DE2848019B2 - Verfahren zur Herstellung eines panzerbrechenden Geschosses - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines panzerbrechenden GeschossesInfo
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- F42B12/72—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material
- F42B12/74—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material of the core or solid body
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- B22F—WORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
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Description
20
Die Erfindung betrifft die Anwendung eines bekannten Verfahrens für die Herstellung eines panzerbrechenden
Geschosses.
Es sind panzerbrechende Geschosse bekannt, bei denen der Geschoßkörper aus Hartmetall hergestellt
wird. Ein geeignetes Hartmetall weist beispielsweise 86% Wolframcarbid und 14% Cobalt auf und besitzt
eine Härte von Hra = 95, ein spezifisches Gewicht γ= 14,6g/cm3. Wenn ein solcher Geschoßkörper aus
Hartmetall in einem Treibspiegelgeschoß verwendet m wird, so ergeben sich gute Durchschlagsleistungen bei
Einfachzielen. Unter Einfachzielen versteht man Ziele, bei denen das Geschoß nur eine einzige relativ dicke
Panzerplatte durchdringen muß. Es hat sich jedoch gezeigt, daß sich ein solcher Hartmetall-Geschoßkörper r>
nicht für Mehrfachziele eignet. Unter Mehrfachzielen versteht man Ziele, bei denen das Geschoß mehrere
hintereinander angeordnete, relativ dünne Panzerplatten durchdringen muß. Zur Bekämpfung solcher
Mehrfachziele eignen sich Geschoßkörper aus Schwer- 4<i metall.
Es sind ferner panzerbrechende Geschosse bekannt (US-PS 39 79 234), bei denen der Geschoßkörper aus
Schwermetall hergestellt wird. Eine geeignete Schwermetall-Sinterlegierung weist beispielsweise 93% Wolf- 4S
ram und 7% Eisen — Nickel auf. Ein solcher Geschoßkörper eignet sich, wie gesagt, zur Bekämpfung von
Mehrfachzielen. Es hat sich jedoch gezeigt, daß sich ein solcher Geschoßkörper aus einer Schwermetall-Sinterlegierung
nicht für Einfachziele eignet, da die Durch- r><>
Schlagsleistung wesentlich kleiner ist als bei Geschoßkörpern aus Hartmetall, denn die Schwermetall-Sinterlegierung
besitzt eine relativ kleine Festigkeit und ist auch nicht besonders hart. Beim Aufschlag eines solchen
Geschosses auf ein Einfachziel geht ein großer Teil der v>
kinetischen Energie durch Verformungsarbeit verloren, da sich der Geschoßkörper vor dem Durchdringen der
Panzerplatte stark verformt
Aus dem Buch von F. Eisenkolb »Einführung in die Werkstoffkunde« ist ein Verfahren bekannt, bei dem *>
<· Stäbe aus Wolfram in den Abmessungen 8 χ 8 χ 200 bis 40x40x600 mm3 in einseitig wirkenden Preßwerkzeugen
gepreßt, dann vorgesintert und durch Sintern bei sehr hohen Temperaturen höher verdichtet werden.
Diese Stäbe werden dann in einer Rundhämmermaschine auf einen dünneren Querschnitt verformL Haben die
Stäbe einen Durchmesser von 0,8 mm erreicht, schließt sich das Drahtziehen an, wobei für die größeren
Querschnitte Düsen aus Hartmetall verwendet werden für die Querschnitte, die kleiner sind als 0,25 mm
Durchmesser müssen jedoch Diamantdüsen verwendet werden. Durch das Drahtziehen lassen sich Drähte bis
zu 0,01 mm Durchmesser herstellen. Diese dünnen Drähte werden dann für Glühbirnen als Glühfäden
benutzt
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Geschoßkörper zur Verfügung zu stellen, der sich
sowohl zur Bekämpfung von Einfachzielen als auch zur Bekämpfung von Mehrfachzielen eignet.
Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruches 1 gelöst Durch die Anwendung des von der
Drahtherstellung bekannten Verfahrens auf die Herstellung von Geschoßkörpern, wird nun ein Geschoßkörper
zur Verfügung gestellt, der sich aufgrund der verwendeten Schwermetall-Sinterlegierung und der darauffolgenden
speziellen Härtung sowohl für Einfach- als auch für Mehrfachziele eignet
Das zur Anwendung gelangende Verfahren soll im folgenden anhand der Figuren näher erläutert werden.
Es zeigt
F i g. 1 eine Gefügeaufnahme von gesintertem Wolfram-Schwermetall bei lOOfacher Vergrößerung;
F i g. 2 eine Gefügeaufnahme desselben Wolfram-Schwermetalles
wie in Fig. 1, mit in Längsrichtung verformtem Wolframkorn, und
Fig.3 eine Gefügeaufnahme des Wolfram-Schwermetalles
wie in Fig. 1, mit in Längsrichtung stärker verformtem Wolframkorn.
Dieses Wolfram-Schwermetall hat nach dem Pressen und Sintern folgende Eigenschaften
Spezifisches Gewicht: γ = 17 g/cm1
Härte: HV10= 3000 N/mm2
Härte: HV10= 3000 N/mm2
Diese Schwermetall-Sinterlegierung wird nach dem Pressen und Sintern weiter verformt. Stangenmaterial
kann z. B. durch eine Düse hindurchgepreßt werden, wobei der Querschnitt der Stangen verkleinert wird.
Gemäß F i g. 2 ist der Querschnitt um 25% und gemäß F i g. 3 um 40% vermindert worden. Die Härte ist dabei
auf HV10=4200 N/mm2 bzw. auf HVIO = 5000 N/mm2
gesteigert worden.
Unter der Verformung der Schwermetall-Sinterlegierung zwecks Verfestigung ist nur die Verformung nach
dem Pressen und Sintern zu verstehen.
Unter spanloser Formänderung ist nicht nur das erwähnte Hindurchpressen einer Stange durch eine
Düse zu verstehen, sondern auch Strecken, Walzen, Schmieden, Hämmern etc somit jegliche Verformung,
die zu einer Verfestigung des Werkstoffes führt. Dabei kann es sich sowohl um Kalt- und Warmverformung
handeln, bei der eine plastische Verformung des Werkstoffes stattfindet
In gewissen Fällen wird nur ein Teil des Geschoßkörpers
verfestigt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Anwendung des Verfahrens der Drahterzeugung aus Schwermetall-Pulvern auf die Herstellung eines panzerbrechenden Geschosses mit einem Geschoßkörper zur Bekämpfung von Einfach- und Mehrfachzielen aus einer Wolfram enthaltenden Schwermetall-Sinter-Legierung, wobei das gepreßte und gesinterte Legierungspulver durch eine Querschnitt- ι ο verminderung von mindestens 20% auf eine Härte HVio von mindestens 4200 N/mm2 verfestigt und anschließend in Stangenform durch eine Düse gepreßt wird, wodurch die kugelförmigen Wolframkörner zu länglichen Körnern verformt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1452677A CH627549A5 (de) | 1977-11-28 | 1977-11-28 | Verfahren zur herstellung eines panzerbrechenden geschosses. |
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