 2 eine Gefügeaufnahme desselben Wolfram-Schwermetalles wie in Fig. 1, mit in Längsrichtung verformtem Wolframkorn, und
Fig.3 eine Gefügeaufnahme des Wolfram-Schwermetalles wie in Fig. 1, mit in Längsrichtung stärker verformtem Wolframkorn.
Dieses Wolfram-Schwermetall hat nach dem Pressen und Sintern folgende Eigenschaften
Zugfestigkeit: ofl = 900 N/mm2 Bruchdehnung: O5 = 15%
Spezifisches Gewicht: γ = 17 g/cm1
Härte: HV10= 3000 N/mm2
Diese Schwermetall-Sinterlegierung wird nach dem Pressen und Sintern weiter verformt. Stangenmaterial kann z. B. durch eine Düse hindurchgepreßt werden, wobei der Querschnitt der Stangen verkleinert wird. Gemäß F i g. 2 ist der Querschnitt um 25% und gemäß F i g. 3 um 40% vermindert worden. Die Härte ist dabei auf HV10=4200 N/mm2 bzw. auf HVIO = 5000 N/mm2 gesteigert worden.
Unter der Verformung der Schwermetall-Sinterlegierung zwecks Verfestigung ist nur die Verformung nach dem Pressen und Sintern zu verstehen.
Unter spanloser Formänderung ist nicht nur das erwähnte Hindurchpressen einer Stange durch eine Düse zu verstehen, sondern auch Strecken, Walzen, Schmieden, Hämmern etc somit jegliche Verformung, die zu einer Verfestigung des Werkstoffes führt. Dabei kann es sich sowohl um Kalt- und Warmverformung handeln, bei der eine plastische Verformung des Werkstoffes stattfindet
In gewissen Fällen wird nur ein Teil des Geschoßkörpers verfestigt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Anwendung des Verfahrens der Drahterzeugung aus Schwermetall-Pulvern auf die Herstellung eines panzerbrechenden Geschosses mit einem Geschoßkörper zur Bekämpfung von Einfach- und Mehrfachzielen aus einer Wolfram enthaltenden Schwermetall-Sinter-Legierung, wobei das gepreßte und gesinterte Legierungspulver durch eine Querschnitt- ι ο verminderung von mindestens 20% auf eine Härte HVio von mindestens 4200 N/mm2 verfestigt und anschließend in Stangenform durch eine Düse gepreßt wird, wodurch die kugelförmigen Wolframkörner zu länglichen Körnern verformt werden.
DE2848019A 1977-11-28 1978-11-06 Verfahren zur Herstellung eines panzerbrechenden Geschosses Withdrawn DE2848019B2 (de)

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