DE232000C - - Google Patents
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- DE232000C DE232000C DENDAT232000D DE232000DA DE232000C DE 232000 C DE232000 C DE 232000C DE NDAT232000 D DENDAT232000 D DE NDAT232000D DE 232000D A DE232000D A DE 232000DA DE 232000 C DE232000 C DE 232000C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D45/00—Separating dispersed particles from gases or vapours by gravity, inertia, or centrifugal forces
- B01D45/12—Separating dispersed particles from gases or vapours by gravity, inertia, or centrifugal forces by centrifugal forces
- B01D45/14—Separating dispersed particles from gases or vapours by gravity, inertia, or centrifugal forces by centrifugal forces generated by rotating vanes, discs, drums or brushes
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Centrifugal Separators (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JV* 232000 KLASSE 12 e. GRUPPE
FRITZ JAEGER in FRANKENTHAL, Pfalz.
Die bekannten, auf Schleuderwirkung beruhenden Vorrichtungen zum Abscheiden fester
oder flüssiger Körper aus Gasen arbeiten hinsichtlich ihres Abscheidungseffektes dann meistens
unvollkommen, wenn es sich darum handelt, nicht nur die größeren, sondern auch die
sehr kleinen Körper vom Gase zu trennen. Dies liegt daran, daß bei den in Frage kommenden
Gasgeschwindigkeiten und den wirtschaftlich
ίο sowie baulich möglichen Abmessungen jener
Schleuderapparate die Zeitdauer, während der die Einwirkung der Schleuderkraft auf die abzuscheidenden
Körper erfolgt, zu gering ist. Es ist zwar bekannt, die abscheidende Wirkung derartiger" Schleuderapparate dadurch zu verbessern,
daß man das Gas entgegen der ihm und den abzuscheidenden Körpern erteilten Zentrifugalkraft nach innen abzieht. Immerhin
ist auch hier die eigentliche Trenmmgsstelle der Körper vom Gase auf eine so kurze
Strecke verlegt, daß die sehr kleinen Körper vom Gasstrom nach dem Austrittsrohr mitgerissen
werden und im Gase verbleiben.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, diesen Mangel dadurch zu beseitigen, daß einerseits
der Weg des Gases in der Schleuder zweckmäßig verlängert wird und damit auch die
Zeitdauer, während der die Schleuderkraft ihre Wirkung auf die abzuscheidenden Körper ausüben
kann, und andererseits eine Umlenkung der Strömungsrichtung des Gases herbeigeführt
wird, die die Trennung der Körper vom Gase durch die Einwirkung des den abzuscheidenden
Körpern innewohnenden Beharrungsvermögens unterstützt.
Dies wird dadurch erreicht, daß abweichend von den bekannten Vorrichtungen, bei denen
das Gas die Schleuder nur einmal und in einer Richtung durchströmt, durch mehrere im Zentrifugenringratim
achsial verlaufende Wände, die ihn in miteinander zusammenhängende Kammern teilen, eine mehrmalige Umlenkung
des Gases herbeigeführt wird, derart, daß das Gas die einzelnen Kammern nacheinander durchströmt,
wobei die die einzelnen Kammern in achsialer Richtung durchziehenden Schaufeln an ihrem Austrittsende so ausgebildet werden,
daß das den abzuscheidenden Körpern innewohnende Beharrungsvermögen im Sinne ihrer
achsialen Bewegungsrichtung für die Trennung nutzbar gemacht wird. Die aus dem Gasstrom
ausgeschiedenen Körper verlassen das Schleuderrad durch in dessen äußerem Mantel befindliche
Löcher oder durch Schlitze und treten in einen feststehenden, das Schleuderrad umgebenden, allseitig geschlossenen Sammelbehälter
hinein, an den das Eintritts- und Austrittsrohr anschließt.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt,
die sich durch die Ausbildung des äußeren Mantels und der Schaufelkanäle voneinander
unterscheiden.
Fig. ι und 2 stellen die Schleuder mit ge-
lochtem äußeren Mantel, Fig. 4^ bis 6 mit
Schlitzen im äußeren Mantel dar, während Fig. 3 zu beiden Ausführungsformen gehört.
Fig. ι ist ein senkrechter Längsschnitt,
Fig. 2 ein senkrechter Querschnitt nach Schnittlinie A-B-C der Fig. 1 bzw. A-B der Fig. 3.
Fig. 2 ein senkrechter Querschnitt nach Schnittlinie A-B-C der Fig. 1 bzw. A-B der Fig. 3.
Fig. 3 veranschaulicht den in einer Ebene abgewickelten inneren Schleudermantel mit der
Anordnung der die Umlenkung des Gases bewirkenden Wände sowie die Stellung der Schaufeln
und die Ausbildung der Schaufelkanäle.
