DE2503393C2 - Verbund-Supraleiter - Google Patents

Verbund-Supraleiter

Info

Publication number
DE2503393C2
DE2503393C2 DE2503393A DE2503393A DE2503393C2 DE 2503393 C2 DE2503393 C2 DE 2503393C2 DE 2503393 A DE2503393 A DE 2503393A DE 2503393 A DE2503393 A DE 2503393A DE 2503393 C2 DE2503393 C2 DE 2503393C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
threads
superconductive
core
composite
diameter
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE2503393A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2503393A1 (de
Inventor
Ian Leitch Aldridge Staffordshire McDougall
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IMI Kynoch Ltd
Original Assignee
IMI Kynoch Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IMI Kynoch Ltd filed Critical IMI Kynoch Ltd
Publication of DE2503393A1 publication Critical patent/DE2503393A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2503393C2 publication Critical patent/DE2503393C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10NELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10N60/00Superconducting devices
    • H10N60/20Permanent superconducting devices
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S505/00Superconductor technology: apparatus, material, process
    • Y10S505/825Apparatus per se, device per se, or process of making or operating same
    • Y10S505/884Conductor
    • Y10S505/887Conductor structure

Landscapes

  • Superconductors And Manufacturing Methods Therefor (AREA)
  • Superconductor Devices And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen Verbund-Supraleiter gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Die Herstellung von Supraleitern aus supraleitfähigen intermetallischen Verbindungen, wie z. B. Nb3Sn. ist bekannt Derartige Verbindungen sind jedoch sehr spröde und neigen zum Brechen, wenn sie verformt werden. Bei einem beKannten Verfahren wird deshalb zunächst ein Gebilde hergestellt, das auf einem Trägermaterial Niob und Zinn oder oje Bestandteile einer anderen herzustellenden supraleitfähigen Verbindung in nicht umgesetztem Zustand ali Vorläufer der supraleitfähigen Verbindung aufweist Aus diesem Gebilde wird dann
ein Solenoid hergestellt, das auf t ne Temperatur erwärmt wird, die ausreicht, um eine zur Bildung der intermetallischen Verbindung führende Umsetzung ihrer Bestandteile miteinander hervorzurufen. Das bei diesem Verfahren notwendige Erwärmen des gesamten Solenoids führt jedoch beispielsweise zu dem Nachteil, daß die Wicklung verformt werden kann. Ferner ist der auf diese Weise erhaltene Supraleiter zerbrechlich, so daß die während des Betriebes als Ergebnis der erzeugten Magnetfelder auf den Supraleiter ausgeben hohen BeIa-
stungen eine Verformung verursachen können, die ausreicht, um ein Brechen der supraleitfähigen Verbindung herbeizuführen.
Verbund-Supraleiter, die Fäden aus einer supraleitfähigen intermetallischen Verbindung aufweisen und bei denen die supraleitfähige Verbindung durch Umsetzung ihrer Bestandteile vor dem Wickeln des Solenoids hergestellt wird, bieten hinsichtlich der Bearbeitung und der Gleichmäßigkeit der Supraleitfähigkeitseigenschaf-
-45 ten Vorteile; sie sind jedoch nicht zufriedenstellen, wenn das Verbundgebilde zu spröde ist.
Aus der DE-OS 20 52 323 ist ein Verfahren zur Herstellung eines Verbund-Supraleiters bekannt, bei dem ein Verbundmaterial aus einem Trägermaterial und mindestens einem aus Aluminium, Gallium, Indium. Silicium, Germanium und Zinn ausgewählten Element mit einem Grundmaterial aus Niob oder Vanadium in Berührung gebracht und derart wärmebehandelt wird, daß eine supraleitfähige Verbindung aus Niob oder Vanadium und
