DE2526309C3 - Steuerbarer Wechselstromwiderstand - Google Patents
Steuerbarer WechselstromwiderstandInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen steuerbaren Wechselstromwiderstand entsprechend dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Ein Wechselstromwiderstand dieser Art ist aus der FR-PS 1 320 027 bekannt.
Weiter ist aus I. E. E. E. Transactions on Broadcast and Television Receivers, August 1972, Seiten 158
bis 162, ein aus PN-Übergängen aufgebauter steuerbarer Wechselstromwiderstand bekannt, der beispielsweise
zwischen die Emitterelektrode zweier zu-
sammen als Differenzverstärker wirksamer Transistoren geschaltet wird. Die Änderung des Steuerstroms
ändert den Wechselstromwiderstand der Anordnung und dadurch die Verstärkung dieses Verstärkers. Die
Größe des Steuerstromes durch die beiden PN-Übergänge bestimmt den Differentialwiderstand (klein-Signal-Wechselstromwiderstand)
dieser PN-Übergänge und dieser Differentialwiderstand bestimmt seinerseits
das Ausmaß an Signalgegenkopplung und damit die Verstärkung des Verstärkers.
Aus der US-PS 3568073 ist weiter ein steuerbares logarithmisches Dämpfungsglied bekannt, das aus einer
Kaskade von Serienwiderständen mit in Vorwärtsrichtung vorgespannten Paralleldioden besteht.
Die Dioden sind in Serie geschaltet und führen einen gemeinsamen Steuerstrom.
Der Differentialwiderstand eines PN-Übergangs ist aber nur als linearer steuerbarer Widerstand für die
Signalströme wirksam, solange das Verhältnis zwischen dem Signalstrom und dem Steuerstrom klein
genug bleibt. Bei fortschreitender Steuerung nimmt jedoch der Signalstrom zu und der Steuerstrom ab,
so daß der Differentialwiderstand der PN-Übergänge nicht mehr nur durch den Steuerstrom, sondern auch
durch den Signalstrom geändert wird. Dies führt zu Signalverzerrung, Modulationsverzerrung, Kreuzmodulation
u. dgl.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Wechselstromwiderstand nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 so auszugestalten, daß er sich für das Signal möglichst linear, also verzerrungsfrei, verhält.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
Weitere Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Wenn der Steuerstrom Null ist, ist der gesamte langgestreckte PN-Übergang gesperrt und der Wechselstrom
zwischen der ersten und der zweiten Klemme kann dann notwendigerweise nur durch die erste Zone
fließen, die vorzugsweise einen verhältnismäßig hohen Widerstand aufweist. Mit zunehmendem Steuerstrom
wird ein zunehmender Teil des PN-Überganges in der Nähe der dritten Klemme leitend, wodurch der Wechselstrom
um einen Teil der ersten Zone herum fließen kann. Wenn der Wechselstromweg außerhalb der ersten
Zone einen wesentlich niedrigeren Widerstand aufweist, wird der gesamte Wechselstromwiderstand
zwischen der ersten und zweiten Klemme verringert und zwar um einen von der Größe des Regelstromes
abhängigen Betrag.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher
beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 einen aus diskreten Bauelementen aufgebauten steuerbaren Wechselstromwiderstand,
Fig. 2 einen steuerbaren Wechselstromwiderstand nach der Erfindung in prinzipieller Darstellung,
Fig. 3a und b ein erstes Ausführungsbeispiel eines steuerbaren Wechselstromwiderstandes nach Fig. 2,
Fig. 4a und b ein zweites Ausführungsbeispiel eines steuerbaren Wechselstromwiderstandes nach
Fig. 2,
Fig. 5 a und bein drittes Ausführungsbeispiel eines steuerbaren Wechselstromwiderstandes nach Fig. 2.
Fig. 1 zeigt einen Verstärker mit Verstärkertransistoren 1 und 2, mit je einem Emitterwiderstand 3 bzw.
