DE2431409C2 - Verfahren zur Herstellung von 1-Aminoanthrachinon - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 1-Aminoanthrachinon

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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 1-Aminoanthrachinon aus o-Chlormethylphenylisocyanat und Benzol.
-Aminoanthrachinon wird üblicherweise aus Anthrachinon-1-sulfosäure durch Umsetzung mit Ammoniak bei etwa I75°C und 25 bis 30 bar in Gegenwart eines Oxidationsmittels hergestellt (vergleiche F.I.A.T. Report 1313, Band 2, Seite 59 und 60). Die Anthrachinon-l-sulfosäurc gewinnt man durch Sulfierung von Anthrachinon mit Oleum in Gegenwart von Quecksilber oder
Quecksilberverbindungen. Die Sulfierung verläuft nur unvollständig und Anthrachinon-l-sulfosäure fällt dabei im Gemisch mit Anthrachinon-2-suIfosäure und Anthrachinon-disulfosäuren an, wodurch eine technisch aufwendige Abtrennung der Anihrachinon-1-sulfosäure notwendig wird (vergleiche LJHmann, Enzyklopädie der Technischen Chemie, 3. Auflage, Band 3, Seite 667). Außerdem fallen bei der Sulfierung Mutterlaugen an, die Quecksilberverbindungen, verdünnte Schwefelsäure
ίο und anorganische Salze enthalten. Die Beseitigung des Quecksilbers und die Rückgewinnung der Schwefelsäure aus anorganischen Salzen enthaltenden Mutterlaugen ist nur mit erheblichem Aufwand möglich. Das in die Suifierung eingesetzte Anthrachinon wird im allgemeinen durch Oxidation von Anthracen gewonnen, das seinerseits im Steinkohlenteer vorkommt. Durch die Verlegung der Energieversorgung von Steinkohle auf Erdöl hat sich die Rohstoffbasis für dieses Verfahren verschlechtert.
Es ist auch möglich, 1-Aminoanthrachinon aus 1-Nitroanthrachinon zu gewinnen, wobei 1-Nitroanthrachinon durch Nitrierung von Anthrachinon mit Salpetersäure, ggf. in Gegenwart von Schwefelsäure. Phosphorsäure, Flußsäure und bzw. oder inertem organischen Lösungsmittel, erhalten wird (vergl. beispielsweise DE-OS 22 33 185. DE-OS 22 19 216, DE-OS 22 04 516. DE-OS 22 52 013, DE-OS 21 03 360). Bezüglich der Abtrennung von 1-Nitroanthrachinon, von weiteren Reaktionsprodukten, der Wiedergewinnung der eingesetzten Säuren und der Rohstoffbasis treten die gleichen Probleme auf wie bei der oben beschriebenen Sulfierung von Anthrachinon. Außerdem werden nur relativ unbefriedigende Selektivitäten erhalten. Die Umsetzung von 1-Nitroanthrachinon zu 1-Aminoanthrachinon kann beispielsweise mit Ammoniak in Lösungsmitteln oder mit Reduktionsmitteln in Gegenwart von Schwefelsäure erfolgen (vergleiche R. Oda, J. Soc. Chem. Ind., Japan, 43. Suppl. Binding 386 (1940), DE-OS 22 11 411, R. Oda und U. Ueda, Scientific Papers Inst. Phys. Chem. Research, Tokyo, 38,44 (1940)). Durch die Abtrennung und Reinigung des so erhältlichen 1-Aminoanthrachinons entsteht zusätzlicher Aufwand. Es besteht deshalb ein Interesse an einem Verfahren zur Herstellung von 1-Aminoanthrachinon, bei dem diese Nachteile nicht auftreten.
