DE2419782B2 - Alkalimetalldampferzeuger - Google Patents
AlkalimetalldampferzeugerInfo
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Description
Die Anmeldung betrifft Alkalimetalldampferzeuger für Alkalimetalldampftemperaturen über etwa 7000C
mit im wesentlichen vertikalen, von unten nach oben durchströmten Heizgasrohren, welche die Oberfläche
des siedenden Alkalimetalls durchdringen.
Derartige Dampferzeuger weisen große Schwierigkeiten bei der Auslegung auf. Im Bereich des
Dampfraumes werden die Heizgasrohre, die z. B. von heißen Rauchgasen durchströmt werden, praktisch nicht
gekühlt, so daß sie in diesem Bereich annähernd die Temperatur der Heizgase annehmen. Es besteht daher
die Gefahr einer Überhitzung der Heizgasrohre im Bereich des Dampfraumes des Alkalimetalldampferzeugers,
sofern nicht die Heizgasrohre von vornherein auf die stets über der Temperatur des Alkalimetalldampfes
liegenden Temperatur der Heizgase in diesem Bereich ausgelegt sind.
Einerseits bedeutet eine Erhöhung der Auslegungstemperatur im Temperaturbereich über etwa 7000C
eine nicht unwesentliche Erhöhung der Werkstoffkosten, insbesondere im Hinblick auf den in diesem
Temperaturbereich sehr starken Einfluß der Temperatur auf die Festigkeitseigenschaften der üblichen
Konstruktionswerkstoffe. Bei so hohen Temperaturen sinken die für die Auslegung maßgebenden Festigkeitswerte üblicher Konstruktionswerkstoffe, etwa austenitischer
Chrom-Nickel-Stähle, bei Erhöhung der Temperatur um 1000C vielfach um die Hälfte bis zwei Drittel
ihres Ausgangswertes ab. Daher muß bei einer Erhöhung der Auslegungstemperatur entweder die
Wandstärke der Heizgasrohre entsprechend erhöht oder auf wesentlich teurere Sonderwerkstoffe (etwa
Kobaltlegierungen oder hochschmelzende Werkstoffe) zurückgegriffen werden.
Anderseits steigen mit sinkender Heizgastemperatur im Bereich des Dampfraumes, also mit kleiner
werdender Temperaturdifferenz zwischen Heizgas und siedendem Alkalimetall im Bereich der Oberfläche des
siedenden Alkalimetalls, die Größe der notwendigen Wärmetauscherfläche und damit die Kosten des
Kaliumdampferzeugers ebenfalls stark an.
Im Extremfall wurden, wenn die Temperaturdifferenz zwischen Heizgas und Alkalimetalldampf gegen Null
gehen soll, die benötigte Wärmetauscherfläche und damit die Kosten des Dampferzeugers unendlich groß.
Es ergibt sich somit, daß sowohl bei der Wahl hoher Wandtemperaturen für die Heizgasrohre im Bereich des
Dampfraumes des Dampferzeugers wegen der Notwendigkeit, teure Werkstoffe verwenden zu müssen, als
auch bei der Wahl niedriger Wandtemperaturen wegen der notwendigen großen Wärmetauscherflächen, die
Herstellungskosten des Alkalimetalldampferzeugers groß sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, hier eine optimale Lösung anzugeben, bei der diese Herstellungskosten
ein Minimum sind.
Das Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Auslegung der Wärmetauscherfläche und der
Rohrdimensionen des Alkalimetalldampferzeugers so erfolgt, daß die Temperatur der Heizgase im Bereich
des Dampfraumes infolge der Abkühlung der Heizgase im Bereich des flüssigen Alkalimetalls wenigstens
annähernd der Temperatur der Rohrwand auf der Heizgasseite in der Nähe des unteren Endes der
Heizgasrohre im Bereich der höchsten Wärmestromdichte entspricht.
Eine besonders günstige Ausgestaltung der Erfindung kann dadurch erreicht werden, daß die Heizgasrohre im
unteren Bereich mit einer heizgasseitigen Isolierung, vorzugsweise aus keramischem Material, versehen
werden, um eme lokale Überhitzung der Heizgasrohre
durch ungünstige Strömungsverhältnisse auf der Alkalimetallseite unmittelbar am unteren Ende der Heizgasrohre
im Bereich des Überganges zwischen Heizgasrohren und unterem Boden des Alkalimetalldampferzeugers
zu vermeiden.
Die erfindungsgemäße Vorgangweise nutzt den Umstand, daß die Heizgasrohre auf alle Fälle zumindest
auf die Temperatur der Rohrwand auf der Heizgasseite in der Nähe des unteren Endes der Heizgasrohre im
Bereich der höchsten Wärmestromdichte ausgelegt werden müssen. Diese Temperatur liegt bei den für
Alkalimetalldampferzeugern üblichen Randbedingungen etwa 20 bis 40 K über der Temperatur des
Alkalimetalldampfes und ist im allgemeinen auf Grund der Randbedingungen als vorgegeben zu betrachten.
Die Erfindung stellt somit praktisch eine wirtschaftliche Optimierung der Wärmetauscherkosten des Alkalimetalldampferzeugers
dar, da sowohl eine höhere als auch eine niedrigere Temperatur der Heizgase im Bereich des Dampfraumes eine Erhöhung der Wärmeso
tauscherkosten ergäbe.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt. Es
zeigt
F i g. 1 einen Kaliumdampferzeuger teilweise geschnitten und
F i g. 1 einen Kaliumdampferzeuger teilweise geschnitten und
F i g. 2 ein Diagramm.
