DE2256602C3 - Einrichtung zur Belichtungsregelung bei einer einäugigen Spiegelreflexkamera - Google Patents
Einrichtung zur Belichtungsregelung bei einer einäugigen SpiegelreflexkameraInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Belichtungsregelung nach dem Oberbegriff des Patentanspruches.
Im Rahmen der TTL-Lichtmessung bei einäugigen Spiegelreflexkameras wird sowohl eine Messung bei
Arbeitsblende als auch eine Messung bei Offenblende angewendet.
Die Lichtmessung bei Arbeitsblende hat den Nachteil, daß das Sucherfeld vergleichsweise dunkel ist und die
Scharfeinstellung oder sonstige Einstellmaßnahmen schwierig durchzuführen sind. Daher wird in der Regel
eine Lichtmessung bei Offenblende bevorzugt.
Die Offenblende-Messung hat jedoch den Nachteil, daß in der Regel eine Differenz auftritt zwischen dem
voreingestellten Wert der Blendenöffnung und demjenigen Wert, auf den die Blendenöffnung zur Belichtung
tatsächlich reduziert wird, so daß sich nicht immer die richtige Belichtung ergibt, wenn die Lichtmessung nach
der Voreinstellung des Blendenwertes durchgeführt wird und die Aufnahme bei dieser Blendenöffnung
durchgeführt wird.
Der Grund hierfür liegt darin, daß, wenn im Anschluß an die Offenblende-Messung die Belichtungszeit voreingestellt
wird und der Auslöseknopf gedrückt wird, die Blendenöffnung zunächst gemäß der Voreinstellung
reduziert wird, jedoch den voreingestellten Wert häufig tatsächlich nicht erreicht, da Spiel und andere
Ungenauigkeitsfaktoren im Blenden-Einstellmechanismus eine wesentliche Rolle spielen. Die Blendensektoren
werden nämlich durch Federkraft äußerst schnell auf die reduzierten Blendenöffnungen gebracht, so daß
leicht Ungenauigkeiten auftreten können.
Insbesondere im Falle der Verwendung eines Weitwinkelobjektivs bei geringer Blendenöffnung
nimmt die oben erläuterte Differenz zwischen dem voreingestellten Wert und dem tatsächlich erreichten
Wert eine Größe von ± 1/2 eines Blendeneinstellschrittes an, eine Größe also, die nicht mehr vernachlässigt
werden kann.
Diese Nachteile treten auch bei Kameras mit TTL-Lichtmessung und elektrischer Verschlußsteuerung
auf. Zur Vermeidung dieser Nachteile ist es bei einer Einrichtung der eingangs bezeichneten Gattung
(vgl. DT-OS 20 60 187) bekannt, im Anschluß an die Entfernungsmessung mit voll geöffneter Blende nach
dem Kochklappen des Umlenkspiegels und der Reduzierung der Blendenöffnung das durch das
Objektiv durchtretende Licht mit Hilfe einer Photozelle zu messen und entsprechend diesem Meßwert die für
die richtige Belichtung erforderliche Belichtungszeit zu bestimmen. Hierdurch wird einerseits eine Schärfeneinstellung
bei hellem Sucherfeld gewährleistet und andererseits durch die Einstellung der Belichtungszeit in
Abhängigkeit von den tatsächlichen Gegebenheiten die richtige Belichtung sichergestellt.
Dennoch aber ergibt sich hier der Nachteil, daß die Belichtungszeit sich ausschließlich nach den Gegebenheiten
des Lichteinfalles richtet und somit nicht voreingestellt werden kann. Wenn somit etwa ein
schnell bewegtes Objekt fotografiert werden soll, so können sich durch eine zu lange Belichtungszeit solche
Unscharfen am schnell bewegten Objekt ergeben, daß die Aufnahme unbrauchbar wird.
