DE260281C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02N—ELECTRIC MACHINES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H02N1/00—Electrostatic generators or motors using a solid moving electrostatic charge carrier
- H02N1/06—Influence generators
- H02N1/08—Influence generators with conductive charge carrier, i.e. capacitor machines
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Electromagnets (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 260281 ■-KLASSE 21 a. GRUPPE
Wenn an das Feld einer mehrphasigen elektrostatischen
Asynchronmaschine, deren bewegter Teil mit der Rotationsgeschwindigkeit umläuft, welche bei Gleichspannungserregung
die Frequenz η (ι -f- s) ergeben würde, Spannungen
der Frequenz η s gelegt werden, so induzieren diese Spannungen im Anker Spannungen der Frequenz η (ι + s) — ns = η. Ihr
Vorhandensein bedingt das Auftreten von
ίο Strömen in der Nutz- und Streukapazität des
Ankers, die, falls die Maschine an einem Netze, das mit der Frequenz η arbeitet, hängt, als
wattlose Ströme in diesem Netze fließen.
Die · Asynchronmaschine kann von dem Netze frei gemacht werden dadurch, daß sie
aus Selbstinduktionen geschaltet wird, deren Größe so zu bemessen ist, daß sie bei der
Frequenz η gerade den von der Streu- und Nutzkapazität verlangten wattlosen Strom
liefert. Sie müssen sich also in Resonanz mit der Summe von Streu- und Nutzkapazitäten,
d. h. mit der Eigenkapazität, befinden.
In ähnlicher Weise können auch die Erregerspannungen
des Feldes von einer fremden Spannungsquelle der Frequenz η s frei gemacht
werden. Die Erregerspannungen verursachen in der Streu- und Nutzkapazität des Feldes
Ladeströme, die zunächst von der fremden Erregerquelle gedeckt werden. Legt man jedoch
im Felde parallel zu den Streu- und Nutzkapazitäten Selbstinduktionen, so sind
diese imstande, die wattlosen Ladeströme zu liefern.
Eine in dieser Art und Weise von jeder fremden Stromquelle frei gemachte Asynchronmaschine
wäre, falls sie verlustlos arbeitet, in der Lage, ihre Spannung beizubehalten. Bei
der geringsten Nutzlast würde sie jedoch jede Spannung verlieren.
Der Hauptpunkt dieser Erfindung -stützt sich auf die Erkenntnis, daß zur Energielieferung
unbedingt eine ganz bestimmte relative Winkelstellung' zwischen den Spannungen des
Feldes und des Ankers herrschen muß, da sonst keinerlei elektrostatische Drehmomente
entstehen können. Und diese Winkelstellung kann nur dadurch erreicht werden, daß die
Spannungen des Feldes auf effektverzehrende Widerstände arbeiten, deren Ohmwert in einem
ganz bestimmten Verhältnis zu dem gewählten Schlupfe steht. Er muß dem willkürlich
gewählten Schlupfe umgekehrt proportional eingestellt werden. Diese Widerstände können
parallel zu den erwähnten Selbstinduktionen des Feldes liegen, können jedoch auch mit
diesen in beliebiger Weise vereinigt werden. Die Vereinigungen von Selbstinduktionen und
Ohmschen Widerständen, zu denen der bequemeren Regelung halber auch noch Kapazitäten
im Nebenschluß oder Teilschluß oder in Reihenschluß treten können, haben nur die
Bedingung zu erfüllen, daß sie die wattlosen Ladeströme des Feldes liefern und' gleichzeitig
die Wattströme aufnehmen, deren Größe sich aus der Forderung ergibt, daß der effektverzehrende
Teil der Vereinigung dem gewählten Schlupfe umgekehrt proportional eingestellt wird.
Eine in dieser Art geschaltete Asynchronmaschine ist in der Lage, unabhängig von
S. Auflage, ausgegeben am ιη. Juni 1913.)
jeder fremden Stromquelle, wenn sie erst einen beliebigen elektrischen Stoß erhalten hat, auf
Spannung zu kommen und Nutzleistung abzugeben.
