DE2613110C2 - Umschaltbarer Transformator zum Anschluß an die gängigen Zugsammelschienenspannungen in Reisezugwagen - Google Patents
Umschaltbarer Transformator zum Anschluß an die gängigen Zugsammelschienenspannungen in ReisezugwagenInfo
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- H01F—MAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf einen Transformator gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Ein solcher umschaltbarer Transformator gemäß Oberbegriff ist z. B. aus »Glasers Annalen« 92 (1968),
Nr. 2, S. 55—58 bekanntgeworden für eine Viersystem-Stromversorgung von Reisezugwagen. Dieser Transformator
wird bei Wechselspannungseinspeisung 1000 V, 162/3Hz über eine primärseitige Anzapfung versorgt,
wobei ein Teil der für 1500V, 50 Hz Sinus- oder Rechteckeinspeisung vorgegebenen Wicklung ungenutzt
bleibt. Der Transformator ist eisenmäßig für 16V3Hz ausgelegt und wird bei Betrieb an 1500V,
Hz trotz der dann erhöhten Windungszahl durch Benutzung der gesamten Wicklungslänge eisenmäßig
nicht voll ausgenutzt. In jedem Betriebsfall bleibt ungenutztes oder nicht voll ausgenutztes Material
vorhanden.
Bei einer Reihe von Anwendungsfällen müssen transformatorgespeiste Verbraucher trotz unterschiedlicher
Transformatoreingangsspannungen und Frequenzen ein stets gleiches Spannungsangebot erhalten. Ein
solcher Anwendungsfall ist beispielsweise beim grenzüberschreitenden Zugverkehr mit den in den einzelnen
Ländern unterschiedlichen FahrleiUingssystemen gegeben. Die Energieversorgung in den Zügen für die
verschiedensten Arten von Verbrauchern muß trotz der verschiedenen Fahrleitungs-Nennspannungen wie
kV=, 1,5 kV=, 25 kV 50 Hz ~ und 15 kV 162/3 Hz — qleichmäßig gewährleistet sein. Die Wechselspannungen
werden im allgemeinen von einem Haupttransformator auf 1,5 kV 50 Hz ~ bei 25 kV Fahrleitungsspannung bzw. IkV 16V3Hz bei 15 kV
Fahrleitungsspannung heruntertransformiert, während die Gleichspannungen 3 kV und 1,5 kV direkt zur
Verfugung stehen. Von diesen Spannungen wird meist eine durch die Züge hindurchgehende Hauptspeiseleitung
oder Zugsammeischiene versorgt, die der zentralen Energieversorgung dient und an der im allgemeinen
Verbraucher wie Klimaanlage, Batterieladung, elektrische Heizung, Beleuchtung und weitere Hilfsbetriebe
angeschlossen sind. Um die genannten Verbraucher mit anderen Spannungen als den genannten aus der
Zugsammelleitung betreiben zu können und auch zur Potentialtrennung ist meist ein Transformator zwischengeschaltet
mit einer entsprechenden Anzahl von Sekundärwicklungen. Er wird bei Nennwechselspannungen
1,5 kV 50 Hz oder 1 kV 16V3 Hz direkt und bei
Gleichspannungen von 3 kV oder 1,5 kV über einen Wechselrichter mit einer konstanten Spannungs-Frequenz-Kombination
gespeist. Letztere läßt sich einem der beiden Wechselspannungssysteme anpassen, meist
entscheidet man sich für 50 Hz. Auch für diese Transformatoren bestimmen sich wie allgemein üblich
die Baugrößen nach der niederen Frequenz, hier 16V3 Hz. Es muß sehr viel Eisen im Transformator
vorgesehen werden, um die Induktionswerte nicht zu überschreiten. Bekanntlich können die positiven Nennspannungsabweichungen
bei Gleichspannungsbetrieb bis zu 33Vj% und bei Wechselspannungsbetrieb um
10% maximal betragen.
Aufgabe der Erfindung ist es, solche Transformatoren kleiner, leichter und materialsparender, d. h. wirtschaftlicher
zu bauen.