Daher ist es anzustreben, einen elektrischen Verschluß
mit Belichtungszeitvorwahl zu verwenden, bei dem also die bevorzugte Belichtungszeit voreingestellt
wird, so daß auch schnell bewegte Objekte problemlos aufgenommen werden können. Dabei aber wiederum
kann entweder die Verschlußzeit nicht automatisch auf Änderungen in der Helligkeit des aufzunehmenden
Objektes ansprechen, oder aber wird die Blendenöffnung wiederum automatisch der momentanen Helligkeit
des Objektes angepaßt; im erstgenannten Fall ist eine automatische Belichtungssteuerung unmöglich,
während im zweiten Fall, also bei Verwendung einer Einrichtung zur automatischen helligkeitsabhängigen
Blendeneinstellung, jeder mechanische Fehler des Blendenmechanismus unmittelbar zu einem Belichtungsfehler
tührt.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung einer Einrichtung zur Belichtungsregelung bei einer einäugigen
Spiegelreflexkamera mit TTL-Lichtmessung der eingangs bezeichneten Gattung, bei der durch Offenblende-Messung
Einstellungen in einem hellen Sucherfeld möglich sind und trotz Voreinstellung der
Belichtungszeit in jedem Falle eine exakt richtige Belichtung in Abhängigkeit von der Objeklhelligkeit
gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches gelöst. Dadurch, daß
die bevorzugte Verschlußzeit in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit eines bewegten Objektes voreinstellbar
ist, lassen sich Belichtungszeitfehler mit den dadurch hervorgerufenen Unscharfen bei bewegten Objekten
vermeiden. Andererseits ist die Belichtungszeit nicht starr vorgegeben, sondern wird innerhalb des bevorzugten
Belichtungszeitbereiches geringfügig derart nachgestellt, daß ein sich aus einer ungenauen Einstellung der
tatsächlichen Blendenöffnung ergebender Belichtungsfehler kompensiert wird. Dies ist für die richtige
Einstellung der Belichtungszeit, die durch die Korrektur beispielsweise 1/500 Sekunde auf 1/450 Sekunde
nachgestellt wird, ohne Bedeutung, so daß die Schärfe der Abbildung des bewegten Objektes dadurch nicht
beeinträchtigt wird, während andererseits jegliche Ungenauigkeit der tatsächlich eingestellten Blendenöffnung
sicher korrigiert wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nächste-
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nächste-
hend anhand der Zeichnung näher erläutert
Die Figur zeigt ein Schaltbild für die Einstellung der Belichtungszeit.
Mit P ist in der Zeichnung ein lichtelektrischer Wandler bezeichnet, der im Strahlengang durch das
Kameraobjektiv hindurch angeordnet ist; R\ ist ein einstellbarer Widerstand für den lichtelektrischen
Wandler und dient zur Einführung einer Information über die eingestellte Belichtungszeit, also die eingestellte Zeit oder Geschwindigkeit des Verschlusses; Tr ist
ein Element mit hoher Eingangsimpedanz wie ein Feldeffekttransistor; R1 ist ein einstellbarer Widerstand
und dient zur Einführung der Information über die eingestellte Belichtungszeit; Cist ein Kondensator, der
zusammen mit dem Widerstand R1 eine Zeitbildungseinrichtung bildet; Amp ist ein Verstärkerschaltkreis zur
Betätigung eines Magneten Me durch die Zeitbildungseinrichtung; Mg ist ein Magnet zur Freigabe des
Verschlußvorhanges; und E ist eine Stromquelle. Bei Einstellung der Belichtungszeit werden beiue Widerstände R\ und R1 gleichzeitig eingestellt, wobei die dem
Produkt des Ausgangsstromes des lichtelektrischen Wandlers P und des Widerstandes R\ entsprechende
Spannung, welche die Information über die eingestellte Verschlußzeit enthält, als Eingangsgröße des Feldeffekttransistors Tr erfaßt wird. Sodann wird die
Abweichung der tatsachlichen Blendenöffnung von der durch die Voreinstellung der Verschlußzeit eingest eilten
Blendenöffnung im wesentlichen anhand der Lichtmenge erfaßt, welche durch die tatsächlich vorliegende
Blendenöffnung hindurchdringt. Diese Abweichung wird in einer Speicherschaltung gespeichert und als
Korrektursignal an den Verstärkerschaltkreis Amp angelegt.
Beim Betrieb der Kamera wird anhand einer geeigneten Einstellhandhabe vor der Aufnahme eine
Verschlußzeit in die Belichtungsregelungseinrichtung eingegeben. Der Wert dieser Voreinstellung wird in ein
elektrisches Signal umgewandelt und sodann einem näher dargestellten Belichtungsregelkreis und einem
Steuerkreis für die Verschlußzeit zugeführt. Auf diese Weise wird die Belichtungsregelungseinrichtung veranlaßt, eine Blendenöffnung in Abhängigkeit von dem dem
eingestellten Belichtungszeitwert entsprechenden Signal anzusteuern und wird der Steuerkreis für die
Verschlußzeit derart eingestellt, daß er eine dem elektrischen Signal entsprechende Zeitkonstante erzeugt.