Praktisch ungleich wichtiger als die Mehrphasenmaschine
ist die selbsterregende elektrostatische asynchrone Einphasenmaschine. Zunächst gelten auch für diese die allgemeinen
Grundsätze hinsichtlich der Lieferung der wattlosen Ladeströme und hinsichtlich des effektverzehrenden
Teiles des Feldwiderstandes, welcher umgekehrt proportional dem gewünschten Schlupfe einzustellen ist.
In der Einphasenmaschine erscheint gegenüber der Mehrphäsenmaschine die Verwickelung,
daß die Feldspannung der Frequenz η s neben der gewünschten Ankerspannung der
Frequenz η (oder η -f- 2 η s) auch noch eine
solche der Frequenz η -j- 2 η s (oder η) induziert.
Diese kann jedoch dadurch unschädlich gemacht werden, daß an den Anker ein auf dje Frequenz η -f- 2 η s (oder n) abgestimmter
Resonanzkreis angelegt wird. Für die Fre^· quenz η -f- 2 η s (oder n) ist dieser Kreis ein
reiner Kurzschluß, während er für die Frequenz η wie Erhöhung der Streukapazität wirkt
oder für η -{-ns wie eine Induktivität. Bei
der praktischen Ausführung wird dieser Resonanzkreis mit der zu den Kapazitäten par-
allel liegenden Selbstinduktionen des Ankers
zweckmäßig zu einer einheitlichen Anordnung vereinigt.
Im Felde induziert die Ankerspannung der Frequenz η die unerwünschte Spannung der
Frequenz 2 η -\- η s. Auch diese wird wie im
Anker durch einen in sich auf 2 η -\- η s abgestimmten
Spannungsresonanzkreis unschädlich gemacht.
In Fig. ι sind mit α und b die Streu- und
Nutzkapazitäten des Ankers b und des Feldes a einer Phase einer Mehrphasenmaschine bezeichnet.
Die Induktionsspulen d und β liefern die wattlosen Ladeströme. c ist der dem
Schlupfe umgekehrt proportional zu wählende Feldwiderstand, f der Nutzwiderstand des
Ankers.
In Fig. 2 ist mit c eine Möglichkeit der Vereinigung von c und d aus Fig. 1, mit e
die Vereinigung von e und f aus Fig. 1 angedeutet. Der in e liegende Kondensator
dient in üblicher Weise zur Erleichterung der Einstellung.
Fig. 3 ist ein Schaltbild der Einphasenmaschine. α und b sind die Streu- und Nutzkapazitäten
des Feldes und des Ankers, c, d sowie e, f haben den gleichen Zweck wie in
Fig. i. g dient als Kurzschluß für die unerwünschte
Spannung im Anker, h ebenso für die des Feldes.
Fig. 4 soll eine der vielen Möglichkeiten andeuten, wie d und h aus Fig. 3 zu d und wie
e und g zu e vereinigt werden können.
Statt die im Felde induzierten Spannungen annähernd doppelter Frequenz zu unterdrücken,
können diese entweder unmittelbar oder mittelbar zur Induzierung von Spannungen dreifacher
Frequenz im Anker verwertet werden. Die beliebig häufige Wiederholung dieser stufenweisen Frequenzerhöhung führt zur Gewinnung
beliebig hoher Frequenzen.
Weiterhin kann auch von vornherein von der Unterdrückung der einen Ankerspanriung
η A- 2ns bzw. η abgesehen werden und im
Anker beide Spannungen η -f- 2 η s und η zur
Entwickelung gebracht werden. Es entstehen dann Schwebungen der Tonhöhe 2 η s.
Beide sich um den Betrag 2 η s unterscheidende
Spannungen können zur stufenweisen Frequenzerhöhung weiter verarbeitet werden. Es ergeben sich dann gleichfalls
Schwebungen in allen Spannungsgliedern.'
Die Ausbildung von immer je zwei zusammengehörigen Spannungen erfolgt dadurch,
daß für jedes Glied in jeder Stufe die Bedingungen der einfachen Anordnung geschaffen
werden.