Es ist bekannt, daß man durch Kondensation von 2-Chlormethylphenylisocyanat mit Benzol in einem inerten Lösungsmittel und in Gegenwart von Friedel-Crafts-Katalysatoren das Lactam (I) der 2-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsUure erhalten kann (vergleiche DE-OS 23 52 067 und Gleichung 1):
N = C = O
Gleichung 1
Entsprechend dem Stand der Technik wird ein Gemisch von o-Chlormclhyl-phcnylisocyanat und o-Dichloriiiethyl-phenylisoeyanat mit einem Überschuß ;in wasserfreiem Benzol in Gegenwart von Aluminiumchlorid als Friedel-Crafts-Katalysator umgesetzt und erst nach einer sehr umständlichen Aufarbeitung und Reinigung Morphantridin-6-(5H)-on (== Lactam der 2-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsäure) erhalten, das
bei 193 bis 196° C schmilzt (vergl. Beispiel 1 b der DE-OS 23 52 067). Wegen der Kompliziertheil dieses Verfahrens ist es gegebenenfalls für die Herstellung relativ geringer Mengen von Morphantridin-6-(5H)-on geeignet, wie sie beispielsweise zur Herstellung von Pharmazeutika benötigt werden; nicht jedoch als Teilschritt für die großtechnische Herstellung von 1-Aminoanthrachinon, das in Mengen von mehreren Tausend Jahrestonnen benötigt wird. Außerdem fehlen
CH,
N-C
H O
(D
Gleichung 2
Diese Verseifung wird nach dem Stand der Technik so ausgeführt, daß 0,8 g Lactam mit 10 ml 10%iger methanolischer Kalilauge 12 Stunden auf 1600C erhitzt werden und anschließend mit verdünnter Phosphorsäure vorsichtig neutralisiert wird, wobei sich die freie Säure (II) abscheidet. Diese Arbeitsweise ist für ein großtechnisches Verfahren nicht geeignet, da Methanol bei 160°C einen beachtlichen Dampfdruck besitzt, viel Methanol benötigt wird (etwa 12 Teile Methanol pro
NH
Angaben zur Ausbeute, die jedoch aufgrund der mehrere Stufen umfassenden Reinigung und der damit zwangsläufig verbundenen Verluste nicht besonders hoch sein dürfte.
Weiterhin ist bekannt, daß man das Lactam (I) durch zwölfstündiges Erhitzen auf 160° C in 10%iger methanolischer !Caliumhydroxidlösung zu 2-Amino-diphenyImethan-2'-carbonsäure (H) verseifen kann (vergl. Liebig's Annalen der Chemie 594,89 (1955) und Gleichung 2):
H2SO4
Teil Lactam) und das molare Verhältnis von Kalilauge zu Lactam mi: 4,7 zu 1 ungünstig ist. Außerdem ist die Ausbeute von 2-Aminodiphenylmethan-2'-carbonsäure
nicht bekannt.
Schließlich ist bekannt, daß man aus der Carbonsäure
Il mit Hilfe von Schwefelsäure in verschiedenen Konzentrationen durch Ringschluß zu 4-Aminoanthron (III) gelangen kann (vergleiche DE-PS 5 93 417 und Gleichung 3):
(ΠΙ)
(H)
Gleichung 3
Bei der Ringschlußreaktion entsprechend Gleichung 3 ist bekannt, daß man Schwefelsäure verschiedener Konzentration einsetzen kann, es fehlen jedoch Angaben bezüglich der Ausbeute, der benötigten Schwefelsäuremenge und bezüglich der Wassermenge, die zur Abscheidung des Reaktionsproduktes benötigt wird. Es ist auch nicht bekannt, ob die Schwefelsäure nach der Reaktion in einer Form anfällt, die zur Rückgewinnung und Wiedereinsetzung geeignet ist.
so In der DE-PS 5 93 417 befindet sich auch ein Hinweis, daß man aus einer alkalischen Lösung des 4-Aminoanthrons (III) durch Stehenlassen an der Luft oder durch Zusatz eines Oxidationsmittels 1-Aminoanthrachinon (IV) erhalten kann (siehe Gleichung 4):
H2N O
(IV)
Gleichung 4
Wird nach diesen Angaben eine alkalische Losung mit Luft oxidiert, so erhält man 1-Aminoanthrachinon mit nur 39%iger Ausbeute (s. Beispiel 9). Daneben entsteht eine beträchtliche Menge von 4,4'-Diamino-dihydrodianthron.
Die Angaben aus dem Stand der Technik sind dürftig und lassen in keiner Weise erkennen, welche Bedingungen gewählt werden müssen und welche Hilfsstoffe vorteilhafterweise verwendet werden, um 1-Aminoanthrachinon in guter Ausbeute zu erhallen. Nach dem zu den einzelnen Verfahrensstufen bekannten Stand der Technik wird so aufwendig und mit, sofern überhaupt angegeben, so ungünstigen Ergebnissen gearbeitet, daß gegen die Kombination dieser Verfahrensstufen zur Herstellung von großen Mengen 1-Aminoanthrachinon ein Vorurteil besteht.
Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von 1-Aminoanthrachinon gefunden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man
a) o-Chlormethylphenylisocyanat mit mindestens der äquivalenten Menge Benzol in vasserfreier Flußsäure bei Temperaturen von —10 bis 200°C umsetzt, das nicht umgesetzte Benzol und die Flußsäure entfernt und
b) das erhaltene Lactam der 2-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsäure mit wäßrigem Alkali bei Temperaturen über !00°C verseift, die 2-Amino-dipheny!methan-2'-carbonsäure isoliert und anschließend
c) die getrocknete 2-Amino-dipheriylmethan-2'-carbonsäure in Gegenwart eines sauren Kondensationsmittels wie Schwefelsäure bei Temperaturen im Bereich von 20 bis 8O0C in das 4-Aminoanthron überführt, welches durch Zusatz von Wasser und bzw. oder Eis abgeschieden wird und
d) das 4-Aminoanthron durch Zusatz von Oxydationsmitteln in saurem oder alkalischem Medium bei Temperaturen von 40 bis 80°C in das 1-Amino-anthrachinon überführt.
