DE2420437B2 - Verfahren zur datenuebertragung in einem plesiochronen netz - Google Patents
Verfahren zur datenuebertragung in einem plesiochronen netzInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum taktgesteuerten Übertragen von binären Daten zwischen
Vermittlungsstellen eines plesiochronen Datenübertragungsnetzes, in dem die einzelnen Vermittlungsstellen
mit unabhängig voneinander arbeitenden Taktquellen ausgerüstet sind und sogenannte Taktinseln
bilden.
Es ist ein Verfahren vorgeschlagen worden, bei dem zum Übertragen von binären Daten über eine
taktgesteuerte Vermittlungsstelle mit nacheinander erfolgender Durchschaltung der Polaritätswechsel in
einem synchronen Datennetz die ankommenden Daten mit einem durch ihre Schrittgeschwindigkeit bestimmten
Takt in die Vermittlungsstelle übernommen und nach Durchschaltung der Daten in der Vermittlungsstelle
mit einem Takt gleicher Taktfrequenz weitergesendet t>o
werden, wobei der Takt an der Ausgangsseite der Vermittlungsstelle gegenüber dem Takt an der Eingangsseite
um eine entsprechende einer durch die Vermittlungsstelle bedingten Verarbeitungszeit, der
sogenannten Grundlaufzeit, versetzt ist (DT-OS hr>
19 566). Damit ist es in vorteilhafter Weise möglich, beim Einsatz einer Zeitmultiplexvermittlung in einem
synchronen Netz sowohl die durch die Durchschaltung von Polaritätswechseln entstehenden Verzerrungen zu
eliminieren als auch die Leistungsfähigkeit der Vermittlungsstelle voll auszunützen. In einem großen Vermittlungsnetz
gelingt es jedoch nicht immer, die Synchronisierung über alle Netzknoien hinweg mit absoluter
Sicherheit zu gewährleisten. Vielmehr bilden die einzelnen innerhalb eines solchen großen Netzes
liegenden zentralen Vermittlungsstellen sogenannte Taktinseln, die jeweils durch den von einer eigenen
Taktquelle erzeugten Takt beherrscht werden. Selbst wenn diese Taktquellen, was beabsichtigt ist, eine sehr
große Taktgenauigkeit aufweisen, so lassen sich doch geringe Taktabweichungen nicht vermeiden. Netze
dieser Art werden als sogenannte plesiochrone Netze bezeichnet. Es ist aus diesem Grunde notwendig,
Maßnahmen zu treffen, mit denen an den Schnittstellen, an denen DatenleUungen verschiedener in einem
solchen plesiochronen Netz liegender und jeweils verschiedenen Taktinseln angehörender Vermittlungen
zusammentreffen, eine Taktanpassung durchgeführt wird. Solche Maßnahmen bestehen darin, daß der Takt
einer Datenleitung erkannt wird und daß bedarfsweise ein Geschwindigkeitsausgleich zwischen dem Takt der
eigenen Vermittlung und dem Takt der ankommenden Datensignale durchgeführt wird. Dadurch kann sichergestellt
werden, daß auch bei abweichenden Takten auf zwei Leitungen ein sogenannter Bitschlupf selten, d. h. in
vertretbarem Ausmaß, auftritt. Ein Verfahren zur Geschwindigkeitsanpassung, d. h. zur Einschleusung
eines Datenstromes in ein vorgegebenes Taktraster, sowie eine Anordnung zur Durchführung dieses
Verfahrens ist beispielsweise in der deutschen Offenlegungsschrift 20 52 455 beschrieben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verfahren zur Übertragung von binären Daten über
eine Zeitmultiplexvermittlungsstelle auch mit Vorteil anzuwenden, wenn es sich bei dem Datennetz, in dem
die Vermittlungsstelle eingesetzt ist, um ein sogenanntes plesiochrones Netz handelt, bei dem eine Umsetzung,
d. h. eine Geschwindigkeitsanpassung, erforderlich ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß in jeder Vermittlungsstelle die im Takt der jeweils
sendenden anderen Vermittlungsstellen ankommenden Daten zunächst in den der Vermittlungsstelle zugeordneten
eigenen Takt umgesetzt werden und erst danach in diesem Takt verarbeitet und an die jeweils
empfangenden anderen Vermittlungsstellen weitergesendet werden.
In Ausgestaltung der Erfindung ist es vorteilhaft, die
Umsetzung in den Takt der empfangenden Vermittlungsstelle jeweils in den auf der Eingangsseite der
Vermittlung angeordneten Multiplexeinrichtungen für jeden zwischen Multiplexeinrichtung und Vermittlung
bestehenden Datenkancl durchzuführen.
Verfährt man erfindungsgemäß, d. h. findet die Umsetzung an der Eingangsseite der Vermittlungsstelle
statt, so können die auf den ankommenden Datenleitungen eintreffenden Daten im Takt der Vermittlungsstelle
übernommen und um die Verarbeitungszeit verzögert weitergesendet werden, wodurch sich die vorher
erwähnten Vorteile auch dann erzielen lassen, wenn die Vermittlungsstelle in einem plesiochronen Datennetz
eingesetzt ist.
