DE2504002C2 - Sicherheits-Druckentlastungseinrichtung - Google Patents
Sicherheits-DruckentlastungseinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Sicherheits-Druckentlastungseinrichtung
gemäß Oberbegriff des Pateirtanspruchs 1.
Es ist eine Druckentlastungseinrichtung dieser Art bekannt, bei der der Verspannung der Klemmringe
lediglich die Dichtung sowie der Rand der Klemmscheibe im Klemmspalt entgegenwirken. Der Klemmspalt
kann damit praktisch beliebig stark verengt werden, so daß die Einstellung der wirksamen Klemmkraft
schwierig ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn nach längerer Standzeit eine Schnappscheibe, die ihre
Aufgabe einmal erfüllt hat. durch eine neue zu ersetzen ist. Dann können die üblicherweise verwendeten
Stellschrauben, mit denen die Klemmringe verspannt werden, korrodiert sein, so daß ein auf diese Schrauben
aufgebrachtes Drehmoment keine sichere Anzeige mehr für den tatsächlich auch aufgebrachten Klemmdruck
ist. Allerdings wirken sich hierdurch bedingte Ungenauigkeiten nur in einem verhältnismäßig schmalen
Toleranzband aus. Der Berstdruck, bei dem eine Schnappscheibe den Durchtrittsquerschnitt öffnet, variiert
lediglich um etwa 6 bis 7%, je nachdem ob für das Einspannen der Schnappscheibe der gerade für eine
ordnungsgemäße Abdichtung noch ausreichende Klemmdruck oder aber der maximale Klemmdruck
angelegt wird, jenseits dessen bereits eine Beschädigung der Stellschrauben einsetzt. Noch viel wesentlicher ist.
daß in diesem bekannten Fall ein Öffnen der Berstscheibe nur bei verhältnismäßig hohen Drücken
auftritt und bei verhältnismäßig kleinen Rohrdurchmessern die Berstscheibe praktisch überhaupt nicht
zerstörbar ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Sicherheits-Druckentlastungseinrichtung
gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1 so weiterzubilden, daß sie bei genauerer
Festlegung der wirksamen Klemmkraft für wesentlich geringere Drücke eingesetzt werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die gekennzeichneten Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Zunächst
einmal kann durch den Zwangsspalt, d. h. durch das unmittelbare Aufeinanderlegen der Stirnflächen der
Klemmringe unter Belassung eines Spalts für den Einzelfall unabhängig von irgendwelchen Zufälligkeiten
die Klemmkraft genau festgelegt werden. Durch den Axialanschlag wird außerdem zwangsläufig der Einfluß
äußerer Kräfte, wie sie z. B. beim Einspannen einer Druckentlastungseinrichtung zwischen Rohrflanschen
auftreten können, ausgeschaltet. Vor allem aber hat sich
gezeigt, daß die erfindungsgemälie Druckentlastungseinrichtung für Drücke einsetzbar ist, die etwa um den
Faktor 10 niedriger sind als im bekannten Fall, so daß auch bei geringeren Durchtrittsquerschnitten die
Einsat/möglichkeit solcher Druckentlastungseinrichtungen eröffnet wird und grundsätzlich die Einsatzmöglichkeit
für spürbar niedrigere zu überwachende Drücke geschaffen wird.
Weiterbildungen der Erfindungen ergeben sich aus den Unteranspruvhen. So gewährleistet die Maßnahme
nach Patentanspruch 2, daß auch nach Durchschnappen der Scheibe eine Abdichtung zwischen den Klemmringen
erhalten bleibt, was z. B. bei giftigen Druckmedien notwendig sein kann.
Halteeinrichtungen für die durchschnappende Scheibe gemäß den Ansprüchen 3 bis 5 können Verletzungen
nachfolgender Teile oder auch Verstopfungen verhindern.
Fig. I ist eine Querscnni.tsansK:!.t einer Sicherheits-Druckentlastungseinrichtung.
die auf der Außenseite eines Druckbehälters angebracht ist:
Fig. 2 bis 6 sind Teilquerschnittsdnsichten alternativer
Ausführungsformen für die Gestaltung des Klemmspalts und der Anordnung der Dichtung.
