DE2506293C2 - Hochtemperaturreaktor mit geschlossenem Gaskühlkreislauf - Google Patents
Hochtemperaturreaktor mit geschlossenem GaskühlkreislaufInfo
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Description
60
Die Erfindung betrifft einen Hochtemperaturreaktor mit geschlossenem Gaskühlkreislauf, der gemeinsam
mit wärmetauschenden Apparaten und mindestens f>5 einem Gasturbosatz sowie den das Gas führenden
Leitungen zwischen den einzelnen Komponenten in Ausnehmungen eines Spannbetondruckbehälters untergebracht
ist, wobei der Reaktor in einer zylinderförmigen, mit einem Liner ausgekleideten Kaverne und die
anderen Komponenten in teils horizontalen, teils vertikalen Stollen installiert sind. In seinem unteren
Bereich weist der Hochtemperaturreaktor einen Heißgassammelraum auf, an den sich mehrere, vorzugsweise
radiale Austrittsstutzen anschließen, die jeweils mit einer zu der Turbine oder den Turbinen führenden
Heißgasleitung verbunden sind.
Wenn aus Kernreaktoren oder sonstigen Einrichtungen,
die gegen Strahlungen nach außen abgedichtet sein müssen, Rohrleitungen oder dergleichen austreten, so
sind besondere Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um den Durchtritt von schädlicher Strahlung durch den
Rohrleitungsquerschnitt zu verhindern. Bei einem Kernreaktor der eingangs beschriebenen Bauart wird
zudem davon ausgegangen, daß die im Spannbetondruckbehälter integrierten Einbauten wie Gasführungen,
wärmetauschende Apparate, Armaturen u.a. für Inspektion, Wartung, Reparatur und Ausbau weitgehend
zugänglich sein müssen. Dies setzt voraus, daß diese Einbauten so weit wie möglich vor einer
Aktivierung durch direkte Neutronenbestrahlung geschützt werden müssen, um eine technisch und
wirtschaftlich sinnvolle Demontage dieser Komponenten — d. h. ohne großen Strahlenschutzaufwand — zu
ermöglichen. Insbesondere trifft dies auf die Heißgasleitungen zu, die den Reaktorkern mit der Turbine oder
den Turbinen verbinden.
Es gehört zum Stand der Technik, bei Atomreaktoren, die mit den Wärmetauschern in einem gemeinsamen
Druckbehälter untergebracht sind, den den Reaktorkern enthaltenden Teil der Anlage durch Abschirmeinrichtungen
von dem Teil zu trennen, in dem die Wärmetauschergruppen installiert sind. Durch eine
besondere Formgebung des Abschirmungsaufbaus wird dafür Sorge getragen, daß das Kühlmittel ohne
wesentlichen Druckabfall vom Reaktorkern zu den Wärmetauschern strömen kann, ohne daß die Abschirmwirkung
beeinträchtigt wird.
In der Auslegeschrift 10 83 945 wird z.B. ein
Kernreaktorschirm beschrieben, der ein zylindrisches Innenstück und einen äußeren Abschirmungsring
aufweist, die zusammen teilringförmige Strömungswege für das Kühlmittel bilden. Durch einen weiteren
Abschirmungsring mit kleinerem Innendurchmesser wird die Kühlmittelströmung nach innen umgeleitet.
Der Abschirmungsaufbau setzt sich aus Borstahl- und Graphitschichten zusammen, auf die oben und unten
Platten aus Flußstahl aufgesetzt sind.
Bei dem in der Auslegeschrift 15 89 848 dargestellten Kernreaktor bestehen die Abschirmeinrichtungen zwischen
dem Reaktorkern und den Wärmetauschergruppen aus Betonwänden, die Öffnungen für das Kühlmittel
besitzen. Die Betonwände sind mit Leitflächen ausgestattet, die eine durch die Öffnungen zu den Wärmetauschern
gerichtete Strahlung verhindern.