4 und einem Kollektorwiderstand 5 bzw. 6. Das zu
verstärkende SigOal wird zwischen den beiden Basiselektroden
der Transistoren 1 und 2 zugeführt und das verstärkte SiB1IaI kann zwischen den beiden KoI-lektorelektorden
Entnommen werden. Die Basiselektroden werden auf nicht näher angegebene Weise auf
gleichen Gleichsp'innungspotentialen gehalten. Zwi-.
sehen den an die Emitterelektroden angeschlossenen Klemmen 7 und 8 ist ein steuerbarer Wechselstromwiderstand
angeordnet. Dieser enthält zwischen den Klemmen 7 und 8 zwei reihengeschaltete PN-Übergänge,
und zwar die Emitier-Basis-Übergänge von zwei PNP-Transistoren 10 und 11, die für den Signalstrom
von 7 nach 8 und zurück gegensinnig geschaltet sind. Die Verbindung 31 zwischen den Emitter-Basis-Übergängen
von 10 und 11 ist mit einer Anordnung 30 verbunden, die einen Steuerstrom Ir zur
Steuerung des Wechselstromwiderstandes zwischen den Klemmen 7 und 8 und damit zur Steuerung der
Verstärkung des ganzen Verstärkers litiert. Die Steuerstromquelle
30 ist in der Figur auf symbolische Weise durch das Stromquellenzeichen angegeben, damit
betont wird, daß es sich hier um eine Quelle mit einer verhältnismäßig hohen Impedanz handelt, d. h.
der innere Widerstand der Quelle 30 ist gegenüber dem Widerstand der daran angeschlossenen Schaltung
hoch. Infolge dieses hohen inneren Widerstandes der Quelle 30 kann der Signalstrom, der zwischen den
Klemmen 7 und 8 fließt, nicht über die Quelle 30 nach Masse abfließen.
Parallel zum Emitter-Basis-Übergang des Transistors 10 befindet sich die Reihenschaltung aus einem
Widerstand 12 und dem Emitter-Basis-Übergang eines Transistors 13 und ebenso befindet sich parallel
zum Emitter-Basis-Übergang des Transistors 11 die Reihenschaltung aus einem Widerstand 14 und dem
Emitter-Basis-Übergang eines Transistors 15. Weiter befindet sich parallel zum Emitter-Basis-Übergang
des Transistors 13 die Reihenschaltung aus einem Widerstand 16 und dem Emitter-Basis-Ubergang eines
Transistors 17 und parallel zum Emitter-Basis-Übergang des Transistors 15 die Reihenschaltung aus einem
Widerstand 18 und dem Emitter-Basis-Ubergang eines Transistors 19. Auf diese Weise entsteht ein Leiternetzwerk
aus Reihenwiderständen und Quer-PN-Übergängen, das gewünschtenfalls beliebig ausgebaut
werden kann. Eine Vorstromquelle 20, die durch einen mit der positiven Speisespannung verbundenen
Widerstand gebildet wird, ist über eine Klemme 9 und über einen Widerstand 21 an den Emitter des letzten
Transistors 17 des Leiternetzwerkes und über die Klemme 9 und einen Widerstand 22 an den Emitter
des letzten Transistors 19 des Leiternetzwerkes angeschlossen. Die Vorstromquelle 20 liefert einen Vorstrom
/, dessen eine Hälfte über den Widerstand 21 zur Verbindung von 16 und 17 und dessen andere
Hälfte über den Widerstand 22 zur Verbindung von 18 und 19 fließt. Die Kollektorelektroden der Transistoren
10, 11, 13, 15, 17 und 19 sind miteinander verbunden, jedoch weiter schwebend gehalten.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise der Schal- t
tungsanordnung nach Fi e 1. sei vorausgesetzt, daß der Regelstrom lr = 0 ist. Notwendigerweise werden
dann alle Emitter-Basis-Übergänge der Transistoren 10, 11, 13, 15, 17 und 19 gesperrt sein. Der Signalstrom
zwischen den Klemmen 7 und 8 wird daher über , die Widerstände 12, 16, 21, 22, 18, 14 fließen. Es
liegt also ein hoher Wechsclstromwiderstand zwischen den Klemmen 7 und 8 und die Verstärkung der Verstärkerstufe
ist daher klein.
