DE2704688C2 - - Google Patents
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- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kraftstoffein
spritzeinrichtung für eine Brennkraftmaschine gemäß
dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
Eine solche Kraftstoffeinspritzeinrichtung ist bekannt
(DE-OS 23 01 419). Die Überströmöffnung der Einspritz
pumpe der bekannten Kraftstoffeinspritzeinrichtung
wird vom Pumpenkolben zu dem Zeitpunkt aufgesteuert,
zu dem die Förderung mittels der Einspritzpumpe been
det werden soll. Durch die geöffnete Überströmöffnung
wird der Druck in der Druckleitung zwischen der Ein
spritzpumpe und der Einspritzdüse abgebaut und über
schüssiger Kraftstoff aus der Kolbenkammer der Ein
spritzpumpe abgelassen. Bei der bekannten Kraftstoff
einspritzeinrichtung ist der Druckraum über eine zu
sätzliche Leitung mit der Überströmöffnung der Ein
spritzpumpe verbunden, so daß zu dem Zeitpunkt, zu
dem der Druck in der Druckleitung sinkt, weil die Über
strömöffnung geöffnet worden ist, gleichzeitig ein
gewisser Druck im Druckraum aufgebaut wird, der auf
den Kolben wirkt und zu einer die Kraft der Düsennadel
feder ergänzenden hydraulischen Schließkraft führt.
Dadurch wird erreicht, daß die Einspritzdüse schneller
schließt, als wenn nur die Düsennadelfeder wirken wür
de, so daß die Kraftstoffeinspritzung schnell beendet
wird, was insbesondere im Hinblick auf die Reinhal
tung der Abgase zweckmäßig ist.
Nachteilig bei dieser bekannten Kraftstoffeinspritz
einrichtung ist, daß sie außer der Druckleitung die
zusätzliche Leitung zwischen der Einspritzpumpe und
der Einspritzdüse erfordert und daß der im Druckraum
auf den Kolben wirkende hydraulische Überdruck wesent
lich geringer ist als der verfügbare maximale, in der
Druckleitung erzeugte Druck.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungs
gemäße Kraftstoffeinspritzeinrichtung derart auszubil
den, daß der hydraulische Überdruck im Druckraum mög
lichst hoch ist, damit die durch diesen erzeugte
Schließkraft möglichst groß ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale
im kennzeichnenden Teil von Patentanspruch 1 gelöst,
d. h. im wesentlichen durch die Druckspeichereinrich
tung, die an die Druckleitung angeschlossen ist und
während der Einspritzung mit unter dem von der Ein
spritzpumpe gelieferten Druck stehenden Kraftstoff
gefüllt wird, der am Ende der Einspritzung an den
Druckraum abgegeben wird, so daß dort zu Beginn der
Kraftstoffabgabe aus der Druckspeichereinrichtung der
hohe Arbeitsdruck der Einspritzpumpe herrscht.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung ist erreicht,
daß die Druckbeaufschlagung des Kolbens im Druckraum
mit einem Druck erfolgt, der nur etwas geringer als
der Druck in der Druckleitung ist, so daß die vom Über
druck erzeugte zusätzliche Schließkraft verhältnis
mäßig groß ist. Da die erfindungsgemäß vorgesehene
Druckspeichereinrichtung an die Druckleitung ange
schlossen ist, reicht eine Leitung zwischen der Ein
spritzpumpe und der Einspritzdüse aus. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprü
chen gekennzeichnet.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeich
nungen dargestellt und werden im folgenden näher er
läutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Schnittdarstellung einer
ersten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Einspritz
einrichtung und einer ersten Form
einer Druckspeichereinrichtung,
Fig. 2 ein Diagramm, das den Verlauf
des Kraftstoffdrucks in einer
Druckkammer der Einspritzdüse
während des Schließens der
Spritzöffnungen durch eine
Ventilnadel wiedergibt;
Fig. 3 ein Diagramm, das experimentell
ermittelte Werte des Verlaufs
des Kraftstoffdrucks in der
erfindungsgemäßen Einspritz
düse im Vergleich zu herkömm
lichen Einspritzdüsen zeigt;
Fig. 4 eine teilweise Schnittdarstel
lung einer weiteren Ausfüh
rungsform einer Einspritzdüse
und
Fig. 5 eine teilweise Schnittdarstel
lung einer dritten Ausführungs
form einer Einspritzdüse mit einer
weiteren Form einer Druckspeichereinrichtung.
