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Filteranordnung
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Die Erfindung bezieht sich auf industrielle Trockenluftreiniger der
in der US-PS 3 710 552 beschriebenen Art, bei welchen verschmutzte Luft in ein Filtergehäuse
eintritt, in diesem Gehäuse aufgehängte Filter in Form von Gewebeschläuchen durchläuft,
wobei Schmutz, Staub oder andere partikelförmige Stoffe im Inneren der Schläuche
abgefangen werden. Die durch die Schläuche hindurchtretende saubere Luft tritt dann
aus dem Filtergehäuse aus.
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Die Menge verschmutzter Luft, die mit solchen Abscheidern behandelt
werden kann, ist direkt proportional der (;esamtoberfläche des Gewebes bzw. der
Bespannung der Schläuche, durch welche die Luft hindurchtritt. Um die Leistungsfa#higkeit
bzw. das Fassungsvermögen zu steigern, muß also die Oberfläche der Schläuche vergrößert
werden. Dies wird bei typischen Ausführungsformen dadurch bewerkstelligt, daß die
Schläuche verlängert oder im Durchmesser vergrößert werden, oder daß die Zahl der
Schläuche im Filtergehäuse erhöht wird. Die Leistungsfähigkeit des Systems kann
zwar auf diese Weise gesteigert werden, jedoch muß gleichzeitig das Filtergehäuse
entsprechend vergrößert werden, so daß diese Problemlösung recht kostspielig ist.
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Die wesentliche Aufgabe der Erfindung besteht nunmehr in der Schaffung
eines mit Cewsbeschläuchen arbeitenden Lurtreinigungssystems mit einer wesentlich
höheren Leistungsfähigkeit ohne Vergrößerung des Filtergehäuses, wobei auch bereits
vorhandene Filtergehäuse ohne größere Änderungen weiter verwendet werden können.
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Erfindungagemäa wird diese Aufgabe im wesentlichen dadurch gelöst,
daß ein Filter in Form eines Cswebeschlauches kleineren Durchmessers innerhalb eines
Filters in Form eines Cewebeschlauches größeren Durchmessers angeordnet wird, so
daß zwischen diesen Filtern ein Ringraum vorgesehen
ist. Die schmutzige
Luft tritt in den Ringraum ein und wird beim Austreten aus dem äußeren Schlauch
und beim Eintreten in den inneren Schlauch gefiltert, wobei sich die Staub- oder
Schmutzpartikel in dem dazwischen liegenden Ringraum ablagern.
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Bei dieser erfindungsgemäßen Anordnung wird mit dem äußeren Schlauch
genauso viel Luft bearbeitet wie mit einer herkömmlichen Anordnung mit einem Schlauch
gleicher Cröße, ohne daß hierfür mehr Platz im Filtergehäuse benötigt wird. Der
innere Schlauch erfordert ebenfalls keinen zusätzlichen Gehäuseraum und erhöht die
Filterfläche zusätzlich etwa um d:ie Hälfte. Die Leistungsfähigkeit des erfindungsgemäßen
Filtersystems wird also ohne Erhöhung des Platzbedarfes um etwa 150% gesteigert.
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Die Schläuche können durch Schütteln oder durch Umkehrung der Luftströmung
sehr einfach gereinigt werden.
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Der äußere und innere Schlauch sind unabhängig voneinander gespannt
und so angeordnet, daß der Ringraum sowohl beim normalen Arbeitsbetrieb als auch
beim Reinigungsvorgang beibehalten wird, so daß die Lebensdauer der Schläuche nicht
nachteilig beeinflußt wird.
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Eine vorzugsweise in industriellen Filtergehäusen eingesetzte bevorzugte
Ausführungsform eines erfindungsgemaen Filtersysteme zum Reinigen von Trockenluft
und Abscheiden oder Abfangen von Staub weist zwei koaxial ineinander angeordnete
vertikal verlaufende und unabhäggig voneinander gespannte Gewebeschläuche auf.
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Weitere Vorzüge und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen
sowie aus der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung, in welchen die Erfindung
beispielsweise erläutert und dargestellt ist.