Die erfindungsgemäß an der Eingangsseite der Vermittlungssteile durchgeführte Umsetzung gestattet
insofern eine besonders aufwandsarme Realisierung, als jeweils nur ein einziger Geschwindigkeitsausgleich
durchzuführen ist, ohne daß besondere und für jede
Datenleitung oder jeden Datenkanal individuell vorzusehende
Takterkennungseinrichtungen erforderlich sind. Würde z. B. eine Umsetzung an der Ausgangsseite
der Vermittlungsstelle erfolgen, so wäre pro Datenleitung oder pro Datenkanal neben der Einrichtung zur
Geschwindigkeitsanpassung auch noch eine Takterkennungseinrichtung erforderlich. Dieser Aufwand wäre
dann auch für die Ausgangsschaltungen, beispielsweise für die ausgangsseitigen Multiplexeinrichtungen, erforderlich,
an die Teilnehmer der eigenen Vermittlungsstel-Ie angeschlossen sind.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnungen erläutert. Dabei
zeigt
Fig. 1 den prinzpiellen Aufbau eines sogenannten plesiochronen Netzes,
F i g. 2 eine Anordnung, bei der gemäß der Erfindung der Geschwindigkeitsausgleich an der Eingangsseite der
Vermittlung durchgeführt wird und
F i g. 3 eine Anordnung, anhand der die Vorteile des in der DT-OS 24 19 566 vorgeschlagenen Verfahrens bei
Anwendung der Erfindung erläutert werden.
Das in Fig. 1 dargestellte Datennetz DNenthält die
Vermittlungen ZMVi bis ZMV5. Jede dieser Vermittlungen
liefert den Takt für eine Taktinsel, in der neben direkt angeschlossenen Teilnehmern, beispielsweise
TNi, und über Multiplexeinrichtungen angeschlossene
Teilnehmer, beispielsweise 77V2, 77V3, über Ml, auch
noch weitere Vermittlungen, die hier nicht dargestellt sind, angeschlossen sein können. Für alle an einem
solchen Netzknoten angeschlossenen Vermittlungen und Teilnehmer stellt eine eigene Taktquelle 7*1 bis TS
jeweils einen für die betrachtete Vermittlung gemeinsamen Takt zur Verfügung. Jede Vermittlung stellt somit
eine eigene Taktinsel im Datennetz DN dar. Die Datenübertragung sowohl innerhalb einer Taktinsel als
auch die Datenübertragung zu anderen Taktinseln findet mit diesem Takt statt. In F i g. 1 sind die Leitungen
zwischen Vermittlungen verschiedener Taktinseln, die als Amtsverbindungsleitungen aufgefaßt werden können,
jeweils mit einer Taktbezeichnung versehen. Tatsächlich findet jedoch keine Taktübertragung,
sondern eine Datenübertragung statt, wobei die Schrittgeschwindigkeit der Daten durch den Takt der
sendenden Vermittlungsstelle bestimmt ist. Aus diesen Daten bzw. aus der Schrittgeschwindigkeit dieser Daten
kann in an sich bekannter Weise der Takt abgeleitet werden.
Fig. 2 zeigt die Vermittlung ZMV\ innerhalb einer
Taktinsel eines solchen Netzes. Sie wird über ihre Taktquelle TG mit dem ihr eigenen Takt Π versorgt.
Die von Vermittlungen, die innerhalb des plesiochronen Netzes in anderen Taktinseln liegen, ankommenden
bzw. in Richtung zu diesen Vermittlungen abgehenden Datenleitungen sind jeweils über Multiplexeinrichtungen
M an die Vermittlung ZMVi angeschlossen. Daneben sind an die Vermittlung ZMVi, aber auch
innerhalb der von der Vermittlung ZMVi gesteuerten Taktinsel liegende Teilnehmer oder Vermittlungen
angeschlossen. Im Beispiel sind zur Verdeutlichung wi
lediglich die direkt angeschlossenen Teilnehmer Tn 1 und Tn 2 und die weiteren Multiplexeinrichtungen Mi
dargestellt. Da, wie oben angegeben wurde, die Datensignale mit dem einer anderen Taktinsel zugeordneten
Takt, z. B. T2, Γ3, 7*5, ankommen, der mit dem Takt der betrachteten Vermittlung ZMVi nicht absolut
übereinstimmt, ist ein Geschwindigkeitsausgleich notwendig. Erfindungsgemäß geschieht das bereits an der
Eingangsseite einer Vermittlung. Im Beispiel sind dazu die Schaltmittel C vorhanden, mit denen in an sich
bekannter Weise ein solcher Geschwindigkeitsausgleich durchgeführt wird. Auf diese Weise stehen am Eingang
der Vermittlung ZMVi die Datensignale im Taktraster des der Vermittlung ZyWVl eigenen Taktes 71 zur
Verfugung. Mit diesem Takt werden sie durch die Vermittlung zu bestimmten Ausgängen durchgeschaltet
und von dort über die Multiplexeinrichtungen M zu Vermittlungen in anderen Taktinseln oder über die
MuHiplexeinrichtungen M1 bzw. über eine Datenübertragungseinrichtung
DUe an Vermittlungen bzw. Teilnehmer der eigenen Taktinsel weitergesendet.
