DE255694C - - Google Patents

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DE255694C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D51/00Auxiliary pretreatment of gases or vapours to be cleaned
    • B01D51/10Conditioning the gas to be cleaned

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 255694 KLASSE 24#. GRUPPE
Neu-Süd-Wales, Austr.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Februar 1911 ab.
Die bekannten Vorrichtungen zum Kühlen und Reinigen von Gasen und Anreichern derselben mit Desinfektions- und Räuchermitteln bestehen im wesentlichen aus einer Gasquelle der kohlenstoffhaltigen Brennstoffverbrennung, einem Kühler und Wasserstrahlgasreiniger, einem Wasserabscheider, einer Pumpe oder Dampfgebläse zur Bewegung der Gase durch das System und die Kanäle und Weiterführung der gekühlten, gereinigten Gase zu den Stellen, wo sie benutzt werden, sowie in Fällen, wo es sich um eine desinfizierende oder ausräuchernde Wirkung handelt, aus einer Einrichtung zur Einführung von Desinfektions- und Räuchermitteln in den Gas-· strom.
Die Vorrichtung nach vorliegender Erfindung besteht nun in der besonderen Anordnung der die einzelnen Einrichtungen verbindenden Rohrleitungen und Ventile derart, daß nach Belieben entweder nur gereinigte, gekühlte und getrocknete Rauchgase, nur Luft oder ein Gemenge dieser beiden unter Drück aus dem System austritt, und daß gleichzeitig die Möglichkeit besteht, Rauchgase und Luft einzeln oder in beliebiger Mischung mit Desinfektions- und Räuchermitteln zu beladen.
Die Zeichnung gibt eine schematische Darstellung der Vorrichtung, wie sie verwendbar ist sowohl zur Vorbereitung und Zuleitung der Gase, zum Löschen von Feuer als zum Ausräuchern von Schiffsräumen usw.
Von dem Schornstein 1 der Feuerungsanlage geht ein Gasableitungsstutzen 2 aus, welcher ein Ventil oder eine Klappe 3 besitzt. Dieses Rohr führt zum Wasserstrahlkühler oder Rei-■niger 4, in den durch die Leitung 5 mit dem Ventil 7 Wasser zugeführt wird. 8 bedeutet eine wagerechte durchlöcherte Scheidewand im oberen Teil der Kammer 4, 9 eine die Kammer 4 senkrecht unterteilende Wand, welche von der Scheidewand 8 nach unten ragt. 10 ist ein offener Spalt unter der Wand 9, 11 eine Wasserfalle oder ein siphonartiges Ablaßrohr zur Abführung des überflüssigen Wassers vom Boden der Kammer 4. In der Wasserabscheidekammer 12 wird das mitgeführte Wasser aus dem Gas ausgeschieden. Das Ubergangsrohr 13 stellt eine Verbindung zwischen dem Boden der Kammer 12 und dem Boden der Kammer 4 her, um das überschüssige Wasser aus der Kammer 12 in die Kammer 4 abfließen zu lassen. Der Stutzen 14, welcher die Kammern 4 und 12 verbindet, besitzt die volle Breite der Kammer 12, um einen langsamen Gasdurchfluß zu erhalten. Unmittelbar über dem Stutzen 14 ist die Scheidewand 8 nicht durchlöchert, um das Wasser zu verhindern, unmittelbar in das Rohr 14 zu gelangen. In der Kammer 12 sind winklige Scheidewände oder Platten 16 und 1.7 so angeordnet, daß sie die Richtung des Gasstromes ändern in der Weise, daß das Gas beim Durchgang durch die Kammer nacheinander auf die Wände der Kammern und
jene Scheidewände trifft, wodurch Wasser abgeschieden wird, welches, diese Platten und Wände entlangfließend, seinen Weg durch den Boden der Kammer nimmt; die unteren Enden der Wände 16 und 17 sind, wie bei 18 gezeigt, nach aufwärts gebogen, um Rinnen zu bilden, die ein Gefälle nach der einen Seite der Kammer besitzen, so daß das Wasser durch diese Rinnen nach dem unteren Ende derselben fließt und in einem Strahl nach unten läuft. 19 bedeutet den Gasaustrittkanal aus der Kammer 12 zum Einlaßrohr 20 der Gaspumpe 21. Diese Pumpe ist eine gewöhnliche Zentrifugalpumpe; aber wenn das Gas durch eine Leitung von bedeutender Länge zur Verwendungsstelle geführt werden muß oder unter höherem Druck, als er für gewöhnlich mit. einer einkammerigen Zentrifugalpumpe erreicht werden kann, wird eine zwei-, drei- oder vierkammerige Zentrifugalpumpe oder ein Druckgebläse benutzt.