den vorstehend erwähnten Elementen gebildet wird. So können beispielsweise Niobfäden in eine Bronzematrix eingebettet werden, worauf das erhaltene Verbundmaterial wärmebehandelt wird. Aus der DE-OS 20 52 323 ist zu entnehmen, daß der Durchmesser der Niobfäden genügend klein sein muß, um eine vollständige Reaktion zwischen Niob und Zinn sicherzustellen, wobei Durchmesser von 5 bis 10 μπι angemessen sind. Größere Durchmesser können zwar akzeptabel sein, würden aber eine relativ langwierige Wärmebehandlung erfordern.
Demgemäß läßt sich der DE-OS 20 52 323 die Lehre entnehmen, daß eine vollständige Umsetzung über den gesamten Fadendurchmesser angestrebt wird, um eine vollständige Umsetzung zwischen Niob und Zinn sicherzustellen, d. h„ ein Einzelphasen-Nb3Sn mit sich daraus ergebenden guten Supraleitfähigkeitseigenschaften zu erzielen.
Aus der DE-OS 20 56 779 sind Verbund-Supraleiter gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 bekannt.
Zur Lösung des Problems der Sprödigkeit von supraleitfähigen m.ermetallischen Verbindungen wird gemäß dem in der DE-OS 20 56 779 behandelten: Stand der Technik vorgeschlagen, Verbund-Supraleiter mit einem /möglichst hohen Anteil an Matrixmaterial im Verhältnis zu dem Fadenmaterial herzustellen, wobei das Matrixmaterial ein bei 4,2 K nicht supraleitfähiges Metall, wie z. B. Kupfer, ist. Der hohe Anteil an Matrixmaterial führt nach dem in der DE-OS 20 56 779 behandelten Stand der Technik zur Stabilisierung des Verbund-Supraleiters,
b5 und man versprach sich nach dem Stand der Technik von dem erhöhten Anteil des geschmeidigen Matrixmaterial eine bessere Verfestigung der Fäden aus der spröden supraleitfähigen Verbindung.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Verbund-Supraleiter gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs I zur Verfugung zu stellen, der eine erhöhte Festigkeit und eine verbesserte Verformbarkeit hat, so daß die elektri-
sehen Eigenschaften, wie z. B. die elektrische Leitfähigkeit des Verbund-Supraleiters nach seiner Verformung, z. B. durch Wickeln, in hohem Maße erhalten bleiben.
Diese Aufgabe wird durch einen Verbund-Supraleiter gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, der dadurch gekennzeichnet ist, daß der Abstand zwischen den Fäden kleiner ist als der Durchmesser der Fäden, gelöst.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die Fäden einen Niobkern, während das nicht supraleitfähige Material Kupfer oder eine Kupfer-Zinn-Legierung ist
Mindestens einige der Fäden können einen Kern aus einem anderen Metall enthalten. Der Kern kann auch aus mehr als einem Metall bestehen.
Der Verbund-Supraleiter kann auch eine zum Teil durch die Fäden verlaufende zylindrische Diffusionssperre enthalten, die innerhalb der Fäden derart angeordnet ist, daß sich ein innerer Kern und eine äußere Hülle aus einem Bestandteil der supraleitfähigen intermetallischen Verbindung, die durch die Diffusionssperre voneinander getrennt sind, ergeben.
Das Matrixmaterial kann ein stabilisierendes Material und den noch fehlenden Bestandteil bzw. die noch fehlenden Bestandteile der supraleitfähigen intermetallischen Verbindung enthalten.
Die Querzahl (Poissonsche Konstante) des Matrixmaterials ist vorzugsweise kleiner als die Querzahl des Fadenmaterials, (d. h. des Kernmaterials), so daß unter Spannung die supraleitfähige intermetallische Verbindung einer Materialspannung in Richtung dreier zueinander senkrechter Achsen ausgesetzt ist, was auf die Neigung des Fadens zum Wegschrumpfen von der Matrix zurückzuführen ist In diesem Fall wird der erfindungsgemäße Verbund-Supraleiter durch eine 2% betragende Verformung (beispielsweise br.·, ίι Wickeln) nicht beschädigt
Der Kern der Fäden kann einen Durchmesser von 5 bis 20 μηι, vorzugsweise 5 bis 15 μπι und insbesondere 6 bis 10 μπι aufweisen, während das Verhältnis der Menge des Matrixmaterials zu der Menge des Fadenmaterials 3 :1 bis 1 :1 betragen kann. Die aus der supraleitfähigen intermetallischen Verbindung bestehende Schicht hat eine Dicke von 0,5 bis 2 μπι und vorzugsweise von 0,5 bis 1 μπι.
