DE2722115B2 - Verfahren zur Dauerprüfung einer Brennkraftmaschine - Google Patents
Verfahren zur Dauerprüfung einer BrennkraftmaschineInfo
- Publication number
- DE2722115B2 DE2722115B2 DE2722115A DE2722115A DE2722115B2 DE 2722115 B2 DE2722115 B2 DE 2722115B2 DE 2722115 A DE2722115 A DE 2722115A DE 2722115 A DE2722115 A DE 2722115A DE 2722115 B2 DE2722115 B2 DE 2722115B2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- test
- internal combustion
- combustion engine
- load
- point
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 238000012360 testing method Methods 0.000 title claims description 52
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 47
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 title claims description 21
- 230000008569 process Effects 0.000 claims description 6
- 230000035882 stress Effects 0.000 description 27
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 9
- 239000000463 material Substances 0.000 description 8
- 238000010998 test method Methods 0.000 description 8
- 230000008859 change Effects 0.000 description 7
- 230000003252 repetitive effect Effects 0.000 description 5
- 238000013461 design Methods 0.000 description 4
- 238000005336 cracking Methods 0.000 description 3
- 230000006378 damage Effects 0.000 description 3
- 238000011161 development Methods 0.000 description 3
- 230000007774 longterm Effects 0.000 description 3
- 229910001060 Gray iron Inorganic materials 0.000 description 2
- 230000000052 comparative effect Effects 0.000 description 2
- 238000009826 distribution Methods 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 238000009661 fatigue test Methods 0.000 description 2
- BHMLFPOTZYRDKA-IRXDYDNUSA-N (2s)-2-[(s)-(2-iodophenoxy)-phenylmethyl]morpholine Chemical compound IC1=CC=CC=C1O[C@@H](C=1C=CC=CC=1)[C@H]1OCCNC1 BHMLFPOTZYRDKA-IRXDYDNUSA-N 0.000 description 1
- 101100048439 Caenorhabditis elegans unc-33 gene Proteins 0.000 description 1
- 230000002159 abnormal effect Effects 0.000 description 1
- 230000009471 action Effects 0.000 description 1
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 238000011156 evaluation Methods 0.000 description 1
- 230000006872 improvement Effects 0.000 description 1
- 150000002505 iron Chemical class 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 238000004154 testing of material Methods 0.000 description 1
- 230000008646 thermal stress Effects 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N3/00—Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress
- G01N3/32—Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress by applying repeated or pulsating forces
Landscapes
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Analytical Chemistry (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Immunology (AREA)
- Pathology (AREA)
- Investigating Strength Of Materials By Application Of Mechanical Stress (AREA)
- Testing Of Engines (AREA)
- Testing Of Devices, Machine Parts, Or Other Structures Thereof (AREA)
Description
15
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Dauerprüfung einer Brennkraftmaschine, bei dem wiederholt eine
Belastung auf einen Prüfling in Form eines Maschinenteils der Brennkraftmaschine ausgeübt wird.
Bei einem bekannten Dauerprüfungsverfahren, beispielsweise an einem Zylinderkopf einer kleinen
Brennkraftmaschine, werden die Prüfzyklen »maximale Belastung — abstellen« oder »maximale Belastung —
Leerlauf« so lange durchgeführt, bis sich im Zylinderkopf ein Riß gebildet hat. Auf diese Weise wird
bestimmt, ob die Zykluszahl, bei welcher der Riß auftritt, eine konstruktive Soll-Lebensdauer oder eine durch
empirische Auswertung der auf dem Markt vertriebenen Produkte bestimmte Soll-Lebensdauer übersteigt
oder nicht. Diese bekannten Dauerprüfungen erstrekken sich normalerweise über einen Zeitraum von 2 bis 3
Monaten, und sie sind mit einem erheblichen Personalkostenaufwand verbunden. Insbesondere im Fall einer
Konstruktionsänderung oder einer Neuentwicklung einer Brennkraftmaschine mußte bisher Für diese
Dauerversuche viel Zeit aufgewandt werden.