Die Schaltmittel G zum Geschwindigkeitsausgleich sind dabei lediglich in den eingangseitigen Multiplexeinrichtungen
M notwendig, an die Datenleitungen angeschlossen sind, die von anderen Taktinseln im
plesiochronen Netz ankommen.
Die Vorteile, die sich bei Anwendung der Erfindung für die vorgeschlagene Durchschaltung von Datensignalen
ergibt, werden im folgenden unter Hinweis auf Fig.3 erläutert. Diese zeigt wiederum die Vermittlung
ZMVi mit der ihr eigenen Taktquelle TG. Datenleilungen,
die von den Vermittlungen in anderen Taktinseln mit jeweils eigenem Takt, im Beispiel T2, 7"3, 7"5,
ankommen, bzw. die zu diesen hinführen, sind über die Multiplexeinrichtungen Man die Vermittlung ZMVi
angeschlossen. Zum Anschluß von innerhalb der eigenen Taktinsel liegenden Vermittlungen und Teilnehmern
sind die Multiplexeinrichtungen Ml und die Datenübertragungseinrichtungen DUe vorhanden. Die
Einrichtungen G zum Geschwindigkeitsausgleich sind hier den eingangsseitigen Multiplexeinrichtungen M
derart zugeordnet, daß auf allen die Ausgänge der Multiplexeinrichtungen mit den Eingängen der Vermittlung
verbindenden Leitungen mit dem Takt 7*1 der betrachteten Vermittlung ZMVi gearbeitet wird.
Damit ist die Möglichkeit gegeben, die vorgeschlagene Einphasung der ankommenden Datensignale mit Hilfe
der Leitungsschaltungen L, die als Einbitpuffer wirken,
auch dann durchzuführen, wenn die betrachtete Vermittlung ZMVi in einem plesiochronen Netz
angeordnet ist. Auf der Ausgangsseite der Vermittlung ZMVi steht den Leitungsschaltungen L ein um die
Grundlaufzeit Atder Vermittlung versetzter, jedoch mit
dem Takt Ti am Eingang frequenzgleicher Takt TA zur Verfügung. Mit diesem Takt werden die auszusendenden
Daten erneut in das Taktraster der betrachteten Vermittlung ZMV1 eingephast und weitergesendet.
Bei der Darstellung der Erfindung ist davon ausgegangen worden, daß die Einrichtungen zum
Geschwindigkeitsausgleich jeweils den eingangsseitigen Multiplexeinrichtungen zugeordnet sind. Die Erfindung
ist jedoch nicht darauf beschränkt. Vielmehr kann ein Geschwindigkeitsausgleich auch in eigenen, von den
Multiplexeinrichtungen getrennten Schaltungen oder in der Vermittlung selbst durchgeführt werden.
. Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
- Patentansprüche:ί. Verfahren zum taktgesteuerten Übertragen von binären Daten zwischen Vermittlungsstellen eines plesiochronen Datenübertragungsnetzes, in dem die einzelnen Vermittlungsstellen mit unabhängig voneinander arbeitenden Taktquellen ausgerüstet sind und sogenannte Taktinseln bilden, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Vcrmittlungsstelle (ZMV \) die im Takt (T2, Γ3, T5) der jeweils sendenden anderen Vermittlungsstellen (ZMV2 bis ZMVS) ankommenden Daten zunächst in den der Vermittlungsstelle (ZMVi) zugeordneten eigenen Takt ,Tl) umgesetzt werden (mittels G) und erst danach in diesem Takt (TX) verarbeitet und an die jeweils empfangenden anderen Vermittlungsstellen weitergesendet werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Vermittlungsstellen (ZMVX) mit Multiplexeinrichtungen (M) die Taktumsetzung im Übertragungsweg zwischen den eingangsseitigen Multiplexeinrichtungen (M), an die von anderen Vermittlungsstellen ankommende Datenleitungen angeschlossen sind, und der Vermittlungsstelle (ZMV X) durchgeführt wird.
- 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vermittlungsstellen (ZMVX) als taktgesteuerte Vermittlungsstellen mit nacheinander erfolgender Durchschaltung der Polaritätswechsel ausgebildet sind, in denen die ankommenden Daten um eine Verarbeitungszeit verzögert weitergegeben werden, und daß die ankommenden und in den Takt (TX) der betreffenden Vermittlungsstelle (ZMVX) umgesetzten Daten J5 in diesen Takt (TX) in die Vermittlungsstelle (ZMVi) übernommen und die weiterzusendenden Daten in einem um die Verarbeitungszeit (Δι) verzögerten Takt (T4) gleicher Taktfrequenz aus der Vermittlungsstelle (ZMVX) weitergegeben wer- 4» den.
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