DE2437460C2 - Verfahren zur Ermittlung von Konturunterschieden zwischen gleichartigen Objekten unter Anwendung holographischer Methoden - Google Patents
Verfahren zur Ermittlung von Konturunterschieden zwischen gleichartigen Objekten unter Anwendung holographischer MethodenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung von Konturunterschieden zwischen gleichartigen Objekten
beliebiger Geometrie sowie zur Bestimmung von Verformungen an einem Objekt unter Anwendung
holographischer Methoden gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es handelt sich also darum, zwei Objekte an sich gleicher Art miteinander zu vergleichen und festzustellen,
ob eines von ihnen gegenüber dem anderen Abweichungen in seiner Kontur bzw. Oberflächengestalt
aufweist, d. h. Konturunterschiede zu ermitteln.
Das Verfahren soll es auch ermöglichen, eine ganze Reihe von Objekten mit einem Urmodell des Objekts zu
vergleichen und jeweils die Abweichungen festzustellen. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit für das Verfahren
besteht darin, durch Betrieb oder Belastung auftretende Verformungen an Objekten festzustellen.
In der Praxis wird häufig die Aufgabe gestellt
Formabwe chungen er>es Objekts gegenüber einem
Vergleichsobjekt ohne langwierige Berechnungen festzustellen. Dabei sollen vielfach die Abweichungen nicht
nur qualitativ, sondern auch quantitativ erfaßt werden Als Beispiele aus der Praxis seien genannt: Objekt-Deformationen
durch aufgebrachte Lasten (z. B. Verformungen durch Zug, Druck oder Wärme), Veränderungen
eines Bauteiles unter Betriebsbedingungen (ζ. Β Verschleißerscheinungen oder Kavitationsschäden ar
Maschinenbauteilen) oder Konturabweichungen vor Einzelteilen gegenüber einem Musterstück (z. B. Prüfung
auf Maßhaltigkeit in der Qualitätskontrolle). Die Verwendung mechanischer oder elektrische!
Meßfühler zur Konturvermessung erfordert wegen dei punktweisen Abtastung einen hohen zeitlichen Aufwand
und erweist sich daher bei großen Objekten ah ungeeignet. Optisch-interferometrische Methoden da
gegen gestatten eine schnelle und berührungsfrei«
<*> Vermessung.
Es sind aus der Literatur verschiedene klassisch-inter
ferometrische und holographische Methoden zu Erzeugung von Interferenzmustern als Konturliniet
räumlicher Objekte bekannt. Diese Verfahren werdet auch teilweise dazu benutzt, Formabweichungen eine:
Objektes gegenüber einem Vergleichsobjekt festzustel len b/w. die durch eine Belastung hervorgerufenei
Deformationen eines Ob cktes sichtbar zu machen.
Bei diesen bekannten Verfahren werden als empfind
liehe Auswertemethoden im wesentlichen /wet Möglichkeiten
angegeben. Nach der einen Methode wird k'on einem mit Konturlinien überzogenen ersten Objekt
ein photographisches Negativ hergestellt und nach dem Entwickeln in die exakt gleiche Lage wie bei der
Aufnahme in der Kamera zurückjusiiert. Beim Durchblick
durch das Negativ auf ein mit Konturlinien überzogenes, in gleicher räumlicher Lage wie das erste
Objekt befindliches zweites, gleicha/tiges Objekt sieht '°
man bei identischen Konturen der beiden Objekte ein einheitlich graues Bild, während Konturunterschiede
zwischen den beiden Objekten durch Moire-Streifen angezeigt werden. Die Nachteile dieser Methode liegen
darin, daß zur Erzeugung der Konturlinien ein '5 störanfälliges Interferometer benutzt wird, daß weiter
das Negativ mit äußerster Präzision in die Kamera zurückpositioniert werden muß und daß außerdem die
Auswertung nur im Labor in »real-time« erfolgen kann.
Die zweite bekannte Methode besteht darin, das *o
Positiv einer photographischen Abbildung eines ersten mit Konturlinien überzogenen Objekte* dem Negativ
einer photographischen Abbildung eines zweiten, gleichartigen Objektes zu überlagern. Neben dem
Nachteil, daß hier wieder die üblichen störanfälligen inierferometrischen und holographischen Methoden zur
Erzeugung von Konturlinien angewandt werden, besteht eine weitere Schwierigkeit des Verfahrens
dann, daß bei diesen photographischen Überlagerungs
pro/essen Ungenauigkeiten im Vergrößerungsmaßstab. Verzeichnungen sowie Schrumpfprozesse des Photomaterial
die Ergebnisse verfälschen.
Die prinzipiellen Nachteile dieser Verfahren .legen dann, daß sie nur unter erheblichem Aufwand in einem
den Anforderungen der Interferometrie und Holographie entsprechenden Labor durchgeführt werden
können. Für jede Vermessung ist ein vollständiges, empfindliches Interferometer oder eine komplette
Holographie-Anordnung notwendig, an die extreme Stabilitätsanforderungen zu stellen sind. So müssen z. B.
die optischen Wege im Interferometer bzw. im Holographie-Aufbau auf Bruchteile einer Wellenlänge
konstant bleiben. Das gelingt nur mit stabilen Holographietischen und massiven, erschütterungsfreien Aufbauten,
von denen mechanische und thermische Störungen (z. B. durch laufende Maschinen, Luftschlieren usw.)
ferngehalten werden müssen. Weiterhin sind für die klassischen Interferometer hochpräzise Spiegel und
Strahlenteiler erforderlich.