Aufgabe der Erfindung ist damit die Schaffung eines Verfahrens zur Dauerprüfung einer Brennkraftmaschine
der eingangs genannten Art, das quantitativ auf die Bedingungen des praktischen Brennkraftmaschinenbetriebs
abgestimmt ist und das sich innerhalb einer kurzen Zeitspanne und gefahrlos durchführen läßt.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren zur Dauerprüfung einer Brennkraftmaschine, bei dem
wiederholt eine Belastung auf einen Prüfling in Form eines Maschinenteils der Brennkraftmaschine ausgeübt
wird, erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Prüfling beim ersten der wiederholten Belastungsvorgänge einer
Überlastung unterworfen wird, während beim zweiten Belastungsvorgang und bei den folgenden Belastungsvorgängen eine Vollbelastung an den Prüfling angelegt
wird.
Im Gegensatz zu dem bekannten Verfahren wirkt erfindungsgemäß lediglich bei der ersten der aufeinanderfolgenden
bzw. sich wiederholenden Belastungen eine vorbestimmte Überlast auf einen Prüfling ein,
während die zweite und die folgenden Belastungen eine kleinere Größe besitzen als die erste Belastung.
Obgleich diese Überlastanlegung ein gefährlicher Vorgang ist, ist bei einer Überlastung über eine sehr
kurze Zeitspanne von z. B. etwa 3 Minuten die Gefahr ziemlich gering; im allgemeinen kann ohne weiteres
eine Überlast von bis zu 130% ausgeübt werden. Im zweiten und in allen folgenden Zyklen wird eine
Arbeitsfolge ähnSich wie bei dem bekan
20
ν en an reu
durchgeführt Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, den Dauerprüfungszeitraum (d.h. eine
Folge sich wiederholender Prüfzyklen) bis zum Auftreten
eines thermischen Ermüdungsrisses im Vergleich zu dem bekannten Verfahren derart zu verkürzen, daß eine
Rißbildung bei einer um etwa '/3 kleineren Zahl von Wiederholungszyklen erreicht werden kann. Das
erfindungsgemäße Dauerprüfungsverfahren mit Anfangsüberlastung kann daher innerhalb einer Prüfungszeitspanne abgeschlossen werden, die um etwa '/3
kürzer ist als bei dem bekannten Verfahren, d. h. in einer Zeitspanne von 3 Wochen bis zu einem Monat. Da das
erfindungsgemäße Verfahren ein quantitativ bestimmtes Verfahren ist, kann mit seiner Hilfe die Betriebslebensdauer
einer im praktischen Gebrauch befindlichen Brennkraftmaschine einwandfrei abgeschätzt werden.
Mit dem erfindungsgemäßen Dauerprüfungsverfahren können somit der Prüfzeitraum wesentlich verkürzt und
die für die Entwicklung einer neuen Brennkraftmaschine erforderlichen oder mit einer Konstruktionsänderung
verbundenen Kosten beträchtlich gesenkt werden.
Zwar ist bereits vorgeschlagen worden, den Dauerprüfungszeitraum dadurch zu verkürzen, daß die
Belastung auf über 100% erhöht wird. Dieses Verfahren
bedingt jedoch einen unzumutbar großen Arbeitsaufwand, weil dabei häufige und übermäßig große
Änderungen der Ausgangsleistung herbeigeführt werden, ur.d dieses Verfahren ist zudem mit einem Risiko
für schwere Unfälle und für eine mögliche Beschädigung anderer Bauteile als des Zylinderkopfes verbinden.
Außerdem ist dieses Verfahren mit dem wesen liehen Nachteil behaftet, daß die vorgeschlagene Prüfung
keine genaue Dauerprüfung darstellt, weil bei allen Belastungszyklen eine Überlastung angewandt wird und
dadurch die Prüfung unter abnormalen Bedingungen durchgeführt wird, die sich vom praktischen Betrieb
einer Brennkraftmaschine wesentlich unterscheiden.