F i g. 1 ist eine Schnittansicht eines dicken und eines dünnen Drahtes und einer Wickelschablone;
F i g. 2 ist ein Querschnitt eines Verbund-Supraleiters.
Es sind Verbund-Supraleiter in Form von Drähten bekannt, bei denen Fäden, die eine supraleitfähige intermetallische Verbindung enthalten, in situ in einem Matrixmaterial geformt werden. Diese Fäden habdn im allgemei-
nen einen sehr kleinen Durchmesser. Weil supraleitfähige intermetallische Verbindungen sehr spröde sind,
wurde der Durchmesser bekannter Drähte so klein w:e möglich gemacht wobei erwartet wurde, daß die Fäden um so wiederstandsfähiger gegen Brechen sind, je kleiner deren Durchmesser ist. Beim Biegen der Drähte bzw. der Fäden um einen konstanten äußeren Radius ist der Unterschied der Verformung zwischen den innenseitigen und den außenseitigen Radien der Drähte bzw. der Fäden um so geringer, je kleiner der Durchmesser der Drähte bzw. der Fäden ist Beispielsweise ist in F i g. 1 der Abstand 1 zwischen der neutralen Achse 2 und der äußeren Oberfläche 3 des dicken Drahtes 4 größer als der Abstand 5 zwischen der neutralen Achse 6 und der äußeren Oberfläche 7 des darüber gezeichneten dünnen Drahtes 8. Dabei werden beide Drähte um einen konstanten Radius 9 der Wickelschablone 10 gebogen. Somit beträgt die Verformung an der Oberfläche des Drahtes 4 mit großem Durchmesser (b—a)/a. während die Verformung an der Oberfläche des Drahtes 8 mit kleinem Durchmesser (d— c)/c beträgt Aus F i g. 1 ist ersichtlich, daß (b— a)/a größer ist als (d— c)/c.
Es wäre daher zu erwarten, daß durch Verringerung der Dicke der Fäden und des Drahtdurchmessers Verbund-Supraleiter in Form von Drähten, die eine Vielzahl von Fäden mit einer supraleitfähigen intermetallischen Verbindung in einer Matrix aus einem nicht supraleitfähigen Material enthalten, gegen Beschädigung durch Verformung widerstandsfähiger gemacht werden würden. In einer Versuchsreihe wurden Verbund-Supraleiter in Form von Drähten, dl** Fäden mit der supraleitfähigen intermetallischen Verbindung Nb3Sn in einer Bronzematrix enthielten, hergestellt, wobei die Bruchfestigkeit der Fäden geprüft wurde. ΙΟμπι dicke Fäden wurden nicht beschädigt, wenn die Verformung während der Verarbeitung, z. B. beim Wickeln, 2% betrug (d. h., wenn mit den Bezeichnungen des Drahtes 4 in Fig. 1 (b—a)/a 2% betrug). Fäden mit einem Durchmesser von 6 μπι wurden jedoch durch eine 2% betragende Verformung während der Verarbeitung beschädigt. Diese Ergebnisse stehen im Gegensatz zu den Ergebnissen, die gemäß den vorstehend erwähnten Schlußfolgerungen zu erwarten wären.
Die Analyse der vorstehend beschriebenen Drähte hat gezeigt, daß in beidsn Fällen die supraleitfähige intermetallische Verbindung eine etwa 1 -μΓη-Schicht auf einem ansonsten nicht umgesetzten Niobkern bildete.
Eine Untersuchung derartiger Verbunddrähte ergibt, daß die wesentlichen Faktoren, die ihre mechanische Festigkeit beeinflussen, der Fadendurchmesser, die Dicke der Schicht aus der supraleitfähigen intermetallischen Verbindung und der Abstand zwischen den Fäden sind. Um eine maximale mechanische Festigkeit zu erzielen, soll der Fadendurchmesser möglichst groß sein, während sowohl die Dicke der supraleitfähigen Schicht als auch der Abstand zwischen den Fäden möglichst klein sein soll.
Es wurde auch erkannt, daß sich das Prinzip der Stützung des Niob-Zinns in Verbund-Supraleitern aus dem Unterschied der Querzahlen (Poissonschen Konstanten) des Kernamterials, des Niob-Zinns und des Matrixma» • teriais ergibt Wenn auf einen Draht eine Spannung oder Belastung in Richtung der Drahtachsc ausgeübt wird, führt dies zu einer Verformung in dieser Richtung sowie gleichzeitig zu einer dem Poissoneffekt zuzuschreibenden Verformung senkrecht zur Drahtachse. Das Ausmaß der Verformung senkrecht zur Drahtachse ist für jedes Material des Verbund-Supraleiters Unterschiedlich. Eine dünne Schicht aus dor supraleitfähigen Verbindung an der Grenzfläche zwischen Matrix und Kern wird daher verformt, wenn der Verbund-Supraleiter »zusammengeklebt« bleiben soli. An der Schicht aus der supraleitfähigen Verbindung wird eine Spannung senkrecht zu der auf den Draht ausgeübten Belastung erzeugt. Als Folge davon — vorausgesetzt, daß die Hauptspannungen in der supraleitfähigen Verbindung das gleiche Vorzeichen besitzen — werden die Scherspannungen in der supraleitfä-
