DE2829982C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtungen zum
Bestimmen der Qualität der Verbindung einer hinter die Verrohrung eines
Erdbohrlochs eingebrachten Zementierung bzw. zum Bestimmen der Wandstärke
der eingebrachten Verrohrung mit den im Oberbegriff der Patentansprüche 1,
14, 40 bzw. 49 genanten Merkmalen.
Beim Bohrlochausbau wird eine Verrohrung in das Bohrloch
eingebracht und Zement in den Ringraum zwischen der Verrohrung und dem
Bohrloch gedrückt, hauptsächlich um öl- und gasproduzierende Bereiche
voneinander und von wasserführenden Schichten zu trennen.
Wenn es dem Zement nicht gelingt, die Trennung eines Bereichs
vom anderen herzustellen, können Fluide unter Druck
von einem Bereich in einen benachbarten wandern und auf diese
Weise einen benachbarten, anderweitig produktiven Bereich
verseuchen. Insbesondere erzeugt das Eindringen von Wasser
unerwünschte Beeinträchtigungen einer Produktionszone und kann
ein Bohrloch unwirtschaftlich machen.
Fehler bezüglich der Zementverbindung können in vielfältiger
Art auftreten. Beispielsweise kann aus dem einen oder
anderen Grunde der Zement hinter dem Verrohrungssegment, wo
er sein sollte, vollständig fehlen. Dies würde ein großer
Fehler bezüglich der Zementverbindung sein, der zu einer
schnellen Kontaminierung zwischen Bereichen führen würde,
die voneinander getrennt bleiben sollen.
Ferner kann es vorkommen, daß der Zement hinter der
Verrohrung vorhanden ist, daß jedoch ein schmaler zementfreier
Ringraum zwischen der Verrohrung und dem Zement existiert.
Dieser Ringraum kann so breit sein, daß er eine hydraulische Verbindung
zwischen Zonen ermöglicht, die zu unerwünschter Kontaminierung
führt.
Ein derartiger Ringraum kann jedoch auch so schmal sein,
daß er die Funktion des Zementes hinsichtlich der hydraulischen
Sicherheit wirksam erhält. Ein derartiger akzeptabler
schmaler Ringraum kann sich durch die Art und Weise ergeben,
wie der Zement eingeführt wurde. Beispielsweise wird der
Zement typischerweise unter sehr hohem Druck eingeführt, wie
er etwa unter Verwendung eines schweren Schlamms erzeugt wird,
um den Zementpfropfen abwärts und in den Ringraum um die
Verrohrung zu befördern. Der resultierende Druck innerhalb der
Verrohrung bewirkt eine leichte Expansion der Verrohrung und
eine nachfolgende Kontraktion, wenn der schwere Schlamm entfernt
wird. Die Größenordnung der Kontraktion hängt von dem
Druck und der Verrohrungswandstärke ab und neigt dazu, zu
einer leichten Trennung, einem Ringraum zwischen dem Zement
und der Verrohrung zu führen. Es ist wichtig zu wissen, ob
der Zement seine Funktion erfüllt, das heißt, ob die Zement
verbindung hydraulisch sicher ist.
Verfahren wurden vorgeschlagen, um die Qualität der
Zementverbindung zu bestimmen. In diesem Zusammenhang wird
unter dem Wort "Verbindung" sowohl der Fall verstanden, daß
der Zement tatsächlich an der Verrohrung haftet, als auch
der Fall, in dem keine Haftung vorhanden ist, wobei jedoch
ein schmaler Mikroringraum vorhanden ist, der so schmal ist,
daß er eine Fluidverbindung zwischen den durch Zement getrennten
Bereichen verhindert. Unter einer "guten Verbindung" wird
daher eine Trennung der Zonen durch den Zement verstanden,
wobei ein Flüssigkeitsübertritt zwischen den Zonen sogar
bei Anwesenheit eines Mikroringraumes verhindert wird. Es ist
daher wünschenswert, bei der Untersuchung des Zementes derartige
Mikroringräume als gute Zementverbindungen zu identifizieren,
während Ringräume, die die Zonen nicht hydraulisch
trennen können, als unsicher oder schlechte Verbindungen
erkannt werden.
Das Problem der Untersuchung des Zementes hinter einer
dicken Verrohrung mit einer Einrichtung, die sich innerhalb
der Verrohrung befindet, führte zu verschiedenen Verfahren
zum Untersuchen des Zementes unter Verwendung von
Schallenergie.
Beispielsweise wird in der US-PS 34 01 773 ein Zement
untersuchungsverfahren beschrieben, bei dem eine Einrichtung
verwendet wird, die einen Schallsender und einen Schallempfänger
aufweist, die in Längsrichtung voneinander getrennt angeordnet
sind. Das Verrohrungssignal, das durch die Verrohrung läuft,
wird verarbeitet, wobei ein nachfolgender Abschnitt, der durch
Anwesenheit oder Abwesenheit von Zement hervorgerufen wird,
abgeschnitten wird. Der abgeschnittene Abschnitt wird integriert,
um eine Messung seiner Energie als Anzeige der Abwesenheit
oder Anwesenheit von Zement hinter der Verrohrung zu liefern.
Obwohl ein derartiges Verfahren eine zweckmäßige Information
über Zementfehler hinter der Verrohrung liefert,
ist die Beurteilung der Qualität der Zementverbindung nicht
genügend genau, da die Messung Zementzustände über einen
relativ großen Abstand zwischen dem Sender und Empfängern
ermitteln und keine Untersuchung in Umfangsrichtung liefern,
d. h. Informationen bezüglich des Zustandes der Verbindung an
verschiedenen Punkten am Umfang der Verrohrung. Ferner kann
dieses Verfahren einen hydraulisch sicheren Ringraum als
defekte Zementverbindung wegen einer nicht adequaten Energie
übertragung von dem Verrohrungssignal zu dem Zement durch den
Ringraum charakterisieren.
Ein genaueres Verfahren zum Untersuchen des Zementzustandes
ist in der US-PS 36 97 937 beschrieben, wobei ein
Schallsender-Empfänger mit Nullabstand verwendet wird, um
Reflexionskoeffizienten von Reflexionen zu messen, die
durch Materialdiskontinuitäten erzeugt werden. Zementzustände
in verrohrten Bohrlöchern werden untersucht durch Vergleichen
der relativen Amplitude und Phase von reflektierter Schallenergie
die auf paarweise angeordnete akustische Wandler mit
einer Vielzahl von Frequenzen auftrifft. Für die Schalluntersuchung
werden insbesondere Schallfrequenzen im Bereich
von 5-50 kHz angegeben. Bei derartigen Schallfrequenzen
variieren die Reflektionskoeffizienten (das Amplitudenverhältnis
von einfallenden Wellen zu austretenden Wellen in dem
Schlamm innerhalb der Verrohrung) als Funktion davon, ob ein
mit Zement gefüllter oder nicht mit Zement gefüllter Ringraum
vorhanden ist, sowie mit der Breite des Ringraums und der
Härte der Formation.
In der US-PS 37 32 947 wird eine Schallimpulstechnik
zur Zementverbindungsuntersuchung beschrieben, wobei die
Dämpfung von Schallsignalen, die von den Materialdiskontinuitäten
reflektiert werden, bei radialen Resonanzfrequenzen gemessen
werden, ohne daß eine Untersuchung in Umfangsrichtung stattfindet.
Die gemessenen Dämpfungskonstanten werden dann verwendet,
um die Dicke des Ringraums und des Zements mit der Berechnung
abhängig von der Art der Formation als auch von Messungen
zu berechnen, die bei verschiedenen Resonanzfrequenzen durch
geführt wurden. Dieses Verfahren benötigt niedrige Frequenzen,
wobei eine Kompensation für Formationseigenschaften von einer
anderen Bohrlochuntersuchung erforderlich ist. Ferner wird eine
Information bezüglich der Wandstärke des Zementrings benötigt,
um eine Bewertung des Ringraums zwischen dem Zement und der
Verrohrung ableiten zu können.
Wenn die Zementuntersuchungen mit Schallwellen von
niedriger Frequenz entsprechend den US-PSen 36 97 937 und
37 32 947 vorgenommen werden, werden sogenannte radiale oder
reifenartige Resonanzen beobachtet. Eine Resonanz umfaßt das
System aus Verrohrung und Ringraum, eine zweite höhere Resonanz
tritt für den Zementring selbst auf. Die Verwendung solcher
Resonanzen zum Feststellen der Ab- und Anwesenheit von
Zement in dem Ringraum um die Verrohrung ist nicht einfach,
um die Zementverbindungsqualität bei der Anwesenheit von
schmalen Ringräumen zwischen der Verrohrung und dem Zement
zu beurteilen.
In der US-PS 31 75 639 ist ein Schallimpulsechoverfahren
beschrieben, um den Formationsbereich längs eines Bohrlochs zu
untersuchen. Ein Schallimpulsgenerator, der mit einer Frequenz
in der Größenordnung von 10 MHz arbeitet, wird benachbart der
Wandung eines Bohrlochs angeordnet und erzeugt sehr kurze
akustische Impulse, die auf die Formation gerichtet sind.
Die verstrichene Zeit während der Erzeugung des ausgesandten
Schallimpulses und den reflektierenden Impulsen wird ebenso wie
die Amplitude der empfangenen Impulse gemessen. Die Messungen
werden dann verwendet, um die akustische Impedanz der
Formation zu bestimmen.
Gemäß dieser Patentschriften wird eine Verarbeitungs
einrichtung vorgesehen, mit der die Rücksendeimpulse, die nach
dem ausgesandten Impuls auftreten, gleichgerichtet und integriert
werden. Das integrierte Signal wird als proportional
zu der mittleren Amplitude des Rücklaufimpulses aufgezeichnet.
Das integrierte Signal wird dazu verwendet, die akustische
Impedanz der Formation längs des Bohrlochs unter Verwendung
einer Messung der Dicke des Bohrlochschlammkuchens, einer
Kenntnis der Amplitude des Sendeimpulses, der Absorptions
charakteristik des Bohrschlamms und der akustischen Impedanz
des Schlammkuchens abzuleiten.
Die Schallimpulsechotechnik dieser Patentschrift
eignet sich selbst nicht zur Untersuchung der Qualität von
Zementverbindungen. Die verwendete Frequenz ist zu hoch, hierbei
würden alle Mikroringräume als schlechte Zementverbindungen
charakterisiert werden. Ferner wird der Schallwandler nahe
der Bohrlochwandung angeordnet, so daß Sekundärausstahlungs
interferenzen auftreten können, etwa wenn ein zurückgesandtes
Echo von dem Wandler als zweite Ausstrahlung zurück in die
Formation reflektiert wird.
In der US-PS 33 40 953 ist ein Formationsuntersuchungs
verfahren durch die Verrohrung hindurch mittels Schallwellen
beschrieben, wobei die Schallfrequenzen durch die Verrohrungs
wandstärke bestimmt werden. Hierbei wird Schallenergie von
einem Sender zu einem Paar von entfernt davon angeordneten
Empfängern ausgestrahlt. Die Frequenz der Schallenergie
wird auf der Basis einer bestimmten Beziehung ausgewählt, die
von der Geschwindigkeit der Scherungswelle in der Verrohrung,
einer beliebigen dimensionalen Zahl und der Verrohrungswand
stärke abhängt. Die vorgeschlagenen Sendefrequenzen betragen
300-460 kHz für eine Wandstärke der Verrohrung von 0,64 cm,
während entsprechend niedrigere Frequenzen für dickere
Verrohrungen in Frage kommen.
Dieses Verfahren arbeitet nicht bezüglich eines speziellen
isolierten Verrohrungssegmentes, sondern aufgrund der
Anordnung von Sender und Empfänger mit Abstand zueinander längs
des Bohrlochs wird ein Mittelwert über den vorgesehenen Abstand
geliefert. Außerdem wird dieses Verfahren nicht zum Untersuchen
der Zementverbindung durch Analysieren von Reflexionen
von radial aufeinanderfolgenden Grenzflächen verwendet.
In der US-PS 38 83 841 wird ebenfalls ein Schallimpuls
echoverfahren zum Messen der akustischen Impedanz des Materials
längs einer Wandung in einem Bohrloch beschrieben. Der Schall
impulswandler ist mit verschiedenen Schallkopplungsschichten
zwischen dem bündig montierten Wandler und dem Bohrloch versehen.
Hierbei wird ein Schallimpuls vorgeschlagen, dessen
Frequenzspektrum im Bereich von etwa 100 kHz bis etwa 5 MHz
liegt. Dies ist ein Frequenzbereich, der allgemein der Bandbreite
entspricht, die in der US-PS 28 25 044 vorgeschlagen
wird, in der eine Ultraschalleinrichtung zur Exploration einer
Bohrlochwandung mit Schallwellen bei Frequenzen von 100 kHz
bis 10 MHz vorgeschlagen wird.
Die Schallechos, die nach der US-PS 3 883 841 erhalten
werden, werden als zweckmäßig zur Beurteilung der Zementverbindung
angegeben. Es wird ausgeführt, daß zum Messen der
akustischen Impedanz des Materials in Kontakt mit der Verrohrung
zwei aufeinanderfolgende Extremwerte von empfangenen Impulsen
extrahiert werden müssen, wobei ihr Verhältnis gebildet wird,
um in einer Rechenschaltung die akustische Impedanz abzuleiten.
Da eine Verrohrungswandstärke in der Praxis um 10-20%
variieren kann, ist diese Näherung des Extrahierens von auf
einanderfolgenden Reflexionen schwierig und problematisch.
Ferner bewirken die Schallimpedanzkopplungsschichten eine
Dämpfung. Als Ergebnis hiervon wird der potentiele Fehler
beim Messen individueller Reflexionen vergrößert, wodurch
die Effektivität der Analyse der akustischen Untersuchung
reduziert wird.
Bei der vereinfachten Näherung, die im Zusammenhang
mit Fig. 15 der US-PS 38 83 841 beschrieben wird, wird vorgeschlagen,
die Zementverbindung direkt durch Integrieren des
gesamten empfangenen Echosignals zu bestimmen und die resultierende
Integration als Funktion der Tiefe aufzuzeigen. Dies
umfaßt auch die Stärkenverrohrungsreflexionen, deren Verwendung
die signifikanten späteren Reflexionen verwischt und
dazu führt, daß Formationsreflexionen mit umfaßt werden.
Ein Frequenzbereich, wie der in dieser Patentschrift
vorgeschlagen wird, umfaßt am unteren Ende Frequenzen, die
dazu führen können, daß reifenartige Resonanzen in Verrohrung
und Ringraum mit den begleitenden Empfindlichkeiten erzeugt
werden (was die Beurteilung der Zementverbindung bei Anwesenheit
von schmalen Ringräumen schwierig macht. Am oberen Ende
des Frequenzbereiches werden die Ringräume zwischen Verrohrung
und Zement lückenlos als schlechte Zementverbindungen interpretiert,
auch wenn die Zementverbindung hydraulisch sicher sein
sollte. Ferner scheint der Abstand zwischen dem Wandler und
der Verrohrung als schmaler Ringraum, wodurch die Beurteilung
der Zementverbindung verwischt wird.
Wenn eine Schallimpulsechotechnik zur Untersuchung
eines Bohrlochs verwendet wird, ist es wünschenswert, eine
adequate Anzahl von Zyklen in den reflektierten Impulsen zu
erhalten, bevor eine Sekundärinterferenz beobachtet wird. Wenn
ein Schallimpulswandler gemäß dieser Patentschrift bündig an
der Innenwand einer Verrohrung angeordnet wird, tritt das erste
Echo sehr bald auf, wobei seine Reflexion von dem Wandler
zurück zu der Verrohrung Sekundärreflexionen hervorruft, die
mit den anfänglichen interessierenden Echosignalen interferieren.
Man kann spezielle akustische Kopplungsschichten zwischen
dem Wandler und der Verrohrung anordnen, wie in dieser Patentschrift
vorgeschlagen wird. Hierdurch werden jedoch die Echosignale
in ihrer Amplitude reduziert. Weiter reduziert die Nähe
des Wandlers zu den Materialgrenzflächen die Anzahl von Echosignalen
mit verwendbaren Amplituden, bevor die Sekundärausstrahlungsinter
ferenz eintritt. Obwohl die Verwendung hoher Frequenzen,
wie etwa von 1-5 MHz, die Verwendung von schärferen
und kürzer dauernden Ausstrahlungsimpulsen ermöglicht,
sind diese Frequenzen nicht dazu geeignet, schmale Ringräume
zwischen Verrohrung und Zement festzustellen. Derartig hoch
frequente Schallwellen können durch die Verrohrungsoberfläche
beeinträchtigt werden, deren Rauheit störende Interferenzen
hervorrufen können.
Wenn ein Schallimpulserzeuger gemäß der US-PS 38 83 841
in einer Vorrichtung verwendet wird, wie sie in der SU-PS
4 05 095 oder der US-PS 39 74 476 beschrieben ist ermöglicht
der vergrößerte Abstand, der in letzterem zwischen dem Wandler
und der Verrohrung vorgeschlagen wird, dem Empfang einer größeren
Anzahl von Schwingungen. Jedoch dämpfen in einem solchen Fall
die Zwischenschichten gemäß der US-PS 38 83 841 zwischen dem
Wandler und der Verrohrung die Echosignale beträchtlich, die
ohnehin schon mit verringerter Amplitude wegen des vergrößerten
Abstandes empfangen werden.
In der US-PS 33 39 666 ist ein Schallimpulsechoverfahren
für ein verrohrtes Bohrloch beschrieben, bei dem eine
Schallfrequenz verwendet wird, bei der die Verrohrung transparent
erscheint. Der vorgeschlagene Schallfrequenzbereich liegt
etwa bei 100 kHz, insbesondere zwischen 200 und 400 kHz. Die
Reflexionen werden von der in dem Bohrloch befindlichen
Einrichtung zur Oberfläche übermittelt, wo alle Reflexionen, die
nach einer Zeit von etwa 100 Mikrosekunden nach dem Aussenden
und vor dem nächsten folgenden Schallimpuls von dem Wandler
gleichgerichtet, integriert und aufgezeichnet werden.
Hier wird der Reflexionsabschnitt charakterisiert,
der zum Integrieren und Aufzeichnen als repräsentativ für die
akustische Impedanz der Formation ausgewählt wird. In der
Praxis treten jedoch beträchtliche Reflexionen von der Formation
bei der Resonanzfrequenz der Verrohrungswandstärke in
bestimmten Situationen auf, etwa wenn der Zement sowohl
bezüglich der Verrohrung als auch der Formation gut gebunden ist,
und wenn die Formation selbst eine starke Reflexion liefern
kann. Formationsreflexionen können leicht durch Sekundäraus
strahlungseffekte gestört werden, etwa wenn eine anfängliche
Schallreflexion von der Innenwand der Verrohrung eine Sekundär
ausstrahlung bewirkt, wenn sie teilweise von der Oberfläche
des Wandlers reflektiert wird.
Wenn die Bohrlochwandung rauh ist oder Krater oder
Ausnehmungen aufweist, was häufig auftritt, können die
Schallfeflexionen von Formationen gestreut werden und zum Zeitpunkt,
in dem sie den Schallwandler erreichen, ziemlich schwach sein.
Wenn der Zementring keine gute Bindung zu der Verrohrung und
der Formation besitzt, tritt eine weitere Dämpfung und Streuung
der Formationsreflexion auf, wodurch sich eine weitere
Schwächung oder ein vollständiger Verlust der Formationsreflexion
ergibt.
Ferner wird in dieser Patentschrift die Übertragung
der Reflexion durch geeignete Leiter in einem Kabel vorgeschlagen.
Techniken zum Übertragen von Hochfrequenzsignalen in der
Größenordnung von 500 kHz, wie sie in einem Reflexions
signal auftreten, sind an sich bekannt. Kabel für Bohrloch
untersuchungen sind jedoch typischerweise auf Signale begrenzt,
deren Frequenzen unterhalb von 100 kHz liegen. Daher
werden Hochfrequenzsignale, die zu Hin- und Herreflexionen
zwischen der Innen- und Außenwandung der Verrohrung führen,
durch das Kabel stark gedämpft.
