DE2437281C3 - Regelventil - Google Patents
RegelventilInfo
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- DE2437281C3 DE2437281C3 DE19742437281 DE2437281A DE2437281C3 DE 2437281 C3 DE2437281 C3 DE 2437281C3 DE 19742437281 DE19742437281 DE 19742437281 DE 2437281 A DE2437281 A DE 2437281A DE 2437281 C3 DE2437281 C3 DE 2437281C3
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Description
Die Erfindung betrifft ein Regelventil mit einem Drosselkörper in Form einer Lochbuchse.
In der Zeitschrift »Instruments & Control Systems«, Band 42, September 1969, Seiten 141 bis 144, sind
Regelventile beschrieben, die eine vorgegebene Druckdifferenz unter möglichst geringer Lärmentwicklung
abbauen. Die Lärmentwicklung wird insbesondere durch Kavitation und überkritische Strömungsgeschwindigkeiten
der Medien verursacht, wenn die Druckdifferenz zwischen der Eintritts- und Austrittsseite
des Ventils zu groß wird. Erfahrungsgemäß läßt sich bei Gasen und Dämpfen mit einstufigen Ventilen der
Eingangsdruck nur maximal um die Hälfte reduzieren, ohne daß Schallgeschwindigkeit und damit eine
unerwünschte Lärmentwicklung auftritt. Aber selbst eine geringere Druckreduzierung ist ohne Lärmentwicklung
nur dann möglich, wenn man für intensive Reibungsverluste des Mediums sorgt und der sogenannte
Druckrückgewinn des Ventils minimal bleibt. Zu diesem Zweck wird beispielsweise bei einem auf
Seite 142, Fig. 3 der obengenannten Zeitschrift dargesieüien
Regelventil ais Drosseikörper eine Lochbuchse verwendet.
Es ist weiterhin durch die deutsche Patentschrift 08 977 ein gerjiuscharmes Regelventil bekanntgeworden,
bei dem dem Ventil eine Festdrossel nachgeschaltet ist. Eine Festdrossel stellt einen Festwiderstand
dar, der einen Druckabfall erzeugt, der etwa quadratisch mit der durchfließenden Menge ansteigt. Ist der
Durchsatz konstant oder ändern sich die Verhältnisse nur sehr wenig, so kann man den Festwiderstand an die
vorliegenden Bedingungen gut anpassen. Wenn jedoch der Regelbereich des Ventils 3 :1 oder größer ist, so läßt
sich mit Festwiderständen keine befriedigende Geo räuschminderung erreichen. Im übrigen führt eine
solche Festdrossel zu einer stark degressiven Ventilkennlinie, was in keinem Anwendungsfall erwünscht ist.
Die Nachteile von Festdrosseln können durch mehrstufige Ventile vermieden werden. Aufgrund ihres hohen
Preises, ihrer aufwendigen Fertigung und ihrer Toleranzprobleme werden mehrstufige Ventile jedoch nur in
Spezialfällen eingesetzt.
Ferner ist durch die DT-OS 19 51 376 ein geräuschminderndes
Druckreduzierventil bekanntgeworden, bei dem sowohl der Drosselkörper als auch der Ventilsitzkörper
die Form einer Lochbuchse aufweist. Die gesamte Anordnung weist somit die Gestalt ineinandergestülpter
Töpfe auf. Wird der Drosselkörper aus dem Ventilsitzkörper herausgezogen, so tritt das Medium
durch die Löcher in der Wand des Drosselkörpers in den durch die beiden Töpfe gebildeten Raum ein und tritt
durch die Löcher in dem Ventilsitzkörper aus dem Ventil aus. Bei dem Durchgang des Mediums durch die
Löcher in den Topfwänden ergibt sich insgesamt eine zweistufige Druckreduzierung. Diese Druckreduzierung
führt bis zu einem Druckverhältnis von 2 :1 zu einer befriedigenden Geräuschminderung. Bei höheren
Druckverhältnissen arbeitet das bekannte Druckreduzierventil nicht zufriedenstellend.