Flußdichte des Stromstärke (A) Drahtdurchmesser ?50 μπι Drahtdurchmesser: 280 μιη
Magnetfeldes (T) Drahtdurchmesser: 230 um Kerndurchmesser: 5.4 μπι Kerndurchmesser: 6,0 μπι
Kerndurchmesser: 45 μπι umgesetzt nur umgesetzt umgesetzt nur umgesetzt
umgesetzt umgesetzt und gebogen und gebogen
und gebogen
higen Verbindung, die die Formänderung und den nachfolgenden Bruch verursachen, verringert. Infolgedessen ist es bei einem auf Zugspannung beanspruchten Draht erforderlich, daß das Niob-Zinn die Neigung zeigt, von dem Niob und der Bronze wegzuschrumpfen; dieser Zustand wird erreicht, da die Querzahl 10%iger Bronze etwa 0,34 und die Querzahl von Niob etwa 0,38 betrügt, während die Querzahl von Niob-Zinn etwa 03 beträgt.
Das setzt voraus, daß senkrecht zur Drahtachsc keine Verformung der Matrix oder des Kerns infolge der in der supraleitfähigen Verbindung erzeugten Spannung auftritt, d. h., daß die supraleitfähige Verbindung nicht fester ist als die Matrix oder der Kern.
Um den Einfluß des Kerndurchmessers bei gegebener Dicke der supraleitfähigen Schicht (und damit des Fadendurchmessers) auf die mechanischen Eigenschaften des Verbund-Supraleiters zu beweisen, wurde eine Versuchsreihe durchgeführt. Es wurden Verbund-Supraleiter in Form von Drähten, die im Endergebnis nach der Umsetzung die Form von durch eine Schicht aus supraleitfähigen! NbjSn ummantelten Niobkernen in einer Bronzematrix annahmen, hergestellt. Bei diesen Drähten betrug die Dicke der Nb3Sn-Schicht 1 μπι, während die Drähte den in Tabelle I angegebenen Drahtdurchmesser und Kerndurchmesser hatten, wobei unter dem Kerndurchmesser der Durchmesser des nicht umgesetzten Niobkerns zu verstehen ist.
Verbund-Supraleiter wurden in Form von Drähten der im vorstehenden Absatz genannten Art hergestellt und unter Bildung von NbjSn-Schichten umgesetzt. Bei jedem der Verbund-Supraleiter wurde dann im nicht verformten Zustand die elektrische Leitfähigkeit gemessen. Danach wurde der Draht um eine Wickelschablone mit 1 cm Durchmesser gebogen, und die elektrische Leitfähigkeit, deren Änderung die mechanischen Eigenschaften ■widerspiegelt, wurde -wieder gemessen. Die in äsr. Spalten »umgesetzt αν.ύ gebogen« angeführien Werte m Tabelle I beziehen sich auf Messungen, die nach dem Verformen der Drähte durch Biegen um die Wickelschablone durchgeführt wurden, während die Spalten »nur umgesetzt« Meßwerte bei Drähten, die nicht verformt wurden, enthalten. In jedem Fall wurde die elektrische Leitfähigkeit des Drahtes in einer Reihe von Magnetfeldern mit verschiedener Flußdichte gemessen, wobei folgende Ergebnisse erzielt wurden:
25 Tabelle I
18
15
13
176 83 64 60 46
44 33 25 20 18
95
73
55
47
40
124 95 76 58 48
Aus Tabellel geht hervor, daß nach dem Biegen die Abnahme der elektrischen Leitfähigkeit des Drahtes um so geringer ist, je größer der Kerndurchmesser ist. Das wird besonders deutlich, wenn man die Fäden mit einem Kerndurchmesser von 4,9 μπι mit den Fäden mit einem Kerndurchmesser von 6,0 μπι vergleicht. Bei einer magnetischen Flußdichte von 2 T beträgt die Abnahme der elektrischen Leitfähigkeit im ersten Fall nahezu 90%, während im zweiten Fall die Abnahme der elektrischen Leitfähigkeit nur etwa 25% beträgt Bei einer magnetischen Flußdichte von 6 T beläuft sich die Abnahme im ersten Fall auf etwa 85%, während im zweiten Fall die Abnahme nur etwa 15% beträgt