Bei Bohrlochuntersuchungen ist es wichtig, Informationen
über den derzeitigen Zustand der Verrohrung zu erhalten. Die
installierte Verrohrung kann verschiedene Korrosionen aufgrund
von chemisch aktiven, korrodierenden Lösungen, elektrolytischer
Korrosion aufgrund von Erdströmen oder Kontakt zwischen nicht
ähnlichen Metallen unterworfen sein. Die Korrosion der Außenseite
der Verrohrung kann durch eine hochgradig unerwünschte
hydraulische Verbindung zwischen Formationsbereichen hervorgerufen
werden, die voneinander durch den Zement isoliert bleiben
müssen. Übermäßiger Verschleiß kann aufgrund des Abriebs
durch hindurchströmendes Fluid auftreten. Die Bohrlochverrohrung
kann daher über einen Zeitraum hinweg durch übermäßig
dünne und geschwächte Bereiche beeinträchtigt werden. Derartige
Beeinträchtigungen können ein Zusammenbrechen der schützenden
Verrohrung und u. U. einen Verlust des Bohrlochs herbeiführen,
wenn sich Lecks in der Verrohrung entwickeln, die zu
einer unkontrollierten Bewegung von Fluids in dem Bohrloch
und benachbarten Formationen führen. Es ist aber schwierig
oder unmöglich, die Verrohrung zur Inspektion aus dem Bohrloch
zu entfernen. Es ist daher besonders zweckmäßig, wenn man in
der Lage ist, die Verrohrung an Ort und Stelle zu inspizieren,
um die Anwesenheit und die Stellen und schlechte Verrohrungs
bedingungen zu bestimmen.
Ultraschallechoverfahren zum Bestimmen der Dicke von
Materialien sind an sich bekannt. So wurde beispielsweise in
der US-PS 25 38 114 eine Vorrichtung zum Messen der Dicke eines
Materials vorgeschlagen, in dem seine Resonanzfrequenz aufge
zeichnet wird, wenn das Material mit Ultraschallenergie bestrahlt
wird. In der US-PS 28 48 891 ist ein Verfahren beschrieben,
mit dem die Korngröße von Materialien durch Beobachtung
der Ultraschallfrequenzrücksendung des Materials gemessen
wird. In der US-PS 35 95 069 ist ein System beschrieben,
bei dem ein Ultraschallsensor in Resonanz gebracht und
die Resonanzfrequenz gemessen wird, um den Wert des Parameters
zu bestimmen, für den der Sensor bestimmt wird. Gemäß der
US-PS 40 03 244 wird die Dicke eines Materials durch Verwendung
einer Impulsechotechnik gemessen.
Verschiedene Frequenzbereiche wurden zum Schalluntersuchen
zum Bestimmen der Dicke von Materialien verwendet. Beispielsweise
wird in dem Aufsatz von J.L. Rose und P.A. Meyer
"Ultrasonic Signal Processing Concepts for Measuring the
Thickness of Thin Layers", veröffentlicht in "Materials
Evaluatin", Seite 249, Dezember 1974, eine Frequenzanalyse
zum Bestimmen der Dicke einer dünnen Schicht beschrieben. Ein
Eingangsschallimpuls wird hierbei mit genügender Bandbreite
verwendet, um die Grundschwingungs- oder harmonische Ober
schwingungsresonanzfrequenz einer dünnen Schicht, die zwischen
zwei Materialien angeordnet ist, zu umfassen. Ein Spektralprofil
von Echos von verschiedenen Schichten wird hergestellt,
wie in den Fig. 11 und 12 dieses Aufsatzes dargestellt ist.
Wie aus den Breitbandfrequenzspektren von Fig. 12 hervorgeht,
treten Minima in dem Frequenzspektrum bei den Frequenzen auf,
die eine bestimmte Beziehung zur Dicke des zu messenden Materials
besitzen. Die mittlere Frequenz solcher Minima wird jedoch
üblicherweise nicht gemessen, insbesondere wenn das
Frequenzspektrum eines Echos verschiedene Minima zeigt.
Akustische Verfahren wurden beschrieben, mit denen eine
Platte, deren Dicke zu messen ist, zu einer Dickenresonanz
gebracht werden kann, wobei eine Rückkopplung von Resonanz
vibrationen verwendet wird, vgl. US-PS 37 41 334. Hier wird
eine besondere Ultraschalltechnik zum Bestimmen der Wandstärke
einer Platte durch Messen ihrer Wandstärkenresonanz
beschrieben. Die Resonanz wird in der Platte induziert, indem
die Platte zunächst einer Geräuschquelle während eines ersten
Intervalls ausgesetzt und das Abklingen von freiem Resonanz
ultraschall während eines zweiten nachfolgenden Intervalls
aufgezeichnet wird. Nachdem die Platte aufhört, in Resonanz
zu schwingen, wird der vorher gespeicherte Schall abgespielt
und verwendet, um Resonanzvibrationen in der Platte zu induzieren,
gefolgt von einem nachfolgenden Aufzeichnen des Abklingens
des Schalls nach dem zweiten Induzieren. Dieses Verfahren
wird wiederholt, um eine hohe Amplitudenresonanz in der
Platte zu erzielen und ermöglicht eine Messung der Resonanz
frequenz der Platte und daher der Dicke der Platte.
Die Frequenz wird durch Zählen der Amplitudenmaximalwerte
der abklingenden Resonanzvibrationen während eines bestimmten
Zeitintervalls oder durch Bestimmen der Zeit, gemessen die
benötigt wird, um eine bestimmte Anzahl von Maximalwerten zu
zählen. Eine Verbesserung bezüglich der US-PS 37 41 334
ist in der US-PS 39 14 987 beschrieben, wobei ein doppel
seitig gerichteter Zähler und eine Verzögerung verwendet
werden, wobei jedoch die Bestimmung der Resonanzfrequenz
noch das Zählen der individuellen Maximalwerte in den
abklingenden Vibrationen von der in Resonanz befindlichen
Platte erforderlich ist.
Wenn eine Schallimpulsechotechnik verwendet wird, um die
Wandstärke einer Verrohrung zu bestimmen, die in einem
Bohrloch einzementiert ist, besitzen die Schallrücksendungen
eine komplexe Form. Eine Wellenform, die für eine derartige
Schallrücksendung repräsentativ ist, ist in Fig. 4
der vorliegenden Anmeldung dargestellt und zeigt, daß eine
verläßliche Frequenzbestimmung von Maximalwert zu Maximalwert
bestenfalls schwierig und meistens undurchführbar ist. Ferner
ist eine Bohrlochverrohrung im Schnitt kreisförmig, wodurch
Schallinterferenzen von Reflexionen von Oberflächenungleich
mäßigkeiten und dergleichen erzeugt werden, wodurch die Schall
rücksendung weiter gestört wird.
Zusätzlich ist die Zeit, die für die Untersuchung der
Wandstärke eines derartigen schmalen Verrohrungssegmentes
verfügbar ist begrenzt, wenn eine ausgedehnte Untersuchung
der Verrohrung in vernünftiger Zeit vorgenommen werden soll.
Daher ist die Zeit, die benötigt wird, um eine akustische
Rückkopplungsuntersuchung gemäß der US-PSen 37 41 334 und
39 14 987 durchzuführen, in der Praxis für Bohrlöcher nicht
annehmbar.
In dem Aufsatz von E.P. Papadakik und K.A. Fowler
in "The Journal of the Acoustical Society of America", Band 50,
Nr. 3 (Teil 1), Seite 729 "Broad-Band Transducers, Radiation
Field and Selected Applications", wird eine impulsinduzierte
Resonanztechnik zum Bestimmen der Wandstärke eines dünnen
Materials beschrieben. Hierbei wird ein selektiver Zeitbereich
bei den durch das dünne Material reflektierten Impulse
ausgeblendet und eine Frequenzanalyse mit einem Spektrums
analysator vorgenommen. Ein automatisches Verfahren zum
Ableiten der Wandstärke des dünnen Materials wird nicht
beschrieben.
Schließlich ist noch auf die US-PS 34 01 772 hinzuweisen. Sie
beschreibt eine Technik zum Bestimmen des Zementierungszustandes zwischen
Verrohrung und Formation, bei der ein akustischer Impuls an einem ersten
Punkt längs des Bohrlochs erzeugt und die einen zweiten Punkt erreichende
akustische Energie in ein elektrisches Signal umgesetzt wird. Das Signal
wird gefiltert, um niederfrequente Komponenten zu entfernen, und der
Anfangsteil des Signals bleibt unberücksichtigt, weil er direkte
Kompressions- und Scherwellenübertragung zwischen den Punkten enthält. Der
verbleibende Rest des Signals ist hauptsächlich repräsentativ für die
Reverberationsenergie in der Flüssigkeitssäule. Es wird integriert und
liefert so ein Maß für den Energieinhalt, der unterschiedlich ist, je
nach dem Vorhandensein oder Fehlen harten Zements rings um die Verrohrung
zwischen den beiden Punkten.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, Verfahren bzw.
Vorrichtungen nach den Oberbegriffen der Patentansprüche 1, 14, 40 bzw. 49
zu schaffen, die eine Rücksendung der gewünschten Schallwellen mit einem
Minimun an Dämpfungs- und Reflexionsquellen erlauben, und deren
Signalverarbeitung zu einer genauen Beurteilung der Qualität der
Zementierung bzw. genauen Bestimmung der Wandstärke der Verrohrung führt.
Diese Aufgabe wird entsprechend den kennzeichnenden Teilen der
Ansprüche 1, 14, 40 bzw. 49 gelöst.
Hierdurch wird ein Verfahren geschaffen zum Bestimmen der
Qualität der Verbindung einer hinter die Verrohrung eines Erdbohrlochs
eingebrachten Zementierung mittels akustischer Impulse, bei dem ein
Reflexionssignal erzeugt wird, das von einem bei einer akustischen
Untersuchung der Verrohrung verwendeten, auf ein ausgewähltes radiales
Segment der Verrohrung gerichteten Impuls abgeleitet und aus Schallwellen
mit Frequenzen ausgewählt wird, mittels derer eine wandstärkenabhängige
Resonanz zwischen den beiden Verrohrungswänden angeregt wird, das dadurch
gekennzeichnet ist, daß eine von der Energie in einem Abschnitt des
Reflexionssignals abhängende Größe bestimmt wird, der im wesentlichen den
akustischen Hin- und Herreflexionen zwischen den beiden Verrohrungswänden
in dem Radialsegment entspricht, und ein für diese Größe indikatives
Signal erzeugt wird, das die Qualität der Verbindung der Zementierung
hinter dem Radialsegment der Verrohrung wiedergibt.
Ferner ist die Erfindung gerichtet auf eine Vorrichtung zum
Bestimmen der Qualität der Verbindung einer hinter der Verrohrung eines
Erdbohrlochs eingebrachten Zementierung mittels akustischer Impulse, mit
Einrichtungen zur akustischen Untersuchung der Verrohrung mittels eines
auf ein ausgewähltes radiales Segment der Verrohrung gerichteten Impulses,
die Einrichtungen zum Bestimmen der Energie des Impulses und zum Erfassen
eines entsprechenden von der Zementierung reflektierten Signals umfassen,
die dadurch gekennzeichnet ist, daß zusätzliche Einrichtungen zum Auswählen
eines Abschnitts aus dem Reflexionssignal vorgesehen sind, der im
wesentlichen repräsentativ ist für akustische Hin- und Herreflexionen
zwischen den beiden Wänden der Verrohrung im Bereich des Radialsegments,
sowie Einrichtungen zum Bestimmen der Impulsenergie dieser Reflexionen.
Die Erfindung ist weiterhin gerichtet auf ein Verfahren zum
Bestimmen der Wandstärke einer in einem Erdbohrloch einzementierten
Verrohrung mittels akustischer Impulse, bei dem ein Reflexionssignal
erzeugt wird, das von einem bei einer akustischen Untersuchung der
Verrohrung verwendeten, auf ein ausgewähltes Radialsegment der Verrohrung
gerichteten Impuls abgeleitet und aus Schallwellen mit Frequenzen gebildet
wird, mittels derer eine wandstärkenabhängige Resonanz zwischen den beiden
Verrohrungswänden angeregt wird, das dadurch gekennzeichnet ist, daß ein
Signal entsprechend dem Frequenzspektrum eines Abschnitts von Hin- und
Herreflexionen des Reflexionssignals erzeugt wird, der im wesentlichen
repräsentativ für die akustischen Hin- und Herreflexionen zwischen den
Verrohrungswänden des Radialsegments ist, und daß jeweils die Frequenz von
Komponenten in dem Spektralsignal bestimmt wird, die zu einem Maximalwert
des Frequenzspektrums beitragen und ein Wandstärkensignal liefern, das
repräsentativ ist bezüglich der gemessenen Frequenz und indikativ für die
Verrohrungswandstärke im Radialsegment.
Die Erfindung ist ferner auf eine Vorrichtung zum Bestimmen
der Wandstärke einer in einem Erdbohrloch einzementierten Verrohrung
mittels akustischer Impulse gerichtet, die Einrichtungen zur akustischen
Untersuchung der Verrohrung mittels eines auf ein ausgewähltes radiales
Segment der Verrohrung gerichteten Impulses, der aus Schallwellen mit
Frequenzen gebildet ist, mittels derer eine wandstärkenabhängige Resonanz
zwischen den beiden Verrohrungswänden anregbar ist, und Einrichtungen zum
Erfassen eines entsprechenden Reflexionssignals aufweist, die dadurch
gekennzeichnet ist, daß zusätzliche Einrichtungen zum Auswählen eines
Abschnitts von Hin- und Herreflexionen aus dem Reflexionssignal, der im
wesentlichen repräsentativ ist für die akustischen Hin- und Herreflexionen
zwischen den beiden Verrohrungswänden, mit Einrichtungen zum Erzeugen
eines Spektrumsignals, das repräsentativ für das Frequenzspektrum des
Abschnitts der Hin- und Herreflexionen ist, und mit Einrichtungen zum
Bestimmen der Frequenz von Komponenten in dem Sprektrumsignal, die zu einem
Maximalwert des Frequenzsprektrums beitragen und ein Wandstärkensignal
liefern, das repräsentativ ist für die Wandstärke der Verrohrung im
Bereich des Radialsegments.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung und den Ansprüchen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den beigefügten
Abbildungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zum
Bestimmen der Qualität der Verbindung einer hinter die Verrohrung eines
Erdbohrlochs eingebrachten Zementierung und/oder der Wandstärke einer in
einem Erdbohrloch einzementierten Verrohrung.
Fig. 2 ist eine Wellenformdarstellung eines bevorzugten
Schallimpulses, der mit der Vorrichtung von Fig. 1 erzeugt wird.
Fig. 3 ist eine Darstellung des Frequenzspektrums der
Schallwelle von Fig. 2.
Fig. 4A, 4B und 4C zeigen beispielhafte Wellenformen, die für
Schallreflexionen repräsentativ sind, die bei einer Impulsechountersuchung
entsprechend der Erfindung erhalten werden.
Fig. 5 ist eine Amplitudenrücksendungskurve, die für die
Spezifizierung der Leistungsanforderungen an einen Wandler zweckmäßig ist,
der zur Verwendung bei einer akustischen Bohrlochuntersuchung gemäß der
Erfindung bevorzugt wird.
Fig. 6A-6C zeigen beispielhaft Spektren von Schallreflexionen,
die mit einer Schalluntersuchungsvorrichtung gemäß der Erfindung erhalten
werden.
Fig. 7 zeigt ein Blockdiagramm einer
Signalverarbeitungseinrichtung zur Beurteilung der Zementverbindung gemäß
der Erfindung.
Fig. 8 zeigt ein Blockdiagramm einer anderen Ausführungsform
einer Signalverarbeitungseinrichtung zur Beurteilung der Zementverbindung
gemäß der Erfindung.
Fig. 9 zeigt eine schematische Darstellung einer weiteren
Untersuchungseinrichtung für die Zementverbindung gemäß der Erfindung.
Fig. 10 zeigt ein Blockdiagramm eines Signalprozessors zur Verwendung bei
einer Einrichtung gemäß Fig. 9.
Fig. 11 zeigt ein Steuerungsdiagramm für Signale, die von dem
Signalprozessor von Fig. 10 erzeugt werden.
Fig. 12 und 13 zeigen Draufsichten, teilweise im Schnitt, von
Wandlern zur Verwendung in einer Einrichtung gemäß Fig. 9.
Fig. 14 zeigt teilweise in Seitenansicht eine Einrichtung zur
akustischen Untersuchung mit Wandlern gemäß den Fig. 12 und 13,
Fig. 15 zeigt schematisch eine Einrichtung zum Bestimmen der
Wandstärke einer Verrohrung gemäß der Erfindung.
Fig. 16 zeigt eine Amplitudenaufzeichnung von verschiedenen
Spektren, die mit der Einrichtung von Fig. 15 erhalten werden.
Fig. 17 ist ein Blockdiagramm einer
Signalverarbeitungseinrichtung zum Bestimmen der Qualität der Verbindung
einer hinter die Verrohrung eines Erdbohrlochs eingebrachten Zementierung
und der Wandstärke einer in einem Erdbohrloch einzementierten Verrohrung.
Fig. 18 zeigt ein Blockdiagramm eines Teils einer Einrichtung
zum Bestimmen der Wandstärke einer in einem Erdbohrloch einzementierten
Verrohrung.
Fig. 19 zeigt im Schnitt eine Einrichtung zur akustischen
Untersuchung eines Bohrlochs unter Verwendung
eines routierenden Reflektors zum Abtasten des
Bohrlochs.
In den Fig. 1 bis 3 ist eine Einrichtung 10 zum
akustischen Untersuchen der Qualität der Zementverbindung
einer Verrohrung 12 und dem umgebenden Zementring 14 in einem
Bohrloch 16, das in einer Erdformation 18 angeordnet ist,
dargestellt. Eine Einrichtung 20 zum Erzeugen eines akustischen
Impulses ist mit Hilfe eines (nicht dargestellten) Kabels
in die Verrohrung hinabgelassen, wobei das Kabel Signalleitungen
aufweist, längs derer Signale zum Steuern der Einrichtung 20
und für ihre Meßergebnisse zwischen einem Signalprozessor 21
in der Einrichtung 20 und einer überirdischen Einrichtung
zum Steuern und Verarbeiten von Signalen 22 übertragen
werden. Ein Tiefensignal, das für die Tiefe der Einrichtung 20
in dem Bohrloch 14 repräsentativ ist, wird von einem
üblichen (nicht dargestellten) Tiefenmonitor, der mit dem
Kabel gekoppelt ist, mit dem die Einrichtung 20 längs der
Verrohrung 12 bewegt wird, gekoppelt ist, über eine Leitung
24 geliefert.
Die zylindrische Verrohrung 12 ist ebenso wie der
diese umgebende Zementring 14 im Teilschnitt gezeigt. Die
Form des Bohrlochs ist gleichmäßig, und die Verrohrung ist
entsprechend mit äquidistantem Abstand von der Bohrlochwandung
dargestellt. In der Praxis ist jedoch das Bohrloch unregelmäßig
mit Klüften und Spalten. Dementsprechend kann der Zementring 14
in seiner Stärke und der Abstand zwischen der Verrohrung 12
und der Formation 18 variieren.
Der Zement 14 ist in verschiedenen häufig anzutreffenden
Verbindungszuständen dargestellt. Im Bereich 26 haftet
der Zustand an der Verrohrung 12, während bei 28 ein Mikroring
raum 30, µa, der hydraulisch sicher ist, vorhanden ist.
Im Bereich 32 ist der Ringraum 30 zu einer solchen Tiefe vergrößert,
daß eine Vertikalbereichstrennung nicht mehr erzielbar ist,
während im Bereich 34 der Zement vollständig fehlt.
Die zementfreien Bereiche bei 28, 32 und 34 sind normalerweise
mit Wasser oder mit Wasser und Bohrschlamm gefüllt. Die dargestellten
Zustände treten nicht notwendigerweise auf, sie sind
nur beispielshaft aufgeführt. Die Zustände in den Bereichen 26
und 30 werden als gute Verbindungen betrachtet, während die
Zustände in den Bereichen 32 und 34 als schlecht angezeigt
werden müssen.
Die Verrohrung 12 ist ferner mit äußeren korrodierten
Abschnitten 33.1, 33.2 und einem inneren korrodierten Abschnitt
33.3 dargestellt, in denen die Wandstärke verringert ist.