Will man Vergleichsmessungen durchführen, wie z. B. bei der Formtreueprüfung mehrerer Objekte, so kann
bei den bekannten Methoden also nicht immer gewährleistet werden, daß das zur Erzeugung der
Konturlinien verwendete Interferenzfeld bei der Vermessung der einzelnen Objekte unverändert geblieben
ist. Durch unvermeidliche kleine Änderungen im optischen Aufbau ändert sich das Interferenzfeld.
Dadurch werden entweder nicht vorhandene Formabweichungen vorgetäuscht oder eventuell vorhandene
Abweichungen nicht erkannt.
Um die bei den bekannten Methoden auftretenden Schwierigkeiten und Nachteile zu vermeiden, ist schon
vorgeschlagen worden, den zu vermessenden Gegenstand in ein durch die Rekonstruktion eines Hologramms,
in dem wenigstens zwei Lichtquellen gespeichert sind, erzeugtes räumliches Interferenzfeld zu
bringen. Bei der Rekonstruktion der in dem Hologramm eesoeicherten Lichtauellen werden die von den
virtuellen Bildern dieser Lichtquellen ausgehenden Wellen gleichzeitig freigesetzt und bilden durch
Interferenz ein völlig stabiles räumliches Interferen/-feld.
in das der zu vermessende Gegenstand eingebracht wird.
Nach diesem Vorschlag ist zur Erzeugung von Interferenzmustern, insbesondere zur Erzeugung von
Höhenschichtlinien zur Koniurvermessung, nur ein in geeigneter Weise hergestelltes Hologramm nötig, das
mit monochromatischem Licht beleuchtet wird. Es entfallen also die bei den bisher bekannten Methoden
notwendigen, aber umfangreichen und störanfälligen Interlerometer- bzw. Holographie-Aufbauten. Es kann
dabei ein Phasenhologramm oder ein Amplitudenhologramm Verwendung finden.
Insbesondere sind stabile, schwingungsisolierte Holographietische bei der Vermessung unnötig, und es kann
mit einem Minimum von optischen Komponenten gearbeitet werden, so daß die Messung mil einem
transportablen Gerät in einfacher Weise in jedem beliebigen Raum (z. B. einer Werkstatt) durchgeführt
werden kann, der nicht speziell für Inierferometrie oder Holographie ausgelegt sein muß. wie es bei den
bekannten Verfahren der Fall ist.
Auf solche Weise erzeugte Höhenschichtlinien sind für den Kon'.urenvergleich mehrerer Objekte mit einem
Musterstück geeignet, weil ein völlig stationäres Interferenzfeld gebildet wird. Befindet sich ein Gegenstand
in diesem räumlichen Interferenzfeld, so erscheint er von hellen und dunklen Streifen überzogen, die durch
den Schnitt der Objektoberfläche mit den interferenzflachen entstehen. Diese Streifen beinhalten die
gesamte Information über die Objektkontur.
Bringt man die zu vergleichenden Objekte nacheinander in die exakt gleiche Position in das stationär
gebliebene Interferenzfeld, so zeigt jede Abweichung im Linienverlauf auf dem Untersuchungsobjekt vom
Linienverlauf auf dem Musterslück eine Konturabweichung an der betreffenden Stelle an. Der Vorteil hierbei
besteht darin, daß das Interferenzfeld stabil bleibt im Gegensatz zu den obengenannten Fällen. Für die
Auswertung können wieder die bereits erwähnten Überlagerungsmethoden herangezogen werden. So
kann das zu vermessende Objekt und das zum Vergleich dienende Musterstück in der jeweils gleichen Position
im Interferenzfeld photographic« werden. Die mit den
Konturlinien überzogenen Bilder werden visuell oder elektro-optisch nach Abweichungen im Linienverlauf
durchgemustert. Die Empfindlichkeit dieses Auswertungsverfahrens ist besonders bei visuellem Vergleich
nicht sehr groß, da man nur größere Abweichungen oder plötzliche Sprünge, d. h. Stufen, in der Kontur mit
Sicherheit feststellen kann. Geringe Unterschiede in der Streifenkrümmung oder leichte Verschiebungen des
gesamten Streifenmusters sind dagegen nur schwer zu erkennen.
Eine Steigerung der Empfindlichkeit erreicht man durch photographische Überlagerung der beiden Bilder.
An den Stellen, an denen die beiden Konturen identisch sind, trifft dies auch für die Konturlinien zu. In diesem
Fall liegen die hellen Streiten des einen Objektes exakt über den gleichen hellen Streifen des zweiten Objektes
oder Musterstückes. Entsprechendes gilt auch für die dunklen Linien. An denjenigen Stellen jedoch, an denen
sich die Konturen unterscheiden, sind die beiden Konturliniensysteme gegeneinander verdreht oder
verschoben. Das dadurch bei der Überlagerung entstehende Moire-Muster läßt die Unterschiede der
beiden Konlurliniensystcme und damit auch die
Abweichungen zwischen den beiden Objekikonturcn deutlicher erkennen.
In der Praxis werden aber an die Konturtreiic von
Objekten oft noch wesentlich strengere Anforderungen gestellt, so daß die genannten Methoden immer noch zu
ungenau und vor allen Dingen zu aufwendig sind. Vor allen Dingen ist die Erkennbarkeit von Abweichungen
in den beiden bei der Auswertung überlagerten Streifenmustern gering und oft nur als undeutliche
Verwischung der Streifenmuster festzustellen. Die bei der Überlagerung eventuell entstehenden Moire-Musler
fallen, insbesondere bei geringfügigen Konturabweichungen, im übrigen Streifenmuster nicht sehr auf.
Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, für den Konturenvergleich unter Anwendung holographischer
Methoden ein sehr genaues Verfahren zu entwickeln, das keinen aufwendigen Laboraufbau
benötigt, sondern rasch und mit handlichen Geräten auch im rauheren Werkstattbetrieb anwendbar ist. Vor
allen Dingen sollen schon geringste Konturunterschiede bei der Auswertung der überlagerten Streifenmuster
viel stärker hervortreten und auf einfache Weise auswertbar sein.
Ausgehend von dem eingangs erwähnten Verfahren zur Ermittlung von Konturunterschieden zwischen
gleichartigen Objekten beliebiger Geometrie sowie zur Bestimmung von Verformungen an einem Objekt unter
Anwendung holographischer Methoden, durch Erzeugung eines räumlichen Interferenzfeldes und damit eines
Interferenzstreifenmusters sowohl auf dem zu vermessenden Objekt als auch auf einem Vergleichsobjekt
durch Beleuchtung mit kohärentem Licht aus wenigstens zwei holographisch gespeicherten Punkilichtquellen
und Vergleich der beiden Streifenmuster wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß durch die Vereinigung
folgender Merkmale gelöst:
a) Abbildung und Speicherung der Bilder der Interferenzstreifenmuster von Meßobjekt und
Vergleichsobjekt,
b) Durchführung einer Phasenverschiebung des Interferenzfeldes um 180° zwischen den beiden
gespeicherten Abbildungen,
c) Überlagerung der Abbildungen der Interferenzstreifenmuster von Meßobjekt und Vergleichsobjekt,
d) Auswertung der Abbildung der bei der Überlagerung entstehenden neuen Streifenmuster als Maß
für die Konturunterschiede zwischen Meßobjekt und Vergleichsobjekt.
Die Erzeugung des Interferenzfeldes an sich ist nicht Gegenstand der Erfindung. Für die Art und Weise, in der
die Phasenverschiebung durchgeführt wird, sind nachfolgend verschiedene Methoden genannt.
Durch die Überlagerung der Abbildungen gemäß der Erfindung entsteht an den Stellen völliger Konturen-Übereinstimmung von Vergleichsobjekt und Meßobjekt
eine gleichmäßige Intensitätsverteilung, etwa Graufärbung. An den Stellen von Konturabweichungen entsteht
ein im übrigen Graubild leicht erkennbares neues Streifenmuster, dessen Kontrast als Maß für die
Konturunterschiede zwischen Vergleichsobjekt und Meßobjekt dienen kann. Dieses neue Streifenmuster
tritt in der Graufärbung des übrigen Bildes deutlich
hervor und läßt sich viel leichter feststellen als die Verwaschungen eines Streifenmusters nach den bisher
bekannten Verfahren. Selbst geringfügige Konturab- weichuTigen können auf diese Weise rasch erkannt und
ausgewertet werden.
Die jireifcnförmigcn Konturlinien auf dem Objekt
zeigen bekanntlich eine Intensitäts-Verteilung in der Art von / = /»(1 + cos (/). Werden zwei Interfcrcn/.fclder.
die gegeneinander 180" Phasenverschiebung aufweisen, einander überlagert, so ergibt sich in der
photographischen Abbildung der mit den Konturlinien überzogenen Objekte durch Addition ihrer Intensitäten
ein einheitlich graues Bild. Dies gill, sofern die Konturen
ίο der Objekte exakt übereinstimmen. An denjenigen
Stellen jedoch, an dunen die Konturen der zu
vergleichenden Objekte voneinander abweichen, entstehen bei der Überlagerung durch die Addition der
Intensitäten neue Streifenmuster in der ArI von Moire-Streifen, deren Kontrast von der Phasendifferenz
der beiden Streifensysteme und damit von der Größe der Konlurabweichung abhängt. Diese neuen Streifenmuster
sind bei der Abbildung sehr leicht zu erkennen und ermöglichen auch eine quantitative Auswertung. In
der Abbildung kann ein Linienversatz nach der einen oder anderen Richtung, also z. B. links oder rechts,
auftretende nachdem, ob ander betreffenden Stelle eine
Konturenerhöhung oder -vertiefung gegenüber dem Musterobjekt vorliegt.
Ausführungsbcispiele der Erfindung sind an Hand der Zeichnung erläutert. Es zeigt
Fig. 1 den schematischen Aufbau zur Durchführung
des Verfahrens, wobei sowohl das gespeicherte Interferenzfeld hergestellt als auch der Konlurvcrgleich
durchgeführt werden kann,
F i g. 2 eine Vereinfachung des Aufbaues von Fig. I,
Fig. 3 eine Abwandlung des. Aufbaues von Fig. 1
und
Fig.4 eine andere !Möglichkeit zur Durchführung
einer Phasenverschiebung des Interferenzfeldes.
Fig 5 eine weitere 'Möglichkeit zur Durchführung der Phasenverschiebung,
Fig.6a bis 6c eine graphische Darstellung von Iniensitätsverteilungen bei verschiedenen Phasendifferenzen.
