DE2504802B2 - Fluoreszenzmikrophotometer zum Arbeiten mit senkrechter Reflexion - Google Patents
Fluoreszenzmikrophotometer zum Arbeiten mit senkrechter ReflexionInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Fluoreszenzmikrophotometer zum Arbeiten in senkrechter Reflexion gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Solche gattungsgemäßen Fluoreszenzmikrophotometer sind beispielsweise aus dem Sonderdruck aus den
ZEISS-Informationen Nr. 81: Ein Mikroskopfluorometer
und der Firmenschrift Liste 512-123 der Ernst Leitz GmbH, Wetzlar: Fluoreszenzmikroskopie, zum Beispiel
Seite 21, bekannt. Bei diesen bekannten Fluoreszenzmikrophotometern
befindet sich zwischen der mit Kondensor versehenen Erregerlichtquelle und dem dichroitischen Spiegel bezüglich der Festlegung des
optischen Strahlengangs lediglich eine Leuchtfeldblende. Diese Leuchtfeldblende gestattet zwar, die Größe
des beleuchteten Probenausschnittes einzustellen; sie gestattet jedoch nicht, die Intensität des auf die Probe
gelangenden Erregerlichies einzustellen. Wenn viel Erregerlicht auf die Probe fällt, führt dies zu einem
Verblassen der Probe, wodurch die durch das Erregerlicht hervorgerufene Fluoreszenz nicht linear wird. Dies
kann zu Meßfehlern führen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fluoreszenzmikrophotometer zum Arbeiten in senkrechter
Reflexion zu schaffen, bei dem sich das Verblassen der Probe weitgehend vermeiden läßt.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Bei dem erfindungsgemäßen Fluoreszenzmikrophotometer ist es mit Hilfe der Aperturblende 3 möglich, die
Intensität des auf die Probe fallenden Erregerlichies einzustellen, wodurch in einfacher Weise vermieden
werden kann, daß zuviel Erregerlicht auf die Probe gelangt und diese in der Folge davon schnell verblaßt.
Zum Stand der Technik sei ergänzend auf die ZEISS-Mitteilungen 4, 1967, Seite 261, verwiesen. Darin
ist ein Auflicht-Mikroskop für Reflexionsmessungen dargestellt, das, was dort allerdings nicht beschrieben ist,
nach Ergänzung mit entsprechenden Filtern möglicherweise als ein Auflicht-Fluoreszenzmikrophotometer
verwendbar ist. Der ßclcuchtungsstrahlcngung dieses bekannten Mikroskops enthalt zusätzlich /u den beim
Erfindungsgegenstand vorgesehenen Bauteilen eine /weite llilfslinse /wischen einer l.eiichlblende und dem
Objektiv, wobei die Leuchtblende dem kleinen Loch des Erfindungsgegenstandes entspricht.
Zur Korrektur chromatischer Abbildungsfehler wurden früher bei Fluoreszenzmikrophotometern Linsensysterne
zwischen dem dichroitischen Spiegel und dem Loch verwendet, die ähnlich der zweiten Hilfslinse der
genannten ZEISS-Mitteilungen 4 angeordnet waren. Solche chromatischen Abbildungsfehler entstehen dadurch,
daß die spektrale Verteilung des Erregerlichtes
ίο im Maximum im allgemeinen bei einer gegebenen
Wellenlänge im Bereich zwischen 350 nm bis 550 nm aufweist. Der Wellenlängenunterschied zwischen dem
Erregerlicht und dem Fluoreszenzlicht ist im allgemeinen größer als 30 nm. Zusätzlich ist das Fluoreszenzlicht
ti im wesentlichen monochromatisch. Dieser Wellenlängenunterschied
verursacht Schwierigkeiten, wenn im optischen System zwischen dem kleinen Loch und der
Blende chromatische Aberration auftritt. Das Bild des Loches könnte dann nicht genau auf der Probe
entworfen werden, wenn das Bild der Fluoreszenzlicht emittierenden Stelle der Probe am Ort der Blende
entworfen werden soll. Dies führt zum Auftreten von Streulicht und dazu, daß die Probe nicht gleichmäßig mit
Erregerlicht beleuchtet wird, so daß die Meßgenauigkeit abnimmt. Wenn dagegen das Bild des Loches auf der
Probenoberfläche entworfen wird, entsteht das genaue Bild der Fluoreszenzlicht emittierenden Stelle der
Probe nicht am Ort der Blende, wodurch die Meßgenauigkeit abnimmt. Ein zur Korrektur der
ίο chromatischen Aberration verwendetes, ähnlich der
zweiten Hilfslinse der oben genannten ZEISS-Mitteilungen 4, angeordnetes Linsensystem muß jedoch eine
Doppellinse sein, die aus einer Flintglaslinse und einer Kronglaslinse zusammengesetzt ist, wobei die sich
li gegenüberliegenden, zusammenpassenden Flächen zusammengekittet
sind, so daß das Linsensystem im Aufbau verhältnismäßig kompliziert ist. Zusätzlich
werden das Flintglas und das Kittmittel bei Beleuchtung mit Erregerlicht selbstleuchtend und erzeugen Fluoreszenz,
wodurch Streulicht entsteht und die Meßgenauigkeit abnimmt.
Beim Erfindungsgegenstand wird der beschriebene, durch chromatische Aberration verursachte Meßfehler
vermieden.
