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C. KELLER u. CO.
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4533 LAGGENBECK Carl-Keller-Straße 2-10 CLEMENS OBERSTE-KELLER 453
IBBENBÜREN Siegfriedstraße 1 Einrichtung zur Förderung von Ziegelformlingen Die
Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Förderung von Ziegelformlingen, mit einer
die Ziegelformlinge heranbefördernden Fördervorrichtung und einer nachgeordneten
Zuführvorrichtung, auf der die Ziegelformlinge in kompakten Lagen gesammelt werden
und einer im Anschluß daran angeordneten Setzmaschine, die die kompakten Lagen übernimmt
und zu Setzlagen gruppiert.
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In der Ziegelindustrie werden die getrockneten Ziegelformlinge von
den Trockenwagen bzw. Trockenlatten abgenommen und einer Fördervorrichtung übergeben,
die die Formlinge zu einer Setzmaschine transportiert. Hier wird aus den Ziegelformlingen
zuerst eine kompakte Lage geschaffen, die dann zu einer Setzlage gruppiert wird,
in der die Ziegelformlinge in einzelnen Reihen mit Abständen voneinander liegen.
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Oft kommt es vor, daß im Betrieb der Fördervorrichtung eine Störung
auftritt, die bewirkt, daß der Transport der Ziegelformlinge zu der Setzmaschine
unterbrochen wird. Die Folge davon ist, daß die Setzmaschine stillgesetzt werden
muß, da keine Ziegelformlinge zur Bildung von Setzlagen heranbefördert werden.
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Aber nicht nur in der Zuförderung der Ziegelformlinge zur Setzmaschine
treten Störungen auf, sondern auch bei der Setzmaschine selbst muß damit gerechnet
werden. Diese Störungen haben zur Folge, daß die Zuförderung der Ziegelformlinge
zu der Setzmaschine unterbrochen werden muß, da diese dann keine Ziegelformlinge
aufnehmen kann.
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Besonders nachteiligist, daß diese Störungen, gleich wo sie auftreten,
bewirken, daß die vor- bzw. nachgeordnete Fördervorrichtung bzw. Setzmaschine als
Nachfolgewirkung ebenfalls nicht mehr in Betrieb gehalten werden können. Infolge
dieses Zeitverlustes erreicht die Leistung daher nicht die geforderte Höhe.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Zeitverlust in der
Förderung der Ziegelformlinge bei der eventuell durch Störungen beeinflußten Fördervorrichtung
bzw. Setzmaschine dadurch zu vermeiden, daß trotz Störungen an der Fördervorrichtung
oder Setzmaschine die nicht gestörte Vorrichtung ohne Betriebsunterbrechung weiter
betrieben werden kann.
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Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß seitlich der Zuführvorrichtung
eine Speicherstelle angeordnet ist und daß eine eine Greifervorrichtung aufnehmende
Kranbahn die Zuführvorrichtung und die Speicherstelle überbrückt, wobei die Greifervorrichtung
die kompakten Lagen von der Zuführvorrichtung abhebt und auf der Speicherstelle
speichert oder von der Speicherstelle abhebt und auf die Zuführvorrichtung zum Weitertransport
zur Setzmaschine absetzt.
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Durch die Anordnung der Speicherstelle wird vermieden, daß bei Störungen
entweder die Fördervorrichtung oder die Setzmaschine außer Betrieb gesetzt werden
muß. Tritt z. B. eine Störung bei der Setzmaschine auf, infolgedessen die Setzmaschine
nicht mehr weiterarbeiten kann, so wird trotzdem die Fördervorrichtung weiter in
Betrieb gehalten, da die kompakten Lagen, die sich auf der Zuführvorrichtung bilden,
auf der Speicherstelle abgesetzt und gespeichert werden. Ist die Störung beseitigt,
so wird der normale Betrieb wieder aufgenommen, bei dem die kompakten Lagen direkt
auf die Setzmaschine befördert werden. Die gespeicherten Lagen verbleiben vorerst
auf der Speicherstelle.
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Tritt nun eine Störung in der Fördervorrichtung auf, die zur Stillsetzung
der Fördervorrichtung zwingt, so wird trotzdem der Betrieb der Setzmaschine aufrechterhalten,
indem die Zufuhr von kompakten Lagen von der Speicherstelle erfolgt. Die Speicherstelle
wird also zur Überbrückung von Verlustzeiten bei an den Vorrichtungen auftretenden
Störungen benutzt und ermöglicht somit, die Höhe der geforderten Leistung doch noch
zu erreichen.