Es sei zunächst das Prinzip des Verfahrens an Hand der F i g. 1 beschrieben. Der zu vermessende Gegenstand
G, der hier als Propeller mit den beiden Flügeln Gi und G 2 angenommen ist, befindet sich im
Interferenzfeld /. Dieses räumliche Interferenzfeld / wird durch die Rekonstruktion eines Hologramms Ho.
in dem zwei punktförmige Lichtquellen gespeichert sind, erzeugt. Zur Herstellung des hier genannten, zur
Speicherung des Interfeirenzfeldes verwendbaren HoIogramms
Ho wird in einer Holographie-Anordnung der von einem Laser L ausgehende Strahl über einen
Spiegel PX umgelenkt und von einem Objektiv OX aufgeweitet. Der Verschluß VI ist dabei geöffnet, die
Verschlüsse V2 und V3 sind geschlossen. Mittels der
vom Objektiv 0 1 ausgehenden Referenzwelle wird die
über den Strahlenteiler STX gehende und vom Brennpunkt des Objektivs O 4 ausgehende Objektwelle
in der Hologrammplatte Ho gespeichert. Nach einer ersten Belichtung der Hologrammplatte Wo wird die aus
Objektiv O 4 und dem Strahlenteiler STX bestehende
Einheit A. z. B. mittels einer nicht dargestellten Mikrometerschraube und einer Schlittenführung, in der
angedeuteten y-Richtung verschoben. Der Brennpunkt des Objektivs OA gelangt dabei aus der ursprünglichen
Position in eine neue Position. Anschließend erfolgt die zweite Belichtung der Hologrammplatte Ho. Die
unterschiedliche Lage der Brennpunkte entspricht dann bei der Rekonstruktion des Hologramms den beiden
ff
unterschiedlichen Punktiichtquellen. Statt einer Verschiebung der ganzen Einrichtung A kann auch das
Objektiv O4 allein in der angedeuteten \-Kichtung
verschoben werden. In beiden Fallen sind also zwei punkiförmigc Lichtquellen in der Hologrammplaite Ho >
gespeichert.
Zur Vermessung der miteinander zu vergleichenden Propellerflügel GX und (7 2 wird die gesamte
Einrichtung A so weil aus dem Strahlengang gefahren,
daß der Laserstrahl am Strahlenteiler STX vorbeigeht ro
und nach Umlenkung am Spiegel PX vom Objektiv O I
aufgeweitet wird und als sphärische Rckonstruktionswelle aus dem Hologramm Ho die beiden erwähnten,
nicht näher eingezeichneten Punkllichtquellen und damit das räumliche Interferenzfeld /erzeugt. is
Das Intcrfercnzfeld /erzeugt auf dem zu vermessenden Gegenstand C Höhenschichtlinien. Diese sind in der
Zeichnung auf den beiden Propelicrfliigeln G 1 und G 2
grob angedeutet. Es sei noch erwähnt, daß die Streifendichte der Höhenschichtlinien oder Konturlinien
in hier nicht weiter beschriebener Weise veränderbar ist. Damit ist auch die Empfindlichkeit bzw.
Genauigkeit des hier beschriebenen Verfahrens je nach Bedarf wählbar. Die Höhenschichtlinien oder Konturlinien
auf dem Flügel GX oder G2 werden mit einer >;·,
Kamera ACaIs Bilder aufgenommen. Dabei können zwei experimentelle Varianten durchgeführt werden. In
beiden Fällen sei angenommen, daß der Propcllerflügcl G 1 als Musterflügel bzw. Verglcichsobjekt und der
Propellerflügel Gl als Meßobjekt, d.h. als zu
vermessendes Objekt, angesehen wird.
Bei der einen Variante wird von dem mit Konturlinien
überzogenen Musterflügel G X als Vergleichsobjekt ein Hologramm angefertigt. Dabei sind die Verschlüsse Vl
und V2 geöffnet. V3 geschlossen. Der vom Laser L 3s
kommende Strahl wird am Strahlenteiler ST2 in zwei Teilstrahlen aufgespalten. Der durchgehende Strahl
wird — wie vorhin beschrieben — über den Planspiegel PX und das Objektiv OX zur Rekonstruktion der
Punktlichtquellen benutzt, von denen die sphärischen Wellen zur Beleuchtung der Propellerflügel mit dem
Interferenzmuster ausgehen. Der am Strahlenteiler S7~2 reflektierte Strahl gelangt durch den Verschluß V 2, den
Spiegel P2 und das Objektiv O2 als Refercnz.strahl R 2
direkt auf die Hologrammplatte H. wo das Konturlinienbild des Vergleichsobjekts G X gespeichert wird.
Anschließend wird der zu vermessende Flügel G 2, das Meßobjekt, in exakt die gleiche Position wie das
Vergleichsobjekt G X gebracht und von ihm auf dieselbe Hologrammplatte Wein Hologramm mit der Referenz,- so
welle A3 gemacht. Dabei ist der Verschluß V2 geschlossen, und die Verschlüsse VI und V3 sind offen.
Der am Strahlenteiler ST3 reflektierte Strahl fällt über den Spiegel P 3 und das Objektiv O 3 direkt auf die
Hologrammplatte N. Im Hologramm H sind jetzt die Konturlinienbilder von Vergleichsobjekt und Meßobjekt, d.h. beider Flügel Gl und GZ gespeichert.
Zwischen den beiden Aufrahmen wird im Interferenzfeld /eine Phasenverschiebung von 180° durchgeführt.
Auf die Art und Weise, wie diese Phasenverschiebung erfolgt, ist weiter unten näher eingegangen. Bringt man
nach der photochemischen Behandlung die Hologrammplatte H in die Aufnahmeposition zurück und
beleuchtet das Hologramm Hnur mit der Referenzwelle
R2(Verschlüsse Vl und V3geschlossen, Verschluß V2 *s
offen), so sieht man das Konturlinienbild des Vergleichs
objekts, d. h. des Flügels G1, bzw. man kann es mit dci
Kamera K photographieren. Eine Beleuchtung des Hologramms H mit der Relerenzwelle R ) (Verschlüsse
Vl und V2geschlossen. Verschluß V3 offen) ergibt das
Konturlinienbild des Meßobjekts, also des zu vermessenden Flügels G 2.