Nachfolgend ist ein Ausführungäbeispiel der Erfindung
anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. I ein Zeitdiagramm zur Veranschaulichung der Durchführungsweise des bekannten Verfahrens,
F i g. 2 ein Zeitdiagramm des Dauerprüfungsverfahrens gemäß der Erfindung,
F i g. 3 eine schematische perspektivische Darstellung eines Modells für beim erfindungsgemäßen Verfahren
zu verwendende Prüflinge,
F i g. 4 ein Spannungsdehnungsdiagramm für den Vergleich des erfindungsgemäßen Verfahrens mit dem
bekannten Verfahren,
F i g. 5 ein Goodmansches Diagramm, welches die Beziehung zwischen thermischer Dehnung und mittlerer
Zug-Druck-Beanspruchung zeigt und
F i g. 6 Diagramme zur vergleichenden Veranschaulichung des bekannten Verfahrens und des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
F i g. 2 veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Dauerprüfungsverfahren im Vergleich
zu dem bekannten Verfahren gemäß Fig. 1. Der Unterschied gegenüber dem bekannten Verfahren
besteht dabei lediglich im ersten Prüfzyklus.
F i g. 3 zeigt die Lage eines thermischen Ermüdungsrisses, wie er typischerweise in einem Zylinderkopf
entsteht. Diese Figur zeigt eine Modellansicht eines Zylinderkopfes, von der Brennraum- bzw. Kolbenseite
her gesehen. Die folgende Beschreibung bezieht sich auf die Stelle, an der typischerweise eine thermische
Ermüdung auftriii (Punkt λ' im Uberbrückungsteii
zwischen den Ventilbohrungen gemäß Fig. 3), doch gilt
sie gleichermaßen für andere Positionen, an denen thermische Materialermüdung auftreten kiiin. In F i g. 3
sind mit 1 ein Vorverbrennungsraum, mit 2 eine Ansaugöffnung, mit 3 eine Auslaßöffnung und mit Λ/ein
Prüfling bezeichnet
Fig.4 ist ein Spannungsdehnungsdiagramm eines
Werkstoffs, aus dem ein Zylinderkopf hergestellt ist; für vergleichsweise kleine Brennkraftmaschinen mit Zylinderdurchmessern
von weniger als 200—300 mm werden häufig Werkstoffe der Graugußklasse verwendet
Die Kurve O—B-D zeigt die Beziehung zwischen
Zug bzw. Druck und Dehnung (stress versus strain) bei Druckbeanspruchung an diesem Material.
Anhand von F i g. 4 sind nunmehr die beim bisherigen Verfahren durchgeführten Dauerprüfungszyklen (a)
(100% Belastung — Abstellen oder Leerlauf gemäß Fig. 1) erläutert Der Punkt O stellt den Neuzustand
dar, den der Zylinderkopf nach der Fertigung besitz! und in welchem er keiner Beanspruchung unterworfen
ist Der Zustand, in welchem der Zylinderkopf in einer Brennkraftmaschine montiert und der Montagespannung
unterworfen ist, ist durch den Punkt A angedeutet. Die Dehnung (strain) in diesem Zustand ist mit e^
bezeichnet. Hierbei sei angenommen, daß der Zugbelastungszustand (stress) am Punkt X im Stillstand und im
Leerlauf zustand der Maschine jeweils dieselbe Größe besitzt.
Als nächstes sei angenommen, daß die Maschine angelassen worden ist und auf dem Punkt B
entsprechend einer Last von 100% arbeitet. Es sei angenommen, daß es sich als Ergebnis der Zuganalyse
herausgestellt hat, daß die thermische Dehnung (thermal strain) entsprechend dem thermischen Zug
(thermal stress), die dann auf den Punkt X des Zylinderkopfes einwirkt, gleich ε,\β entspricht. Der dann
durch plastische Verformung tatsächlich im Material erzeugte Zug ist mit o\ bezeichnet.