Derartige Korrosionen können in anderen Bereichen auftreten
und insbesondere nachteilig sein, wenn eine solche in
einem Bereich auftrifft, der zu einer hydraulischen Verbindung
zwischen Bereichen führt, die voneinander isoliert
bleiben müssen. Die dargestellten korrodierten Abschnitte 33.1
bis 33.3 können als tatsächliche Lücken erscheinen oder als
schuppige Abschnitte auftreten, die ein rauhes Oberflächenaussehen
besitzen und sich sogar teilweise von dem korrodierten
Metall abtrennen. Diese schuppigen Bereiche werden durch die
Bohrlochfluidabschnitte gesättigt, so daß eine akustische Untersuchung
des nicht korrodierten Metalls unter den schuppigen
Bereichen noch durchgeführt werden kann.
Die Einrichtung 20 liegt innen in der Verrohrung 12
an, die normalerweise mit Wasser oder einer Mischung aus
Wasser und Schlamm gefüllt ist. Die Einrichtung 20 wird zentral
in der Verrohrung 12 durch geeignete, nicht dargestellte,
an sich bekannte Einrichtungen gehalten. Die Einrichtung 20
wird vorzugsweise parallel zur Wandung der Verrohrung 12
gehalten, obwohl sie auch relativ zur Mittelachse der
Verrohrung 12 versetzt sein kann. Wie ferner im Zusammenhang
mit Fig. 1 erläutert wird, wird mit der Einrichtung 10
eine Kompensation für Kippungen erhalten, d. h. solche Zustände,
in denen die Einrichtung 20 einen Winkel mit der Achse
der Verrohrung 12 bildet.
Die Einrichtung 20 besitzt ferner einen Wandler 36,
der als Sender und Empfänger dient. Unter Umständen können
hierfür aber auch getrennte Einrichtungen verwendet werden.
Der Wandler 36 ist derart angeordnet, daß dieser ein akustisches
Signal zu einem akustischen Reflektor 38 und dann durch ein Fenster
40 auf ein ausgewähltes Radialsegment der Verrohrung 12 schickt.
Der akustische Impuls wird teilweise durch die Verrohrung 12
hindurchgehen und teilweise von der Verrohrung 12 absorbiert,
wobei in dem Radialsegment bei der Dickenresonanz der Verrohrung
Nachhallungen auftreten.
Unter dem Ausdruck "Radialsegment", wie er hier benutzt
wird, wird das Segment der Verrohrung verstanden, das sich
zwischen ihren Wänden erstreckt und einen gegebenen Radius
umgibt, der sich allgemein senkrecht zur Wandung der Verrohrung
von der Mitte der Verrohrung erstreckt.
Die Art des Fensters 40 kann variieren, vorzugsweise
ist es aus einem solchen Material hergestellt und derart relativ
zur Ausbreitungsrichtung der akustischen Impulse von
dem Transmitter 36 geneigt, daß die akustischen Rücksendungen
mit einem Minimum an Dämpfung und Reflexionsquellen hindurchlaufen
können. Das Fenster 40 kann aus Polyurethan hergestellt
werden, das eine Schallgeschwindigkeit von etwa 1700 m/sec
und eine Dichte von 1,1 g/cm³ besitzt. Dieses Material
zeigt eine ähnliche Schallimpedanz wir ein Fluid, das
in dem Raum zwischen dem Wandler 36, dem Reflektor 38 und dem
Fenster 40 angeordnet ist, um den Druck auf das Fenster 40
auszugleichen.
Das Fluid, mit dem der Raum in der Einrichtung 20 zwischen
dem Wandler 36 und dem Fenster 40 geführt ist, ist vorzugs
weise in bezug auf eine geringe oder minimale Dämpfung und
eine Schallimpedanz ausgewählt, die nicht zu sehr von derjenigen
des Bohrlochfluids in dem interessierenden Frequenzbereich
abweicht. Eine geeignete Flüssigkeit ist beispielsweise
Äthylenglykol.
Das Fenster 40 ist um einen Winkel R geneigt, der als
der Winkel der Ausbreitungsrichtung des anfänglichen akustischen
Impulses von dem Wandler 36 und der Senkrechten 41 auf
den Fensteroberflächenbereich, auf den der akustische Impuls
auftrifft, definiert ist. Diese Neigung dient dazu, Sekundär
ausstrahlungen, wie 43.1, in eine Richtung abzulenken, die
vom Fenster erzeugte Interferenzen vermeidet. Geeignete ringförmige
schallabsorbierende Flächen, etwa Schallschirme 45,
können innerhalb der Einrichtung 20 verwendet werden, um
Schallreflektionen 43.2 von der Innenwand des Fensters 40
einzufangen und zu absorbieren. Die Größe des Winkels R kann
in der Größenordnung von 20° bis 30" liegen, wie in der US-PS
35 04 758 vorgeschlagen wurde.
Obwohl die Neigung des Fensters 40 in einer Richtung
relativ zu dem Weg des einfallenden Strahls gemessen liegen
könnte, wie in den US-PSen 35 04 758 und 35 04 759 gezeigt
ist, ist die bevorzugte Orientierung, wie in Fig. 1 dargestellt,
derart, daß die Verwendung eines größeren Reflektors 38
ermöglicht wird.
Die Größe des Reflektors 38 ist insofern wichtig, da
die Reflektorfläche das Fokussieren der Schallenergie auf die
Verrohrung 12 und das Einfangen eines ausreichenden Teils der
akustischen Rücksendung ermöglicht, um ein verbessertes Verhältnis
von Signal zum Rauschen zu erzielen.
Wenn die Reflektoren entsprechend den vorgenannten US-PSen
vergrößert werden, sind die internen Reflexionen von ihren Fenstern
dazu geeignet, durch die Reflektoren aufgenommen und zu
dem Empfänger/Sender in Interferenz mit den gewünschten akustischen
Rücksendungen von der Verrohrung 12 zurückgesendet zu werden.
Wenn jedoch eine Fensterneigung verwendet wird, wie sie in
Fig. 1 dargestellt ist, kann ein großer Reflektor 38 verwendet
werden, der wirksame Abmessungen besitzt, die ausreichen, um
sowohl die Strahlform der akustischen Energie, die auf die
Verrohrung 12 gerichtet ist, zu fokussieren oder zu erhalten,
als auch eine beträchtliche Schallrücksendung zu dem Wandler 36
zu bewirken.
Die Neigung des Fensters 40 kann klar von derjenigen
der beiden genannten US-Patente in bezug auf die Orientierung
der nach innen gerichteten Senkrechten 41′ des Fensters relativ
zu dem Auftreffpunkt des akustischen Strahls längs seines Wegs
D₂ vom Reflektor 38 unterschieden werden. Wenn wie in Fig. 1
dargestellt, die Senkrechte 41′ zwischen dem Weg D₂ und dem
Schallempfängerteil des Wandlers 36 liegt, kann der Neigungswinkel
und ebenfalls der Auftreffwinkel als positiv betrachtet
werden. Dieser Winkel würde ebenfalls positiv sein, wenn die
Innensenkrechte 41′ zwischen dem Weg D₂ und einem getrennten
Schallempfänger liegt, wie er entsprechend der SU-PS 4 05 095
verwendet wird.
Im Falle einer Fensteranordnung entsprechend den US-PSen
35 04 758 oder 35 04 759 kann der Neigungswinkel oder der Auftreff
winkel als negativ ausgelegt werden, da die Senkrechte auf
die Innenseite des Fensters sich auf der anderen Seite des
Weges des akustischen Strahls befindet und von dem Empfänger-
Wandler weg zeigt.
Mit einer Fensterneigung entsprechend Fig. 1 ist darauf
zu achten, daß vermieden wird, daß Reflexionen, wir 43.2,
auf den Wandler 36 gerichtet werden; daher sollte der Neigungs
winkel positiv und genügend groß sein. Jedoch sollte der Neigungs
winkel nicht so groß sein, daß Reflexionen, wie 43.2,
entweder nicht absorbiert oder durch die Schallschirme 45
abgefahren werden.
Ein Teil des akustischen Impulses verläuft durch die
Verrohrung 12 und wird dann wieder teilweise durch die nächste
Grenzfläche reflektiert, die im Bereich 26 das Zementmaterial
ist, während sie in den Bereichen 28, 32 der Ringraum 30 und
im Bereich 34 die Mischung aus Wasser und Schlamm ist.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist
der akustische Wandler 36 wahlweise derart angeordnet, daß
sein effektiver Abstand (die Laufzeit für einen akustischen
Impuls) zu der Verrohrung 12 genügend lang ist, um eine Inter
ferenzisolierung von Sekundärübertragungen zu ermöglichen, die
hervorgerufen werden, die starke Schallreflexion der Verrohrung
12 wieder teilweise entweder durch das Fenster oder den Wandler
36 zurück zur Verrohrung 12 reflektiert wird, so daß neue
Rückstrahlungen und sekundäre Schallrücksendungen erzeugt
werden. Ein gewünschter Gesamtabstand D wird durch Anordnen des
Wandlers 36 allgemein in einem axialen Abstand D₁ vom Reflektor
38 erhalten, der seinerseits in einem Abstand D₂ von
der Verrohrung 12 entfernt ist.
Der Gesamtabstand D = D₁ + D₂ zwischen dem Wandler 36
und der Verrohrung 12 ist ferner genügend groß gewählt, so daß
die gewünschten Schallrücksendungen einschließlich derjenigen,
die zu Rückstrahlungen gehören, die durch Rückstrahlungen, ein
gefangen zwischen der Innen- und Außenwand 13 bzw. 13′ der
Verrohrung 12 hervorgerufen werden, empfangen werden können. Der
Gesamtabstand D ist daher genügend lang, um solche Schallrück
sendungen vor ihrem Abklingen auf einen geringen Wert als Ergebnis
der Ableitung in umgebendes Medium zu umfassen. Andererseits
wird der Gesamtabstand D genügend klein gehalten,
um eine nachteilige Dämpfung durch den Schlamm außerhalb der
Einrichtung 20 und durch die Flüssigkeit innerhalb der
Einrichtung 20 zu vermeiden.
Zusätzlich zu diesen Abstandsbetrachtungen wurde gefunden,
daß der Abstand D₁ zwischen dem Wandler 36 und dem
Reflektor 38 die Empfindlichkeit des Systems bezüglich Stellungen
der Einrichtung 20, die nicht konzentrisch bezüglich
der Mittelachse 47 der Verrohrung 12 sind, beeinflußt. Ungeachtet
des Vorhandenseins von Einrichtungen zum Zentrieren
kann eine Verschiebung der Einrichtung 20, die als Exzentrizitäts
abstand e zwischen der Verrohrungsachse 47 und der Achse
49 der Einrichtung 20 gezeigt ist, aufgrund einer Anzahl von
Bedingungen innerhalb der Verrohrung 12 auftreten. Der Abstand
D₁ wird aus diesem Grunde gewählt, um einen maximalen
Betrag auf die Exzentrizität e zu tolerieren.
Der optimale Wert für den Abstand D₁ hängt ferner von
solchen Faktoren, wie den effektiven Abmessungen der Fläche 37
des Wandlers 36 oder deren Durchmesser im Falle eines scheiben
förmigen Wandlers 36 ab. Für einen scheibenförmigen Wandler,
der einen Durchmesser in der Größenordnung von etwa 2,54 cm
aufweist, um einen Impuls zu erzeugen, der dem Impuls 50 von
Fig. 2 entspricht und etwa ein Frequenzspektrum 52 gemäß
Fig. 3 besitzt, liegt der Gesamtabstand D₁ im allgemeinen
in der Größenordnung zwischen etwa 5,1-7,6 cm. Eine Basis
zur Auswahl des Gesamtabstandes D besteht daher darin, eine
ausreichende Zeit sicherzustellen, um alle diejenigen Schall
rücksendungen zu empfangen, die wesentlich zu einer genauen
Beurteilung der Qualität der Zementverbindung bei Anwesenheit
eines schmalen Verrohrungszementringes beitragen. Der Gesamt
abstand D sollte groß genug sein, um zu ermöglichen, daß der
Teil der Schallrücksendungen, der einer schlechten Zementverbindung
zuzuordnen ist, frei von Interferenzen empfangen wird.
Die Schallrücksendungen umfassen Schallreflexionen
als Ergebnis der Wechselwirkung des ursprünglichen akustischen
Impulses mit verschiedenen Medien. Eine erste Reflexion tritt
an der Grenzfläche zwischen dem Wasser oder Schlamm innerhalb
der Verrohrung 12 und der Innenwand 13 der Verrohrung 12 auf.
Diese erste Reflexion ist praktisch durchweg die gleiche,
die sich mit der Schlammkonsistenz, dem Zustand der Innenwand,
der Verrohrung 12 und den Neigungen der Einrichtung 20 ändert.
Weitere Schallrücksendungen treten als Funktion aufeinanderfolgenden
Medien, als auch als Ableitung des Nachhalls oder
Rückstrahlungen innerhalb der Verrohrung 12 auf.
Nach der ersten Reflexion an der Verrohrung 12 wird
der in die Verrohrung 12 eingedrungene Teil des Schalls inner
halb der Wandungen 13, 13′ hin- und herreflektiert und bei
jeder Reflexion tritt Energie aus. Die auf diese Weise verlorene
Energie hängt von den Reflexionskoeffizienten R 0
(Reflexionskoeffizient zwischen der Flüssigkeit innerhalb
der Verrohrung 12 und der Verrohrung 12 selbst) und r₁ (der
Reflexionskoeffizient zwischen der Verrohrung 12 und der nächsten
Schicht, die wie im Bereich 26 Zement oder wie im Bereich
32 Wasser sein kann) ab. Die Dauer, während der wesentliche
Hin- und Herreflexionen innerhalb der Wandungen 13, 13′
stattfinden, ist eine Funktion von der Dicke der Verrohrung 12.
Da eine Verrohrung mit größerer Dicke dazu neigt, länger
dauernde Hin- und Herreflexionen zu bewirken, sollte der
Gesamtabstand D zwischen der Verrohrung und dem Wandler 36
entsprechend vergrößert werden.
Wenn ein Fenster 40, das senkrecht zur Ausbreitungs
richtung des Schallimpulses angeordnet ist, wie es durch die
gestrichelte Linie 42 in Fig. 1 angedeutet ist, verwendet wird,
erzeugen die Verrohrungsreflexion und andere akustische Rücksendungen
Reflexionen an der Grenzfläche zwischen dem Fenster 42
und dem Schlamm innerhalb der Verrohrung 12. Derartige
Reflexionen erscheinen als sekundäre Ausstrahlungen, die
zu der Verrohrung zurücklaufen, um eine zweite Verrohrungsreflexion
mit anschließenden Hin- und Herreflexionen in der Verrohrung 12
und damit ebenfalls sekundäre Schallrücksendungen zu
erzeugen. Diese sekundären Schallrücksendungen stören die
Zementbeurteilung, insbesondere im Falle einer guten Zementverbindung,
wenn die Formation ebenfalls eine glatte Oberfläche
besitzt. In diesem Falle mischen sich Reflexionen, die
von sekundären Rückstrahlungen stammen, mit einer wesentlichen
Reflexion von der Formation, wodurch sich ein insgesamt
irrtümlicher Eindruck einer schlechten Verbindung ergibt.
Ein weiteres Kriterium zum Bestimmen eines geeigneten
Abstandes der Verrohrung 12 zum Empfänger kann das Auswählen
eines Abstandes D₃ zwischen einem Fenster 42 und der
Verrohrung 12 umfassen, so daß sekundäre Schallrücksendungen
unter einen vorgewählten Prozentsatz ihres anfänglichen Wertes
abklingen. Es kann gezeigt werden, daß die Anzahl N r der Hin-
und Herreflexionen in der Stahlverrohrung 12 in einem derartigen
Bereich durch folgende Beziehung gegeben ist:
in der x der prozentuale Anteil ist.
Ferner kann gezeigt werden, daß der Abstand D₃ durch
folgende Beziehung gegeben wird:
in der L die Dicke der Verrohrung 12, C₀ die Geschwindigkeit
des Schalls in dem Material innerhalb der Verrohrung, hauptsächlich
Wasser und C₁ die Geschwindigkeit des Schalls in
der Verrohrung selbst, nämlich in dem Stahl, ist.
Als numerisches Beispiel zum Erzielen eines annehmbaren
Gesamtabstandes zwischen Verrohrung und Empfänger können die
in der nachfolgenden Tabelle 1 aufgeführten Werte für die
Materialien verwendet werden
Verwendet man diese Konstanten, können die Werte für
die Reflexionskoeffizienten bestimmt werden:
r₀= 0.937
r 1G = -.731 (für eine gute Verbindung)
r 1B = -.937 (für eine schlechte Verbindung)
Der Abstand D₃ von der Verrohrung zum Empfänger kann
aus dem obigen Konstanten und den Zeiteinstellungszwangs
bedingungen bestimmt werden. Wenn beispielsweise die Hin- und
Herreflexionen in der Verrohrung auf etwa 5% ihres ursprünglichen
Wertes abklingen sollen, kann der Abstand D₃ von etwa
3,1 bis 7,6 cm für einen normal vorhandenen Bereich der Dicke
L der Verrohrung 12 von etwa 0,51-1,65 cm variieren. Durch
Milderung der Anforderung an den gültigen Wert für das Abklingen
der Hin- und Herreflexionen in der Verrohrung kann
der Abstand zwischen dem Sender und der Verrohrung verringert
werden, obwohl etwa 2,54 cm wahrscheinlich den untersten möglichen
Wert für D₃ darstellen. Da die größte Dicke der Verrohrung
vorzugsweise berücksichtigt wird, wird der Abstand von dem
Wandler 36 entweder zum Fenster 40 oder 42 derart
gewählt, daß sich keine sekundären Transmissionsinterferenzen
in dem interessierenden Zeitintervall ergeben. Der Abstand D₃
wird, falls verwendbar, derart gewählt, daß Sekundärreflexionen,
die auf das Fenster zurückzuführen sind, keine Signalinterferenz
hervorrufen. Wenn die Einrichtung 20 ein Fenster
wie das Fenster 40 aufweist, braucht man Sekundärreflexionen
von einem derartigen Fenster bei der Wahl des Abstandes von
Wandler zur Verrohrung nicht länger in Betracht zu ziehen.
Bei der Wahl des Wandlers 36 wird vorzugsweise ein
Scheibenwandler gewählt, der ein Verhältnis von Durchmesser
zu Wellenlänge größer als 1 aufweist. In der Praxis wurde
gefunden, daß ein Scheibenwandler mit einem Durchmesser von
etwa 2,54 cm zweckmäßig ist. Der Sendeimpuls besitzt eine
solche Länge und Frequenz, daß er ein ausgewähltes radiales
Segment der Verrohrung anregt, worauf der Impuls in eine
Dickenresonanz einfällt. Schallenergie wird in die Verrohrung
überführt und in gesteigertem Maß hin- und herreflektiert,
wobei die Dauer und Größe der Hin- und Herreflexionen
stark abhängig von der Materialschicht benachbart der äußeren
Oberfläche der Verrohrung 12 ist. Diese Empfindlichkeit sollte
jedoch hydraulisch sichere Mikroräume, wie etwa im Bereich 28,
nicht umfassen.
Bei der Auswahl des Frequenzspektrums des Schallimpulses
von dem Wandler 36 wird eine erste Basis durch die Dickenresonanzgrundfrequenz
der Verrohrung 12 bestimmt. Diese Resonanz
ermöglicht ein Einfangen, wobei eine vermehrte Schallenergie
in der Verrohrung eingefangen wird. Die anschließende
Reduktion in der Verrohrung eingefangener Energie kann als
Ergebnis des Austretens betrachtet werden, das dem Grad der
akustischen Kopplung zu den benachbarten Medien zuschreibbar
ist. Das Frequenzspektrum des Schallimpulses sollte vorzugsweise
entweder die Grundschwingung oder eine höhere harmonische
Oberschwingung hiervon umfassen. Mathematisch ausgedrückt,
wird die Anregungsfrequenz des Schallimpulses gegeben durch
wobei C₁ die Druckgeschwindigkeit der Verrohrung und L die
Verrohrungsdicke, gemessen senkrecht zur Wand der Verrohrung
und N eine ganze Zahl ist.
Eine obere Grenze für das Frequenzspektrum des Schallimpulses
wird durch praktische Betrachtungen, etwa die Rauheit
der Verrohrung, die Korngröße des Stahls der Verrohrung und
die Schlammdämpfung gesetzt. Weiterhin muß der hydraulisch
sichere Mikroraum transparent erscheinen.
