DE2440652C2 - Induktiver Durchflußmesser - Google Patents
Induktiver DurchflußmesserInfo
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- G01F1/00—Measuring the volume flow or mass flow of fluid or fluent solid material wherein the fluid passes through a meter in a continuous flow
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Description
Die Erfindung betrifft einen induktiven Durchflußmesser für ein in einem Rohr ilicßcndcs Medium, mit
einer Magnetanordnung, welche ein magnetisches Wechselfeld mit senkrecht zum Rohr verlaufender
Komponente erzeugt, und einem Elcklrodenpaar an den .Seitenwänden des Rohres.
Derartige Durchflußmesser sind bekannt und beispielsweise in ATM Archiv für technisches Messen, 8
(Juli 1970). S. 145 bis 150 beschrieben. Sie basieren auf
dem Induktionsgesetz, nach dem ein senkrecht zu einem Magnetfeld bewegter Leiter eine elektrische
Spannung erzeugt. Der Leiter ist die in dem Rohr sirömendc
Flüssigkeit. Diese erzeugt in einom quer /um Rohr gerichteten Magnetfeld eine elektrische Spannung,
deren Richtung rechtwinklig zur Strömungsrichtung und rechtwinklig zum Magnetfeld verläuft. Diese
Spannung kann mil Elektroden, die in die Rohrwandung eingelasssen und mit einem Anzeigegerät verbunden
sind, gemessen werden.
Bei der Auswertung der Meßergebnisse derartiger induktiver Durchflußmesser sind eine Reihe von Fehlerquellen
zu berücksichtigen. Besonders gefährlich sind solche Fehlerspannungen, die in Phase mit der an
den Elektroden abnehmbaren Meßspannung liegen. Dagegen kann man solche Fehlerspannungen, die gegenüber
der Meßspannung phasenverschoben sind, relativ leicht mit einem Phasendiskriminalor, mit dem
man die Meßspannung aus dem Summensignal heraussiebt, eliminieren.
Es sind in erster Linie drei Fehlerspannungcn. die das
Meßergebnis verfälschen: Eine Fehlcrspannung Fl entsteht durch unsymmetrischen Aufbau der das Magnetfeld
erzeugenden Magnetanordnung. Hier bestehen Grenzen insbesondere durch die Fertigungstoleranzen.
Eine zweite Fehlerspannung FI entsteht durch teilweise verschmutzte Elektroden, und eine dritte Fehlerspannung
F3 entsteht durch unsymmetrische Wirbelströme in der Rohrwand bei Verwendung von Metallrohren.
Schließlich können Verfälschungen des Meßergebnisses dadurch eintreten, daß die Magnetschuhe,
die das Magnetfeld auf den Rohrbereich übertragen, gegeneinander versetzt, d. h. nicht exakt zueinander
ausgerichtet sind.
Von den genannten Fehlerspannungen wirkt sich die Fehlerspannung Fi, die durch unsymmetrische Wirbelströme
erzeugt wird, besonders störend aus, weil sie eine Komponente aufweist, die gleichphasig mit der
Meßspannung ist und daher nicht mit einem Phasendiskriminator ausgeschaltet werden kann. Bei idealer
Rohrsymmetrie sind die Wirbelströme, die in der Rohrwandung erzeugt werden, zu beiden Seilen der Meßstelle
gleich. Sie erzeugen magnetische Wechselfclder, die parallel zur Rohrachse weisen. Die beidseitig der
Meßstelle entstehenden Wechselfelder sind einander entgegengerichtet und heben sich daher unter idealen
Bedingungen auf, so daß das Meßergebnis nicht verfälscht wird. Ein Unterschied in der Rohrwandstärke
verursacht jedoch unterschiedliche Wirbelstromdichien und damit unterschiedliche magnetische Feldstärken.
Ein Unterschied der Rohrwandstärke von z.B. .nur 0.1 mm links und rechts der Elektroden ergibt etwa
0.05 mV Fehlerspannung. Dies kann einen Fehler von eiwa 5°,'o vom Er Jwert bedeuten.