Nunmehr sei angenommen, daß die Belastung der Maschine auf den Punkt Cgemäß Fig. 1 herabgesetzt
worden ist. Hierbei wird der Zustand gemäß Punkt C
(Fig.4) erreicht, weil eine thermische Dehnungskomponente ε,\Β entsprechend der Änderung zwischen
100% Last und Stillstand oder Leerlauf erreicht ist. Die
in diesem Fall durch plastische Verformung hervorgerufene, tatsächliche Zugbeanspruchung ist mit 02 bezeichnet.
Wenn der Pri'ifling hierauf den Prüfzyklen mit 100% Last und Abstellen bzw. Leerlauf unterworfen wird,
wiederholen sich die Zustandsänderungen von C^B.
Die mittlere Zugbeanspruchung o,„(a) bestimmt sich in
diesem Fall nach der Gleichung gemäß F i g. 4.
Im folgenden ist die erfindungsgemäße Dauerprüfung (b) mit Anfangsüberlastung erläutert. Die Position des
Zustands von F i g. 4 entsprechend dem Punkt A gemäß F i g. 2 ist dabei dieselbe wie beim bisherigen Verfahren.
Wenn, wie durch A ->■ D in F i g. 2 angedeutet, ein
Überlastungszustand erreicht ist, gelangt der Zustand (state) gemäß F i g. 4 über die Strecke A-+B-* D zum
Punkt D. Die in diesem Augenblick herrschende Dehnung bzw. Spannung Eao läßt sich durch eine
Zugspannungsanalyse auf der Grundlage der Temperaturverteilung im Zylinderkopf ermitteln, wenn die
Maschine auf dem Punkt D gemäß Fig. 2 arbeitet.
Wenn sodann die an die Maschine angelegte Last auf den Stillstand- oder Leerlaufzustand verringert worden
ist und den Punkt E in Fig.2 erreicht hat, geht der
(Relastungs-)Zustand gemäß Fig.4 auf den Punkt E
über. Wenn hierauf die Prüfzykien 100% Last—Abstellen oder Leerlauf ähnlich wie beim bisherigen Verfahren
gemäß F i g. 1 wiederholt durchgeführt werden, führt die Zustandsänderung E-F zur gleichen thermischen
Dehnungsänderung bab wie beim bisherigen Verfahren,
so daß sich die Zustandsänderungen bzw. Lastwechsel Ef^Fgemäß Fig.4 wiederholen, in diesem Fall ist die
tatsächlich durch plastische Verformung erzeugte Zugbeanspruchung am Punkt E gleich 04 und am Punkt
F gleich 03. Der durchschnittliche Zug am (b) bestimmt
sich sodann durch die Gleichung gemäß F i g. 4.
Es ist darauf hinzuweisen, daß sich der Verlauf der Kurven OABD, B*^C, D-»Eund E^Fim Spannungsdehnungsdiagramm
gemäß F i g. 4 durch Materialprüfung der Zylinderkopfmaterialien messen und bestimmen
läßt. Außerdem können die Dehnungsbeanspruchungen Ba. ε ab und ε ad durch eine Zugbeanspruchungsanalyse
auf der Grundlage der Temperaturverteilung im Zylinderkopf im Betrieb der Maschine unter den
jeweiligen Lastverhältnissen ermittelt werden. Die Zugbeanspruchungen 01. 02, 03, 04, On, (a) und om(b)
gemäß F i g. 4 lassen sich daher eindeutig bestimmen.
Wie eingangs erwähnt, besteht der Unterschied zwischen dem bisherigen Verfahren (a) und dem
erfindungsgemäßen Verfahren (b) mit Anfangsüberlastung darin, daß die durchschnittlichen bzw. mittleren
Zugbeanspruchungen o,„ (a) und o,„ (b), die während der
Dauerprüfung am Punkt X im Zylinderkopf auftreten, voneinander verschieden sind.
