DE2336825A1 - Verfahren und vorrichtung zum tempern eines aufdampfschichten tragenden substrates - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum tempern eines aufdampfschichten tragenden substrates

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Description

Verfahren und Torrichtung zum Tempern eines Aufdampfschiebten tragenden Substrates
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und auf eine Vorrichtung zum Tempern eines Aufdampfschichten tragenden Substrates, wobei man das Substrat mittels eines erwärmbaren Metallblockes auf die zum Tempern des Substrates erforderliche Temperatur aufheizt.
Zur- Herstellung epitaktischer Aufdampfschichten oder zur Erzeugung von Verbindungen, über die Reaktion einzelner übereinander aufgedampfter Komponenten sind in manchen Fällen Temperprozesse bei sehr hohen und gut konstant zu haltenden Temperaturen erforderlich. Zu diesem Zweck werden die Aufdampfschichten tragenden Substrate, z.B. aus einem keramischen Material bestehende Trägerplättchen, auf ein aus Metall gebildetes Schiffchen gelegt, wobei man sodann dieses Schiffchen in einer Vakuumkammer mittels Widerstands- oder Induktionserwärmung auf die zum Tempern der Aufdampfschichten erforderliche Temperatur aufheizt. Dieses Verfahren besitzt jedoch einige ETachteile. Wird z.B. das das Substrat tragende Schiffchen in einem Vakuumsystem durch Wider- ' standserwärmung erhitzt, so treten über die elektrischen Stromzufuhr ung en ·- insbesondere bei sehr hohen Temperaturen - hohe Wärmleitverluste auf; wird indessen das das Substrat tragende Schiffchen induktiv erwärmt,"" so ist eine Temperaturmessung schwierig und ungenau, denn durch die elektrische Induktion wird auch der aus Thermoelementen bestehende Meßfühler beeinflußt. Derartige Einstreuungen in- den Meßkreis führen zu verfälschten MeSergebnissen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Tempern eines Aufdampfschictrfcen tragenden
VPA 9/710/3OH Gil/Sti
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Substrates zu {schaffen, durch welche die vorgenannten Nachteile vermieden werden 3ollen; dies geschieht gemäß den erfinderischen Verfahren dadurch, daß man das Substrat in einen. Schlitz eines eine hohe Schmelztemperatur aufweisenden Metall- oder Metall-Keramik-Blockes einführt und diesen Block in die Pfanne einer Elektronenkanone einsetzt und ihn sodann durch Elektronenbeschuß mittels Elektronenbreasener^ie auf die zum Tempern des Substrates erforderlicba Temperatur erwärmt. Dieses Verfahren ermöglicht eine allseitig gleichmäßige Erwärmung des Substrates bzw. der Aufdaupfschichten auf sehr hohe Temperaturen und somit einen definierten Ablauf von Reaktionen der einzelnen Aufdampfschichten untereinander, wobei gleichzeitig der Vorteil gegeben ist, daß aus der Umgebung abdampfende Verunreinigungen nicht an das Substrat herantreten können.
Die Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens, nämlich zum Tempern eines Aufdampfschichten tragenden Substrates besteht gemäß der Erfindung aus einem Metall- oder Metall-Eeramik-Block, der in Form eines in die Pfanne einer Elektronenkanone einsetzbaren Teiles gebildet ist und mindestens einen Schütz zur Aufnahme des zu tempernden Substrates aufweist.
Als Material für den Substratträger bzw. Block ist insbesondere das schwer schmelzbare Molybdän geeignet. Die Auflagefläche des Blockes ist so gebildet, daß er in die Pfanne einer Elektronenkanone einsetzbar ist. Beschußflache des Blockes ist die obere Deckfläche.' Innerhalb des im Block eingebrachten Schlitzes ist das Substrat - ähnlich wie in einer Ofenkammer gelagert; diese Kammer schützt die zu tempernden Aufdampfschichten vor eventuell aus der Umgebung abdampfenden Verunreinigungen.
Vorteilhaft und nach einem zusätzlichen Merkmal der Erfindung ist zwischen dem Aufnahmeschlitz für das Substrat und der Auflagefläche des Blockes ein Temperatur-Nivelierungsschlitz angeordnet. Durch diese konstruktive Ausbildung wird gewährleistet,
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daß der Wärmefluß zwischen der durch die Elektronenstrahlen getroffenen Deckfläche "bzw. der Erwärmungsflache des Blockes und der mittelbar durch die wassergekühlte Pfanne der Elektronenkanone gekühlten Auflagefläche des Blockes, außerhalb des Erwärmungsbereiches des Substrates verläuft. Die Auflagefläche des Blockes ist in Form eines Kegels gebildet; der Kegel dient als Sitzraste und Auflage für den Block in der Pfanne der Elektronenkanone; er liegt nur mit der Randzone der Kegelmantelfläche' kreisförmig gegen den Pfannenrand. Durch diese geringe Auflagefläche soll der Wärmeübergang von der Deckfläche des Blockes zur Pfanne so gering wie möglich und der Wärmefluß innerhalb des Blockes aus dem Bereich der Substraterwärmungszone gehalten werden.
Im Block ist eine Bohrung eingebracht, die zur Aufnahme eines Temperaturfühlers, vorzugsweise eines Thermoelementes, dient. Mittels des Temperaturfühlers ist die .Temperatur im nahen Bereich der Substrataufnahme meß- und steuerbar.
Soll während des Tetnperprozesses auch eine Dotierung der Aufdampfschichten des Substrates erfolgen, so ist es vorteilhaft, den Block mit Kanälen zu versehen, wobei diese Kanäle den das Substrat aufnehmenden Schlitz mit dem Außenraum verbinden.
Anhand der Zeichnungen wird das erfinderische Verfahren näher erläutert sowie eine zur Ausübung des Verfahrens dienende Vorrichtung gezeigt.
Die Figuren 1 und 2 zeigen einen zum Tempern eines Substrates dienenden Block 1. Dieser Block besteht aus einem hochschmelzend en Metall, z.B. aus Molybdän, oder aus einer Metall-Keratnik-Masse. Im Block ist ein zur Aufnahme des Substrates dienender Schlitz 2 eingebracht, der in Form eines Sackloches und somit als nur einseitig offene Kammer gebildet ist. Unter dem zur Aufnahme des Substrates dienenden Schlitz 2 befindet sich ein Tenrperatur-Hivelierungsschlitz 3; dieser Schlitz erstreckt
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• ■ ι
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elch durch den Block. Eine Bohrung 4 dient zur Aufnahme eines Wärmefüblers. Die Auflagefläche 5 des Blockes 1 trägt mittig einen Kegel 6, der als Aufnahmeraste zum Einsetzen in die Pfanne einer Elektronenkanone dient.
Pigur 3 zeigt in einer schematiscben Schnittdargestellung eine Elektronenkanone 7» in deren Pfanne 8 der Block 1 eingesetzt ist. Wie ersichtlich, dient der Kegel 6 als Zentrierraste; der Block liegt lediglich mit seiner peripheren Randzone 9 gegen den Rand der Pfannenwandung. Durch diese konstruktive Ausbildung wird einerseits ein zentrischer Sitz des Blockes 1 in der Pfanne 8 gewährleistet, andererseits jedoch, und zwar durch die relativ kleine Auflagefläche, ein starker Wärmeübergang an der gekühlten Wandung der Pfanne verhindert. Die von der Emissionselektrode 18 ausgehenden Elektronenstrahlen 10 gelangen - durch hier nicht dargestellte Magnete bzw. Magnetfelder abgelenkt - auf die Deckflache 11 des Blockes 1, so daß der Block durch die dabei auftretende Elektronenbremsenergie erwärmt wird. Die Erwärmung des im Schlitz 2 eingesetzten Substrates 12 erfolgt indessen über den Steg 14 durch Berührung und Wärmestrahlung der Wandungen des Schlitzes.
Wie insbesondere aus Pigur 1 ersichtlich, entsteht ein Wärmegefälle zwischen der Deckfläche 1 und der Randzone 9 an der Auflage- bzw. Basisfläche 5 des Blockes 1·. Der Wärmefluß 13 innerhalb des Blockes erfolgt von seiner Deckfläche über die randnahen Wandungsteile des Blockes zu seiner Auflagefläche. Durch den Temperatur-Nivelierungsschlitz 3 wird ein Steg 14 geschaffen, der außerhalb des Wärmestromes gelegen ist. Dadurch herrscht innerhalb des Steges 14 eine nahezu konstante Temperatur, die nur geringfügig unterhalb der Temperatur des Decksteges 15 gelegen ist. Durch diese konstruktive Ausbildung des Blockes können Materialspannungen während des Temperprozesses innerhalb des Substrates bzw. der Aufdampfschichten des Substrates vermieden werden.
Ein in die Bohrung 4 einsetzbarer Thermofühler dient einerseits zur Regelung der Heizleistung für die Emissionselektrode
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und andererseits zur Steuerung eines Temperatur-Anzeigeinstrumentes.
7 Patentansprüche 3 Figuren
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Claims (7)