Ausgehend von diesem zuletzt erwähnten bekannten Druckreduzierventil ist es die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, durch entsprechende konstruktive Maßnahmen die maximal mögliche Druckdifferenz zu erhöhen,
ohne daß die die Lärmemission bewirkenden kritischen Zustände auftreten. Hierbei sollen die Vorteile eines
mehrstufigen Ventils mit den Vorteilen einer Festdrossel vereinigt werden. Die Lösung dieser Aufgabe gelingt
gemäß der im Anspruch 1 gekennzeichneten Erfindung. Das erfindungsgemäße Regelventil weist bei geringer
öffnung, wo bei hohem Druckunterschied nur eine geringe Durchflußmenge zu regeln ist, eine Vielzahl
druckreduzierender Stufen auf. In einer weiter geöffneten Stellung, in der bei nunmehr reduziertem Druckunterschied
eine größere Durchflußmenge zu regeln ist, wird einem Teil des Mediums gestattet, eine Anzahl
druckreduzierender Stufen zu umgehen und bereits nach dem Durchtritt von wenigen Stufen den Ausgang
des Ventils zu erreichen. Diese durch die Ausbildung des Regelventils vorgegebene Funktion entspricht genau
den Anforderungen, wie sie an ein geräuschminderndes Regelventil in einer Regelstrecke gestellt werden.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen entnehmbar, für deren
Merkmale Schutz nur im Zusammenhang mit dem Gegenstand des Hauptanspruchs beansprucht wird.
Anhand eines in den Figuren der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles wird die Erfindung
im folgenden näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen Schnitt durch einen Teil eines Regelven- °5 tils gemäß der Erfindung,
F i g. 2 einen Axialschnitt durch den in F i g. 1 verwendeten Ventilsitzring,
Fig.3 einen Axialschnitt durch die einen Teil des
Ventilkegels bildende Lochbuchse,
Fig.4 eine Seitenansicht einer Abwicklung der Lochbuchse,
Fig. 5 eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsformeiner
Loch-Ringscheibe und
Fig.6 eine Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform einer Loch-Ringscheibe.
Gemäß Fig. 1 ist in ein Ventilgehäuse 1 ein Ventil-Skzring 2 eingeschraubt. Der Ventil-Sitzring 2
weist an seiner Stirnseite eine Einträsung 3 auf, an welcher beim Einschrauben des Sitzringes mit einem
nicht dargestellten Werkzeug angegriffen wird. Der Sitzring 2 wird hierbei mit einem Außengewinde 4 in ein
entsprechendes Gewinde im Ventilgehäuse 1 bis zum Anschlag einer Sitzringfase 5 an einer Gehäuse-Dichtfa- '
se 6 eingeschraubt. Der Sitzring 2 weist die Form einer Buchse auf, deren Innendurchmesser sich von unten
nach oben stufenweise erweitert. Entsprechend dem unterschiedlichen Innendurchmesser des buchsenförmigen
Ventil-Sitzringes 2 sind in diesen Loch-Ringscheiben 7 und 8 mit gleichem Innendurchmesser aber
unterschiedlichem Außendurchmesser eingesetzt und durch Abstandshülsen 9 und 10, die an der Innenwand
des buchsenförmigen Ventilsitzringes anliegen, voneinander distanziert.
Ein Regelkolben 11 weist einen zylindrischen Kolbenschaft 12 auf, der nach unten über eine kegelige
Sitzkante 13 in eine mit Bohrungen 14 versehene Lochbuchse 15 übergeht. Der Ventil-Sitzring 2 weist
eine entsprechende mit der Sitzkante 13 zusammcnarbeitende Sitzkante 16 auf. Über eine Sackbohrung 17 in
dem zylindrischen Kolbenschaft 12 und eine Druckausgleichsbohrung 18 gelangt das Medium zwecks Druckausgleich
vor den Regelkolben 11. Der Regelkolben 11 ist mit seinem zylindrischen Kolbenschaft 12 in einer in
das Ventilgehäuse 1 eingesetzten Führungsbuchse 19 geführt. Dichtungsringe 20 sind in den Kolbenschaft 12
eingesetzt und dichten das Medium gegen die Führungsbuchse 19 ab. Die in der F i g. 1 eingezeichnete
gestrichelte Lage des Regelkolbens 11 stellt eine geöffnete Stellung des Ventils dar.
Gemäß F i g. 2 ist der buchsenförmige Ventil-Sitzring 2 noch einmal in einem Axialschnitt als Einzelteil
dargestellt. Wie man dieser Figur entnehmen kann, weisen die Loch-Ringscheiben 7 und 8 Bohrungen 21
und 22 von unterschiedlich großem Durchmesser auf. Die Loch-Ringscheiben 7 und 8 sowie die Abstandshülsen
9 und 10 werden vorzugsweise in den Innendurchmesser des buchsenförmigen Ventil-Sitzringes 2 eingepreßt
und können zusätzlich durch Schweißpunkte 23 und 24 gesichert werden.