Gleichzeitige Beleuchtung des Hologramms // mit den Refercnzwcllen R2 und /?3 (Verschlüsse V2 und
V3 offen. Verschluß VX zu) liefert beide Bilder
gleichzeitig und damit die für die Auswertung benötigte Überlagerung der beiden Bilder. Diese Überlagerung
kann direkt oder nach dem Zwischenschalten einer photographischen Abbildung beobachtet werden.
Eine andere Variante gestattet es. die volle Leistungsfähigkeit des Verfahrens auszunutzen, nämlich die
Unabhängigkeit von störanfälligen Holographie-Aufbauten. Dabei wird auf die holographische Speicherung
der Konturlinicnbilder verzichtet, und die mit den Höhenschichtlinien des Interferenzfeldcs überzogenen
Propellerflügel werden direkt von der Kamera K photographiert. Die Überlagerung der beiden Bilder
erfolgt dabei durch zweimalige Belichtung desselben Filmnegativs. Die vorhin zur Herstellung des Hologramms
// benutzten optischen Bauteile sind jetzt nicht mehr notwendig. Nur zur einmaligen Herstellung des
Hologramms Ho der gespeicherten Punktlichtquellen bedarf es besonderer Holographie-Aufbauten. Für das
weitere Verfahren können robuste und für den Werkstaltbetrieb geeignete Geräte verwendet werden.
Der neben dem Objekt G eingezeichnete Hilfsspiegcl -S' lenkt einen Teil des Interferenzfeldes auf eine
Mattscheibe M. die in der Nähe des Speicherhologramms Ho angeordnet ist. Auf der Mattscheibe M
befinden sich im Abstand der aufprojizicrtcn Interfcrenzlinicn
Markierungsstriche. So läßt sich dann die Verschiebung der Interferenzlinien um 180'. d.h. um
eine halbe Streifenperiode, durch Verschieben des Hologramms Ho mit einer Mikrometerschraubc MS in
der eingezeichneten ^-Richtung genau kontrollieren.
Stimmen die Konturen der beiden Flügel G I und G 2
überein, so liegen auf dem Filmnegativ die hellen Streifen des Vergleichsobjekts G1 genau über den
dunklen Streifen des Mcßobjckts G 2 und umgekehrt. Daraus resultiert ein gleichmäßig graues Bild. An
denjenigen Stellen jedoch, an denen die beiden Konturen voneinander abweichen, sind auch die
Streifensysteme gegeneinander verschoben. Wo jetzt helle Linien übereinanderliegen. wird das Bild aufgehellt,
wo dunkle Linien zur Deckung kommen, wird das Bild dunkler, so daß nur an den Stellen der
Konturabweichungen auf dem Objektbild ein Streifenmuster zu sehen ist, während die Stellen gleicher Kontur
einheitlich grau bleiben.
In F i g. 6 sind die Verhältnisse bei der Überlagerung
von Konturlinien schematisch angedeutet. In den einzelnen F i g. 6a bis 6c ist jeweils eine cos-förmige
Intensitätsverteilung /1 = /0 (1 + cos φ) der Konturlinien in einem Interferenzfeld und eine ebenfalls
cos-förmige Intensitätsverteilung /2 der vom anderen, phasenverschobenen Interferenzfeld erzeugten Konturlinien dargestellt. Die Streifenperiode der Interferenzfelder ist mit ρ eingezeichnet und gilt für beide Fälle. Ein
Unterschied zwischen den Intensitätsverteilungen /1 und /2 besteht darin, daß h gegenüber /1 um einen
Winkelbetrag Δφ phasenverschoben ist Es gilt also h —
/o[l + cos (φ + Δφ)\ Im Beispiel der Fig. 6a beträgt
die Phasenverschiebung .<4φ = 180°. Die Überlagerung
der beiden Intensitäten, also Ign = /1 + ft, ergibt hier in
der graphischen Darstellung eine Gerade bzw in der photographischen Abbildung ein gleichmäßig graues
609 639/308
Bild, denn /ι und />
sind hier gcgenphasig. In lig. bb beträgt die Phasenverschiebung J(/ = I 35 . /ι und /.'
sind hier nicht mehr gegenphasig. Ihre Überlagerung
gibt hier schon deutliche Intcnsitä'tsschwankungen und
damit auf der Abbildung einen Kontrast. Schließlich ist in Fig.6c eine Phasenverschiebung von Ay = 45
angenommen. Bei der Überlagerung /jm = /ι + Ii sind
sehr starke Intensitätsschwankungen bzw. ein erheblicher Kontrast festzustellen. Der Kontrast ist also ein
Maß für die Phasendifferenz und somit auch ein Maß für Konturabweichungen bei den zu vergleichenden Objekten.
Ergänzend sei noch erwähnt, daß die Markierungsstriche auf der Mattscheibe M auf beliebige Weise
aufgebracht sein können. So ist es möglich, sie aus den Aufbauabmessungen rechnerisch und zeichnerisch /u
ermitteln bzw. aufzubringen. Andererseits kann auch eine photographische Abbildung des im Speicherhologramm
Ho gespeicherten Interfercnzfeldes herangezogen werden.