Fig. 5 gibt das Schaltungsschema einer selbsterregenden
statischen Asynchronmaschine für die Ausnutzung der beiden dritten Spannungsglieder
3, η \ ^ns und 3 η -f- 2 η s. c ist Erregerkreis,
nämlich der mit einem willkürlich einstellbaren Ohmschen (effektverzehrenden)
Widerstand versehene Abstimmsatz für die im Felde erzeugte Erregerspannung der Frequenz
η s. Gesperrt ist der Erregerkreis gegen die höheren Frequenzen durch die Sperrspulen d, d. α und b sind die Eigenkapazitäten
des Feldes und des Ankers, e ist .der Nutzwiderstand, der gegen die Frequenzen η
und 11 + 2ns gesperrt ist. f und g sind die 1(ό
Abstimmsätze zur Unwirksammachung der in der Streukapazität oder in der Nutzkapazität
auftretenden Ströme für die Frequenzen η und η f 2MS im Anker sowie 2 η '-f- η s und
2 η -f- 3 η s im Feld. i°5
Der in sich abgestimmte Resonanzkreis h bietet für die beiden weiteren Spannungsglieder ungefähr vierfacher Frequenz den erforderlichen
Kurzschluß. Die Reihenschaltung i erleichtert die Einstellung der Spannungen.
Die Möglichkeit, eine der beiden Frequenzen der einzelnen Stufen, die sich um den Betrag
2ns unterscheiden, unwirksam zu machen,
d. h. durch einen Kurzschluß (Spannungsresonanzkreis) zu vernichten, läßt sich nicht H5
in der Zeichnung schematisch darstellen. Dieselbe in den einzelnen Stufen gezeichnete Verbindung
von Selbstinduktion und Kapazität kann je nach der Wahl der einzelnen Größenverhältnisse
als Abstimmsatz für die beiden
Frequenzen oder als Abstimmsatz (reiner Leerlauf) für die eine und als in sich abgestimmter
Resonanzkreis (reiner Kurzschluß) für die andere der beiden sich um den Betrag 2ns
unterscheidenden Frequenzen dienen.
Das beschriebene Verfahren ist sinngemäß für jede beliebige Frequenz verwendbar.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:ίο i. Selbsterregende elektrostatische Asynchronmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß im übersynchronen Lauf im Felde . effektverzehrende Widerstände eingebaut werden, deren Größe dem gewählten Schlupfe umgekehrt proportional eingestellt ist, während im Felde wie im Anker zur Deckung der wattlosen Ströme der Streu- und Nutzkapazitäten Selbstinduktionen dienen.
- 2. Asynchrone Einphasenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Feld ein dem gewählten Schlupfe umgekehrt proportionaler effektverzehrender Widerstand eingebaut wird, während die wattlosen Ladeströme der Streu- und Nutzkapazitäten des Feldes und Ankers durch Selbstinduktionen geliefert werden und die induzierten Spannungen ungewollter Frequenz durch in sich abgestimmte Resonanzkreise beseitigt werden:
- 3.. Selbsterregende elektrostatische Asynchronmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf sie das Prinzip der stufenweisen Frequenzsteigerung Anwendung findet, und zwar in der Art, daß für die nicht ausgenutzten Spannungsglieder durch Bildung von in sich auf die betreffenden nicht gewünschten Frequenzen abgestimmten Resonanzkreisen Kurzschlußbedingungen geschaffen werden, während für. die gewünschten Spännungsglieder reine Leerlaufbedingungen gebildet werden in der Art, daß aus den Streukapazitäten oder den Streu- und Nutzkapazitäten mit Hilfe von Induktionsspulen, zu denen Kapazitäten hinzutreten können, Resonanzkreise gebildet werden, welche die Wirkungen der Streukapazitäten oder der Nutzkapazitäten aufheben.
- 4. Selbsterregende elektrostatische Asynchronmaschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Feld und im Anker in jeder Stufe immer je zwei zusammengehörige Spannungen ausgebildet werden, welche sich um den doppelten Betrag der Erregerfrequenz unterscheiden.Hierzu .1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE260281C true DE260281C (de) |
Family
ID=517928
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT260281D Active DE260281C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE260281C (de) |
-
0
- DE DENDAT260281D patent/DE260281C/de active Active
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