Das Auffinden der erfindungsgemäß durchzuführenden Maßnahmen sowie das Auffinden der Kombination dieser Maßnahmen zu einem Verfahren zur Herstellung großer Mengen 1-Amino-anthrachinon aus dem leicht zugänglichen o-Chlormethylphenylisocyanat und Benzol ist als ausgesprochen überraschend zu bezeichnen.
Bezüglich des als Ausgangsprodukt benötigten o-Chlormethylphenylisocyanats ist zu bemerken, daß seitenkettenchlorierte Arylisocyanate grundsätzlich bekannt sind und beispielsweise nach dem Verfahren wie in Houben· Weyl, Methoden der Organischen Chemie, 4. Auflage, Band V/3, Seite 746 (1968) beschrieben hergestellt werden können. Zur Herstellung des als Ausgangsprodukt für das erfindungsgemäße Verfahren benötigte o-Chlormethylphenylisocyanats sei auch auf Beispiel 1 hingewiesen.
Der Verfahrensschritt a) wird im allgemeinen so durchgeführt, daß man o-Chlormethylphenylisocyanat mit mindestens der äquimolekularen Menge, vorzugsweise, der 2- bis 5tachen äquimolekularen Menge Benzol in wasserfreier Flußsäure umsetzt. Als wasserfreie Flußsäure ist die handelsübliche wasserfreie Flußsäure mit einem Gehalt an Fluorwasserstoff von mindestens 99% geeignet. Flußsäure wird bevorzugt im 6- bis lOfachen molaren Überschuß verwendet, da diese reich von 0 bis 20° und anschließend im Temperaturbereich von 40 bis !200C gearbeitet wird. Die Reaktion verläuft praktisch quantitativ. Das nichtumgesetzte Benzol und die Flußsäure können beispielsweise durch •3 Destillation entfernt und nach Einstellung des richtigen Mengenverhältnisses erneut eingesetzt werden. Das nach der Entfernung von Benzol und Flußsäure verbleibende Lactam der 2-Amino-diphenyImethan-2'-carbonsäure ist praktisch rein und kann ohne weitere ίο Reinigung weiterverarbeitet werden.
Der Verfahrensschritt a) kann auch so durchgeführt werden, daß man wasserfreie Flußsäure vorlegt. Inertgas, beispielsweise Stickstoff, bis zu einem Druck im Bereich von 0,5 bis 5 bar aufdrückt und dann die Flußsäure erhitzt. In die erhitzte Flußsäure wird unter Druck eine Lösung von o-Chlormethylphenylisocyanat in Benzol gegeben. Der entstehende Chlorwasserstoff wird über ein Druckhalteventil entspannt. Nach Beendigung der Reaktion und Abkühlung des Reaktionsgemisches wird die überschüssige Flußsäure, beispielsweise durch Destillation, entfernt. Nach Versetzen der verbleibenden benzolischen Lösung mit einer verdünnten Lösung eines alkalischen Mittels kann das Lactam der 1-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsäure durch Abfiltrieren erhalten werden. Durch Abtrennung der wäßrigen Phase und Einengung der benzolischen Phase kann gegebenenfalls eine zusätzliche Menge des Lactams der 2-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsäure erhalten werden.
Der Verfahrensschritt b) wird im allgemeinen so ausgeführt, daß man das Lactam der 2-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsäure mit einer alkalischen wäßrigen Lösung behandelt. Die alkalische wäßrige Lösung kann beispielsweise durch Auflösen der Hydroxide und bzw. oder Oxide der Alkali- und bzw. oder Erdalkalimetalle in Wasser hergestellt werden. Bevorzugt wird wäßrige Natronlauge verwendet. Die Alkalien werden im allgemeinen in der 2- bis 4,5fachen äquimolekularen Menge, bevorzugt in der 2- bis 2,5fachen äquimolekularen Menge, bezogen auf das Lactam der 2-Arnino-diphenylmethan-2'-carbonsäure eingesetzt. Die Temperatur kann in weiten Grenzen schwanken, sie soll jedoch über 100°C liegen. Bevorzugt wird im Temperaturbereich von 150 bis 2000C gearbeitet. Zur Isolierung der 2-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsäure kann die klare wäßrige Lösung durch Zusatz von Säuren, beispielsweise Salzsäure oder Schwefelsäure, auf einen pH-Wert in der Nähe des isoelektrischen Punktes, vorzugsweise auf einen pH-Wert im Bereich von 4,5 bis 5,5 eingestellt werden, wobei die 2-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsäure ausfällt. Die Isolierung der 2-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsäure kann auch in Form des Na-Salzes erfolgen, das durch Zusatz von Natriumchlorid und bzw. oder Abkühlen aus der alkalischen Verseifungslösung abgeschieden werden kann. Auch das Sulfat oder Hydrochlorid, das beim Ansäuern der Verseifungslösung in der Kälte ausfällt, kann für die Abtrennung verwendet werden. Die Trocknung der 2-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsäure kann beispielsweise im Vakuum erfolgen. Höhere Temperaturen sind bei der Trocknung zu vermeiden, da sonst die Gefahr der Rückbildung des Lactams besteht.