Fig. 4 ist wiederum ein senkrechter Längsschnitt,
Fig. 5 ein senkrechter Querschnitt nach Schnittlinie A-B-C der Fig. 4 bzw. A-B der
Fig. 3, während
Fig. 6 den Querschnitt eines Schaufelkanals der Schleuder nach Fig. 4 und 5 in größerem
Maßstab zeigt.
Die Schleuder besteht aus einem zylindrischen inneren Mantel 1 und einem zylindrischen
äußeren Mantel 2, die auf der Achse 3 durch Scheiben 4 und Naben 5 befestigt sind; ferner
aus zwei Stirnwänden 6, welche einerseits mit dem äußeren Mantel 2, andererseits mit den
Scheiben 4 durch Ubergangsrohre 7 und 8 von teilweise halbrundem; teilweise geradem Mantelquerschnitt
verbunden sind. Die bei den gezeichneten Ausführungsformen vorhandenen drei Wände 9, 10 und 11 sowie die zur Gasführung
und Übertragung der Schleuderkraft dienenden Schaufeln 12, die bei der Ausfürungsform
nach Fig. 1 und 2 radial gestellt sind und bei beiden Ausführungsformen in
achsialer Richtung verlaufen, bewirken die Verbindung des inneren Mantels 1 mit dem äußeren
Mantel 2. Mit Ausnahme der letzten Schaufelgruppe, gerechnet im Sinne der Gasbewegung
in der Schleuder, sind die Schaufeln an ihrem Austrittsende scharfeckig umgebogen und
reichen bis über den anliegenden Schaufelkanal hinweg, so daß das Gas die Umlenkung von
. seiner achsialen Bewegungsrichtung in die dazu senkrechte in scharfer Biegung ausführen muß.
An dem umgebogenen Stück 13 der Schaufeln 12 ist eine auf der ganzen Höhe der Biegung
radial verlaufende Rippe 14 angebracht, die die aus dem Gase austretenden Körper zurückhalten
soll. Die Schleuder ist in dem mit einem Abfallrohr 15 versehenen geteilten und
allseitig geschlossenen Sammelbehälter 16 gelagert, die die Rohrkrümmer 17 für den Gaseintritt
und 18 für den Gasaustritt besitzt.
Das Gas strömt entweder infolge Spannungsgefälles oder wird mittels eines Gebläses, dessen
Saugrohr an das Rohr 18 anschließt, durch die Schleuder hindurchgesaugt, wobei es durch den
Rohrkrümmer 17 und das Übergangsrohr 7 zunächst in den von den beiden Wänden 9
und 10 begrenzten Teil des Ringraumes tritt.
Zur Wahrung des Querschnittes und vorteilhaften
Ablenkung des Gases in den Übergangsrohren 7 und 8 dienen die beiden mit den Scheiben 4 und dem inneren Mantel 1 verbundenen
konischen Mantelstücke 19. Der Weg des Gases von seinem Eintritt in den
Ringraum an der Stelle a, b, c, d bis zu seinem Austritt durch die öffnung e, f, g, h ist in
Fig. 3 durch Pfeile gekennzeichnet. Bei der gezeichneten Ausführungsform wird die Schleuder
der Länge nach dreimal vom Gas durchströmt.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Das durch die Schleuder strömende Gas. bewegt sich innerhalb der Schaufelkanäle mit
einer gewissen Relativgeschwindigkeit in achsialer Richtung. Zugleich wird auf das Gas und
die in ihm enthaltenen abzuscheidenden Körper eine Zentrifugalkraft ausgeübt, die infolge
des größeren spezifischen Gewichtes der abzuscheidenden Körper auf diese stärker wirkt
als auf das Gas, und sie je nach ihrer Masse früher oder später aus dem- Gasstrom nach
außen treten läßt. An den Umlenkungsstellen besitzen die abzuscheidenden Körper im Sinne
ihrer achsialen Bewegungsrichtung ein Beharrungsvermögen, das wesentlich größer ist
als das dem Gase eigene. Während an den Umlenkungsstellen das Gas in bekannter, in Fig. 3
an einer Stelle angedeuteter Weise fließt, treten die dem Gase beigemengten Körper
infolge ihres achsial gerichteten Beharrungsvermögens aus dem Gasstrom achsial heraus
und werden durch die Zentrifugalkraft nach außen geschleudert, wobei die radial gestellten
Rippen 14 verhindern, daß die ausgeschiedenen Körper vom Gasstrom mitgerissen werden.