Die Gleichströme 7/2 fließen über die Widerstände 21, 16 bzw. 12 zur Klemme 7 und über die Widerstände
22,18 und 14 zur Klemme 8. Daher sind die Emitterelektroden der Transistoren 13 und 15 posiuver
als die der Transistoren 10 und 11 und die Emitterelektroden der Transistoren 17 und 19 wieder positiver
als die der Transistoren 13 und 15.
Liefert nun die Steuerstromquelle 30 einen geringen Steuerstrom /,., so werden infolge ihrer positiveren
Emitterpotentiale die Transistoren 17 und 19 in den leitenden Zustand kommen, während die übrigen
Transistoren 10,11,13 und 15 vorläufig gesperrt bleiben.
Der Signalstrom zwischen den Klemmen 7 und 8 fließt nun über die Elemente 12,16,17,19,18 und
14, welcher Weg einen wesentlich geringeren Widerstand aufweist. Die Kopplung zwischen den Transistoren
1 und 2 und damit die Verstärkung hat also zugenommen.
' Bei weiter zunehmendem Steuerstrom werden zunächst
die Transistoren 13 und 15 und zum Schluß die Transistoren 10 und 11 leitend. Durch den allmählich
abnehmenden Wechselstromwiderstand im Kreis zwischen den Klemmen 7 und 8 wird die Verstärkung
ι immer weiter zunehmen. Da während des größten Teils der Steuerstrecke ein wesentlicher Teil des
Wechselsiromwiderstandes zwischen den Klemmen 7 und 8 durch lineare Widerstände gebildet wird, die
keine Signalverzerrung herbeiführen, wird eine wesentliche Verzerrungsverringerung erreicht.
Es sei bemerkt, daß die Emitter-Basis-Übergänge der Transistoren 10, 11,13,15,17 und 19 durch Dioden
ersetzt werden können. Bei einer praktisch bewährten Schaltungsanordnung nach Fig. 1 hatten die
, Widerstände ansteigende Werte, und zwar
Widerstände 12 und 14: 68 Ω
Widerstände 16 und 18: 220 Ω
Widerstände 21 und 22: 680 Ω
Widerstände 12 und 14: 68 Ω
Widerstände 16 und 18: 220 Ω
Widerstände 21 und 22: 680 Ω
Eine wesentliche Vereinfachung des bisher beschriebenen Wechselstromwiderstandes ergibt sich,
wenn man die nachfolgenden Schritte durchführt, die in Fig. 2 schematisch angegeben sind. Die miteinander
verbundenen Basiselektroden der Transistoren nach F i g. 1 werden zu einer η-leitenden Zone 23 eines
Halbleiterkörpers 24 zusammengefügt; an diese Zone wird über die Klemme 31 die Steuerstromquelle 30
angeschlossen. Die Emitterelektroden der Transistoren nach Fig. 1 sowie die Reihenwiderstände des Leiternetzwerkes
werden zu einer p-leitenden Zone 25 vereint. An die Enden der Zone 25 werden die Klemmen
7 und 8 für die Zu- und Abfuhr des Signalstromes angeschlossen und an die Mitte der Zone 25 die
Klemme 9 zum Anschluß der Vorstromquelle 20. Nun sind die diskreten Emitter-Basis-Übergänge der Anordnung
nach Fig. 1 durch die verteilten »infinitesimalen« PN-Übergänge ersetzt worden, die sich längs
des PN-Überganges 26 zwischen den Zonen 23 und 25 befinden; der verteilte Eigenwiderstand der Zone
25 zwischen den Klemmen 7 und 8 tritt an die Stelle der diskreten Widerstände 12,16 und 21 nach Fig. 1
und der verteilte Eigenwiderstand der Zone 25 zwischen den Klemmen 8 und 9 tritt an die Stelle der
diskreten Widerstände 14, 18 und 22 nach Fig. 1. Es se; vorausgesetzt, daß der Eigenwiderstand der Zone
23 wesentlich geringer ist als der der Zone 25. Ist dies nicht der Fall, so kann, wie noch näher beschrieben
wird, der Einfluß des Eigenwiderstandes der Zone 23 durch geeignete Maßnahmen verringert bzw. unwirk-
sam gemacht werden.
