DE266303C - - Google Patents
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- DE266303C DE266303C DENDAT266303D DE266303DA DE266303C DE 266303 C DE266303 C DE 266303C DE NDAT266303 D DENDAT266303 D DE NDAT266303D DE 266303D A DE266303D A DE 266303DA DE 266303 C DE266303 C DE 266303C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F27B1/22—Arrangements of heat-exchange apparatus
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)
- Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)
Description
KAISERLICHE-S
PATENTAMT,
Es ist bekannt", daß sich bei allen Schachtöfen die in der sogenannten Schmelzzone gebildete
Kohlensäure beim Durchstreichen des darüberliegenden glühenden Brennstoffs zu
Kohlenoxyd reduziert, indem sie unter Wärmeverlust Kohlenstoff aufnimmt. Da bei Schmelz-
und Brennöfen das Kohlenoxydgas nicht, wie z. B. beim Hochofen, verwendet wird, so
brennt es nutzlos zum Schornstein hinaus.
ίο Man hat wohl versucht, die Kohlensäure dicht
über der Schmelzzone durch Öffnungen und Kanäle abzuleiten, die im Mauerwerk ausgespart waren. Es wurde aber nur ein sehr
geringer Teil der sich bildenden Kohlensäure abgeführt, während der bei weitem größte
Teil sich dennoch zu Kohlenoxydgas zerlegte. Diese im Mauerwerk· vorgesehenen Öffnungen
und Kanäle hatten noch den Nachteil, daß erhebliche Windmengen von den Düsen an der Ofenwand entlang zu den Öffnungen
strichen, statt das Innere der Beschickung zu erreichen.
Ferner hat man versucht, das gebildete Kohlenoxydgas nutzbar zu machen, indem
man es- durch einen Windstrom ansaugte und von einer Seite gegen das Schmelzgut anblies.
Aber auch hier kam man zu keinem Erfolge, weil immer wieder neue Windmengen nötig
wurden und somit der größere Teil der gebildeten
Gase wegstrich, und weil außerdem die Erwärmung des Schmelzgutcs nur von einer
Seite erfolgte, wodurch ein gleichmäßiges Niedergehen der Gichten ausgeschlossen war.
Die Erfindung soll die Bildung von Kohlenoxyd
überhaupt vermeiden. Zu diesem Zweck wird der erhitzte Wind wagerecht wechselseitig
durch die Schmclzzone quer fast vollj
ständig hindurchgeführt; in der Schmelzzone wird dabei der,.Kohleristoff zu Kohlensäure
verbrannt; die Abgase werden unmittelbar auf der anderen Seite wieder abgeführt, so
daß eine Rückwandlung zu Kohlenoxydgas überhaupt nicht eintreten kann. Die von dem
erhitzten Wind in der Schmelzzone gebildete, aber nicht verbrauchte Wärme wird hierbei
in an sich bekannter Weise durch zu beiden Seiten des Kupolofens liegende Wärmespeicher
abwechselnd aufgenommen und abgegeben; somit wird eine volle Ausnutzung der Hitze
unter Erwärmung des frisch zugeführten Windes erzielt. Gleichzeitig wird durch die
wechselseitige Zuführung des erhitzten Windes ein gleichmäßiges Niedergehen der Beschickung
gesichert. Da Eintritts- und Austrittsöffnungen des Ofens einander gegenüberliegen,'muß
der Luftstrom bestimmt die Koksschicht quer durchdringen, auch wenn mit weiten Düsen oder
Öffnungen gearbeitet wird. Ein Aufsteigen von Brenngasen im Ofenschacht findet nur in
ganz geringem Maße statt, insoweit nämlich die. Schornsteinwirkung des Ofens hierzu veranlaßt, wodurch auch die nötige Vorwärmung
der Beschickung im Ofenschacht, gesichert ist. Die beiderseitige Zu- und Abführung der
erhitzten Luft in der Schmelzzone bietet außerdem noch den technischen Vorteil, daß
der Ofenschaft nur außerordentlich niedrig gehalten zu werden braucht, eine beträchtliche
Ersparnis an Brennstoff erzielt wird und durch die einzige Zuführungsstelle und ebensolche
Abführungsstelle für die erhitzte Verbrennungsluft der Anschluß an die zur Erhitzung
der Luft nötigen Einrichtungen sich äußerst einfach gestaltet, was zur Verbilligung *.%
einer solchen Schmelzofenanlage hinsichtlich ihrer Anschaffung ihres Betriebes sowie ihrer
Instanderhaltung wesentlich mit beiträgt. Dadurch, daß abwechselnd der Wind oder die
erhitzte Luft von der. einen oder anderen Seite her in.den Ofen eintritt und'ihn bestimmt
durchstreichen muß, braucht nicht mit hoher Pressung gearbeitet zu werden, die zur
Zeit nur immer gewählt wird, damit der Wind
ίο auch sicher bis zur Mitte des Ofens gelangt.