Zunächst wird das in Fig. 1 dargestellte erste Ausfüh
rungsbeispiel erläutert. Mit dem Bezugszeichen 100
ist insgesamt eine Einspritzpumpe bezeichnet. Diese
Einspritzpumpe umfaßt einen Zylinder 1, einen Pumpen
kolben 5 und ein Ventil 3 mit einem Ventilgehäuse 3 a,
einem Ventilelement 9 sowie einem Ventilsitz 2. Der
Zylinder 1, der fest am oberen Ende des Zylinders 1
angeordnete Ventilsitz 2 und das Ventilgehäuse 3 a
werden von einem stationären Gehäuse 4 fest zusammen
gehalten und getragen. Der Pumpenkolben 5 sitzt dich
tend und verschiebbar im Zylinder 1 und weist eine
Ausnehmung 6 auf, die im oberen Bereich seines Mantels
ausgebildet ist und bis zur Stirnseite des Kolbens
verläuft. Diese Ausnehmung 6 ist in Fig. 1 gestrichelt
dargestellt. Die Ausnehmung 6 weist eine gerade vor
dere Steuerkante 6 a auf, die unter bestimmten Winkel
zur Achse des Pumpenkolbens 5 geneigt verläuft. Zur
Kolbenkammer 8 zwischen der oberen Stirnfläche des
Pumpenkolbens 5 und der Unterseite des Ventilsitzes
2 führt durch den Zylinder 1 eine Überströmöffnung
7, die die Form eines geneigten Parallelogramms hat.
Die Überströmöffnung 7 weist eine gerade untere Steuer
kante 7 a auf, die unter gleichem Winkel zur Längsachse
des Pumpenkolbens 5 verläuft wie die vordere Steuer
kante 6 a. Die räumliche Zuordnung zwischen der Über
strömöffnung 7 und der Ausnehmung 6 mit der geneigten
vorderen Steuerkante 6 a ist so gewählt, daß die Über
strömöffnung 7 und die Ausnehmung 6 am Ende des wirk
samen Aufwärtshubes des Pumpenkolbens 5 miteinander
ausgerichtet sind, d. h. miteinander in Verbindung
stehen. Wenn während des Betriebes der Pumpenkolben
5 im Zylinder 1 nach unten bewegt wird, tritt aus einer
nicht dargestellten Kraftstoffquelle durch die Über
strömöffnung 7 Kraftstoff in die Kolbenkammer 8 ein.
Bei der Aufwärtsbewegung des Pumpenkolbens 5 wird der
Kraftstoff unter Druck gesetzt und durch das Ventil
3 aus der Kolbenkammer 8 abgeführt. Wenn am Ende des
Aufwärtshubes des Pumpenkolbens 5 die vordere Steuer
kante 6 a des Pumpenkolbens 5 die untere Steuerkante
7 a der Überströmöffnung 7 erreicht, tritt dadurch die
Kolbenkammer 8 wiederum im Verbindung mit der nicht
dargestellten Kraftstoffquelle durch die Überströmöff
nung 7 und die Ausnehmung 6, die dann in Verbindung
miteinander stehen, so daß der Kraftstoff aus der Kam
mer 8 zur Kraftstoffquelle zurückfließen kann. Dies
wird als Überströmen bezeichnet. Dadurch sinkt der
in der Kolbenkammer 8 herrschende Druck.
Das Ventilelement 9 des Ventils 3 wird von einer Druck
feder 10 gegen den Ventilsitz 2 gedrückt, so daß das
Ventilelement 9 normalerweise in Schließstellung ist.
Wenn der Pumpenkolben 5 zum Einspritzen nach oben be
weg wird, wird jedoch das Ventilelement 9 vom Kraft
stoffdruck in der Kolbenkammer 8 vom Ventilsitz 2 ent
gegen der Kraft der Druckfeder 10 abgehoben, so daß
der Kraftstoff durch das dann offene Ventil 3 und über
eine Druckleitung 11 zu einer Einspritzdüse 20 gelangt.
Am Ende des wirksamen Aufwärtshubes des Kolbens 5 wird
das Ventilelement 9 von der Feder 10 wieder in seine
Schließstellung gebracht, da aufgrund der Verbindung
zwischen der Kolbenkammer 8 und der nicht dargestell
ten Kraftstoffquelle durch die miteinander ausgerich
tete Überströmöffnung 7 und die Ausnehmung 6 der Kraft
stoffdruck in der Kolbenkammer sinkt, wie dies vor
stehend erläutert wurde.
Die Einspritzdüse 20 umfaßt ein Ventilelement in Form
einer Düsennadel 21, die verschiebbar in ein Ventil
gehäuse 22 eingepaßt ist und am unteren Ende eine Spitze
aufweist, die Spritzöffnungen 23 öffnen und schließen
kann, die im nach unten (in Fig. 1) vorstehenden Ende
des Ventilgehäuses 22 ausgebildet sind. Ungefähr die
untere Hälfte der Düsennadel 21 hat einen geringeren
Durchmesser, so daß die Düsennadel eine Druckschulter
26 aufweist, die sich in einer Druckkammer 27 im Ven
tilgehäuse 22 befindet. Die Druckkammer 27 ist mit
der Druckleitung 11 über einen Kraftstoffkanal 28 ver
bunden, der im Ventilgehäuse 22 und einem Zylinder
block 31 ausgebildet ist, der fest mit dem Ventilge
häuse 22 verbunden ist.
Im Zylinderblock 31 ist eine Bohrung 32 ausgebildet,
in der abgedichtet verschiebbar ein erster Kolben 30 sitzt.