Bei Auslösung des Verschlusses wird eine nicht näher dargestellte, jedoch an sich bekannte automatische
Voreinstellblende betätigt und werden sodann die Blendenlamellen oder Blendensektoren bewegt, um die
dem elektrischen Signal entsprechende Blendenöffnung einzustellen. In genau diesem Moment trifft das durch
die tatsächlich eingestellte Blendenöffnung bei soeben hochgeklapptem Umkehrspiegel dringende Licht auf
den lichtelektrischen Wandler des Steuerkreises für die Verschlußzeit, welcher im Strahlengang angeordnet ist;
der lichtelektrische Wandler erzeugt eine der einfallenden Lichtmenge entsprechende Ausgangsspannung, die
über den Transistor Tr dem Speicherkreis zugeführt wird.
in dem Speicherkreis ist vorab bereits ein theoretisches Programm über eine Zuordnung der Blendenöffnung zur Erzeugung der richtigen Belichtung und der
Verschlußzeit gespeichert, und ist die eingestellte und in die automatische Blendeneinstellvorrichtung eingegebene Verschlußlaufzeit gespeichert, so daß der Unterschied zwischen dem so erzeugten theoretischen
Vergleichssignal und dem Signal, welches der tatsächlich durch die Blendenöffnung dringenden Lichtmenge
entspricht, durch Vergleich dieses theoretischen Wertes mit dem Ist-Wert ermittelt werden kann. Dieses
Differenzsignal ist ein Fehiersignal, welches dem Unterschied zwischen der durch die automatische
Blendeneinstellvorrichtung theoretisch ermittelten Blendenöffnung und der tatsächlichen Blendenöffnung
entspricht. Wenn das Differenzsignal dem Verstärkerschaltkreis Amp zugeführt wird, so wird die voreingestellte Verschlußzeit in Abhängigkeit von der Differenz
zwischen den beiden Blendenwerten berichtigt. Daher wird die tatsächliche Verschlußzeit im Moment der
eigentlichen Aufnahme exakt auf die tatsächlich vorliegende Blendenöffnung abgestimmt und somit eine
absolut fehlerfreie Belichtung erzielt.
In der Praxis übersteigt das Maß der Korrektur, also
die Differenz zwischen der eingestellten oder theoretischen und der tatsächlichen Blendenöffnung nicht den
Abstand zweier Blendeneinstellstufen, liegt also maximal nur eine Abweichung in der Größenordnung von
einer Blendeneinstellstufe vor, so daß der Unterschied zwischen der voreingestellten Verschlußzeit und der
tatsächlich sich im Rahmen der Korrektur ergebenden Verschlußzeit ebenfalls in diesen Bereich einer Einstellstufe fällt. Somit kann trotz der Korrektur- oder
Kompensationsnachstellung der Verschlußzeit eine gewünschte Verschlußzeit entsprechend den jeweiligen
Aufnahmebedingungen voreingestellt werden, die trotz der automatischen Korrektur mit ausreichender Genauigkeit dann auch tatsächlich vorliegt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Einrichtung zur Belichtungsregelung bei einer einäugigen Spiegelreflexkamera, mit einer Einrichtung zur automatischen Blendenvoreinstellung und einem lichtempfindlichen Wandler im Strahlengang durch das Objektiv, welcher von der durch die bei Verschlußauslösung tatsächlich sich einstellende Blendenöffnung dringenden Lichtmenge beaufschlagt ist und ein elektrisches Steuersignal für eine Zeitbildungseinrichtung eines Verschlußsteuerkreises erzeugt, dadurch gekennzeichnet, daß eine an sich bekannte elektrische Einrichtung zur Vorwahl der Belichtungszeit vorgesehen ist, die in der Zeitbildungseinrichtung (C, R2) ein zweites elektrisches Steuersignal entsprechend der Vorwahl erzeugt, daß die Blendenvoreinstel'.ung in Abhängigkeit von der Belichtungszeitvorwahl erfolgt, daß das erste Steuersignal mit dem zweiten Steuersignal zur Erzeugung eines Differenz-Fehlersignales überlagert wird, und daß das Differenz-Fehlersignal für eine Fehlerkompensation über die Belichtungszeit dem zweiten, der Belichtungszeitvorwahl entsprechenden Steuersignal überlagerbar ist.
Applications Claiming Priority (4)
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|---|---|---|---|
| JP9147971 | 1971-11-17 | ||
| JP46091479A JPS5139535B2 (de) | 1971-11-17 | 1971-11-17 | |
| JP1664972A JPS4885225A (de) | 1972-02-17 | 1972-02-17 | |
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Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2256602A1 DE2256602A1 (de) | 1973-06-07 |
| DE2256602B2 DE2256602B2 (de) | 1977-06-08 |
| DE2256602C3 true DE2256602C3 (de) | 1978-01-26 |
Family
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