Wenn nun der Regelstrom /r = 0 ist, ist der PN-Übergang
26 über seine ganze Länge gesperrt. Der Signalstrom kann nur von der Klemme 7 zur
Klemme 8 und zurück durch das verhältnismäßig hochohmige Material der Zone 25 fließen. Es gibt
deswegen einen hohen linearen Wechselstromwiderstand zwischen der Klemme 7 und 8. Der Vorstrom /
fließt zur Hälfte von der Klemme 9 zur Klemme 7 und zur anderen Hälfte von der Klemme 9 zur Klemme 8.
Der Spannungsabfall dieses Stromes am Eigenwiderstand der Zone 25 hat zur Folge, daß die Zone 25
in der Umgebung der Klemme 9 positiver ist als in der Umgebung der Klemmen 7 und 8. Wird nun ein
verhältnismäßig kleiner Steuerstrom /r zugeführt, so wird nur ein geringer Teil des PN-Überganges in den
leitenden Zustand geraten und zwar der Teil in der Nähe der Klemme 9, weil hier die Zone 25 am positivsten
ist. Der Wechselstrom fließt dann entsprechend dem gestrichelt dargestellten Weg von der Klemme 7
zunächst über den linken Teil der Zone 25 und weiter über den zentralen Teil der Zone 23 und zum Schluß
wieder durch den rechten Teil der Zone 25 zur Klemme 8. Da also ein Teil des Wechselstromweges
durch die niederohmige Zone 23 führt, ist der Wechselstromwiderstand
kleiner geworden. Je nachdem der Steuerstrom gesteigert wird, geht ein größerer Teil des
Signalstromweges durch die Zone 23 und der Wechselstromwiderstand ist entsprechend niedriger. Bei
noch höherem Steuerstrom wird der Signalstrom von der Klemme 7 zum Schluß unmittelbar zur Zone 23
überqueren und bei der Klemme 8 wieder von der Zone 23 zu Zone 25 zurückkehren.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Eigenwiderstand der Zone 23 zu verringern bzw. zu Überbrücken,
welche Möglichkeiten zusammen oder einzeln angewandt werden können.
1. Dadurch, daß an die Zone 23 grenzend eine weitere
Zone (siehe Fig. 3a, Zone 27) desselben Leitfähigkeitstyps wie die Zone 25 derart angebracht
wird, daß zwischen den drei Zonen Transistorwirkung entsteht. Derjenige Teil des Signalstromes,
der von der Zone 25 (Emitter) in die Zone 23 (Basis) gelangt, überquert dann zur
Zone 27 (Kollektor). Wenn die Zone 27 ausreichend niederohmig ist, findet der Signalstrom
dann einen leichten Weg durch diese Zone.
2. Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß an mehrere Stellen der Zone 23 oder der obengenannten
weiteren Zone eine leitende Schicht angeschlossen wird, und zwar zur Überbrückung
des Ei°enwiderstandes der dritten Zone.
3. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, daß unter
der Zone 23 eine sogenannte vergrabene Schicht aus einem höher dotierten Halbleitermaterial
mit demselben Leitfähigkeitstyp wie die betreffende Zone angebracht wird.
4. Wieder eine andere Möglichkeit besteht aus einer geeignet gewählten Geometrie der Zonen,
d. h. lange Weglänge von Klemme 7 nach Klemme 8 durch die Zone 25 und kurze Weglänge
von der Klemme 7 zur Klemme 8 durch die Zone 23; dadurch kann der wirksame Wechselstromwiderstand
der Zone 25 erhöht und der Zone 23 verringert werden (siehe Fig. 4a und
4b).