Der Kolben 30 ist fest mit dem oberen Ende der Düsen
nadel 21 verbunden und begrenzt in der Bohrung 32
einen Druckraum 33 oberhalb der Stirnfläche des ersten Kol
bens 30. Ferner begrenzt die Unterseite des Kolbens
30 in der zylindrischen Bohrung 32 eine Kraftstoffab
laßkammer 34, die den Kraftstoff aufnehmen kann, der
während der Hin- und Herbewegung der Düsennadel 21,
die verschiebbar im Ventilgehäuse 22 sitzt, durchsic
kert. Aus der Kraftstoffablaßkammer 34 führt ein Ablaß
kanal 35 heraus.
Auf dem Zylinderblock 31 ist ein Federgehäuse 25 a befe
stigt, in dem eine Federkammer 25 b ausgebildet ist,
die axial mit der Düsennadel 21 ausgerichtet ist. In
der Federkammer 25 b sitzt eine Düsennadelfeder 25,
die über einen Federsitz 24 auf die Düsennadel 21 eine
nach unten, d. h. in Schließrichtung der Spritzöffnungen
gerichtete Federkraft ausübt. An der in der Druckkammer
27 angeordneten Druckschulter 26 der Düsennadel 21
wirkt der Kraftstoffdruck, der eine Kraft in entgegen
gesetzer Richtung erzeugt und versucht, die Düsen
nadel nach oben, d. h. in Öffnungsrichtung der Spritz
öffnungen zu verschieben, sofern der Kraftstoff in
der Druckleitung 11 mit Einspritzdruck geliefert wird.
Der Druckraum 33 steht in Verbindung mit einer Druck
speichereinrichtung 40, die weiter unten erläutert
wird. Während die Druckspeichereinrichtung 40 den
Druckraum 33 unter Druck hält, werden erste Kolben 30
und somit die Düsennadel 21 unter Mitwirkung der Düsen
nadelfeder 25 entgegen der vom an der Druckschulter
26 in der Druckkammer 27 wirkenden Kraftstoffdruck
erzeugten Kraft nach unten in Schließrichtung der
Spritzöffnungen gedrückt. Die Aufwärtsbewegung des ersten
Kolbens 30 in Öffnungsrichtung der Spritzöffnungen
wird von einem Anschlag 36 begrenzt.
Die Druckspeichereinrichtung 40 speist den Druckraum
33 oberhalb des Kolbens 30 gesteuert mit hohem Kraftstoff
druck und sorgt dadurch für schnelle bzw. abrupte Beendi
gung der Kraftstoffeinspritzung. Die Druckspeicherein
richtung 40 umfaßt ein Gehäuse 41, in dem eine erste
Kammer 42 und eine zweite Kammer 43 ausgebildet sind,
zwischen denen sich eine Zwischenwand 44 befindet.
In der Zwischenwand 44 ist ein verengter Durchlaß 45
ausgebildet, so daß die erste Kammer 42 und die zweite
Kammer 43 in Verbindung miteinander stehen können.
Die erste Kammer 42 steht über eine erste Anschluß
leitung 46 in Verbindung mit der Druckleitung 11. In
der ersten Kammer 42 befindet sich ein als Einlaßven
til dienendes Rückschlagventil 48, das von einer Feder
47 so beaufschlagt wird, daß der Anschluß, an dem die
erste Anschlußleitung 46 in die erste Kammer 42 mün
det, normalerweise geschlossen ist. Dagegen steht die
zweite Kammer 43 über eine zweite Anschlußleitung 49
ständig in Verbindung mit der Druckleitung 11. In der
zweiten Kammer 43 sitzt dichtend verschiebbar ein
zweiter Kolben 51, der dazu dient, normalerweise den
verengten Durchlaß 45 geschlossen zu halten, und zu
diesem Zweck von einer Feder 50 beaufschlagt wird,
die sich ebenfalls in der zweiten Kammer 43 befindet.
Der zweite Kolben 51 bildet somit ein Auslaßventil.
Die zweite Kammer 43 weist ferner einen Anschluß 52
auf, der über eine Abströmleitung 53 mit dem Druckraum
33 der Einspritzdüse 20 in Verbindung steht. Dieser
Anschluß 52 ist so angeordnet, daß er mit der zweiten
Kammer 43 und durch den Durchlaß 45 auch mit der ersten
Kammer 42 in Verbindung steht, wenn der Kolben 51,
der normalerweise sowohl den Anschluß 52 als auch den
Durchlaß 45 schließt, entgegen der Kraft der Feder
50 nach unten verschoben ist.
Der vom Kolben 30 der Einspritzdüse 20 begrenzte Druck
raum 33 weist einen Kraftstoffauslaß 55 auf, an dem
ein im Zylinderblock 31 ausgebildeter Kanal 56 ange
schlossen ist. Der Kanal 56 führt seinerseits zu einer
Ablaßleitung 58 mit einer Drosselstelle 57. Sowohl
ein Einlaß 54 als auch der Kraftstoffauslaß 55 sind
neben dem vorstehenden Anschlag 36 ausgebildet, so
daß sie mit dem Druckraum 33 auch dann in Verbindung
stehen, wenn der Kolben 30 direkt am Anschlag 36 an
liegt.