Zur Herstellung von aus supraleitfähigen intermetallischen Verbindungen bestehenden Schichten mit der erforderlichen Dicke wird geeigneterweise eine zum Teil durch die Niob-Fäden verlaufende Diffusionssperre aus Tantal verwendet Zur Herstellung derartiger Verbund-Supraleiter wird eine Anzahl von Niob-Stäben mit Tantal und einer äußeren Schicht aus Niob ummantelt und in eine Bronzehülle eingeführt. Die Stäbe werden dann in einem Bronzebehälter geschichtet, der ausgepumpt und luftdicht abgeschlossen und danach erwärmt und stranggeprcSt wird. Der erhaltene Verbunddraht wird dann auf eine erhöhte Temperatur in der Größenordnung von 800 bis 9000C erwärmt, so daß das Zinn aus der Bronze in die äußere Niob-Schicht diffundiert, bis es das Tantal erreicht, wobei es mit dem Niob unter Bildung von Nb3Sn reagiert Das Tantal verhindert eine Weiterwanderung des Zinns, so daß auf diese Weise die Nb3Sn-ScMcIu genauer abgegrenzt wird. Das Niob im inneren Kern könnte durch ein anderes Material mit einer ähnlichen Querzahl ersetzt werden.
Zusätzlich zu der Wirkung des Kerndurchmessers wurde gefunden, daß das Verhältnis der Menge des Matrixmaterials zu der Menge des Fadenmaterials so niedrig wie möglich gehalten werden sollte; beispielsweise werden Fäden mit einem Kerndurchmesser von 6 μπι durch 2%ige Verformung beschädigt, wenn das Verhältnis Bronze zu Niob bei dem Vorläufergebüde vor der Umsetzung 3 :1 beträgt, während Fäden mit einem Kerndurchmesser von 6 μιη durch eine 3%ige Verformung unbeeinflußt bleiben, wenn das Verhältnis Bronze zu Niob 2:1 beträgt Es wird angenommen, daß benachbarte Fäden eine gegenseitige Stützung bewirken, was eine erhöhte mechanische Festigkeit des Verbund-Supraleiters zur Folge hat
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verbund-Supraleiter, der mehrere oder eine Vielzahl von Fäden mit einer supraleitfähigen intermetallischen Verbindung aufweist, die in einem Matrixmaterial aus einem bei 5 K nicht supraleitfähigen Material
eingebettet sind, wobei die Fäden einen Durchmesser von 6 bis 24 μπι haben und einen Kern aus duktilem, nicht umgesetztem Metall enthalten und wobei sich auf dem Kern eine Schicht aus der supraleitfähigen Verbindung mil einer Dicke von 0,5 bis 2 μπι befindet, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen den Fäden kleiner ist als der Durchmesser der Fäden.
2. Verbund-Supraleiter nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden einen Niobkern rnthalten und daß das nicht supraleitfähige Material Kupfer oder eine Kupfer-Zinn-Legierung ist
3. Verbund-Supraleiter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einige der Fäden einen Kern aus einem anderen Metall enthalten.
4. Verbund-Supraleiter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern mehr als ein Metall enthält.
5. Verbund-Supraleiter nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der Fäden eine
zylindrische Diffusionssperre angeordnet ist, so daß sich ein innerer Kern und eine äußere Hülle aus einem Bestandteil der supraleitfähigen intermetallischen Verbindung, die durch die Diffusionssperre voneinander getrennt sind, ergeben.
6. Verbund-Supraleiter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die jo Querzah! (Poissonsche Konstante) des Matrixmaterials kleiner ist als die Querzahl des Fadenmaterials, so
daß unter Spannung die intermetallische Verbindung infolge der Neigung des Fadens zum Wegschrumpfen von der Matrix einer Materialspannung in Richtung dreier zueinander senkrechter Achsen ausgesetzt ist
7. Verbund-Supraleiter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Menge des Matrixmaterials zu der Menge des Fadenmaterials 3 :1 bis 1:1 beträgt
DE2503393A 1974-01-28 1975-01-28 Verbund-Supraleiter Expired DE2503393C2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB383074A GB1445921A (en) 1974-01-28 1974-01-28 Superconductors

