DE2504543C - Musterkoffer - Google Patents

Musterkoffer

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DE2504543C
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DE
Germany
Prior art keywords
housing
case according
outer housing
case
cover plate
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans 2840 Diepholz; Knospe Karl 5650 Solingen; Strauß Werner 4018 Langenfeld; Villmann Wolfgang 5650 Solingen Teilnichtnennung beantragt; Drees
Original Assignee
Tondeo-Werk Adolf Noss, 5650 Solingen
Publication date

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Description

Die Erfindung bezieht sieh auf einen Koffer zur geordneten Aufnahme und Darbietung von Waren oder Mustern mit in einem Gehäuse übereinander angeordneten, herausziehbaren, die Waren oder Muster
aufnehmenden Einschüben.
Musterkoffer oder -kästen dieser Art sind für Schmuckwaren u. dgl. bekannt. Die Einschöbe sind nicht gesichert, so daß die Gefahr besteht, daß sie unbeabsichtigt herausrutschen. Zum offenen Transport sind diese bekannten Ausführungsformen daher wenig
gt>Die von Vertretern in üblicher Weise verwendeten Musterkoffer ähneln einem gewöhnlichen Koffer oder einer Tasche. Sie werden meist auf dem Boden abgestellt. Aus der deutschen Patentschrift 3 95 7 30 ist ein Musterkoffer bekannt, der die übliche Kofferform aufweist und in dem längliche, übereinander angeordnete Einsatzkästen mittels die jeweils auf einer Seite befindlichen Enden verbindender Scheren gelagert sind. Eine eine Flachseile bildende Seitenwand des Koffers kann auf den Boden heruntergeklappt werden, worauf die Einsatzkästen an den Scheren horizontal über die heruntergeklappte Seitenwand hinaus auseinandergezogen werden können, um die in ihnen befindlichen Waren darzubieten.
Im geschlossenen Zustand sind die Muster bei einem solchen Musterkoffer zwar gut geschützt. Zum Prüfen und Heraussuchen von Mustern ist jedoch ein Bücken erforderlich, wodurch das Verkaufsgespräch gestört wird. Das Aufsetzen des Musterkoffers auf eine Theke ist wegen seines Gewichtes mißlich und wegen der bei herabgeklappter Seitenwand erforderlichen großen Grundfläche in den meisten Ladengeschäften nicht durchführbar, weil die Plalzverhältnisse beengt sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Musterkoffer der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß er einen sicheren Transport der Muster sowie eine Darbietung derselben in angenehmer Höhe und ohne großen Platzbedarf in der Grundfläche gestattet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Außengehäuse vorgesehen ist, aus dem das Gehäuse teleskopartig nach oben herausziehbar ist, das bei eingeschobenem Gehäuse dieses im wesentlichen geschlossen umgibt, während es herausgezogen die Einschübe freigibt. Außerdem ist eine Verriegelungsvorrichtung vorgesehen, mittels deren das Gehäuse in einer obersten herausgezogenen Stellung an dem Außengehäuse festlegbar ist.
Der Transport findet in der geschlossenen Stellung statt, wobei das Außengehäuse die Einschübe mit den Mustern schützt und am Herausrutschen aus dem Gehäuse hindert. Bei der Darbietung der Muster wird das Gehäuse nach oben aus dem Außengehäuse herausgezogen und am Außengehäuse arretiert, so daß das Gehäuse in der herausgezogenen Stellung stehenbleibt. Die Einschübe sind jetzt freigegeben und befinden sich in einer erhöhten Position, so daß die Muster zwanglos betrachtet werden können. Für das Außengehäuse bzw. das Gehäuse kommt die Höhe eines größeren Handkoffers in Betracht. Durch das Herausziehen verdoppelt sich diese Höhe, so daß die in der oberen Hälfte befindlichen Einschübe ohne weiteres mit leicht nach unten geneigtem Blick erfaßt werden können. Bei der Darbietung der Muster ist keine zusätzliche Grundfläche erforderlich, weil das Gehäuse mit den Einschüben nicht zur Seite hin, sondern nach oben auslädt.
Aus der deutschen Patentschrift I 26 !30 ist ein Koffer mit einem Stapel von Einsätzen bekannt, der durch eine Hubseilanordnung nach oben aus dem Koffer herausgehoben werden kann, wobei die Einsätze