Im folgenden wird die Funktionsweise der vorstehend
beschriebenen Kraftstoffeinspritzeinrichtung erläu
tert. Der während des Aufwärtshubes des Pumpenkolbens
5 unter hohem Druck von der Einspritzpumpe 100 gelie
ferte Kraftstoff strömt über die Druckleitung 11 und
den Kraftstoffkanal 28 in die Druckkammer 27 der Ein
spritzdüse 20. Gleichzeitig gelangt der Kraftstoff
auch zur ersten Kammer 42 und zur zweiten Kammer 43
der Druckspeichereinrichtung 40 über die Anschlußlei
tungen 46 und 49. Dabei wird das Rückschlagventil 48
in der ersten Kammer 42 der Druckspeichereinrichtung
40 vom Druck des Kraftstoffs entgegen der Kraft der
Feder 47 geöffnet und dann geöffnet gehalten. Die
Düsennadel 21 wird vom Druck auf der Druckschulter
26 entgegen der Kraft der Düsennadelfeder 25 nach oben
verschoben, so daß die Spritzöffnungen 23 geöffnet
werden und der Kraftstoff in den zugeordneten Zylin
der der Brennkraftmaschine eingespritzt wird. Während
dieser Zeit herrscht in der ersten Kammer 42 und der
zweiten Kammer 43 der Druckspeichereinrichtung 40
gleicher Druck. Daher befindet sich der zweite Kolben
51 in solcher Stellung, daß es sowohl den verengten
Durchlaß 45 als auch den Anschluß 52 geschlossen hält,
wie dies in Fig. 1 dargestellt ist. Der Druckraum 33
der Einspritzdüse 20 wird daher nicht mit Kraftstoff
versorgt. Der im Druckraum 33 am Ende des vorangegan
genen Einspritzzyklus verbliebene Kraftstoff kann durch
den Kraftstoffauslaß 55, den Kanal 56 und die Ablaß
leitung 58 unbehindert abfließen. Daher wirkt im Druck
raum 33 auf den Kolben 30 kein Kraftstoffdruck.
Wenn der Pumpenkolben 5 so weit verschoben worden ist,
daß sich die Ausnehmung 6 im Pumpenkolben 5 mit der
Überströmöffnung 7 im Zylinder 1 überlappt, strömt
der Kraftstoff aus der Kolbenkammer 8 zurück zur nicht
dargestellten Kraftstoffquelle, so daß der Kraftstoff
druck in der Kolbenkammer 8 abnimmt, was wiederum zu
einer Abnahme des auf die Druckschulter 26 der Düsen
nadel 21 in der Druckkammer 27 wirkenden hydraulischen
Drucks führt. Aufgrund der von der Düsennadelfeder
25 ausgeübten Kraft geht daher die Düsennadel 21 in
eine Bewegung nach unten in Schließstellung der Spritz
öffnungen über. Gleichzeitig führt der verringerte
Kraftstoffdruck in der Druckleitung 11 zu einer Druck
abnahme in der zweiten Kammer 43, die ständig mit der
Druckleitung 11 in Verbindung steht, wogegen die erste
Kammer 42 unter hohem Druck bleibt, da das Rückschlag
ventil 48 geschlossen worden ist, als der Druck in
der Druckleitung 11 abnahm. Demzufolge ist der zweite
Kolben 51 dem Kraftstoffdruck in der ersten Kammer
42 ausgesetzt, wobei dieser Kraftstoffdruck zunächst
nur auf der Querschnittsfläche des verengten Durch
lasses 45 wirkt. Dieser aus der ersten Kammer 42 auf
den Kolben 51 wirkende Druck überwindet schließlich
die bestimmte von der Feder 50 ausgeübte Last sowie
den verringerten Kraftstoffdruck in der zweiten Kammer
43, so daß sich der Kolben 51 nach unten zu bewegen
beginnt. Der aus der ersten Kammer 42 auf den Kolben
51 wirkende Fluiddruck führt zu einer schnell anstei
genden resultierenden Kraft, sobald sich der Kolben
51 von der Zwischenwand 44 wegbewegt hat, da die wirk
same druckbeaufschlagte Fläche, nämlich die druckbe
aufschlagte Oberseite, des Kolbens 51 abrupt zunimmt.
Dadurch wird die Abwärtsbewegung des Kolbens 51 be
schleunigt, wobei der Anschluß 52 geöffnet wird. Sobald
dies geschieht, kann der Kraftstoff aus der ersten
Kammer 42 durch den verengten Durchlaß 45, den oberen
Bereich der zweiten Kammer 43, den Anschluß 52 und
die Abströmleitung 53 in den Druckraum 33 der Ein
spritzdüse 20 strömen. Der in den Druckraum 33 der
Einspritzdüse 20 fließende Kraftstoff übt einen hydrau
lischen Druck auf die Oberseite des Kolbens 30 aus,
so daß die daraus resultierende Kraft zusammen mit
der Kraft der Düsennadelfeder 25 die Düsennadel 21
schneller nach unten in Schließrichtung der Spritz
öffnungen bewegt. Da die Ablaßleitung 58 die Drossel
stelle 57 aufweist, kann der Kraftstoff nur allmählich
durch den Auslaß 55 aus dem Druckraum 33 abfließen.