Aufgabe der Erfindung ist es, den durch unsymmetrische
Wirbelströme in der Rohrwandung erzeugten Meßfehler bei einem induktiven Durchflußmesser der
eingangs genannten Art zu eliminieren.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß im Bereich des Magnetfeldes mindestens
eine Spulenwicklung um das Rohr herumgelegt ist, deren Spulenachse unter einem Winkel zur Rohrachse
verläuft, und deren Spulencndcn an eine veränderbare
Last angeschlossen sind.
Es ist zwar bekannt, bei einer Vorrichtung zur Messung der elektrischen Leitfähigkeit von Flüssigkeiten,
die in Verbindung mit induktiven Durchflußmeßgeräten anwendbar ist, das Rohr, in dem sich die
Flüssigkeit befindet, im Bereich der sich einander gegenüberliegenden Elektroden mit einer schräg zur
Rohrachse ausgerichteten Spulenwicklung zu umgeben, die eine Magnetfeldkomponente in Achsrichtung des
Rohres erzeugt (DE-PS 21 60 547). Diese Spulenwicklung soll die Bedingungen bei der induktiven Durchflußmessung
nicht stören, dient also nur der Messung der Leitfähigkeit. Dabei bilden zu den Elektroden
führende Leitungen zusammen mit der zwischen den Elektroden vorhandenen Flüssigkeit eine einzige
Sekundär-Spulenwindung, die von dem durch die Spule erzeugten Magnetfluß in Richtung der Rohrachse
durchsetzt wird. Dieser magnetische Fluß erzeugt in der so gebildeten Sekundär-Windung eine Spannung, die ein
Maß für die Leitfähigkeit der Flüssigkeit darstellt. Der in der Spule erforderliche Wechselstrom wird entweder
von einer direkt angeschlossenen Spannungsquelle geliefert, oder mittels einer zusätzlichen Magnetan-Ordnung
induktiv erzeugt. Im letzten Fall kann die Wicklung der Spule über einen einstellbaren Widerstand
kurzgeschlossen werden, so daß der Strom in der Spule justiert werden kann. Bezüglich der Induktion des
der Leitfähigkeit entsprechenden Stromes arbeitet die Spule in beiden Fällen als aktive Primärspule eines
Transformators.
Bei dem erfindungsgemäßen Durchflußmesser ist die Spulenwicklung dagegen Teil des Durchflußmessers und
arbeitet als passive Sekundärspule in dem für die
Durchflußmessung notwendigen senkrecht zur Strömung gerichteten Magnetfeld und erzeugt ihrerseits ein
sekundäres Magnetfeld, dessen Hauptrichtung durch die Spulenachse vorgegeben ist Da die Spulenachse
unter einem Winkel zur Rohrachse verläuft, besitzt das sekundäre Magnetfeld eine in der Rohrachse liegende
Komponente. Diese hat eine solche Richtung, daß sie dem durch unsymmetrische Wirbelströme erzeug en
Magnetfeld, das ebenfalls parallel zur Rohrachse weist, entgegengesetzt gerichtet ist. Die Stärke des sekundären
Magnetfeldes kann man durch Änderung der an die Spulenwicklung angeschlossenen Last beeinflussen. Auf
diese Weise ist ein Abgleich möglich, den man zweckmäßigerweise vornimmt, wenn das in dem Rohr enthaltene
Medium stillsteht. Die an Jic Spulenwicklung angeschlossene
Last ist dann so einzustellen, daß das Anzeigegerät den Wert Null anzeigt. Die Kompensation
der Wirbelstromeinflüsse erfolgt also dadurch, daß dem durch unsymmetrische Wirbelsiröme entstandenen
Magnetfeld eine axial zum Rohr gerichtete Magnetfcldkomponente der Spulenwicklung entgegengeset/t
wird, so daß beide Magnetfelder sich aufheben.