Es ist ein besonderer Vorzug des erfindungsgemäßen Verfahrens, daß die Verfahrensschritte a) und b) im
sowohl als Katalysator als auch als Lösungsmittel dient. 65 gleichen Reaktionsgefäß ausgeführt werden können.
Die Reaktion wird im Temperaturbereich von —10 bis 2000C durchgeführt. Bevorzugt führt man die Reaktion in zwei Stufen aus, wobei zunächst im Temperaturbe-Der Verfahrensschritt c) wird im allgemeinen so ausgeführt, daß man die 2-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsäure mit sauren Kondensationsmitteln behan-
delt. Als saure Kondensationsmittel kommen beispielsweise Schwefelsäure, Chlorsulfonsäure, Fiuorsulfonsäure, Methansulfonsäure, Trifluormethansulfonsäure, Phosphorsäure, Polyphosphorsäure, Flußsäure, Aluminiumchlorid, Zinkchlorid, Zinn(IV)-chlorid, Titan(IV)-chlorid, Phosphoroxichlorid und Essigsäure mit Phosphorpentoxid in Frage. Bevorzugt wird konzentrierte Schwefelsäure als saures Kondensationsmittel verwendet. Die Konzentration der Schwefelsäure kann beispielsweise 85 bis 105% betragen. Ganz besonders bevorzugt wird 100%ige Schwefelsäure verwendet. Sofern Schwefelsäure als saures Kondensationsmittel verwendet wird, wird diese im allgemeinen in der 4 bis lOfachen, bevorzugt in der 5 bis 8fachen Menge bezogen auf das Gewicht der Carbonsäure eingesetzt. Zur Gewinnung des 4-Aminoanthrons wird das Reaktionsprodukt mit Wasser und bzw. oder Eis versetzt. Sofern konzentrierte Schwefelsäure als saures Kondensationsmittel verwendet wird, setzt man zweckmäßig soviel Wasser und bzw. oder Eis zu, daß nach der Zugabe eine Schwefelsäurekonzentration im Bereich von 20 bis 75%, vorzugsweise von 40 bis 70% vorliegt. In diesem Falle ist es möglich, die Schwefelsäure ohne besonders großen Aufwand wiederzugewinnen und erneut einzusetzen. Das 4-Aminoanthron scheidet sich dann als Sulfat in Form einer schwefelsauren Paste ab, die direkt für die Weiterverarbeitung geeignet ist. Die Reaktion wird im Temperaturbereich von 20 bis 80°C, bevorzugt bei 40 bis 60°C ausgeführt.
Der Verfahrensschriit d), welcher die Oxydation des 4-Aminoanthrons zu 1-Aminoanthrachinon umfaßt, kann sowohl in saurer als auch in alkalischer Umgebung erfolgen. Bevorzugt wird im alkalischen Bereich gearbeitet. Als alkalische Mittel kommen beispielsweise die Hydroxide, Oxide, Carbonate, Hydrogencarbonate, Borate, Aluminate, Silicate und Phosphate, der Alkali- und bzw. oder Erdalkalimetalle in Frage, sowie Ammoniak und seine Alkylsubstitutionsprodukte, beispielsweise Methylamin, Dimethylamin, Trimethylamin und deren Homologe. Die Menge des alkalischen Mittels kann in weiten Grenzen variieren, beispielsweise zwischen der 0,05 und lOfachen, bevorzugt zwischen der 0,1 und 1 fachen äquimolaren Menge bezogen auf das eingesetzte 4-Aminoanthron. Als Oxidationsmittel kommen beispielsweise Luft, Sauerstoff, Wasserstoffperoxid, Perborate, Peroxidisulfatc, Pcroximonosulfate, Peroxidiphosphate, Peroximonophosphate, Peroximolybdate, Peroxiwolframate, Peroxititanylsulfate und Peroxititanate in Frage. Das Oxidationsmittel wird im allgemeinen in äquivalenter Menge eingesetzt. Es kann auch ein Überschuß an Oxidationsmittel verwendet werden. Bevorzugt wird Wasserstoffperoxyd in Konzentrationen von 3 bis 30% verwendet, wobei die Reaktion zwischen 40 und 80°C, insbesondere zwischen 60 und 80°C durchgeführt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann durch die Gleichung 5 veranschaulicht werden.