Es ist bekannt, daß im allgemeinen die Wirkung der
μ durchschnittlichen bzw. mittleren Zug- bzw. Druckbeanspruchung
auf die thermische Ermüdungsfestigkeit mit Hilfe des Goodmanschen Diagramms gemäß Fig. 5
ermittelt werden kann.
Wenn nunmehr angenommen wird, daß die Zuganaly-
j] se am Punkt ΛΊγπ Maschinenzyklus gezeigt hai, daß der
Bereich der wiederholten Durchgänge der thermischen Dehnungsbeanspruchung ε und die mittlere Zugbeanspruchung
am entsprechen, so wird der Koordinatenpunkt
(o„, ε) in Fig. 5 als Punkt C aufgetragen.
Als nächstes wird die Zugfestigkeit o« des Materials
auf der Abszisse aufgetragen, und dieser Punkt wird mit H markiert. Bei Verbindung der Punkte G und H durch
eine Gerade kann der Wert bzw. die Größe von ε am Punkt /, wo dieselbe Gerade oder ihre Verlängerung die
■π Ordinate schneidet, als Äquivalent-Dehnungs-Bereich
ει?bezeichnet werden.
Dieser Bereich ε«,besitzt die folgende Bedeutung:
Die Zahl der Zyklen, bei denen eine Materialzerstörung durch thermische Ermüdung auftritt, wenn der
Die Zahl der Zyklen, bei denen eine Materialzerstörung durch thermische Ermüdung auftritt, wenn der
M Bereich der wiederholten Durchgänge der thermischen
Dehnungsbeanspruchung ε und die mittlere Zugbeanspruchung o,„ entsprechen, sowie die zu >;iner Zerstörung
führende Zahl von Zyklen bei einem wiederholten Durchgangsbereich der thermischen Dehnungsbean-
V) spruchung ecq und einer mittleren Zugbeanspruchung
von 0 sind nämlich jeweils gleich. Bekanntlich gilt diese Beziehung auch für eine negative mittlere Zugbeanspruchung
σ,,,. Während eine thermische Ermüdungsprüfung bei einer mittleren Zugbeanspruchung gleich 0 bei
bO Werkstoffprüfungen allgemein als Standardprüfung
vorgenommen wird, kann die Betriebslebensdauer verschiedener praktisch angewandter Maschinen und
Konstruktionen unter den verschiedenen Bedingungen, denen sie unterworfen sind, aus der obigen Beziehung
b5 abgeleitet werden.
Fig.6 veranschaulicht Vergleichsdarstellungen der jeweiligen Kennlinien der Dauerprüfung gemäß dem
Stand der Technik und der DauerDrüfii.12 mit
Anfangsüberlastung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren.
Wie aus den vorstehenden Ausführungen hervorgeht, sind die Wirkungsweisen (modes) der sich wiederholenden
Zyklen der thermischen Dehnungsbeanspruchungen, die während der Dauerprüfung auftreten, in F i g. 6
am Punkt / als durchschnittliche bzw. mittlere Dehnungs-Zug-Beanspruchung o,„(a) für das bisherige
Verfahren und am Punkt K als mittlere Beanspruchung On, (b) für das erfindungsgemäße Verfahren aufgetragen.
Die betreffenden Durchgangsbereiche der Dehnungsbeanspruchung sind dabei an den Punkten M bzw. L
abgeleitet.
Wenn andererseits, wie an der rechten Seite von F i g. 6 dargestellt, die Beziehung zwischen dem
Durchgangsbereich der thermischen Dehnungsbeanspruchung und der Zahl von Zyklen vor Entstehung
eines Risses vorläufig oder provisorisch durch Wärmeermüdungsprüfung (unter mittlerer Zugbeanspruchung
von 0) der Werkstoffe ermittelt wird, lassen sich die zur Rißbildung führenden Zahlen der Wiederholungszyklen
N(a) (nach dem Stand der Technik) unc N[b) (erfindungsgemäß) an den Punkten L' und M'inselben
Diagramm erhalten. Genauer gesagt, wird dei Bedingung A^b) N(a) entsprochen, was bedeutet, daO
erfindungsgemäß die Dauer der Dauerprüfung (d. h Zahl der Wiederholungszyklen N) verkürzt werder
kann. Außerdem kann die Durchführungsdauer dei Dauerprüfung (d. h. die Zahl der Wiederholungszykler
N) quantitativ und eindeutig in Abhängigkeit von dei Größe der bei der Dauerprüfung mit Anfangsüberlastung
auszuübenden Belastungen abgeleitet werden.