Die Verwendung einer einzigen Spulenwicklung sci/t voraus, daß bekannt ist, in welche Richtung entlang
der Rohrachse das aus den Wirbelströmen resultierende Magnetfeld weist, damit die Richtung, in der
die Spulenachse gegenüber der Rohrachse geneigt ist, festgelegt werden kann. Ist die Richtung des genannten
Magnetfeldes dagegen nicht bekannt, so verwendet man zweckmäßigerweisc zwei kreuzweise um das Rohr
herum gelegte .Spulenwicklungen, deren /ur Rohrachse
parallele Magnetfeldkomponenten einander entgegengeset/Ί
gerichtet sind. Durch Anschalten unterschiedlicher elektrischer Lasten an die Spulenwicklungen kann
man bestimmen, welches der beiden sekundären Magnetfelder
überwiegen soll, so daß ein Ausgleich des Wirbelslrommagneifeldes in beiden Richtungen der
Rohrachse möglich ist.
Dabei sind die einen Wicklungsenden der Spulenwicklungen /weckmäßigerweisc zusammengeschaltet
und die anderen Enden der .Spulenwicklungen an die Finden eines Potentiometers angeschlossen, und die /usammengcschalteien
einen Enden sind mit dem Potentiometerabgriff verbunden. Durch Verstellen des Potcntioineterabgriffcs
wird die elektrische Lastverteilung der beiden Spulen geändert.
Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme
auf die Figuren an einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
näher erläutert.
F i g. I zeigt schematisch in perspektivischer Darstellung
die wichtigsten Elemente eines induktiven Durchllußmessers
bekannter Bauart, und
[' i g. 2 zeigt die Anbringung und Schaltung der kreuzweise über dem Rohr angeordneten Spulenwicklungen
nach der Erfindung, die zusätzlich zu der in F" i g. 1 dargestellten Meßeinrichtung vorgesehen sind.
Das Metallrohr, in dem das Medium fließt, ist mit 10
be/eichnet. Bei der in F i g. 1 dargestellten Meßanordnung sind zwei Polschuhe 11, !2 eine:, (nicht dargestellten)
Elektromagneten zu bi.-Jir· leiten des Rohres 10
ungeordnet, so daß das von einem Polschuh zum anderen
verlaufende Magnetfeld im wesentlichen senkrecht zur Rohrachse durch das Rohr 10 hindurchgeht.
In die Rohrwandung sind im Rohrinneren die Elektroden
13, 14 eingelassen. Sie liegen einander diametral gegenüber. In der Nähe der Elektrode 13 befindet sich
ein Abgleichpotentiometer 15, dessen Enden über je eine Drahtschleife 16, 17 mit der gegenüberliegenden
Elektrode 14 verbunden sind. Die Drahtschleifen 16, 17 sind in Achsrichtung des Rohres 10 schräggestellt, in
Verbindung mit der leitenden Flüssigkeit, die sich in dem Rohr befindet, bilden sich zwei Spulen mit je einer
Wicklung, die den halben Rohrquerschnitt erfassen. Die Meßspannung wird zwischen dem Abgriff 18 des Potentiometers
15 und der Elektrode 13 abgenommen.
ίο Die Schleifen 16 und 17 bilden jeweils mit der Verbindungslinie
19 der Elektroden 13 und 14 Flächen, durch die das Magnetfeld der Polschuhe 11, 12 hindurchtritt.
Sind die Polschuhe mangelhaft zueinander ausgerichtet, wie es bei dem Polschuh 12 der F i g. 1 der
Fall ist, dann werden die Flächen der beiden Schleifen unterschiedlich stark von dem Magnetfeld durchsetzt,
was zur Folge hat, daß an den Schleifen 16 und 17 unterschiedliche Spannungen erzeugt werden. Diese unterschiedlichen
Spannungen können durch Verstellen des Potentiometerabgriffes 18 ausgeglichen werden.
Ist zu beiden Seilen der Meßeinrichtung die Wandstärke des Rohres 10 unterschiedlich, dann ergeben sich
in der Rohrwandung unterschiedliche Wirbelstromstärken, die axiale Magnetfelder mit unterschiedlichen
Feldstärken zur Folge haben. Zur magnetischen Kompensation dieser Magnetfelder dient die in F i g. 2 dargestellte
Anordnung, die zusätzlich zu der in F i g. 1 abgebildeten Meßanordnung in dem Rohr angebracht ist.
Gemäß F i g. 2 sind an der Meßstclle zwei Spulenwicklungen 20. 21 kreuzweise übereinander angeordnet.