In der Praxis stellt ein Ringraum zwischen Verrohrung
und Zement gleich oder kleiner als 0,127 mm eine gute Zement
verbindung dar und vermeidet daher hydraulische Verbindungen
zwischen Bereichen, die voneinander getrennt bleiben sollen.
Wenn Ringräume mit einer größeren Breite auftreten, sollten
diese als schlechte Zementverbindungen betrachtet werden.
Solange ein Ringraum von geringerer Stärke als etwa ¹/₃₀
einer Wellenlänge einer Schallwelle, die sich in Wasser
fortpflanzt ist, ist dieser Ringraum tatsächlich für eine
Schallwelle dieser Wellenlänge transparent. Daher sollte
ausgedrückt in Ringräumen zwischen Verrohrung und Zement das
Frequenzspektrum des Schallimpulses derart ausgewählt sein,
daß
wobei C₀ die Schallgeschwindigkeit in Wasser und µa t die
Dicke des Ringraumes ist.
In der Praxis werden Verrohrungsstärken L normalerweise
im Bereich von etwa 5,08 bis 16,51 mm verwendet. Daher kann bei
einer effektiven Frequenz von etwa 300-600 kHz für den Schallimpuls
die Verrohrung 12 in einer einfachen Methode angeregt
werden, die nicht bezüglich hydraulisch sicherer Mikroringräume
empfindlich ist. Dieses Frequenzspektrum wird daher
ausgewählt, daß die Einfangmethode entweder mit der Grund
frequenz oder ihrer zweiten harmonischen Oberschwingung
für die stärkeren Verrohrungen angeregt werden kann.
Innerhalb eines derartigen Frequenzspektrums wird die
Dauer der Hin- und Herreflexion innerhalb des Stahls der
Verrohrung sowohl in bezug auf gute als auch auf schlechte
Mikroringräume empfindlich ansprechen. Bei einem annehmbaren
Mikroringraum klingen die Hin- und Herreflexionen (und das in diesem
Zusammenhang beobachtete Austreten von Energie) schneller
als bei einem übermäßig großen Mikroringraum ab.
Der akustische Transmitterimpuls wird daher mit Eigenschaften
geformt, wie sie in den Fig. 2 und 3 dargestellt sind.
Der Transmitterimpuls 50 von Fig. 2 stellt einen stark
gedämpften Schallimpuls einer Dauer in der Größenordnung von
etwa 8 Mikrosekunden dar. Das Frequenzspektrum des Impulses
50 ist in Fig. 3 mit einer Frequenzamplitudenkurve 52 gezeigt,
die eine 6 db Bandbreite (halbe Stärke) zeigt, die sich
von etwa 275 kHz bis etwa 625 kHz mit einem Maximum bei etwa
425 kHz zeigt. Dicke Verrohrungen, die eine Einfangschwingung
unter 275 kHz besitzen, werden in Resonanz primär mit einer
höheren harmonischen Oberschwingung, etwa der zweiten, gebracht,
die mit einer bestimmten Amplitude in der Bandbreite des
Spektrums 52 auftritt.
Der Wandler 36 kann aus einer Vielzahl von bekannten
Materialien hergestellt werden, um Impulse 50 mit dem Frequenz
spektrum 52 zu erzeugen. Beispielsweise kann ein elektrisches
Signal, das diese Eigenschaften aufweist, gebildet und verstärkt
werden, um einen geeigneten piezoelektrischen Wandler 36
anzutreiben, der als Sender und Empfänger arbeiten kann.
Bevorzugt wird der Wandler 36 aus einem piezoelektrischen
scheibenförmigen Kristall gebildet, der mit einer kritisch an
gepaßten Impedanz hinterlegt ist, so daß ein akustischer Impuls
mit der Resonanzfrequenz der Scheibe gebildet wird. Das
Hinterlegungsmaterial besitzt eine Impedanz, die derart ausgebildet
ist, daß sie der des Kristalls gleichkommt, während es den
Schallimpuls stark dämpft, um Reflexionen von rückwärts
zu vermeiden. Bei einigen Anwendungen kann eine vordere
Schutzschicht verwendet werden, die integral auf die Vorderseite
des Wandlers 36 aufgebracht ist. Eine derartige vordere
Beschichtung besteht vorzugsweise aus einem Material
mit niedriger Dämpfung, das eine akustische Impedanz hat, die etwa
das geometrische Mittel zwischen Impedanz des Kristalls
und der erwarteten Impedanz der Bohrlochflüssigkeit ist. Eine
derartige vordere Beschichtung besitzt eine Dicke von einer
¼ Wellenlänge, gemessen im Zement der Resonanzfrequenz
des Kristalls.
Da die Scheibe kritisch angepaßt ist, besitzt der
ausgehende Schallimpuls eine weite Frequenzbandbreite. Die
Anregung eines derartigen Wandlers 36 kann dann mit einem
elektrischen Impuls sehr kurzer Dauer erzielt werden. Beispiels
weise kann ein Impuls verwendet werden, der eine Anstiegszeit
von etwa 10-100 Nanosekunden und eine Abfallzeit
von 0,5 bis etwa 5 Mikrosekunden besitzt.
Beim Senden kann der Wandler 36 in sich wiederholender
Weise mit einer Impulsrate betätigt werden, die beispielsweise
in der Größenordnung von 100 Impulsen pro Sekunde
liegt. Bei einer derartigen Impulsrate kann ein Umfangsbereich
um die Verrohrung 12 abgetastet werden, wenn die Einrichtung
20 längs der Verrohrung 12 aufwärts bewegt wird,
während der Reflektor 38 und ein zugeordnetes Fenster 40
drehbar angeordnet sind, um in Richtung des Pfeiles 53 hierbei
gedreht zu werden.
Fig. 5 definiert die Verhaltenskriterien eines geeigneten
Wandlers 36. Der Wandler 36 besitzt eine mittlere
Schallfrequenz von etwa 425 kHz mit einer 6 db Bandbreite
von 300 kHz. Fig. 5 zeigt eine annehmbare empfangene Amplituden-
Empfangscharakteristik 55, wenn der Wandler 36 mit einem Impuls
steuersignal von etwa 2 Mikrosekunden angeregt und auf
eine Wasser-Luft-Grenzfläche gerichtet wird, die sich von
dem Wandler in einem Abstand entsprechend etwa 100 Mikrosekunden
der Doppelwegschallwellenlaufzeit T₁ befindet. Das
Ausgangssignal von dem Wandler 36 als Ergebnis des Echos von
der Grenzfläche sollte vorzugsweise das dargestellte Aussehen
haben, wobei das erste Echo, das aus den drei Hauptmaxima
57.1, 57.2 und 57.3 gebildet wird, von einer Gesamtdauer T₂
sein sollte, die nicht größer als etwa 6 Mikrosekunden ist.
Die für A₂ des Geräusches unmittelbar nach dem ersten Echo
sollte etwa 50 db unter der Höhe A₁ des Maximums 57 sein
und eine Dauer T₃ von weniger als etwa 30 Mikrosekunden besitzen.
Der Geräuschpegel A₃, der dem Zeitintervall T₃ folgt,
sollte vorzugsweise wenigstens 60 db unter dem Pegel A₁ der
Maxima 57 sein.
Die Steuerungen und Schaltkreise, die notwendig sind,
um den Wandler zu betätigen, können von einer oberirdischen
Einrichtung oder einem geeigneten Taktgeber in der Einrichtung
20 stimmen. In jedem Fall werden sich wiederholende Synchoni
sierungsimpulse auf einer Leitung 54 von Fig. 1 erzeugt,
um einen Impulsformer 56 zu aktivieren, der geeignete Impulse
erzeugt, die über eine Leitung 58 zum Wandler 36 gegeben
werden, während gleichzeitig der Eingang 60 des Verstärkers
62 mit einer Signalleitung 62 geschützt wird.
Der Wandler 36 antwortet auf den Impuls von dem Schaltkreis
56 mit einem Schallimpuls des in den Fig. 2 und 3 gezeigten
Typs. Der Schallimpuls wird auf den Reflektor 38 gerichtet,
der dazu dient, die Schallenergie auf die Wandung der
Verrohrung 12 zu richten. Die Wirkung des Reflektors 38
hilft beim Kompensieren von Änderungen in der Ausrichtung des
akustischen Impulses auf die senkrechte Ebene zu der
Verrohrungswandung. Der Reflektor 38 kann eine flache Oberfläche
mit einem Winkel α von etwa 45° bezüglich der Schallenergie
vom Wandler 36 oder eine geringfügig konkave oder konvexe
Oberfläche aufweisen.
Wenn der Schallimpuls 50 auf die Verrohrung 12 auftrifft,
wird etwas von der Energie reflektiert und etwas dringt
in die Verrohrung 12 ein. Die reflektierte Energie
wird zu dem Wandler 36 über den Reflektor 38 zurückgeführt
und erzeugt ein elektrisches Signal, das an den Eingang 60
des Verstärkers 62 angelegt wird. Die Energie, die in die
Verrohrung 12 eingedrungen ist, wird hin- und herreflektiert,
wodurch wiederum weitere Schallrücksendungen zum Wandler 36
hervorgerufen werden. Der resultierende empfangene Ausgang
vom Wandler 36 kann das Aussehen haben, wie es als Reflexions
signalwellenformen 64, 66 und 68 in den Fig. 4A, 4B, und 4C
dargestellt ist.
Das anfängliche Segment 70 jeder Reflexionssignalwellenform
stellt eine starke anfängliche Verrohrungsreflexion dar,
deren Dauer in der Größenordnung von etwa 5 Mikrosekunden liegt.
Der übrige Teil 72 ist als Hin- und Herreflexionsabschnitt
gekennzeichnet, indem dieser eine große Anzahl von Schwingungs
perioden darstellt, die für die akustischen Hin- und Herreflexionen
repräsentativ sind, deren Größe mit der Zeit abnimmt. Die
Abklingzeit variiert als Funktion der Art der Zementverbindung,
wie aus den Wellenformen 64, 66, 68 ersichtlich ist,
die mit entsprechend verschiedenen großen Ringräumen 30 um die
Verrohrung 12 herum erhalten wurden.
Außer für den anfänglichen Abschnitt 70 entsprechend
der Verrohrungsreflexion besitzen die Reflexionssignale 64,
66, 68 keine stark aussagekräftige Form, wobei die Extremwerte
genau definiert und extrahierbar sind. Aus diesem Grunde ist
die bekannte Technik zum Vergleichen von benachbarten
Extremwerten schwierig durchzuführen, um die Abklingzeit
konstanten für die Wellenformen zu ermitteln.
Statt dessen reagiert der Signalverarbeitungsteil 21
der Einrichtung 10 auf jedes Reflexionssignal durch Trennen
des Abschnittes 72 von dem Abschnitt 70 und nachfolgendes
Integrieren des Abschnittes 72 über eine bestimmte Zeitspanne,
um die enthaltene Energie zu bestimmen.
Bei der Ausführungsform von Fig. 1 werden die Reflexionssignale
von dem Wandler 36 in einem Verstärker 62 verstärkt,
dessen Ausgang auf einen Zweiweggleichrichter 76 gegeben wird,
um ein Gleichstromsignal zu erzeugen, das für die Amplitude
der empfangenen Schallwelle repräsentativ ist und über eine
Leitung 78 auf ein Filter 80 gegeben wird, um dort gefiltert
zu werden und um in der Leitung 82 ein Signal zu erzeugen, das
für die Einhüllende der Wellenformen von dem Wandler 36
repräsentativ ist.
Das Einhüllsignal der Leitung 82 wird auf einen Schwellwert
detektor 84 gegeben, der die nachfolgende Signalverarbeitung
durch Feststellen des Beginns des Abschnitts 70 der anfänglichen
Verrohrungsreflexion beginnt (siehe Fig. 4). Die Amplitude,
bei der der Schwelldetektor 84 arbeitet, kann durch
eine wählbare Einstellung über eine Leitung 86 verändert und
automatisch eingestellt werden.
Der Ausgang des Schwellwertdetektors 84 auf der Leitung 88
wird verwendet, um einen Steuerimpuls am Ausgang 90
eines impulserzeugenden Schaltkreises 92 zu erzeugen.
Der Steuerimpuls von dem Schaltkreis 92 besitzt eine solche
Dauer, daß der Einhüllabschnitt auf der Leitung 82, der zu
dem Abschnitt 70 der anfänglichen Verrohrungsreflexion
gehört, durch einen Verstärker 94 als ein Verrohrungsreflexions
signal ausgeblendet wird.
Die Dauer des Steuerimpulses auf dem Ausgang 90 ist
wählbar, so daß der gesamte Verrohrungsreflexionsabschnitt
70 in dem Fall gewählt werden kann, in dem seine Dauer
veränderlich ist. Die Gleichstromform des Wellenreflexions
signals wird auf einen Integrator oder Spitzenamplituden
detektor 96 gegeben, um ein Signal entsprechend de 60286 00070 552 001000280000000200012000285916017500040 0002002829982 00004 60167r Amplitude
der Verrohrungsreflexion 70 in der Leitung 98 zu erzeugen.
Dieses Verrohrungsamplitudensignal wird etwa in einem Kastenspeicher
100 gespeichert, der durch einen geeigneten Impuls von
dem Schaltkreis 92 über eine Leitung 102 am Ende des Impulses
der Leitung 90 betätigt wird.
Der Ausgang 88 des Schwellwertdetektors 84 wird ebenfalls
auf eine Auswahlschaltung 103 für den Hin- und Herreflexions
abschnitt gegeben, die einen Verzögerungskreis 104
umfaßt, der einen Steuerimpuls für einen impulserzeugenden
Schaltkreis 106 nach einiger Zeit erzeugt, nachdem die anfängliche
Verrohrungsreflexion 70 beendet ist. Der Schaltkreis 106
erzeugt einen Abschnittsselektionsimpuls auf der Leitung 108,
der zu Beginn des Abschnittes 72 beginnt und eine Dauer
aufweist, die ausreicht, um die gesamte Einhüllform des Abschnitts
72 (siehe Fig. 4) durch einen ausfilternden Verstärker
110 zu einem Integrator 112 zu geben. Der Abschnitts
selektionsimpuls der Leitung 108 beginnt nach der anfänglichen
Verrohrungsreflexion und endet, nachdem die gewünschte
Anzahl von interessierenden Schallrücksendungen empfangen
wurde, jedoch bevor eine sekundäre Transmissionsinterferenz
auftritt. Ein typischer Impuls beginnt etwa 6 Mikrosekunden,
nachdem die anfängliche Verrohrungsreflexion festgestellt
wurde, und erstreckt sich über einen Zeitraum von etwa 40
Mikrosekunden, nachdem ein Schallimpuls, wie er etwa in den
Fig. 2 und 3 dargestellt, ausgesendet wurde, wobei ein Abstand
D in der Größenordnung von etwa 7,6 cm liegt.
Der Integrator 112 integriert die Einhüllende während
eines bestimmten Zeitraumes, der durch den Impuls der Leitung
108 bestimmt wird. Am Ende dieses letztgenannten Impulses
aktiviert ein Signal in der Leitung 114 von dem Schaltkreis
106 einen Tastspeicher 116, um ein Signal entsprechend der
Energie in dem Abschnitt 72 zu speichern.
Die Ausgänge der Tastspeicher 100, 116 werden auf eine
Kombinierschaltung in Form eines Dividierers 118 gegeben, der
einen Quotienten bildet durch Dividieren des Signals, das
repräsentativ für die Energie in dem Abschnitt 72, durch
das formierende Signal, das für die Amplitude der Verrohrungsreflexion
70 indikativ ist, um ein normalisiertes Energieverbindungssignal
auf der Ausgangsleitung 120 zu erzeugen. Dieses
normalisierte Energiesignal auf der Leitung 120 kann zur
Erdoberfläche übermittelt werden, um die Reflexionsenergie
als Funktion der Tiefe mit einem Schreiber 122 aufzuzeichnen.
Das normalisierte Energiesignal kann ferner auf einen Komparator
124 zum Vergleichen mit einem Vergleichssignal auf Leitung 126
gegeben werden, das von einem Schaltkreis 128 stammt und repräsentativ
für den Schwellwert zwischen guten und schlechten
Zementverbindungen ist. Der Ausgang 130 von dem Komparator
124 zeigt die An- oder Abwesenheit einer guten Zementverbindung
an und kann ebenfalls auf dem Schreiben 122 als Funktion
der Tiefe aufgezeichnet werden.
Durch die Signalverarbeitung wird das Signal auf
der Leitung 120 betreffend die Zementverbindung weniger
empfindlich hinsichtlich Kippungen der Einrichtung 20 und
Dämpfung in dem Fluid, wobei die Schallenergie an der Verrohrung 12
längs einer Ebene gerichtet ist, die relativ zur
Achse der Verrohrung 12 schräggestellt ist. Wenn ein derartiger
Fall eintritt, werden die Schallrücksendungen bezüglich
der Amplitude reduziert und können als gute Zementverbindungen
interpretiert werden, wenn tatsächlich die Zementverbindung
schlecht sein kann. Durch Verwendung der Amplitude der anfänglichen
Verrohrungsreflexion als Eichung für Schrägstellungen
der Einrichtung 20 und Schlammkonditionen liefert das
Signal auf der Leitung 120 eine sichere Anzeige der Qualität
der Zementverbindung.
In bestimmten Fällen kann die Notwendigkeit bestehen,
ein Signal betreffend die Signalverbindung zu erhalten, das nicht
normiert wurde oder zu einem späteren Zeitpunkt normiert werden
sollte. In einem Fall wie diesem ist der Ausgang 117
des Tastspeichers 116 das Zementverbindungssignal, das zur
Erdoberfläche zum Aufnehmen etwa durch ein Bandgerät oder den
Schreiber 122 oder in einem Speicher eines signalverarbeitenden
Geräts 130 nach seiner Umwandlung in Digitalform übermittelt
werden kann. Nachdem ein Zementverbindungssignal erzeugt
wurde und ein neuer Synchronisierungsimpuls auf der
Leitung 54 erscheint, wird dieser Synchronisierungsimpuls auf
verschiedene Rückstelleingänge der Tastenspeicher 100, 116 und
Integratoren 96, 112 gegeben. Das Rückstellen der Tastspeicher
110, 116 kann für einen glatteren Ausgang bis zu einem solchen
Zeitpunkt verzögert werden, in dem die Ausgänge der Integratoren
96, 112 zum Abtasten fertig sind.
Die Auswahl eines Signals, repräsentativ für die akustischen
Hin- und Herreflexionsrücksendung 72, wird mit einem
Impuls, erzeugt auf der Leitung 8, erhalten, indem ein Abschnitts
wellenkreis 132 verwendet wird. Dieser Abschnittswellenkreis
132 steuert die Länge der Verzögerung 104 und
die Breite des Steuerimpulses von dem Impulsgeber 106. Wie
vorstehend im Zusammenhang mit den Fig. 4A-4C ausgeführt
wurde, wird der Abschnitt 72 derart ausgewählt, daß die
Verrohrungsreflexion 70 wirksam ausgeschlossen ist.
Dieses Ausschließen kann vorzugsweise durch den Signalprozessor
21 erzielt werden, da dieser durch das Feststellen
der starken Verrohrungsreflexion 70 aktiviert wird, die
durch den Schwellenwertdetektor 84 angezeigt wird. Die
resultierende Integration der verbleibenden Einhüllenden liefert
eine scharfe Trennung zwischen einem Signal für eine gute und
einem solchen für eine schlechte Zementverbindung. Beispielsweise
wird die Integration des Abschnittes 72.1 der Wellenform
64 von Fig. 4A größer als die Integration des Abschnittes 72.3
der Wellenform 68 von Fig. 4C sein, und zwar um einen Faktor
von etwa 3. Wenn der Bereich der Einhüllenden für ein Beispiel
gemäß Tabelle 1 mit dem resultierenden Reflexionskoeffizienten
für r₀ und r₁ für gute und schlechte Zementverbindungen
verglichen wird, tritt ein Integrationsverhältnis von etwa 3,8
bis 1 zwischen schlechten und guten Signalen auf. Daher wird
ein extrem scharfer Kontrast zwischen guten und schlechten
Zementverbindungen erhalten, selbst wenn ein dichter Schlamm
innerhalb der Verrohrung 12 vorhanden ist.
