DE2636633C3 - Verzögerungsleitung für Wanderfeldröhren, insbesondere zur Verstärkung von mm-Wellen - Google Patents
Verzögerungsleitung für Wanderfeldröhren, insbesondere zur Verstärkung von mm-WellenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verzögerungsleitung für Wanderfeldröhren, insbesondere zur Verstärkung von
mm-Wellen, bei der von einem Hohlleiter Querwände
ausgehen, welche jeweils mit einer zentralen Elektronenstrahldurchtrittsöffnung
sowie mindestens einer Koppelöffnung versehen sind und mit der benachbarten Querwand eine Leitungszelle bilden, und die zwei
Abschnitte mit unterschiedlichem, konstantem Verzögerungsmaß für die Leitungsweile enthält, wobei das
Verzögerungsmaß des in Richtung des Elektronenstrahls vorderen Leitungsabschnitts kleiner ist als das
Verzögerungsmaß des hinteren Leitungsabschnitts und
ίο sich zwischen beiden Abschnitten ein Übergangsabschnitt
befindet Eine solche Leitung ist in »Microwave System News« Juni/Juli 1974, S.64C bis 64F beschrieben.
i- Elektronenstrahl und mitlaufender Leitungswelle eine
bestimmte Differenz zwischen der Strahlgeschwindigkeit und der Wellengeschwindigkeit vorliegen muß
(»Synchronismusbedingung«) und da außerdem der ständig Energie abgebende Elektronenstrahl zum
Leitungsende hin immer langsamer wird, erhält man bekanntlich einen guten Röhrenwirkungsgrad, wenn
man das Verzögerungsmaß der Leitung zu ihrem Ausgang hin entsprechend dem Geschwindigkeitsverlust
des Elektronenstrahls vergrößert Eine solche, auch als »Resynchronisation durch Geschwindigkeitstaper«
bezeichnete Maßnahme ist beispielsweise in den Übersichtsartikeln von M. K. Scherba in »Microwaves«,
Juli 1973, S. 4b bis 51 oder von J. T. Mendel in
Proc. IEEE, VoI. 61, No.3, März !973, S. 280 bis 298,
insbesondere S. 296, linke Spalte, Abs. 3 bis S. 297, rechte Spalte, Abf. 1 näher erläutert
Bei dem eingangs erwähnten Leitungstyp ist die Geschwindigkeitsanpassung nach einem Prinzip realisiert
das in Fig.2a der zitierten Fundstelle »Microwa-
3r> ves« anhand einer Wendel dargestellt ist: Zwei
Leitungsabschnitte mit unterschiedlicher, konstanter Phasengeschwindigkeit sind über einen mehrere Leitungsperioden
umfassenden, die Phasengeschwindigkeiten stetig ineinander überführenden Zwischenabschnitt
miteinander verbunden. Bei einer Coupled-Cavity-Leitung
muß dieser Zwischenabschnitt aus einer Anzahl von Unterschiedlich bemessenen Leilungszellen bestehen,
was zu folgenden Unzuträglichkeiten führt: Die unterschiedlichen Zellengeometrien belasten die Ferti-
*5 gung. Außerdem kann die Zellenfolge die an sie
gestellten Forderungen (Geschwindigkeitsangleichung unter möglichst reflektionsarmer Wellenwiderstandstransformation
und unter Wahrung eines hohen Verstärkungsgrades) auch bei genauester Berechnung
und sorgfältigstem Arbeiten nur unvollkommen erfüllen, da die idealen, stetigen Übergänge durch Stufenfunktionen
angenähert werden müssen. Insbesondere gestalten «ich Korrekturen von fertigungsbedingten Fehlanpassungen,
etwa durch Abmessungsvariationen bei einzel-
" nen Leitungsscheiben, außerordentlich aufwendig und
unübersichtlich. Unter anderem auch aus diesem Grund hat man daher in jüngster Zeit für Leitungen vom
Coupled-Cavity-Typ, insbesondere im mm-Wellen-Bereich,
die »Spannungssprung«-Technik anstelle der Geschwindigkeitstaperung als praktikabler empfohlen
(vergl. beispielsweise auch die beiden genannten Übersichtsartikel), obwohl man beim Nachbeschleunigen
des Elektronenstrahls mit Isolationsproblemen konfrontiert wird.