Gemäß den F i g. 3 und 4, wobei F i g. 4 eine seitliche Ansicht der Lochbuchse 15 in einer Abwicklung
darstellt, ist das Bohrbild der Löcher 14 so gestaltet, daß eine kontinuierliche Durchflußzunahme mit größer
werdendem Ventilhub entsteht. Zu diesem Zweck sind die Bohrungen einer jeden Reihe gegenüber den
Bohrungen der darüber- oder darunterliegenden Reihe seitlich versetzt angeordnet, und der vertikale Abstand
zweier Bohrungsreihen d ist kleiner als der Durchmesser D einer jeden Bohrung. In horizontaler Richtung ist
bei einem Abstand von ä zwischen den Bohrungen einer Reihe der Abstand zweier benachbarter Bohrungen
innerhalb zwei verschiedener Reihen mit λ/4 gegeben.
Gemäß den F i g. 5 und 6 weisen die Loch-Ringscheiben 7 und 8 den gleichen Innendurchmesser, aber
verschiedene Außendurchmesser auf. Die Loch-Ringscheibe 7 mit dem kleineren Außendurchmesser weist
eine einzige Reihe von auf einem Kreis angeordneten Bohrungen 21 auf, währenddem die Loch-Ringscheibe 8
mit dem größeren Außendurchmesser zwei auf Kreisen unterschiedlichen Durchmessers angeordneter Reihen
von Bohrungen 22 aufweist. Die Bohrungen 22 auf dem einen Kreis sind gegenüber den Bohrungen 22 auf dem
anderen Kreis um einen halben Teilungsabstand ß/2 versetzt angeordnet.
Bei dem Einbau der Loch-Ringscheiben 7 und 8 ist darauf zu achten, daß die in ihrer Größe unterschiedlichen
Bohrungen 21 und 22 nicht miteinander fluchten, so daß ein labyrinthartiger Durchgang entsteht, was einen
optimalen geräuschmindernden Effekt zur Folge hat. Wie insbesondere aus F i g. 1 hervorgeht, ist selbst bei
maximaler Hubstellung das Medium immer noch gezwungen, einige Loch-Ringscheiben 8 zu durchfließen,
was sich für das Geräuschverhalten vorteilhaft auswirkt. Bei zunehmend kleineren Hubpositionen wird
eine zunehmende Anzahl von Loch-Ringscheiben 6 und 8 wirksam. Die vorliegende Ausführung eignet sich
insbesondere für langhubige Regelventile mit reduziertem Sitzring. Der Druckausgleich am Ventilkegel ist
nahezu perfekt, so daß relativ kleine Antriebskräfte erforderlich sind. Die vorstehend beschriebene geräuscharme
Ventilgarnitur wird vorzugsweise von unten, d.h. gemäß Fig. 1 in Pfeilrichtung gegen den
Kegel angeströmt, um optimal zu wirken.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Regelventil mit einem Drosselkörper in Form einer Lochbuchse, der in einem buchsenförmigen,
Durchtrittsöffnungen für das Medium aufweisenden Ventilsitzkörper verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß
a) in den buchsenförmigen Ventilsitzkörper (2) mehrere axial distanzierte, in Strcmungsrichtung
hintereinandergeschaltete Loch-Ringscheiben (7,8) eingesetzt sind,
b) der Ventilsitzkörper (2) einen abgestuften Innendurchmesser aufweist und
c) die eingesetzten Loch-Ringscheiben bei gleichem Innendurchmesser unterschiedliche
Außendurchmesser aufweisen.
2. Regelventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Loch-Ringscheiben (7, 8) mit
Bohrungen (21, 22) unterschiedlicher Größe und Anzahl versehen sind, um in Fließrichtung des
Mediums einen wachsenden freien Querschnitt zu gewährleisten.
3. Regelventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungen (21, 22) in gleichmäßigen
Abständen (ß) auf Kreisen unterschiedlichen Durchmessers angeordnet sind und die Bohrungen
auf verschiedenen Kreisen am den halben Abstand (ß/2) gegeneinander versetzt angeordnet sind.
4. Regelventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Loch-Ringscheiben (7, 8) durch
Distanzhülsen (9, 10) in axialer Richtung voneinander distanziert sind.
5. Regelventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf Grund der unterschiedlichen
Außendurchmesser der Loch-Ringscheiben (7, 8) und unterschiedlicher Höhe der Distanzhülsen (9,10)
dem Medium iin Fließrichtung wachsende Durchflußvolumina geschaffen werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742437281 DE2437281C3 (de) | 1974-08-02 | Regelventil |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742437281 DE2437281C3 (de) | 1974-08-02 | Regelventil |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2437281A1 DE2437281A1 (de) | 1976-02-19 |
| DE2437281B2 DE2437281B2 (de) | 1977-04-28 |
| DE2437281C3 true DE2437281C3 (de) | 1977-12-15 |
Family
ID=
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