Als Hilfsmittel zur quantitativen Abschätzung von Konturunterschieden kann auf einem der Flügel G 1
oder G 2 eine künstliche, wohldefinierte Konturabweichung erzeugt werden. Diese künstliche Fehlerstelle
besteht z. B. aus einem Streifen mit mehreren übereinandergeklebten Folien in der Form einer
Treppe. Die erste Stufe kann z. B. eine Höhe von 0.1 mm. die zweite von 0.2 mm, die dritte von 0,3 mm, die
•'ierte von 0.4 mm usw. besitzen. Wird z. B. vom
Vergleichsflügei ein erstes Bild der Konturlinicn angefertigt und sodann vom gleichen Flügel nach einer
^"-Phasenverschiebung des Interferenzfeldes ein zweites Bild angefertigt, wobei zusätzlich ein Folienstreifen
mit abgestuften Höhen auf den Flügel aufgebracht wird, und werden dann die beiden Bilder
zur Überlagerung gebracht, so erscheint der ganze Flügel in einheitlich grauem Bild, denn da es sich um
einen identischen Gegenstand handelt, können naturgemäß keine Fehlerstellen auftreten. Nur an der Stelle des
aufgeklebten Folienstreifens aber, der als gewollter Fehler zu betrachten ist. tritt aus dem einheitlich grauen
Bild der Bereich di?r Konturabweichung — also des Fehlers — als gestreifte Zone deutlich hervor. Der
Streifenkontrast hängt vom Konturunterschied, also von der Stufenhöhe des künstlichen Fehlers bzw. der
Folie ab. Da alle Kontraststufen jeweils zu einem bekannten Konturunterschied zugeordnet sind, laßt sich
das Bild als Hilfsmittel zur abschätzungsweise quantitativen Auswertung für den Konturvergleich aller mit
diesem Musterflügel zu vergleichenden Objekte heranziehen. Eine exakte Auswertung der überlagerten Bilder
ist bei Kenntnis der optischen Anordnung (Beobachtungswinkel, Streiftndichte des Interferenzfeldes usw.)
durch photometrische K.ontrastmessung am resultierenden
Streifenmuster möglich, wobei die aus der Literatur bekannten Berechnungen übernommen werden können.
Die Fig.2 zeigt einen vereinfachten Aufbau der
Anordnung nach Fig. 1. Vorausgesetzt ist wieder das Vorhandensein eines Speicherhologramms auf der
Hologrammplane Ho. in dem zwei punktförmigc Lichtquellen gespeichert sind. Durch Beleuchtung vom
Laser L über Spiegel Pi und Objektiv Oi wird das
Interferenzfeld /erzeugt und dadurch werden auf dem Objekt G bzw. den zu vergleichenden Einzelobfekten
GX oder G 2 Konturlinien erzeugt Durch den Strahlenteiler ST2 wird ein Teil des Laserstrahles zum
Spiegel P2 und Objektiv O2 geleitet. Er wird dort
aufgeweitet und bildet die Referenzwelle R 2. Insoweit herrscht noch Übereinstimmung mit dem Aufbau
gemäß Fig. 1. Auf der Hologrammplatte // werden Konturlinicn und Referenzwelle gespeichert. Das
I lologramm kann in üblicher Weise entwickelt und dann wieder exakt an den Aufnuhmcort zurückjustiert
werden. Eine andere Möglichkeit bestellt darin, das Hologramm nach der Aufnahme an Ort und Stelle zu
entwickeln, was eine wesentliche Vereinfachung bedeutet, da das exakte Justieren entfällt.
ίο Die erforderliche Phasenverschiebung des Intcrferenzfeldes
um 180° läßt sich nach Entwicklung der Hologrammplatte // verhältnismäßig leicht durchführen.
Es wird hierzu - wie bei der Aufnahme des Hologramms // - der Musterflügcl bzw. das
Vergleichsobjekt G I wieder über das Objektiv O 1 aus
dem Speicherhologramm Ho beleuchtet und gleichzeitig die Referenzwelle R 2 benutzt. Sodann wird das
Speicherhologramm Ho in der beschriebenen Weise verschoben und dadurch eine Phasenverschiebung des
Interferenzfeldes bewirkt. Bei Betrachtung des Hologramms H stimmen dann die Konturlinien auf dem
Vergleichsobjekt G 1 nicht mehr mit den Konturlinien des aufgenommenen Hologramms H überein, sondern
bilden dort bei richtiger Verschiebung zusammen mit der Referenzwelle R 2 eine einheitlich graue Färbung.
Die Phasenverschiebung von 180° läßt sich hierdurch rasch und genau einstellen. Nunmehr kann das
Meßobjekt C 2 in das phasenverschobene Interferenzfeld /gebracht und die oben beschriebene Auswertung
begonnen werden. Das Hologramm H wird außerdem nach wie vor mit der Referenzwelle R 2 beleuchtet. Man
erhält so auf der Hologrammplatte Wdie Überlagerung der Konturlinien des Vergleichsobjekts G I und der
Konturlinien des Meßobjekts G 2. Die Hologrammplatte H mit ihren überlagerten Bildern kann durch
Photographic oder Betrachtung mit dem Auge ausgewertet werden. Stimmen die Konturen von Vergleichsobjekt Gi und zu vergleichendem Meßobjekt G2
überein, so ergibt das eine einheitliche Graufärbung. wogegen bei Konturabweichungen ein Moire-Muster
erscheint, wie oben bereits ausgeführt wurde.
Die Fig. j zeigt in vereinfachter Darstellung eine Abwandlung zur Fig. 1. Im Speicherhologramm Ho
sind wiederum zwei Punktlichtquellen gespeichert. Die Rekonstruktion des Speicherhologramms erfolgt durch
Beleuchtung vom Laser L über das Objektiv O. wobei das Interferenzfeld /entsteht. Das Interferenzfeld ergibt
wiederum die Höhenschichtlinien oder Konturlinien auf dem Gegenstand G. Außerdem ist die Aufnahmekamera
K zur Abbildung des mit Konturlinien überzogenen Gegenstandes angedeutet. Zur Phasenverschiebung
zwischen den beiden aufeinanderfolgenden Aufnahmen von Vergleichsobjekt und Meßobjekt wird das Hologramm
Ho in der angedeuteten Pfeilrichtung durch eine Mikrometerschraube MS verschoben. Zur Kontrolle
der Verschiebung ist eine Mattscheibe M vorgesehen, die in einem Teil des Interferenzfeldes J liegt. Ferner ist
noch ein Mikroskop oder eine Lupe Lu zur Beobachtung der Verschiebung der Interferenzlinien auf der
Mattscheibe M vorgesehen. Die Kombination von Mattscheibe und Lupe entspricht in Aufgabe und
Wirkungsweise dem Hilfsspiegel Sund der Mattscheibe Maus der F i g. 1. Ferner ist hier noch ein Wechselmagazin IV mit verschiedenen gespeicherten Hologram-&5 men vorgesehen. Durch passende Auswahl aus diesem
Wechselmagazin kann je nach Bedarf ein Hologramm gewählt werden, das eine verschiedene Streifendichtc
der Konturlinien je nach Bedarf ermöglicht Die
gewünschte Empfindlichkeit bzw. Genauigkeit kann auf
diese Weise eingestellt werden.