Vorzugsweise sind sie unter einem Winkel zwischen etwa 30 und 45 schräggestellt. Die Schrägstellung
erfolgt in unterschiedliche Richtungen, so daß die Kreuzungspunkte der beiden Spulenwicklungen etwa
in Höhe der Elektroden 13, 14 liegen.
Das von dem Polschuh 11 zum Polschuh 12 weisende
Magnetfeld geht durch jede der Spulenwicklungen 20, 21 hindurch. In den Spulenwicklungen werden dadurch
Ströme induziert, die ihrerseits sekundäre Magneifelder
erzeugen. Die sekundären Magnetfelder weisen in Richtung der jeweiligen Spulenachse. Da die Spulen
kreuzweise, d. h. unter gleichen Winkeln zur Rohrachse, angeordnet sind, und da die zur Rohrachse parallelen
Komponenten ihrer sekundären Magnetfelder cntgegengesetzt gerichtet sind, heben diese Komponenten
sich im Idealfall, d. h. bei gleicher Stärke der Wirbelstiöinc
rechts und links der Meßstelle, auf.
Die einen Enden 22 der Spulenwicklungen 20 und 21 sind zusammengeschaltet, während die anderen Enden
23 mit den Enden eines Potentiometers 24 verbunden sind. Der Potentiometerabgriff 25 ist mit den Enden 22
verbunden. Auf diese Weise bildet bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel die linke Potcntiometerhälfle
die elektrische Last für die Spulenwicklung 21 und die rechte Poientiometerhälfte die Last für die Spulenwicklung
20. Durch Verstellen des Potentiometerabgriffs 25 kann diese Lastverteilung verändert werden,
so daß die Summe der zur Rohrachse parallelen Komponenten der sekundären Feldstärken beider Spulenwicklungen
von Null verschieden wird. Die resultierende Axialkomponente muß dem resultierenden Wirbelstrommagnetfeld
im Rohr gleich und entgegengesetzt gerichtet sein. Der Abgleich läßt sich durchführen, indem
bei im Rohr stillstehendem Medium der Potentioinelerabgriff
25 so eingestellt wird, daß die an den Punkten 13 und 18 abgenommene Meßspannung Null
wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
- Patentansprüche:!. Induktiver Durchflußmesser für ein in einem Rohr fließendes Medium, mit einer Magnetanord nung, weiche ein magnetisches Wechselfeld mit senkrecht zum Rohr verlaufender Komponente erzeugt, und einem Elektrodenpaar an den Seitenwänden des Rohres, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Magnetfeldes mindestens eine Spulenwicklung (20, 21) um das Rohr herumgelegt ist, deren Spulenachse unter einem Winkel zur Rohrachse verläuft und deren Spulenenden (22, 23) an eine veränderbare Last (24) angeschlossen sind.
- 2. Durchflußmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei kreuzweise um das Rohr (iO) herumgelegte Spulenwicklungen (20. 21) vorgesehen sind, deren zur Rohrachse parallele Magnetfeldkomponenten einander enlgegengesetzl gerichtet sind.
- 3. Durchflußmesser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die einen Spulenenden (22) der Spulenwicklungen (20, 21) zusammengeschaltet und die anderen Enden (23) der Spulenwicklungen an die Enden eines Potentiometers (24) angeschlossen sind, und daß die zusammengeschalteten einen Enden (22) mit dem Potentiometerabgriff (25) verbunden sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742440652 DE2440652C2 (de) | 1974-08-24 | 1974-08-24 | Induktiver Durchflußmesser |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742440652 DE2440652C2 (de) | 1974-08-24 | 1974-08-24 | Induktiver Durchflußmesser |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2440652B1 DE2440652B1 (de) | 1976-01-29 |
| DE2440652C2 true DE2440652C2 (de) | 1980-06-26 |
Family
ID=5923986
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19742440652 Expired DE2440652C2 (de) | 1974-08-24 | 1974-08-24 | Induktiver Durchflußmesser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2440652C2 (de) |
-
1974
- 1974-08-24 DE DE19742440652 patent/DE2440652C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2440652B1 (de) | 1976-01-29 |
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