CH2Cl
HF
-10-2000C
N-C
H O
(D
NH
wäßr. Alkali-1000C
NH
saures Kondensationsmittel
H2N
Oxidationsmittel sauer oder alkalisch
Gleichung 5
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird wie folgt gearbeitet:
In einem Edelstahl-Autoklaven, der mit einer Rührvorrichtung, einem druckfesten Rückflußkühler mit nachgeschaltetem regulierbarem Entspannungsventil sowie mit einer Heiz- und Kühlvorrichtung ausgestattet
ist, wird wasserfreie Flußsäure vorgelegt Bei einer Temperatur von —10 bis + 100C wird eine Lösung von o-Chlormethylphenyiisocyanat in Benzol unter Rühren zulaufen gelassen. Bezogen auf o-Chlormethylphenylisocyanat wird etwa die 2 bis 5fache äquimolare Menge Benzol und die etwa 6 bis 1Ofache molare Menge wasserfreie Flußsäure verwendet Nach beendeter
Zugabe läßt man die Temperatur des Reaktionsgemisches auf 10 bis 20' C ansteigen, wobei eine kräftige Chlorwasserstoff-Entwicklung einsetzt. Nach Abklingen der kraftigen Chlorwasserstoff-Entwicklung wird das Entspannungsventil geschlossen und ein Druck von etwa 4 bis 10 bar gehalten, gegebenenfalls kann dieser Druck auch mit einem Inertgas, beispielsweise CO> oder Ni, aufgebracht werden. Das Reaklionsgeinisch wird auf eine Temperatur im Bereich von 40 bis 1000C erhitzt und eine halbe Stunde bis zwei Stunden auf dieser Temperatur gehalten. Anschließend wird auf etwa 15 bis 19°C abgekühlt und der Autoklav entspannt. Überschüssiges Benzol und Fluorwasserstoff werden abdeslilliert und gegebenenfalls wiederverwendet. Der zurückbleibende Feststoff besteht aus praktisch reinem Lactam der 2-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsäure und weist einen Schmelzpunkt von 196 bis 199°C auf. Der Niederschlag wird zunächst mit Wasser verrührt, dann wird Natriumhydroxid in fester Form oder in Form einer konzentrierten Lösung in der 2 bis 2,5fachen äquimolaren Menge, bezogen auf das Lactam, zugegeben.
Man erwärmt einige Stunden auf eine Temperatur im Bereich zwischen 150 und 2000C. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur wird die erhaltene klare Lösung mit Schwefelsäure auf einen pH-Wert im Bereich des isoelektrischen Punktes eingestellt, wobei sich die 2-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsäure abscheidet. Der Niederschlag wird abfiltriert und im Vakuum bei maximal 500C getrocknet. Der getrocknete Niederschlag wird unter Rühren in die 5 bis 8fache Menge 85 bis 110°/oiger Schwefelsäure (bezogen auf das Gewicht der Carbonsäure) eingetragen. Während der Zugabe und anschließend für etwa 20 bis 120 Minuten wird die Temperatur im Bereich von 20 bis 80, bevorzugt im Bereich von 40 bis 600C gehalten. Anschließend wird das Reaktionsgemisch auf Eis geschüttet, wobei man darauf achtet, daß die resultierende Lösung eine Konzentration an Schwefelsäure von mindestens 20% aufweist. Unter dieser Voraussetzung kann die Schwefelsäure auf wirtschaftliche Weise aufkonzentriert und in beliebigen Verfahren wieder verwendet werden. Das 4-Amino-anthron fällt aus und wird nach Absaugen in Form einer Schwefelsäure enthaltenden Paste erhalten. Die schwefelsaure Paste wird mit Wasser angeschlämmt und mit soviel konzentrierter Natronlauge versetzt, daß eine neutral reagierende Suspension resultiert. Man saugt ab, schlämmt die erhaltene wasserfeuchte Paste in Wasser an, setzt ein alkalisches Mittel, beispielsweise Natronlauge, zu und bringt das erhaltene Gemisch auf eine Temperatur zwischen 40 und 800C, wobei man unter Rühren Wasserstoffperoxid in mindestens äquivalenter Menge zusetzt. Gegebenenfalls kann zur Vervollständigung der Reaktion noch einige Stunden bei erhöhter Temperatur gerührt werden. Das ausgefallene 1-Aminoanthrachinon kann durch Filtrieren, Waschen mit Wasser zur Entfernung der anhaftenden Lauge und anschließender Trocknung in reiner Form erhalten werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat gegenüber den bekannten Verfahren zur Herstellung von 1-Aminoanthrachinon folgende Vorteile: Durch die Verwendung neuer Ausgangsprodukte und den anderen Reaktionsablauf treten keine Isomeren auf, wie beispielsweise bei der Herstellung von 1-Aminoanthrachinon über Anthrachinon-1-sulfosäure oder über Nitroanthrachinon. Außerdem kann das erfindungsgemäße Verfahren so durchgeführt werden, daß die meisten Hilfsstoffe wiedergewonnen und erneut verwendet werden können.