F i g. 4 zeigt schließlich schemalisch eine andere Möglichkeit zur Durchführung der Phasenverschiebung
um 180". Hier wird die Phasenverschiebung nicht durch
Verschicben des Speicherhologramms, sondern auf
andere Weise bewerkstelligt. Der Aufbau ist folgender:
Von einem Laser /. ausgehend wird über einen Strahlenteiler ST und einen Verschluß V5 ein Strahl
/um Umlenkspiegel P5 geführt. Sodann wird dieser Strahl vom Objektiv O5 aufgeweitet und trifft auf das
.Speicherhologramm Ho'. Ein zweiter Weg, der in der Zeichnung gestrichelt angedeutet ist, führt vom
Strahlenteiler 57" über den Verschluß V6, den Umlenkspiegel P6 und das Objektiv O6 ebenfalls zum
Speicherhologramm Ho'. Im Speicherhologramm Ho' sind in diesem Falle jedoch zwei Paare von Punktlichtquellen
gespeichert, die zwei um 180° phasen verschobene Interferenzfelder erzeugen. Das eine Paar davon
ergibt bei der Rekonstruktion durch die vom Objektiv-OS ausgehenden Wellen in üblicher Weise ein
Interferenzfeld /1. Dabei ist der Verschluß V5 offen und der Verschluß V6 geschlossen. Bei anderer
Einstellung der Verschlüsse, d. h. Verschluß V5 zu und
Verschluß V 6 offen, wird durch die vom Objektiv O6
ausgehenden Wellen ein zweites, gegenüber dem ersten Interferenzfeld j X um 180° phasenverschobenes Interferenzfeld
/2 erzeugt. Bei zwei aufeinanderfolgenden Aufnahmen durch die Kamera K werden einmal die
vom Intcrferenzfeld /1 gezeichneten Konturlinien und beim zweitenmal die vom Interferenzfeld /2 gezeichneten,
um 180° phasenverschobenen Konturlinien abgelichtet.
In F i g. 5 ist eine weitere Möglichkeit aufgezeigt, wie
die Phasenverschiebung zwischen den beiden photographischen Aufnahmen durchgeführt werden kann. Es
wird hier ein Speicherhologramm Ho verwendet, in dem wiederum zwei Punkilichtquellen gespeichert sind. Die
Speicherung erfolgt hier jedoch im Gegensatz zu dem in Fig. 1 beschriebenen Verfahren nicht mit einer,
sondern mit zwei Referenzweilen, nämlich den Referenzwellen Rl und R 7. Die Aufnahme des Hologramms
ist nicht besonders dargestellt, sondern nur die Rekonstruktion des Hologramms. Die Rekonstruktion
über den offenen Verschluß VX, Spiegel PX und
Objektiv O 1 liefert durch die Referenzwelle R 1 das
Interferenzfeld /1. Die Rekonstruktion durch die Referenzwelle Rl über Strahlenteiler ST7, offenen
Verschluß V7, Spiegel P7 und Objektiv O7 liefert das
-^ Interferenzfeld /2. Sofern nach der Aufnahme des
Hologramms die Referenzwellen Ri und R 7 keine
Veränderung erfahren haben, sind die beiden Interferenzfelder / 1 und /2 identisch und deckungsgleich, d. h.,
bei gleichzeitiger Beleuchtung des Hologramms Ho mit den Referenzwellen Rl und R 7 ist nur ein einziges
Interferenzfeld festzustellen. Wird jedoch die Lage einer der beiden Referenzwellen verändert, z. B. durch
Verschieben des Objektivs O7, bzw. der ganzen aus
Strahlenteiler ST7, Verschluß V7, Spiegel P7 und '5 Objektiv O7 bestehenden Einheit A'in der eingezeichneten
Pfeilrichtung, so bleibt das Interferenzfeld /1 unverändert, während das von der Referenzwelle R 7
erzeugte Interferenzfeld J 2 seine Phase ändert. Bei gleichzeitiger Beleuchtung mit Referenzwelle R X und
R 7 kann diese Phasenverschiebung des Interferenzfeldes /2 gegenüber /1 auf einem Schirm beobachtet
werden.