Die vorliegende Erfindung setzt sich das Ziel, eine Leitung der eingangs genannten Gattung derart
abzuwandeln, daß sie rationeller hergestellt werden kann und daß sich taperbedingte Anpassungsfehler
leicht und mit gutem Resultat korrigieren lassen, ohne
daß man hierdurch Wirkungsgradverluste in Kauf nehmen müßte. Zur Lösung dieser Aufgabe werden
erfindungsgemäß drei Ausführungsalternativen vorgeschlagen, die jeweils in den Ansprüchen 1, 2 und 3
charakterisiert sind.
Allen drei vorgeschlagenen Varianten liegt der Gedanke zugrunde, nicht wie bisher zwischen den
Leitungsabschnitten mit unterschiedlichem Verzögerungsmaß eineii möglichst stetigen, allmählichen Übergang
zu suchen, sondern statt dessen bewußt einen Sprung zuzulassen und dabei an der Sprungstelle durch
geeignete Kompensationsvorkehrungen für eine möglichst reflektionsfreie Transformation der verschiedenen
Wellenwiderstände zu sorgen. Ausgehend von diesem Lösungsprinzip sind in den drei Alternativvorschlägen
jeweils Maßnahmen angegeben, wie die angestrebte Anpassung, d.h. im wesentlichen die
erforderliche Blindkomponente des Wellenwiderstands in der Anpaßzelle, mit einfachen Mitteln zustande
gebracht werden kann. Die Version 1 (Verwendung von Anpaßstiften) hai den besonderen Vorteil, daß man
Fehlanpassungen allein durch Variation der !Jtiftlänge
beseitigen kann und somit die Anpaßzelle keine Sonderanfertigung verlangt Aber auch die Wahl von
Schlitzen und/oder Ausnehmungen in Anpaßzellenquerwänden (Alternative 2) und sogar eine Variation der
Querabmessung der Anpaßzelle (Ausführung 3) führen noch zu beträchtlichen Fertigungserleichterungen.
Die erfindungsgemäß vorgesehene Taperung ermöglicht überdies auch eine rasche Korrektur von
Anpassungsfehlern in wenigen Schritten, da man nur an einer einzigen Zelle einen einzigen Parameter verändern
muß. Versuche haben darüber hinaus ergeben, daß die erzielbare Anpassungsgüte jeden Vergleich mit den
Werten eines Mehrzellenübergangs standhält und daß sogar der Verstärkungsfaktor bei einer erfindungsgemäßen
Leitung etwas größer ist als bei einer gleichlangen Leitung mit stetigem Obergang.
Die Vorzüge der erfindungsgemäß vorgesehenen ResynchronLation kommen vor allem dann zum
Tragen, wenn man eine Leitung mit ringförmigen Querblenden zwischen den einzelnen Querwänden
zugrunde legt (DE-PS 18 04 959). In diesem Fall genügt
es, die Querblenden mit den Anpaßstiften bzw. Schlitzen oder Ausnehmungen zu versehen oder ihre Innendurchmesser
zu variieren.
Entschließt man sich für den Einsatz von Anpaßstiften, dann sollten möglichst metallische Stifte verwendet
werden. Denn Metallstifte ändern, wenn sie im Betrieb der Röhre bedampft werden sollten, die Taperanpassung
nicht.
Das Pritizip, an der Übergangsstelle von zwei
Leitungsabschnitten einer Coupled-Cavity-Leitung mit unterschiedlichen Eigenschaften anstelle eines die
Eigenschaften stetig ineinander überführenden Zwischenabschnittes bewußt einen Sprung zuzulassen und
zur Anpassung an der Übergangsstelle eine mit metallischen Anpaßstiften versehene Anpaßzelle vorzusehen,
ist zwar schon in einem älteren Vorschlag (DE-AS 25 25 845) verwirklicht worden, jedoch handelt
es sich beim Gegenstand dieses älteren Vorschlages darum, einen konstant bedämpften Leitungsabschnitt an
einen unbedämpften Leitungsabschnitt und umgekehrt anzupassen.