Eine weitere Eigenart der Anordnung gemäß der genannten ZEISS-Mitteilungen 4 liegt im folgendem:
Die Vergrößerung der zweiten Hilfslinse liegt in der Größenordnung von 0,3fach, so daß das kleine Loch
sehr klein sein müßte, damit auf der Probe lediglich ein kleiner Fleck beleuchtet wird. Wenn beispielsweise der
auf der Probe zu beleuchtende Fleck 2 nm groß sein soll und die Vergrößerung des Objektivs 40fach ist, müßte
der Durchmesser des kleinen Loches 0,024 mm betragen. Ein solch kleines Loch wäre kaum herstellbar. Bei
dem erfindungsgemäßen Fluoreszen2mikrophotometcr kann das kleine Loch oder besser die Leuclhtfeldblende
relativ groß dimensioniert werden, weil die zweite Hilfslinse fehlt.
Beim Erfindungsgegenstand wird das kleine Loch
w) bzw. die Leuchtfeldblende genau auf der Oberfläche der
Probe abgebildet, und die Fluoreszenzstrahlung aussendende Stelle der Probe wird genau auf der Blende
abgebildet. Es ist somit möglich, die chromatische Aberration zwischen dem kleinen Loch und der Blende
hr) zu iliminieren, ohne daß eine /weile llilfslinse zwischen
das kleine Loch und den dichroitischen Spiegel eingeschoben wird.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einer
schematischen Zeichnung erläutert.
Die Figur stellt ein Fluoreszenzmikrophotometer zum Arbeiten mit senkrechter Reflexion dar.
Das Mikrophotometer weist eine Lichtquelle 1 für
Erregerlichi und eine Linse 2 auf, die ein Bild M der ι
Lichtquelle 1 an einem Ort entwirft, an dem eine Aperturblende 3 angeordnet ist. Zwischen der Linse 2
und der Aperturblende 3 ist ein Durchlaßfilter 4 für Erregerlicht angeordnet. Nach hinten von der Aperturblende
3 entfernt angeordnet sind eine Zwischenlinse 5, ein kleines Loch 6 und ein dichroitischer Spiegel 7.
Zwischen dem dichroitischen Spiegel 7 und einer zu untersuchenden Probe 9 ist ein Objektiv 8 angeordnet.
Die Zwischenlinse 5 dient dazu, das in der Aperturblende 3 entworfene Bild M der Lichtquelle
durch das Loch 6 hindurch in der Lage des Brennpunkts Fauf der Rückseite des Objektivs 8 zu entwerfen. Das
Loch 6 kann als eine Blende für das Beobachtungsfeld wirken. Das Objektiv 8 entwirft das Bild des Loches 6
durch den dichroitischen Spiegel 7 hindurch auf der oberen Oberfläche der Probe 9.
Der dichroitische Spiegel 7 reflektiert das Erregerlicht und läßt das Fluoreszenzlicht durch.
Gemäß der Figur nach oben sind vom dichroitischen Spiegel 7 ein Abschneidefilter 11 für das Erregerlicht, >r.
eine Blende 10 und eine photoelektrische Zelle 12 entfernt. Das Objektiv 8 dient auch dazu, ein Bild der
Fluoreszenzlicht emittierenden Stelle der Probe 9 durch den dichroitischen Spiegel 7 an einem Ort zu entwerfen,
an dem die Blende 10 angeordnet ist. Die photoelektrische Zelle 12 ist außerhalb des Tubus T eines
Mikroskops angeordnet und erzeugt bei Einfang von Fluoreszenzlicht ein elektrisches Signal, das durch einen
elektronischen Verstärker hindurch einem Galvanometer zugeführt wird, der in bekannter Weise Intensität
der Fluoreszenz anzeigt. Der elektronische Verstärker und das Galvanometer sind der Einfachheit der
Darstellung halber weggelassen.
Die Tatsache, daß das Objektiv 8 das Bild des Loches
6 auf der oberen Oberfläche der Probe 9 entwirft, bedeutet eine Vereinfachung des Mikrophotometers
derart, daß es genügt, nur das Objektiv 8 zwischen dem Loch 6 und der Probe 9 anzuordnen.
Im allgemeinen ist das Objektiv 8 für den gesamten sichtbaren Bereich vom nahen Ultraviolett aus hochgradig
korrigiert, so daß das Bild des Loches 6 genau in der oberen Oberfläche der Probe 9 entworfen wird und das
Bild der Fluoreszenzlicht emittierenden Stelle der Probe 9 genau am Ort der Blende 10 entworfen wird.
Zusätzlich schwächt das Objektiv 8 nicht den Durchlaß des Erregerlichtes, wenn das Objektiv mit Erregeriicht
bestrahlt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Fluoreszenzmikrophotometer zum Arbeiten in senkrechter Reflexion mit einer Lichtquelle für Erregerlicht, einem kleinen Loch, einem dichroitischen Spiegel, der das Erregerlicht reflektiert und Fluoreszenzlicht durchläßt, einem Objektiv, das ein Bild des vom dichroitischen Spiegel reflektierten kleinen Loches auf der Probe entwirft und ein Bild der fluoreszierenden Stelle der Probe durch den dichroitischen Spiegel hindurch am Ort einer Blende entwirft, und einer photoelektrischen Zelle zum Empfang des F'uoreszenzlichtes von der Blende, dadurch gekennzeichnet, daß an der Stelle, an der eine Linse (2) ein Bild (M) der Lichtquelle (1) entwirft, eine Aperturblende (3) angeordnet ist, und daß zwischen der AperUirblende (V) und dem kleinen Loch (6) eine Zwischenlinse (5) angeordnet ist, die ein Bild der Aperturblende (3) über den dichroitischen Spiegel (7) in der rückwärtigen Brennebene (F)des Objektivs (8) entwirft.
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