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Vorteilhaft besteht die Speicherstelle aus einem staionärenTisch oder
aus einem Förderband.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung in Draufsicht
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
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Die Ziegelformlinge 1 werden nebeneinander in Längsreihen 2 liegend
auf 3 eine aus mehreren Teilen bestehende Fördervorrichtung'herangeführt.
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Im Anschluß an die Fördervorrichtung 3 ist eine Zuführvorrichtung
4 angeordnet, auf der kompakte Lagen 5 aus dicht nebeneinanderliegenden Ziegelformlingen
gebildet werden, die je nach Größe der zukünftigen Setzlagen aus einer unterschiedlichen
Anzahl Längsreihen 2 bestehen können.
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Die kompakten Lagen 5 werden anschließend auf eine Setzmaschine 6
befördert, wo diese zu Setzlagen gruppiert werden.
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Seitlich der Zuführvorrichtung 4 ist eine Speicherstelle 7 angeordnet.
Die Zuführvorrichtung 4 und die Speicherstelle 7 werden von einer Kranbahn 8 überbrückt,
auf der eine durch Greiferleisten 9 und 10 dargestellte Greifervorrichtung verfahrbar
angeordnet ist, die die auf der Zuführvorrichtung 4 gebildeten kompakten Lagen 5
bei einer in der Setzmaschine 6 auftretenden Störung durch die Greiferleisten 9
und 10 erfaßt, von der Zuführvorrichtung 4 aufnimmt und auf der Speicherstelle absetzt
und speichert. Oder die Greifervorrichtung 9, 10 verfährt bei einer in der Fördervorrichtung
3 auftretenden Störung umgekehrt, indem sie die gespeicherten kompakten Lagen 5
von der Speicherstelle 7 aufnimmt und auf die Zuführvorrichtung befördert, von wo
sie der Setzmaschine 6 zugeführt werden.
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Die Speicherstelle 7 dient dazu, dann beschickt oder entleert zu werden,
wenn in einer der Vorrichtungen, z.B. der Fördervorrichtung 3 oder der Setzmaschine
6, eine Störung auftritt, die das Stillsetzen einer der Vorrichtungen bewirkt. Tritt
in der Setzmaschine 6 eine Störung auf, so kann die Fördervorrichtung 3 und noch
weiter vorliegende Vorrichtungen weiterhin in Betrieb gehalten werden, da die Möglichkeit
besteht, daß die auf der Zuführvorrichtung 4 gebildeten kompakten Lagen 5 zwischenzeitlich
auf der Speicherstelle 7 abgesetzt und gespeichert werden. Sollte eine Störung in
der Fördervorrichtung 3 auftreten, wodurch die Zuführung von Längsreihen 2 zu der
Zuführvorrichtung 4 und damit zur Setzmaschine 6 unterbrochen wird, so kann die
Setzmaschine 6 trotzdem weiterbetrieben werden, da dann die auf der Speicherstelle
7 gespeicherten kompakten Lagen 5 von der Greifervorrichtung 9,10 auf die Zuführvorrichtung4
und anschließend auf die Setzmaschine 6 befördert werden.
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Die Speicherstelle 7 kann aus einem stationären Tisch bestehen, wobei
die Kranbahn 8 die Speicherstelle 7 in ganzer Länge überbrücken muß, damit die Greifervorrichtung
9, 10 zu jeder Stelle gelangen kann.
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Die Speicherstelle 7 kann aber aueh aro einem Förderband bestehen,
wobei hier die Kranbahn 8 die Speicherstelle 7 nur in Länge einer kompakten Lage
5 überbrücken muß, da das Förderband die kompakte Lage 5 aus dem Bereich der Greifervorrichtung
9,10 transportiert, so daß für das Absetzen einer weiteren kompakten Lage 5 Platz
geschaffen ist.
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Auf der Speicherstelle 7 können die kompakten Lagen 5 in mehreren
Lagen kreuzweise übereinandergestapelt werden. Es ist selbstverständlich, daß nur
diejenigen kompakten Lagen übereinandergestapelt werden können, die auch die gleiche
Anzahl Längsreihen 2 aufweisen.
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- Pataitansprüche -