Die Erfindung soil nun anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele
in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert werden. In iien Figuren sind einander
entsprechende Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen. Es zeigt
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispie! einer erfiudungsgemäßen
Verzögerungsleitung in einem teilweise
s weggebrochenen Seitenschnitt,
Fig.2 von einem zweiten Ausführungsbeispiel die
Querblende der Anpaßzelle in einer Rückansicht und
F i g. 3 von einem dritten Ausführungsbeispiel, in der gleichen Darstellungsweise wie Fig. 1, den die Anpaßzelle
enthaltenen Teil der Verzögerungsleitung.
Die Verzögerungsleitung der F i g. 1 ist für sine
Wanderfeldverstärkerröhre im Frequenzbereich zwischen
20 und 40GHz vorgesehen und besteht aus mehreren hochfrequenzmäßig voneinander getrennten
Sektionen. In der Figur ist nur die ausgangsseitige Sektion, und zwar in ihrem die Anpaßzelle enthaltenden
Teil, dargestellt
Die Leitung besteht aus in Elektronenstrahlrichtung (Pfeil 15) an wechselnd hintereinandergesetzten Querwänden
1 und Querblenden 2. Sowohl die Querwände als auch die Querblenden sind jf-.eils mit einem
umlaufenden Steg versehen und dadurch ohne Einsatz weiterer Distanzstücke voneinander beabstandet Wände
und Blenden bestehen aus Kupfer und sind zu einem festen Block miteinander verlötet (»Stapelleitung«).
Jede Querwand enthält an zentraler Stelle ein Strahlröhrchen 3 mit einer Elektronenstrahldurchtrittsöffnung
4 und außerdem eine Koppelöffnung 5. Auch die Querblenden haben jeweils eine zentrale Öffnung 6.
so Aufeinanderfolgende Querwände sind jeweils um 180°
gegeneinander verdreht und bilden zusammen eine — durch je eine Querblende unterteilte — Leitungszelle 7.
eine einzige Zelle (Anpaßzelle 8) voneinander getrennte
Vj Abschnitte: Einen in Elektronenstrahlrichtung vor der
Anpaßzelle sowie einen in der gleichen Richtung hinter der Anpaßzelle liegenden Abschnitt (Leitungsabschnitt
9 bzw. 11). Jeder Abschnitt hat identisch bemessene Leitungszelien, die Zellen des vorderen Abschnitts 9
haben dabei eine größere Länge als die Zellen des hinteren Abschnitts 11 (h>h\), so daß die Phasengeschv-indigkeit
der Leitungswelle in beiden Abschnitten konstant und dabei in Abschnitt 9 größer als in
Abschnitt 11 ist (In der etwas schematisierten Figur sind
die Unterschiede in der Leitungsperiode nicht berücksichtigt.) Die Länge der Anpaßzelle kann einer der
beiden Längen k, h\ entsprechen.
Im Ausführungsbeispiel der F i g. 1 ist die Querblende der Anpaßzelle (Querblende 10) mit zwei Anpaßstiften
so 12 versehen. Diese Stifte sinjj jeweils in dem
Blendenbereich eingesetzt, der der Koppelöffnung einer
Querwand gegenüberliegt, und springen zu diesen Koppelöffnungen hin vor. Wie auch die Wände und
Blenden bestehen die Stifte aus Kupfer.
Die Version der F i g. 2 weicht von der geschilderten Ausführung lediglicb darin ab, daß in der Querblende
anstelle der Anpaßstifte in Umlaufrichtung verlaufende Schlitze vorgesehen sind (Schlitze 13). Statt in die
Querblende Schlitze einzubringen, könnte man aber auch ihren Innendurchmesser vom Innendurchmesser
der übrigen Querblenden abweichen lassen, wie dies bei der Ausführung der F i g. 3 der Fall ist. In dieser Figur ist
der Innendurchmesser der Anpaßblende (eis) größer als
die untereinander gleichen Innendurchmesser der übrigen Blenden (d» in Abschnitt 9, d\ ι in Abschnitt 11).
