DE24976C - Elektromagnetischer Trennungsapparat für Zinkblende und Spatheisenstein - Google Patents
Elektromagnetischer Trennungsapparat für Zinkblende und SpatheisensteinInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B03—SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03C—MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
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- B03C1/14—Magnetic separation acting directly on the substance being separated with cylindrical material carriers with non-movable magnets
Landscapes
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- Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 1: Aufbereitung von Erzen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. Mai 1883 ab.
Wie aus beiliegender Zeichnung ersichtlich, befinden sich auf einer festen Achse α ebenfalls
fest die Elektromagnet^ b. Um diese Magnete ist die . Messingtrommel c drehbar. Vor
derselben befinden sich ein Schüttelwerk d mit einer Vertheilungstafel f.
Die gehörig zerkleinerten und calcinirten Erze gelangen durch den Trichter e auf die Vertheilungstafel
/ und über das Schüttelwerk d zur Messingtrommel c. Sobald diese Erze nun in
die Nähe der Trommel c gelangen, werden die EisenpxydulpxyÖpartikelchen! angezogen und auf
der Peripherie der Trommel festgehalten, während die Blende herabfällt.
Durch die Drehung der Trommel in der
^Richtung des Pfeiles gelangen die Eisenpartikel-
pchen schliefslich aus dem Bereiche des Elektromagnetes
und fallen auf der anderen Seite der Trommel herab.
Der Apparat ist auch für verschiedene Erzsorten bezüglich der Korngröfse und des Eisengehaltes
anwendbar, indem durch eine Schraube^· das Schüttelwerk d der Trommel c genähert
oder entfernt werden kann und dadurch die Anziehungskraft auf die einzelnen Eisentheilchen
verstärkt oder geschwächt wird.
Der elektrische Strom zur Magnetisirung der Elektromagnete wird durch Gramme'sche Maschinen
erzeugt, und zwar ist eine Gramme'sche
Maschine, welche zu ihrem Betrieb 1 Pferdekraft nöthig hat, im Stande, vier solcher Apparate zu
betreiben bezw. mit Elektricität zu versorgen. Der Strom tritt bei h ein, umkreist die Magnete
und tritt bei Ji1 aus.
Die Vortheile, welche dieser Apparat gegenüber allen bis jetzt construirten und in Betrieb
befindlichen besitzt, sind ganz bedeutend, und si&d im Wesentlichen folgende:
ji. Die Magnete rotiren nicht, sondern sie
verbleiben stets auf ein und derselben Stelle, während eine Messingtrommel, an welche das
Eisen angezogen wird und welche keinen Magnetismus erhält, um diese Magnete rotirt. Dadurch,
dafs nun die Magnete nicht direct mit dem zu verarbeitenden Material, was bei allen anderen
Apparaten der Fall ist, in Berührung kommen, dafs sogar dieselben von der Trommel vollständig
umschlossen sind, ist eine vollständige Sicherheit gegen jeden ungünstigen Einflufs durch
Staub, Wärme etc. bewirkt.
2. Bei diesen feststehenden Magneten ist eine Stromunterbrechung ganz umgangen. Bei allen
anderen elektromagnetischen Apparaten ist es nöthig, den elektrischen Strom in einzelnen
Intervallen zu unterbrechen, um dem von den Magneten angezogenen Eisen zu gestatten, wieder
abzufallen, um dann aufserdem von einer rotirenden Bürste oder anderen Einrichtung abgebürstet
oder abgestreift zu werden, da ja nicht der Magnetismus sofort mit dem Aufhören
des elektrischen Stromes verschwindet, sondern immer noch etwas verbleibt, und würde dasselbe,
wenn man nicht durch eine mechanische Vorrichtung dafür gesorgt hätte, es abzustreifen,
wieder mit ins Zink genommen.
Bei unserem Apparat ist aber sowohl eine lästige und viel Reparalur kostende Stromunterbrechung
und auch durchaus keine Burst- oder
Abstreifvorrichtung nothwendig, indem der
Strom constant wirkt, das Eisen durch den constanten Magnetismus angezogen und angehalten
wird und, durch die Rotation der Trommel mitgenommen, auf der entgegengesetzten Seite des
Elektromagnetes abfällt. Ein Anhaften ist hier absolut unmöglich, da auf der Seite, auf welcher
das Erz abfällt, durchaus kein Magnetismus mehr herrscht.
3. Bezüglich der Quantitäten, welche der Apparat verarbeiten, und der Qualitäten, welche
er liefern kann, besitzt unser Apparat auch bedeutende Vortheile. Die Apparate, welche jetzt
namentlich bekannt und im Betrieb sind, sind diejenigen von Siemens & Halske und von
Wassermann. Der Apparat von Siemens & Halske ist nicht im Stande, jedes Material,
namentlich ein Product von Schwefelzink und kohlensaurem Eisen, wie es bei uns und auf
den meisten Bergwerken vorkommt, und wie wir es auf unseren Apparaten aufbereiten, zu
verarbeiten.
Stattgehabte Versuche mit unseren Erzen in Berlin bei Siemens & Halske haben die ungünstigsten
Resultate ergeben, so dafs Siemens & Halske uns selbst abgerathen, einen solchen
Apparat anzuschaffen.
Der W as s er mann'sehe Apparat hat auch
entschiedene Nachtheile dem unserigen gegenüber. So z. B. ist er nicht im Stande, infolge
Anwendung von natürlichen Magneten, welche nicht sehr kräftig sind, das grofse Quantum
durchzuarbeiten, welches wir mit unserem Apparat durcharbeiten können, was eben bedeutend die
Rentabilität bedingt. Wir sind im Stande, pro Stunde 2 000 kg mit einem Apparat durchzuarbeiten,
also in 12 Stunden 24000 kg Roherze, und werden daraus ca. 8000 kg Zinkblende
und 16 000 kg Eisen erzielt. Das Rohproduct hat einen durchschnittlichen Gehalt
von 9 bis 11 pCt. Zn. und 20 bis 22 pCt. Fe.
Daraus wird ein Zinkproduct von 38 bis 4opCt. Zn. und ein Eisenproduct von 38 bis 40 pCt. Fe.
und 10 pCt. Mn. erzielt, beides verkäufliche Erze.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein elektromagnetischer Trennungsapparat fürj Zinkblende und Spatheisenstein, überhaupt, um" eisenhaltige Mineralien, Schwefel- und Kupferkies etc. zu trennen, mit feststehenden Magneten und um dieselben rotirender Messingtrommel.Hierzu I Blatt Zeichnuntren.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE24976C true DE24976C (de) |
Family
ID=301448
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT24976D Active DE24976C (de) | Elektromagnetischer Trennungsapparat für Zinkblende und Spatheisenstein |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE24976C (de) |
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0
- DE DENDAT24976D patent/DE24976C/de active Active
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