Ein hier nicht gezeigter Druckbehälter besitzt einen Druckentlastungsauslaß 1 aus einem Rohr 2 mit Flansch
3. zwischen dem und einem gegenüberliegenden Flansch 4 eines weiteren Rohrs 5 eine Sicherheits-Druckentlastungseinrichtung
6 eingespannt ist.
Die Einrichtung 6 besitzt eine gewölbte Schnappscheibe 7, deren konvexe Seite einwärts gegen den
Druckbehälter gerichtet ist. Die Schnappscheibe 7 ist mit ihrem Rand 8 zwischen einem inneren und einem
äußeren Klemmring 9 bzw. 10 festgehalten, die beide durch Stellschrauben 11, die rund um die Klemmringe
verteilt sind, fest miteinander verbunden sind. Die einander zugewandten Stirnflächen 12 und 13 der
Klemmringe liegen derart aufeinander, daß sie einen Klemmspalt 14 vorbestimmter Weite für den Rand 8 der
Sehnappseheibe bilden. Die Stirnflächen 12 und 13 bilden einen Axialanschlag, durch den die kleinste Weite
des Klemmspalts 14 auf einen vorbestimmten Zwangsspalt festgelegt ist. In einer Nut 15 liegt als Dichtung ein
O-Ring 16, der eine derartige Dicke besitzt, daß er beim
Verschraubcn der Klemmringe zusammengedrückt wird und die Sehnappseheibe unter normalen Betriebsbedingungen
gegen einen Strömungsmittelaustritt ab-
dichtet, wie deutlich pus F ι g. 2 ersichtlich ist.
!st die Schnappscheibe eingebaut, ist der auf den Rand der Schnappscheibe einwirkende Klemmdruck
aufgrund des Axialanschlags der Stirnflächen 12 und 13 begrenzt. Es kann dabei die Druckentlastungseinrichtung
derart ausgeführt werden, daß der Druck, bei dem die Schnappscheibe durchschnappt vorher genau
festgelegt werden kann.
Ein radial nußenliegender Bund 17 des Kleminrings 10
stützt als Ansci.iag den Rand der Schnappscheibe bei
normalem Betrieb, bei dem der auf die Schnappscheibe wirkende Druck diese radial strecken möchte, wobei
sich der Scheibenrand gegen den Bund 17 legt und somit die Schnappscheibe festgehalten wird.
Übersteigt der Druck auf die Schnappscheibe einen vorbestimmten Druck, schnappt die Scheibe 7 durch,
wobei sie sich mindestens auf einem Teil ihres Umfanges aus dem Klemmspalt 14 zieht. Sollte sie sich
gänzlich aus dem Klemmspalt 14 ziehen, kann sie durch ein Gitter 18 aufgefangen werden.
F i g. 3 zeigt lediglich eine etwas andere Gestaltung
der Stirnflächen Ί2 und 13, wobei die Gesamtanordnung
jedoch im übrigen gleich ist.
Im Bedarfsfall kann gemäß Fig.4 eine der Stellschrauben
durch den Randbereich der Schnappscheibe hindurchgehen, die gegebenenfalls für den Durchtritt
der Schraube einen Fortsatz besitzt. Die Stellschraube 11a hält den Scheibenrand auch nach dem Durchschnappen
fest.
In manchen Anwendungsfällen öffnet die Schnappscheibe
nicht zur Außenluft, sondern in eine Kammer, die ein Druckentlastungsventil besitzt, das Material in
einen Sumpf oder an die Außenluft abläßt. Dieses ausströmende Material kann giftig sein; deshalb ist es
wichtig, es am Austritt in die Außenluft zu hindern,
insbesondere wenn es noch unter einigem Druck gegen das Druckentlastungsventil ansteht. Die Schnappscheibe
kann außerdem dazu benutzt werden, daß das Druckentlastungsventil nicht durch Schmutzstoffe verunreinigt
und dadurch in seinem Einsat/ behindert wird.
