DE276780C - - Google Patents

Info

Publication number
DE276780C
DE276780C DENDAT276780D DE276780DA DE276780C DE 276780 C DE276780 C DE 276780C DE NDAT276780 D DENDAT276780 D DE NDAT276780D DE 276780D A DE276780D A DE 276780DA DE 276780 C DE276780 C DE 276780C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
retort
fuel
channel
rear part
ignition
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT276780D
Other languages
English (en)
Publication of DE276780C publication Critical patent/DE276780C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B9/00Engines characterised by other types of ignition
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B2720/00Engines with liquid fuel
    • F02B2720/27Air compressing engines with hot-bulb ignition
    • F02B2720/272Supply of all the fuel into the prechamber
    • F02B2720/274Supply of all the fuel into the prechamber with injection of all the fuel into the prechamber

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
. - M 276780 KLASSE 46». GRUPPE
Zusatz zum Patent 276046.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. Juli 1913 ab. Längste Dauer: 14. Oktober 1927.
Die Erfindung bezieht sich auf Verbrennungskraftmaschinen, die mit Selbstzündung arbeiten und bei denen der Arbeitsbrennstoff durch eine in einer Retorte stattfindende Hilfsexplosion in den Arbeitszylinder geschleudert wird. Bei solchen Arbeitsverfahren kommt es darauf an, der Hilfsexplosion eine solche Stärke zu geben, daß die erforderliche Zerstäubungsenergie sicher erreicht wird.
Bei dem Arbeitsverfahren nach dem Patent 276046 wird dies dadurch bewirkt, daß die nach der Retorte überströmende Luft so stark gekühlt wird, daß der in den Hals der Retorte gegen Ende des Verdichtungshubes ein- gespritzte Brennstoff den Retortenraum unyerbrannt durchsetzen kann, bevqr die Selbstzündung vom hinteren Teil der Retorte aus eintritt.
Wie nun die Erfahrung zeigt, bringt die
*° Ausführung des ursprünglichen Gedankens Schwierigkeiten mit sich, die beseitigt werden müssen, soll die gekennzeichnete Wirkung voll erreicht werden. <
Gemäß dem Verfahren nach dem Hauptpatent 276046 wird die überhitzte Luft des Arbeitszylinders beim Eintritt in den Re^ tortenkanal so stark abgekühlt, daß einmal eine Vorzündung im Kanal oder Eingang der Retorte vermieden wird und zweitens, sicher
verhindert wird, daß der Brennstoff aus der j Druckleitung vergast oder auströpfelt. Hierdurch findet aber auch eine Abkühlung des hinteren Teiles des Schußkanales statt, der nach der Retorte zu liegt. Es kommt hinzu, daß die Kühlung im vorderen Teil des Schußkanales sowie der Wärmefluß nach den umgebenden 'Eisenmassen ständig wirkt,. während die Wärmezufuhr von der Retorte her nur periodisch stattfindet, entsprechend dem gewählten Arbeitstakt und der Umdrehungszahl x4° der Maschine. Die Brennstoff teilchen, die beim Einspritzen nach der Retorte mitgerissen werden, finden also im hinteren Teil des Kanals nicht mehr die genügende Verdampfungswärme vor, sie werden daher die Retorte in flüssigem Zustand betreten. Je schneller aber der Brennstoff vergast, um so schneller durchsetzen die Gasteilchen den ganzen Luftinhalt der Retorte und um so wirkungsvoller und kräftiger ist die vom hinteren Teil, der Retorte aus eingeleitete Hilfsexplosion. Es ist hierbei zu beächten, daß die Retorte als toter Sack sich lediglich durch Expansionswirkung aus dem Kanal heraus entleeren kann. Die Brennstoffteilchen, die in flüssigem Zustand in die Retorte gelangen, bleiben als un verbrann te öldämpfe in der Retorte zurück und erzeugen beim nächsten Arbeitsspiel eine schädliche Vorverbrennung in der Retorte. Ferner sind die für die Hilfsexplosion verbrauchten Brennstoffmengen sehr klein und die Zeiten für die Erzeugung
(2. Auflage, ausgegeben am rj. August igrSJ
der Hilfsexplosion außerordentlich kurz, so daß man mit der Form des Fördernockens der Pumpe keinen wesentlichen Einfluß auf die Vorgänge bei der Hilfsexplosion gewinnen kann. Der eingepreßte Brennstoff kann als ein Stromfaden gedacht werden, der in den Schußkanal geschoben wird. Um nun das erste Stück dieses Fadens, das nach der Retorte gerissen wird, zu vergasen und zu zün- den, muß dem Brennstoff eine bestimmte Ver-■'gasungs- und Zündüngswärme zugeführt werden. Hierüber vergeht eine gewisse Zeit, in welcher weitere Teile des eintretenden Stromfadens nach der Retorte gerissen werden, und zwar so lange, bis die Zündung und Bewe-' gungsumkehr eingesetzt hat. Um also sicher zu verhindern, daß Brennstoff in flüssigem Zustand in die Retorte gelangt, muß der obere Teil des Kanales und der Einga'ng der
ao Retorte so heiß gehalten werden, daß der hindurchströmende Brennstoff sofort A'ergast.
Nach Fig. 1 geschieht dies beispielsweise
dadurch, 'daß diese Teile in einiger Entfernung von den gekühlten Wandungen frei durch den Raum geführt werden. Durch die Verbren-
. nungen in der Retorte -werden diese Teile stark erhitzt, wobei die zweckmäßigsten Temperaturen durch Wärmefluß nach den gekühlten Teilen - eingestellt werden, beispielsweise
•3.0 dadurch, daß der Kühlring e im mittleren· Teil der Retorte mehr oder weniger gehoben wird. Man kann auch den Kühlring unterteilen oder das Kühlmittel wärmer oder kalter durchfließen lassen. Auf diese Weise ist es möglich, die Heiztemperaturen für öle den verschiedensten Verdampfungswärmen anzupassen: Bei solchen Motoren, bei denen der Wärmefluß größer ist wie die Wärmezufuhr von der Retorte, etwa bei langsam laufenden Viertaktmaschinen, müssen diese Teile sogar geheizt werden. Dies geschieht beispielsweise nach Fig. 2 dadurch, daß der obere Teil des Kanales mit einem Ringraüm f umgeben wird mit zweckmäßig dünnen Wandungen, der durch die Kanäle g und h mit dem Arbeitszylinder in Verbindung steht. Durch die Verdichtungswärme aus dem Arbeitszylinder werden diese Teile vorgeheizt, bevor die Einspritzung des Brennstoffes beginnt. Man kann auch im gegebenen Fall sich, auf die Isolierwirkung des Ringraumes f beschränken, wobei der Kanal g geschlossen bleibt.
Man kann naturgemäß diese Teile auch mit anderen Mitteln, etwa durch Wärmeisolierung, auf der erforderlichen Temperatur erhalten.
Bei der dargestellten Anordnung ergeben sich zwei gekühlte Teile, nämlich der Eingang des Kanales und der mittlere Teil der Retorte, und zwei heiße Teile, nämlich der hintere Teil der Retorte, der oberhalb der Selbstzündung gehalten wird, und' der hintere Teil des Kanales sowie der Eingang der Retorte, die erhitzt, aber unterhalb der Selbstzündung gehalten werden. Durch die Kühlung wird erreicht, daß der Eintritt der Selbstzündung so lange verzögert wird, bis die Luft der Retorte mit Öldämpfen durchsetzt ist, durch die Heizung zwischen den Kühlungen, daß das eingespritzte öl sofort restlos verdampft und zerstäubt wird, und durch die Überhitzung im hinteren Teil der Retorte, daß die Selbstzündung sicher eingeleitet, wird, sobald die Durchmischung heendet ist.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Erzielung einer Hilfsexplosion von genügender Stärke, für Verbrennungskraftmaschinen, bei denen der Brennstoff in den Hals einer mit dem Arbeitszylinder durch einen Kanal in standiger Verbindung stehenden Retorte gespritzt und in dieser durch die ersten mitgerissenen Brennstoffteilchen eine Hilfsexplosion erzeugt wird,; nach Art des Patentes 276046, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere Teil des Schußkanales und der mittlere Teil der Retorte gekühlt, dagegen der hintere Teil des Schußkanales sowie der vordere Teil der Retorte auf höheren Temperaturen, aber unterhalb der Selbstzündung gehalten werden, während im hinteren Teil der Retorte Selbstzündungstemperatur herrscht. ' >
2. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der hintere Teil des Schußkanales von einem Ringraum umgeben ist, der mit dem Arbeitszylinder in Verbindung steht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT276780D Active DE276780C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE276780C true DE276780C (de)