Die taperbedingk.fi Anpaßfehler lassen sich folgendermaßen
beseitigen:
Zunächst stellt man die beiden Leitungsabschnitte
Zunächst stellt man die beiden Leitungsabschnitte
her, fügt dann zwischen beide Abschnitte eine beispielsweise mit Anpaßstiften einer bestimmten
Länge versehene Anpaßzelle und vermißt die so erhaltene Leitung. Je nach den erhaltenen Meßergebnissen
verändert man die Stiftlänge so lange, bis sich hinreichend gute Anpaßwerte einstellen. Hiernach
verankert man die Stifte und verfestigt die Anpaßzelle mit der übrigen Leitung.
Für weitere Herstellungseinzelheiten wird auf die Patentanmeldung P 25 25 845 verwiesen.
Ausführungsbeispiele beschränkt. So kann man die vorgeschlagenen Einzelmaßnahmen in beliebiger Weise
miteinander kombinieren und auch andere konstruktive Maßnahmen treffen, die die Blindkomponente des
Wellenwiderstandes innerhalb der Anpaßzelle in der gewünschten Weise verändern, beispielsweise die
Querblende oder die Querwände mit Radialschlitzen oder Ausnehmungen versehen. Davon abgesehen findet
die vorgeschlagene Lehre auch bei anderen Verzögerungsleitungen vom Coupled-Cavity-Typ Anwendung.
Claims (8)
- Patentansprüche:J. Verzögerungsleitung für Wanderfeldröhren, insbesondere zur Verstärkung von mm-Wellen, bei der von einem Hohlleiter Querwände ausgehen, welche jeweils mit einer zentralen Elektronenstrahldurchtrittsöffnung sowie mindestens einer Koppelöffnung versehen sind und mit der jeweils benachbarten Querwand eine Leitungszeile bilden, und die zwei Abschnitte mit unterschiedlichem, konstantem VerzögerungsmaQ für die Leitungswelle enthält, wobei das Verzögerungsmaß des in Richtung des Elektronenstrahls vorderen Leitungsabschnitts kleiner ist als das Verzögerungsmaß des hinteren Leitungsabschnitts und sich zwischen beiden Abschnitten ein Übergangsabschnitt befindet, dadurch gekennzeichnet, daß der Obergangsabschnitt aus einer einzigen Zelle (Anpaßzelle 8) besteht, wobei zumindest eine der beiden Querwände (1) der Anpaßzelle wenigstens einen in das Zelieninnere hineinragenden Stift (Anpaßsiifl 12} trägt
- 2. Verzögerungsleitung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Obergangsabschnitt aus einer einzigen Zelle (Anpaßzelle 8) besteht, wobei zurindest eine der beiden Querwände (1) der Anpaßzelle (8) mit wenigstens einem Schlitz (13) und/oder einer Ausnehmung versehen ist
- 3. Verzögerungsleitung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergangsabschnitt aus ein-?'· einzigen Zelle (Anpaßzelle 8) besteht wobei die Querabmessung der Anpaßzelle (8) von der Querabrnessung der übrigen Leitungszellen (7) verschieden ist.
- 4. Verzögerungsleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß der Anpaßstift (12) aus Metall besteht
- 5. Verzögerungsleitung nach Anspruch 1 oder 4, mit jeweils einer ringförmigen Querblende in jeder Leitungszelle, dadurch gekennzeichnet daß die Querblende (2) der Anpaßzelle (8) den Anpaßstift (12) trägt
- 6. Verzögerungsleitung nach Anspruch 2, mit einer ringförmigen Querblende in jeder Leitungszelle, dadurch gekennzeichnet daß die Querblende (2) der Anpaßzelle (8) den Schlitz und/oder die Ausnehmung enthält.
- 7. Verzögerungsleitung nach Anspruch 3, mit einer ringförmigen Querblende in jeder Leitungszelle, dadurch gekennzeichnet, daß der Innendurchmesser (dt) der ringförmigen Querblende (2) der Anpaßzelle (8) von den Innendurchmessern (d>, du) der übrigen Querblenden verschieden ist.
- 8. Verzögerungsleitung nach Anspruch 5, mit alternierenden Koppelöffnungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Querblende (2) der Anpaßzelle (8) zwei Anpaßstifte (12) trägt, die jeweils der Koppelöffnung (5) einer der beiden benachbarten Querwände (2) gegenüberliegen (F ig. 1).
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