Beträgt die Phasenverschiebung genau 180°, so
verschwinden die Interferenzen, und der Schirm erscheint einheitlich grau. Dieser Abgleich kann visuell
oder photometrisch erfolgen. Ist die Anordnung auf diese Weise einmal justiert, so können mit den
Referenzwcllen R\ und R7 durch abwechselndes Öffnen bzw. Schließen der Verschlüsse V t bzw. V7 die
beiden für den Konturenvergleich nötigen, um 180° gegeneinander phasenverschobenen Interferenzfelder
erzeugt werden. Der Vorteil dieser Anordnung liegt darin, daß ein Wechsel der Interferenzfelder zur
Durchführung der photographischen Aufnahmen der Objekte sehr einfach durchzuführen ist. Außerdem sind
die Interferenzfelder bei Bedarf gleichzeitig sichtbar zu machen, wodurch die Einstellung der Phasendifferenz
von 180° sehr erleichtert wird. Die Herstellung des Speicherhologramms erfordert hier bei dieser Ausführungsform
wesentlich geringere Präzision als etwa die Herstellung des in dem Ausführungsbeispiel der F i g. 4
verwendeten Hologramms. Das hier beschriebene Ausführungsbeispiel ist besonders für die reihenweise
Überprüfung bzw. Vergleich einer ganzen Serie von Objekten mit einem Musterobjekt geeignet.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Verfahren zur Ermittlung von Konturunierschieden
/wischen gleichartigen Objekten beliebiger Geometrie sowie zur Bestimmung von Verformungen
an einem Objekt unter Anwendung holographischer Methoden, durch Erzeugung eines räumlichen
Interferenzfeldes und damit eines Interferenzstrei fenmusters sowohl auf dem zu vermessenden Objekt
als auch auf einem Vergleichsobjekt durch Beleuchtung mit kohärentem Licht aus wenigstens zwei
holographisch gespeicherten Punktlichtquellen und Vergleich der beiden Streifenmuster, gekennzeichnet durch die Vereinigung der Merkmale:
a) Abbildung und Speicherung der Bilder der Interferenzstreifenmuster von Meßobjekt (G 2)
und Vergleichsobjekt (G 1),
b) Durchführung einer Phasenverschiebung des Interferenzfeldes um 180° zwischen den beiden
gespeicherten Abbildungen.
c) Überlagerung der Abbildungen (/I, /2) der Interferenzstreifenmuster von Meßobjekt (G 2)
und Vergleichsobjekt (G 1).
d) Auswertung der Abbildung der bei der Überlagerung
entstehenden neuen Streifenmuster (/ 1 und /2) als Maß für die Konturunterschiede
zwischen Meßobjekt (G2) und Vergleichsobjekt (G I).
2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet,
daß die Phasenverschiebung des Interfercn/feldes mittels mechanischer Verschiebung eines
Speicherhologramms (Ho)in seiner Ebene erfolgt.
J. Verfahren nach Anspruch I, gekennzeichnet
durch Verwendung eines Speicherhologramms (Ho'), in dem zwei Paare von Punktlichtquellcn
gespeichert sind, und durch Rekonstruktion des einen Paares mit einer ersten Rekonstruklionswelle
und des zweiten Paares mit einer zweiten Rekonstruktionswelle derart, daß zwei um 180° phasenverschobene
Interferenzfelder (/ 1,/2) entstehen.
4. Verfahren nach Anspruch I. gekennzeichnet durch
a) Aufnahme eines Speicherhologramms (Ho) mittels gleichzeitiger Beleuchtung durch zwei
verschiedene Referenzwellen (R I, R 7),
b) getrennte Rekonstruktion des Speicherhologramms (Ho)einmal durch Beleuchtung mit der
einen ursprünglichen Referenzwelle (z. B. R 1) und 7tim andern durc-h Beleuchtung mit der
anderen ursprünglichen Referenzwelle (z. B. /?7)und
c) Verschieben der optischen Einrichtung (A') einer der beiden zur Rekonstruktion benutzten
Referenzwellen (z. B. R 7) relativ zum Speicherhologramm (Ho) zwischen den getrennten
Rekonstruktionen zur Erzielung einer Phasenverschiebung des Interferenzfeldes.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch Anordnung einer Mattscheibe
(M) in der Nähe des verschiebbaren Speicherhologramms (Ho) mit dem Abstand der aufprojizierten
Interferenzlinien entsprechenden Markierungsstrichen und durch Anordnung eines einen Teil des
Interferenzfeldcs auf die Mattscheibe (M) reflektierenden Hilfsspiegels (S).
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
gekennzeichnet durch holographische Speicherung
des vom Interferenzstreifenmuster überzogenen Meßobjektes (G 2) zusammen mit einer ersten
Referenzwelle (A3) und Speicherung des ebenfalls vom Interferenzsireifenmusier überzogenen Vergleichsobjekts
(Gl) zusammen mit einer zweiten Referenzwelle (R 2) auf einer gemeinsamen HoIogrammpiaite
(H) und durch gleichzeitige Rekonstruktion des Hologramms in seiner Aufnahmeposition
mit beiden Referenzwellen (R2, R J).
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch unmittelbare photographische
Abbildung und Überlagerung der Interferenz-Streifenmuster von Meßobjekt (G 2) und Vergleichsobjekt (G 1) auf eine gemeinsame photographische
Aufnahme.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7. gekennzeichnet durch das Aufbringen von in ihrer
Dicke definiert abgestuften Meßstreifen auf die Oberfläche eines der zu vergleichenden Objekte.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742437460 DE2437460C2 (de) | 1974-08-03 | Verfahren zur Ermittlung von Konturunterschieden zwischen gleichartigen Objekten unter Anwendung holographischer Methoden | |
| DE19752537820 DE2537820C2 (de) | 1975-08-26 | Verfahren zur Ermittlung von Konturunterschieden zwischen gleichartigen Objekten unter Anwendung holographischer Methoden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742437460 DE2437460C2 (de) | 1974-08-03 | Verfahren zur Ermittlung von Konturunterschieden zwischen gleichartigen Objekten unter Anwendung holographischer Methoden |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2437460B1 DE2437460B1 (de) | 1976-01-22 |
| DE2437460C2 true DE2437460C2 (de) | 1976-09-23 |
Family
ID=
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