Bei Anordnungen, bei denen es notwendig ist, ein Entweichen giftiger Materialien zu verhindern, könnte
die in Fig. 1 gezeigte Ausführurigsform nicht ausreichend
strömungsmitteldicht sein. Eine Möglichkeit hier Abhilfe zu schaffen, zeigt F i g. 5; hier besitzt der untere
Klemmring 9 einen äußeren, aufwärts gerichteten Flansch 9b, der den Klemmring 10 umfaßt und ein
sicheres Abdichten zwischen den Stirnflächen 20 und 21 bewirkt. Auf diese Weise kann kein Strömungsmittel
if) zwischen den Klemmringen selbst nach außen dringen.
Alternativ kann die in Fi g. 6 dargestellte Ausführungsform angewendet werden, bei der radial außerhalb der
Schnappscheibe 7 ein zweiter O-Ring 22 vorgesehen ist, um die zwei Klemmringe 9 und 10 gegeneinander
' 5 abzudichten. Es kann eine Gewindebohrung 23 vorgesehen
werden, um den beim Lösen der Schnappscheibe auftretenden Druckwechsel auszugleichen.
Die Dichtung 16 wurde als O-Ring mit Kreisquerschnitt
beschrieben. Sie könnte jedoch auch einen
Jo quadratischen Querschnitt haben, obwohl solche mit
Kreisquerschnitt wegen ihrer Erhä''''chkeit vorzuziehen
sind, weil sie bei Verformung ös Kontaktfläche spürbar vergrößern und dadurch die Dichtwirkung
überproportional vergrößern.
-5 Das Material des O-Rings kann Neopren oder
irgendeh anderes geeignetes Material sein, das gegen das im Behälter enthaltene Strömungsmittel beständig
ist. wie beispielsweise ein hohler, ringförmiger Metallring oder ein MetalH'>g. der rundherum an seiner Seite
«' einen Schlitz aufweist und eine Metallfeder enthält. Der
Druck, bei dem die Scheibe durchschnappt, wird im allgemeinen durch die Form und das Ausmaß der
Wölbung der Scheibe, das Material der Scheibe und ihrer Wärmebehandlung bestimmt, sowie durch das
» radiale Streckmaß, was ihr der Anschlag 17 erlaubt. Eine
stark konkave Scheibe mit wenig Raum zur radialen Ausdehnung oder Streckung benötigt einen größeren
Durchschnappdruck als eine Scheibe mit geringer Konkavität oder mehr Raum zur Ausdehnung.
Hierzu 3 Blatt Zeicnnungen
Claims (6)
1. Sicherheits-Druckentlastungseinrichtung mit einer zur Druckseite gewölbten Schmippscheibe, die
in der Randebene radial nach pußen gegen einen Anschlag gestützt und längs ihres Rands zwischen
zwei Klemmringen durch einen Klenmspalt eingefaßt ist, der auf der Druckseite eine an den
Scheibenrand angepreßte Dichtung enthält und aus dem sich die Sehnappseheibe wenigstens auf einem
Teil ihres Umfanges beim Durchschiiappen herauszieht,
dadurch gekennzeichnet, daß die kleinste Weite des Klemmspalts (14) durch einen
Axialanschlag (12, 13) zwischen den Klemmringen (9, 12) auf einen vorbestimmten Zwangsspalt
festgelegt ist und die Dichtung ein O-Ring (16) ist, der in einer in einem der Klemmringe (9)
vorhandenen Nut (15) angeordnet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, ^aB radial außerhalb der Sehnappseheibe
(7) zwischen den Klemmringen ein zweiter O-Ring angeordnet ist (F i g. 6).
3. Einrichtung nach Anspruch I oder 2. gekennzeichnet
durch eine Halteeinrichtung (11a- 18). mit der die Sehnappseheibe nach dem Durchschnappen
festgehalten wird (Fig. 1; F ι g. 4).
4. Einrichtung nach Ansprach 3. dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteeinrichtung ein Auffangsieb (18) ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet,
diß als Halteeinrichtung eine die Klemmringe
(9, W) verspannende Stellschraube (Ha)dient,
für die am Rand (8) der St «nappscheibe ein Loch vorgesehen ist.
6. Einrichtung nach Anspi ch 1 bis 5. dadurch
gekennzeichnet, daß die Klemmringe (9, 10) zwischen zwei Rohrflanschen (3,4) eingefaßt sind.
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