Family

ID=532943

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT276780D Active DE276780C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE276780C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT500692B1 (de) Verbrennunsmotor mit mindestens einem zylinder
DE112006003590B4 (de) Verdichtungszündungseinleitungsvorrichtung und Verbrennungsmotor, der diese verwendet
DE2323608A1 (de) Verfahren zum betrieb von brennkraftmaschinen und zur durchfuehrung des verfahrens geeignete brennkraftmaschinen
DE2503811A1 (de) Brennkraftmaschine
DE3133939A1 (de) Brennkraftmaschine
DE102014002905B4 (de) Brennverfahren zur Ausführung mit einem Gasmotor
DE2615643B2 (de) Verfahren zum Betrieb einer fremdgezündeten Brennkraftmaschine und Brennkraftmaschine zur Durchführung dieses Verfahrens
EP0538564B1 (de) Selbstzündende Hubkolbenbrennkraftmaschine
DE602004003415T2 (de) Fremdgezündete Brennkraftmaschine mit Vorkammer
DE69703215T2 (de) Verfahren zum mischen und zünden eines brennstoffs in einer zum zylinder offenen vorkammer
DE102022125072B3 (de) Selbstzündender Verbrennungsmotor und Verfahren zu dessen Betrieb
DE276780C (de)
DE332524C (de) Verbrennungskraftmaschine
DE19854776A1 (de) Verfahren zur Zündung eines Mehrzylinder-Hubkolbengasmotors durch Einblasen eines Zündgases
DE102022207461A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Betreiben einer Brennkraftmaschine mit einer Vorkammerzündkerze
DE1451639B2 (de) Verfahren zum Betrieb einer Kolben-Brennkraftmaschine mit Kompressionszündung
DE2031113C3 (de) Luftverdichtende Vlertakt-KolbenbrennkraftmascMne
DE288052C (de)
DE749356C (de) Nach dem Dieselverfahren arbeitende Brennkraftmaschine fuer leicht zuendende, starkverkokende Heizoele
DE303255C (de)
AT114306B (de) Verfahren und Einrichtung zur Erhitzung des flüssigen Brennstoffes bei schnell-laufenden Brennkraftmaschinen.
DE534857C (de) Betriebsverfahren fuer eine gemisch- bzw. luftverdichtende Brennkraftmaschine
EP1007833B1 (de) Verfahren zur zündung eines mehrzylinder-hubkolbengasmotors durch einblasen eines zündgases
DE483071C (de) Vorkammerbrennkraftmaschine mit Selbstzuendung oder Fremdzuendung, bei welcher der Brennstoff ohne zerstaeubende Duesenwirkung in die Vorkammer eingefuehrt wird
DE277202C (de)