Während die beiden erwähnten Auslegeschriften einen Atomkernreaktor mit zylindrischem Kernaufbau
und zylindrischem Druckbehälter betreffen, ist in der Auslegeschrift 11 69 045 ein weiterer mit einer Schutzabschirmung
versehener Kernreaktor beschrieben, der zwar ebenfalls einen zylindrischen Kernaufbau aufweist,
aber in einem kugelförmigen Druckbehälter untergebracht ist. Hierbei wird der normalerweise freibleibende
Hohlraum zwischen Reaktorkern und Druckbehälter durch die Installierung einer Abschirmung aus Borstahl-
und Graphitschichten nützlich ausgefüllt, und in diesem
Bereich werden die AMführungsieitung und die Abführungsleitung
für das Kühlmittel durch den Druckbehälter verlegt. Auf diese Weise werden die beiden
Leitungen und die sich an diese anschließenden Wärmetauscher vor einer Aktivierung geschützt. Um
die Höhe der Abschirmung relativ gering halten zu können, smn die Zuführungs- und die Abführungsleitung
für das Kühlmittel koaxial zueinander verlegt
Ferner wird noch auf die Offenlegungsschrift
14 64 705 verwiesen, die eine gegen Strahlung abgeschirmte Rohrleitung betrifft. Die Rohrleitung wird
gerade aus dem Kernreaktor herausgeführt, wobei sie im Befeich der Durchführung erweitert und die
Abschirmung gewissermaßen in die Rohrleitung hineinverlegt ist Die Abschirmung deckt den Leitungsquerschnitt
ab, und die Gas- oder Flüssigkeitsströmung wird um die Abschirmung herumgeführt Diese Art der
Abschirmung zeigt den Nachteil, daß der Leitungsquerschnitt im Bereich der Abschirmung vergrößert sein
muß.
Von diesem Stand der Technik wird bei der vorliegenden Erfindung ausgegangen, wobei ihr die
Aufgabe zugrunde liegt, einen Hochtemperaturreaktor der eingangs geschilderten Bauart anzugeben, bei dem
eine direkte Neutroneneinstrahlung aus dem Heißgassammelraum in die Heißgasleitungen und damit eine
Aktivierung der metallischen Einbauten dieser Leitungen verhindert wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die gestellte Aufgabe bei dem eingangs genannten Reaktor dadurch
gelöst, daß in dem Heißgassammelraum über dessen
ganze Höhe eine Neutronenabschirmung in Form einer Ringmauer vorgesehen ist, die koaxial zu der Reaktorkaverne
und mit einem solchen Abstand zu ihr angeordnet ist daß der entstandene Ringraum für die
Kühlgasströmung ausreichend dimensioniert ist und daß die Ringmauer mehrere Reihen von Schlitzen für
den Kühlgasdurchtritt aufweist, die zu den Reaktoraustrittsstutzen versetzt angeordnet sind.
Durch den Einsatz der Ringmauer gemäß der Erfindung wurden die metallischen Einbauten der
Heißgasleitungen zwischen dem Reaktorkern und der Turbine oder den Turbinen abgeschirmt so daß eine
Aktivierung und Versprödung des Materials vermiede'i wird. Außerdem ermöglicht die Neutronenabschirmung
den Ausbau der Heißgasleitungen mit einem geringeren Strahlenschutzaufwand, als er ohne .-iie erfindungsgemäße
Maßnahme erforderlich wäre. Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß durch Anordnung
der Ringmauer und der vornehmlich radial verlaufenden Schlitze eine Zwangsführung des heißen Kühlgases
erreicht wird, die eine Verbesserung der Temperaturverteilung ar. den Reaktoraustrittsstutzen zur Folge hat;
durch eine gute Vermischung des Kühlgases können keine heißen oder kalten Strähnen entstehen. Tragende
Funktionen werden von der Ringmauer nicht ausgeübt.
Die Ringmauer besteht vorzugsweise aus Graphit, der eine borierte Zone aufweist. Bei einem Kernkraftwerk,
das drei gleich parallelgeschaltete und symmetrisch angeordnete Wärmenutzungkreisläufe (Loops)
umfaßt und für 3 · 350 MWe ausgelegt ist, besteht die Ringmauer beispielsweise aus einer Gräphitschicht von
40 cm Dicke, und die borierte Zone (mit einem Gehalt von ca. 0,5% Bor) ist ungefähr 20 cm stark. Die Höhe
der Ringmauer beträgt etwa 210 cm.