Im folgenden ist die Erfindung in praktischer Anwendungsbeispielen beschrieben. Als Prüfling diente
eine Brennkraftmaschine einer Leistung von 60 PS bei 3300 U/min und mit einem Zylinder- bzw. Bohrungsdurchmesser von 90 mm, deren Zylinderkopf aus
Grauguß bestand. Als Anfangsüberlastung wurde eine Last von 120% angewandt. Die folgende Tabelle gibt
die Ergebnisse dieser Prüfungen wieder:
| Dauerp rüfungsverfahren | Temperaturunterschied : | Leerlauf | Thermische | Zahl der Zyklen |
| Flammenfrontfläche unc | 33 C | Dehnungs | bis zur Rißbildung | |
| zwischen einer | 33 C | beanspruchung | ||
| 1 einer Kühlfläche | (wie links) | (%) | ||
| Bisheriges Verfahren (a) | am Punkt X eines Zylinderkopfes | 33 C | f.μ = 0,400 | 4600 |
| Mit Anfangsüberlastung | Maximale Last | (wie links) | εΛΒ = 0,570 | 1500 |
| nach dem erfindungs | 254 C | (wie links) | ||
| gemäßen Verfahren (b) | 334 C | cAB = 0,400 | ||
| (Anfangsüberlastung) | (wie links) | |||
| 254 C | ||||
| (2. und folgende | ||||
| Zyklen) |
Im Vergleich zum bisherigen Verfahren zeig'.; sich
also, daß eine Rißbildung bei einer um etwa ein Drittel kleineren Zahl von Wiederholungszyklen erreicht
werden kann. Das erfindungsgemäße Dauerprüfungsverfahren mit Anfangsüberlastung kann daher innerhalb
einer Prüfungszeilspanne abgeschlossen werden, die um etwa ein Drittel kürzer ist als beim bisherigen
Verfahren, d. h. in einer Zeitspanne von drei Wochen bis zu einem Monat.
Da es sich beim erfindungsgemäßen Verfahren zudem, wie erwähnt, um ein quantitativ bestimmtes
Verfahren handelt, kann mit seiner Hilfe die Betriebslebensdauer (endurance) einer im praktischen Gebrauch
befindlichen Brennkraftmaschine einwandfrei abgeschätzt werden.
Bezüglich der möglicherweise mit einer Dauerprüfung verbundenen Gefahren ergibt sich darüber hinaus
der zusätzliche Vorteil, daß der Gefahrengrad im Vergleich zu dem Fall verringert werden kann, in
welchem die Überlastanlegungen nach dem bisherigen Verfahren wiederholt erfolgen. Dies ist darauf zurückzuführen,
daß beim erfindungsgemäßen Verfahren die Überlastung des Prüflings nur während einer sehr
kurzen Zeitspanne erfolgt
Mit dem erfindungsgemäßen Dauerprüfungsverfahren können somit der Prüfzeitraum wesentlich verkürzt
und die für die Entwicklung einer neuen Brennkraftmaschine erforderlichen oder mit einer Konstruktionsänderung
verbundenen Kosten beträchtlich gesenkt werden.
Obgleich das Grundprinzip der Erfindung vorstehend in Verbindung mit einem speziellen Prüfling erläutert ist.
ist darauf hinzuweisen, daß diese Erläuterung lediglich beispielhaft zu verstehen ist und keinesfalls als
Einschränkung des Schutzbereichs der Erfindung angesehen werden soll.