1-Aminoanthrachinon ist ein zentrales Zwischenprodukt, das zur Herstellung einer Reihe von Anthrachinonverbindungen verwendet werden kann, die ihrerseits zur Herstellung einer Vielzahl von Farbstoffen für die verschiedensten Anwendungsbereiche verwendet werden können (vergleiche Ullmann, Enzyklopädie der technischen Chemie, Band 3, S. 730,3. Auflage).
Beispiel 1
(Herstellung von o-Chlormethylphenylisocyanat)
In einem Dreihalskolben mit Rührer, Rückflußkühler und Gaseinleitungsfritte werden 950 g (7,14 Mol) 2-Methyl-phenylisocyanat vom Siedepunkt 70°C/13,3 bar (10 Torr) (n! D°: 1,5360) vorgelegt. Unter Bestrahlung mit UV-Licht werden bei etwa 1000C insgesamt 480 g (6,75 Mol) Chlor eingeleitet. Anschließend wird bei etwa 120 bis 1300C eine Stunde durch Durchleiten von
2U Stickstoff überschüssiges Chlor und gebildeter Chlorwasserstoff ausgeblasen und das Reaktionsgemisch dann durch fraktionierte Destillation aufgearbeitet. Man erhält im Siedebereich von 112 bis 114°C/16bar (12 Torr) 607 g (3,63 Mol) 2-Chlormethyl-phenylisocyanat; η 1°: 1,5670.
Beispiel 2
(erfindungsgemäßes Verfahren)
Für die nachfolgend beschriebene Kondensation mit
jo wasserfreier Flußsäure wird ein 1-l-Edelstahl-Autoklav verwendet, der mit Rührvorrichtung, druckfestem Rückflußkühler und diesem nachgeschalteten regulierbaren Entspannungsventil sowie mit Kühl- und Heizvorrichtungen ausgestattet war. In diesen Autoklaven werden 100 ml (5 Mol) wasserfreie Fluorwasserstoffsäure vorgelegt. Bei einer Temperatur von etwa 00C läßt man eine Lösung von 85 g (0,51 Mol) o-Chlormethylphenylisocyanat in 200 g (2,56 Mol) wasserfreiem Benzol während etwa 30 Minuten unter Rühren zulaufen. Dabei läßt man die Temperatur des Reaktionsgemisches auf etwa 15 bis 200C ansteigen. Es setzt eine kräftige Chlorwasserstoff-Entwicklung ein, die nach etwa einer Stunde abzuklingen beginnt. Nach 2 Stunden wird das Entspannungsventil soweit geschlossen, daß der Druck der Apparatur zwischen 5 und 5,5 Bar gehalten wird. Das Reaktionsgemisch wird auf 400C aufgeheizt und eine Stunde bei dieser Temperatur gehalten. Anschließend wird auf Raumtemperatur (etwa 18° C) abgekühlt und der Autoklav entspannt. Überschüssiges Benzol und Fluorwasserstoff werden abdestilliert
Der noch Spuren an Flußsäure enthaltende kristalline Rückstand wird mit 500 ml Wasser verrührt, dann soviel Natronlauge zugesetzt, daß eine neutrale Suspension entsteht und anschließend mit 60 g Natriumhydroxid oder der entsprechenden Menge einer konzentrierten Natronlauge versetzt Man erwärmt 6 Stunden auf 1800C. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wird die erhaltene klare Lösung mit 30°/oiger Schwefelsäure auf pH 5 eingestellt, wobei sich die 2-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsäure in Form farbloser Kristalle abscheidet Man saugt ab und trocknet den Rückstand bei 40° C im Vakuum-Trockenschrank. Man erhält 108 g (94% der Theorie über beide Stufen) 2-Amino-diphenyl-
methan-2'-carbonsäure vom Schmelzpunkt 124 bis 128° C. 108 g der so erhaltenen 2-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsäure werden unter Rühren in 800 g 100°/oiger Schwefelsäure eingetragen, wobei die Tem-
peratur unter 400C gehalten wird. Anschließend hält man die Temperatur eine halbe Stunde bei 45 C und trägt dann das Reaklionsgemisch sofort auf 1200 g Eis aus, wobei das Sulfat des 4-Aminoanihrons in grüngelben Kristallen ausfällt. Nach kurzem Rühren im Eisbad saugt man ab. Es werden 200 g einer Schwefelsäure enthaltenden Paste erhalten. Die Ausbeute wurde in einem Parallelversuch ermittelt, wobei die erhaltene schwefelsaure Paste in 500 ml Eiswasser angerührt, durch Zusatz von Natronlauge auf pH 7 gebracht und anschließend abgesaugt wurde. Nach dem Trocknen wurden 95 g (95,5% der Theorie) 4-Aminoanthron vom Schmelzpunkt 164 bis 168°C erhalten.