Die Dimensionen dieser Drosselstelle sind so gewählt,
daß der Druck im Druckraum 33 am Beginn des folgenden
Kraftstoffeinspritzzyklus annähernd gleich dem
atmosphärischen Druck ist. Da der Druck in der ersten
Kammer 42 der Druckspeichereinrichtung 40 ebenfalls
allmählich abnimmt, während der Kraftstoff dem Druck
raum 33 zugeführt wird, kann schließlich der Kolben
51 von der Feder 50 in seine in Fig. 1 dargestellten
Ausgangsstellung zurückgebracht werden, so daß auch
die Druckspeichereinrichtung für den folgenden Kraft
stoffeinspritzzyklus bereit ist.
Wie bereits beschrieben wurde, hat bei dieser Ausfüh
rungsform die geneigt verlaufende untere Steuerkante
7 a der Durchströmöffnung 7 praktisch gleiche Geometrie
wie die obere Steuerkante 6 a der Ausnehmung 6. Diese
Ausbildung ermöglicht, daß die freie Fläche der Über
strömöffnung 7 plötzlich stark vergrößert wird, wenn
die obere Steuerkante 6 a die untere Steuerkante 7 a
der Überströmöffnung 7 bei der Aufwärtsbewegung des
Pumpenkolbens 5 gerade passiert hat. Unmittelbar nach
dem die vordere Steuerkante 6 a die untere Steuerkante
7 a passiert hat, strömt daher der Kraftstoff gleich
in großer Menge zur nicht dargestellten Kraftstoffquelle
zurück, aus der der Kraftstoff während der Abwärtsbe
wegung des Pumpenkolbens 5 angesaugt worden war. Dies
hat zur Folge, daß der Kraftstoffdruck in der Druck
leitung 11 und der Druckkammer 27 der Einspritzdüse
20 plötzlich verringert wird, so daß die Kraftstoffein
spritzung ebenfalls sehr schnell und abrupt aufhört.
Da beim Schließen der Spritzöffnungen die Düsennadel
21 sowohl der Belastung durch die Düsennadelfeder 25
als auch dem Kraftstoffdruck ausgesetzt ist, der auf
den Kolbe 30 wirkt und von der Druckspeichereinrich
tung 40 gesteuert und geliefert wird, können die
Spritzöffnungen von der Düsennadel 21 schlagartig ge
schlossen werden. Auf diese Weise wird die Kraftstoff
einspritzung abrupt beendet; die Einspritzkennlinie
fällt dementsprechend stark ab. Es könnte nun vermutet
werden, daß der Druck in der Druckkammer 27 während
des schnellen Schließens der Spritzöffnungen durch
die Düsennadel 21 kurzzeitig ansteigt. Tatsächlich
sinkt jedoch der Druck in der Druckkammer 27 schnell,
da in der Einspritzpumpe der Kraftstoff ebenfalls sehr
schnell zurückströmt. Die Tendenz zum Druckanstieg
in der Druckkammer 27 aufgrund der schnellen Abwärts
bewegung der Düsennadel 21 wird daher kompensiert durch
die Druckabnahme, die durch die Kraftstoffrückführung
durch die Überströmöffnung 7 verursacht wird, ohne
daß nennenswerte Druckschwankungen bzw. Druckänderun
gen in der Druckkammer 27 auftreten. In diesem Zusam
menhang wird ferner bemerkt, daß hoher Kraftstoffrück
fluß möglicherweise aufgrund der schnellen Druckabnahme
in der Kolbenkammer 8 zu Blasenbildung führen könnte.
Andererseits könnte damit gerechnet werden, daß die
von der Druckspeichereinrichtung 40 zur Verkürzung
des Ventilschließvorgangs erhöhte Belastung auf eine
Gegenreaktion in Form eines kurzzeitigen erhöhten
Kraftstoffdrucks trifft, der auf die Druckschulter 26
der Düsennadel 21 wirkt. Es ist jedoch festgestellt
worden, daß die Kombination der Merkmale und der
Einzelreaktionen in der beschriebenen Weise denkbare
Druckschwankungen und Druckänderungen in der Druck
kammer 27 weitestgehend unterdrückt.
Im folgenden wird auf Fig. 2 eingegangen, die in Form
eines Diagramms die Druckänderungen bzw. den Druckver
lauf in der Druckkammer 27 der Einspritzdüse 20 zeigt.