Erfindungsgemäß wird also das bisherige Dauerprüfverfahren, bei dem eine Prüflast wiederholt an einen
Prüfling angelegt wird, dahingehend verbessert, daß der Prüfling beim ersten Prüflastzyklus gewollt einer
Überlastung ausgesetzt wird, während im zweiten Prüfzyklus und in den folgenden Zyklen eine kleinere
Last als die beim ersten Prüfzyklus angelegte Belastung am Prüfling angewandt wird. Aufgrund dieser Verbesserung
kann die Dauerprüfung innerhalb kürzerer Zeit abgeschlossen werden, ohne mit Gefahren verbunden
zu sein.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Dauerprüfung einer Brennkraftmaschine, bei dem wiederholt eine Belastung auf einen Prüfling in Form eines Maschinenteils der Brennkraftmaschine ausgeübt wird, dadurch gekenn ζ e i c h η e t, daß der Prüfling beim ersten der wiederholten Belastungsvorgänge einer Überlastung unterworfen wird, während beim zweiten Belastungsvorgang und bei den folgenden Belastungsvorgängen eine Vollbelastung an den Prüfling angelegt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP51057146A JPS5816463B2 (ja) | 1976-05-18 | 1976-05-18 | 初期過負荷耐久試験方法 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2722115A1 DE2722115A1 (de) | 1977-11-24 |
| DE2722115B2 true DE2722115B2 (de) | 1980-02-28 |
| DE2722115C3 DE2722115C3 (de) | 1980-10-16 |
Family
ID=13047419
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2722115A Expired DE2722115C3 (de) | 1976-05-18 | 1977-05-16 | Verfahren zur Dauerprüfung einer Brennkraftmaschine |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4090401A (de) |
| JP (1) | JPS5816463B2 (de) |
| DE (1) | DE2722115C3 (de) |
| GB (1) | GB1582166A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2651319A1 (fr) * | 1989-08-29 | 1991-03-01 | Montupet | Banc d'essai de fatigue mecanique des culasses de moteurs. |
Families Citing this family (10)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5375453A (en) * | 1993-08-31 | 1994-12-27 | Westinghouse Electric Corporation | Assembly for evaluating gasket service life and method for performing the same |
| US5594178A (en) * | 1994-11-08 | 1997-01-14 | Asahi Glass Company Ltd. | Strength evaluation method for brittle material pieces |
| US5967660A (en) * | 1997-06-06 | 1999-10-19 | Ford Global Technologies, Inc. | Accelerated thermal fatigue testing of engine combustion chambers |
| WO2000046587A1 (de) * | 1999-02-03 | 2000-08-10 | Daimlerchrysler Rail Systems Gmbh | Verfahren zur ermittlung der dauerfestigkeit einer korrosionsanfälligen verbindung |
| AT6235U3 (de) * | 2003-02-28 | 2004-01-26 | Avl List Gmbh | Verfahren zur steuerung eines prüfstandes |
| SE529313C2 (sv) * | 2004-11-04 | 2007-07-03 | Scania Cv Abp | Förfarande för mätning av E-modul |
| SE535595C2 (sv) * | 2011-02-04 | 2012-10-09 | Scania Cv Ab | Metod för att bestämma utmattningshållfasthet hos motorkomponenter |
| US10732085B2 (en) | 2015-03-24 | 2020-08-04 | Bell Helicopter Textron Inc. | Notch treatment methods for flaw simulation |
| US10989640B2 (en) | 2015-03-24 | 2021-04-27 | Bell Helicopter Textron Inc. | Method for defining threshold stress curves utilized in fatigue and damage tolerance analysis |
| US10094751B2 (en) | 2015-03-24 | 2018-10-09 | Bell Helicopter Textron Inc. | System and method for determining direct damage tolerance allowables |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3214969A (en) * | 1963-06-24 | 1965-11-02 | Dehavilland Aircraft Canada | Apparatus for fatigue testing under random loads |
| CA942526A (en) * | 1970-12-31 | 1974-02-26 | Michinosuke Higuchi | Method of testing fatigue rate of structures |