Unter Berücksichtigung der wichtigsten Aktiviemngsproduktc
(Co. Hf. Ta) ergab eine Abschätzung, daß der thermische NeutronerHuß Θ,λ in den Heißgaslc'.tungen
durch Einbau der Ringmauer um ca. zwei Größenordnungen reduziert wird. Im 3ereich des
Anschlusses der Heißgasleitungen an die Reaktoraustrittsstutzen beträgt Θ,Λ = 2 · 107 n/cm2 sec, während
am Turbineneintritt mit einem thermischen Neutronenfluß
von Θ,/,=2 · 105 n/cm3 see gerechnet werden muß.
Um den Einbau zu erleichtern, besteht die Ringmauer aus einer Anzahl von Graphitsegmenten. Bei dem als
Beispiel angeführten Kernkraftwerk mit drei Wärme-
to nutzungskreisläufen wird die Ringmauer von ca. 36
Graphitsegmenten gebildet die so bemessen sind, daß sich ein Innendurchmesser von 837 cm und ein
Außendurchmesser von 953 cm für die Ringmauer ergibt
Vorteilhafterweise sind die Ringmauersegmente in die Tragblöcke für den Reaktorkern und in die
Bodenisolierung der Reaktorkaverne eingezogen, um eine Überdeckung mit anderen Abschirmwerkstoffen zu
erreichen. Die Abstützung der einzelnen Graphitsegmente erfolgt — ähnlich wie bei den Tragsäulen für den
Reaktorkern — über Wärmeisolator'·'! auf dem Liner.
Das obere Ende der Graphitsegmente ist mittels Dübeln im Seitenreflektor des Reaktors verankert
Es ist zweckmäßig, in den Ringmauersegmenten Aussparungen vorzusehen, die die Tragsäule!, zur
Abstützung des Reaktorkerns aufnehmen. Die Ausnehmungen sind groß genug dimensioniert, um eine freie
Bewegung der Säulen unter allen Betriebsbedingungen zu gestatten; d. h. die Funktionen der Tragsäulen
werden durch das Vorhandensein der Abschirmringmauer nicht beeinträchtigt
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist in der Ringmauer eine Anzahl von Abschirmstäben
aus B4C vorgesehen, die in Vertikalbohrungen der
einzelnen Graphitsegmente installiert sind. Jede Bohrung ist mit einem Graphitstopfen verschlossen. Die
Abschirmstäbe sind beispielsweise in vier auf verschiedenen Teilkreisen befindlichen Reihen angeordnet,
wobei sie derart gegeneinander versetzt sind, daß sich ihre Wirkungsbereiche vollständig überdecken. In ihrem
Außendurchmesscr entsprechen die Abschirmstäbe vorteilhafterweise den in an sich bekannter Weise in der
Bodenreflektorabschirmung vorgesehenen Abschirmstäben.
Bei einem Kernkraftwerk mit drei Wärmenutzungskreisläufen,
zu dem also drei Turbosätze gehören, ist die Ringmauer mit 6 · 6 Schlitzreihen für den Kühlgasdurchtritt
ausgestattet, wobei jeweils zwei Schlitzreihen einem Reaktoraustrittsstutzen zugeordnet sind. Jeder
so Stutzen ist über eine Heißgasleitung mit einem der drei Turbosätze verbunden. Die Schlitze sind strömungstechnisch
optimiert.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Hochtemperaturreaktors gemäß der Erfindung schematisch
dargestellt, und zwar zeigt
F i g. 1 einen Schnitt durch den Kernreaktor nach der Linie l-l der F i g. 2,
F i g. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der F i g. I,
Fig.3 einen Schnitt nach der Linie HI-III der Fig.2 in vergrößerter Darstellung.
Fig.3 einen Schnitt nach der Linie HI-III der Fig.2 in vergrößerter Darstellung.