Patentansprüche
1. Verfahren zum Tempern eines Aufdampfschichten tragenden Substrates, wobei man das Substrat mittels eines erwärtubaren Metallblockes auf die zum Tempern des Substrates erforderliche Temperatur aufheizt, dadurch gekennzeichnet, daß man das Substrat in einen Schlitz eines eine hohe Schmelztemperatur aufweisenden Metall- oder Metall-Keramik- Blockes einführt und so in die Vakuumkammer einer Elektronenkanone einsetzt und ihn sodann durch Elektronenbeschuß mittels Elektronenbremsenergie auf die zum Tempern des Substrates erforderliche Temperatur erwärmt.
2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens, nämlich zum Tempern eines Aufdampfschichten tragenden Substrates, dadurch gekennzeichnet , daß die Vorrichtung aus einem Metall oder Metall-Keramik-Block besteht, der in Form eine3 in die Pfanne (8) einer Elektronenkanone (19) einsetzbaren Teiles gebildet ist und mindestens einen Schlitz (2) zur Aufnahme des zu tempernden Substrates (12) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, daß zwischen dem Aufnahaeschlitz (2) für das Substrat (12) und der Auflagefläche (5) des Blockes (1) ein Temperatur-Nivelierungsscblitz (3) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Auflagefläche (5) des Blockes (1) einen Kegel (6) trägt, wobei der Kegel die Sitzraste und Auflage für den Block in der Pfanne (8) der Elektronenkanone ist.
5. Vorrichtung nach Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß der Kegel (6) nur mit seiner peripheren Randzone (9) kreisringförmig gegen die Pfannenwandung (8) der Elektronenkanone (19) anliegt.
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6. Vorrichtung nach Ansprüchen 2 "bis 5, dadurch gekennzeichnet , daß im Block (1) eine Bohrung (4) zur
Aufnahme eines Temperaturfühlers eingebracht ist.
7. Vorrichtung nach Ansprüchen 2 "bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß der Block (1) aus einem hochschmelzbaren Material, vorzugsweise aus Molybdän, besteht.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0992606A3 (de) * 1998-10-09 2000-06-21 Rolls-Royce Plc Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen einer Beschichtung auf einem metallischen Gegenstand
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