Diese Aufgabe wird für einen Transformator der eingangs genannten Art durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Bisher ist man auch bei diesen Transformatoren bei der Eisenauslegung nach der niederen Frequenz
gegangen.
Es ist bereits ein Haupttransformator für den Anschluß an Fahrleitungsnetze 25 kV 50 Hz, 15 kV
I6V3 Hz bekannt, der sowohl galvanisch getrennte Wicklungen aufweist als auch als Spartransformator zur
Speisung (Heizung) herangezogen wird (Elektrische Bahnen 1967, H. 6, S. 131, Bild 6). Dieser Transformator
ist jedoch herkömmlich für die niedere Netzfrequenz (16V3 Hz) ausgelegt.
Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
An Hand eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung im nachstehenden gegenüber einer bekannten
Ausführungsform näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 — eine bekannte Ausführungsform, umschaltbar
auf 1,5 kV 50 Hz und 1 kV 16V3 Hz,
Fig.2 - die neue Schaltung für 1,5 kV 50 Hz und 1 kV 16V3 Hz,
F i g. 3 — eine Tabelle der in F i g. 2 erforderlichen Umschaltungen.
Der in F i g. 1 gezeigte Transformator ist bekannter Art und besteht aus einer an 1,5 kV 50 Hz oder 1 kV
16Vj Hz anschließbaren Primärwicklung 1 und zwei Sekundärwicklungen 2 und 3 zur Speisung unterschiedlicher
Verbraucher 4 und 5 mit verschiedener Speisespannung. Dabei kann beispielsweise der Verbraucher 4 ein
Ladegerät für eine Batterie (z. B. 48 V oder 110 V) und 5
ein für 800 V ausgelegtes Kälteaggregat für eine
Klimaanlage darstellen. 6 und 7 zeigen Wicklungsanzapfungen, an die zum Spannungsausgleich bei Betrieb des
Transformators an der höheren Spannung (1,5 kV) die Verbraucher 4 und 5 über Schaltkontakte 8 und 9 gelegt
sind. Bei 1 kV 16V3Hz sind die Schaltkontakte 10, 11
geschlossen. Der Transformator ist für einen Betrieb bei dieser Spannung und Frequenz auszulegen. Der
Aufwand an Transformatoreisen ist etwa proportional der Induktion anzusetzen, was gegenüber 100% bei
50 Hz-Betrieb etwa einem Aufwand von 200% bei 162/3 Hz-Betrieb entspricht. Hinzu kommt κίη Mehraufwand
an Kupfer durch die bei 1 kV-Betrieb höheren Primärströme.
F i g. 2 zeigt die gleicheti Verbraucher 4 und 5 an
einem erfindungsgemäßen Transformator. Die Primärwicklung ist mit 21, die Sekundärwicklungen mit 22 und
23 bezeichnet. Hinzugekommen sind diverse Schaltkontakte 24, 25, 26, 27 zur Reihenschaltung der Sekundärwicklung
23 mit der Primärwicklung 21. Mit 28 und 29 sind Sekundärwicklungsanzapfungen angegeben, über
die mittels der Schaltkontakte 30,31 die Verbraucher 4, 5 umschaltbar an Spannung gelegt werden können. 32
und 33 sind weitere Schaltkontakte. Zum Betrieb des Transformators wird auf die F i g. 3 verwiesen, in der
tabellarisch die Schalterstellungen bei verschiedenen Betriebsspannungen angegeben sind. Ein Punkt bedeutet
»eingeschaltet«. Bei 1,5 kV 50 Hz sind danach d>e Schaltkontakte 25 und 27 geschlossen. Der Transformator
arbeitet in normaler Weise, wobei die Verbraucher 4 und 5 galvanisch von der Netzspannung getrennt über
die Schaltkontakte 30 und 32 an Spannung liegen. Bei 1 kV 162/3 Hz dagegen sind die Schaltkontakte 2& und
26 geschlossen und 25 und 27 geöffnet. Die Sekundärwicklung 23 wird damit in den Primärstromkreis
einbezogen. Für den Verbraucher 5 entfällt durch diese Sparschaltung die galvanische Trennung. Er wird über