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Es zeigen s Fig. 1 einen senkrechten Querschnitt durch ein Ende eines
Filtergehäuses und eine der darin untergebrachten Filter in Form konzentrischer
Geujebeschläuche, Fig. 2 eine in Richtung der Pfeile 2-2 in Fig. 1 gesehene Ansicht
auf die Oberseite der konzentrischen Schläuche und Fig. 3 eine in Richtung der Pfeile
3-3 in Fig. 1 gesehene Ansicht der Unterseite der konzentrischen Schläuche.
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Die in den Zeichnungen dargestellte bevorzugte Ausführungsform der
Erfindung weist ein Filtergehäuse 10 mit einem horizontalen Zwischenboden 11 auf,
der das Innere des Filtergehäuses
in obere und untere Kammern 12
und 13 aufteilt.
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Durch einen Einlaß 14 der unteren Kammer 13 tritt verschmutzte Luft
in das Filtergehäuse ein. Eine Auslaßöffnung 15 ist am oberen Ende des Filtergehäuses
10 für den Austritt der gereinigten Luft vorgesehen. Zur Erzeugung einer Luftströmung
durch das Filtergehäuse ist ein übliches, nicht dargestelltes Gebläse vorgesehen.
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Ein langgestreckter, aus einem Gewebeschlauch bestehender Filter 16
ist in der Kammer 12 untergebracht und mit seinem unteren Ende rundum an einer muffe
17 befestigt und daran mit Hilfe eines Halteringes 18 festgehalten. Die muffe 17
besteht vorzugsweise aus einem einteilig mit dem Zwischenboden 11 ausgebildeten
und von diesem nach oben vorstehenden Ringflansch, Das obere Ende des Schlauches
16 ist an einem nach unten weisenden Flansch 19 einer Endkappe 20 mit hilfe eines
Halteringes 21 befestigt. An der Kappe 20 ist eine nach oben stehende Tragspinne
22 befestigt, von der eine senkrechte Stange 23 nach oben durch die obere Gehäuseabdeckung
24 vorsteht und durch eine Kompressionsfeder 25 hindurchtritt, gegen die sie mit
Hilfe einer Platte 26 und einer aufgeschraubten mutter 27 gehalten ist. Durch Drehung
der mutter 27 auf der Stange 23 nach oben oder unten kann die Spannung des Schlauches
16 in gewünschter Weise eingestellt
werden. An dem Schlauch 16
sind mehrere auf seiner Länge mit Abstand angeordnete Versteifungeringe 28 befestigt,
welche für eine Abstützung des Schlauches sorgen und ein unerwünschtes Zusammenfallen
des Schlauches nach innen verhindern, wenn dieser beim Reinigungsvorgang einer umgekehrten
Luftströmung ausgesetzt wird.
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Die im übrigen geschlossene Kappe 20 weist einen nach oben vorstehenden,
eine mittelöffnung 30 der Kappe umfassenden Flansch 29 auf. Ein innerer aus einem
Gewebeschlauch bestehender Filter 31 tritt mit seinem oberen Ende durch die Kappenöffnung
30 hindurch und ist über den Flansch 29 gelegt und ~dort mit Hilfe eines Halteringes
32 befestigt. Das untere Ende des Schlauches 31 ist durch eine Endkappe 33 abgeschlossen,
an welcher der Schlauch mit Hilfe eines Iialteringes 34 befestigt ist. Die Endkappe
33 trägt ein darin untergebrachtes Gewicht 35, dessen masse ausreicht, um den Schlauch
31 unter der gewünschten Spannung zu halten. Eine von der Endkappe 33 nach unten
vorstehende senkrechte Eührungsstange 36 tritt durch die Mittelöffnung eines an
dem Flansch 17 befestigten Speichenkreuzes 37 hindurch. Die Führungsstange 36 ist
in senkrechter Richtung frei beweglich relativ zu dem Speichenkreuz 37, welches
jedoch eine horizontale Bewegung der Stange sicher verhindert. Der Schlauch 31 weist
mehrere mit Abständen auf seiner Länge befestigte Versteifungsringe 38 auf, die
ein Zusammenfallen
des Schlauches nach innen verhindern, wenn dessen
Innenraum auf einem Druck gehalten wird, der gegenüber dem Druck im Ringraum 39
zwischen den beiden Schläuchen niedrig genug ist, um die gewünschte Strömungsgeschwindigkeit
der Lut durch den Schlauch 31 in dessen Innenraum hinein zu erreichen.