Dabei gibt Kurve A den Druckverlauf wieder, wie er
sich einstellt, wenn die Kraftstoffeinspritzung allein
durch Überströmen zur Überströmöffnung 7 mit der be
schriebenen Form beendet wird. Es ist beobachtet wor
den, daß im Kraftstoff in der Kolbenkammer 8 Blasen
bzw. Hohlräume in dem Bereich der Kurve A auftreten,
der dem Druck Null entspricht. Die Kurve B gibt den
Kraftstoffdruckverlauf in der Druckkammer 27 bei einer
Anordnung wieder, bei der die Überströmöffnung kreis
förmig ist und bei der auf die Düsennadel eine zusätz
liche und unabhängige Schließkraft wirkt. Es ist er
kennbar, daß es in der Druckkammer 27 zu einem deut
lichen Druckanstieg kommt. Erfindungsgemäß ist nun
eine solche Merkmalskombination vorgesehen, daß die
Tendenz zum Druckanstieg in der Druckkammer 27 auf
grund der Abwärtsbewegung der Düsennadel 21 zum Zeit
punkt des Schließens der Spritzöffnungen in gewünschter
Weise durch einen schnellen Druckabfall in der Kolben
kammer 8 kompensiert wird, wobei diese Kompensation
durch die Überströmöffnung mit beschriebener Form und
die Druckspeichereinrichtung 40 mit der vorstehend
beschriebenen Funktion erreicht wird. Dadurch kann
ein gewünschter Druckverlauf erreicht werden, wie er
durch Kurve C in Fig. 2 dargestellt ist.
Es wurden Versuche durchgeführt, deren Ergebnisse
graphisch in Fig. 3 dargestellt sind. Die Kurven D1
und D2 geben den Druckverlauf in der Einspritzdüse
20 und insbesondere in der Druckkammer 27 für den Fall
wieder, daß der Schließvorgang der Spritzöffnungen
mittels der Schließkraft der Düsennadelfeder 25 und
der Druckspeichereinrichtung 40 auf die Düsennadel
21 bewirkt wird, wogegen die Kurven E1 und E2den ent
sprechenden Druckverlauf zeigen, der auftritt, wenn
in Kombination mit den Schließkräften aufgrund der
Düsennadelfeder 25 und der Druckspeichereinrichtung
40 die Druckverminderung durch die Überströmöffnung
7 mit der beschriebenen Geometrie herbeigeführt wird.
Die Kennlinien D1 und E1 ergeben sich, wenn auf die
Düsennadel starke Schließkräfte ausgeübt werden. Dage
gen zeigen die Kurven D2 und E2 den Druckverlauf bei
verhältnismäßig geringen Schließkräften. Aus den Kur
venverläufen ist erkennbar, daß der Kraftstoffdruck
in der Druckkammer 27 am Ende der Kraftstoffeinsprit
zung geringeren Veränderungen bzw. Schwankungen unter
liegt, wenn die beschriebenen Merkmalskombinationen
vorliegen.
Die Druckspeichereinrichtung 40 hat keinen Einfluß
auf die Düsennadel 21, während die Einspritzdüse 20
zum Einspritzen des Kraftstoffs geöffnet wird. Der
Öffnungsdruck der Einspritzdüse 20 kann wie bei her
kömmlichen Einspritzeinrichtungen auf einen gewünschten
Wert eingestellt werden, indem die Kraft der Düsen
nadelfeder 25 entsprechend gewählt oder eingestellt
wird.
Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform der Ein
spritzdüse. In Fig. 4 sind die Elemente teilweise mit
gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 1 bezeichnet. Bei
der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform ist die
Düsennadel 21 mit einem Federsitz 124 verbunden und
über eine Düsennadelfeder 125 funktional mit einem
ersten Kolben 130 gekoppelt. Der Kolben 130 sitzt verschieb
bar in einer Bohrung 132, die in einem Gehäuseblock
131 ausgebildet ist, und begrenzt einen Druckraum 133,
der wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 über den
Einlaß 54 mit der Druckspeichereinrichtung 40 verbunden
ist. Ferner ist der Druckraum 133 über den Auslaß 55
mit der Ablaßleitung 58 (siehe Fig. 1) verbunden. Mit
dieser Ausführungsform kann praktisch die gleiche Wir
kung wie mit der ersten Ausführungsform gemäß Fig.
1 erreicht werden. Wenn am Ende der Kraftstoffeinsprit
zung die Spritzöffnungen von der Düsennadel 21 ge
schlossen werden sollen, wird dem Druckraum 133 Kraft
stoff zugeführt. Auf die Düsennadel 21 wirkt dann die
Summe aus der Kraft der Düsennadelfeder 125 und der
Kraft aufgrund des Drucks im Druckraum 133, so daß
dadurch der Schließvorgang beschleunigt wird, ohne
daß nennenswerte Druckschwankungen in der Druckkammer
27 auftreten, da die Druckkammer 27 in gleicher Weise
wie beim ersten Ausführungsbeispiel mit der Druckspei
chereinrichtung 40 und der Einspritzpumpe 100 verbun
den ist. Ferner weist auch die zweite Ausführungsform
den Kraftstoffablaßkanal 35 auf.