Ein Luftzuleitungsrohr 23 führt in den Rohrstutzen 19 und ist mit einem Ventil 24 versehen, während es mit einer Siebkappe 25 bedeckt wird, um feste Teile am Eindringen in das Rohr zu verhindern. In dem geschlossenen Behälter 26 ist die desinfizierende oder zur Ausräucherung dienende Flüssigkeit oder ein verdampfendes festes Räucherungsmittel enthalten. In diesem Behälter ist eine Dampfschlange oder Dampfleitung 27 untergebracht, die durch ein Rohr 28 vom Kessel gespeist wird, das durch ein Ventil 47 geregelt wird und mit seinem Auslaßende 29 an der Eingangseite des Kühlers oder Reinigers 4 endigt. Ein verschließbares Rohr 30 führt aus der Gasableitung 22 in den Räuchermittelbehälter 26 und ist vorzugsweise mit seinem Ende 31 bis nahe an den Boden des Gefäßes eingetaucht, so daß das Gas, welches durch das Rohr hindurchgeht, gezwungen ist, durch die Flüssigkeit im Behälter zu gehen und auf diese Weise sich mit Teilchen des desinfizierenden Stoffes anzureichern. Ein mit einem Ventil 33 versehenes Rohr 32 führt aus dem oberen Teil der Kammer 26 zur Einlaßleitung 20 des Ventilators. In dem Behälter sind noch Baumwolldochte 15 aufgehängt, deren untere Enden in die Flüssigkeit im Behälter 26 eintauchen und dieselbe durch Kapillarwirkung in die Höhe ziehen und so eine große Oberfläche für das durchstreichende Gas im Behälter bilden. 34 ist ein Druckmesser, 35 ein Thermometer und 36 ein mit Ventil versehenes Speise- oder Füllgefäß. Das Thermometer ist durch eine Stopfbüchse 37 eingesetzt, welche in eine der Wände des Gefäßes 26 eingepaßt ist. 38 ist ein Rohr, welches vom Boden des Räuchergefäßes 26 in die Zuleitung 20 zur Pumpe 21 führt. Dieses Rohr ist mit einem Ventil 39 versehen, während auf seiner Länge ein Glasrohr oder eine zu überwachende Speisevorrichtung 40 eingebaut ist, durch welche die Flüssigkeit beobachtet werden kann, wenn sie durch das Rohr 38 aus dem Behälter 26 abfließt. 22 ist die Ausflußleitung von der Pumpe 21 und ist mit einem Ventil 41 versehen, das ihre Verbindung mit der Atmosphäre herstellt, während ein Stutzen 42, der ebenfalls ein Ventil 43 besitzt, eine Verbindung mit der Gashauptleitung 44 herstellt, aus welcher Leitung Rohre nach den verschiedenen Stellen führen, wo das fertige Gas benutzt werden soll.
Ein Stutzen 45 verbindet die Hauptleitung 44 mit dem Stutzen 19. Dieser kann ebenfalls durch ein Ventil 46 geschlossen werden. Die Ventile 3, 24, 41, 43 und 46 können Klappenventile oder Flügelventile oder Ventile beliebiger Konstruktion sein. Es ist unwesentlieh, welche Konstruktion benutzt wird, wenngleich für gewöhnlich Klappen ventile, wie sie bei der Ventilation üblich sind, benutzt werden können.
Der Arbeitsgang, wenn es sich darum handelt, Feuer zu löschen, ist folgender:
Alle Ventile werden geschlossen mit Ausnahme der Gasventile 3 und 43 und des Wasserventils 7, welche geöffnet sind. Die Pumpe 21 wird nun in Tätigkeit gesetzt, heißes Gas aus dem Schornstein 1 oder einer anderen Quelle der Verbrennungsprodukte kohlenstoffhaltiger Brennstoffe eingezogen. Dieses Gas geht durch den Stutzen 2, die Kühl- und Reinigungskammer 4, und zwar zuerst nach unten, dann nach oben ziehend, wobei der durch die durchlöcherte Platte 8 niedergehende Wasserregen das Kühlen des Gases und Auswaschen des Teers bewirkt. Hierauf geht das Gas durch den Stutzen 14 in die Wasserabscheidekammer 12 und schlägt während seines Durchgangs zum Stutzen 19 gegen die Wände dieser Kammer und die Hindernisse 16 und 17, wobei es auf und ab von seiner Bewegungsrichtung abweicht und an jeder zurückstoßenden Oberfläche etwas von dem mitgeführten Wasser abgibt. Das von dem Gas während des Durchgangs durch die Kammer 12 abgesonderte Wasser fließt zum Boden der Kammer nieder oder träufelt über die Flächen, an denen es abgegeben wird, entlang zum Boden, wo es in die Kammer 4 und durch die Falle 13 zurückgeleitet und hierauf mit dem überschüssigen Wasser der Kammer 4 durch die Siphonleitung 11 abgeführt wird. Aus dem Stutzen 19 gelangt das gekühlte und von dem Wasser befreite Gas durch die Einlaßleitung zur Pumpe 21 und wird durch die Pumpe genötigt, durch den Stutzen 42 in die Hauptleitung 44 zu treten, von wo es durch die Rohrleitung an die Gebrauchsstelle geführt wird.