Bei bestimmten Zementtypen kann es wünschenswert sein,
einen Mikroringraum einer Dicke in der Größenordnung von 0,25 mm
noch als gute Zementverbindung anzunehmen. In diesem Falle kann
das Frequenzspektrum 52 des Schallimpulses 50 eingestellt werden,
um den Zement zu untersuchen. Beispielsweise kann man zwei
Arten von Schallimpulsen mit verschiedenem Frequenzspektrum
verwenden, einen mit der Grundfrequenz und den anderen mit einer
harmonischen Oberschwingung. Wenn die Ergebnisse von diesen
Impulsen nicht die gleiche Ablesung abliefern, kann geschlossen
werden, daß ein hydraulisch sicherer Mikroringraum vorhanden
ist.
Theoretisch erscheint eine Verbindung für einen
Mikroringraum mit einer Dicke in der Größenordnung einer halben
Wellenlänge (etwa 0,22 cm) als gut. In der Praxis jedoch ist
das Auftreten eines derartig großen Ringraums unwahrscheinlich,
und andere konventionelle Techniken zum Untersuchen der Zement
qualität können verwendet werden, um derartig große Ringräume
als schlechte Zementverbindungen zu identifizieren.
Fig. 6A-6C zeigen die Wirksamkeit der Einrichtung 10,
wenn ein Frequenzspektrum von den beobachteten gesamten Schall
rücksendungen hergestellt wird, wie sie in den Fig. 4A-4C
dargestellt sind. Die Spektren 140 der Fig. 6A-6C stellen
entsprechend eine schlechte Verbindung mit einem großen Ringraum,
eine dazwischenliegende Verbindungssituation mit einem
Ringraum von 0,12 mm und eine gute Zementverbindung dar. Die
Spektren 140 konnten, als sie ursprünglich erhalten wurden,
in ihrer absoluten Größe aufgrund der Reflexionsänderungen
in der Exzentrizität e der Einrichtung 20 und der Kopplung
der Schallenergie zum Zement 14 hinter der Verrohrung 12
variieren. Daher ist für eine gute Zementverbindung die
absolute Amplitude der Schallrücksendungen kleiner als für eine
schlechte Zementverbindung. Die relative Größe der Minima
142 ist jedoch tiefer für eine schlechte Zementverbindung
und höher für eine gute Zementverbindung. Aus Bequemlichkeit
sind die Spektren 140 in den Fig. 6A-6C mit allgemein
gleichen Amplituden dargestellt, so daß ihre Minima 142
durch visuellen Vergleich miteinander bewertet werden können.
Die Signifikanz der Minima 142 sollte im Licht des Gesamt
energiespektrums des Reflexionssignals bestimmt werden.
Die scharfen Minima 142 der Spektren 140 sind um die
Dickenresonanz der Verrohrung 12, von der die Reflexionen
kommen, zentriert. In den Spektren 140 treten die Minima 142
bei 0,5 MHz (500 kHz) für eine 0,584 cm dicke Verrohrung auf
und gleichen der Wirkung eines Trennfilters mit enger Bandbreite.
Im Falle einer schlechten Verbindung, etwa im Falle des
Spektrums 140.1 von Fig. 6A ist das Minimum 142.1 tief
und zeigt an, daß eine relativ große Energiemenge bei der
Dickenresonanz innerhalb der Verrohrungswände 13, 13′
eingefangen wurde.
Die Verbesserung der Zementverbindung ist bei dem
Spektrum 142.2 augenscheinlich, da dort eine entsprechend
kleinere Energiemenge innerhalb der Verrohrungswandungen
13, 13′ eingefangen wurde. Daher ist das Minimum 142.2 in
Fig. 6B weniger tief im Vergleich zu dem Minimum 142.1 von
Fig. 6A, während das Minimum 142.3 in Fig. 6C das kleinste
für eine gute Zementverbindung ist.
Fig. 7 zeigt eine Ausführungsform 150 zur Bewertung
der Zementverbindung, wobei die Schärfe der Minima 142 in
den Spektren 140 der Fig. 6A-6C verwendet wird. Der Ausgang
63 des Verstärkers 62 in der Schaltung 21 wird auf zwei
Bandpaßfilter 152 und 154 gegeben. Der Filter 152 ist ein
Bandpaßfilter, der auf eine Verrohrungsdickenresonanzfrequenz
der Verrohrung 12, die untersucht wird, abgestimmt ist. Der
Durchlaßbereich des Filters 152 ist vorzugsweise eng mit
scharfen ansteigenden und abfallenden Bereichen. Der Filter
152 sollte jedoch bezüglich seines Frequenzbandes genügend breit
sein, um den Frequenzbereich der Minima 142 für die erwarteten
Toleranzänderungen in der Verrohrungsdicke zu überlappen.
Im allgemeinen reicht ein Filter 152 mit einer Durchlaßbreite
von etwa 10-15% der mittleren Frequenz, obwohl ein schmalerer
Durchlaßbereich von etwa 5% eine Minimumsamplitudenanzeige
auf der Leitung 156 liefern kann. Es kann sowohl ein Digital-
als auch ein Analogfilter 152 verwendet werden.
Das Filter 154 ist vorzugsweise derart abgestimmt,
daß ein getrennter, nicht überlappender Abschnitt des Spektrums
des Signals auf der Leitung 63 ein Bezugssignal auf der Leitung
158 liefert, das für die Amplitude des Spektrums des Signals
auf der Leitung 63 indikativ ist. Andere Einrichtungen können
verwendet werden, um ein derartiges Bezugssignal abzuleiten,
so daß die im Zusammenhang mit der Ausführungsform von Fig. 1
beschriebene Technik der Bestimmung des Minimums verwendet
werden kann. Das Minimumamplitudensignal auf der Leitung 156
wird dann durch Dividieren dieses Signals durch das Bezugssignal
auf der Leitung 158 mit einem Dividierschaltkreis 160
normiert. Ein normiertes Minimalwertsignal ist dann auf dem
Ausgang 162 des Dividierschaltkreises 160 verfügbar, um eine
Anzeige der Qualität der Zementverbindung zum Aufzeichnen oder
Aufnehmen zu liefern.
Fig. 8 zeigt eine weitere Ausführungsform zum Bestimmen
der Zementverbindung. Der Ausgang von dem Wandler 36 auf der
Leitung 63 von dem Verstärker 62 (siehe Fig. 1) wird auf einen
Hochleistungsanalogdigitalwandler 172 gegeben, der eine bestimmte
Zeit nach einem Schaltimpuls in Tätigkeit gesetzt wird.
Hierdurch wird ein digitalisiertes Reflektionssignal erzeugt,
das aus aufeinanderfolgenden numerischen Werten gebildet wird,
die repräsentativ für die Amplitude des Reflexionssignals sind.
Der Wandler 172 kann eine bestimmte Zeit nach der Erzeugung
eines Schallimpulses deaktiviert werden.
Der Wandler 172 ist in der Einrichtung 10 dem Bohrloch
angeordnet und kann mit sehr hoher Geschwindigkeit arbeiten
und ist mit einer genügenden Speicherkapazität versehen, um die
Zahlen anfänglich zu speichern und dann mit einer geringeren
Geschwindigkeit zu einem überirdischen Signalprozessor 174
zu übermitteln. Das letztere könnte gegebenenfalls auch in der
Einrichtung 10 angeordnet sein, jedoch hängt dies von der Art
der Operationen ab, die dieser Signalprozessor 174 durchführen
muß.
Das abgetastete Digitalreflexionssignal wird in einen
Speicher 176 gegeben, der ein Festkörperspeicher oder ein
magnetischer Speicher ist. Der Speicher 176 kann ein integraler
Teil des Prozessors 174 zum unmittelbaren Verarbeiten der Werte
oder eine periphere Einrichtung sein, die zu einem späteren
Zeitpunkt nach dem Ausmessen des Bohrlochs 16 zugänglich wird.
Der Signalprozessor 174 kann programmiert werden, um
bei 178 diejenigen Reflexionswerte A c auszuwählen, die für
die Verrohrungsreflexion 70 (vgl. Fig. 4) repräsentativ sind.
Das Verfahren kann ähnlich zu demjenigen sein, das in analoger
Form in Fig. 1 dargestellt ist. Daher können die Reflexionswerte
abgetastet werden, um den ersten Wert festzustellen, der
eine vorbestimmte Schwelle überschreitet, wobei dieser
erste Wert die Ankunftszeit der Verrohrungsreflexion wird.
Eine bestimmte Anzahl von Werten, die diesem ersten Wert folgen,
wird dann als repräsentativ für die Verrohrungsreflexion 70
(vgl. Fig. 4) ausgewählt.
Eine bestimmte Anzahl von Reflexionswerten A r , die
den Verrohrungsreflexionswerten A c folgen, werden bei 180 als
repräsentativ für den Abschnitt 72 in dem Reflexionssignal
ausgewählt (siehe Fig. 4).
Die Integration der Werte für die Hin- und Herreflexionen
wird durch das Aufsummieren der Absolutwerte der Werte bei 182
vorgenommen. Dieses Aufsummieren kann durchgeführt werden, wenn die
Werte für die Hin- und Herreflexion bei 180 ausgewählt werden.
Jedoch ist der Klarheit wegen das Aufsummieren als getrennter
Schritt angedeutet. Die integrierte Summe E R wird gespeichert.
Die Integration der Verrohrungsreflexionswerte A c wird
bei 184 durchgeführt, indem die Absolutwerte aufsummiert und
das Ergebnis E c gespeichert wird.
Ein normierter Wert CB, der für die Qualität der Zementverbindung
repräsentativ ist, kann bei 186 durch Dividieren des
Integrators E R durch das Integral E c erhalten werden. Der Wert
CB kann in 188 in einem Speicher gespeichert oder aufgezeichnet
werden.
Fig. 8 zeigt eine weitere Ausführungsform zur Untersuchung
der Qualität der Zementverbindung. Eine Einrichtung 210,
die an einem Kabel 211 hängt, ist mit einer Vielzahl von Wandlern
36 versehen, die am Umfang der Einrichtung 210 verteilt
angeordnet sind, um eine genügend genaue Zementverbindungs
bewertung in Umfangsrichtung zu liefern. Die Wandler 36 sind
axial mit Abstand zueinander angeordnet, um eine große Anzahl
aufzunehmen. So können acht Wandler 36 vorgesehen werden, die
in Umfangsrichtung mit einem Abstand von 45° angeordnet sind.
Der axiale Abstand ist angepaßt an die Größe der Wandler 36
ausgewählt.
Fig. 10 und 11 betreffen einen Signalprozessor 215
für eine Einrichtung 210 gemäß Fig. 9. Der Signalprozessor 215
wird im Zusammenhang mit einer Einrichtung 210 mit acht Wandlern
36 beschrieben, jedoch kann auch eine größere Anzahl von
Wandlern in Betracht gezogen werden. Der Signalprozessor 215
besitzt einen einstellbaren Taktgeber 212, an dessen Ausgang
214 Impulse 216 (siehe Fig. 11) in einer vorgewählten Rate
erscheinen, um die Auflösung der Zementverbindungsuntersuchung
zu bestimmen. Der Takt kann von einer überirdischen Einrichtung
oder von einem geeigneten Oszillator in der Einrichtung 210
stammen.
Die Taktimpulse 216 werden über einen Verzögerungskreis
218 auf einen Wandlerselektor 220 und einen Transmitter
impulsmultiplexer 222 gegeben. Der Wandlerselektor 220 liefert
ein diskretes Ausgangssteuersignal auf der Leitung 224, um
jeden einzelnen Wandler 36 aufeinanderfolgend zu identifizieren.
Daher ist der Multiplexer 222 in der Lage, aufeinanderfolgend
Impulsgeber 226 zu zünden, die mit den Wandlern 36 gekoppelt
sind.
Die Wandler 36 dienen ebenfalls als Empfänger und
erzeugen Signale auf den Ausgangsleitungen 228 zum Verstärken
im Vorverstärker 230, die mit jedem Wandler 36 verbunden sind.
Der Ausgang der Verstärker 230 ist mit einem Empfängermultiplexer
232 verbunden, der durch die wandleridentifizierenden Signale
auf der Leitung 224 von dem Wandlerselektor 220 gesteuert
wird. Zusätzlich wird eine Abschnittswahlschaltung 234
mit jedem Wandlerzünden aktiviert, um Steuersignale 236,
vergleiche Fig. 11, auf einer Ausgangsleitung 238 zu erzeugen,
damit der Multiplexer 232 den gewünschten Abschnitt aus den
Wandlerausgängen auswählen kann, während die anfänglichen
Transmitterabschnitte unterdrückt oder ausgeblendet werden.
Der Ausgang 240 des Multiplexers 232 besitzt eine Form, wie
sie bei 244 in Fig. 11 dargestellt ist. Ein geringes Rausch
signal 242 erscheint vor dem Reflexionssignal 244, das das
in den Fig. 4A-4C dargestellte allgemeine Aussehen aufweist.
Die Reflexionen auf der Ausgangsleitung 240 werden
durch zwei Verstärker mit veränderlichem Verstärkungsfaktor
(VGA) 246, 248 verstärkt. Bei dem Verstärker 246 wird die
Verstärkung durch ein Signal auf der Leitung 249 gesteuert, das
entweder von der Erdoberfläche stammt, um Schlammdämpfungs
effekte zu berücksichtigen, oder von einer automatischen
Verstärkungssteuerung im Bohrloch.
Beim zweiten Verstärker 248 wird die Verstärkung automatisch
in der Einrichtung 210 gesteuert, um die Dezentrierung
der Einrichtung 210 zu berücksichtigen, die weiter unten aus
geführt wird.
Der Ausgang 250 von dem Verstärker 248 wird in einer
Schaltung 76.1 gleichgerichtet und einer Schaltung zum Feststellen
der Verrohrungsreflexion gegeben, die aus einem vorgesteuerten
Verstärker 94, einem Integrator 96 und einem Tastspeicher
100, wie in Fig. 1, besteht.
Der Ausgang auf einer Leitung 250 von dem Verstärker
248 wird ferner durch einen Verstärker 252 um einen genügenden
Betrag verstärkt, um die angenäherte Differenz in der Signalamplitude
zwischen der Verrohrungsreflexion und den akustischen
Rücksendungen der nachfolgenden Hin- und Herreflexionen zu
kompensieren. Eine annehmbare Kompensation kann ein Verstärkungs
faktor von etwa 20 db für den Verstärker 252 sein. Die
interessierenden Reflexionen werden dann auf einen Zweiweggleich
richter 76.2 zum nachfolgenden Integrieren mit den im
Zusammenhang mit Fig. 1 beschriebenen Einrichtungen gegeben.
Eine Steuerung der Verstärker 94, 110 wird entsprechend
Fig. 1 durch einen Schwellenwertdetektor 84 vorgenommen, der
mit dem Ausgang des Zweiweggleichrichters 76.1 auf der Leitung
78 verbunden ist. Ein Bezugsschwellenwert wird über eine
Leitung 86 als Ergebnis einer ähnlichen vorherigen Zement
verbindungsuntersuchung mit einem bestimmten Wandler abgeleitet,
wie nachstehend erläutert wird.
Der Ausgang 88 des Schwellwertdetektors 84 wird auf den
eingestellten Eingang eines Verriegelungsschaltkreises 256 gegeben.
Letzterer besitzt einen Rückstelleingang 258, der mit der Leitung
214 für die Taktimpulse verbunden ist (vor der Verzögerung
durch die Schaltung 218). Wenn der Schwellwertdetektor 84 auf
der Leitung 78 ein Signal größer als der Vergleichswert auf
der Leitung 86 feststellt, wird auf den Verriegelungsschaltkreis
256 ein Signal gegeben, der danach bezüglich Ansprechen auf
weitere Eingänge von dem Schwellwertdetektor 84 gesperrt wird,
bis die Schaltung 256 durch einen Impuls über die Leitung 214
zurückgestellt wird. Der Ausgang auf der Leitung 260 zeigt
das Aussehen des Impulses 262 (Fig. 11) mit einem aktiven
Zustand mit dem Auftreten der großen Verrohrungsreflexion.
Die Integrationszeiten T₁ und T₂ (siehe ebenfalls Fig. 11)
für Signale entsprechend der Verrohrungsreflexion und der
Hin- und Herreflexionen werden durch Impulsgeber 92 bzw.
106 gegeben, deren Ausgänge 90, 108 zum Ansteuern der
Verstärker 94, 110 verwendet werden. Die Dauer und das Auftreten
der Integrationsperioden T₁ und T₂ sind etwa 8 Mikrosekunden
für die Verrohrungsreflexion bzw. etwa 30 Mikrosekunden für die
Hin- und Herreflexionen.
Die nachfolgende Integration des Verrohrungsreflexions
signals durch den Integrator 96 und des Hin- und Herreflexions
abschnittes durch den Integrator 112 wird am Ende der Impulse
T₁ und T₂ beendet, wenn der Ausgang von den Verstärkern 94,
110 auf Null zurückgeht. Die Integrationsausgänge werden am
Ende des Impulses T₂ abgetastet und zum weiteren Verarbeiten
mit einem geeigneten Multiplexer 266 zum Übermitteln der
Werte zu einer Einrichtung auf der Erdoberfläche zur Verfügung
gestellt. Die Übertragung der Informationen kann unter Verwendung
eines Analog-Digital-Wandlers 267 und einer geeigneten
Fernmeßeinrichtung 269 für die Kabelüberwachung 24 vorgenommen
werden. Die Integratoren 96, 112 werden durch Impulse auf der
Leitung 219 und der Tastspeicher durch Impulse auf der Leitung
214 von der Übertragungslogik 271 im Zeitpunkt der Taktimpulse
214 zurückgesetzt.
Wie vorstehend ausgeführt wurde, wird die Verstärkungs
steuerung des Verstärkers 248 durch Abtasten des Maximalwertes
der Verrohrungsreflexion auf der Leitung 78 mit einem Maximal
wertdetektor 270 automatisiert. Der Maximalwert wird dann in
einen Digitalwert durch einen Analog-Digital-Wandler 272 konvertiert
und dieser Wert in einem Speicher 274 an einer Stelle
angeordnet, die dem Wandler 36 zugeordnet ist, von dem die
Reflexion erhalten wurde. Beim nächsten Mal, wenn dieser
Wandler 36 in Tätigkeit gesetzt wird, liefert der Wandler
selektor 220 ein geeignetes Adressensignal für eine Einlese-
Auslese-Schaltung 275, um den vorher gespeicherten Maximalwert
auf eine Verstärkungssteuerung 276 und eine Schaltung 278 zum
Erzeugen eines Schwellwertbezugssignals zu geben.
Zur Verstärkungssteuerung wird der digitale Extremwert
in ein Analogsignal konvertiert und eine geeignete Vorspannung
angelegt, um die Verstärkung des Verstärkers 248 zu steuern.
In ähnlicher Weise wird der Schwellwertbezugswert auf der Leitung
86 für jeden Wandler 36 auf der geeigneten Höhe gehalten.
Das verwendete Verfahren zum Untersuchen der Zementverbindung
ermöglicht vorteilhafterweise eine genaue Messung
der Exzentrizität der Einrichtung 210, wenn diese sich längs
der Verrohrung bewegt. Gemäß Fig. 10 wird ein Zeitgeber 280
verwendet, der jedesmal, wenn ein Wandler 36 anfänglich
gezündet wird, in Gang gesetzt wird. Der Zeitgeber 280 wird
entaktiviert, um ein gemessenes Zeitintervall zu speichern, wenn
eine Verrohrungsreflexion durch den Schwellwertdetektor 84
durch ein Signal auf der Leitung 260 angezeigt wird. Die
gemessenen Zeitintervalle für verschiedene Wandler 36 sollten
die gleichen sein, wobei irgendwelche Unterschiede der exzentrischen
Position der Einrichtung 210 zuzuordnen sind. Der
Ausgang des Zeitgebers 280 kann aufgezeichnet oder aufgenommen
und geeignet verarbeitet werden, um die Exzentrizität der
Einrichtung 210 zu messen und zu lokalisieren.