Im Halbleiterkörper nach Fig. 3a und 3b wird auf
bekannte und nicht näher angegebene Weise von einem p-leitenden Substrat ausgegangen, in dem eine
η+-leitende vergrabene Schicht 23' diffundiert ist
Danach ist über die vergrabene Schicht 23' eine n-leitende epitaxiale Oberflächenzone 23 angebracht. In
der Zone 23 werden danach zwei Oberflächenzonen 25 und 27 mittels p-Typ Verunreinigungen diffun
diert, wobei die Zone 23 eine längliche Form hat, die von der Zone 27 völlig umgeben wird. Auf diese Weise
entsteht ein lateraler PNP-Transistor mit dem Emitter 25 der Basis 23 und dem Kollektor 27. Weiter wird
das Ganze mit einer Isolierschicht bedeckt, wonach an den schraffierten Stellen Kontaktfenster in der Isolierschicht
angebracht sind, damit mittels Leiter die jeweiligen Zonen kontaktiert werden können. Fig. 3 b
zeigt diese Leiter. Ein erster Leiter, der die Klemme 7 bildet, ist über ein Kontaktfenster 32 mit einem Ende
der Zone 25 verbunden. Ein zweiter Leiter, der die Klemme 8 bildet, ist über ein Kontaktfenster 34 mi
dem anderen Ende der Zone 25 verbunden und ein dritter Leiter, der die Klemme 9 bildet, ist über ein
Kontaktfenster 33 mit der Mitte der Zone 25 verbun den. Ein Leiter, der die Klemme 31 bildet, ist übe
ein Kontaktfenster 35 mit der Zcne 23 verbunden und ein Leiter 39 verbindet alle Kontaktfenster 36, 37,
38, die die jeweiligen Stellen der Zone 27 kontaktie ren. Der Leiter 29 dient dazu, den Eigenwiderstand
der Zone 27 und daher mittelbar und zusammen mi der vergrabenen Schicht 23' den Eigenwiderstand der
Zone 23 zu überbrücken, so daß letzten Endes am PN-Übergang 26 an der Seite der Zone 23 eine möglichst
gute äquipotentiale Fläche entsteht für den Signalstrom sowie den Gleichstrom.
Die Leiter 9 und 31 werden auf die in Fig. 1 ange gebene Weise mit einer Vorstromquelle bzw. einei
Steuerstromquelle verbunden. Diese Quellen können gegebenenfalls auf demselben Halbleiterkörper angeordnet
sein. Die Leiter 7 und 8 werden mit dem Signalstromkreis verbunden, wie beispielsweise di
Emitterelektroden von zwei NPN-Transistoren 1 und 2, die vorzugsweise auch auf demselben Halbleiterkörper
angebracht werden. Es sei bemerkt, daß die Klemmen 7 und 8 mit der zu steuernden Schaltungsanordnung
galvanisch leitend verbunden sind, wei über diese Klemmen der Unterschied zwischen dem
Vorstrom und dem Steuerstrom abgeführt wird. Wenn der Gleichstrom über die Klemmen 7 und 8 konstant
zu halten ist, kann der Strom der Quelle 20 gleichsinnig mit dem Steuerstrom variiert werden.
Der Halbleiterkörper nach Fig. 4a und 4b zeigi dieselben Elemente wie in Fig. 3a und 3b mit denselben
Bezugszeichen. Die Zone 25 ist hier derart zi einer U-Form gebogen, daß die beiden Enden, an die
über Kontaktfenster 32 und 34 die Klemmen 7 unc 8 angeschlossen sind, sich verhältnismäßig nahe beieinander
befinden. Die Weglänge durch die Zone 23 wodurch der Signalstrom bei maximalem Steuerstrorr
fließt, ist daher sehr klein, so daß der Eigenwiderstanc der Zone 23, der bereits mittels der vergrabener
Schicht 23' wesentlich verringert worden ist, kein« Rolle mehr spielen kann. Eine weitere Zone, wie in
Fig. 3 mit 27 dargestellt, wird als meistens überflüssig
sein. Der Leiter 31 zum Zuführen des Steuerstrome über das Kontaktfenster 35 zur Zone 23 erstreckt siel
vorzugsweise bis tief in die Hufeisenform der Zone 25. Dadurch wird erreicht, daß der Steuerstrom, dei
über den Leiter 31 zugeführt wird, ohne nennenswerten
Widerstand bis nahe jeden Teil des PN-Überganges 26 gelangen kann. Dies führt wieder dazu, daC
bei geringem Steuerstrom zunächst der Teil des PN-Überganges in der Nähe des Anschlusses 9 leitend
wird und die übrigen Teile des PN-Überganges erst bei zunehmendem Steuerstrom.
Bei maximalem Steuerstrom über die Klemme 31 fließt der Signalstrom über den kürzesten Weg zwischen
den Klemmen 7 und 8 und der Widerstand des Signalstromes zwischen diesen Klemmen ist minimal.