200 g der Schwefelsäure enthaltenden Paste, die wie oben beschrieben erhalten wurde, wurden in 1 1 Wasser angeschlämmt und mit soviel konzentrierter Natronlauge versetzt, daß eine neutrale Suspension in Wasser vorlag. Man saugt ab, schlämmt erneut in 1 I Wasser an, fügt dann noch 150 ml 2 η-Natronlauge zu und erwärmt auf 60'3C. Bei dieser Temperatur wurden 90 ml einer 300/oigen wäßrigen Wasserstoffperoxydlösung innerhalb einer Stunde zugetropft. Nach 4siündigem Rühren bei 60° C, Absaugen der heißen Lösung und Auswaschen der dem Niederschlag anhaftenden Lauge mit Wasser erhält man nach Trocknung 95 g 1-Aminoanthrachinon mit einem Gehalt von 91 % (85% der Theorie).
Beispiel 3
(Variation bei der Herstellung des Lactams der
2- A mino-diphenylniethan-2'-car bonsäure)
In dem in Beispiel 2 beschriebenen Autoklaven werden 75 ml (3,75 Mol) wasserfreie Flußsäure vorgelegt. Der Autoklav wird verschlossen, Stickstoff bis zu einem Druck von 3 bar aufgedrückt und dann auf etwa 400C erhitzt. Bei dieser Temperatur wird in 35 Minuten eine Lösung von 85 g (0,51 Mol) 2-Chlormethyl-phenylisocyanat in 160 g (2,05 Mol) Benzol mit einer Dosiersocyanat in 160 g (2,05 Mol) Benzol mit einer Dosierpumpe eingedrückt. Der entstehende Chlorwasserstoff wird über das Entspannungsventil bei 4,5 bar entspannt. Die Temperatur wird unter kräftigem Rühren noch 2 Stunden gehallen. Nach dem Abkühlen wird entspannt, der Fluorwasserstoff unter vermindertem Druck abgezogen und die verbleibende Benzol-Lösung einmal mit 1460 ml wäßriger 5 Gew.-%iger Kalilauge ausgeschüttelt und das dabei ausfallende Reaktionsprodukt abfiltriert. Man erhält 70 g (66% der Theorie) 2-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsäure-lactam vom Schmelzpunkt 191—1950C. Nach Abtrennen von der wäßrigen Phase und Einengen der Benzol-Phase erhält man weitere 10 g Rohprodukt.
Beispiel 4
(Variation bei der Herstellung von
2-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsäure)
Die Verseifung des Lactams der 2-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsäure wurde entsprechend Beispiel 2 durchgeführt, jedoch wurde 12 Stunden auf 1600C erwärmt Die Ausbeute an l-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsäure ist praktisch gleich wie in Beispiel 2.
Beispiel 5
(Variation bei der Herstellung von 4-Aminoanthron)
Anschließend wird eine Stunde auf 400C erwärmt, dann eine weitere Stunde auf 500C. Nach Abkühlung im Eisbad wird die gelbgrünc Schwefelsäurelösung durch tropfenweise Zugabe von 360 ml Wasser verdünnt, wobei sich das Sulfat des 4-Aminoanthrons in der Kälte abscheidet. Nach Absaugen und Aufschlämmen des Rückstandes in 1 1 Wasser wird soviel konzentrierte Natronlauge zugesetzt, daß eine neutrale Suspension entsteht. Nach kurzem Rühren wird erneut abgesaugt
κι und getrocknet. Man erhält 85,5 g (86% der Theorie) 4-Aminoanthron vom Schmelzpunkt 158 bis 16PC.
Beispiel 6
(Variation bei der Herstellung von
4-Aminoanthron)
108 g der nach Beispiel 2 oder 4 erhaltenen 2-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsäure werden in 700 g 100%iger Schwefelsäure bei einer Temperatur von unter 50°C eingetragen. Man rührt anschließend eine halbe Stunde bei 45°C und trägt dann die gelbgrüne Lösung auf 700 g Eis aus. Das Sulfat des 4-Am:noanthrons fällt in jelbgrünen Kristallen aus. Nach Abkühlen im Eisbad auf 0 bis 5""C wird abgesaugt und der Rückstand mit 1 I Wasser angerührt, die erhallene
2r> Suspension mit Natronlauge neutralisiert und erneut abgesaugt. Nach dem Trocknen im Vakuumtrockenschrank bei 800C erhält man 90 g (90,5% der Theorie) 4-Aminoanthron von' Schmelzpunkt 158 bis 16PC.