Dieser Vorgang wiederholt sich in den einzelnen Kammern, bis das Gas durch das Austrittsrohr
18 die Zentrifuge gereinigt verläßt. Während also im achsialen Teil der Schaufelkanäle
die Trennung der Körper vom Gase nur durch Schleuderkraft erfolgt, tritt an den Umlenkungsptellen
eine Trennung durch Schleuderkraft und Beharrungsvermögen ein.
Abweichend von der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführung der Schleuder mit
glattem gelochten äußeren Mantel, durch dessen öffnungen die vom Gasstrom getrennten Körper
in den Sammelbehälter eintreten, besitzt die in den Fig. 4 bis 6 veranschaulichte Ausführungsform
Schlitze im äußeren Mantel für den Durchtritt der abgeschiedenen Körper, die dadurch gebildet werden, daß die Schaufeln
entweder unmittelbar von ihrer Befestigungsstelle am inneren Mantel ab oder erst im
weiteren radialen Verlauf nach außen als dreieckförmige Hohlkörper ausgebildet werden,
deren der Befestigungsstelle am inneren Mantel gegenüberliegende Seite ein der Schaufelzahl
entsprechendes Stück der äußeren Mantel-
fläche ist, von einer um die Schlitzbreite geringeren
Bogenlänge. Die auf diese Weise gebildeten Schlitze besitzen naturgemäß die Länge
des äußeren Mantels. Der Vorteil dieser Ausführungsform gegenüber der in Fig. ι und 2
dargestellten ist darin zu erblicken, daß die Öffnungen im äußeren Mantel für den Durchtritt
der abgeschiedenen Körper nicht größer gehalten werden brauchen, als der abzuscheidenden
Menge entspricht, und daß an den Umlenkungsstellen von der gebrochenen äußeren Mantelfläche die bereits in der äußeren Schicht
des Gasstromes befindlichen Körper zurückgehalten werden.
Durch die Unterteilung des Ringraumes in miteinander zusammenhängende Kammern, die
nacheinander durchströmt werden, wird das Gas gezwungen, seine achsial gerichtete Relativbewegung
mehrmals in die entgegengesetzte umzulenken, wodurch einerseits eine für die gute Abscheidung erforderliche Vergrößerung
der Länge des Weges, auf dem die im Gase enthaltenen festen oder flüssigen Körper
der Einwirkung der Zentrifugalkraft ausgesetzt sind, erreicht wird, andererseits an den Umlenkungsstellen
das den abzuscheidenden Körpern innewohnende Beharrungsvermögen zur Trennung vom Gase nutzbar gemacht wird.
Claims (4)
- Pa tent- Ansprüche:i. Schleudervorrichtung mit äußerem und innerem Mantel zum Abscheiden fester und flüssiger Körper aus Gasen, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringraum zwischen den beiden Mänteln durch achsrecht verlaufende Wände in zusammenhängende, mit achsrechten, radial gestalteten Schaufeln versehene Kammern eingeteilt ist, die von dem Gas nacheinander in achsrechter Richtung durchströmt werden, derart, daß das Gas unter jeweiliger Umkehrung seiner achsrechten Relativbewegung die einzelnen Kammern nacheinander in zur Achse parallelen Bahnen durchströmen muß und dadurch die Zentrifugalkraft auf die abzuscheidenden Körper in den einzelnen Kammern nach ^ einander erhöht wird.
- 2. Ausführungsform der Vorrichtung n'ach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Zentrifugenmantel achsial verlaufende Schlitze in der Zahl der Schaufelkanäle und von der Länge des äußeren Mantels besitzt.
- 3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze im äußeren Zentrifugenmantel dadurch gebildet werden, daß die Schaufeln von ihrer Befestigungsstelle am inneren Mantel ab oder erst im weiteren radialen Verlauf nach außen· als dreieckförmige Hohlkörper ausgebildet werden, deren der Befestigungsstelle am inneren Mantel gegenüberliegende Seite ein der Schaufelzahl entsprechendes Stück der äußeren Mantelfläche ist, von einer um die Schlitzbreite geringeren Bogenlänge.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaufeln am Austrittsende scharfeckig umgebogen sind und radial verlaufende Rippen tragen, zum Zweck, das achsrecht gerichtete Beharrungsvermögen der auszuscheidenden Körper an den Umlenkungsstellen für die Ausscheidung nutzbar zu machen und das Mitreißen der an den Umlenkungsstellen durch das Beharrungsvermögen ausgeschiedenen Körper durch den Gasstrom zu verhindern.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE232000C true DE232000C (de) |
Family
ID=492061
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT232000D Active DE232000C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE232000C (de) |
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0
- DE DENDAT232000D patent/DE232000C/de active Active
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