Der dargestellte Dampferzeuger ist ein stehender Rauchrohrdampferzeuger 1, bei dem die Heizgase vom
unteren Raum 2 durch die Heizgasrohre 3 in den oberen Raum 4 strömen und durch den Rohrstutzen 5 abgeführt
werden. Die Heizgaszuführung ist nicht dargestellt, da sie für die Erfindung belanglos ist. Die Heizgasrohre 3
sind von siedendem Kalium 6 umgeben, dessen Spiegel mit 7 bezeichnet ist. Vom Kaliumdampfsammelraum 8
geht ein Rohrstutzen 9 ab, an dem eine Dampfleitung angeschlossen ist. Während die Heizgasrohre im
Bereich des siedenden Kaliums 6 stark gekühlt werden, sind sie praktisch im Dampfsammeiraum 8 ungekühlt.
Durch die Erfindung wird jedoch eine thermische Überbelastung auch dieser Abschnitte der Rauchgasrohre
vermieden.
F i g. 2 zeigt ein Diagramm, aus dem die Temperatur innerhalb der Heizgasrohre 3 in der Rohrwand 10 und in
dem umgebenden Kalium dargestellt ist. Auf der Abszisse ist die Entfernung von de»· Rohrachse
aufgetragen. Die Temperatur 11 des in das Heizgasrohr eintretenden Heizgases beträgt gemäß einem Beispiel
18000C. Diese Temperatur sinkt an der Rohrwand IC
infolge des Wärmetransportes auf den Wert 12 ab, der etwa 9300C beträgt Die Rohrwandtemperatur 13
kaliumseitig ist 911,2"C. Die Sattdampftemperatur des
Kaliums beträgt bei 3 bar 8900C. Der Siedeverzug ist mit 15°C anzusetzen, so daß das Kalium, das das
Heizgasrohr umgibt, eine Temperatur 14 von 9050C
aufweist Die maximale Rohrwandtemperatur tritt in der Nähe des unteren Endes des Heizgasrohres
heizgasseitig auf und beträgt gemäß dem Beispiel 930° C. Die Wärmestromdichte ergibt sich mit
252.950 W/m2. An der Stelle, wo der den Raum 2 abdeckende Boden 15 des Dampferzeugers mit den
Heizgasrohren 3 zusammenstoßt, bildet sich eine Zone 16 rund um die Heizgasrohre aus, in der das Kalium nur
geringe Strömung aufweist und daher die Kühlung der Heizgasrohre geringer ist. Der Bereich der größten
Wärmestromdichte befindet sich oberhalb dieser Zone. Um eine Überhitzung der Heizgasrohre an dieser Stelle
ίο zu vermeiden, ist es zweckmäßig, sie heizgasseitig mit
einer Isolierung, vorzugsweise aus einer keramischen Masse, zu versehen.
Der Dampferzeuger wird nun so ausgelegt, daß die Heizgastemperatur im Bereich des Kaliumspiegels 7
ebenfalls 9300C beträgt. Die Heizgasrohre 3 können daher im Bereich des Dampfraumes 8, obwohl sie hier
praktisch ungekühlt sind, nicht überbeansprucht werden. Es ergibt sich dort eine maximale Rohrwandtemperatur
heizgasseitig mit 930° C.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Alkalimetalldampferzeuger für Alkalimetalldampftemperaturen über etwa 70O0C mit im
wesentlichen vertikalen, von unten nach oben durchströmten Heizgasrohren, welche die Oberfläche
des siedenden Alkalimetalls durchdringen, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslegung
der Wärmetauscherfiäche und der Rohrdimensionen des Alkalimetalldampferzeugers so erfolgt,
daß die Temperatur der Heizgase im Bereich des Dampfraumes infolge der Abkühlung der Heizgase
im Bereich des flüssigen Alkalimetalls wenigstens annähernd der Temperatur der Rohrwand auf der
Heizgasseite in der Nähe des unteren Endes der Heizgasrchre im Bereich der höchsten Wärmestromdichte
entspricht.
2. Alkalimetalldampferzeuger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizgasrohre (3)
im unteren Bereich mit einer heizgasseitigen Isolierung, vorzugsweise aus keramischem Material,
versehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT133874A AT345857B (de) | 1974-02-19 | 1974-02-19 | Alkalimetalldampferzeuger |
Publications (3)
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| DE2419782B2 true DE2419782B2 (de) | 1978-08-03 |
| DE2419782C3 DE2419782C3 (de) | 1979-03-29 |
Family
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|---|---|---|---|
| DE19742419782 Granted DE2419782B2 (de) | 1974-02-19 | 1974-04-24 | Alkalimetalldampferzeuger |
Country Status (2)
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|---|---|
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| DE (1) | DE2419782B2 (de) |
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1974
- 1974-02-19 AT AT133874A patent/AT345857B/de not_active IP Right Cessation
- 1974-04-24 DE DE19742419782 patent/DE2419782B2/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2419782C3 (de) | 1979-03-29 |
| DE2419782A1 (de) | 1975-08-21 |
| ATA133874A (de) | 1978-02-15 |
| AT345857B (de) | 1978-10-10 |
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