Fig. 5 zeigt eine dritte Ausführungsform der Einspritz
düse, die einen abgewandelten Aufbau hat und weitere
vorteilhafte Merkmale aufweist. In Fig. 5 sind gleiche
Teile mit gleichen Bezugszeichen wie bei der ersten
und zweiten Ausführungsform bezeichnet. An der Düsen
nadel 21 ist ein erster Kolben 230 befestigt, der verschieb
bar in einer Bohrung 32 sitzt, die in einem zwischen
gefügten Block 31 wie beim ersten Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 ausgebildet ist. Der Kolben 230 unterteilt
die Bohrung 32 in einen Druckraum 233 oberhalb des
Kolbens und einen Kraftstoffraum 234 unterhalb des
Kolbens. Der obere Druckraum 233 ist über eine Leitung
239 mit der Druckleitung 11 verbunden. In der Leitung
239 befindet sich innerhalb einer dritten Kammer 242 ein als zweites Einlaßventil dienendes Rück
schlagventil 241, das in der Regel von einer Feder
240 geschlossen gehalten wird. Der untere Kraftstoff
raum 234 steht ständig über eine Verbindungsleitung
252 mit der ersten Kammer 42 der Druckspeichereinrich
tung 40 in Verbindung, die mit Ausnahme der Anschlüsse
praktisch gleichen Aufbau wie die Druckspeichereinrich
tung gemäß Fig. 1 hat. Der obere Druckraum 233 und
der untere Kraftstoffraum 234 der Einspritzdüse 20
stehen über einen Drosseldurchgang 243 im ersten Kolben 230
miteinander in Verbindung. Die Druckspeichereinrichtung
40 weist eine Abströmleitung 244 auf, die normaler
weise von dem das Auslaßventil bildenden zweiten Kolben 51
geschlossen gehalten wird, an dem die Feder 50 an
greift. Die Abströmleitung 244 ist zur zweiten Kammer
43 offen, wenn der Kolben 51 entgegen der Kraft der
Feder 50 nach unten verschoben ist.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 5 arbeitet in folgen
der Weise. Wenn beim Kraftstoffeinspritzen der Kraft
stoffdruck in der Druckleitung 11 aufgrund der Auf
wärtsbewegung des Kolbens in der Einspritzpumpe steigt,
strömt der unter hohem Druck stehende Kraftstoff durch die dritte Kammer 242
und die Leitung 239 in den Druckraum 233 oberhalb des Kol
bens 230, wobei der Kraftstoffdruck der Kraft der Feder
240 des Rückschlagventils 241 entgegenwirkt. Gleich
zeitig öffnet das Rückschlagventil 48 der Druckspei
chereinrichtung 40, wie dies zuvor in Verbindung mit
der ersten Ausführungsform gemäß Fig. 1 erläutert wur
de. Dies hat zur Folge, daß der Kraftstoff in die
erste Kammer der Druckspeichereinrichtung strömt und
von dort durch die Verbindungsleitung 252 in den Kraft
stoffraum 234 unterhalb des Kolbens 230 gelangt. Außer
dem strömt der Kraftstoff in die zweite Kammer 43 der
Druckspeichereinrichtung 40, so daß beide Kammern 42
und 43 mit Kraftstoff unter hohem Druck gefüllt sind.
Wenn am Ende der Kraftstoffeinspritzung der Kraftstoff
druck abnimmt, wie dies vorstehend in Verbindung mit
der Einspritzpumpe 100 gemäß Fig. 1 erläutert wurde,
schließen die Rückschlagventile 48 und 241, während
gleichzeitig der Kolben 51 in der zweiten Kammer 43
der Druckspeichereinrichtung 40 nach unten bewegt wird,
so daß der Kraftstoff im Kraftstoffraum 234 unterhalb
des Kolbens 230 durch die Verbindungsleitung 252, die
erste Kammer 42 und den verengten Durchlaß 45 in die
zweite Kammer 43 der Druckspeichereinrichtung 40 und
von dort zur Abströmleitung 244 strömt. Auf den Kolben
230 wirkt somit der Kraftstoffdruck im Druckraum 233,
wodurch die Düsennadel 21 schnell nach unten bewegt
wird, so daß sie die Spritzöffnungen schließt und da
durch schlagartig die Kraftstoffeinspritzung beendet.
Der Kraftstoff im Druckraum 233 oberhalb des Kolbens
230 strömt dann allmählich durch den Drosseldurchgang
243 in den Kraftstoffraum 234. Die Ausführungsform
gemäß Fig. 5 weist ferner eine Ablaßleitung 235 für
durchgesickerten Kraftstoff auf.
Die vorstehende Beschreibung dürfte klargemacht haben,
daß die Einspritzdüsen 20 in Verbindung mit der Druck
speichereinrichtung 40 für schnelle bzw. schlagartige
Beendigung der Kraftstoffeinspritzung sorgen können,
wozu der Kraftstoffdruck selber in Kombination mit
der Düsennadelfeder benutzt wird, so daß die Düsen
nadel der Einspritzdüse am Ende des Kraftstoffein
spritzzyklus schnell in Schließstellung bewegt wird.
Die Einspritzdüse mit der Druckspeichereinrichtung
40 kann für sich in Verbindung mit einer herkömmlichen
Einspritzpumpe benutzt werden, wobei sich dann eine
bessere Kraftstoffeinspritzung ergibt. Wenn jedoch
diese Einspritzdüse in Verbindung mit der Einspritz
pumpe verwendet wird, deren Kolben die Ausnehmung
mit geneigt verlaufender Steuerkante aufweist und deren
Überströmöffnung in der Zylinderwand entsprechend ge
formt ist, wie dies in Fig. 1 gezeigt ist, wird ein
hervorragender Verlauf der Einspritzkennlinie am Ende
der Einspritzung erreicht, wie dies vorstehend in Ver
bindung mit den Fig. 2 und 3 erläutert wurde.