In allen dargestellten Ausführungsbeispielen enthält dieser Widerstand jedoch mindestens zweimal den
Differentialwiderstand (einige zehn Ohm) des PN-Überganges, da der Signalstrom den PN-Übergang
zweimal überquert. Eine wesentliche Verringerung dieses Widerstandes kann jedoch dadurch erhalten
werden, daß in Fig. 4a die beiden Schenkel der U-förmigen Zone 25 so dicht beieinander gebracht werden,
daß diese zusammen mit dem zwischenliegenden Teil der Zone 23 einen Transistor bilden (Fig. 5). Bekanntlich
muß dazu die Breite (w) der Zone 23 zwi-
sehen den beiden Schenkeln der Zone 25 kleiner sein als die Diffusionslänge der Minoritätsladungsträger in
der Zone 23. Da es in diesem Fall zur Kontaktierung der Zone 23 keinen Platz mehr zwischen den beiden
genannten Schenkeln gibt, sind die Kontaktfenster 35 an der Außenseite der U-förmigen Zone 25 angebracht.
Fig. 5 b zeigt die Kontaktfenster nach Fig. 5 a mit den darauf angebrachten leitenden Streifen für
die elektrischen Anschlüsse.
Wenn maximaler Steuerstrom über den Anschluß 31 zugeführt wird, bildet der Teil der p-Zone 25 in
der Nähe des Kontaktfensters 32 und der Teil der p-Zone 25 in der Nähe des Kontaktfensters 34 zusammen
mit dem schmalen zwischenliegenden Teil der n-Zone 23 einen lateralen PNP-Transistor im gesättigten
Zustand. Bekanntlich bildet ein derartiger Transistor nur einen sehr geringen Wechselstromwiderstand
(einige Ohm) zwischen dem Kollektor und dem Emitter (den Klemmen 7 und 8).
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Steuerbarer Wechselstromwiderstand mit einem Halbleiterkörper mit einem langgestreckten
PN-Übergang (26) zwischen einer ersten (25) und einer zweiten Zone (23) entgegengesetzten Leitungstyps,
wobei auf dei ersten Zone (25) die erste Klemme (7) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite Klemme (8) ebenfalls auf der ersten Zone (25) und nahezu in der Mitte
zwischen der der ersten (7) und der zweiten Klemme (8) eine dritte Klemme (9) angeordnet
ist, dsß mit der dritten Klemme (9) eine Vorstromquelle (20) und daß mit der zweiten Zone
(23) eine Steuerstromquelle (30) verbunden ist.
2. Wechselstromwiderstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der PN-Übergang
(26) die Emitter-Basis-Diode eines Transistors bildet, wobei die erste Zone (25) den Emitter, die
zweite (23) die Basis und eine weitere Zone (27) den Kollektor des Transistors bildet.
3. Wechselstromwiderstand nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen an mehreren Stellen
der weiteren Zone (27) angeschlossenen Leiter (39) zur Überbrückung des Eigenwiderstandes der
weiteren Zone (Fig. 3a, b).
4. Wechselstromwiderstand nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen an
mehrere Stellen der zweiten Zone (23) angeschlossener Leiter (39) zur Überbrückung des Eigenwiderstandes
dieser Zone.
5. Wechselstromwiderstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Zone (25)
derart gebogen verläuft, daß der Abstand zwischen den beiden Teilen dieser Zone, an die die
erste (7) und zweite Klemme (8) angeschlossen sind, wesentlich kürzer ist als die Länge der ersten
Zone von der ersten zur zweiten Klemme über die dritte Klemme (9).
6. Wechselstromwiderstand nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Teile der
ersten Zone (25), an die die erste (7) und die zweite Klemme (8) angeschlossen sind, sich so
dicht beieinander befinden, daß diese Teile zusammen mit dem dazwischenliegenden Teil der
zweiten Zone (23) einen Transistor bilden.
7. Wechselstromwiderstand nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste und zweite Klemme mit den Emitterelektroden einer ersten bzw. zweiten
emittergekoppelten Transistorstufe verbunden sind.
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