Die Fig, I und 2 lassen einen Hochtemperaturreaktor
1 erkennen, der im Zentrum eines zylindrischen Spannbetondruckbehälters 2 angeordnet ist, in dem
auch die übrigen Kreislaufkomponenten (Turbogrup-
fi'i pen. wärmetauschende Apparate, Gasführungen) in teils
horizontal·:·1. leils verikalen Stollen untergebracht νηά
Von diesen sind in der Zeichnung nur zwei vertikale Gasführungsstollcn 3 zu sehen. Der Hochlcmpcraturre-
aktor 1 ist in einer zylinderförmigen Kaverne 4
eingebaut, die (wie alle anderen Ausnehmungen im Spannbetondruckbehälter 2) nut einem Liner 5 ausgekleidet
ist und zusätzlich eine thermische Isolierung 6 aufweist.
Über den Hochtemperaturreaktor 1. der als graphitmoderierier.
heliumgekühlter Kernreaktor ausgeführt ist. sind drei parallelgeschaltcte und symmetrisch
angeordnete Wärmenutzungskreisläufe gekoppelt, von denen jeder einen aus Turbine und Verdichter
bestehenden Gasturbosatz sowie einen Rekuperator und einen Vorktihler umfaßt. Unterhalb des Bodens des
Reaktorkern, der aus Tragblöcken 7 für die Kernabstützung
gebildet wird, befindet sich ein Heißgassammelraum 8 zur Aufnahme des aus dem Kern austretenden
erhitzten Gases. Die Tragblöcke 7 stützen sich auf Säulen 9 ab. Über dem Reaktorkern ist ein Kaltgassammelraum
10 vorgesehen, der das aus dem Hauptkreislauf zurückströmende Gas aufnimmt, bevor es wieder dem
Reaktorkern zugeleitet wird. Durch drei radiale Austrittstutzen 11 und ebensoviele radiale Eintrittsstutzen
12 ist der Hochtemperaturreaktor 1 mit den drei VVärmenutzungskreiläufcn verbunden, wobei die Zuführung
des heißen Gases zu den drei Turbinen durch drei innerhalb der vertikalen Gasführungsstollen 3 verlegte
Heißgasleitungen 13 erfolgt. Die an die Reaktoreintriusstutzen
12 angeschlossenen Kaltgasleitungen 14 sind ebenfalls in den vertikalen Gasführungsstollen 3
installiert.
Der Reaktorkern ist von einem Seitenreflektor 15 umgeben und besitzt nach dem Kaltgassammelraum 10
hin eine Neutronenabschirmung 16. die Durchlässe (nicht dargestellt) für das Kühlgas aufweist. In dem
Heißgassammelraum 8 ist koaxial zur Reaktorkaverne 4 eine weitere Neutronenabschirmung vorgesehen, die
die Form einer Ringmauer 17 hat und einen Ringraum 18 entstehen läßt, der auf der anderen Seite vom Liner 5
der Reaktorkaverne 4 begrenzt wird. Nach oben hin ist der Ringraum 18 durch eine Umfangsdichtung 19
abgeschlossen. Die Ringmauer 17 ist aus einer Anzahl von Segmenten 20 zusammengesetzt: sie besteht aus
Graphit, der eine borierte Zone aufweist. Ihre Aufgabe
ist e·, zu verhindern, daß die Heißgasleitungen 13, die
sich an die Reaktoraustnttsstutzen 11 anschließen, einer
direkten Neutroneneinstrahlung aus dem Heißgassammelraum
8 ausgesetzt sind. Für den Durchtritt des heißen Kuhlgases sind in der Ringmauer 17 mehrere
Reihen von Schlitzen 21 vorgesehen, deren Anordnung so getroffen is;, daß sie zu den Reaktoraustrittsstutzen
versetzt liegen.
Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel gehört zu dem Hochtemperaturreaktor auch ein
Nachwärmeabfuhrsystem (nicht dargestellt), dessen
Heißgasleitungen 22 ebenfalls an den Heißgassammelraum 8 angeschlossen sind. Das gesamte System ist in
drei vertikalen Stollen installiert, die sich jeweils auf
Lücke zwischen den Gasführungsstollen 3 befinden. Die Anschlüsse 23 für die drei Heißgasleitungen 22 sind
ebenfalls auf Lücke zu den drei Reaktoraustnttsstutzen gesetzt, wie aus der Fig.2 ersichtlich. Die
Anordnung der Kühlgasschlitze 21 ist so getroffen, daß die den Reaktoraustnttsstutzen 11 und den Anschlüssen
23 gegenüberliegenden Teile der Ringmauer 17 frei von Schlitzen bleiben: d.h. die dazwischen liegenden
Bereiche weisen je eine Reihe von Schlitzer, 21 auf. Zahl und Größe der Schlitze 21 sowie Breite des Ringraiimes
18 sind strömungstechnisch optimiert. In der F i g. 2 sind nur zwei Reihen von Schlitzen gezeigt.
In der F i g. 3 wird eine genauere Darstellung der Ringmauer 17 und ihrer Funktion gegeben. Gleiche
Bauteile sind dabei mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet wie in den F i g. I und 2.
Wie bereits erwähnt, schließt die Ringmauer 17 zusammen mit dem Liner 5 der Reaktorkaverne 4 einen
Ringraum 18 ein. liurch den das heiße Kühlgas zu den
Reaktoraustrittsstutzen 11 strömt. Der Durchtritt des Kühlgases zu dem Ringraum 18 erfolgt durch die
Schlitze 21, die versetzt zu den Reaktoraustrittsstutzen 11 und den Anschlüssen 23 für das Nachwärmeabfuhrsystem
in der Ringmauer 17 angeordnet sind. Auf diese Weise wird eine gute Abschirmung der sich an die
Stutzen 11 und Anschlüsse 23 anschließenden Leitungen
13 bzw. 22 gegen direkte Neutroneneinstrahlung erreicht und eine Aktivierung und Versprödung des
Materials dieser Leitungen verhindert. Die Heißgasleitungen lassen sich daher mit geringem Strahlenschutzaufwand
ausbauen.
Um die Abschirmwirkung der Ringmauer 17 noch zu verbessern, sind ihre Graphitsegmente 20 auf der
oberen Seite in die Tragblöcke 7 für die Reaktorabstützung und auf der unteren Seite in die Bodenisolierung 24
der Kaverne 4 eingezogen. In den Tragblöcken 7 sind die Graphitsegmente 20 durch Dübel 25 fixiert. Mit
ihrem unteren Ende stützen sie sich über Wärmeisolatoren 26 auf der Bodenisolierung 24 ab. Ähnliche
Wärmeisolatoren 27 dienen auch zur Abstützung und gleichzeitigen Lagerung der Säulen 9. Innerhalb der
Ringmauer 17 sind ebenfalls Tragsäulen 9 vorgesehen, wo sie in besonderen Aussparungen angeordnet sind,
die der Funktion der Tragsäulen unter allen Betriebsbedingungen Rechnung tragen (nicht dargestellt). Damit
die bei thermischer Belastung auftretenden vertikalen und horizontalen Dehnungen der Ringmauersegmente
20 kompensiert werden können, sind in den Tragblökken 7 hinreichend große Aussparungen 33 zur
Aufnahme der Segmente 20 vorgesehen.
Ferner weist die Ringmauer 17 eine Anzahl von vertikalen Bohrungen 30 auf, in denen je ein
Abschirmstab 28 untergebracht ist. Die Bohrungen 30 sind oben je mit einem Stopfen 29 verschlossen. Das
Material der Abschirmstäbe 28 ist B4C. Die Bohrungen
30 sind in vier auf verschiedenen Teilkreisen liegenden Reihen angeordnet, und ihr Abstand sowie der Abstand
der Reihen ist so festgelegt, daß sich die Wirkungsbereiche der einzelnen Stäbe 28 überdecken.