nacheinander zugänglich werden. Um /.. B. an einen der linieren Einsatze heranzukommen, ist es also erforderlich, den oberen Teil des Stapels abzuheben und beiseitezustellen. Eine wahlweise Zugänglichkeit beliebiger Einsätze mit der Möglichkeit einer raschen Darbietung ihres Inhaltes ist nicht gegeben. Rir die Präsentation von Waren und Mustern ist eine solche Ausführungsform daher nicht geeignet.
Das Außengehäuse ist gemäß der Erfindung vorzugsweise als die Außenseite des Gehäuses dicht umgebender Zylinder ausgebildet, wobei insbesondere das Gehäuse Kastenform und das Außengehäuse Kastenform mit offener Oberseile aufweisen kann.
Es empfiehlt sich, das Spiel zwischen Außengehäuse und Gehäuse so gering zu bemessen, daü sich beim Einschieben des Gehäuses eine Bremsung desselben durch die aus dem Außengehäuse verdrängte, zwischen dem Außengehäuse und dem Gehäuse entweichende Luft erfolgt.
Auf diese Weise wird verhindert, daß bei einem unbeabsichtigten Lösen der Verriegelungsvorrichtung das Gehäuse in das Außengehäuse hineinfällt und die Muster in den Einschüben dureheinanderfallen.
Die Verriegelungsvorrichtung, die das Gehäuse in der obersten Stellung festlegt, kann auch so ausgebildet sein, daß sie die Verriegelung in der eingeschobenen Stellung übernimmt.
Konstruktiv einfacher ist jedoch eine Auslühmngsl'orm, bei der zusätzliche Verriegelungen vorgesehen sind, die das Gehäuse in eingeschobenem Zustand mit dem Außengehäuse verriegeln.
Um die Aufteilung des Gehäuses wunschgemäß verändern zu können, können die Einschübe auf Tragschienen verschiebbar sein, die in ihrer Höhe verstellbar sine'.
Dies kann insbesondere dadurch verwirklicht werden, daß die Tragschienen an Vertikalschienen mit einer Vielzahl von wählbaren Befestigungsstcllen befestigbar sind.
Das Gehäuse kann einen über seinen Grundriß vorspringenden oberen Rand aufweisen, dessen Außenkante bei eingeschobenem Gehäuse mit der Außenseite des Außengehäuses fluchtet und die Einschiebbewegung begrenzt. Auf diese Weise ergibt sich ein einwandfreier Verschluß des Koffers nach oben insofern als die Oberseite des Gehäuses den Spalt zwischen diesem und dem Außengehäuse überragt und abdeckt. Der Rand wird zweckmäßig durch eine oben aufliegende mit dem Gehäuse verbundene Deckplatte gebildet.
Es empfiehlt sich, daß die Deckplatte eine Vertiefung zur Aufnahme des umklappbaren Traggriffs des Koffers trägt und der Traggriff im umgeklappten Zustand mit der Deckplattenoberseite fluchtet.
Die Oberseite des Koffers ist hierdurch im wesentlichen eben, so daß sie bei herausgezogenem Gehäuse als Schreibfläche verwendet werden kann, so daß Bestellungen in unmittelbarer Nähe der dargebotenen Muster und ohne den Kontakt zum Käufer zu unterbrechen aufgenommen werden können.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Fig. I zeigt eine perspektivische Darstellung des Muslerkoffers in geschlossenem Zustand,
Fig 2 zeigt eine perspektivische Darstellung des Musterkoffers bei herausgezogenem Gehäuse,
Hg. 3 ist eine andere perspektivische Darstellung, aus der die Ausbildung der Oberseite deutlicher hervorgehl,
Fi g. 4 ist eine schematische Teildarstellung der Seitenwand des Gehäuses mit einer Tragschiene für einen Einschub.
Der als Ganzes mit 10 bezeichnete Musterkoffer umfaßt ein Außengehäuse 1, welches als an einer Seite 2 offener Kasten ausgebildet ist. Das Außengehäuse 1 besitzt einen Innenraum in Form eines Zylinders rechteckigen Querschnitts. In diesem lnnenraum ist das Gehäuse 3 angeordnet, welches ebenfalls Kastenform aufweist. Das Gehäuse 3 enthält Tragschienen 4 für mehrere übereinander angeordnete Hinschöbe 5, die nach Art von Schubladen ausgebildet sind und die Waren oder Muster aufnehmen.
Das Gehäuse 3 kann ganz in das Außengehäuse I abgesenkt werden, wie es in Fig. 1 dargestellt ist. Es liegt dabei mit dem vorstehenden Rand 7 seiner Deckplatte 6 auf dem oberen Rand 8 des Außengehäuse.s 1 auf. Der Außenrand 9 der Deckplatte 6 fluchtet mil der Außenseite tOdcs Außengehäuses 1.