3 e i s ρ i e I 7
(Variation bei derOxidation von
4-Aminoanthron zu 1-Aminoanthrachinon)
200 g einer Schwefelsäure enthaltenden Paste, die 95 g 4-Aminoanthron enthält und nach den Angaben von Beispiel 2 ehalten wurde, wird in 1 I Wasser aufgeschlämmt mit konzentrierter Natronlauge neutralisiert und das 4-Aminoanthron abgesaugt. Ebenso kann man von der entsprechenden Menge 4-Aminoanthron ausgehen, die nach Beispiel 5 oder 6 erhalten wurde.
Man rührt nun das 4-Aminoanthron in 1 1 Wasser an, gibt 150 ml Kaliwasserglas (d= 1,25) zu, erwärmt auf 600C und tropft im Verlaufe von 2 Stunden 500 ml 6%ige Wasserstoffperoxidlösung zu. Die Farbe der Suspension verändert sich dabei von Gelb nach Rot.
Man rührt noch 3 Stunden nach, saugt ab, und wäscht den Rückstand neutral. Man erhält nach dem Trocknen 100 g 1-Aminoanthrachinon mit einem Gehalt vcn 90% (89% der Theorie).
Beispiele
(Variation bei der Oxidation von
4-Aminoanthron zu 1-Aminoanthrachinon)
Man verfährt wie in Beispiel 7 beschrieben, gibt jedoch 15 g Trinatriumphosphat zu, erwärmt auf 600C und tropft im Verlaufe von 30 Minuten 500 ml einer 6%igen Wasserstoffperoxidlösung zu. Die Aufarbeitung erfolgt wie in Beispiel 7 beschrieben. Man erhält 98 g 1-Aminoanthrachinon mit einem Gehalt von 86% (83% der Theorie).
Beispiel 9
(Vergleichsbeispiel zur Oxidation von
4-Aminoanthron zu 1 -Aminoanthrachinon
entsprechend DE-PS 5 93 417)
108 g der nach Beispiel 2 oder 4 erhaltenen 65 63 g 4-Amino-anthron werden in 100 ml In-KOH
2-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsäure werden unter heiß gelöst Bei 800C leitet man dann solange Luft durch
Rühren in 540 g 100%iger Schwefelsäure eingetragen, die Lösung, bis auf einer TOpfelprobe der gelbe Auslauf
wobei die Temperatur unter 400C gehalten wird. verschwunden ist Nach Absaugen und Neutralwaschen
erhält man 4,5 g Produkt mit einem Gehalt an 1-Aminoanthrachinon von 58,2% (39% Ausbeute). Durch Auskochen mit Toluol, wobei das 1-Aminoanthrachinon gelöst wird, erhält man einen gelben Rückstand, der nach Analyse, KR-, IR-, Massenspektrum und Molekulargewichtsbcstimmung das 4,4'-Diamino-dihydro-dianthron (Schmelzpunkt: 251 bis 253°C) darstellt.

Claims (3)

b) c) Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von 1-Aminoanthrachinon, dadurch gekennzeichnet, daß man a) o-Chlormethylphenylisocyanat mit mindestens der äquivalenten Menge Benzol in wasserfreier Flußsäure bei Temperaturen von —10 bis 2000C umsetzt, das nicht umgesetzte Benzol und die Flußsäure entfernt und das erhaltene Lactam der 2-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsäure mit wäßrigem Alkali bei Temperaturen über 1000C verseift, die 2-Amino-dipheny!methan-2'-carbonsäure isoliert und anschließend
die getrocknete 2-Amino-diphenylmethan-2'-carbonsäure in Gegenwart eines sauren Kondensationsmittels wie Schwefelsäure bei Temperaturen im Bereich von 20 bis 80cC in das 4-Aminoanthron überführt, welches durch Zusatz von Wasser und bzw. oder Eis abgeschieden wird und
das 4-Aminoanthron durch Zusatz von Oxydationsmitteln in saurem oder alkalischem Medium bei Temperaturen von 40 bis 800C in das 1-Ainino-anthrachinon überführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Verfahrensschritt a) in 2 .Stufen ausführt, wobei man zunächst zwischen 0 und 2O0C arbeitet und anschließend die Reaktion bei Temperaturen von 40 bis 120°C zu Ende führt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Aufarbeitung des in der Verfahrensstufe c) erhaltenen Produktes soviel Wasser und bzw. oder Eis zusetzt, daß eine 20 bis 75%ige, bevorzugt 40 bis 70%ige Schwefelsäure entsteht.
d)
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