DE272178C - - Google Patents
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- DE272178C DE272178C DENDAT272178D DE272178DA DE272178C DE 272178 C DE272178 C DE 272178C DE NDAT272178 D DENDAT272178 D DE NDAT272178D DE 272178D A DE272178D A DE 272178DA DE 272178 C DE272178 C DE 272178C
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21F—SAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
- E21F7/00—Methods or devices for drawing- off gases with or without subsequent use of the gas for any purpose
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- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVe 272178-KLASSE 5d. GRUPPE
JOSEF KEMPERMANN in DORTMUND.
Verfahren zur Verhütung von Schlagwetteransammlungen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. November 1912 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verhütung von Schlagwetteransammlungen
in Zechen, in welchen von den Kohlenflözen oder dem Nebengestein Gase ausgeschieden
werden, welche bei entsprechender Mischung mit den zugeführten Wettern schlagende,
d. h. explosive Wetter bilden. Bei der Explosion der Schlagwetter finden die Zeugen
fast immer ihren Tod, so daß die wirkliche
ίο Ursache der Explosion nicht mehr festgestellt
werden kann. Fast immer gibt die beim Schießen vor Ort entstehende Flamme den äußeren Anlaß der Explosion. Trotzdem aber
vorher der Ortsstoß und die vorliegende Strecke genau auf Wetter abgesucht ist, so
entsteht dennoch manches Mal eine weithinreichende Schlagwetterexplosion, die man alsdann
einem plötzlichen Gasausbruch oder einer Kohlenstaubansammlung zuschiebt. Der Ausgang
einer Schlagwetterexplosion liegt meistens in den geschlossenen Strecken, in welchen der
Wetterwechsel nur durch künstliche Bewetterung erreicht werden kann. Diese Strecken,
bei denen also ein Durchbruch noch nicht erfolgt ist, neigen schon an sich mehr zu
Schlagwetteransammlungen als offene, im Wetterstrom stehende Strecken, so daß vor
dem Schießen durch eine besonders scharfe Bewetterung die vollständige Entfernung oder
eine möglichst große Verdünnung der schlechten Wetter bewirkt werden muß. Es ist bekannt,
den Ortsstoß und einzelne Stellen der Grubenbaue mit Druckluft besonders zu bewettern.
Die künstliche Bewetterung kann aber nicht überall dorthin geführt werden, wo sie nötig wäre. Dies trifft besonders bei
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solchen Strecken zu, bei welchen infolge der schwachen oder bröckligen Beschaffenheit des
Hangenden die Firste verzogen werden muß. Hierbei bleiben über dem Verzug mehr oder
weniger große Hohlräume offen, auch wenn der Zwischenraum mit Faschinen ausgefüllt
ist. Die Hohlräume über dem Verzüge füllen sich allmählich mit Schlagwettern, die aber
von der Strecke aus nicht beobachtet werden können, weil der Verzug die Beobachtung hindert.
Aus demselben Grunde kann auch der Wetterstrom die angesammelten Schlagwetter nicht abspülen. Tritt nun beim Schießen eine
an sich unbedeutende Stichflamme auf, welche die schlagenden Wetter über dem Verzüge am
Ortsstoß erreicht, so entzünden sich diese und es pflanzt sich die Explosion über dem Verzüge
mit großer Schnelligkeit fort und bringt die ganze Strecke zum Einstürzen.
Gegenstand der Erfindung ist die besondere Bewetterung der Hohlräume über dem Firstenverzuge.
Diese geschieht dadurch, daß eine Preßluftleitung unterhalb der Kappen durch die Strecke geführt wird, von welcher
Leitung aus je nach der Größe und Beschaffenheit der Hohlräume oder je nach dem Gasreichtum
des Hangenden alle 5 bis 25 m Düsen nach oben führen. Die aus diesen Düsen unter starkem Druck austretende Preßluft entfernt
die Schlagwetter aus den Hohlräumen oder verdünnt sie so weit, daß eine Entzündung
ausgeschlossen erscheint. Diese Vorrichtung kann dauernd in Betrieb gehalten werden oder-es können auch jedesmal vor dem
Schießen eine Zeitlang die Firstenhohlräume durchgeblasen werden.
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In der beiliegenden Zeichnung ist eine schematische Darstellung der Einrichtung nach der
Erfindung wiedergegeben.
Die Strecke ist zur Stützung des Hangenden mit Stempeln s und darüber lagernden
Verzughölzern ν ausgerüstet. Es bleiben zwischen Verzug und Hangendem h Hohlräume y
bestehen, die nach Vorschrift mit Faschinen oder Steinen χ ausgefüllt sein sollen. Dieses
ίο Ausfüllen geschieht aber nur selten, und es bricht auch das Hangende häufig nach, so
daß neue Hohlräume entstehen. Außerdem läßt sich der Versatz nie so dicht einbringen,
daß nicht noch zusammenhängende Hohlräume verbleiben. Nach der Erfindung werden
unter dem Verzüge Leitungen / angeordnet, von welchen Düsen d in die Hohlräume
hineinragen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Verhütung von Schlagwetteransammlungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Firste der Querschläge und Strecken usw. zwischen Firstenverzug und Hangendem mit unter Druck aus Düsen austretender Luft besonders bewettert werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE272178C true DE272178C (de) |
Family
ID=528768
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT272178D Active DE272178C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE272178C (de) |
-
0
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