Bei der Schmelzanlage gemäß der Erfindung
kann man mit geringem Druck arbeiten, wenn man nur die nötige Windmenge zur
Verfugung hat, also an Kraft sparen. Dieser geringe Druck hat natürlich auch für das
Dichthalten aller Dichtungen seine Vorteile. Der geringe Überdruck in der Windzuleitung
läßt sich auch erreichen durch ein saugend wirkendos Gebläse, das sich z. B. empfiehlt,
wenn man die beim Eintritt der Gase in das Zugrohr bzw. bei der in das letztere eingesetzten Drosselklappe noch vorhandene Wärme
weiter ausnutzen oder die in den Verbreiinungs-
oder Abgasen vorhandene Kohlensäure verwerten will. Die Luft würde dann an der
genannten Drosselklappe eintreten, ohne daß an der Anlage selbst irgendwelche Änderung
vorgenommen zu werden braucht.
Eine Ausführungsform des vorstehend gekennzeichneten Kupolofens nach der Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise und
zur Hälfte im Längsschnitt, zur Hälfte in Ansicht dargestellt. ;
In der Schmelzzone « des Ofenschachtes b münden zwei einander gegenüberliegende Düsen
c, die durdh rohrartige Luftkanäle d mit
zwei zu beiden Seiten des Schachtes b aufgestellten Winderhitzern oder Wärmespeichern e
in Verbindung stehen. Beide Wärmespeicher stehen an ihren Decken durch eine Rohrleitung untereinander in Verbindung, sind aber
jeweilig voneinander durch eine Drosselklappe f zu trennen, die in einem Rohrstück g eingesetzt ist. Die untere Mündung dieses Rohr-
Stückes steht mit einem Gebläse A,, die obere . Mündung mit einem Abzugsrohr i in Verbindung.
Bei der in der Zeichnung angedeuteten Stellung der Klappe f streicht die vom Gebläse h angesaugte Frischluft durch den rechts-
seitigen Winderhitzer e, erhitzt sich in ihm und gelangt durch den rechtsseitigen Kanal d
nach der rechtsseitigen Düse c, aus der der erhitzte Wind aus- lind in die untere Schmelzzone
α des Ofenschachtes, übertritt. Nach
dem Durchströmen der Heißluft durch die Schmelzzone in wagerechter oder nahezu wagerechter Richtung tritt die Luft als Abgas in
die linksseitige Düse c über, durchstreicht den linken Kanal d und gibt ihre in der Schmclz-'zone
α aufgenommene Hitze an den linksseitigen
Winderhitzer e ab, der dann, für die
Aufnahme von Wärme durch in entgegen- , ,
gesetzter Richtung durch die Anlage strömende Frischluft bereit steht. Die Abgase
werden nach ihrem Austrift aus dem linksseitigen Winderhitzer c in der strichpunktiert
angegebenen Richtung an der Klappe f vorbei nach dem Abzugsrohr i weitergeleitct.
Wird nach bestimmter Zeit .die Klappe f
in bekannter Weise umgestellt, so strömt dann die vom Gebläse h eingesaugte Luft in
entgegengesetzter Richtung durch den links- ;
seitigen Winderhitzer und tritt an der linksseitigen Düse des Qfenschachtes.in die Schmelzzone
des letzteren ein, um nach Durchstreichcn
dieser Zone in den rechtsseitigen · Winderhitzer übcrzutrqten. ' .
Im oberen Teile des Abzugsrohres kann - ~n
eine Drosselklappe k eingesetzt :· werden, die J
bei senkrechter Lage offen steht, dagegen für das Ende des Schmelzvorganges in ihre wagerechte Lage umgestellt wird. Wird nämlich
die Schmelzsäule im Ofen niedrig, so geht naturgemäß der Gebläsewind auf dem kürzesten Wege und den geringsten Widerstand
bietenden, d. h. durch den Schmelzofen selbst, nach oben, und die Luft durchstreicht den
Ofenschacht. Bei geschlossener (wagerechter) Stellung der Drosselklappe k sowie bei offener ;
(ebenfalls wagerechter) Stellung der Klappe / kann die Luft gleichzeitig von beiden Seiten
in den Ofen treten, und der Schmelzvorgang kann zu Ende geführt werden.
Claims (3)
1. Kupolofen mit Windvorwärmüng, bei.
welchem der Wind von einer Seite eingeführt und auf der gegenüberliegenden Seite
wieder abgeführt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der erhitzte Wind wagerecht wechselseitig fast vollständig durch die j
Schmelzzone hindurchgeführt wird.
2. Kupolofen nach Anspruch i, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Ausnutzung der Abhitze zu beiden Seiten des Ofens :
je ein mit jeder Seite der Schmelzzone in
Verbindung stehender Wärmespeicher liegt.
3. Kupolofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Beendigung
des Schmelzens in das Abzugsrohr für die verbrannten Gase eine Drosselklappe (Ii) .
eingesetzt ist, die durch ihre Verschlußstellung eine Überführung des, Windes
gleichzeitig von beiden Seiten in den Ofen ermöglicht. \ f ]'
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE266303C true DE266303C (de) |
Family
ID=523444
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT266303D Active DE266303C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE266303C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE970971C (de) * | 1950-05-28 | 1958-11-20 | Habil Roland Wasmuht Dr Ing | Verfahren zum Herstellen von Gusseisen |
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- DE DENDAT266303D patent/DE266303C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE970971C (de) * | 1950-05-28 | 1958-11-20 | Habil Roland Wasmuht Dr Ing | Verfahren zum Herstellen von Gusseisen |
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