Die vertikale Auflösung der Einrichtung 210 ist eine
Funktion der Wiederholungsrate, mit der die Wandler 36 in Tätigkeit
gesetzt werden und aufnehmbare Verrohrungsreflexionen und
Hin- und Herreflexionen erzeugen. Eine Wiederholungsrate von
100 pro Sekunde kann verwendet werden, um eine Auflösung von
jeweils 0,25 cm zu erzielen, wenn die Einrichtung 2 b mit einer
Geschwindigkeit von etwa 24,5 cm/sec längs der Verrohrung
bewegt wird. Ein Signal auf der Leitung 213 (siehe Fig. 9)
ist repräsentativ für die Tiefe der Einrichtung 210 und setzt
einen Signalprozessor 215 in die Lage, die Höhendifferenzen
der Wandler 36 abzugleichen.
In den Fig. 12 bis 14 ist eine Schallenergiequelle und
Detektor 300 zur vielfachen Verwendung bei einer Einrichtung
210 gemäß Fig. 9 dargestellt. Der Sender/Empfänger 300 ist
radial an einem zylindrischen Gehäuse 302 mit einer Klammer
304 befestigt, die eine mittlere Öffnung 306 besitzt, um einen
zylindrischen oder Scheibenwandler 36 aufzunehmen. Die Klammer
304 erstreckt sich von der abstrahlenden Fläche 37 des Wandlers
36 mit einer leicht sich nach außen erweiternden Öffnungs
wandung 308.
Die Klammer 304 kann direkt an dem Gehäuse 302 befestigt
sein, wie in Fig. 12 gezeigt ist, oder über einen
Abstandshalter 310, vgl. Fig. 13. Gemäß Fig. 12 kann der Abstand
D zwischen Wandler 36 und Verrohrung 12 engere Verrohrungen,
etwa von 14 cm Durchmesser ab, berücksichtigen. Die Anordnung
von Fig. 13 ist dagegen für größere Verrohrungsdurchmesser
geeignet.
Die radiale Orientierung der Wandler 36 umfaßt vorzugsweise
kein Fenster oder zwischengeschaltete Materialien. Weiterhin
wird der Abstand D zwischen der Fläche 37 und der Verrohrung
12 so klein wie möglich gehalten.
Da ein zu kleiner Abstand D dazu führt, daß Sekundär
transmissionen mit den interessierenden Reflexionen interferieren,
darf der Abstand D nicht zu klein sein. Wenn anderer
seits der Abstand D zu groß ist, können Schlammdämpfungseffekte
zu groß sein. Daher kann ein Kompromißabstand D, basierend auf
den erwarteten Dämpfungen, ausgewählt werden. Die Dämpfungen
können von der Art des verwendeten Schlamms abhängen. Beispiels
weise verursacht ein schwerer und dichter Schlamm eine
unerwünscht hohe Dämpfung. Bei der Wahl eines akzeptablen
Abstandes D ist es daher notwendig, auch eine obere Schlamm
dichtengrenze zu spezifizieren. Mit einer derartigen oberen
Grenze kann die maximale Dämpfung etwa 4-5 db/2,54 cm im
Gegensatz zu einer starken Schlammdämpfung von etwa 8-10 db/
2,54 cm sein.
Bei diesen generellen Beschränkungen kann ein annehmbarer
Abstand D in der Größenordnung von etwa 2,54 bis etwa 5,08 cm für
die meisten Verbohrungen sein.
Die beschriebene Anordnung der Einrichtung 20 mit einem
drehbaren Reflektor 38 kann in verschiedener Weise variiert
werden. Beispielsweise kann es in einigen Fällen wünschenswert
sein, den Reflektor 38 in einem Polster, benachbart der Wand
der Verrohrung 12, anzuordnen, um die Dämpfungswirkung einer
dichten Schlammflüssigkeit zu reduzieren. Jedoch sollte darauf
geachtet werden, daß der Reflektor 38 in genügendem Abstand von
der Wand der Verrohrung 12 bleibt.
Die Verrohrungsdicke wird durch Analysieren des Frequenzspektrums
des Abschnittes 72 (siehe Fig. 4A) gemessen, der für die
akustischen Rücksendungen von Hin- und Herreflexionen zwischen
den Verrohrungswandungen 13, 13′ repräsentativ ist. Wenn
ein Schallimpuls, etwa ein Schallimpuls 50, auf die Verrohrung
12 gerichtet wird, wird ein wesentlicher Anteil der Schallenergie
bei der Resonanzfrequenz innerhalb der Verrohrungswandungen
eingefangen.
Der Abschnitt 72 besitzt hervortretende Komponenten in einem
Frequenzbereich 320 (siehe Fig. 6A-6C) allgemein in
Frequenzübereinstimmung mit den Minima 142. Die Minima 142
nehmen in der Tiefe entsprechend der Abnahme der Qualität
der Zementverbindung zu, jedoch steigt die Energiemenge, die
zwischen den Verrohrungswandungen eingefangen wird, mit
schlechter werdender Verbindung zwischen dem Zement und der
Verrohrung. Dementsprechend variiert die tatsächliche Amplitude
der Schallrücksendungen in dem Frequenzbereich 320. Die tat
sächliche Amplitude der akustischen Hin- und Herreflexionen
in dem Frequenzbereich 320 reduziert sich allgemein in dem
Maße, wie die akustische Kopplung zwischen der Verrohrung
12 und dem Zement 14 wirksamer wird, d. h. die Zementverbindung
besser wird.
Dies ist in den aufgezeichneten Spektren von Fig. 16 mit den
Kurven 322 und 324 dargestellt, die entsprechend das
Frequenzspektrum eines Frequenzabschnittes 320 für eine
schlechte Zementverbindung und eine gute Zementverbindung
darstellen.
Wenn sich dünne Stellen in der Verrohrung 12, wie bei
33.1 und 33.2 in Fig. 15, entwickeln, beeinträchtigen sie die
Bewertung der Zementverbindung. Der Effekt dieser dünnen
Stellen auf die Zementverbindung ist nicht leicht vorherzusagen
und scheint wahrscheinlich eine Funktion solcher Faktoren,
wie Größe und Zementzustände, zu sein. Wenn beispielsweise
keine Zementverbindung hinter der dünnen Stelle 33.1 ist,
jedoch die Verrohrung dort wesentlich dünner ist, wird weniger
Schallenergie innerhalb der Verrohrungswanden 13, 13′ einge
fangen, als es bei einer normalen Wandstärke der Fall ist,
so daß die dünne Stelle 33.1 eine gute Verbindung andeuten
kann. Wenn andererseits eine isolierte äußere dünne Stelle
33.2 in einem Bereich mit guter Verbindung auftritt, kann die
Verrohrung 12 als schlecht verbunden erscheinen. Daher ist es
vorteilhaft, in der Lage zu sein, eine Verrohrungsstärkenmessung
mit einer Bewertung der Zementverbindung zu korrelieren,
um Unsicherheiten zu eliminieren.
Die Messung der Verrohrungsstärke wird mit einer
Vorrichtung 326 nach Fig. 15 vorgenommen, indem ein Frequenz
spektrum des Abschnittes der Hin- und Herreflexionen gebildet
wird, der über die Leitung 63 von Fig. 1 erhalten wird.
Das Frequenzspektrum ist durch ein oder mehrere Extremwerte
gekennzeichnet, von denen der größte bei einer Grundfrequenz
auftritt, deren Wellenlänge die zweifache Dicke der Verrohrung
ist. Andere Maxima treten bei Frequenzen auf, die ein ganzes
Vielfaches der Grundfrequenz beinhalten.
Fig. 16 zeigt verschiedene Frequenzspektren 322, 324
von verschiedenen Abschnitten 72, ausgewählt von verschiedenen
Signalen. Bei der Darstellung der verschiedenen Spektren in
Fig. 16 besteht kein Vorsatz, eine Amplitudenbeziehung zwischen
dem Spektrum 52 und dem akustischen Impuls 50 (siehe Fig. 2 und 3)
und den anderen Spektren 323, 324 vorauszusetzen. Vielmehr ist
nur beabsichtigt, eine Frequenzbeziehung zu zeigen, gemäß der
die Spektren 322, 324 in der Frequenzbandbreite des auftreffenden
Schallimpulses auftreten. In der Praxis sind die absoluten
Amplituden der Schallspektren ziemlich klein im Vergleich zu
denjenigen der ausgesendeten Impulse.
Von besonderem Interesse ist die relative Frequenzverschiebung
zwischen den Maxima 328, 330 der Spektren 322, 324.
Die Frequenzunterschiede zwischen den Maxima 328, 330 können
einer Änderung der Wandstärke L der Verrohrung 12 zugeordnet
werden. Durch Bestimmen der Frequenz der Maximalwerte, die vorwiegend
von den Schallrücksendungen von den Hin- und Herreflexionen
zwischen den Verrohrungswandungen stammen, kann eine Anzeige
bezüglich der Verrohrungwandstärke erhalten werden.
Die Wandstärke L kann aus der Beziehung
erhalten werden, wobei f p die Frequenz des Maximums des Spektrums,
C die Kompressionsgeschwindigkeit in der Verrohrung 12 und N eine
ganze Zahl ist, die davon abhängt, ob das gemessene Maximum
das dasjenige der Grundfrequenz (N = 1) oder einer höheren
harmonischen Schwingung ist.
Da das Frequenzspektrum 52 des Schallimpulses eine
Bandbreite von etwa 300 bis 600 kHz bei Verwendung für eine
Verrohrung 12 mit einem Wandstärkenbereich von etwa 0,5-1,9 cm
besitzt, erzeugt die zweite Harmonische (N = 2) wohl das größte
Maximum in den Spektren für die Hin- und Herreflexionen für
Verrohrungen mit dickerer Wandstärke, während für Verrohrungen
mit dünnerer Wandstärke dies für N = 1 gilt. Der Wert für N
kann daher vor einer akustischen Untersuchung aus der Kenntnis
der Art der in dem Bohrloch verwendeten Verrohrung bestimmt
werden.
Beispielsweise ist es bekannt, daß eine installierte
Verrohrung eine nominale Wandstärke von 0,919 cm aufweist, so
daß ihre Grunddickenresonanz bei etwa 331 kHz für einen Wert von
C von 6096 m/sec auftritt. Beispielsweise wird tatsächlich bei
dem Spektrum 322 ein Maximum 328 bei einer Frequenz f p ₂ von
etwa 348 kHz gemessen, das einer tatsächlichen Wandstärke der
Verrohrung von 0,876 cm in einem radialen Abschnitt der Verrohrung
entspricht. Das Spektrum 324 besitzt ein Maximum 330
bei einer Frequenz f p ₁ von etwa 303 kHz, entsprechend einer
tatsächlichen Wandstärke der Verrohrung von 1,003 cm. Diese
Messungen zeigen die Genauigkeit des Verfahrens beim Bestimmen
einer Wandstärkenänderung der Verrohrung von etwa ± 7% aufgrund
der Herstellungsabweichungen von dem Nominalwert von 0,919 cm.
Bei der Einrichtung 326 von Fig. 15 wird die Verrohrungs
wandstärke durch Auswahl des Abschnittes 72 auf einer
Leitung 332 mit einem Selektionskreis 334 ausgewählt, der mit
dem Reflexionssignal auf der Leitung 63 gekoppelt ist. Der
Selektionskreis 334 verwendet einen Verrohrungsreflexions
detektor 336 zum Liefern eines Impulses auf dem Ausgang 338,
dessen vordere Flanke für den Beginn der Verrohrungsreflexion 70
(vgl. Fig. 4) repräsentativ ist. Der Detektor 336 kann aus
einem Schwellwertdetektor 34 mit schneller Ansprechzeit oder
gemäß Fig. 1 aus einem Zweiweggleichrichter 76, Filter 80 und
Schwellwertdetektor 84 bestehen.
Der Impuls auf der Leitung 338 wird durch eine
Verzögerungsschaltung 340 um einen Zeitraum verzögert, der an die
Dauer der starken anfänglichen Verrohrungsreflexion 70 angepaßt
ist, um dann einen Impulserzeuger 342 in Gang zu setzen.
Letzterer erzeugt einen Selektionsimpuls für den Abschnitt der
Hin- und Herreflexion auf der Leitung 344, um ein Analog
gatter 346 während einer Dauer entsprechend der Zeit zu steuern,
die benötigt wird, um den Teil des Reflexionsmaterials auszuwählen,
der für die Hin- und Herreflexionen innerhalb der
Verrohrungswandungen vorwiegend repräsentativ ist.
Ein Spektrumanalysator 384 spricht auf den Abschnitt
für die Hin- und Herreflexionen auf einer Leitung 332 an,
um auf einer Leitung 350 ein Signal zu liefern, das repräsentativ
für die Amplitude A der Frequenzkomponenten in dem Abschnitt
72 ist, während auf der Leitung 352 ein entsprechendes
Frequenzsignal f erscheint, das für die Frequenz der Ampli
tudenkomponenten auf der Leitung 350 repräsentativ ist.
Die Amplituden- und Frequenzsignale auf den Leitungen
350, 352 werden einzeln auf Analog-Digital-Wandler 354, 356
gegeben, die die Digitalsignale, die für die Amplitude A i und
die Frequenz f i des Frequenzspektrums des Abschnittes 72
repräsentativ sind, erzeugen und in einen Speicher 358 eines
Signalprozessors 360 speichern.
Der Spektrumanalysator 348 und die Analog-Digital-
Wandler 354, 356 werden durch den auf der Leitung 344 von
dem Impulsgeber 342 erzeugten Selektionsimpuls für den Abschnitt
72 in Gang gesetzt. Während des letzteren Impulses
durchläuft ein Oszillator innerhalb des Spektrumanalysators
348 wiederholt einen Frequenzbereich, um das Amplitudenspektrum
auf der Leitung 350 zu erzeugen. Jedesmal, wenn dieser Oszillator
durch diesen Frequenzbereich läuft, erzeugt der Spektrumanalysator
348 ein Spektralfeld der Amplituden- und Frequenzsignale
A i und F i . Daher wird während der Auswahl eines einzigen
Abschnittes 72 eine Vielzahl von Spektralfeldern erzeugt und
in dem Speicher 358 gespeichert.
Für einen nichtperiodischen Abschnitt 72 kann eine
bestimmte Vielzahl von Durchläufen des Oszillators in dem
Spektrumanalysator 348 ausreichend sein, um eine Anzeige des
Frequenzspektrums zu liefern. Die Analog-Digital-Wandler 354,
356 sind derart, daß eine adäquate Zahl von Umwandlungen während
jedes Schwingens des Oszillators durchgeführt werden kann.
Wenn die Spektralfelder aus der Frequenz f i und der
Amplitude A i gebildet sind, werden die Signale in dem Speicher
358 gespeichert, der Signalprozessor 360 wird dann in Gang
gesetzt, um einen Amplitudenmaximalwert A p bei 362 zu suchen.
Dies wird vorgenommen, indem sämtliche gespeicherten Amplituden
werte A i untersucht und jeweils mit dem nächsten Amplituden
wert verglichen werden, wobei der größere Amplitudenwert für
den nächsten Vergleich beibehalten wird. Durch Erhalten des
Frequenzwertes f i , der jedem jeweils erhaltenen Amplitudenwert
zugeordnet ist, kann die Frequenz f p des Wertes A p gefunden
und beide in 364 gespeichert werden.
In bestimmten Fällen können verschiedene Maxima in den
gespeicherten Spektren auftreten. Obwohl das größte Maximum verwendet
wird, um eine Wandstärkenbestimmung zu erhalten, kann
man auch beide Maxima hierzu verwenden, und die Verrohrungs
wandstärkenmessung, die am nächsten an dem Nominalwert liegt,
als zugehörige Messung auswählen.
Die festgestellten Maximalwerte sowohl für die Amplitude A p
als auch die Frequenz f p können auf einem Schreiben 122
aufgezeichnet werden. Die Frequenz f p kann direkt als Anzeige
proportional zur Verrohrungswandstärke L aufgezeichnet werden,
oder letztere kann auf der Basis der vorstehend beschriebenen
berechnet und dann aufgezeichnet werden. Andere Informationen
können gleichzeitig auf dem Schreiben 122 aufgezeichnet werden,
etwa die Tiefe von der Leitung 24, das Zementverbindungssignal
auf der Leitung 120, der Azimut eines drehbaren Abtastreflektors
auf der Leitung 37 zum Identifizieren der Tiefe und der Umfangslage
des radialen Verrohrungssegmentes, dessen Dicke gemessen
wurde.
Bei einer alternativen Ausführungsform zum Bestimmen der
Verrohrungswandstärke wird gemäß Fig. 17 das gesamte
Reflexionssignal der Leitung 63 wie in bezug auf Fig. 8 zur
Bewertung der Zementverbindung beschrieben digitalisiert. Das
Digitalisieren wird nach Feststellen der Ankunft der Verrohrungs
reflexion durch den Detektor 336 begonnen, der im Zusammenhang
mit Fig. 15 beschrieben wurde.
Der Ausgangsimpuls auf der Leitung 338 von dem Detektor 336
ist ein Impuls von genügender Dauer, um die Digitalisierung
eines gesamten Reflexionssignals, etwa 64 (siehe Fig. 4A)
zu ermöglichen. Dieser Impuls setzt eine Schaltung 370 in Gang,
die ihrerseits einen Impuls auf einer Leitung 372
mit einer Dauer erzeugt, die allgemein etwa gleich derjenigen
des Abschnitts 70 von Fig. 4 ist. Der Impuls auf der Leitung
372 schließt seinerseits einen Analogschaltkreis 374 während
dieses Zeitraumes, um den Abschnitt auf einen Analog-Digital-
Wandler 172 zu geben. Letzterer digitalisiert den Abschnitt 70
und speichert die Werte in einem geeigneten, nicht dargestellten
Speicher.
Wenn der Verrohrungsreflexionsabschnitt 70 vorbei ist,
wird der Impuls auf der Leitung 32 inaktiv, wodurch seinerseits
eine Schaltung 342 aktiviert wird, um einen Steuerimpuls auf
einer Leitung 344 zu erzeugen, damit ein Analoggatter 346
einen Abschnitt 72 entsprechend den Hin- und Herreflexionen
über einen Verstärker 376 mit einem Verstärkungssteuereingang
374 zu dem Analog-Digitalwandler 172 durchläßt.
Der Verstärker 376 ermöglicht die Verstärkung des
normalerweise schwachen Abschnitts 72 für eine genauere Signal
verarbeitung. Das digitalisierte Reflexionssignal kann im Bohrloch
verarbeitet oder mit dem Kabel mit einer geeigneten telemetrischen
Einrichtung 380 zur Erdoberfläche übermittelt werden.
Ein Signalprozessor 382 ist zum Verarbeiten des digitalisierten
Reflexionssignals von dem Analog-Digital-Wandler 172
vorgesehen. Der Signalprozessor 382 liefert eine Verrohrungs
wandstärkenbestimmung bei 384 und ein Zementverbindungsbewertungs
signal CB bei 386.
Die Verrohrungswandstärke wird durch Auswählen der
Werte A R für die Hin- und Herreflexionen in der Stufe 388
und Erzeugen eines Spektrums hiervon bei 390 mit einer Fourier-
Transformation bestimmt. Das Spektrum wird aus den Amplituden
werten A i und den zugehörigen Frequenzwerten F i gebildet.
Das Spektrum wird dann abgetastet, um den Maximalwert
zu suchen. Dies wird vorgenommen, indem bei 392 ein Zähler
gleich der Anzahl DN der Werte für die Hin- und Herreflexionen,
eine Konstante K = 1 und die Werte AMAX und FMAX gleich
Null gesetzt werden. Bei 394 wird untersucht, ob der Amplitudenwert
A für den Wert K größer als AMAX ist. Wenn dies so ist,
werden die Werte für AMAX und FMAX gleich A (K) und F (K)
bei 392 gesetzt. Die nächsten Werte werden dann untersucht,
indem K um einen Schritt erhöht und der Zähler bei 398 um eins
erniedrigt und bei 400 abgefragt wird, ob der Zähler gleich
Null ist.
Wenn nicht alle Werte untersucht wurden, ist der Zähler
nicht gleich Null, und die Suche nach einem Maximalwert
wird bei 394 wiederholt. Wenn alle Werte untersucht wurden,
können die Maximalwerte AMAX und FMAX bei 394 oder die
Verrohrungswandstärke L entsprechend der Formel
aufgezeichnet werden.
Eine Zementverbindungsbewertung kann durch den Signal
prozessor 382 durchgeführt werden, in dem die im Zusammenhang
mit Fig. 8 beschriebenen Stufen verwendet werden.