den Schaltkontakt 3i und die Anzapfung 29 an die entsprechende Spannung angeschlossen. Eine solche
Schaltung ist für Verbraucher ohne Potentialtrennungszwang, wie hier z. B. ein Kälteaggregat einer Klimaanlage,
das unterhalb des Wagenkastens, also an einem unzugänglichen Ort, berührungssicher angeordnet ist,
zweckmäßig. Potentialtrennung ist hier nicht nötig. Durch die Einbeziehung der Sekundärwicklung in den
ίο Primärstromkreis erhöht sich dessen Windungszahl,
wodurch die Induktion herabgesetzt wird, was in einer erheblichen Reduzierung des erforderlichen Eisengewichts
(bis zu 30%) resultiert. Hinzu kommt auch eine gewisse Kupferersparnis durch die Möglichkeit, Teile
der Parallelwicklung im »Spartransformator«, in denen sich die Ströme teilweise aufheben (hier unterer Teil der
Wicklung 23 und die Wicklung 21), mit geringerem Drahtquerschnitt auszuführen. Diese Kupferersparnis
wird jedoch teilweise eingeschränkt durch Wicklungsmehraufwand bei der Sekundärwicklung 22 für den
weiteren Verbraucher 4. Da sich mit der Erhöhung der Windungszahl im Primärstromkreis die AW-Zah)
erhöht, muß im Sekundärstromkreis ein Ausgleich erfolgen, um für den weiteren Verbraucher 4 dieselbe
Spannung zu bekommen. Dies geschieht durch entsprechendes Erhöhen der Sekundärwindungszahl der
Wicklung 22 und Anschluß des Verbrauchers 4 über den Schaltkontakt 33.
Durch die Erfindung läßt sich ein Transformator
Durch die Erfindung läßt sich ein Transformator
3" schaffen, der trotz eines gewissen Mehraufwandes an
Schaltgerät wesentliche Vorteile bringt. Durch die Eisen- und Kupferersparnis kann der Transformator
generell kleiner im Bauvolumen und Gewicht und damit auch preislich günstiger gehalten werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Umschaltbarer Transformator zum Anschluß an die gängigen Zugsammelschienenspannungen mit
mehreren Sekundärwicklungen zur Speisung differenter Verbraucher in Reisezugwagen mit jeweils
gleicher definierter Betrebsspannung unabhängig von der gerade anliegenden Zugsammelschienenspannung,
an die bei 1,5 kV 50 Hz oder 1 kV 16V3 Hz
die Primärwicklung direkt angeschlossen ist bzw. bei Gleichspannungen von 3 kV oder 1,5 kV über einen
Umrichter angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Transformator eisenmäßig für die höhere Netzfrequenz (50 Hz) ausgelegt ist und
für diese Frequenz nur galvanisch getrennte, für die jeweilige Zugsammelschienenspannung umschaltbare
Sekundär-Wicklungen (21, 22, 23) aufweist und daß für einen Anschluß an das Netz niederer
Frequenz (16V3 Hz) eine Erhöhung der Pnmärwindangszahl
durch Umschaltung wenigstens einer der Sekundärwicklungen (23) von der Sekundär- auf die
Primärseite unter Aufhebung der galvanischen Trennung für diese Wicklung (23) und deren
Verbraucher (5) vorgesehen ist.
2. Transformator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Primärwicklung (21)
in Reihe geschaltete Sekundärwicklung (23) mit einer Spannungsreduzieranzapfung (29) versehen ist,
auf die der zugehörige Verbraucher (5) umschaltbar ist.
3. Transformator nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Sekundärwicklung
(23) in Reihe geschaltete Primärwicklung (21) mit einer Spannungsreduzieranzapfung versehen
ist, auf die der zugehörige Verbraucher (5) umschaltbar ist.
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