Durch Pfeile ist der Strömungsweg des Kühlgases aus dem Heißgassammelraum 8 durch die Schlitze 21 in der
Ringmauer 17 in den Reaktoraustrittstutzen 11 angedeutet Da der Stutzen 11 hohen thermischen Belastungen
(ca. 850° C) ausgesetzt ist, besteht er aus Keramik,
und zwischen ihm und dem Liner 32 des Stollens, in dem der Stutzen 11 installiert ist, befindet sich eine
Wärmeisolierung 31.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Hochtemperaturreaktor mit geschlossenem Gaskühlkreislauf, der gemeinsam mit wärmetauschenden
Apparaten und mindestens einem Gasturbosatz sowie den das Gas führenden Leitungen
zwischen den einzelnen Komponenten in Ausnehmungen eines Spannbetondruckbehälters untergebracht
ist, wobei der Reaktor in einer zylinderförmigen,
mit einem Liner ausgekleideten Kaverne und ι ο die anderen Komponenten in teils horizontalen, teils
vertikalen Stollen installiert sind, und der in seinem unteren Bereich einen Heißgassammelraum aufweist,
an den sich mehrere, vorzugsweise radiale Austrittstutzen anschließen, die jeweils mit einer zu ι s
der Turbine oder den Turbinen führenden Heißgasleitung verbunden sind, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Heißgassammelraum (8) über dessen ganze Höhe eine Neutronenabschirmung
in Ftjrm einer Ringmauer (17) vorgesehen ist,
die koaxial zu der Reaktorkaverne (4) und mit einem solchen Abstand zu ihr angeordnet ist, daß der
entstandene Ringraum (18) für die Kühlgasströmung ausreichend dimensioniert ist, und daß die Ringmauer
(17) mehrere Reihen von Schlitzen (21) für den Kühlgasdurchtritt aufweist, die zu den Reaktoraustrittsstutzen
(11) versetzt angeordnet sind.
2. Hochtemperaturreaktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringmauer (17) aus
Graphit besteht, der eine borierte Zone aufweist
3. Hochtemperaturreaktor nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ringmauer (17) aus einer Anzahl von Graphitsigmenten (20) zusammengesetzt
ist.
4. Hochtemperaturreaktor t jch Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ringmauersegmente (20) in die Tragblöcke (7) für den Reaktorkern und in
die Bodenisolierung (24) der Reaktorkaverne (4) eingezogen sind.
5. Hochtemperaturreaktor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich jedes Ringmauersegment
(20) über Wärmeisolatoren (26) auf dem Liner (5) abstützt.
6. Hochtemperaturreaktor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringmauersegmente
(20) Aussparungen zur Aufnahme von Tragsäulen (9) für die Reaktorkernabstützung aufweisen.
7. Hochtemperaturreaktor nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ringmauer
(19) eine Anzahl von in Vertikalbohrungen (30) angeordneten Abschirmstäben (29) vorgesehen ist,
die auf verschiedenen Teilkreisen derart gegeneinander versetzt angeordnet sind, daß sich ihre
Wirkungsbereiche überdecken.
8. Hochtemperaturreaktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Reaktoraustritts*
stutzen (11) zwei Reihen von Schlitzen (21) zugeordnet sind.
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE2506293C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3921670A1 (de) * | 1989-07-01 | 1991-01-10 | Hochtemperatur Reaktorbau Gmbh | Einrichtung zum abschirmen thermischer neutronen bei einem gasgekuehlten hochtemperaturreaktor |
Families Citing this family (2)
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| DE2713463C2 (de) * | 1977-03-26 | 1982-02-04 | Kernforschungsanlage Jülich GmbH, 5170 Jülich | Kernenergieanlage mit gasgekühltem Reaktorcore |
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1975
- 1975-02-14 DE DE2506293A patent/DE2506293C2/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
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| NICHTS-ERMITTELT |
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| DE3921670A1 (de) * | 1989-07-01 | 1991-01-10 | Hochtemperatur Reaktorbau Gmbh | Einrichtung zum abschirmen thermischer neutronen bei einem gasgekuehlten hochtemperaturreaktor |
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| DE2506293A1 (de) | 1976-08-26 |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: HOCHTEMPERATUR-REAKTORBAU GMBH, 4600 DORTMUND, DE |
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