Das Zementverbindungssignal CB variiert entsprechend
einer Funktion der Verrohrungswandstärke. Diese Variation kann
im wesentlichen von dem Zementverbindungssignal bei 402 abgetrennt
werden. Dies erfordert das Dividieren des Zementverbindungssignals
CB durch ein Verrohrungswandstärkensignal L, wie
es bei 404 aus der Frequenzmessung FMAX erhalten wurde, wobei
die vorstehende Verrohrungwandstärkenbeziehung verwendet wird.
Diese Normalisierung des Zementverbindungssignals beseitigt
Änderungen aufgrund der direktproportionalen Verrohrungswand
stärkenänderungen, wobei Verrohrungwandstärkeneffekte zweiter
Ordnung vernachlässigt werden, da sie geringer sind. Die Zement
verbindung für ein bestimmtes Radialsegment kann daher vorzugsweise
in einer Weise abgeschätzt werden, die im wesentlichen unempfindlich
bezüglich der Verrohrungswandstärke des gleichen Radialsegmentes
ist. Zementverbindungsnormalisierung relativ zur
Verrohrungswandstärke kann auch direkt mit einem Zementverbindungs
signal durchgeführt werden, wie es bei 182 von Fig. 17
oder auf der Leitung 117 von Fig. 1 vor der Normalisierung
durch das Verrohrungsreflexionssignal erhältlich ist. Das
letztere Signal kann dazu verwendet werden, um weiterhin
die Zementverbindungsbewertung in der beschriebenen Weise auf
den Normalwert zu bringen.
Fig. 18 zeigt eine alternative Ausführungsform zur
Ableitung der Frequenz eines Maximalwertes in dem Spektrum
eines Abschnittes 62 von Hin- und Herreflexionen. Die Ausgänge
350, 352 eines Spektrumanalysators 348 (vergl. Fig. 15) werden
auf kontinuierlichen Spuren 410.1, 410,2 eines Speichers 412,
etwa eines Magnetspeichers oder einer Trommel, aufgezeichnet.
Nach dem Aufzeichnen des Ausgangs von dem Analysator 348 für
einen Abschnitt 72 wird die Information zur Analyse zu einem
zugeordneten Signalprozessor 414 zurückgespielt, um die Amplituden-
und Frequenzmaximalwerte A p und F p festzustellen, zu
speichern und aufzuzeichnen.
Die Spektrumanalysatorausgänge 350 und 352 sind über
Logikverstärker 416, 418 mit Schreib- und Leseköpfen 420, 422
gekoppelt, die mit der magnetischen Speicherschaltung 412
zusammenarbeiten. Die Verstärker 416, 418 werden durch den
Abschnittauswählimpuls auf der Leitung 344 (siehe Fig. 15)
gesteuert. Die Signale für die Amplitude A und die Frequenz F
werden auf getrennten, kontinuierlichen Spuren 410.1, 410.2
aufgezeichnet, die eine genügende Aufnahmelänge besitzen, um
einen gesamten Abschnitt 72 aufnehmen zu können.
Nach der Aufnahme des Abschnittes 72 werden die Logik
wiedergabeverstärker 422, 426 durch Entfernen der Abschaltwirkung
des Impulses auf der Leitung 344 durch den Inverter
428 angesteuert. Dies ermöglicht dann die Wiedergabe der vorher
aufgezeichneten Signale der Amplitude A und der Frequenz f.
Ein Maximalwertdetektor 430 wird verwendet, um den
Maximalwert in dem Amplitudensignal aufzusuchen, die durch den
Verstärker 424 wiedergegeben werden. Der festgestellte Maximalwert
wird dann auf einen Komparator 432 zusammen mit einer weiteren
Wiedergabe der vorher auf der Spur 410.1 aufgezeichneten
Amplitudensignale gegeben, um die Bestimmung der Frequenz f p
zu dem Zeitpunkt, zu dem der Maximalwert auftritt, zu
ermöglichen.
Wenn der Komparator 432 Gleichheit zwischen seinen
Eingängen erkennt, wird ein Impuls auf einer Ausgangsleitung
434 erzeugt, um einen Tastspeicher 436 in Gang zu setzen, um
das wiedergegebene Frequenzsignal f vom Verstärker 426
aufzunehmen. Die Frequenz f p des Amplitudenmaximalwertes wird
dann gespeichert und auf eine Ausgangsleitung 438 zum Aufzeichnen
und zur Verwendung bei der Anzeige der Wandstärke der Verrohrung
22 in der vorstehend beschriebenen Weise zu
verwenden.
Das Aufzeichnen, Maximalwertabtasten und die Maximalwertfrequenz
selektion werden aufeinanderfolgend entsprechend
Steuersignalen in einer Leitung 440 von einem Steuerkreis 442
durchgeführt. Dieser Steuerkreis 442 wird durch einen Impuls
auf der Leitung 344 und anschließend durch die Wiedergabe
einer Aufzeichnung von Gleichimpulsen in Gang gesetzt, die
von einer Steuerspur 410.3 auf dem Magnetspeicher 412 erhalten
werden.
Fig. 19 zeigt eine weitere Ausführungsform für eine
Einrichtung 460 zum akustischen Untersuchen der Zementverbindung
und der Verrohrung, wobei wie in Fig. 1 ein rotierender
Reflektor 38 verwendet wird. Die Einrichtung 460 ist mit
einem stationären Wandler 36 und einem Längszylinder 462
versehen, der zentral und drehbar relativ zu der Einrichtung
460 um eine Rotationsachse 464 angeordnet ist, die in dieser
Ausführungsform vorzugsweise mit der Mittelachse der Einrichtung
460 übereinstimmt.
Die Einrichtung 460 besitzt ein ringförmiges, akustisch
transparentes Fenster 466, das zwischen einem oberen Gehäuse
abschnitt 468 und einem unteren Gehäuseabschnitt 470 angeordnet
ist. Der Zylinder 462 überbrückt innen das Fenster 466 und
steht drehbar mit den oberen und unteren Abschnitten 468, 470
über Lager 472 in Verbindung. Der Zylinder 462 besitzt einen
rohrförmigen Abschnitt 474, in den sich der Wandler 36 durch
ein offenes Ende 476 erstreckt. Der rohrförmige Abschnitt 474
endet in dem Reflektor 36, von wo der Zylinder 462 vorzugsweise
als Vollkörper sich bis zu seinem Ende 476 erstreckt.
Der Zylinder 462 ist mit einem Paar von ringförmigen, sich
radial erstreckenden Flanschen 478.1 und 478.2 versehen. Die
Lager 472 sind mit Hilfe von ringförmigen Büchsen 480, die an
den Abschnitten 468, 470 mit Schrauben 482 befestigt sind, gegen
die Flansche 478 gedrückt. Die Lager 472 liegen in axial offenen
ringförmigen Nuten 484, 486 in den Flanschen 478 bzw. den
Büchsen 480 an. Die Lager 472 führen sowohl zu einer axialen
wie auch radialen Lagerung mit geringer Reibung. Zusätzliche
Lager und Flansche können gegebenenfalls verwendet werden.
Der Zylinder 462 besteht aus einer stabilen, starken
Konstruktion, um den unteren Abschnitt 470 zu verstärken, an
dem eine Belastung erzeugende Einrichtung, etwa eine außen
angebrachte Zentriereinrichtung (nicht dargestellt), angeordnet
werden kann. Der Zylinder 462 dient daher als starke verstärkte
Brücke über das akustische Fenster 466. Die Möglichkeit der
Verwendung einer Zentriereinrichtung unterhalb des sich
drehenden Reflektors 38 ermöglicht eine genaue Anordnung der
Rotationsachse 464 relativ zu der Verrohrung 12 und dient daher
zu einem genauen Einstellen des Reflektors 38 von der Verrohrung
12.
Der akustische Reflektor 38 besitzt einen Reflexionswinkel
α einer Größenordnung, die notwendig ist, um eine
akustische Verbindung durch die seitlich angeordnete Öffnung
490 in den rohrförmigen Abschnitt 474 zu ermöglichen. Vor der
Öffnung 490 und angrenzend an die Außenwand des oberen Abschnitts
468 ist das akustische Fenster 466 angeordnet, das
aus einem Material mit einer vorbestimmten akustischen Impedanz
besteht und eine Form aufweist, die ausgewählt ist, um uner
wünschte akustische Reflexionen zu minimalisieren.
Das akustische Fenster 466 wird aus einem Material gebildet,
dessen akustische Impedanz nahe der akustischen Impedanz
des Fluids liegt, wie im Zusammenhang mit Fig. 1 beschrieben
wurde, die in dem Raum zwischen dem Wandler 36, Reflektor
38 und Fenster 466 angeordnet wird. Die akustischen Temperatur-
und Druckkoeffizienten, d. h. die Änderung der akustischen Impedanz
als Funktion von Temperatur und Druck sowohl für das Fluid
als auch für das Fenster 466 werden so nahe wie praktisch
möglich ausgewählt. Das akustische Fenster 466 kann aus einem
Material bestehen, wie es in bezug auf das Fenster 40 von Fig. 1
beschrieben wurde, oder aus Polysulfon, das eine akustische Geschwindigkeit
von etwa 2200 m/sec besitzt. Wenn der akustische Impuls von dem
Wandler 36 zu dem Reflektor 38 gesendet wird, läuft die akustische
Energie durch die Grenzfläche 492 zwischen Fluid und Fenster
mit einem Minimum an Reflexion hindurch.
Um weiter die Wirkung von akustischen Reflexionen von einem
Fenster zwischen dem Wandler 36 und der Verrohrung 12 zu
reduzieren, ist das Fenster konisch mit einem Neigungswinkel R
relativ zum Reflektor 38 angeordnet, wie im Zusammenhang mit
Fig. 1 beschrieben wurde, um die Verwendung eines großen
Reflektors 38 zu ermöglichen und Sekundärübertragungen von der
Verrohrung 12 weg zu lenken.
Der Wandler 36 von Fig. 19 ist auf einer Klammer 494
befestigt, die an der Wand des Abschnittes 468 befestigt ist.
Ein elektrisches Kabel 426 verbindet den Wandler 36 mit der
Elektronik (nicht dargestellt).
Ein Rotationsantrieb für den Zylinder 462 ist mit
Hilfe eines Elektromotors 498 vorgesehen, der in der Einrichtung
460 montiert ist und eine Ausgangswelle 500 besitzt. Eine
Getriebekupplung 502 verbindet die Motorwelle 500 mit dem Zylinder
462.
Die Getriebekupplung 502 kann in vielfältiger Weise
ausgeführt sein, beispielsweise aus einem Zahnradpaar 504, 506
besteht, wobei letzteres auf einer Welle 508 montiert ist,
die in einer Büchse 510 der Klammer 494 drehbar gelagert ist.
Ein Kegelantrieb mit zwei Kegelrädern 512, 514 mit einem Winkel
von 45° wird verwendet, um die Welle 508 mit dem Zylinder 462
zu verbinden.
Bei einer Einrichtung 460 gemäß Fig. 19 erstreckt sich
deren strukturelle Einheit bis unter das ringförmige Fenster 466.
Dies liefert eine zusätzliche Festigkeit unterhalb des Fensters
und ermöglicht deren relative zentrische Ausrichtung bezüglich
der Verrohrung 12 mit einer Zentriereinrichtung. Das Fenster 466
kann genügend kräftig ausgebildet sein, um die von dem Zylinder
462 ausgeübten Drehkräfte aufzunehmen.
Claims (55)
1. Verfahren zum Bestimmen der Qualität der Verbindung einer hinter die
Verrohrung eines Erdbohrlochs eingebrachten Zementierung mittels
akustischer Impulse, bei dem ein Reflexionssignal erzeugt wird, das von
einem bei einer akustischen Untersuchung der Verrohrung verwendeten, auf
ein ausgewähltes radiales Segment der Verrohrung gerichteten Impuls
abgeleitet und aus Schallwellen mit Frequenzen ausgewählt wird, mittels
derer eine wandstärkenabhängige Resonanz zwischen den beiden
Verrohrungswänden angeregt wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine von der
Energie in einem Abschnitt des Reflexionssignals abhängende Größe bestimmt
wird, der im wesentlichen den akustischen Hin- und Herreflexionen zwischen
den beiden Verrohrungswänden in dem Radialsegment entspricht, und ein für
diese Größe indikatives Signal erzeugt wird, das die Qualität der
Verbindung der Zementierung hinter dem Radialsegment der Verrohrung
wiedergibt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Reflexionssignal in Digitalform in einzelne Werte zerlegt wird, wobei die
Absolutwerte der für die Energie der Verrohrungsreflexion repräsentativen
Werte aufsummiert und das für die Zementverbindung indikative Signal durch
die Summe zur Norminierung hiervon dividiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
akustische Signale mit einer Frequenzbandbreite verwendet werden, die
ausgewählt ist, um Schallwellen mit Frequenzen zu erzeugen, deren
Wasserwellenlängen die Größe von hydraulisch festen Mikroringräumen um
einen Faktor übersteigt, der ausreicht um diese Mikroringräume als
wirksam transparent für den akustischen Impuls zu betrachten, wobei ein
Reflexionssignal aufgefangen wird, das repräsentativ für die
Schallrücksendungen von verschiedenen Materialschichten im Wege des
Schallimpulses ist, und die Verrohrung eines dieser Materialien ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Abschnitt des Reflexionssignals, der repräsentativ für die
Verrohrungsreflexion ist, ausgewählt wird, ein Signal erzeugt wird, das
indikativ für eine vorbestimmte Charakteristik des ausgewählten
Verrohrungssegmentes ist, und dieses Signal verwendet wird, um die
bestimmte Energie in dem Abschnitt der Hin- und Herreflexionen relativ zu
der vorbestimmten Charakteristik der Verrohrungsreflexion zu normieren.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Stufe
zum Erzeugen eines Signales, das indikativ für eine vorbestimmte
Charakteristik des gewählten Verrohrungssegments ist, ein Signal erzeugt
wird, das repräsentativ für die Energie in der Verrohrungsreflexion ist.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei der
Stufe zum Erzeugen eines Signals indikativ für eine vorbestimmte
Charakteristik des ausgewählten Verrohrungssegmets ein Signal erzeugt
wird, das repräsentativ für eine Amplitude der Verrohrungsreflexion ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Empfang des Reflexionssignals in einem vorbestimmten Abstand von
der Verrohrung durchgeführt wird, wobei das Reflexionssignal im
wesentlichen frei von Interferenzen mit Sekundärausstrahlungen erhalten
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schallimpuls innerhalb der Verrohrung erzeugt und auf das radiale Segment
der Verrohrung gerichtet gerichtet wird, wobei der Schallimpuls eine
Frequenzbandbreite besitzt, durch die eine wandstärkenabhängige Resonanz
mit akustischen Hin- und Herreflexionen innerhalb des Radialsegments der
Verrohrung anzuregen ist, daß akustische Rücksendungen aufgenommen werden,
die der Wechselwirkung des Schallimpulses mit Materialien entlang des
Weges des Schallimpulses zuzuordnen sind und ein hierfür indikatives
Reflexionssignal erzeugen, daß beim Erzeugen eines für die
Zementverbindung indikativen Signals ein vorbestimmtes Frequenzband aus
dem Reflexionssignal ausgewählt wird, das verrohrungsrohrstärkenabhängige
Resonanzfrequenzen umfaßt, daß ein Signal betreffend die Zementverbindung
erzeugt wird, das repräsentativ hierfür ist, um die Qualität der
Zementverbindung anzugeben, und daß ein Bezugsfrequenzband aus dem
Reflexionssignal ausgewählt und ein hierzu indikatives Bezugssignal
erzeugt und das Bezugssignal mit dem Signal für die Zementverbindung zur
Normierung hiervon kombiniert wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß beim
Auswählen eines vorbestimmten Frequenzbandes ein Signalband über einen
Frequenzbereich von allgemein weniger als etwa 15% der
verrohrungswandstärkenabhängigen Resonanzfrequenz ausgewählt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Frequenz von Komponenten, die zu einem Maximalwert in dem
Frequenzbereich des Abschnitts der Hin- und Herreflexion gehören gemessen und
ein Wandstärkensignal erzeugt wird, das indikativ für die
Verrohrungswandstärke in dem radialen Segment ist.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Wandstärke der Verrohrung effektiv in dem
Radialsegment gemessen und ein entsprechendes Wandstärkensignal erzeugt
wird, wobei mit dem Wandstärkensignal Änderungen des Signals für die
Zementverbindung entfernt werden, die im wesentlichen auf
Verrohrungswandstärkenänderungen beruhen.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zum Entfernen der Änderungen aufgrund der Verrohrungswandstärkenänderungen das
Signal für die Zementverbindungen durch das Wandstärkensignal dividiert
wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß beim
Erzeugen des Signals für die Zementverbindung die Größe eines Abschnitts
des Reflexionssignals entsprechend der Verrohrungsreflexion gemessen und
das Signal für die Zementverbindung mit der gemessenen Größe für die
Verrohrungsreflexion normiert wird, wobei ein Signal für die
Zementverbindung geliefert wird, das die Zementverbindungsqualität im
wesentlichen unabhängig von den Bohrlochbedingungen und der
Verrohrungswandstärke angibt.
14. Vorrichtung zum Bestimmen der Qualität der Verbindung einer hinter
die Verrohrung eines Erdbohrlochs eingebrachten Zementierung mittels
akustischer Impulse, mit Einrichtungen zur akustischen Untersuchung der
Verrohrung mittels eines auf ein ausgewähltes radiales Segment der
Verrohrung gerichteten Impulses, die Einrichtungen zum Bestimmen der
Energie des Impulses und zum Erfassen eines entsprechenden von der
Zementierung reflektierten Signals umfassen, dadurch gekennzeichnet, daß
zusätzlich Einrichtungen zum Auswählen eines Abschnitts (72) aus dem
Reflexionssignal vorgesehen sind, der im wesentlichen repräsentativ ist
für akustische Hin- und Herreflexionen zwischen den beiden Wänden der
Verrohrung (13, 13′) im Bereich des Radialsegments, sowie Einrichtungen
zum Bestimmen der Impulsenergie dieser Reflexionen.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß mittels
der Einrichtungen, die auf das Reflexionssignal ansprechen, eine
anfängliche Verrohrungsreflexion von der Verrohrung (12) festzustellen und
ein hierfür indikatives Signal zu erzeugen ist, wobei die Einrichtungen zum
Bestimmen der Energie Mittel aufweisen, die durch das festgestellte
anfängliche Verrohrungsreflexionssignal betätigbar sind und mittels derer
aus dem Reflexionssignal jener Abschnitt (72) auszuwählen ist, der im
wesentlichen für akustische Hin- und Herreflexionen zwischen den
Vorrohrungswandungen (13, 13′) repräsentativ ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtungen zum Erzeugen des Signals für die Zementverbindung ein Mittel
zum Erzeugen einer Summe der Absolutwerte von Digitalzahlen für das
Reflexionssignal aufweist, die für den Abschnitt (72) der Hin- und
Herreflexionen als das Signal für die Zementverbindung repräsentativ sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtungen zum Erzeugen des Signals für die Zementverbindung ferner ein
Mittel zum Erzeugen der Absolutwerte der Werte für das Reflexionssignal
die repräsentativ für die anfängliche Verrohrungsreflexion sind, als Maß
für die Größe hiervon umfassen, wobei Mittel zum Erzeugen eines
Quotienten zwischen den Summen vorgesehen sind, mittels derer das Signal
für die Zementverbindung zu normieren ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Erzeugen des
Verrohrungsreflexionssignals einen Schwellwertdetektor umfassen, der auf
das Reflexionssignal ansprechend ausgebildet ist, wobei zu bestimmen ist,
wann das Reflexionssignal eine Schwelle übersteigt, die repräsentativ für
die Anwesenheit der anfänglichen Verrohrungsreflexion ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schwellwertdetektor aus Mitteln zum Abtasten von Werten des
Reflexionssignals gebildet ist, mittels derer die Lage der anfänglichen
Verrohrungsreflexionen festzustellen ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Schallimpuls mit einer
akustischen Wellenfrequenz mit einer Bandbreite erzeugbar ist, mittels der eine
Wandstärkenresonanz zwischen der Innen- und Außenwand (13, 13′) der Verrohrung (12) anzuregen
ist, wobei die Schallwellenfrequenz derart auswählbar sind, daß Mikroringräume (30), die
für gute Zementverbindungen repräsentativ sind, transparent erscheinen und Reflexionen von
Ringräumen, die repräsentativ für schlechte Zementverbindungen sind, vergrößert sind.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtungen zum Auswählen eines Abschnitts (72) des Reflexionssignals
entsprechend Hin- und Herreflexionen Mittel zum Erzeugen eines
Auswahlsignals für den Abschnitt (72) umfassen, der zu einem Zeitpunkt
entsprechend der Ankunftszeit des Abschnitts (72) des Reflexionssignals
beginnt und während einer Zeit fortdauert, die der Dauer des Teils des
Reflexionssignals entspricht, der indikativ für eine schlechte Verbindung
zwischen der Verrohrung (12) und dem Zement (14) ist, sowie Mittel, die
durch das Auswahlsignal steuerbar und mit dem Reflexionssignal zum
Auswählen des Abschnittes (72) aus dem Reflexionssignal gekoppelt sind.