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Die Flanschmuffe 17 am Zwischenboden 11 umfaßt eine iiffuns 40 des
Zwischenbodens derart, daß der Ringraum 39 zwischen den Schläuchen 16 und 31 in
freier Verbindung mit der unteren Kammer 13 steht.
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Die Bodenwände der unteren Kammer 13 sind vorzugsweise scher'in nach
unten geneigt und laufen bei einem Schraubenförderer 41 zusammen, welcher periodisch
eingesetzt wird, um angesamnlelten Schmutz oder Staub aus der Kammer 13 zu entfernen.
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In der Zeichnung ist zwar nur ein Satz konzentrischer Filter schläuche
dargestellt, jedoch können in einem Filtergehäusg 10 auch mehrere solcher erfindungsgemäßer
Schlauchanordnunn'nn parallel zu-einander angeordnet sein, wobei jeder einzelnen
Schlauchanordnung eine untere Kammer 13 und-ein Einlaß 14 zugeordnet wird, so daß
verschmutzte Luft in jede Schlauchanordnung eintritt und durch die Schläuche gefiltert
wird.
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Beim Betrieb wird beispielsweise ein Saugsystem an die Auslaßüf,-nung
15 des Filtergehäuses angeschlossen, welches verschmutzte
Luft
durch die Einlaßöffnung 14 in die untere Kammer 13 saugt. Die verschmutzte Luft
strömt mit den mitgeschlepptnn Schmutzpartikeln durch die Öffnung 40 des Zwischenbodens
ungehindert nach oben in den Ringraum 39 zwischen den Schläuchen 16 und 31. Die
Luft strömt durch den äußeren Schlauch lri nach außen und durch den inneren Schlauch
31 nach innen, wobei die Schmutzpartikel im Ringraum an der Innenseite des Schlauches
16 und an der Außenseite des Schlauches 31 abgefangen werden. Die saubere Luft im
Schlauch 31 tritt frei nach oben durch die Kappenöffnung 30 und strömt von dort
zusammen mit der aus dem Schlauch 16 austretenden sauberen Luft durch den Auslaß
15.
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Von Zeit zu Zeit ist es erforderlich, die Filteranordnung zu reinigen
und den angesammelten Staub oder andere Schmutzpartikel von den Schläuchen 16 und
31 zu entfernen. Dies kann auf herkömmliche Weise durch Schütteln erreicht werden
oder durch Umkehrung der Strömungsrichtung der Luft in dem System, so daß die Luft
in den Schlauch 16 hinein und aus dem Schlauch 31 herausströmt. Die so gelösten
Schmutzstoffe fallen ungehindert durch den Ringraum 39 und die Öffnung 40 in die
untere Kammer 13 und sammeln sich dort auf dem Schraubenförderer 41, mit welchem
sie beseitigt bzw. tueggeräumt werden können.
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Der Durchmesser des inneren Schlauches 31 sollte so groß wie
möglich
gewählt werden, um für eine möglichst -große wirksame Filterfläche zu sorgen.
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Gleichzeitig sollte jedoch der Durchmesser des inneren Schlauches
im Vergleich zum äußeren Schlauch klein genug sein, um eine Behinderung der Strömung
verschmutzter Luft in den Hinqraum 39 zu verhindern und die möglichkeit einer Berührung
der beiden Schläuche während der Luftreinigung oder während des Reinigungsvorganges
der Schläuche auszuschalten, da solch Berührungen die Ursache für eine merklich
verringerte Lebensdauer der Schläuche sind.
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Die erfindungsgemäße montageanordnung, bei welcher beide Filterschläuche
unabhängig voneinander gespannt sind, und bei welcher eine Berührung der Schläuche
in jedem Fall vermieden ist, ermöglicht die Verwendung von Schläuchen aus sämtlichen
für solche Zwecke verwendeten Stoffen, Tuchen oder Geweben, einschließlich aus oder
unter Verwendung von Teflon und aus Glasfasern hergestellten Stoffen, wobei gerade
die beiden letztgenannten besonders empfindlich gegen Abscheuerung und Abrieb sind.
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- ANSPRÜCHE -