Es kann nun das Gehäuse 3 aus dem Außengehiiuse I nach oben herausgezogen werden, wie es in F i g. 2 dargestellt ist. In einer obersten Stellung kann eine Verriegelungsvorrichtung 11 betätigt werden, die das Gehäuse 3 in dieser Stellung an dem Außengehäuse 1 verriegelt, .;o daß das Gehäuse 3 auf dem Außengehäuse 1 abgestützt ist und die Einschübe 5 freigegeben und herausziehbar sind. Nach Lösen der Verriegelungsvorrichtung kann das Gehäuse 3 wieder in das Auliengehäuse 1 abgesenkt werden, wobei das Spiel an der Außenfläche des Gehäuses 3 gegenüber der Innenfläche des Außengehäuses 1 gering ist, so daß der Widerstand der entweichenden Luft ein Hineinfallen des Gehäuses 3 in das Außengehäuse 1 verhindert. Im abgesenkten Zustand wird das Gehäuse 3 am Außengehäuse I durch die Verriegelungen 12 verriegelt.
Der Musterkoffer 10 wird an dem Handgriff 13 getragen, der in der Deckplatte 6 des Gehäuses 3 angeordnet ist und über die Verriegelungen 12' mit dem Außengehäuse 1 verbindbar ist. Der Handgriff 13 ist umklappbar und in umgeklapptem Zustand in c>ncr Vertiefung 14 (F i g. 3) der Deckplatte 6 angeordnet, so daß die Oberseite der Deckplatte 6 eben ist und als Schreibfläche verwendet werden kann.
In Fig.4 ist die Seitenwandung 15 des Gehäuses 3 dargestellt, an der ein Einschub 5 auf einer Tragschiene 4 abgestützt ist. Die Tragschiene 4 ist ihrerseits an einer vertikalen Schiene 17 angebracht, die eine Vielzahl von Befestigungsstellen 18 für die Tragschienen 4 aufweist und deren verstellbare Anbringung zuläßt. Auf diese Weise kann die Einteilung des Gehäuses 3 mit verschieden hohen Einschüben 5 wunschgemäß vorgenommen werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Koffer zur geordneten Aufnahme und Darbietung von Waren oder Mustern mit in einem Gehäuse übereinander angeordneten, herausziehbaren, die Waren oder Muster aufnehmenden Einschüben, dadurch gekennzeichnet, daß ein Außengehüuse (I) vorgesehen ist, aus dem das Gehäuse (3) teieskopartig nach oben herausziehbar ist, das bei 'o eingeschobenem Gehäuse (3) dieses im wesentlichen geschlossen umgibt, während es bei herausgezogenem Gehäuse (3) die Einschöbe freigibt, und daß eine Verriegelungsvorrichtung (II) vorgesehen ist, mittels deren das Gehäuse (3) in einer obersten herausgezogenen Stellung an dem Aiißengchäuse (I) festlegbarist.
2. Koffer nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Außengebläse (I) als die Außenseite des Gehäuses (3) dicht umgebender Zylinder ausgebildet «> ist.
J. Koffer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (3) Kastenform und das Außengehäuse (I) Kastenform mit offener Oberseite aufweisen.
4. Koffer nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Spiel zwischen Außengehäuse (I) und Gehäuse (3) so gering ist. daß sich beim Einschieben des Gehäuses (3) eine Bremsung desselben durch die aus dem Außengehause (I) verdrängte, zwischen dem Außengehäuse (1) und dem Gehäuse (3) entweichende Luft erlolgt.
5. Koffer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Verriegelungen (12) vorgesehen sind, die das Gehäuse (3) in eingeschobenem Zustand mit dem Außengehäuse (1) vereinigen.
6. Koffer nach einem der Ansprüche I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschöbe (5) auf Tragschienen (4) verschiebbar sind, die in ihrer Höhe verstellbar sind.
7. Koffer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragschienen (4) an Vertikalschienen (17) mit einer Vielzahl von wählbaren Befestigungsstcllen (18) befestigbar sind.
8. Koffer nach einem der Ansprüche I bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (3) einen über seinen Grundriß vorspringenden oberen Rand (7) aufweist, dessen Außenkante (9) bei eingeschobenem Gehäuse (3) mit der Außenseite (10) des Außengehäuses (1) fluchtet und der die Einschiebbewegung des Gehäuses (3) begrenzt.
9. Koffer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand (7) durch eine oben aufliegende, mit dem Gehäuse (3) verbundene Deckplatte (6) gebildet ist.
10. Koffer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckplatte (6) eine Vertiefung (14) zur Aufnahme des umklappbaren Traggriffs (13) des Koffers (10) trägt und der Traggriff (13) im umgeklappten Zustand mit der Deckplattenoberseite fluchtet.

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