Claims (7)
1. Kraftstoffeinspritzeinrichtung für eine Brenn
kraftmaschine, mit einer Einspritzpumpe, die einen
Pumpenkolben aufweist, der mit einer schrägen Steuer
kante versehen ist, die mit einer Überströmöffnung
zusammenwirkt, und der intermittierend Kraftstoff
unter Einspritzdruck in eine Druckleitung fördert,
mit einer Einspritzdüse, über die der dieser durch
die Druckleitung zugeführte Kraftstoff intermittie
rend in einen zugehörigen Brennraum der Brennkraft
maschine eingespritzt wird, wobei die Einspritzdüse
eine Düsennadel aufweist, die gegen die Kraft einer
Düsennadelfeder und entgegen der Kraftstoffströmungs
richtung von ihrem Sitz abhebt und dadurch dem Ein
spritzkraftstoff den Weg zu Spritzöffnungen freigibt,
und wobei eine an die Druckleitung angeschlossene
Druckkammer die Düsennadel im Bereich einer Druckschul
ter derselben umgibt, an der der Druck des Kraftstoffs
in Öffnungsrichtung angreift, und mit einer zusätz
lichen Schließeinrichtung für die Düsennadel, die einen
auf die Düsennadel wirkenden ersten Kolben in einem vom Kolben
auf seiner von der Düsennadel abgewandten Seite be
grenzten Druckraum aufweist, der an eine mit einer
Drosselstelle versehene Ablaßleitung angeschlossen
ist, wobei der erste Kolben im Druckraum mit einem hydrau
lischen Überdruck beaufschlagbar ist, wenn der Druck
in der Druckleitung abfällt, gekennzeichnet durch eine
Druckspeichereinrichtung (40; 40, 240, 241), die aus
der Druckleitung (11) mit Kraftstoff unter Druck ge
speist wird und wenigstens ein Einlaßventil (48; 48,
241), das bei in der Druckleitung (11) abfallendem
Druck die Verbindung zu dieser schließt, sowie ein
vom Einspritzdruck in der Druckleitung (11) in Schließ
stellung gehaltenes Auslaßventil (51) aufweist, das
bei in der Druckleitung (11) abfallendem Druck öffnet,
wodurch zumindest ein Teil des Kraftstoffes aus der
Druckspeichereinrichtung (40; 40, 240, 241) in den
Druckraum (33, 133, 233) unter Erzeugung des Überdrucks
in diesem abgelassen wird.
2. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Überströmöffnung (7)
der Einspritzpumpe (100) rechteckförmig ist und eine
mit der Steuerkante (6 a) des Pumpenkolbens (5) gleich
gerichtete Steuerkante (7 a) aufweist.
3. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch
1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckspei
chereinrichtung (40; 40, 240, 241) eine erste und eine
zweite an die Druckleitung (11) angeschlossene Kammer
(42, 43) aufweist, wobei die zwei Kammern über einen
engen Durchlaß (45) miteinander verbunden sind, daß
ein erstes Einlaßventil (48) als von einer Feder
(47) belastetes Rückschlagventil (48) ausgebildet ist
und den Druckleitungszugang zur ersten Kammer (42)
entgegen der Kraftstoffzutrittsrichtung zu schließen
sucht, und daß das Auslaßventil einen den engen Durch
laß (45) zur zweiten Kammer (43) verschließenden, durch
eine Feder (50) belasteten zweiten Kolben (51) auf
weist, der eine von der zweiten Kammer (43) abgehende
Abströmleitung (53, 244) steuert.
4. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abströmleitung
(53) an den Druckraum (33, 133) angeschlossen
ist.
5. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste Kolben (230)
außer dem von der Düsennadel (21) abgewandten, oberen
Druckraum (233) noch einen nadelseitigen, unteren
Kraftstoffraum (234) begrenzt, daß der obere Druck
raum (233) an eine an die Druckleitung (11) angeschlos
sene dritte Kammer (242) der Druckspeichereinrich
tung angeschlossen ist, wobei ein zweites Einlaß
ventil (241) als von einer Feder (240) belastetes
Rückschlagventil (241) ausgebildet ist und den Druck
leitungszugang zur dritten Kammer (242) entgegen der
Kraftstoffzutrittsrichtung zu schließen sucht, daß
die Kraftstoffabströmleitung (244) über den engen
Durchlaß (45) zwischen der ersten und zweiten Kammer
(42, 43) an eine als Druck- und zugleich als Ablaß
leitung dienende Verbindungsleitung (252) zwischen
der ersten Kammer (42) und dem unteren Kraftstoffraum
(234) anschließbar ist, und daß die Drosselstelle in
Verbindung mit der als Ablaßleitung dienenden Verbin
dungsleitung (252) durch einen Drosseldurchgang (243)
im ersten Kolben (230) gebildet ist.
6. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der erste
Kolben (130) als Widerlager für das von der Düsennadel
(21) abgewandte Ende der Düsennadelfeder (125) dient.
7. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der erste
Kolben (30, 230) mit der Düsennadel (21) verbunden
ist.
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