22. Vorrichtung nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß
die Einrichtungen zum Erzeugen des Signals für die Zementverbindung Mittel
zum Gleichrichten des ausgewählten Abschnitts (72) und Mittel zum
Integrieren des gleichgerichteten vorbestimmten Abschnittes aufweisen, die
während der Dauer des Abschnitts (72) des Signals entsprechend den
Hin- und Herreflexionen wirksam sind.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zum Erzeugen des Reflexionssignals
in der Vorrichtung an einer vorgewählten Stelle in einem vorbestimmten
Minimalabstand zwischen der Verrohrung (12) und diesen Mitteln angeordnet
sind, wobei ein Reflexionssignal zu erzeugen ist, bei dem der Abschnitt
(72) der Hin- und Herreflexionen im wesentlichen frei von Interferenzen
von Sekundärausstrahlungen ist.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 23, dadurch
gekennzeichnet, daß das Reflexionssignal ansprechende Mittel zum
Erzeugen eines Verrohrungsreflexionssignals entsprechend einer
vorbestimmten Charakteristik der anfänglichen akustischen
Verrohrungsreflexion und Mittel zum Normieren des Signals für die
Zementverbindung mit dem Verrohrungsreflexionssignal vorgesehen sind.
23. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtung zum Erzeugen des Verrohrungsreflexionssignals Mittel zum
Messen der Amplitude des Verrohrungsreflexionssignals umfassen.
26. Vorrichtung nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, daß
die Einrichtungen zum Erzeugen des Verrohrungsreflexionssignals Mittel zum
Messen der Energie des Verrohrungsreflexionssignals umfassen.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 26, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zum Erzeugen des
Verrohrungsreflexionssignals ferner einen Schwellwertdetektor umfassen,
der auf das Reflexionssignal zum Feststellen einer vorbestimmten Größe
anspricht, die für die Ankunft des anfänglichen akustischen
Verrohrungsreflexionssignals indikativ ist, und der ein entsprechendes
Steuersignal erzeugt, und daß Mittel vorgesehen sind, die auf das
Reflexionssignal und das Steuersignal zum Auswählen des
Verrohrungsreflexionssignals ansprechen.
28. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß der
vorbestimmte Abstand zwischen der Verrohrung (12) und den Einrichtungen
zum Erzeugen des Reflexionssignals (36) derart groß gewählt ist, daß die
Erfassung jener Schallrücksendungen möglich ist, die eine Größe oberhalb
eines vorbestimmten Schwellwertes besitzen und im wesentlichen den
Abstrahlungen von den Hin- und Herreflexionen innerhalb der
Verrohrungswandungen (13, 13′) als Ergebnis des Schallimpulses zuzuordnen
sind.
29. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine
Fläche besitzt, mit der Sekundärausstrahlungsinterferenzen durch
Reflektieren von Schallenergie zurück zu der Verrohrung (12) erzeugbar
sind, wobei ein vorbestimmter Minimalabstand (D) zwischen der Verrohrung
(12) und dieser Fläche bestimmbar ist entsprechend folgender Beziehung:
wobei L die Dicke der Verrohrung, C₀ die Schallgeschwindigkeit in dem von
der Verrohrung (12) eingeschlossenen Material, C₁ die
Schallgeschwindigkeit innerhalb des Materials der Verrohrung und N r eine
Anzahl von Hin- und Herreflexionen darstellen, die in der Verrohrung (12)
als Ergebnis des Einfangens von Schallenergie aus dem
Wandstärkenresonanzen erzeugenden Schallimpuls erzeugt werden, wobei N r
durch folgende Beziehung bestimmt ist:
wobei r₀ und r₁ Reflexionskoeffizienten zwischen dem Material, das in der
Verrohrung eingeschlossen ist, und der Verrohrung selbst bzw. zwischen der
Verrohrung und dem Material benachbart der Außenseite der Verrohrung sind,
und x die vorbestimmte Schwelle ausgedrückt als Bruchteil der anfänglichen
Höhe der Hin- und Herreflexionen darstellt.
30. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schallimpuls mit einer Bandbreite erzeugbar ist, mittels der eine
Wandstärkenresonanz zwischen den Innen- und Außenwandungen der Verrohrung
mit wesentlich reduzierten Reflexionen von hydraulisch festen
Mikroringräumen anzuregen ist, sowie mit einer wesentlich längeren Dauer
von Hin- und Herreflexionen in der Verrohrung bei Abwesenheit von
Ringräumen, die eine schlechte Zementverbindung darstellen,
wobei das Reflexionssignal ansprechende Mittel zum Erzeugen eines
Verrohrungsreflexionssignals indikativ für die Dauer einer akustischen
Reflexion von der Verrohrung, Mittel zum Erzeugen eines
Normierungssignals, repräsentativ für eine bestimmte Eigenschaft in der
akustischen Reflexion von der Verrohrung und Mittel zum Kombinieren des
Signals betreffend die Zementverbindung mit dem Normierungssignal
vorgesehen sind, mittels derer ein normiertes Signal betreffend die
Zementverbindung repräsentativ für die Qualität hiervon zu erzeugen ist.
31. Vorrichtung nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch Mittel, mit
denen von den Reflexionssignal ein Bezugsfrequenzabschnitt extrahierbar
und ein Bezugssignal, das hierzu indikativ ist, erzeugbar ist, und Mittel
zum Kombinieren des Bezugssignals mit dem Signal betreffend die
Zementverbindung vorgesehen sind, wobei ein normiertes Signal zu erzeugen
ist, das indikativ für die Qualität der Zementverbindung ist.
32. Vorrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß die
Mittel zum Extrahieren des Bezugsfrequenzabschnitts ein Bandpaßfilter
umfassen, dessen Durchlaßbreite mit der Wandstärkenresonanzfrequenz der
Verrohrung ausgerichtet ist.
33. Vorrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß das
Durchlaßband des Filters eine Bandbreite besitzt, die im wesentlichen
weniger als etwa 15% der Frequenz der Wandstärkenresonanz der Verrohrung
ist.
34. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 33, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Einrichtung (210) zum Bewegen längs der
Verrohrung und eine Vielzahl von akustischen Wandlern (36) vorgesehen
sind, die am Umfang der Einrichtung (210) angeordnet und mittels derer die
Schallimpulse in radialer Richtung zu der Formation zur Untersuchung der
Zementverbindung in Umfangs- und Längsrichtung zu senden sind, wobei die
Wandler (36) jeweils einen Schallimpuls liefern, der eine
Frequenzbandbreite aufweist, die so ausgewählt ist, daß eine
Wandstärkenresonanz zwischen der inneren und äußeren Verrohrungswandung
(13, 13′) anzuregen und ein Reflexionssignal in Antwort auf die
Schallrücksendungen zu erzeugen ist, das der Wechselwirkung des
Schallimpulses mit den verschiedenen Materialien auf dem Wege des
Schallimpulses zuzuordnen ist.
35. Vorrichtung nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wandler (36) in radialem Abstand an der Einrichtung (210) befestigt sind
und einen vorbestimmten Abstand zu der Verrohrung aufweisen, wobei
Interferenzen von Sekundärausstrahlungen in dem Reflexionssignal zu
reduzieren sind.
36. Vorrichtung nach Anspruch 34 oder 35, gekennzeichnet durch Mittel
zum Erregen der Wandler (36) und Mittel zum Messen des Zeitraumes zwischen
jeder Erregung eines Wandlers und Festellung einer Schallrücksendung,
wobei die Position der Wandler relativ zu der Verrohrung zu bestimmen ist.
37. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 34 bis 36, gekennzeichnet
durch Mittel zum aufeinanderfolgenden Erregen der Wandler (36), Mittel zum
Verstärken der Reflexionssignale von den Wandlern mittels eines
gemeinsamen Verstärkers, Mittel zum Erzeugen von Steuersignalen
entsprechend der Amplitude der Reflexionssignale von den Wandlern und
Mittel zum Einstellen der Verstärkung vom Verstärker mit dem Steuersignal,
das jenem Wandler zugeordnet ist, dessen Reflexionssignal verstärkbar ist.
38. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 37, gekennzeichnet
durch Mittel zum Bestimmen der Frequenz von Komponenten aus dem Abschnitt
(72) der Hin- und Herreflexionen, die zu einem Maximalwert in dem
Frequenzbereich des Bereiches (72) beitragen und ein
Verrohrungswandstärkensignal erzeugen, das bezüglich der
Verrohrungswandstärke im Radialsegment für die Untersuchung der
einzementierten Verrohrung und der Ausschaltung von potentiellen
Unsicherheiten in der Bewertung der Zementverbindung in diesem
Radialsegment repräsentativ ist.
39. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 38, gekennzeichnet
durch Einrichtungen zum Normieren des Signals für die Zementverbindung
mit dem Verrohrungswandstärkensignal zum Ausschalten von
Verrohrungswandstärkenänderungen bei der Beurteilung der Qualität der
Zementverbindung in dem Radialsegment.
40. Verfahren zum Bestimmen der Wandstärke einer in einem Erdbohrloch
einzementierten Verrohrung mittels akustischer Impulse, bei dem ein
Reflexionssignal erzeugt wird, das von einem bei einer akustischen
Untersuchung der Verrohrung verwendeten, auf ein ausgewähltes
Radialsegment der Verrohrung gerichteten Impuls abgeleitet und aus
Schallwellen mit Frequenzen gebildet wird, mittels derer eine
wandstärkenabhängige Resonanz zwischen den beiden Verrohrungswänden
angeregt wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein Signal entsprechend dem
Frequenzspektrum eines Abschnitts von Hin- und Herreflexionen des
des Reflexionssignals erzeugt wird, der im wesentlichen repräsentativ für
die akustischen Hin- und Herreflexionen zwischen den Verrohrungswänden des
Radialsegments ist, und daß jeweils die Frequenz von Komponenten in dem
Spektrumssignal bestimmt wird, die zu einem Maximalwert des
Frequenzspektrums beitragen und ein Wandstärkensignal liefern, das
repräsentativ ist bezüglich der gemessenen Frequenz und indikativ für die
Verrohrungswandstärke im Radialsegment.
41. Verfahren nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß das
Reflexionssignal aus Digitalwerten gebildet wird, wobei ein
Spektrumssignal erzeugt wird, das aus Digitalzahlen gebildet wird, die für
die Amplituden der zugeordneten Frequenzwerte indikativ sind, und die
Amplitudenzahlen bezüglich eines Maximalwertes abgetastet werden und die
zugeordnete Frequenz, die dem Maximalwert entspricht, als repräsentativ
für die Verrohrungswandstärke ausgewählt wird,
42. Verfahren nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schallimpuls in einer Frequenzbandbreite verwendet wird, mittels der eine
Wandstärkenresonanz der akustischen Hin- und Herreflexionen zwischen den
Wänden des Radialsegmentes der Verrohrung angeregt wird, daß jene
Schallrücksendungen aufgenommen werden, die von der Wechselwirkung des
Schallimpulses mit Materialien im Wege des Schallimpulses herrühren, und
ein solches Reflexionssignal erzeugt wird, das indikativ hierfür ist, und
daß aus dem Reflexionssignal ein Abschnitt ausgewählt wird, der jene
Schallrücksendungen umfaßt, die durch die akustischen Hin- und
Herreflexionen zwischen den Wänden der Verrohrung erzeugt werden, wobei
das Frequenzspektrum aus dem ausgewählten Teil des Reflexionssignals
gebildet wird.
43. Verfahren nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, daß beim
Bestimmen der Frequenz das Frequenzsprektrum digitalisiert wird, die
dabei erhaltenen Digitalwerte abgetastet werden und ein Maximalwert
bestimmt wird.
44. Verfahren nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, daß beim Bilden
des Frequenzspektrums der ausgewählte Abschnitt auf einen
Spektrumanalysator gegeben und ein Amplitudensignal erzeugt wird, das für
die Amplitude der Frequenzkomponenten in dem ausgewählten Abschnitt
repräsentativ ist, daß ein Frequenzsignal erzeugt wird, das für die
Frequenz der Komponenten in dem Amplitudensignal repräsentativ ist, und
daß die Amplituden- und Frequenzsignale gespeichert und die gespeicherten Signale
abgetastet werden sowie ein Maximalwert des Amplitudensignals mit seinem
zugeordneten Frequenzsignal als Anzeige für die Wandstärke der Verrohrung
bestimmt wird.
45. Verfahren nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, daß bei der
Bildung des Frequenzspektrums der ausgewählte Abschnitt digitalisiert und
eine Fourier-Transformation der erhaltenen Digitalwerte des ausgewählten
Abschnitts vorgenommen wird.
46. Verfahren nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß ein stark
gedämpfter Schallimpuls zwischen den beiden Wänden der Verrohrung erzeugt
wird, wobei der Schallimpuls mit einer Schallfrequenz in einer
Bandbreite erzeugt wird, mittels der die Verrohrung zu einer
Wandstärkenresonanz mit den akustischen Hin- und Herreflexionen zwischen
den Wänden der Verrohrung angeregt wird, daß die Schallrücksendungen von
der Wechselwirkung des Schallimpulses mit den Materialien auf dem Weg des
Schallimpulses aufgenommen und ein hierfür indikatives Reflexionssignal
erzeugt wird, und daß das Reflexionssignal in Digitalwerte umgewandelt und
ein Frequenzspektrum von Digitalwerten erzeugt wird, das repräsentativ für
die Hin- und Herreflexionen ist, die Digitalwerten folgen, die
repräsentativ für eine anfängliche Schallreflexion an der Innenwandung der
Verrohrung sind, wobei das Frequenzspektrum aus Amplitudendigitalwerten
mit zugeordneten Frequenzwerten besteht.
47. Verfahren nach Anspruch 46, dadurch gekennzeichnet, daß die
Absolutwerte der Digitalwerte aufsummiert werden, die repräsentativ für
die Hin- und Herreflexionen sind, wobei ein Signal erzeugt wird, das für
die Qualität der Verbindung zwischen der Verrohrung und dem Zement
indikativ ist.
48. Verfahren nach Anspruch 47, dadurch gekennzeichnet, daß die
Absolutwerte der Digitalwerte repräsentativ für die anfängliche
Verrohrungsreflexion aufsummiert und ein Quotient zwischen den
entsprechenden aufsummierten Werten gebildet wird, wobei ein normiertes
Signal für die Zementverbindung geliefert wird.
49. Vorrichtung zum Bestimmen der Wandstärke einer in einem Erdbohrloch
einzementierten Verrohrung mittels akustischer Impulse, mit Einrichtungen
zur akustischen Untersuchung der Verrohrung mittels eines auf ein
ausgewähltes radiales Segment der Verrohrung gerichteten Impulses, der aus
Schallwellen mit Frequenzen gebildet ist, mittels derer eine
wandstärkenabhängige Resonanz zwischen den beiden Verrohrungswänden
anregbar ist, und mit Einrichtungen zum Erfassen eines entsprechenden
Reflexionssignals, gekennzeichnet durch zusätzliche Einrichtungen zum
Auswählen eines Abschnitts von Hin- und Herreflexionen aus dem
Reflexionssignal, der im wesentlichen repräsentativ ist für die
akustischen Hin- und Herreflexionen zwischen den beiden Verrohrungswänden,
mit Einrichtungen zum Erzeugen eines Spektrumssignals, das repräsentativ
für das Frequenzspektrum des Abschnitts der Hin- und Herreflexionen ist,
und mit Einrichtungen zum Bestimmen der Frequenz von Komponenten in dem
Spektrumssignal, die zu einem Maximalwert des Frequenzspektrums beitragen
und ein Wandstärkensignal liefern, das repräsentativ ist für die
Wandstärke der Verrohrung im Bereich des Radialsegments.
50. Vorrichtung nach Anspruch 49, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtung zum Erfassen des Reflexionssignals zur Verarbeitung von
Digitalwerten ausgebildet ist und die Einrichtung zum Erzeugen des
Spektrums Mittel zum Erzeugen einer Fourier-Transformation von
Digitalzahlen entsprechend dem Abschnitt der Hin- und Herreflexionen des
Spektrumsignals umfassen.
51. Vorrichtung nach Anspruch 49, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtungen zum Bestimmen des Maximalwertes des Frequenzspektrums Mittel
zum Erzeugen von Digitalwerten des Spektrumsignals mit zugeordneten
Frequenzwerten und Mittel zum Abtasten der Spektrumwerte bezüglich eines
Maximalwertes und Auswählen der zugeordneten Frequenz als Anzeige für die
Wandstärke der Verrohrung umfassen.
52. Vorrichtung nach Anspruch 51, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtungen zum Auswählen des Abschnitts der Hin- und Herreflexionen
ferner Mittel, die auf das Reflexionssignal zum Bestimmen eines Signals,
das repräsentativ für ein anfängliches akustisches Reflexionssignal von
der Verrohrung ist, ansprechen, und Mittel aufweisen, die auf das
Verrohrungsreflexionssignal zum Auswählen des Abschnitts ansprechen, der
der anfänglichen Verrohrungreflexion folgt.
53. Vorrichtung nach Anspruch 49, gekennzeichnet durch Mittel zum
Erzeugen eines stark gedämpften Schallimpulses in der Verrohrung, der mit
einer Schallwellenfrequenz in einer Bandbreite zu erzeugen ist, mittels
der eine Schallresonanz zwischen den Verrohrungswänden mit akustischen
Hin- und Herreflexionen anzuregen und ein Reflexionssignal repräsentativ
für Schallrücksendungen zu erzeugen ist, die durch den Schallimpuls
hervorgerufen sind, und durch Mittel zum Erzeugen von Digitalwerten des
Reflexionssignals, wobei die Mittel zum Auswählen des Abschnitts der
Hin- und Herreflexionen Mittel zum Auswählen von Digitalwerten entsprechend der
Hin- und Herreflexionen aufweisen, die anschließend an Digitalwerten
auftreten, die für eine anfängliche Verrohrungsreflexion repräsentativ
sind, wobei zusätzliche Einrichtungen zum Erzeugen eines Spektrums der
ausgewählten Digitalwerte für die Hin- und Herreflexionen und zum Bilden
von Amplitudenwerten mit zugeordneten Frequenzwerten und Mitteln zum
Bestimmen eines maximalen Amplitudenwertes und eines zugeordneten
Frequenzwertes als Anzeige für die Wandstärke der Verrohrung vorgesehen
sind.
54. Vorrichtung nach Anspruch 53, gekennzeichnet durch Mittel zum
Aufsummieren der Absolutwerte der ausgewählten Digitalwerte, die für die
Hin- und Herreflexionen repräsentativ sind, als Maß für die Qualität der
Verbindung zwischen der Verrohrung und dem Zement.
55. Vorrichtung nach Anspruch 53, gekennzeichnet durch Mittel zum
Auswählen von Werten, die repräsentativ für eine anfängliche akustische
Verrohrungsreflexion an der Innenwand der Verrohrung sind, Mittel zum
Aufsummieren der Absolutwerte dieser Werte, Mittel zum Aufsummieren der
Absolutwerte der ausgewählten Werte, die repräsentativ für die Hin- und
Herreflexionen in der Verrohrungswand als Maß für die Qualität der
Verbindung zwischen der Verrohrung und dem Zement sind, und Mittel zum
Bilden eines Quotienten zwischen den entsprechenden Summen, die von den
Summiermitteln erzeugt sind zur Normierung der Messung der Qualität
der Zementverbindung.
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