-
1976
- 1976-05-18 JP JP51057146A patent/JPS5816463B2/ja not_active Expired
-
1977
- 1977-05-16 DE DE2722115A patent/DE2722115C3/de not_active Expired
- 1977-05-16 GB GB20439/77A patent/GB1582166A/en not_active Expired
- 1977-05-18 US US05/798,032 patent/US4090401A/en not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2651319A1 (fr) * | 1989-08-29 | 1991-03-01 | Montupet | Banc d'essai de fatigue mecanique des culasses de moteurs. |
| EP0415857A1 (de) * | 1989-08-29 | 1991-03-06 | Montupet S.A. | Mechanischer Ermüdungsprüfstand für Zylinderköpfe von Motoren |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2722115C3 (de) | 1980-10-16 |
| JPS52140380A (en) | 1977-11-22 |
| DE2722115A1 (de) | 1977-11-24 |
| GB1582166A (en) | 1980-12-31 |
| US4090401A (en) | 1978-05-23 |
| JPS5816463B2 (ja) | 1983-03-31 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2722115B2 (de) | Verfahren zur Dauerprüfung einer Brennkraftmaschine | |
| EP1242738A1 (de) | Rundlaufregelung für dieselmotoren | |
| DE102007004265B4 (de) | Verfahren zur Regelung eines Verbrennungsmotors | |
| EP0880732B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur prüfung und/oder einstellung von ventilen | |
| EP0456244B1 (de) | Verfahren zum Prüfen von Verbrennungsmotoren bei der Montage | |
| DE2401420A1 (de) | Gegenstand, herstellungsverfahren und verfahren zum messen der ermuedungslebensdauer des gegenstandes | |
| DE2921464A1 (de) | Steuersysteme | |
| DE3223346A1 (de) | Verfahren zum richten von eisenbahnschienen und durch das verfahren hergestellte eisenbahnschienen | |
| DE102015006419A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Überwachen eines Fügevorgangs | |
| DE19959521A1 (de) | Dynamisch ansteuerbare Spannvorrichtung für Endlostriebe und Ansteuerverfahren zu deren Betreiben | |
| EP0153473B1 (de) | Gegossener Aluminiumkolben für Verbrennungsmotoren mit oberflächlich mechanisch verdichteten Nabenbohrungen | |
| DE19725726C2 (de) | Verfahren zur Planheitsmessung von Bändern, insbesondere Metallbändern | |
| DE102020200222B4 (de) | Verfahren zur Regelung einer Brennkraftmaschine und Brennkraftmaschine | |
| DE19500078A1 (de) | Verfahren zur Verringerung des relativen Bruchmomentes im Bereich von Sollbruchstellen von Bauteilen | |
| EP0943079B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur prüfung der standfestigkeit von stehend verankerten masten | |
| DE2855812C2 (de) | ||
| DE19939860A1 (de) | Verfahren zur Verbesserung der Planheit von Blechen | |
| WO2013037999A1 (de) | Verdichterschaufel und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE102019201149A1 (de) | Verfahren zum Diagnostizieren einer Leckage eines Zylinders einer Brennkraftmaschine | |
| AT16649U1 (de) | Steuervorrichtung für ein VCR-Pleuel zum Ermitteln eines Defekts | |
| DE2055903C3 (de) | Vorrichtung zur Erzielung einer gleichmäßigen Belastung mehrerer parallel arbeitender Brennkraftmaschinen | |
| DE517867C (de) | Einspritzbrennkraftmaschine | |
| DE102017217080B4 (de) | Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine sowie entsprechende Brennkraftmaschine | |
| AT520290B1 (de) | Brennkraftmaschine | |
| EP1771655A1 (de) | Spannmutter |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OD | Request for examination | ||
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) | ||
| 8328 | Change in the person/name/address of the agent |
Free format text: HENKEL, G., DR.PHIL. FEILER, L., DR.RER.NAT. HAENZEL, W., DIPL.-ING., PAT.-ANW., 8000 MUENCHEN |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |