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Verfahren zur Herstellung von Selbstklebebändern oder -folien Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Selbstklebebändern oder -folien
hoher Scherfestigkeit, bei dem eine gegebenenfalls mit Klebharzen, Weichmachern
und/oder anderen Zusatzstoffen versetzte Klebemasse auf der Basis von Acrylsäureester-Homo-
oder -Copolymerisaten (hergestellt in Form von Perlpolymerisaten und vor dem Auftrag
versetzt mit jeweils einer geringen Menge eines inhibitors sowie eines flüssigen
monomeren mehrfunktionallen Esters der Acryl- oder Methacrylsäure mit mindestens
zwei Ester-Gr.uppen im Molekül) im geschmolzenen Zustand auf eine biegsame Unterlage
aufgetragen und auf dieser durch Bestrahlung mit energiereichen Strahlen vernetzt
wird.
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Se1bstklebebäntder oder -folien, die zur Entfaltung ihrer Klebwirkung
keiner Aktivierung durch Wasser, organische Lösungsmittel oder Wärmeanwendung bedürfen,
sondern bereits auf leichten Finger- oder Handdruck auf Unterlagen unterschiedlicher
Art
einwandfrei haften, werden für die verschiedensten Zwecke verwendet, so z.B. als
Elektroisolierbënder, als medizinische Pflaster und für Verpackungszwecke.
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Als Selbstklebemassen (Haftkleber) bzw. als wesentliche Komponente
zu ihrer Herstellung können sehr verschiedenartige natürliche und synthetische Polymere
verwendet werden. Beispiele hierfür sind: Kautschuk-Harz-Gemische, Homopolymere
aus Acrylsäureestern und deren Copolymerisate mit anderen radikalisch polymerisierbaren
Monomeren, wie Acrylnitril, Vinylacetat und ungesättigte Säuren, z.B. Acrylsäure,
Mischpolymere aus Olefinen und Diolefinen sowie deren Copolymere mit Vinyläthern,
Homo- und Copolymere aus Vinyläthern und Vinylestern. In vielen Fällen werden derartige
Polymere, die als solche bereits haftklebende Eigenschaften haben können oder aber
nichtklebende Produkte darstellen, vor ihrer Verwendung als Haftkleber zur Modifizierung
ihrer Eigenschaften mit Harzen und/oder Weichmachern sowie gegebenenfalls zusätzlich
mit Füllstoffen versetzt. Selbstklebemassen auf der Basis von Polyacrylsäureestern
oder Acrylsäureester-Copolymerisaten, die sich durch eine gute Beständigkeit gegen
Sauerstoff- und Lichteinwirkung auszeichnen und zudem sehr hautverträglich sind,
werden in zunehmndem'Maße zur Herstellung von selbstklebenden Artikeln der verschiedensten
Art verwendet.
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Der Auftrag der Selbstklebemassen auf die Unterlagen erfolgt überlicherweise
in Form von Lösungen der Polymerisate in einem organischen Lösungsmittel oder in
Form von wäßrigen Dispersionen. Durch Abdunsten des Lösungs- oder Dispersionsmittels
wird der Haftklebefilm auf der Unterlage erzeugt.
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Die Verwendung von Lösungen zum Beschichten von Unterlagen erfordert
zur Wiedergewinnung der Lösungsmittel den Einsstz teurer Maschinen, deren Aufstellung
viel Raum in Anspruch nimmt, sowie den Bau von Absaugkanälen großer Leistung. Trotz
beträchtlicher
Aufwendungen für die dafür vorgesehenen Anlagen zur Rückgewinnung der Lösungsmittel
sind erhebliche Lösungsmittelverluste häufig unvermeidbar. Die Produktionsgeschwindigkeit
der auf solche Weise hergestellten Selbstklebebänder oder -folien wird im wesentlichen
Umfang durch die vergleichsweise geringe Trocknungskapazität der Anlage begrenzt.
Hinzu kommt als weiterer Nachteil dieser Beschichtungsart, daß die meisten der für
diesen Zweck in Betracht kommenden Lösungsmittel leicht brennbar sind und ihre Dämpfe
mit Luftsauerstoff explosible Gemische bilden, die explosionsgeschützte Maschinen
und Arbeitsräume erforderlich machen, wobei diese Räume in der Regel, zur Vermeidung
einer Funkenbildung durch elektrostatische Aufladung, stark befeuchtet werden müssen.
Da die Lösungsmittel mindestens 50 * der streichfähigen Auftragsmasse ausmachen,
verteuern sie außerdem Herstellung und Transport der Nassen.
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Demgegenüber hat die Verwendung wäßriger Dispersionen anstelle von
Lösungen zum Auftragen der Klebmittel-Polymerisate oder -Copolymerisate - abgesehen
davon, daß dies bei wssser-und wasserdampfundurchlässigen Unterlagematerialien besonders
lange Trocknungszeiten erforderlich macht - trotz etwas besserer Wirtschaftlichkeit
wiederum den Nachteil, daß die zur Herstellung der Dispersionen verwendeten wasserlöslichen,
nichtflüchtigen oberflächenaktiven Substanzen (Emulgatoren) oder Stabilisatoren
sich häufig ungünstig auf die Wasserfestig keit der nach dem Trocknen auf der Unterlage
gebildeten Klebschicht suswirken. Zudem lassen sich zur Zeit noch nicht alle Qualitätsmerkmale
der aus einer Lösung hergestellten Klebschichten mit entsprechenden filmbildenden
Schichten aus Dispersionen nachstellen, da bei der Filmbildung auf der Unterlage
die in der Beschichtung verbleibenden Dispersionshilfsstoffe die Klebeigenschaften
herabzusetzen pflegen.
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Neuerdings werden in verstärktem Maße zur Herstellung von Selbstklebebändern
oder -folien Haftklebemassen, sog. Schmelzhaftkleber, vorgeschlagen, die unter Verwendung
eines Walzenauftragswerks oder einer Extrusionsvorrichtung mit Breitschlitzdüse
in gewünschter Schichtstärke aus der Schmelze direkt auf das Unterlagematerial geschichtet
werden. Der Auftrag einer Selbstklebemasse im geschmolzenen Zustand weist gegenüber
dem Auftrag in Form einer Lösung oder Dispersion erhebliche Vorteile auf. Der kostspielige
Aufwand für die Trocknung entfällt. Dadurch bedingt können hohe Produktionsgeschwindigkeiten
erzielt werden.
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Für dieses Auftragsverfahren sind eine Reihe spezieller Haftkleber
entwickelt worden, die zwecks Verarbeitung aus der Schmelze bestimmte Voraussetzungen
erfüllen müssen. So müssen derartige im geschmolzenen Zustand auftragbare Haftklebemassen
im Temperaturbereich von etwa 140 bis 2000 C Viskositäten aufweisen, die einen Wert
von 100 000 cp nicht wesentlich überschreiten und befähigt sein, thermische Beanspruchungen
über längere Zeit ohne wesentliche Veranderungen zu überdauern. Dabei dürfen vor
allem keine Verharzungen oder Vernetzungen auftreten. Beispiele für derartige Schmelzhaftkleber
sind: Copolymerisate aus Äthylenund Vinylacetat im Gemisch mit Harzen oder mit viskositätserniedrigenden
und Klebrigkeit erteilenden Mitteln (US-PS 2 485 248: DT-OS 1 931 951; DT-OS 2 044
497; DU-OS 2 159 124), Copolymerisate aus Vinylacetat und Vinyllaurat mit Zusatz
von Wachsen (DU-OS 1 940 479), Styrol-Butadien-Mischpolymerisate, die mit Harzestern
und Plaetifizierungsmitteln abgemischt werden (DU-OS 2 023 555), Mischungen von
einem Blockcopolymeraus Styrol und Butedien oder Isopren mit Polypropylen und/oder
verschiedenen Harzen und Weichmachern (GB-PS 1 252 604; GB-PS 1 252-605; GB-PS 1
252 606).
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Die bekannten Schmelzhaftkleber zeigen mehr oder weniger ausgeprägt
eine Reihe von Nachteilen: Zwar widerstehen die meisten bekannten Schmelzhaftkleber
der thermischen Beanspruchungbei ihrer Verarbeitung. Allgemein leidet jedoch die
Qualität der unter Verwendung von Schmelzhaftklebern durch Auftrag aus der Schmelze
auf biegsame Unterlagen hergestellten selbstklebenden Artikel unter einer relativ
geringen Kohäsion der klebenden Beschichtung, so daß der Einsatz dieser Kleber nur
bei solchen Produkten sinnvoll ist, bei denen die Kohäsion der Selbstklebeschicht
für die weitere Verwendung solcher Klebebänder von untergeordneter Bedeutung ist.
Dieser wesentliche Nachteil der Schmelzhaftkleber beruht in ihrem Aufbau.
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Da nämlich zur Verbesserung der Verarbeitbarkeit solcher Schmelzhaftkleber
im geschmolzenen Zustand sowie zur Vermeidung von Zersetzungen bei Anwendung sehr
hoher Temperaturen eine niedrige Viskosität der Schmelze erwünscht ist, müssen die
Zeitstandwerte (Naß für die Scherfestigkeit) der mit solchen Selbstklebemassen erzielten
Verklebungen zwangsläufig - vor allem bei höheren Anwendungstemperaturen - ebenfalls
niedrig ausfallen. Bedingt durch die geringe Kohäsion der Klebschicht der unter
Verwendung solcher Schmelzhaftkleber hergestellten Selbstklebebänder bleiben nach
dem Aufkleben auf einem Gegenstand beim Abziehen oder Ablösen eines solchen Bandes
von der beklebten Fläche häufig Ruckstände auf dem Substrat zurück.
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Es ist somit in vielen Fällen - selbst von glatten Oberflächen -kein
rückstandsloses Abziehen des Klebebandes möglich. Zusätzlich erhöhen sich die Klebkräfte
nach langerer Verklebungazeit häufig durch Auf ziehen der Klebbeschichtung auf das
Substrat (kalter Fluß), wodurch ein sauberes Ablösen des Klebestreifens ebenfalls
behindert wird. Schließlich ist die Anwendung von vielen der bekannten Schmelzhaftkleber
in Verbindung mit porösen Unterlagen, z.B Geweben, problematisch, weil die Klebbeschichtung
bei der Lagerung in Ballenform langsam in die Poren gedrückt wird, so daß nach einiger
Zeit die Klebemasse auf der Rückseite des Unterlagematerials austreten kann. Mit
einer
Vernetzung der Klebemasse nach erfolgter Beschichtung, wie
sie bei Klebemassen, die in Form einer Lösung oder Dispersion aufgetragen werden,
häufig durchgeführt wird, können die gravierenden Nachteile der beschriebenen Schmelzhaftkleber
zwar grundsätzlich beseitigt werden; jedoch ist die üblicherweise hierfür angewendete
thermische Vernetzung bei Schmelzhaftklebern nicht anwendbar.
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Es ist bekannt, daß viele Polymere mittels energiereicher Strahlung
(UV-Strahlung; p -, -, 7L-Strahlung) vernetzt werden können.
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So ist eine Möglichkeit zur Vernetzung von Polymeren bei gleichzeitiger
Verwendung geeigneter Sensibilisatoren oder Photo initiatoren durch optische Strahlung
(UV-Strahlung) gegeben, die auch auf Haftschmelzkleber anwendbar ist. Dieses Verfahren
ist jedoch auf durchsichtige Klebemassen beschränkt, die wenig oder keine Füllstoffe
enthalten. Bei Verwendung stabiler Sensibilisatoren ist es zudem schwierig, zu verhindem,
daß die Vernetzungsreaktionen bei der Einwirkung von Tageslicht auf das Klebeband
über das gewünschte Maß hinaus weiterlaufen und zu einer Verschlechterung der Selbstklebeeigenschaften
führen. Andererseits sind Photoinitiatoren, die durch Lichteinwirkung zersetzt werden,
im allgemeinen auch thermisch aktivierbar, so daß eine Verarbeitung aus der Schmelze
nicht möglich ist.
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Für die Vernetzung mit energiereichen Strahlen ist es in Anbetracht
der Tatsache, daß die bisher zur Erzielung eines erwünscht vorteilhaften Vernetzungsgrades
erforderlichen Strahlendosen bei den meisten Polymeren unwirtschaftlich hoch sind
und in vielen Fällen von einem unerwünschten Abbau der Polymeren begleitet werden,
unbedingt notwendig die Reaktion mit geringen Strahlendosen durchzuführen. Insbesondere
ist diese Forderung bei Schmelzhaftklebern unumgänglich, da sonst
gravierende
Schädigungen des Unterlagematerials auftreten können, bsp.-weise bei Verwendung
von PVC oder Hydratcellulose als Unterlagematerial. Die obere Grenze der Strahlendosis
sollte 5 Mrad nicht überschreiten. Am günstigsten hat sich für diesen Zweck eine
Elektronenbestrahlung erwiesen. Eine Bestrahlung mit beschleunigten Elektronen im
mittleren Spannungsbereich (300-500.kV) ist wirtschaftlich realisierbar. Die Eindringtiefe
ist für die zur Herstellung von Selbstklebebändern oder -folien üblichen filmartigen
verhältnismäßig dünnen Klebemittelbeschichtungen völlig ausreichend.
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In der DT-OS 1 934 138 werden spezielle Polymerisste beschrieben,
die durch geringe Elektronen-Strahlendosen bis zu 5 Mrad stark vernetzt werden können
und zur Herstellung nichtklebender Beschichtungen und als Oberflächenschutz vorgeschlagen
werden. Hierbei handelt es sich um Carboxylgruppen tragende Polymerisate, die durch
Umsetzung mit monomerem Glycidylacrylat einer polymeranalogen Reaktion unterworfen
werden, wobei Polymerisate resultieren, die Seitenketten mit endständigen Doppelbindungen
tragen. Diese Produkte lassen sich durch energiereiche Strahlen leicht vernetzen.
Für die Anwendung bei Schmelzhaftklebern ist dieses bekannte Verfahren sehr umständlich.
Außerdem ist zu befürchten, daß nicht umgesetztes Glycidylacrylat bei der zum Auftrag
aus der Schmelze erforderlichen thermischen Belastung leicht eine Vergelung der
Schmelze auslöst, wodurch ein gleichmäßiger Klebstoffauftrag nicht mehr möglich
ist.
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In der deutschen Offenlegungsschrift (DT-OS) 2 131 059 wird ein Verfahren
zur Vernetzung von Schmelzhaftklebern mittels Elektronenstrahlen beschrieben. Als
für dieses Verfahren verwendbare Klebstoffe werden niedrigmolekulare Acrglpolymere,
beispielsweise Polymerisate von Alkylacrylaten und -methacrylaten, sowie Copolymere
von Acrylverbindungen, wie Copolymere von Butylacrylat mit Vinylacetat oder von
2-thylhexylacrylat
mit Vinylacetat und Acrylsäure, vorgeschlagen. Als zusätzliche weichmachende Bestandteile,
die die Schmelzviskosität des Haftklebers herabsetzen und beim anschließenden Bestrahlen
einpolymerisieren sollen, können diesen Klebstoffen bis zu etwa 20 Gew.-% monomere
Verbindungen mit zwei oder mehr polymerisierbaren Doppelbindungen zugesetzt werden.
Beispielefür derartige Verbindungen sind: Polypropylenglykol-dímethacrylat, Trimethylolpropan-trimethacrylat
und Polybutadiene von niedrigem Molekulargewicht und mit endständigen Carboxylgruppen.
Außerdem soll dem Klebstoff vor seiner Verarbeitung eine genügende Menge eines thermischen
Stabilisators zugesetzt werden. Die in der DU-OS 2 131 059 beschriebenen Schmelzhaftkleber
sollen vorzugsweise zum festhaftenden Verbinden von Holz, Papier, Kunststoff, Textilien
und anderen Materialien und zur Herstellung von Laminaten verwendet werden.
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Eine Nacharbeitung des in der DT-OS 2 131 059 beschriebenen Verfahrens
hat ergeben, daß bereits das Einmischen geringer Mengen von Monomeren in die hochviskose
heiße Polymerschmelze große Schwierigkeiten bereitet, zumal bei den für das Schmelzen
erforderlichen relativ hohen Temperaturen (allgemein über 1200 C) die einzumischenden
Monomeren, solange diese wegen unzureichender Mischungsverhältnisse konzentriert
vorliegen, anpolymerisieren und dadurch bedingt bereits vor dem Beschichten Gelarteile
in der Schmelze bilden, die die Durchführung einer gleichmäßigen Beschichtung der
Unterlage unmöglich machen.
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Aufgabe der Erfindung war daher die Entwicklung und Auffindung eines
Verfahrens zur Vernetzung von Schmelzhaftklebern auf der Basis von Acrylsäureester-Homo-
oder -Copolymerisaten, des sich leicht und wirtschaftlich durchführen läßt und das
die beschriebenen Nachteile der bekannten Vernetzungsverfahren überwindet.
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Es wurde überraschenderweise gefunden, daß die geschilderten Schwierigkeiten
der bekannten Vernetzungsverfahren dann nicht mehr auftreten und die zur Erzielung
einer gleichmäßigen Beschichtung unerwünschte Gelbildung in der Schmelze vermieden
werden kann, wenn man die als Schmelzhaftkleber verwendeten Acryl- oder Methacrylsäureester-Homo-
oder Copolymerisate in Form eines Perlpolymerisats herstellt, dem das Perlpolymerisat
enthaltenden Reaktionsgemisch aufeinanderfolgend zunächst eine geringe Menge eines
Inhibitors und anschließend eine geringe Menge eines flüssigen monomeren mehrfunktionellen
Acryl- oder Methacrylsäureesters )als Vernetzungshilfsmittel hinzusetzt, das perlenförmig
angefallene Polymerisat abfiltert, verknetet, zu einer homogenen Schmelze aufschmilzt
und auf eine biegsame Unterlage aufstreicht, worauf die mit dem Klebstoff-Film gleichmäßig
beschichtete Unterlage alsdann einer kurzfristigen Bestrahlung mit energiereichen
Strahlen von geringer Dosis unterworfen wird Es konnte nicht vorhergesehen werden,
daß erstens durch Zusatz einer geringen Menge von an sich bekannten Inhibitoren
zu einem als Perlpolymerisat hergestellten Polymerisat die Neigung des als Vernetzungshilfsstoff
zugesetzten Monomeren zur -Anpolymerisation weitestgehend verhindert wird, zweitens
eine gleichmäßige Verteilung der monomeren Vernetzungshilfsstoffe in dem hochmolekularen
Polymerisat bewirkt wird und drittens durch den Inhibitorzusatz die Vernetzungsausbeute
sich nicht wesentlich verringert.
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Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung
von Selbstklebebändern oder -folien hoher Scherfestigkeit, bei dem eine gegebenenfalls
mit Weichmachern, Klebharzen und/oder anderen Zusatzstoffen versetzte Klebemasse
auf der Basis von Acrylsäureester-Homo- oder Copolymerisaten im geschmolzenen Zustand
auf eine biegsame Unterlage aufgetragen und auf dieser durch Bestrahlung mit energiereichen
Strahlen vernetzt wird, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man zunächst durch radikalische
Polymerisation in der Wärme - gegebenenfalls
unter Verwendung
eines Reglers - ein Perlpolymerisat aus einem oder mehreren Acryl- und/oder Methacrylsäurealkylester
(n) mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen,im
Alkoholrest herstellt, wobei der bzw. die Acrgl- und/oder Methacrylsäurealkylester
bis zur Hälfte der gewählten Menge durch niedere Vinylester, wie Vinylacetat, und/oder
bis zu etwa 10 Gew.-% durch andere damit polymerisierbare Monomeren, wie Acrylnitril,
ersetzt sein können, alsdann nach Beendigung der Polymerisation zu dem das Perlpolymerisat
enthaltenden Reaktionsgemisch im Temperaturbereich zwischen 50 und 850 C 0,05 bis
1 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Monomeren, eines Inhibitors und nach
etwa einstündigem Rühren bei der gleichen Temperatur 0,1 bis 8 Gew.->, vorzugsweise
2 bis 5 Gew.-%, eines flüssigen monomeren mehrfunktionellen Acrgl- oder Methacrylsäureesters
mit mindestens zwei Ester-Gruppen im Molekül zusetzt, etwa 1 Stunde weiterrührt,
daraufhin das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur abkühlt, das in Perlenform angefallene
Polymerisat abfiltriert, unter langsamen Kneten zu einer homogenen Schmelze aufschmilzt,
diese anschließend mittels üblicher Auftragsvorrichtungen auf eine biegsame Unterlage
aufstreicht und auf dieser nach dem Erkalten durch kurzfristige Bestrahlung mit
energiereichen Strahlen einer Dosis von 0,1 bis 5 Mrad, vorzugsweise einer Dosis
von 1 bis 3 Mrad, vernetzt.
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Die Herstellung der für das erfindungsgemäße Verfahren verwendbaren
Perlpolymerisate erfolgt in üblicher Weise nach den bekannten Methoden der Perlpolymerisation
unter Verwendung von wasserunlöslichen bzw. in Wasser wenig löslichen Radikalbildnern
(Initiatoren), wie z.B. Dibenzoylperoxid, Azoisobuttersäuredinitril. Falls erwünscht,
können zur Erzielung eines niedrigen-Polymerisationsgrades dem Monomerengemisch
zusätzlich Regler, wie Tetrabrommethan oder Merkaptane, zugesetzt werden. Hierdurch
können die Viskositäten der Polymerisate dem für Schmelzhaftkleber besonders geeigneten
Bereich angepaßt
werden.
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Als Monomere zur Herstellung der Perlpolymerisate können sowohl einzelne
Acryl- oder Methacrylsäurealkylester mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise
mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, im Alkoholrest als auch Gemische aus mehreren Acryl-
und/oder Methacrylsäurealkylestern von unterschiedlicher Länge des Alkylalkoholrestes
innerhalb der angegebenen Grenzen verwendet werden. Vorzugsweise soll bei Wahl eines
einzelnen Acryl- oder Methacrylsäurealkylesters als AusgangsproduRtdieser oder bei
der Verwendung eines Gemisches aus mehreren Acrgl-und/oder Methacrylsäurealkylestern
wenigstens die Hälfte der gewählten Ester mindestens 4 Kohlenstoffatome im Alkoholrest
enthalten. Dabei kann bis 50 Gew.-* der gewählten Menge an Acryl- und/oder Methacrylsäurealkylestern
im Monomerengemisch durch niedere Vinylester, insbesondere'durch Vinylacetat, und/oder
bis zu 10 Gew.-% durch andere damit copolymerisierbare Monomeren, wie Acrylnitril,
ersetzt werden. Ein weiteres Beispiel für andere mit Acryl- bzw. Methacrylsäureestern
und niedrigen Vinylestern copolymerisierbare Monomeren stellt Styrol dar. Letzteres
kann jedoch, da ein größerer Gehalt an aromatischen Kernen im Polymerisat als Energieumwandler
zu wirken vermag, nur bis zu 5 Gew.-% im Monomerengemisch eingesetzt werden.
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Die Polymerisationsbedingungen zur Herstellung der für das erfindungsgemäße
Verfahren erforderlichen Perlpolymerisate müssen so gewählt werden, daß gut filtrierbare
Polymerisstperlen gebildet werden, die eine einwandfreie Abtrennung aus dem Reaktionsgemisch
ermöglichen. Dies kann durch übliche, dem Fachmann geläufige Maßnahmen, wie z.B.
durch Zusatz von Schutzkolloiden oder von feinverteilten Pigmenten oder dgl.
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zum Reaktionsansatz bzw. durch einfaches Ausprobieren er--folgen.
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Als Inhibitoren, die dem das Perlpolymerisat enthaltenden Reaktionsgemisch
nach erfolgter Polymerisation im Temperaturbereich zwischen 50 und 850 C in einer
Menge von 0,05 bis 1-Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Monomeren, zugesetzt
werden, können für das Verfahren gemäß der Erfindung beispielsweise 4-Methoxyphenol,
Hydrochinon, 4-tert. Butylbrenzkatechin oder N-Phenyl-ß-naphthylamin eingesetzt
werden.
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Darüber hinaus sind andere bekannte, im Zusammenhang mit radikalischen
Polymerisationsverfahren gebräuchliche Inhibitoren (Stabilisatoren) aus der Klasse
der Chinone, Phenole, Amine, Nitroverbindungen oder Metallverbindungen innerhalb
der angegebenen Grenzen für den vorstehenden Zweck geeignet.' Die als Vernetzungshilfsstoff
im erfindungsgemäßen Verfahren in Mengen von 0,1 bis 8 Gew.-%, vorzugsweise 2 bis
5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Monomeren, eingesetzten monomeren mehrfunktionellen
Ester der Acryl- oder Methacrylsäure mit mindestens zwei Ester-Gruppen im Molekül
(mehrfache Ester der Acryl- oder Methacrylsäure mit mehrwertigen Alkoholen, die
mindestens zwei Acryl- oder Methacrylsäurereste im Molekül aufweisen), die dem das
Perlpolymerisat enthaltenden Reaktionsgemisch nach Einarbeitung des Inhibitors zugesetzt
werden, können beispielsweise aus einer oder mehreren der folgenden Verbindungen
bestehen: Diäthylenglyko l-dia crylat , Tetraäthylenglykol-diacrylat; Tetraäthylenglykol-dimethscrylat,
1,4-Butandiol-diacrylat (Butandiol 1,4 - bis - acrylat), 1 ,6-Hexandiol-diacrylat'
Polyäthylenglykol-dimethacrylat, Trimethylolpropsn-triacrylat, Trimethylolpropan-trimethacrylat,
Pentaergthrit-tetraacrylet. Diese Zusätze beschleunigen die Vernetzungsreaktion
auch bei geringer Strahlenintensität in hohem Maße und ermöglichen allgemein eine
ausreichende Vernetzungsdichte auch bei niedrigen Intensitäten. Hierdurch bedingt
wird in dem als Schmelze aufgetragenen bestrahlten Klebstoff-Film eine weitgehende
Verbesserung der Kohäsion erzielt, ohne gleichzeitige wesentliche Abnahme der Adhäsionswerte.
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Durch das anschließend an das Abfiltrieren der Polymerisatperlen
aüs dem Reaktionsgemisch erfolgende Verkneten des Polymerisats in einer üblichen
Knetvorrichtung wird eine noch weitere Feinverteilung des Monomerzusatzes im Polymerisat
erzielt als sie durch die vorhergegangene Diffusion in die Polymerisatperlen bereits
bewirkt wurde. Außerdem läßt sich durch Zumischen von Harzen die Viskosität der
Schmelzen senken, so daß diese besser verarbeitet werden können. Die Harze können
such als Granulate bereits nach der Polymerisation vor dem Filtrieren dem Ansatz
zugesetzt und eingerührt werden.
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Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhältlichen Polymerisate
müssen nicht unbedingt bereits als solche selbstklebende Eigenschaften haben. Vielmehr
können als Schmelzhaftkleber auch nichtklebende Polymerisate oder Copolymerisate
verwendet werden, die erst durch Abmischung mit geeigneten klebrigmachenden Harzen
selbstklebende Eigenschaften und den erwünschten Grad an Klebrigkeit erhalten haben.
Als klebrigmachende Harze (Klebharze) können beispielsweise Keton-, Kolophonium-,
Eohlenwasserstoff- und Terpenharze verwendet werden.
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Als Füllstoffe, die nachträglich durch Kneten dem abfiltrierten Polymerisat
zugesetzt werden, sind z.B. SiO2-Typen, Carbonate, Silikate und Oxide geeignet,
wie insbesondere pyrogen gewonnenes Siliziumdioxid, Kieselerden, fein gemahlene
Kreide oder neutrale Eaolin-Typen. Als Weichmacher können neben aromatischen, naphthenischen
und paraffinischen Mineralölen Wachse, niedrigmolekulare Typen bekannter Elastomerer
und/dder Harze sowie Ester mehrbasischer organischer Säuren eingesetzt werden, so
daß hinsichtlich der- Auswahl. geeigneter Rohstoffe zur Herstellung der Klebmasse
eine große Variationsbreite besteht. Weichmacher und gegebenenfalls Alterungsschutzmittel
können - falls erwünscht - ebenfalls während des Knetvorgangs in das Polymerisat
eingemischt werden.
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Das Aufschmelzen der aus dem Perlpolymerisat so hergestellten Selbstklebemasse
erfolgt in einem geeigneten Schmelzkessel, der mit Vorrichtungen zur Vermeidung
des Vberhitzens versehen ist. Die nach dem Äufschmelzen erhältliche homogene Schmelze,
die im Temperaturbereich zwischen 130 und 2000 C eine Viskosität von 20 000 bis
250 000 cp, vorzugsweise im Temperaturbereich von 140 bis 180° C eine Viskosität
zwischen 28 000 und 150 000 cp, aufweisen soll, wird alsdann mittels bekannter Auftragsvorrichtungen
auf eine biegsame Unterlage aufgestrichen. Hierfür ist ein Walzenauftragswerk mit
Rakelvorrichtung geeignet. Bevorzugt kann der Auftrag der geschmolzenen Selbstklebemasse
jedoch mittels eines Extruders mit Breitschlitzdüse durchgeführt werden, da bei
dieser Auftragsart ein intensiver Kontakt der Schmelze mit dem Luftsauerstoff vermieden
werden kann. Die Auftragsmenge beträgt åe nach Art des gewählten Unterlagemsterisis
5 bis 200 g/m2, vorzugsweise 10 bis 100 g/m2, bezogen auf das Trockengewicht. Als
Unterlagematerial für das Verfahren gemäß der Erfindung eignen sich Folien aus Kunststoffen
oder modifizierten Naturstoffen, Gewebe, Papier, Metallfolien sowie Vliesstoffe
der verschiedensten Art.
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Als Strahlenquelle zur Durchführung der Bestrahlung der als Schmelze
auf die Unterlage aufgetragenen Klebschicht stehen strahlende Isotope (für , (3,
, ,r -Strahlen) und künstliche Quellen (Röntgenstrahlen, beschleunigte Elektronen,
Protonen u.a.) zur Verfügung.
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Für die Bestrahlung von flachen bahnförmigen Materialien, wie es
Selbstklebebänder vor dem Konfektionieren darstellen, sind beschleunigte Elektronen
im mittleren Spannungsbereich von 150 bis 500 kV besonders vorteilhaft, da ihre
Eindringtiefe in der Größe der Materialdicke liegt. Solche Beschleuniger sind auf
dem Markt erhältlich; sie zeichnen sich durch eine sehr gute Steuerbarkeit und hohe
Zuverlässigkeit aus.
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Die Bestrahlung wird vorteilhaft so ausgeführt, daß die mit der Klebemasse
und dem zugemischten Vernetzungshilfsstoff beschichtete biegsame Unterlage in einem
Abstand von 5 cm unter dem Strahlungs-Austrittsfenster des Beschleunigers entlanggeführt
wird. Bei höheren Elektronenenergien (Beschleunigerspan nungen von 300 bis 500 kV)
ist zur Verbesserung der Strahlungsausbeute eine mehrfache Umlenkung der bestrahlten
Bahn unter dem Strahler zweckmäßig.
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Der Raum zwischen dem Strahler und dem Klebeband wird vorteilhaft
mit sauerstoffreiem Inertgas (N2, C02 oder dgl.) gefüllt, so daß eine Entwicklung
von gesundheitsschädigendem Ozon vermieden wird. Sein Einfluß auf den Vernetzungsgrad
der Klebemasse ist im Bereich hoher Bestrahlungsstärken unwesentlich. Ebenso ist
eine Abdeckung der Klebschicht mit Trennpapier, die zur Verbesserung der Handhabung
vorgenommen werden kann, auf die Vernetzung ohne wesentlichen Einfluß. Die Geschwindigkeit,
mit der das zu bestrahlende Klebeband an der Strahlenquelle vorbeigeführt wird,
liegt gewöhnlich im Bereich zwischen etwa 5 und einigen 100 m/min Sie ist abhängig
von der Stromstärke des Beschleunigers. Besonders günstig ist es, durch eine Regeleinrichtung
die Stromstärke des Beschleunigers in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des Klebebandes
so zu steuern, daß die absorbierte Dosis bei jeder Geschwindigkeit konstant bleibt.
Neben beschleunigten Elektronen im mittleren spannungsbereich können auch andere
nergiereiche Strahlen, wie z.B.
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Strahlen aus einer Co60-Quelle sowie allgemein als "ionisierende Strahlung"
bekannte Strahlen zur Anwendung gelangen.
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Als Maß für die absorbierte Strahlungsdosis dient das Mrad (1 Mrad
= 1000000 rad). Das "rad" ist die Einheit der absorbierten Dosis, d.h. die pro Masseeinheit
absorbierte Energie, und entspricht 100 erg pro Gramm.
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Die Bestrahlung mit energiereichen Strahlen wird mit einer Dosis
von 0,1 bis 5 Mrad, bevorzugt in einem Dosisbereich von 1 bis 3 Mrad, durchgeführt,
also in einem Bereich, der zur Erzielung der erwünschten hohen Produktionageschwindigkeit
für eine wirtschaftliche Klebeband-Herstellung als besonders günstig angesehen wird.
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Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden Selbstklebebänder oder
-folien von hoher Scherfestigkeit, insbesondere bei höheren Temperaturen, erhalten,
die in ihren Kohäsions-und Adhäsionseigenschaften den durch Lösungamittelauftrag
erhältlichen nicht nachstehen, die such bei Verwendung poröser Unterlagen keinerlei
Durchfettungserscheinungen zeigen und sich rückstandslos von damit beklebten glatten
Oberflächen abziehen lassen. Durch Variation der Polymerzusammensetzung sowie durch
Abmischung mit Harzen und gegebenenfalls weiteren Zusatzstoffen lassen sich Schmelzhaftkleber
für die verschiedensten Anwendungszwecke erstellen. Weitere Variationsmöglichkeiten
bilden Strahlendosis und Beschleunigeranteil.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand von Beispielen näher erläutert:
Beispiel 1 390 g Acrylsäure-2-äthylhexylester, 210 g Acrylsäuremethylester, 2,4
g Tetrabrommethan und 2,4 g Azoisobuttersäuredinitril wurden vermischt und in 600
ml Wasser dispergiert, dem zuvor 0,6 Gew.-* eines Polyvinylalkohols und 1,0 Gew.-%
Natriumacetat zugesetzt worden waren. Diese Mischung wurde in einen Dreihalskolben,
der mit einem Rührer, einem Rückflußkühler, einem Tropftrichter sowie mit einer
Zuleitung für Stickstoff versehen war, eingefüllt. Nachdem der Sauerstoff aus dem
Reaktionsgefäß durch Stickstoff verdrängt worden war, wurde der Ansatz auf 60 bis
65° C erhitzt und in diesem
Temperaturbereich die Polymerisation
unter beständigem Rühren innerhalb von 4 Stunden durchgeführt. Nach Beendigung der
Polymerisation wurden bei etwa 600 C zu dem das gebildete Perlpolymerisat enthaltenden
Reaktionsgemisch 1,2 g 4-Methoxyphenol hinzugegeben und das- Gemisch bei etwa 600
C eine Stunde lang weitergerührt. Anschließend wurden dem Gemisch bei der gleichen
Temperatur 30 g (bzw. 12 g) Trimethylolpropan-trimethacrglat zugesetzt und nochmals
etwa eine Stunde weitergerührt.
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Dann wurde der Ansatz auf Raumtemperatur abgekühlt. Die erhaltenen
Polymerisatperlen wurden aus dem Reaktionsgemisch durch Filtrieren abgetrennt, kurz
mit Wasser gewaschen, in eine Knetvorrichtung gegeben und do-rt unter Erwärmen verknetet.
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Dabei verdampften Spuren von anhaftendem Wasser ohne Schwierigkeiten.
In einem Schmelzkessel mit indirekter Beheizung wurde die erhaltene Masse zu einer
homogenen Schmelze aufgeschmolzen und mittels eines beheizten Extruders mit Breitschlitzdüse
im geschmolzenen Zustand bei 140 bis 1600 C in einer Schichtstärke von etwa 30 g/m2
auf mit einer dünnen Gradierschicht überzogene Folien aus Polyäthylenterephthalat
(Polyester-Folie) aufgestrichen. Die mit der Klebschicht versehenen Folien wurden
anschließend mit beschleunigten Elektronen unterschiedlicher Dosis (1,5 und 3,0
Mrad) in der Weise bestrahlt, daß der jeweilige -Klebestreifen im Abstand von 5
bis 10 cm mit einer Geschwindigkeit von etwa 20 m/min unter der Strahlen quelle
durchgeführt wurde. Als Strahlenquelle diente ein Gleichstromeiektronenbeschleuniger
mit einer Spannung von 320 kV und Stromstärken zwischen 20 und 50 mA.
-
Als Maß für den Grad oder das Ausmaß der Jeweils durch die Bestrahlung
erzielten Vernetzung in Abhängigkeit von-Art und Menge des gewählten Vernetzungshilfsmittels
und der angewendeten Bestrahlungsdosis wurde der in Toluol nach erfolgter Vernetzung
unlösliche Anteil der Klebemasse (Gelanteil) bestimmt.
-
Zur Messung des Gelanteils wurden 50 cm2 des Musters etwa 16 Stunden
lang in 80 ml Toluol unter schwacher Bewegung ausgewaschen und die Gewichte des
Gels und der Klebemasse durch Wägen festgestellt. Der Gelanteil ist das prozentuale
Gewichtsverhältnis zwischen trockenem Gel und trockener Klebemasse.
-
Um die Klebeigenschaften der erhaltenen Klebebänder und deren änderung
durch Bestrahlung beurteilen zu können, wurden 2 cm breite Muster der mit dem Haftkleber
beschichteten Polyester-Folie Jeweils vor und nach der Bestrahlung geprüft und die
Klebkraft sowie der Zeitstandwert bei 200 und 1000 C in Abhängigkeit von Art und
Menge des eingesetzten Vernetzungshilfsmittels und der angewendeten Strahlungadosis
ermittelt.
-
Die Ergebnisse dieser Prüfung werden in der folgenden Tabelle zusammengefaßt:
Vernetzungshilfs-
Strahlen- Gelanteil Klebkraft Zeitstand- Zeitstand- Harzanteil Auftragsmittel dosis
wert wert stärke d.
-
Trimethylolpropan- 100° C 20° C Beschich.
-
tri-methacrylat (Gew.-%) (Mrad) (Gew.-%) (p/cm) (min) (min) (Gew.-%)
(g/m2) - 0 Spaltung 1 - - 30 - 1,5 0,5 Spaltung 2 - - 30 - 3,0 1,0 320 3 - - 30
2 1,5 55 230 36-41 450-463 - 30 2 3,0 65 160 >3900 505-535 - 30 5 1,5 85 150
42-52 - - 34 5 3,0 95 105 >3900 - - 34 2 1,5 26 470 16-17 115-188 10("Piccovar
L60")*)32 2 3,0 40 350 20-32 350-400 10 " 32 2 1,5 26 490 12-13 169-205 20 " 31
2 3,0 35 410 23-27 711-749 20 " 31 5 1,5 47 330 21-22 400-469 10 " 30 5 3,0 60 275
19-22 447-472 10 " 30 2 1,5 550 15-22 350-395 10("AW2-Harz 510")*)30 2 3,0 400 33-34
611-620 10 " 30 2 1,5 23 600 12-13 228-240 20 " 30 2 3,0 43 460 22-25 855-870 20
" 30 5 1,5 43 420 14-22 632-732 20 " 30 5 3,0 56 340 26-36 926-1160 20 " 30 5 1,5
34 420 10-11 450-481 20("Piccovar L60")*)30 5 3,0 45 290 30-35 460-500 20 " 30 *)
"Piccovar L 60" (Handelsprodukt der Pensylvania Industrial Chemical Corp.) ist ein
alkylaromatisches Harz mit einem Erweichungspunkt (Ring und Ball) von 56°C; "AW
2-Harz 510" (Handelsprodukt der BASF) ist ein Cyclo-hexanonharz).
-
Zur Messung der Klebkraft wurden 2 cm breite Streifen der Klebefolie
unter leichtem Druck auf mit Schmirgelpapier FePA-Körnung 240 in der vorgesehenen
Verklebungsrichtung fein geschliffene und entfettete Stahlplatten (V2A-Stahl - Werkstoff
Nr. 4541 nach Stahltafel) geklebt und fünfmal hin und her mit einer belasteten gummiüberzogenen
Stahlwalze ( = 50 mm) überrollt (2 kg/cm Bandbreite, Rollgeschwindigkeit: 10 m/min).
Der jeweilige Prüfstreifen wurde in einer Zugprüfmaschine von der Stahlplatte abgezogen
und die dabei ermittelte Zugkraft, die erforderlich ist, um den verklebten Folienstreifen
unter einem Winkel von 1800 von der Stahlplatte abzuziehen, in Pond pro Zentimeter
Bandbreite angegeben (Abzugsgeschwindigkeit: 30 cm/min). Verbleiben beim Abziehen
größere Anteile der Klebemasse sowohl auf der Folie, als auch auf der Stahlplatte,
dann ist die Kohäsivität (Kohäsion) der Selbstklebemasse zu gering: die Klebstoffschicht
wird beim Ablösen gespalten. Dieser Effekt wurde in der Tabelle mit "Spaltung" angegeben.
-
Während für die gemessenen Klebkraftwerte vor allem die Adhäsion
der Klebschicht von suaschlaggebendem Einfluß ist, hat für die ermittelten Zeitstandwerte
neben der Adhäsion die Kohäsivität der Klebschicht wesentliche Bedeutung.
-
Zur Ermittlung der Zeitstandwerte (Holding Power) wurde eine 5 x
3 cm große und 1 mm starke Stahlplatte zunächst in Längsrichtung mit Schleifpapier
poliert und mit heißem Benzin und Toluol gereinigt. Ein etwa 15 cm langer und 2
cm breiter Klebestreifen wurde auf die geschliffene und entfettete Stahlplatte so
aufgeklebt, daß von der Kante der einen Schmalseite her eine Länge von 2,5 cm auf
der Stahlplatte auflag. Das aufgeklebte Stück des Klebestreifens (Verklebungsfläche:2
x 2,5 cm2) wurde dann durch einmaliges Hin- und Herrollen mit einer 2 kg schweren
Rolle angedrückt. Das freie Ende des Streifens wurde anschließend bei senkrechter
Aufhängung mit einem 800 p-Gewicht
(400 p/cm) belastet. Die Prüfung
wurde bei 1000 C ausgeführt und die Zeit bis zum Abfallen des Streifens (+ Gewicht)
in Minuten gemessen. Ein entsprechender Test wurde unter gleichartigen Bedingungen
bei Raumtemperatur (200 C) durchgeführt.
-
Hierbei wurde abweichend von der Prüfung bei 1000 C das freie Ende
des Streifens mit einem Gewicht von 2 kp belastet. Der Zeitstandwert ist diejenige
Zeit in Minuten, die bis zum vollständigen Abscheren des Teststreifens von der Stahlplatte
unter dem Zug des Gewichtes verstreicht.
-
Die Auftragsstärke wurde durch Wägung gleich großer Stücke des unbeschichteten
und des beschichteten Unterlagenmaterials bestimmt und in Gramm pro Quadratmeter
angegeben.
-
Beispiel 2 Es wurde wie im Beispiel 1 beschrieben eine Klebemasse
aus einem Perlpolymerisat aus Acrylsäure-n-butylester hergestellt, das nach dem
ebenfalls im Beispiel 1 angegebenen Polymerisationsverfahren erhalten wurde. Versuchsdurchführung
und Messungen erfolgten in der oben angegebenen Weise. Die Prüfergebnisse sind in
der folgenden Tabelle zusammengefaßt: Vern.-hilfsmittel Strah- Gel- Kleb- Zeitstand-
Zeitstand-Trimethylolpropan- len- anteil kraft wert wert trimethacrylat dosis 1000C
200C (Gew.-%) (Mrad) (Gew.-%) (p/cm) (min) (min) 2 1,5 30 250 14-15 21-26 2 -3,0
58- 170 23500 81-82 5 1,5 59 110 21-23 5 3,0 75 90 >3500 >500
Beispiel
3 Ein Copolymerisat, das aus 40 Gew.-% Acrylsäuremethylester und 60 Gew.-% Acrylsäure-2-äthylhexylester
unter Verwendung von Tetrabrommethan als Regler wie im Beispiel 1 beschrieben durch
radikalische Polymerisation unter Bildung eines Perlpolymerisats synthetisiert wurde,
zeigte bei 200°C eine Viskosität von 90 000 cp. Die relative Viskosität (#rel *))
betrug 2,113. *) #rel =#Lösung /)Lösungsmittel Die Werte wurden bei 25°C gemessen.
Die Lösungenenthielten 1 Gew.-°» Polymer. Als Lösungsmittel diente Toluol. Die Prüfergebnisse
der gemäß Beispiel 1 hergestellten Muster (Auftragsstärke der Klebbeschichtung jeweils
30 g/m2) zeigt nachfolgende Tabelle: Vern.-hilfsmittel Strah- Gel- Kleb- Zeitstand-
Zeitstandn-Butandiol 1,4 - len- anteil kraft wert wert bis -acrylat dosis 10000
20°C (Gew.-%) (Mrad) (Gew.-%) (p/cm) (min) (min) O O O Spaltung 4 0 1,5 0 Spaltung
4 0 5,0 5 400 350-450 -2 1,5 0 370 6 3 2 5,0 35 250 400-450 >1000 5 1,5 27 300
5 5 5,0 40 260 3800 >1000 Beispiel 4 Ein Copolymerisat aus 35 Gew.-% Vinylacetat
und 65 Gew.-% Acrylsäure-2-äthylhexylester wurde gemäß Beispiel 1 durch radikalische
Polymerisation als Perlpolymerisat hergestellt.
-
Als Regler diente Tetrabrommethan. Die Viskosität der aus dem
Perlpolymerisat
erhaltenen Schmelze betrug bei 1600 C 48 000 - 50 000 cp. Die relative Viskosität
lag bei 1,689.
-
Die Prüfergebnisse der gemäß Beispiel 1 hergestellten Muster (Auftragsstärke
der Klebbeschichtung Jeweils 30 g/m2) werden in der folgenden Tabelle aufgeführt:
Vern.-hilfsin. Strah- Gel- Kleb- Zeitst. Zeitst. Harzzusatz Trimethylol- len- anteil
kraft wert wert (AW 2-Harz propan-trimeth- dosis 100°C 20°C 510) acrylat (Gew.-%)
(Mrad) (Gew.-%)(p/cm)(min) (min) (Gew.-%) 0 3 - Umspulen - -2 1,5 - 190 - -2 3,0
64 140 - 90-102 -2 1,5 18 650 - - 10 2 3,0 40 355 - 180-190 10 2 1,5 0 650 3 31-35
20 2 3,0 25 470 11 300-350 20 5 1,5 28 350 9 300-310 -5 3,0 45 270 14-17 420-430
-'ZUmspulen" bedeutet: völliger Übergang der Klebschicht von der Unterlage auf die
Stahlplatte beim Abziehen des Klebestreifens.
-
Beispiel 5 Ein Copolymerisat wurde wie im Beispiel 1 beschrieben
aus 37,5 Gew.-% Acrylsäuremetylester, 60,0 Gew.-* Acrglsäure-2-äthylhexylester und
2,5 Gew.-* Acrylnitril durch radikalische Polymerisation unter Verwendung von CBr4
als Regler in Form
eines Perlpolymerisats hergestellt. Die Viskosität
der aus dem Perlpolymerisat erhaltenen Schmelze betrug bei 2000 C etwa 100 000 cp.
Die relative Viskosität betrug 1,886. Die Prüfergebnisse der gemäß Beispiel 1 hergestellten
Muster (Auftragsstärke der Klebbeschichtung Jeweils 30 g/m2) zeigt die folgende
Tabelle: Vern.-hilfsmittel Strahlen- Gel- Kleb- Zeitstand-Butandiol 1,4 - dosis
anteil kraft wert bis -acrylat 1000 C (Gew.-%) (Mrad) (Gew.-%) (p/cm) (min) 0 0
0 350 6 0 1,5 0 340 0 5,0 61 280 >2400 2 1,5 20 290 25 2 5,0 68 260 > 2400
Beispiel 6 Ein Copolymerisat aus 40 Gew.-% Acrylsäuremethylester, 20 Gew.-% Acrylsäure-n-butylester
und 40 Gew.-% Acrylsäure-2-ät-hylhexylester wurde wie im Beispiel 1 beschrieben
durch radikalische Polymerisation unter Verwendung von Tetrabrommethan als Regler
in Form eines Perlpolymerisats hergestellt.
-
Die Viskosität der aus dem Perlpolymerisat erhaltenen Schmelze betrug
bei 2000 C ca. 180 000 cp. Die relative Viskosität lag bei 2,069. Abgemischt mit
20 Gew.-% eines Kohlenwasserstoffherzes ("Hercurez AR 100", Hercules Powder) betrug
die Viskosität der Schmelze bei 2000 C 150 000 cp, Die Prüfergebnisse der gemäß
Beispiel 1 hergestellten Muster (Auftragsstärke der Klebbeschichtung jeweils 30
g/m2) sind in der folgenden Tabelle zusammengefaßt:
Vern.-hilfsmittel
Strah- Gel- Kleb- Zeitstand- Harz-Butandiol 1,4 - len- anteil kraft wert zusatz
bis -acrylat dosis 1000 C (Gew.-°h) (Mrad) (Gew.-%) (p/cm) (min) (Gew.-%) 0 0 0
330 7 0 1,5 0 330 6 0 5,0 9 290 11 0 0 0 530 5 20 0 1,5 ° 480 5 20 0 5,0 0 470 6
20 2 1,5 0 270 42 -2 5,0 75 220 >2400 -2 1,5 0 440 6 20 2 5,0 38 370 90-10Ö 20
Beispiel 7 Ein Copolymerisat aus 37,5 Gew.-% Acrylsäure-n-butylester, 37,5 Gew.-%
Acrylsäure-2-äthylhexylester, 20 Gew.-% Vinylacetat und 5 Gew.-% Styrol wurde wie
im Beispiel 1 beschrieben durch radikalische Polymerisation unter Verwendung von
Tetrabrommethan als Regler in Form eines Perlpolymerisats hergestellt. Die relative
Viskosität des Polymerisats betrug 2,298. Das Polymerisat wurde vor dem Auftrag
mit 20 Gew.-% eines Kohlenwasserstoffharzes ("Hercurez AR 100", Hercules) vermischt.
Die Viskosität des geschmolzenen Gemisches betrug bei 2000 C 40 000 cp. Die Prüfergebnisse
der gemäß Beispiel 1 hergestellten Muster (Auftragsstärke der Klebbeschichtung jeweils
30 g/m2) sind in der folgenden Tabelle zusammengefaßt: Vern.-hilfsm. Strahlen- Gel-
Kleb- Zeitstandwert Butandiol 1,4 dosis anteil kraft 100°C - bis -acrylat (Gew.-%)
(Mrad) (Gew.-%) (p/cm) (min) 0 0 - 640 3 0 1,5 0 550 3 0 5,0 6 410 7 2 1,5 1 650
4 2 5,0 51 400 66