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2503393A1 DE2503393A1 (de) 1975-08-07
DE2503393C2 true DE2503393C2 (de) 1985-05-15

Family

ID=9765749

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2503393A Expired DE2503393C2 (de) 1974-01-28 1975-01-28 Verbund-Supraleiter

Country Status (5)

Country Link
US (1) US4028488A (de)
JP (1) JPS50105396A (de)
CH (1) CH578238A5 (de)
DE (1) DE2503393C2 (de)
GB (1) GB1445921A (de)

Families Citing this family (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4148129A (en) * 1976-11-01 1979-04-10 Airco, Inc. Aluminum-stabilized multifilamentary superconductor and method of its manufacture
US4285740A (en) * 1978-08-14 1981-08-25 Airco, Inc. Wrapped tantalum diffusion barrier
DE3112372A1 (de) * 1981-03-28 1982-10-07 Kernforschungszentrum Karlsruhe Gmbh, 7500 Karlsruhe Stabilisierte multifilament-supraleiter aus sproeden, vorreagierten nb(pfeil abwaerts)(pfeil abwaerts)3(pfeil abwaerts)(pfeil abwaerts)sn-filamenten in bronze-matrix
US4927985A (en) * 1988-08-12 1990-05-22 Westinghouse Electric Corp. Cryogenic conductor
US6745059B2 (en) * 2001-11-28 2004-06-01 American Superconductor Corporation Superconductor cables and magnetic devices
US7200898B2 (en) * 2004-06-12 2007-04-10 Augustus Sclalfani Clamping system for safety lines
US20060272145A1 (en) * 2005-03-11 2006-12-07 Alabama Cryogenic Engineering, Inc. Method of producing superconducting wire and articles produced thereby

Family Cites Families (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB1333554A (en) * 1969-10-27 1973-10-10 Atomic Energy Authority Uk Superconducting members and methods of manufacture thereof
BE759061A (fr) * 1969-11-19 1971-05-17 Imp Metal Ind Kynoch Ltd Perfectionnements aux conducteurs electriques
GB1458031A (de) * 1973-01-26 1976-12-08

Also Published As

Publication number Publication date
US4028488A (en) 1977-06-07
JPS50105396A (de) 1975-08-20
DE2503393A1 (de) 1975-08-07
CH578238A5 (de) 1976-07-30
GB1445921A (en) 1976-08-11

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3430159C2 (de)
DE69737533T2 (de) Verbesserte struktur für laminierte supraleitende keramische verbundleiter und herstellungsverfahren
DE60037384T2 (de) Supraleitender draht auf oxidbasis mit isolierungsbeschichtung und verfahren zu dessen herstellung
DE2654924A1 (de) Supraleitendes verbundkabel
DE69131152T2 (de) Ausgedehnte supraleitende Elemente bestehend aus Supraleitern und supraleitenden Spulen
DE69427439T2 (de) Draht aus supraleitendem Oxid, Verfahren zur Herstellung, Spule und Kabel aus supraleitendem Oxid
DE69621183T2 (de) Draht aus supraleitendem Oxid und Verfahren zu dessen Herstellung
DE69714646T2 (de) Verbindungsstruktur für ein Supraleiter
DE69012596T2 (de) Oxidischer supraleitender Draht.
DE69317408T2 (de) Zusammengesetzter supraleitender Draht und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2503393C2 (de) Verbund-Supraleiter
DE3877160T2 (de) Supraleitender, gemischter draht mit hoher springtemperatur und verfahren zu dessen herstellung.
DE69403362T2 (de) Draht für Nb3X Supraleiterdraht
DE69531693T2 (de) Supraleitende magnetspule mit variablem profil
DE2230254C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines stabilisierten Supraleiters und Anwendung des Verfahrens
DE2515904C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines stabilisierten Supraleiters
DE3413167A1 (de) Verfahren zur herstellung eines supraleitenden kontaktes
DE69421197T2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Nb3X supraleitenden Drahtes
DE4317703C2 (de) Supraleitender Draht aus einer Nb-Ti-Legierung und ein Verfahren zu dessen Herstellung
DE2826810C2 (de)
DE69407922T2 (de) Supraleiter
EP0014915B1 (de) Supraleitende Magnetwicklung mit mehreren Wicklungslagen
DE19754669C1 (de) Verfahren zur Herstellung eines bandförmigen Supraleiters mit Hoch-T¶c¶-Supraleitermaterial sowie mit dem Verfahren hergestellter Supraleiter
DE112007000048T5 (de) Supraleitender Oxiddraht und Verfahren zum Herstellen desselben
DE2200769A1 (de) Stabilisierte Supraleiter und Verfahren zu deren Herstellung

Legal Events

Date Code Title Description
8110 Request for examination paragraph 44
D2 Grant after examination
8363 Opposition against the patent
8339 Ceased/non-payment of the annual fee