Um einen Lagerraum oder einen geschlossenen Raum von dem Gas zu befreien, nachdem das Feuer gelöscht ist, werden wiederum die Pumpe und ihre Leitungen benutzt. In diesem Fälle werden die Ventile 41 und 46 geöffnet und alle anderen Ventile geschlossen. Wird die Pumpe nun in Tätigkeit gesetzt, so wird das Gas aus dem Raum, in dem es zur Verwendung kam, zurück durch die Leitung 44 und den Stutzen 45, hierauf durch den Stutzen 19 in die Pumpe gezogen und durch diese durch die Ableitung 22 ausgestoßen. Wenn gewünscht wird, frische Luft aas der Atmosphäre zu Ventilationszwecken in eine solche Kammer zu drücken, werden die Ventile 24 und 43 geöffnet und alle anderen Ventile geschlossen. Diese frische Luft wird durch die Siebkappe 25 eingezogen und die Rohre 23 und 19 zur Pumpe 21 geleitet und durch diese und durch den Stutzen 42 in die Hauptleitung 44 und von da an die Benutzungsstelle gedrückt.
Soll der Apparat zum Desinfizieren oder Ausräuchern benutzt werden, so wird ein desinfizierendes Mittel in Form einer Flüssigkeit durch die Speisevorrichtung 36 in den Behälter 26 gebracht, worauf sie durch das Rohr 38 und das geöffnete Ventil in die Pumpenzuleitung fließt, während die Vorrichtung im übrigen ebenso wirkt wie beim Löschen von Feuer.
Soll das ausräuchernde Mittel dem Gasstrom in Dampf- oder Gasform zugeführt werden, so wird die Schlange 27 durch öffnen des Ventils 47 geheizt, indem Dampf durch das Rohr 28 eingelassen wird und die Ventile in den Rohren 30 und 32 geöffnet werden, während das Ventil 39 geschlossen wird. Hierauf wird die Pumpe wie vorher in Tätigkeit gesetzt.
Gas unter Druck tritt durch das Rohr 30 nach oben und sprudelt bzw. steigt in Bläschen durch die geheizte Flüssigkeit in den Behälter 26, während die erzeugten Dämpfe oder Gase durch das Rohr 32 in das Pumpenzuleitungsrohr 20 geführt werden. In gleicher Weise werden feste verdampfende Räuchermittel in den Behälter 26 gebracht und durch die Heizschlangen 27 wie beschrieben erhitzt.
Wenn das Räuchermittel ohne Erhitzung verdampft oder verdunstet, so ist es unnötig, das Dampfventil in dem Rohr 28 zu öffnen. Die mit Ventil versehene Speisevorrichtung 36 gestattet, daß die Speisung des Behälters 26 ohne Unterbrechung des Arbeitsganges ergänzt wird. Der Druckmesser 34 und das Thermometer 35 zeigen Druck und Temperatur in der Kammer an und setzen den Bedienenden hierdurch in die Lage, die Erzeugung desinfizierender Gase durch Handhabung des Ventils 47 und der Ventile in den Rohren 30 und 32 zu regeln.
Nach Vollendung der desinfizierenden Behandlung kann die Kammer ausgepumpt und atmosphärische Luft in gleicher Weise, wie es vorher beim Feuerlöschen beschrieben wurde, hineingedrückt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Vorrichtung zum Kühlen und Reinigen von Gasen und Anreichern derselben mit Desinfektions- und Räuchermitteln, bestehend aus einem Wasserstrahlgasreiniger, einer Gastrocknungseinrichtung, einem Gebläse und einer Einrichtung zum Einführen von Desinfektions- und Räuchermitteln, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrleitung (20) zwischen Gebläse und Wasserabscheider durch verschließbare Zweigkanäle (23.. 45) einerseits mit dem Lufteinlaßrohr und andererseits mit der Hauptgasleitung (44) in Verbindung steht, und daß das Auslaßrohr (22) des Gebläses durch verschließbare Zweigleitungen (42 und 30) einerseits mit der Gebläsezuleitung (20) verbunden ist und andererseits mit dem das Räuchermittel enthaltenden Behälter (26), der außerdem ein nach dem Gebläseeinlaßrohr (20) führendes verschließbares Rohr (32) besitzt und gegebenenfalls durch eine besondere Leitung eine unmittelbare Einführung der das Desinfektions- oder Rauchermittel enthaltenden Flüssigkeit in den Gebläseeinlaß ermöglicht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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